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Widersprüche, aus denen der moderne Neuhorker zusammengeietzt -n sein scheint.

Und deshalb ist dieses Nenyork, das holländische Kanfleut« gründeten nnd Fremdlinge aller- Nationen ansbauten, zu einem typischen Wahrzeichen des Reiches Amerika getvorden. Denn nur einen einzigen eigenen Cbaralterzng hat dieses amerikanische Reich von Fremdlingen aller Nationen Gnaden:

Tätigstes Leben!__

vermischtes.

T i c Ehrenlegion und der Feind. Man hat in Frankreich diesmal renren Tisch gemacht nnd alle Gemeinschaft mit dem Feinde, auch ivem, sie geistiger Art in, aulgegrben. AuS der Liste der Ehrenlegion sind die Inhaber der Großkieuze ebenso wie die etniachen Ritter unter Protest gestrichen morden, soiveit sie österreichischer oder deutscher Nationalität sind: Diplomaten, Mili­tärs, Gelehrte nnd Künstler. Ete dürien das rote Bändchen nun nicht mehr im Knopfloch tragen. 187o ist die Regierung toleranter gewesen. Das »mg daher kommen, dass die dem Katierretch schnell gclolgi« republikanische 'Regierung zuerst dem kaiserlichen Orden kenrerlei Wert beilegte, ob ihn nrm Freund oder Femd besaß. So mar es rriöglich, daß ün Schmuck« dieses höchsten Iranzösilchen Ordens ein deutscher General die Hauptstadt Frankreichs mit be­lagerte rlnd bestürmte. Es ivar dies Exzellenz v. Hartmann, der konnnandicreiidc General des bayerischen Armeekorps, das den letzten Sturm aus Paris siegreich ausfübrle. Er mar gerade einige Tage vor diesem Sturm, im Jauuar 1871, 76 Jahre alt geivorden und blickte ans eine bald sechzigjährige militärische Lauibatm zu­rück. Ihm mar es vergönnt, als junger bayrischer Leuinaut im Heere »Napoleons die Schiacht bei Belle »Alliance nitlzumachen und der große Kaiser bettete ihr» für persönliche Tapserkcit selbst aus den, Schlachtselde das Kreuz der Ehrenlegion an die Brust. Einer solcher, allerhöchsten Iranzöstschen militärischen 'Auszeichnung konnte sich 1870 kein einziger Öisizier de« kranzöstschen Heere« rührnen. So hat ein Leutnant aus der Armee Napoleons I. an den repu­blikanische» Epigonen die dem Bonapartismns angetanen Frevel «»rächt. -

vüchertisch.

** Mever ö Hi storisch-Geographi scher Kate In­ders ürdasJahrlSl 5. 19. Jahrgang. Mit 865 erläuterten, historisch und geographisch denkwürdigen Landschasts- nnd Städte­bildern, Porträten, interessanten Darstellungen aus dem Gebiete der Literatur-, Natur-, Kriltur- rurd Kunstgeschichte, einer Oiedenk­tagerubrik, einer Jahresübersicht mit astronomischen Notizen, einem Register und einem Kalendarium aus der Rückseite. Als Abreiß­kalender eingerichtet. Preis 1 Mark 85 Pfennig. Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig nnd Wien. Trotz des Krieges erschien soeben als Vorbote für das kommende Jahr Meyers Hiswrisch-Geographisck-er Aalender für 1915". Wie der Verlag bei Uebcrscndung des Besprechnngsstückes mitteilt, war der Druck der Auflage gerade beendet, als der Krieg ausbrach. Der neue Jahrgang kan» also noch kein« Angabe» über unsere Kampfe uni» Siege in Ost nnd West bringen. Doch bietet er in der Spalte Bemerkungen" genügend freien Raum zur handschriftlichen Ein­tragung der Kriegsereigntsse. Es dürfte sich also empfehlen, den Kalender baldigst zu beschaffen und ihn nach den amtlichen Mel- huilgcn von den Krieasschanplätzen selbst zu ergänzen. Ueber die Vorzüge de? nun bereit« rm 19. Jahrgang erschienenen Kalenders brauchen loir Neues nicht binzuzusligen. Nach aller Gepflogenheit zeigt wieder jedes seiner 865 »Blätter ein neues, charakteristisches, vielsach aus den Tag Bezug habendes und kurz erläutertes Bild aus Geschichte und Geographie und ihren Grenzgebieten.

