Ausgabe 
(11.1.1915) 8. Erstes Blatt
Seite
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Wien, 10. Jan.(WI Nichtamtlich., Amtlich wird verlautbart: 10. Januar: Die allgemeine Lage hat sich nicht geändert. Südlich der Weichsel beschossen dit Russen gestern unsere Stellungen ohne jeden 12225 sie richteten ihr Feuer namentlich gegen eine von uns besetzte Höhe nordöstlich von Zakliczun. Nördlich der Weichsel stellen⸗ wrise heftiger Geschütztampf. Ein Versuch des Gegners, mit schwücheren Kräften die Nida zu passicren, mißlang.

In den Karpathen herrscht Ruhe. Zwei Aufklaͤrungs⸗ detachements des Feindes, die sich in der Bukowina zu nahe an unsere Vorpostenlinien heranwagten, wurden durch Ar⸗ tillerie- und Maschinengewehrfeuer zerfyrengt. g

Am suͤdlichen Kriegsschauplatz kurzer Geschütztampf bei den östlich Trebinje bis an die Grenze vorgeschobenen eige⸗ nen Stellungen.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Zeldmarschalleutnant.

Ein deutscher Sieg in Ostafrita.

Berlin, 10. Jan.(Ctr. Blu.) Aus den Mitteilungen des Reichskolonialamts war schon bekannt geworden, daß die Engländer in Deutsch⸗Ostafrika empfindliche Schläge erhalten haben, doch war man in der Hauptsache auf englische Nachrichten angewiesen, die natürlich sehr zurückhaltend waren. Nun wird derBerliner Morgen⸗ post ein Bericht über diese Vorgänge zur Verfügung ge⸗ stellt, dem wir folgende interessante Einzel ien entnehmen:

Die Kämpfe in unesrer Kolonie sind fast durchweg siegreich für unsere Truppen verlaufen. Der größte Sieg ist aber jetzt von un⸗ seren Truppen bei Tanga erfochten worden. Dort landeten die Engländer und Inder 8000 Mann stark. Die Deutschen, die ganz 28 in der Minderzahl waren ich glaube, überhaupt nur 2000 Mann, lockten sie in eine Falle, brachten ihnen am ersten Tage bereits einen Verlust von 600 Toten und Verwundeten bei, und, nachdem sie am nächsten Tage Ver⸗ stärkungen erhalten hatten, wurden die Engländer und Inder mit einem Totalverlust von sage und schreibe 3000 Mann

5 . 2

vollständig geschlagen und mußten auf ihren Trans port⸗ 72 zurück nach Mombassa gehen. Unsere Verluste waren nur ng.

Die tapfere Kameruner Schutztruppe.

Paris, 10. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Gouverneur von frila richtete an Doumergue ein Telegramm, in welchem es

ickgeschlagen. Unsere Verluste sind gering.(Anmerkung der Re⸗ aktion: Daß die Schutztruppe gegen Edea zum Angriff schritt, 7 für die zuversichtliche und kampfesfrohe Stimmung, die bei un⸗ eren Kamerunern herrscht. Daran vermögen auch solche Sieges⸗ berichte der Gegner nichts zu ändern.) 5

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*

Das Standquartier Joffres.

5 Berlin, 11. Jan. Ueber das Standquartier Joffres wird in derZürcher Ztg. geschrieben: General 5 e hat seinen Standort nicht weit von dem Punkte des stumpfen Winkels gewählt, den die Linie der deutschen Ar- meen in Frankreich bezeichnet. Von hier kann er gleich⸗ zeitig den Norden und den Osten überwachen und den An l punkt für den Durchbruch wählen, sowie sich leicht rthin begeben. b Deutsche Flugzeuge über Dünkirchen.

London, 9. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)Daily Chro nicle meldet: Deutsche Flugzeuge erschienen neuer⸗ dings über Dünkirchen und warfen Bomben ab. Es wurde niemand getötet. Zwei deutsche Flugzeuge erschienen über Furneß.

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Vor Przemysl.

