Ausgabe 
19.11.1907
 
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für inländisches Getreide nm

Weizen

Hafer

(+ 2)

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178 ( 2)

174 (-J- 4)

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200

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233 235 230 223 222

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224

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Königsberg Danzig Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg Halle Leipzig Rostock Hamburg Hannover Braunschweig Tüsseldorl Frankfurt a.M. Mannheim Straßburg Stuttgart München

168 173

173 171

169 188

172

173

205 203 205

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2177, 225

213

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(+

222 ( +

Sport«

= Fußball. Der Gießener Fußballklub von 1900 hatte I am vergangenen Sonntag den Fußballklub KickerL Offen­bach mit 2 Mannschaften zu Gast. Offenbach ist eine der- besten | süddeutschen Mannschaften und man glaubte daher sicher an eine I Niederlage der heimischen Mannschaft. Doch es kam anders Tie I hiesige Mannschaft hat in den letzten Spielen viel gelernt. Tie | Stürmerlinie hat ein schönes Zusammenspiel und sicheren Schutz | an lief), desgl. ist die Verteidigung sehr ballsicher. Tie Läuferreihe die Stütze der Atannschast, war in dem gestrigen Spiel ganz vor- I zlustich. Bis Halbzeit erzielt Gießen ein, und'im 2. Teil 2 weitere 4.ore, wahrend Offenbach leer ansging. Tie erste Mannschaft Gießens gewinnt also 3 :0 Toren. Tie 2. Mannschaft erlitt dagegen eure Niederlage von 4:0 Toren. Tie hiesige Mannschast war deriemgen Offenbachs nnndestenS gleichwertig. Ter Znuensturm ließ die einfachsten Chancen unausgenutzt. Auch hatte Offenbach ferne Atanuschast durch einige Kräfte der ersten Mannschaft verstärkt.

Stadt- und Dorfbau irr Englands

Ueber dieses Thenta sprach unlängst int Münchener Akademischen »crem für bildende Kunst H. E. v. Berlepsch-Valendas ^er Bortragende gab zunächst einen gründlichen Ueberblick über die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Englands, die furchtbare Zustande in der Arbeiterbevölkerung zur Folge hatte Früher al? puderen Ländern traten hier Industrie und Land- wrrtschaft m Konkurrenz wegen der Arbeitskräfte. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts gab es noch 75 Prozent Landbe- nur-?$ Proz. Stadtbevölkerung. Heute liegen die Verhältnisse umgekehrt. Es entstand der Typus des physisch schwawen, ungesunden Arbeiters. Diesen zu beseitigen oder zih kräftigen, haben sich heute geistige und kapitalistische Macht ver-- 1 bunten, wobei dse Wohnungsreform natürlich im Vordergründe steht. Die Zustande, die hier bekämpft werden mußten, spotten reder Beschreibung. Die Cholera erst veranlaßte amtliche Fest­stellungen, die ein grauenhaftes Bild enthüllten. Die meisten 8?uen, zwnzimmerigcn Häuser waren ohne Licht und Luft, die Hose voll Morast. Dabei wohnten zwei 810 köpfige Familien darin und der Preis für ein solches Loch betrug oft über 4 Sch.

brsetzte nun vielfach diese kleinen Häuser durch luftigere Mietskasernen eine fragwürdige Besserung. Radikal wirkte erst der Eingriff einiger Großindustrieller, die die Arbeiter-, Fürsorge nicht als Wohltat sondern als Pflicht .erkannten. Der Arbeiter muß zurück aufs Land, das ist jetzt die Losnnai geworden. Wobei erstreckt sich di- Reform nicht nnr aus "i- Wohnung sondern auch auf die gesamte Erziehung, ja selbst fßLifä *** Hodens. Etwa zwei Drittel des be-

stedelten Bodens, wird mit Gemüse, Obst usw. angebaut, wo- ;Lrb^rter den Ertrag hat. Früher lagen weite

1 n<w ^liüdgrunde brach und die Bewohner wurden ver- ^ben. An der Hand zahlreicher Lichtbilder schilderte der Vortragende dann ernige Arbeiterdörfer: Bournville bei Bir- und^7^,/^^bbilry angelegt, Port Sunlight bei Liverpool JFÄ Arbeiter für billiges Geld geboten wird.

Cofä a w-V1 1 1}<lt ev kiu vierräumiges.

