r
n
Faris“ schreibt: Nach uns zugegangenen Nachrichten wurde die„Jormidable“ von einem deutschen Unterseeboot schossen. Die Vergeltung wird nicht auf sich warten Iassen.— Der„Temps“ schreibt: Wenn wirklich ein deut⸗ 5 Unterseeboot den Untergang der„Formidable“ ver⸗ ursacht hat, so hat die deutsche Unterseeschiffahrt eine neue kühne Tat vollbracht. Es darf an Churchills Worte erinnert werden, daß England jeden Monat einen Ueberbreadnought verlieren lönne, ohne daß seine Seevorherrschaft erschüttert werbe.— Die„Liberté“ schreibt, die englische Flotte sei mächtig genug, das Meer von dem Schwarm von Unter⸗ seebvoten zu säubern, die mit einer Kühnheit vorgingen, welche unbedingt gebändigt werden müsse.—„Lyon Re⸗ publicain“ erklärt, Deutschland gleiche die— heit seiner Hochseeflotte durch seine hervorragende 5 rüstung für den Unterwasserkrieg aus. Die englische Admi⸗ ralität werde wahrscheinlich andere Maßregeln anwenden, um den plötzlichen mörderischen Angriffen entgegenzu⸗ treten, welche zu ernsten Fehlern in ihren Berechnungen führen könnten, wenn ihnen nicht Einhalt getan würde. London, 4. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu⸗ terschen Bureaus. lleber den Untergang der„Formidable“ sagt ein geretteter Matrose folgendes aus: Die meisten hatten sich zur Ruhe begeben, als die Explosion erfolgte. Nachdem der Kapitän hatte, daß etwas Ernsthaftes geschehen sei, gab er Befehl, die Boote auszusetzen. Tas war allein an Stenerbord mög⸗ lich, da das Schiff nach dieser Seite überholte. Als die Geretteten das Schiff verließen, sahen sie viele auf dem Achterdeck stehen, von denen die meisten eine Pfeife oder eine Zigarette rauchten. Der Kapitän stand, mit seinem Hunde neben sich, und eine Zigarette im Munde. Seine letzten Worte waren:„Haltet Euch gut Leute, alles geht gut. Keine Panik, zeigt Euch als Briten.“— Der Ma⸗ trose wurde nach dem Untergang des Schiffes betäubt aus dem Wasser gezogen.
Die Beschießung der englischen Osttüste und das Völterrecht.
Berlin, 4. Jan. WTB. Amtlich.) Die„Norddeutsche 11 Zeitung“ schreibt: Die Beschie ung der drei englischen Küstenplätze Hartlepool, Scarborough und Whitby
deutsche Seestreitlräfte ist in der englischen Presse als völkerrechtswihrig angegriffen worden. Es wird uns
seworfen, daß wir offene Plätze ohne vorherige Ankündigung
en und dadurch den Tod zahlreicher Ziwilperspnen herbei⸗ geführt hätten. Die Vorwürfe sind völlig unbegründet Zunächst Unterliegt es keinem Zweifel, daß, wir bei einer Beschießung durch Seestrritfräfte an völkerrechtliche Vertragsbestimmungen nicht ge⸗ unden sind, denn der einzige in Betracht lommende Vertrag, das neunte Haager Abkommen, betreffend die Beschießung durch Seestreitkräfte in K ee en vom 18. Oktober 1907, findet in dem gegenwärtigen Kriege an sich keine Anwendung, da er nicht von sinnlichen Kriegführenden ratifiziert worden ist und mithin, gemäß Art. 8 auch die Vertragsmächte nicht bindet. Die Bestim⸗ gen des Abkommens müssen daher nur insoweit beachtet werden,
als sie den allgemeinen völlerrechtlichen Grundsätzen entsprechen. Oh hiernach die Beschießung unverteidigter Plätze verboten ist, steht micht ohne weiteres fest, da beispielsweise englische Seestreitkräfte im Krimkriege offene russische Küstenplätze bombardiert haben.
Gleichwohl haben sich die deutschen Seestreitkräfte streng an
Bestimmungen des Haager Abkommens gehalten. Nach Art. 1 un 2 unterliegen der Beschießung alle verteidigten Plätze sowie alle militürisch verwendbaren Einrichtungen in unverteidigten Plätzen.