725 an. Nichtamtlich.) Der Bericht⸗ erstatter desAz Est, Franz Molnar, berichtet aus 85 dem Hauptquartier: Hier wird die Beobachtung gemacht, daß die gahl der russischen Soldaten immer größer wird, welche durch die Maschinengewehre ihrer eigenen Truppen verletzt oder auf höheren Befehl gefesselt vom Kriegsschau⸗ platz in das innere Rußland verschickt werden. Der be⸗ merkenswerteste ereignete sich vor Przemysl. Die russi⸗ . Soldaten stehen noch immer unter dem Eindruck, daß bei der ersten Belagerung dieser Stadt viele Tausende im Sturm gegen Przemysl den Tod gefunden haben. Ge fangene Russen erklärten, daß unter den Russen die über⸗ 9 5 endsten Gerüchte von der Wirkung der 30,5 Zentimeter⸗ Mörser und um Przemysl angelegten Minen verbreitet nd. In der Belagerungsarmee ist das Gefühl verbreitet, daß die Soldaten, die zum Sturm kommandiert werden, dem sicheren Tode entgegengehen. So konnte es

ae daß ganze Truppenteile jüngst den Ge⸗ ho

Bu dapest, 9.

rsam verweigerten, so daß sie auf besonderen 5 il an nach Lemberg transportiert werden mußten. Damit soll nicht gesagt werden, daß es die russischen Sol- daten im allgemeinen an Mut fehlen lassen. Wie es scheint, ist die erwähnte Erscheinung darauf zurückzuführen, daß nunmehr nicht entsprechend ausgebildete Mannschaften ver⸗ wendet werden, was den Mangel an Offensiwpgeist, der vielseitig an russischen Soldaten beobachtet wird, stärker

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hervortreten läßt.

Die russische Garde von der Front zurückgezogen.

* Berlin, 11. Jan. Aus Sofia wird derVoss. Ztg. gemeldet: Hiesige eingeweihte Kreise haben sichere Nachrich⸗ ten erhalten, daß das ganze russische Gardekorps, das bisher in Polen kämpfte, vor der orthodoxen Weih⸗ nachten nach Petersburg befördert und durch vier Reserve⸗ brigaden ersetzt wurde. Mau erklärt dies einerseits durch den Umstand, daß in Petersburg größere Unruhen befürch⸗ tet werden, andererseits daraus, daß man das Gardekorps vor der drohenden Katastrophe auf dem Kriegsschauplatz

retten wolle. . Der russische Bericht.

. Berlin, 10. Jan.(W. B. Amtlich) Der amtliche russi⸗ sche Bericht vom 7. Januar behauptet, die Russen hätten das Dorf Brzozowo zwischen Brzasnysz und Mlawa angegriffen, unsere dortigen Truppen fast völlig aufgerieben und der Rest ge⸗ fangen genommen. 5 Diese Nachricht ist erfunden. unseren Truppen besetzt gewesen. 2 N haben in der Nacht vom 5. zum 6. Jauuar etwa dres russische Kompagnien, die auf der Straße von Grudusk in geschlossener 1 vorgingen, das Dorf Borzizie⸗Rodzwori angegriffen. Der Angriff wurde ohne Schwierigkeit abgewiesen. Von uns wurde ein Mann verwundet, keiner gefangen. Die Verluste der Russen konnten bei dem heftigen Schneetreiben, das in der Nacht herrschte, nicht fest⸗

gestellt werden. Eine französische Anleihe.

London, 9. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die Bank von England fordert mit Zustimmung der englischen Re⸗ gierung zur Zeichnung einer französischen Anleihe

Das Dorf ist nie von

N 5

2 . 2

. heißt: Die Deutschen griffen Edea in Kamerun an, wurden aber] M

Teuerung in England.

London, 10. Jan.(WTB Nichtamtlich.) Die amt⸗ lichen Tabellen der Lebens mittelpreise zeigen eine allgemeine Preissteigerung um zwanzig Prozent gegen den Januar vorigen Jahres.

32 englische Fischdampfer verloren.

London 9. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird emeldet: Seit Ausbruch des Krieges sind 32 Fischdamp⸗ er aus Grimsby verloren gegangen.

Keir Hardi schwer ertrautt.

London, 10. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Nach einer Meldung derTimes ist der sozialistische Abgeordnete Keir Hardie ernstlich erkrankt; er soll einen Schlag⸗ anfall erlitten haben.

Englische Kommandeure.

London, 10. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Feldmarschall Lord Methuen wurde für General Sir Leslie⸗Rundle, der das Kommando der 5. Armee übernimmt, zum stell⸗ vertretenden Gouverneur und Obersttkommandanten von Malta ernannt.