^r.u0 Sch- em noch größeres Parlvur- nÄlic und dazu gehört immer ein geräumiger Garten, dessen n?, Duldern gelehrt wird. Völlige ®eiuiffciig*

_Jn..^^stcher und religiöser Beziehung wird jedem ge- ähulicher Art"^ Unterschied von den kontinentalen Gründungen!

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' Eine originelle Feier. Da? Fest der .Silbernen Scheidung feierte vor wenigen Tagen eine sehr bekannte ~nmc cer P a r i s c r Gesellschaft ganz nach dein Muster der silbernen Hochzeit. Cie gab ihren Freunden und Verwandten ein großes Dmer und nahm glückstrahlend die Gratulationen der Gaste entgegen. Der geschiedene .Gatte benutzte diese Gelegenheit zu einer kleinen Bosheit und schickte der Iubi- larni ein kostbares Geschenkin Erinnerung der vielen nh'itf* Itdpen Stunden, die er ohne sie verlebt habe!"

d?omihcii.2laH/tkdncii.

rich eusl'fn°Unln-.eo?,ein 9ib 6',fn 'N" Herrn Hein. Wehlar/ " l} 1c' ®cvv Wilhelm Knop mit Fr!. Marie Blak in eine Tochter" ®en" 9,oIcri Wietsche! und Fran in Marburg Margaretha Bender m Llarbach. - ffiWiSlh 8 § *"1 Herr Konrad Eurich in Ober- KL i N-iihol in Tilll>eini. - Herr Philipp

göiua m Bad-Nnnheim. Herr Ernst Walter in «vtarbura.

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Dez.

Getreide - Wochenbericht

der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 12. bis 18. November 1907.

Von unverkennbar vorteilhafter Wirkung auf den Getreide- Hande! war der Umstand, daß die abgelaufene Woche wenig- itens keine iveiteri* Verschärfung der Geldverhältnisse gebracht hat. Dazu kani noch, daß die von der russischen Negierung ein- oerufene Konferenz das Gerücht von einem beabsichtigten Aus- suhrverbot Rußlands entstehen lieft. W-nn sich dieses auch als Unbegründet herausstellt, so scheinen die vorgeschlagenen Aen- derungen der Eisenbahntarise immerhin einer Erschwerung des Exports gleichzukommen, ein Umstand, der namentlich für den Roggenmarkt von weittragender Bedeutung ist. Ausmerksamkeit erregte auch der Ankauf amerikanischen Weizens für Odessaer

, tt¥?re<n? Erwerbungen argentinischen Weizens seitens rumänischer Händler die ungewöhnliche Lage des internationalen Getreidegeschäftes kennzeichnen. Das Zusammenwirken dieser Mo­mente bewirkte, daß die Märkte die ihnen durch die Geldleue- Aimg auferlegten Fesseln zeitweise abzusttcifen vermochten. Daß sich der Berliner Markt befestigenden Anregungen gegenüber be- sonders empfänglich zeigte, ist übrigens auf die uach wie vor cknhaltcnde Wareuknappheit zurückzuführen. Wenigstens haben sich b'e. auf eme Vermehrung der Zufuhr nach beendeter F-eldarbeit gerichteten Erwartungen bisher nicht in dem Maße erfüllt, wie E angesichts der allgemein ungenügenden Versorgung erwünscht geuresen wäre Erscywcrend fällt dabei ins Gewicht, daß dre J äfe der letzten Woche feine wesentliche Besserung der Zlußschiffahrt herbei geführt haben. Besonders fest lag Roageu, besten zuletzt etwas geschmälerter Preisfortschritt 3 bis 4 Mk wahrend Weizen mit einer Besserung von 3V2 bezw. ^lgle. Verhältnismäßig ruhiger war die Gesci)ästs!age

°^tx liuch ank Rhein, wo bessere ;

d ^slcht auf größere Zufuhren eröffnen. Wäh- 9i^{nh9ehmb<kn!ei^ ^rall gute Aufnahme fand, wird über j «p ".?wl)ezu überall geklagt. Teils erschweren

h mff^' C icLI§ dic Unnachgietzigkeit der Äluren- Mlok ®e,c^°ft.: besonders schwerfällig gestaltet sich der m "M,.aanz einwandsfreier Qualitäten. Aiich für Mais , SSftttntercffe mir gering. Nicht viel lebhafter gestaltete aute ?,I eFc^ 3m Brangerstengeschäft fanden

gute .Qualitäten vorteilhafte Verwendung.

, ,. stellten sich die Preise letzten Markttage: