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frnitirf'Cn 'Jiinttur.fi, augenblicklich feit JUrnei''# Lode VIbjtitent bei dem berwegenrn Führer des Lötzvividon Freikorps, mit feinem sdiirachbeiiiigeil russischen Pserdd:en hiev her verirrt Er Halle nach dem für das Korps so verliistreichen lleDcvfolf beim Scltlof: voir Chölres tit der 'Jtflcitf au einer Furt drc Aisue längere ,'!cit war- teu müffeii,in einige Mannichaste» mit Verwundeten >i>n>>z- fnhre». ES Ivar ihm aber dank, seiner wenig teisliiiigsiähigen Rofinaiite nie! t gelungen, den A lisch ln f> an feine Truppe wieder- zngeninne». Auch wurde ihm das Auninde» einer der out zivei verfchiedenen Wegen ziacki.Norden und i'ioi'SUiefteit gbstrzogenen Eskadrons dadurch sehr erschwert, dar das Ardennen Tepariemeni sich naeh Napoleons vorgeblichem Ziege bei dem nahegelegenen Laon in vollem Auiflande befand lieberall lireiflen beeiilene und »nberillene Abteilungen unter die Massen gerufener National gardisten und sonstiger bewassneter Hanfe» unter Führung von verabschiedeten Offizieren umher und erleichterten es den Lützow- ent in keiner Weise, sich dnrchtiischlageii Alle llebergänge^nnd Engwege waren beseht, ein grosser Teil der Strassen lind Tors eiiigänge verbarrikadiert.

Als »nn Friesen mit seinen beiden Führern aut heiii nach La Lobbe führenden Wege den Wald beinahe hinter iich gebracht, taucht gang liiiveriiiiitel vor ihnen ein Hanse mit Flime» de- umnucirr Bauern ans. Es siiid Nationalgardisten unter Füttriing des Maires Cache vour bengchoailen Laimoy. Als sie beit pren- s-rschen Dssizier gewahren, verlangen sie nngestüi» seine Aus­lieferung. Als die beiden braven Holzfäller die Preisgabe ihres Schntzbesohlenen verwiigern, entsteht zimächsd ein Handgemenge, bei dem Friesen durch Kolbenstöße und Artschläge mißhandelt nfrd. Tgtiil kracht eilt tveithin gellender Schuss aus der Flinte des Schäkers Brodio aus Grandckiamv. Tödlich dnrch)S Herz gelrvssen sinkt der Heldenstarte Ossizier z» Boden. Doch nicht genng da mit. Tie rohen hfefeüeu plündern den Gesal lenen aiiS >i»d lassen die Leiche »acll im .Heidekraut liegen.

Entrüstet melden die beide» Holzhauer aus La Lodde ihrem Maire, eiuri» ehreiilv.rten Maiiue, den »lenchlerischen Bonall. Sogleich begibt sich der getreue Beamte mit den Bauer» nach dem Walde. Als er den jngendfrischeu Leichnam erblicht, ist er über dir erhabene Schönheit des Toten ganz betroffen und meint, er müsse wohl von sehr hohem Stande sein. Meid, läi-t er ihn in La Lobbe in einen Sarg legen und nun H!. März morgens feierlich a»> dem Torsklechhose bestalle». Damit schien der Wunsch Friesens, in deutscher Erde z» rirheii, vorerst nid)- ersnllt.

lieber zwei Jahre lang blieben die Radnorschnngen seiner Waisengesährten erfolglos. Nur derFriesenhngel", den Jahn n»i Ende der Rennbahn der Tnriivlax.es in der Hasenheide bei Berlin ui..> Steinen zusammeiitragen liest, erinnerte o» den so bitter Veruiistleu Freund. Erst zu Ansanq Tezembrr 1K11' ersnhr der zum Okkuvatioiistorvs im Ardennen Departement versetzte Major August von Bietinghoss, srülier stompagiiieiührcr bei den Lützowern, dast einer seiner Unleroisizi. re von »einem Quartier­wirt in Launoy das Dienstsiegel eines im März IK14 int Walde von Hmlteuz ersä.oisene» »nd in Ln Lobbe begrabenen vrenstischen Offiziers geschenkt bekommen habe. Bielinghon erkannte das Er jiiiieriingsstüch sofort als das Dienstsiegel, das nur Friesen als Adjnlant des Korps Inhrle. Tee Maire von La Lobbe konnte noch das Protokoll über den tragischen Tod Friesens vorlegen und Birlinghosf die beiden Bauern vorsühren lassen. Eine von diesen übergebene starte des Toten sowie die genaue Beichreibung des Reiters und feines Pferdes behoben nun jeden Zweifel, dai>, Friesen jener erschlagene Lssizier gewesen.