Boraussetzungen treffen hei den von unseren Seestreitfrüften eu englischen Küstenmätzen zu. Hartlepool gehört nach der amtlichen britischen„Monthly Army List“ zu den Coast De⸗
0(Küstenbefestigungen), die in Friedens- und Kri iten von — beseyt sind. Diese haben auch die an⸗
5 deutschen Schiffe aus ihren Batterien beschos⸗ en. Scarborvngh ist zwar nicht in der britischen Armerliste aus⸗ als befestigter Küstenplatz verzeichnet, doch befindet sich hart am Nordrand der Stadt eine durch Drahtverhau geschützte, von See aus deutlich erkennbare Schanze mit einer nach See ge⸗ richteten Batterie von sechs 15⸗Ctm. S en, ferner auf Scarborough Rock eine Kasernenanlage(Baracke) und am der Stadt eine amtlich verzeichnete Funlenstation. Phitby hat nach der amtlichen britischen„Monthly Navy List“ eine Küstenwacht⸗Signalstation, die in Krieg und Frieden von der britischen Marine bedient wird. Die deutschen Seestreitkräfte haben nur auf diese Station geschossen, wie dies auch britischerseits zu⸗ r Daß die in Art 2 Abf. 1 und Art. 6 des Haager s vorgesehenen Ankündigungen der Beschießung ohne Ge⸗ der Erfolge nicht ergehen konnten, und daher auch nach angeführten Destmmungen nicht zu ergehen brauchten, ergibt sich ohne weiteres aus der militärischen Sachlage. So bedauerlich ist, daß den Angriffen der deutschen Schiffe auch Zivilpersonen Fer f gefallen sind, so nachdrücklich muß nach den vorstehen⸗ Ausführungen betont werden, daß sich diese Angriffe durchaus 1* Grenzen der völkerrechtlich erlaubten Kriegführung gehal⸗ Der neue Vizetönig von Irland.
London, 4. Jan.(WT. Nichtamtlich.) Meldung des . n 1 ist als Nach⸗ n Lord en z elönig von Irland er⸗
nannt worden. nber 2 5
1 Der russische Bericht aus dem Kaukasus.
Petersburg, 4. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der Stab der Laukasus- Armee teilte gestern abend mit, daß der Kampf um Sarykamisch am 2. Januar bis
in die Nacht hinein mit äußerster Erbitterung fortgesetzt
wurde und daß die Türken enorme Verluste erlitten haben. In den anderen Gegenden sei nichts Wichtiges vorgefallen.
Eigenartige„Irrtümer“ im französischen Gelbbuch.
Berlin 1. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Die„Nord⸗ Deutschr Allgemeine geitung“ schreibt: Es erfordert Zeit, das um⸗ fangreiche französische Gelbbuch durchzustudieren. Nimmt man sich aber die Mühe, sa macht man beim genauen Studium immer über⸗ raschendere Entdeckungen. Man sieht, wie ein Werk zustondegekom⸗ men ist, wie Dokumente nachträglich ad usum Delphini zurecht⸗ demacht worden sind, ist aber zugleich erstaunt, zu finden, wir wenig Mühe sich die Redaktoren gegeben haben, die Flüchtigkeit ihrer Arbeit zu verbergen. Wir wollen darüber hinweggehen, daß mehrfach Daten 1 verändert sind, wie z. B. daß
bekannte russische Ministerrat vom 25. Juli, der unter dem des Zaren die Mobilisation gegen Oesterreich endgültig be⸗ sen hat, vom französischen Botschafter Palsolugue in dem Be⸗ vom 25. Juli, Nr. 38 des Gelbbuches, auf den 26. Juli verlegt wird. Hier kann es sich vielleicht um ein Versehen han⸗ deln. Immerhin sind das Versehen, die die neutralen Leser leicht in die irrtümliche Vorstellung versetzen können, daß noch am . Rußland nicht daran gedacht habe, irgendwelche mili⸗ —8 1 2 2 wie dann auch 3 in ericht n Sasonow seine ganze Mäßigung be⸗ wahrt und erklärt habe, alles zu— was de kerihe beschleunigen könnte. Jedenfalls aber liegt es nahe, ber solchen auffälligen Druckfehlern an etwas anderes zu denken als an ein— des Redakteurs des Gelbbuches, denn Palsolugue kann den Bericht in dieser Form am 25. Jult Viel bezeichnender für die Art, wie das französische Gelbbuch Riegen
. 1 en matischer ulari enten in Deutsch⸗
land, en Dokumenten des i
ersten für den Kriegswillen Deutschlauds liefern
soll. Es heißt dort im fünften Absatz:„Wenn über den Kaiser dis⸗(5
Rathaus fand standsfitzung des
kutiert wird, wenn der Kanzler 1— ist, so war v. Kiderlen während des letzten Winters der besigehaßte Mann in Dentschland, indessen fängt er an, weniger unbeliebt zu sein, denn er läßt hören. daß er seine Rache nehmen wird.“ Wie wir alle wissen, ist der in Deutschland allseitig verehrte Staatssekretär v. Kiderlen⸗ Wächter leider schon im Dezember 1912 gestorben. Der nach⸗ trügl iche Fabrikant der Note vom 30. Juli 1913, der v. Kiderlen noch sechs Monate nachseinem Tode erklären läßt, daß er sich mit Rachenlänen gegen Frankreich beschäftigte, hat daher etwas aberflächlich gearbeitet. Die französische Regierung hätte,. wenn sie für die Zusammenstellung der Deutschland betreffenden Dokumente im Gelbbuch schon niemand finden konnte, der über die inneren deutschen Stimmungen und Verhältnisse früherer Jahre wirklich Bescheid wußte, damit wenigstens solche Leute be⸗ auftragen sollen, die das Konversationslexikon zu benutzen
verstehen. Aus dem Reiche. Ein Erlaß des Königs von Bayern am Vorabend seines Geburtstages.
München, 4. Jan.(WTB Nichtamtlich.) Die Korre⸗ spondenz Hoffmann meldet: Der König hat an den Staats⸗ minister des Innern Frhrn. v. Soden folgendes Handschrei⸗ ben gerichtet:
Seit vollen fünf Monaten stehen Deutschlands beste Söhne in schwerem Kampfe vor dem Feinde. In kraftvoller Entschlossen⸗ heit ist die ganze Nation geeint. Jeder Deutsche ist nur von dem einen Gedanken beseelt: freudig die Opfer zu bringen, die der Schutz und die Ehre des Vaterlandes uns auferlegen. Unter dem mächtigen Eindruck dieser Tatsachen gehe ich in diesen Tagen einem wichtigen Lebensabschnitt entgegen. Ich habe den dringenden Wunsch ausgesprochen, daß von größeren Festlichkeiten anläßlich meines 70. Geburtstages Abstand genommen werde. Dieser Wunsch wird überall verständnisvolle Aufnahme finden. Es liegt mir aber am Herzen, gerade am Vorabend meines Ge⸗ burtstages die Empfindungen auszudrücken, die mich in dieser großen Zeit bewegen. Mit stolzer Freude und Anerken⸗ nung blicke ich auf die tapfere bayerische Armee, die in heldenmütigem Kampfe durch die herrlichen Waffentaten ihren alten Ruf befestigt und sich als würdiges Glied des deutschen Heeres erwiesen hat. Mit stiller Wehmut gedenke ich der Helden, die in dem gewaltigen Ringen ihr Blut für das Vaterland vergossen haben, und aller Familien, die den Verlust teurer Angehöriger betlagen. Herzlich Dank sage ich dem ganzen bayerischen Vol le. das in dieser ernsten Zeit seine Liebe zum Vaterland und zum Königshause so glänzend bewährt und unter Zurückstellung aller trennenden Gegensätze nur ein Ziel vor Augen hat, dem Baterlande zu dienen. In einem langen Leben war mein Be⸗ mühen darauf gerichtet, das Land und seine Bedürfnisse kennen 22 und mir Erfahrungen darüber zu sammeln, was dem
lte frommt. Erst seit kurzer Zeit von der Vorsehung zur Re⸗ gierung berufen, ist es mein stetes Bestreben, diese reichen Erfah⸗ rungen zum Wohle des Landes zu verwerten. Felsenfest ist meine Zuversicht, daß ein siegesreiches Niederringen unserer Feinde uns einen dauernden Frieden sichert, der wert ist der schweren Opfer und mir die Möglichkeit gibt, Land und Volk wieder vorwärts zu führen auf dem Wege wirtschaftlicher Erstarkung und kultureller Entwicklung. Gott schütze mein liebes Bayern! Er schirme Kaiser und Reich und verleihe den deutschen und den in treuer Waffen⸗ brüderschaft verbündeten österreichisch-ungarischen Heeren den Sieg über unsere Feinde! Dies ist der innige Wunsch, mit dem ich zu meinem 70. Geburtstage meine lieben Bayern begrüße. Ich er⸗ suche Sie, mein lieber Staatsminister, diesen zu veröffent⸗ lichen und gleichzeitig bekannt zu geben, daß ich anläßlich meines Geburtstages eine Spende von 100000 Mark zur Ver⸗ fügung stelle mit der Bestimmung, daß sie zur Fürsorge für die 1 der Kriegsteilnehmer und zur Linderung der durch den eg verursachten Notlage verwendet werde. Eine Vorstandssitzung des deutschen Stüdtetages. Berlin, 4. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Im Berliner
am Vormittag eine stark besuchte Vor⸗
1* Städtetages
tt. wurden zahlreiche wichtige Fragen, Kriegsmaß⸗ nahmen betreffend, erörtert. Besonders nachdrücklich wurde allerseits die Ueberzeugung ausgedrückt, daß Regelung der Nahrungsmittelfrage zielbewußte—— aller beteiligten Stellen erforderlich seien. Besonders not⸗ wendig erscheint zurzeit die sofortige Verwendung des starken Ueberauftriebes von Schweinen durch Herstellung und An⸗ kauf von Dauerwaren. In letzter Hinsicht kann auch die Bevölkerung, indem sie selbst den zukünftigen Bedarf deckt, tatkräftig mitwirken.
verlustliste. Infanterie-Regiment Kuiser Wilhelm Nr. 116, Gießen.
Res. Karl D(2. Komp.) gestorben i it i s. Karl Decher(2. 1 57 infolge Krankheit im] Einschrän
Kriegslazarett St. Berichtigung früherer Angaben. Kriegsfreiw. Theodor Henn(1. Komp.), Braunfels, bisher — Iv.— Res. Paul Breitländer(2. 29508 Unna, bisher vermißt, gefallen.— Wehrm. Ludwig Klingelhö Oppenrod, bisher verw., gestorben im Res.⸗Laz. Sachsenhausen 8. 12. 14.— Musk. Karl Trapp(2. Komp.), Nonnenrod, bisher low., tot.— Kriegsfreiw Karl Spies(3. Komp.), Gießen, bisher schow., tot.— Res. Karl Caspar(4. 9 eim sen, bisher verw., gestorben im Feld⸗Laz. Nr. 7 in Orainville 23. 9. 14. 5. K mpagnie: Res. Otto Jost, Rainrod, bis her vermißt, tot.— Res. Moritz Jost. Ulrichstein, bisher verw., verm— Res. Jakob Schneider aus Nieder-Girmes, nicht Mathias Schneider .— Res. Heinrich Weigel, nicht Weichel, Garben⸗ „verm
Res. Jakob Hagner, nicht Friedrich Hagner(6. Komp.), Ober⸗ biel, tot.— Musk. Hermann Knöß(6., Ettingshausen, bisher verw., gestorben in franz. Gefangenschaft 25. 9. 14. Gefr. Herm. Launspach(6. Komp.), Beuern. bisher schum., ge 5 9 14.. 5 Karl Heinrich Schmidt(7.— Offdille, is her verm. vw.— Musk. Heinrich Deichmann(S. Komp., 1 schow., gestorben Kriegs-Laz. Chäteau Roumont
Allen⸗
825 bisher vermi Buseck, bisher verm., verw.— Gefr. Groß- Felda, bisher verm, nerw.— Tamb Adolf Schäfer, Diez,
x. hagen, Dahle, bisher verm., tot.— Ref. Heinrich Dippel, Eifa, bisher verm., tot.— Res. Heinrich Maar, nicht Mah — Otto Schulte, nicht Schelte, Ohle,———*
furt a. M., bisher verw., derm.— Res. Otto Edelmann, 5 —— verw.— Musk. Adolf Engelbrecht, Ahausen, bisher erm. 8
11. Kompagnie: Res. Heinr. Möller, Wernges, nicht tot, sondern verm. Pfeiffer, bis verm., Ibw.— Wehrm. 3 bisher 2 8
Reserve⸗Infanterie⸗Regiment Nr. 116, Gießen, Darmstadt, Friedberg. Res. Konrad Rhein,(4. im 3 in Münster i. W. 24. 11. 14. erichtigung früherer Angaben.
0 Res. Joh. Stockum(1. Komp.), Heinr.
er(2. Komp.),
Ref.— Feldwebel Johs Heldmann, A
Komp), gesturben infolge Krankheit der
bisher low., gestorben
Trier 2. 12. 14.— Ref. Pein Fischer 5. Komp), bisher low., gestorben im Res.-Laz. Northeim 4. 12. 14.— Karl Bruno Spieß(6. Komp., Nordhausen, bisher ver
in Larrett Coming 11. TI. 14 Nef, Ane 94888
(J., Komp.), Dornheim, bisher schow. gestorben im i München 3. 12. 14.— Gefr. Konr. Reinhardt(9. Komp.), Gam⸗ bach, bisher verm., im Lazarett.
Aus Stadt und Cand. Gießen, 5. Januar 1915.
Vom städtischen Eletktrizitätswerk.
Der Bericht über das Elektrizitätswerk für das Rechnungsjahr 1913/14 liegt jetzt vor und zeigt, daß das Wert nach seinem Ausbau als Ueberlandzentrale sich nach jeder Richtung gedeihlich weiter entwickelt hat.
Die Stromerzeugung im letzten Betriebsjahre hat sich von 1 784887 Kilowattstunden im Vorjahre auf 2 823 904 Kilowattstunden vermehrt, so daß sich eine Mehrproduktion von 1039017 Kilowattstunden ergibt. Die nutzbar abgege⸗ bene Strommenge betrug dagegen nur 2342 721 Kilowatt⸗ stunden gegen 1 546 262 Kilowattstunden im Vorjahr, so daß sich die verwertete Produktion um rund 35 Proz. bei einem Stromverlust von 481 183 Kilowattstunden vermehrt hat. Der stärkste Bedarf an elektrischer Energie trat am 17. Dez. 1913 mit 13659 Kilowattstunden innerhalb 24 Stunden ein; dagegen zeigte sich der schwächste Bedarf am 15. Juni mit 3860 Kilowattstunden.
Die Zahl der Anschlüsse belief sich am 31. März 1914 auf 1094 und erfuhr gegenüber dem Vorjahr eine Vermeh⸗ rung von 59. Die Anschlüsse im Ueberlandgebiet betrugen 4538 und erfuhren eine Vermehrung von 2538 innerhalb des Betriebsjahres. Am 1. Januar 1915 betrug im Ueberland⸗ gebiet die Zahl der angeschlossenen Grundstücke oder Hof⸗ reiten 5100. In Ausführung sind zurzeit noch begriffen rund weitere 500 Anschlilsse. Es liegen außerdem noch 600 neue Anmeldungen zum Anschluß vor, die erst im Rechnungsjahr
ahl der iet
1915/16 in Angriff genommen werden können. Die 3 Zähler im Stadtgebiet beträgt 1790, im Ueber
4724. Der gesamte Anschlußwert des Werkes betrug März 1914 6619 Kilowatt oder 132000 Glühlampen à 50 Watt Stromverbrauch gegen 5020 Kilowatt oder 100 403 Glühlampen à 50 Watt Stromverbrauch im Jahre zuvor.
Im Stadtgebiet wurden durch Elektrizität 564 Mo⸗ toren(529 i. V.) und 109 Apparate(81 i. V.) betrieben. Im Ueberlandgebiet hat sich die Zahl der Elektromotoren von 62 auf 170, die Zahl der Apparate von 2 auf 3 ver⸗ mehrt. Durch die erhebliche Steigerung der Produktion des Werkes, die durch seine Einrichtung zur Ueberlandzentrale eingetreten ist, hat sich der Kohlenverbrauch auf die erzeugte Kilowattstunde Strom um rund 25 Proz. verringert, es nutzt sich also die notwendige Dampfkraft bei der größeren Her⸗ stellung von Elektrizität finanziell vorteilhafter aus. Damit ist der Beweis erbracht, daß die Rentabtlitätsberechnung, die von der Direktion des Werkes in dem Kostenvoranschlag für die Umwandlung in eine Ueberlandzentrale 2 lag, und die eine Verbilligung der Herstellungskosten des nisses bei einer gesteigerten Abnahme in Aussicht stellte, der jetzt eingetretenen Wirklichkeit entsprochen hat. che Be⸗ deutung dieser Umstand hat, geht daraus hervor, daß ein Wenigerverbrauch an Kohlen um nur 1 Pfg. pro Kilowatt⸗ stunde eine Verbilligung der Jahresproduktion von rund 28 000 Mark ergibt.
