Ausgabe 
1.11.1907
 
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II. Welche Gründe bestimmen A, sich die Vorteile,

alle alle alle alle alle

Handel und Gewerbetreibende, Rechtsanwälte, Aerzte und Beamte, Hauseigentümer und Hypothekengläubiger, Rittergutsbesitzer und Tomänenpächter, Kapitalisten und besser situierte Privatpersonen'.

5 -Zmsen die der Bankier vergütet, die Porto-

y'Lm'Lfvv vEelcht erspart werden, seien nur gering. Diese ZednAgungen wurden überdies durch die Listen die de Verwaltung des Kontos erfordert, (bie Mn ter M aufc

2. B. erhält von seinem Bankier eine Zinsvergütung.

3. B bezahlt alle Rechnungen über irgendwie erheblichere Be­träge, ohne einen Schritt zu tun, durch Uebersendung eines Schecks oder in vielen Fällen noch einfacher dadurch, daß er seinen Bankier durch Postkarte aufgibt, den Betrag zu überweisen.

B hat nicht die Umständlichkeiten mit der Post. Gr gibt sernenr Bankier Auftrag, und die Zahlung wird glatt und gefahrlos bewirkt. Portokosten werden in allen denjenigen Fällen erspart, in denen der Bankier das Geld dem Empfänger durch Reichsbank-Giro überweist.

4. B läßt sich die Hypothekeuzinsen nicht selbst zahlen, sondern sie auf feinem Kvnto ein zahlen. Verzögerungen entstehen nicht, Unbequemlichkeiten werden vermieden. Bestellgeld kommt nicht hi Frage.

I. Welche Vorteile hat der

A. besitzt kein Bankkonto.

1. A hat sein Geld in eigener Verwahrung. Gr läuft Gefahr, daß ihm das Geld gestohlen wird oder durch Feuerschaden verloren geht. Gr kann schon beiin Transport des Geldes re. Verluste haben.

2. Das Geld des A bringt ihm keine Zinsen'.

3. Will A eine Rechnung bezahlen, so muß A sich den Weg zum Lieferanten oder der Lieferant sich den Weg zum A machen. Der Rechnungsbetrag muß bar gezahlt und transportiert werden. Irrtümer bei der Barzahlung sind nicht ausge- tchlossen. Die Auszahlung macht vielleicht noch Schwierig­keiten, weil die erforderlichen Geldsorten nicht vorhanden sind.

cw bie Rechnung nach außerhalb zu begleichen, so muß

A cme Postanweisung oder gar einen Geldbrief fertigstellen, die Sendung zur Post bringen und die Kvsten für Porto auf­wenden.

Än

alle Behörden unb Institute,

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. V.: Dr. Merck.

Inhaber eines Bankkontos?

B. hat sich ein Bankkonto einrichten lassen.

1. Für B kommen die Gefahren der Aufbewahrung und des des Transportes nicht in Frage.

6' :Äie( Ernten Zahlungsauftrags

.....-

2' Verlusten hör«, bie den Kunden

der Banken und Bankiers durch Veruntreuungen 2c. erwüchsen/ ihm fehle das Vertrauen.

die B aus der Einrichtung des Kontos genießt, nicht auch anzneignen?

1. Man sucht, wenn tunlich, jede auch bie kleinste Gefahü U vermeiden. Die Diebstahl-Versicherung übertrifft in der Regel nur Diebstahl und Einbruch. Für die Zahlung der Verpcherungssunkme bei Diebstahl oder Feuerschaden wird über­dies meist besonderer Nachweis über die Höhe des Geldschadens gefordert. Dieser Nachiveis kann schwierig oder unmöglich

2. Vorsicht bei der Auswahl der Bank oder des Bankiers ist gewiß geboten. Man >vird gut tun, darüber eventuell bei Sachverständigen Rat einzuholen. Bei Beobachtung solcher Vorsicht steht aber die Verlustgefahr bei einer Bank oder einem Dunkler ui gar keinem Verhältnis zu der Gefahr der eigenen Aufbewahrung.

31 Ne- Meinung entspricht der Auffassung früherer Zeiten. Die Entwickelung der Verhältnisse hat dazu geführt, daß auch Einleger kleinerer Barbeträge den Bankiers willkommen sind.

4. Dieser Einwanb ist ter Verbreiteste, aber auch ter ungcrecht- Ö.Vr r -J den Entschluß zu fassen, an den

Lankier seiner Wahl ninndlich ober schriftlich mit folgendem Anträge heranzutreten:

z,.^yer Einzahlung von Mark (X) bitte ich, mir ein ver- o,.. Slnsliches Depositenkonto aiizulegen."

Allesandere ergibt sich von selbst. Man wird sehr bald wissen', JrPHfGrh ?^^>^deutet, wie er zu benutzen ist, Utid wird na- enipfinden^"^ ^1C 310^en ^9r3u9e des Ueberweisungsverkehrs

51 Ub^tng eines Geldkontos wird von den meiften Banken b Esters gänzlich Listen- und spesenfrei besorgt, so daß ftS seicht nicht großen, aber absolut reinen oEm durstellen. Die Hohe der Zinsen richtet sich nach der '^Marktes Zurzeit werden wohl überall mm» gewährt. Die Frage, ob die eiiPHfHPTf h ^.ldkontov kosten- und spesenfrei erfolgt, würde ''r Einrichtung des Kvntos durch kurze Anfrage bei den betreffenden Bankiers klargeslellt werden können.

« in 511 t?9en: Man lasse sich versuchsweise

im ^^o/fn^chten, und inan wird sich überzeugen, daß man bpr befangen war. Warum ist denn in Hamburg

Qf6ct.Ul starkcm Maste ausgebildet unb in fort- pT.p2 Zunahme begriffen? Die Hamburger erfahren/ 111 &er draxis die großen Vorzüge des Konto- vzeit noch zutreffeiid. Die Praxis wird aber J u?fl Wveghelfen weil jeder die Erfahrung machen wird, daß sein Scheck ihm sein Geld wirklich einbringt.

®traWimmungenn!tlellrf S,I,cf3efc&ES Fcinertci

1. meint, die Gefahr des Diebstahls oder Verlustes sei nicht öwB, er sei überdies gegen Diebstahl und Feilerschaden ver- fiaiert.

.4. A hat als Beisitzer einer Hypothek rc. Zinsen zu beziehen oder wnstrge Zahlungen zu erwarten. Das Geld wird ihm vom Schuldner oder vom Postboten ins Haus gebracht. Es entstehen Verzögerungen in der Auszahlung, weil der Post­bote den A nicht antrisft. A zahlt Bestellgeld.

31 meint, daß die Geldbeträge, über die er zu verfügen habe gur Anlegung eines Kvntos bei einem Bankier zu gering feien' "ohl nur für wohlhabende ^eure, zu Denen er nicht gehöre.

4' l "SnK" ""ch schon i>ic Umstänblichkciten teu

Ä k J?' Aer Postsendungen 2c. empfunden habe ihm ?acr Verkehr mit einem Bankier nnsympathisch sei. Mit Äc6t ÄtefUn3m durch Rtechsbuuk-Girv K. Kiffe er

Bekanntmachuna

Betr.: Förderung des Deutschen Scheck- ü. Neberweisungs-Verkehrs. *

Nachstehend bringen wir einen Mdruck eines gemeinverständlich

gefasien Rundschreibens der Königlichen Seehandlung (Preußische Staatsbank zu Berlin zur Förderung des Deutschen Schecks vu^,lleberweisiings Verkehrs zur allgemeinen Kenntnis.

Gießen, den 24. Oktober 1907.