Die englandfeindliche Stimmung der Aegypter.

Rom, 9. Jan.Giornale d Italia veröffentlicht ein Interview mit einer hervorragenden Persönlichkeit, die 20 Jahre in Aegypten gelebt hat. Danach wartet die ägyptische Bevölkerung nur auf einen Wink der Türken, um sich wie ein Mann gu erheben. Auch der Großsenussi wartet nur auf einen günstigen Moment, um mit den regulären Truppen des Khediven zusammenzutreffen. Er befindet sich in Mariut, wenige Meilen von Alexandria, und entsendet seine Scheikhs nach Aegypten. Die ägyptischen Nota⸗ bilitäten haben zwar dem neuen Sultan gehuldigt. Dies sei aber unter dem Druck der englischen Verwaltung geschehen. In Wahr⸗ heit sei der neue Sultan verhaßt. Auf der Sinai⸗Halbinsel fänden täglich Kämpfe mit Beduinen statt, die mit modernen Ge⸗ wehren bewaffnet sein. Ueber die Sicherheit des Kanals dürfte man sich keine Illusionen machen, angesichts der geringen Truppen⸗ macht, mit der die Engländer ihn verteidigen wollen. Das ägyp⸗ tische Heer sei von den Führern bis 4 letzten Soldaten aus religiösen Gründen englandfeindlich. Die Offiziere würden alle desertieren, sobald der Khedive in Sicht sei.

Mailand, 9. Jan. Wie demSecolo aus Port Said ge⸗ meldet wird, sind die Engländer eifrig bemüht, die künstliche Ueber⸗ schwemmung der Kanalufer weiter auszudehnen. Auch die über

2 gelegenen Wüstenstrecken von El-Kantara werden durch roß e mpenwerke unter Wasser gesetzt, ebenso auf der afrikani⸗ Seite das Land südlich der Seen von Mencaheh und Bal⸗ lah bis Imismailia und Nefischah in der ganzen Kanallänge von 160 Kilometer. Es werden angeblich nur 30 Kilometer mit trockenen Ufern übrigbleiben.

Aus Südafrita.

Amsterdam, 9. Jan. WTB. Nichtamtlich.) Das allge⸗ meine Handelsblatt veröffentlicht folgendes Reutertelegramm aus Pretoria: Amtlich wird gemeldet, daf südafrikanische Truppen am 5. Januar Schuitdrift besetzten. Sie hatten fünf Verwundete. Der Feind zog sich über den Oranjefluß zurück, nachdem er alle Pontons und Boote zerstört hatte. Das Handelsblatt fügt hinzu. das Telegramm, das noch meldet, daß der Feind auf dem nörd⸗ lichen Ufer des Oranjeflusses geblieben ist, sei nicht ganz klar, da- Stdrift selbst am Nordufer liegt.

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* Kriegsreden eines Jesuitenpaters.

Köln, 9. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) DieKölnische Volkszeitung meldet: Vom Provinzialrat der deutschen Ordensprovinz der Gesellschaft Jesu erhalten wir folgende 2 N Zu den Pressemitteilungen über die Kriegsreden des Pa⸗ ters Boughan London) haben wir uns nicht äußern wollen, bevor der authentische Text seiner Ausführungen vorla. Die⸗ selben sind erst jetzt in Buchform in unsere Hände gelangt. Mit Ge⸗ nugtuung stellen wir fest, daß die tiefkränkenden, höchstbedauer⸗ lichen Worte, die P. Vaughan in seinen Reden gegen die Person S. M. des Kaisers gebraucht haben soll, sich in der Schrift nicht vorfinden. Leider enthält aber das Buch andere Auf⸗ stellungen und Wendungen, die als schwer belei⸗ digend und verletzend für das deutsche Oberhaupt, das Deutsche Reich und das deutsche Volk in der Gesamtheit empfun⸗ den werden müssen. Im Namen der deutschen Ordensprovinz der Gesellschaft Jesu erhebe ich dagegen den nachdrücklichsten Pro⸗ te st. Unsere ganze Ordensprovinz hat nur mit dem schmerz⸗ lichsten Bedauern von diesen Angriffen Kenntnis genom⸗ men und weist dieselben in der entschiedensten Weise zurück. Exaten, den 6. Januar 1915.