.Arena', die m der Deutschen Verlagsanllalt in Stutt­gart erscheinende Oltavansgabe vo,, lieber Land und Meer ent- btetet ihre» Lesern den »Weihnachlszrnß. Reich und prächtig ge- schniückt, kommt ihr süniles Heil zu den Faniillen, um dort einige Irohe Stunden zu spenden. Tie verschiedenen »Weihnachtsbtlder, die diesmal natürlich Szene» aus den, Feld zeigen, werden be- gleiicl von einer Reihe iesselnder 'Aufsätze, zum Bevptel über dle verschiedenen deutschen und österreichische» Krtegsorden, die mir alle in, Bild kennen lernen: über die gelährliche Kunst des Minen­suchens: über de» Kmonian», der in, Ksieg eine grobe und durch­aus nicht leichte Tätigkel, entialtet; über das »»glückliche schöne Sjpern. Praktische Hinweise für den »Weihnachtstisch, die anssühr- lichc Kriegschronik, ein ganzes Kabinett sesselnder KriegSpkoio- gravhien stehen neben bellktiistischen Schlachtskizzen, neben Karl Haupt»,anns in Leipzig jüngst erfolgreich uraulgrsnhrte», Ein­akter: Tic Toien singen, und neben de,n in biefem £»eft neu be­ginnenden Roma» der gefeierte» Schweizer Dichters Ernst Zahn : Der Gerngroß.

Zwei Jugendbücher sind im Scherlschen Verlag cr- schieneii, die aus den Weihnachtslisch unserer Knaben und Mädchen gehören. »An die Knabenwelt wendet sichScherls Jungdciitschland- Buch 1915", ein prächtig ausgestattcler, reich mit Abbildungen geschmückter »Band (»Preis geb. 4 Mk.). der hiermit tut zweiten Jahr­gang vor liegt und von Major Maximilian »Bayer, dem Ztveiten Vorsitzenden des Deutschen Psadsinder-Bundes, herausgegeben wor­den ist. Kein Geringerer als Generalseldmarschatl Freiherr von der

Goltz hat das schöne Werk der Ehre gewürdigt, ein Geleitwort daM zu schreiben, in dem er die Zwecke und Ziele des von wm g«, förderten Jungdeutschland-Bundes mit markigen Worten fflssiert. Selbstverständlich steht Scherls Jungdeutschland-Buch im Zeichen des Krieges. In sesselnden Erzählungen und belehrenden Aufsätzen, in packend illustrierten Episoden von den Krieasschanplätzen und kn stammenden Gedichten wird unserer großen Zeit gehuldigt. Einst Reihe unserer besten Tchriststeller haben dazu beigetragen. Di« prächtigen Illustrationen stammen von nanihafteu Künstlern. Da­neben kommen aber auch die verschiedenen (Gebiete friedlicher Wissen­schaft und Technik zu ihrem Recht, ebenso wie die manuigsachen Liebhabereien der Knabenwelt und ihre Freude an ergötzlichen Dingen. Als Oiegenstück hierzu tritt zum erstennialScherls Juna- inädchen-Buch" ln ebenfalls höchst anziehender, wahrhaft künst­lerischer Gestalt an die Oeffentlichkeit (Preis geb. 4 Mk.). Ein ganzer Stab auserwählter Kräfte hat sich hier unter der Leitung von Lotte tziu balle vereinigt, um in Wort nnd Bild Muster­gültiges zu bieten. Dieses gesunde und frische Mädchenbuch hat mit den sattsam bekannten Erzeugnissen der sogenanntenBackfisch« litcratur", mit ihrer Seichtheit nnd faden Süßlichkeit nichts gemein. Wohl ist es auch sein Bestreben, zu unterhalten und zu erftwen, aber auf eine würdige, allem hohlen Tand abgckehrte Weise und in literarisch vortrefflicher Form. Es will belehren nnd fördern, ohne langweilig zu sein, und trifft ausgezeichnet den richtigen Ton, der sich an Kops und Herz der jungen Menschenkinder wendet.