. Wmidenerdcbis end ange schlossen as Orischaften mit 46 Umformerstationen(17 i. V.). l
Die Einnahme des Werks aus dem Betrieb 571408 Mk. Unter Abzug von 101924 Mk. zur i rr Mark verbleibt ein A Ju von 442 Mk.(i. B. 16 610 Mk.), ein Ergebnis, das unter Berücksichtigung des Umstandes, daß die für die Erweiterung des Werks not⸗ wendig gewesene starke Erhöhung des Anlagekapitals voll mi inst wurde, außerordentlich günstig, jeden⸗ falls gin iger ist, als man vorhergesehen und angenommen hatte. Bei dem Ergebnis ist auch zu berücksichtigen, daß im Winterhalbjahr die Ueberlandzentrale n nicht einmal voll im Betrieb 8 ist. Das Werk wird im laufenden Rechnungsjahr zweifellos ndern eher noch günstiger eiten, bei denen b
*
Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.)
Kriegsfreiw. Fritz Schaeser, 2 56, aus Biedenlopf. — Gefr. d. Res. Werner Fischbach, I. Garde-Gren.-R aus Holzhausen.- Kriegsjreiw. Wilh. Scher pe, Res.-Ins.⸗ 221, aus Darmstadt.— Unteroff. d. Landwehr Fritz Prassel, Feld-
Art.-Rgt. 25, aus Darmstadt.— Obermatrose d. Res. vom Dort, aus Frankfurt a. M.— Landsfurmmann Johs. Glanz, 2. Landsturm⸗Bat. Breslau, aus Calbach.— Kriegsftetw. ese. Fritz Eckhardt, stud. math., Res.-Inf.-Rat. 223, aus Hochel⸗ beim.— Landwehrmann Wilh. Koch, Ini.-Rgt. 143, aus Wald- girmes.— Landwehrmann Wilh. Bremer, Landwehr-Ersatzbat. 143, aus Waldgirmes.— Exfatz-⸗Res. Friedrich Schatz, Inl.-Ngt. 99, aus Blasbach.— Unteroff. N Welker, Ini.-Rgt. 14, aus Dillenburg.— Musk. Thomas Neuß, Juf.-Rgt. 168, aus Worms ⸗
Neuhausen.— Musk. Otto Stürz, Inf.⸗Rgt. aus Eichenrod.
— 0
Ritter des Eisernen Kreuzes. Pionier Karl Dörr, 21. Pionier⸗Regiment aus Schwalheim bei Friedberg(inzwischen gestorben).— Briefträger Karl Ritz aus Mücke.— Unteroffizier Friedrich Schreiner,
eld⸗Art.⸗Regt. 63, aus Salzböden.— Unteroff, Heinrich amm im Inf.⸗Regt. 137 aus Engelbach.— Vizefeldw. Gg. Tho mä in ber 2. Landw.⸗Pion.⸗Komp. von Wiesenbach. — Unteroff. d. Pes. Hermann Stemmer vom Artillerie⸗ 25, Darmstadt.— Tamb.⸗Gefr. Jakob Weih, 4. Komp.
168 in Bußbach.— Hauptmann Bindernagel vom Pion.⸗Rgt. 19(I. Kl.), aus Friedberg.— Uffz. Lor. Becker, 7. Komp. 2. Garbe⸗Regt. zu Fuß, aus r 143, Vize feld⸗
webel Ernst Ebert, Inf⸗Agt. 156, und Gefr Müller III, Feld⸗Art.⸗Rgt. 33, sämtlich aus Mellnau.— Offizierstellv. lle ur Rud. Meinecke im 17. Feld⸗Art.⸗Agt.
2 1 60 f. gag w e g — Amtliche Personal nachrichten. roß⸗ Schaaf⸗
in hat am 16. ber v. J. dem Pfarrer —— evangelische Piarrstelle zu . 0% f 22 K
.
Erbach. im Feld⸗Laz. 68 in Comines 13. 11. 14.— Musk.
. 95
Daubringen, bisher low., gestorben im Nef Lag. 21