A. anz Groß.

. Rektor des Kollegs von Exaten. Die Getreideeinfuhr nach der Schweiz. 8

Bern, 9. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Bundesrat hat beschlossen, daß die Einfuhr von Getreide und Getreideprodukten ausschließlich dem Bunde vorbehalten wird. Diese Maßnahme hat nur vorüber⸗ gehenden Charakter für die Dauer des Krieges. Bezweckt wird damit eine Verminderung der Schwierigkeiten, die der Getreideeinfuhr nach der Schweiz entgegenstehen.

Aus Italien.

Berlin, 11. Jan. Nach einem römischen Telegramm der Köln. Volksztg. mußte der syndikalistische Abgeordnete de Ambri, der in einer Vorstadt bei Parma für den Eintritt Italiens in den Krieg(gegen Oesterreich-Ungarn) sprach, vor einer lärmenden, mitç und Stöcken auf ihn eindringenden Menge die Flucht ergreifen.

Gute Neutralitätsbeweise des dänischen Ministerpräsidenten. Berlin, 10. Jan. Ctr. Blu.) Aus Kopenhagen wird ge⸗

terredung mit einem dänischen Journalisten eine Reihe fal⸗ scher Anklagen sest, die in Danemark gegen Deutsch⸗ land verbreitet worden sind, und widerlegt diese. So erwähnt er Gerüchte über 8 Lieserungen von Brot, Stiefeln, Ben⸗ zin und anderen Dingen, die als Konterbande betrachtet werden, nach Deutschland. Alle diese Nachrichten sind unwahr. Ebenso erklärte der Minister das Gerücht für unwahr, daß die 4 in der Bucht von Hoege Zementblöcke versenkt hätten. Der Mi⸗ nister erklärte, wie diese Gerüchte entstanden seien und fügte hin⸗ zu, daß diese gewissenlos in Umlauf gesetzt worden seien, nachdem sie durch sorgfältige Untersuchung als pure Erfindung gekennzeichnet worden waren. Er sagte ferner, daß von jetzt ab jede Spur von Gerüchten dieser Art verfolgt, die Verbreiter und Erfinder ausfindig gemacht und so streng als möglich bestraft wer⸗

den würden.

Dänisches Ausfuhrverbot. Kopenhagen, 10. Jan.(WTB. Nichtamtlich.)Na⸗ tional-Tidende meldet: Ein Aus fuhrverbot für Schweinefett ist erlassen worden.

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Persien und die Türkei.

Rom, 9. Jan. Der persische Gesandte bestätigt, daß seine Regierung ein Ultimatum an die Türkei gerichtet weil die Türkei die Neutralität Persiens verletzt habe.

im Betrage von 10 Millionen Pfund Sterling auf.

1

2 Stämme seien in persisches Gebiet eingedrungen

* haben sich dort mit den

breitet, da

meldet: Der dänische Ministerpräsident Zahle stellte in einer Un⸗Ve

. *

3

völkerung von Aserbeidschan sei

setzt worden, sei geflohen und. Schaden erlitten. Die Verhandlungen mit dem

Lotschafter in Teheran, die 33 seien, hätten zur Verständigung ü i ie Dinge entwickelt haben, könne er nicht Drahtverbindung unterbrochen sei und 50 1 dauern. Persien wünsche keinen Krieg, es werde aber seine Ehre und seinen Frieden zu verteidigen wissen. Hi 25 bemerkt derBerl. Lot. Anz: Nach unserer Kenntnis- nahme ist die Meldung von einem Ultimatum ganz 1 treffend. Die obige Nachricht dürfte un Botschaft in Rom aufgeflattert Detzversuch zu bewerten. i Die Bedrohung der Dardanellen. 2 Berlin. 11. Jan. In Konstantinopel war das Gerücht ver⸗ 7 daß ein englisches und ein französisches 41 T dings die Dardanellen beschossen hätte, worauf die orb Pribanie* und Osmann zum Schweigen gebracht worden seien. Diese Be⸗ hauptung wird in derNorddeutschen Allgemeinen Zeitung don 2 2 in 4. 1 1 1 95 e erhaupt bloß eine einzige i 9 n 1 a vor Wochen stattgefunden, ohne jedoch irgendwel Se

der sein und ist lediglich 1

.

anzurichten. Am 25. Dezember sejen 12 große englische und 8

4

große französische Schiffe mit 25 Torpedobooten vor der Meer⸗

enge in Schußzveite der türkischen Forts erschienen, ohne j das Jeuer zu eröffnen..

Aus dem Reiche.

8 Reichstagswahl im Bezirk Metz. 4 b erlin, 9. Jan.(W TB.) Nachdem frühere Mit 1 des Reichstags Dr. r Seen Staatsange- örigkeit durch Beschluß des Staatsministeriums in Elsaß⸗ Lothringen vom 3. Januar 1915 verlustig erklärt und auf⸗ gehört hat, Deutscher zu sein, hat er seine it zum Reichstag verloren. Der Präsident des Reichstags hat infolgedessen den Stellvertreter des Rei kanzlers um Ver⸗ 27 einer Neuwahl in dem Wahlkreise des früheren Abg Dr. Weill ersucht. e Unsere Reserven! f

Berlin, 9. Jan. DasTageblatt meldet aus Ham⸗ burg. DasHamburger Fremdenblatt hört von Ri 5 der Seite, daß bei der Musterung des un ausgebildeten Landsturms allein im Bezirke des zweiten Armeekorps

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die ärztliche Untersuchung rund 200 000 dienstfähige Männer festgestellt hat. Der Bedarf an Wollsachen. Berlin, 10. Jan.(WTB. Amtlich.) Der Ober⸗ befehlshaber in den Marken erläßt folgende Be⸗

kanntmachung: Für das Gebiet der Stadt Berlin und 1 Provinz Brandenburg ordne ich hiermit an: a) Sämtlichen Fabrikanten und Händlern ist die Veräußerung der bei ihnen lagernden eigenen und fremden Bestände sowie der eigenen,

bei Spediteuren und Lagerhäusern lagernden Bestände an wollenen, wollgemischten, halbwollenen und baumwollenen Decken sowie von Filzdecken, soweit die Stücke nicht nachweis⸗

lich zur Ausführung eines unmittelbaren Auftrages einer Heeres- oder Marine-Dienststelle bestimmt sind, bis auf wei⸗ teres verboten. b) Die Fabrikanten und Händler haben dem Königlichen Oberkommando in den Marken, Hinter dem Gießhause 3, binnen drei Tagen nach Erlaß der Anordnung eine Aufstellung dieser Gegenstände einzureichen, soweit es sich um mindestens 50 Stück insgesamt handelt. e) Die Be⸗ stände haben vorläufig in den Lagernhäusern zu verbleiben, in denen sie sich zur Zeit der Beschlagnahme befinden. .:.(s

Aus Stadt und Cand. Gießen, 11. Januar 1915.

* A Dr. Strack⸗Kiel. Der Professor an der Universität Kiel, Dr. Max Leberecht Strack ist in einem Gefecht in Flandern am 10. November v. J. als Kompagnieführer den Heldentod fürs Vaterland gestorben. Ein geborener Hamburger, war Dr. Strack von 19041911 Professor der alten Geschichte in Gießen und siedelte dann nach Kiel über. Strack war als iger in weiteren numismatischen Kreisen 2 Er e 1897 die Geschichte der Ptol. 21 ierte 5 im Altertum, 1903 Der Neußer Münzfund, und als i arbeiter am Corpus Nummorum der preuß. Akademie der Wissenschaften: Die antiken Münzen von Strack hat ein Alter von 47 Jahren erreicht. 1

* NochmalsHessische Tapferkeit. Wir er⸗ halten folgende Zuschrift:Zu dem in der Mittwochsaus⸗ gabe des Gießener rs gebrachten Artikel über Hessische Tapferkeit von Herrn Dr. Werner bin ich in der Lage, Einzelheiten und Tatsachen zu, die vor allem den schon beunruhigten rwandten der Ge⸗ nannten die Gewißheit bringen, daß 17 noch nach benann⸗ tem Gefecht unverwundet waren. Stelle ich die Tatsachen und meine Vermutungen zusammen, so würde sich wohl folgender Sachverhalt Die im Ge ch nieder geschriebenen Adressen sind die Heimatsadressen von mannschaften 222, die am 21. Nov. 1914 nach gingen. Nur Eidenmüller(116 7) ist mir unbekannt.

*

Fate

» Bei dem 2. Ersatz⸗Seebatail werden demnächst wieder Kriegsfreiwilli gestellt. Vollendung des 17. Lebenszahres sowi größe von 1.65 Meter Bedingung. liche