I n den Gluten des Weltbrandes. Berichte und ' Erzählungen ans dem Großen .Heiligen Kriege um Deutschlands

Ehr' und Oesterreichs Recht". Herausgegeben von Felix Heu­ler. 1. Band.Lieb Baterland magst ruhig sein"! 8. und 228 S. mit 1 Titelbild und 6 Bildern tm Text, Wllrzburg, Verlag von Curl Kabitzsch 1914, Brosch. 2 Mk., geb. 2,80 Mk. Noch rechtzeitig vor Weihnachten kommt dieses Buch der Erinnerung aus den großen Tagen der Mobilmachung und der ersten Kämpfe. In glücklichster Weise hat Herausgeber zunächst die Ursachen de- großen Krises für jeder,na»n verständlich zusammengestellt. Es solgen die Schlachtenberichte deS Generalquartiermeisters v. Stein, die so hohe Kraft, hehren Mut und tiefste Wahrheitsliebe atmen und nun beginnt der Reigen der 14 Erzählungen, die uns Stim­mungsbilder ans der Heimat vermitteln und uns die belgischen Dörfer zeige», wie sie sich in Eru'artung des Feindes rüsteten, di« uns endlich mit unseren Soldaten die Fahrt nach der Grenze an- treten und die ersten Schlachten miterleben lassen. Ein 2. Band Die Russe n slut in Ostpreuße n" wird noch vor Weih­nachten folgen.

Der F a h ii e ii t r ä g e r v o ii Verdun. Eine Geschichte ans der Kdegszeit des Jayrcs 1914. Der reiferen Ingen»«». ' von K. F. T t a n I s e r. Illustriert von Arno Schumann. ng von A. Anton & Co., Leipzig und Berlin. Das von echt pa.riott- fdient Empfinden getragene Buch hat einen jungen Mann von 17 Jahren zum Helden, der, sobald der Krieg erklärt, von de« Schulbank hinweg zur Fahne eilt, um voll hoher Begeiüecung seinen Arni dem Vaterlande zu weihen. Wir sehen ihn all« sich ihm eiilgegenstellenden Widerstände überwinde» und sich im Feld« im wahrsten Sinne des Wortes als Mann bewähren.

Dle Nourillons, Roman ans dem Elsaß von Richard May. sConcordia, Teulschc Verlags-Anstalt, G. in. b. H. in Berlin 81V. 11.) In das Ober-Elsaß mit seinen Nalionalitäten- kämplen führt Richard Mays »euer Roman ,D ie RonrillonS'. E» Ichilderl diele Irrungen, bis der AuSbruch des Krieges ein klare» freudiges Bekemitnks zum Deutschen Reiche erzwingt.

Hansarztkalender 1915. Bon Dr. A. Dessaucr, München. »Preis 1 Mk. Würzburg. Verlag von Curl Kabitzsch. Ein Wochenabreißkalender stir Haus und Familie,' für das ärzt­liche Sprechzimmer, für das Bureau, der schon durch seine gelungen« äußere Ausmachung gefällt. Er will ein Freund sein in Dingen der Gesundheitspflege, ein Warner in gesunden, ein Berater in kranken Tagen, als Nebenzweck soll er daZ Publikum noch vor knrpsuscherischer Ausbeutung bewahren. Der Arzt sott nicht etwa entbehrlich, sondern seine Tätigkeit soll unterstützt werden.

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Auflösung in nächster Nummer.

Auslösung des Zitatenrätsels in voriger Nummer» Kühn war das Wort, weil es die Tat nicht war.

Schcistleltung: Ang. Goetz. - NotaiionSdruck und Vertag der Lrübl'schen Unlverfitäts-Bnch- und Stelndrnckeret, R. Lang«, Gießen.