Gleichzeitig bradne Vietinghoss "in Erfahrung, hast der Mend.eluiörder, Sd'äfer Brodio, im Jahre 1813 ivährend der Pelagermig von Msziöres durd> das iiorddentsd'e Armeekorps wegen Ermordung eines peeustisch.eu Lisiiiers verhaftet worden. Der Maire Cod>e von Lannvli, der Diesen absichtlich habe eulriniien lassen, sei dasür abgesetzt worden und habe iiiiiszig Stockhiebe er halten. Ten am Ist Dezember >K1l> vom Maire von La Lobbe übergebenen Leid.nam führte Bietinghois, da Jahn iuziv scheu ln Ungnade siet und 1K18 sogar verhallet ionrde, bis Aniang der -Hier Jahre mit sich. Erst Anfang März 18-13 wurde von Friedrich Wilhelm IV. die kostenfreie Bestattung der ('Scheine Friesens mit dem Jiivalidenkirchhofe bewilligt. So ging sein Wunsch, in deut­scher Erde zu ruhen, erst 29 Jahre nach seinem Tode in Ersüllnng. Das Grab des neben Schariihvif^ bestatteten Helden schmückt ein ansvriichloses, voni Kriegsministeriiim genistetes eisernes Kreuz

Ein am 24. September 1893 in seiner Vaterstadt Magdeburg eiildiilttes Denkmal erinnert die Nachwelt au da? verdienstvolle Wirken des allzu zeitig Abberiiseneii. Ein unvergleichlich schö »eres Denlmal aber hat seinem treuen Mitarbeiter de. Tnrnvoter Jahu in der Einleitung zu seinerJeutid eit Turnkunst" gesetzt:

Er lr-ar ein anfblübender Mann in Jiigendtülle und Jngeiid- schonheit, an Leib und Seele olme Fehl, voll Unschuld lind Weis­heit, beredt wie ein Seher, eine Siegiriedsgestalt von grosten Gaben und tönaden, den Jung und Alt gleich lieb hatten, ein Meister des Schwertes ans Hieb und Stost: lurz, rasch, fest, fein, geiraltig Und nicht zu ermüden, wenn seine Hand das Eisen sastte ein Sinner in der Turnkunst, dem Deutschland viel verdankte. Ihm ivar nicht beschieden, ins freie Vaterland zurückznkehreii, an dem seine Seele hielt. Bon wälschec Türke siet ec bei düsterer Winleriiadst durch Meuchelschuß in den Ardennen - ihn hätte

auch i»r Kainpsc keines Sterblichen (klinge gefällt: deinem ?n Liebe und Seinem zum Leide aber wie Seigir»Horst unter den Alten, ist Friesen von der Jugend der Größte aller Geblieben,'»".

(gefiederte Zrnfilingsboten.

Kon Tr. K » r k Floericke.

los. Der Schnee, der so lange die Erde mit weichem, lockerem Ti.ehe bedeckt batte, ist geschwunden, und >vo er nocki aus ranhercii Hängen liegt, bat er eine sd>mutzige, krankhafte Farbe angeiimnineii. Milde Föhnwinde wehen, und überall macht sich neu erwachendes Leben geltend. Schon lugt schüchtern das erste Grün an Büschen und Bäumen hervor, und die Wintersaat bringt einen fröhlichen Ton in die schwarze, nebeldampfende Landschaft. Der Bauer rüstet nach langer Panse im-.oce zur Feldarbeit und spannt die Ochsen vor seiiii ii Pflug, Krästiger, Erdgeruch entsteigt den um gebrochenen Schollen, iiud ivir der Pflüger, einen Augenblick von der noch nicht wieder recht geivohnten Arbeit verschnaufend, seine Blicke schweifen lässt über das kahle Feld, da steigt es plötzlich vor ihm wie eine tönenkw Rakete z»m .Himmel empor. Tie Feldlerche ist's, die erste eckite Frühliiigskünderin. Wirbelnd und trillernd tliugen ihre. Strophen aus der Höhe hernieder, wie die willkommene Bolschaft einer srenndlichen Gottheit. Freilich gibt's inandmial noch böse Tage für den gefiederten Lenzesboten, wenn der Winter Miene iiindjt, des verlorene Gebiet zurückzuerobern. Dgiin sitzt die Keine braune Lerche trübselig ans den hartgesrorenen Ackerschollen imd zuvit an den srostbraunen Saatspitzen: denn es ist nicht alles Gold, was glänzt, und vom Dichten »nd Singen wird niemand satt. Etwas später als sie kommt ihr Büschen, das sie oben ans den Waldblößen und Heideslächen vertritt, die etwas kleinere Heide­lerche. Sie versteht das -Lingen ebenso gut, wenn auch in anderer Manier: säst nocki höher schraubt sie sich von einer Legsöhre zum Himmel enipor, und dann klingt es an-Z ihrer kleinen Kehle wie eine Reihe hell gestimmter Silberglöckchen: etwas einförmig zwar, .aber in ivnnderbarer Reinheit und mit klagendem Tonsall, als besinge sie. die allen Helden, die da lies unter ihr in den Hnnest- gräbern schlummern. Ans sunipsigen Wiesen darf der iröh- liche Kiebitz mit spivenr Federschops als der wichtigste Lenzes- tiinder gelten Mit seinem Hellen RufRrhui rrhui" macht er sich auch dein nnanfmerksamsten Spaziergänger bemerklich, und unnältkürlich folgt ihm das Auge, wenn er so im über- inüligen Gankeliluge über die Wiese lierumtollt.

Auch die Standvögel, die den Winter über getreulich bei uns aiisgehalteil haben, nehmen jetzt die halb vergessenen Lieder ivirder ans. Im noch kahlen Wipfel des Avselbamnes sitzt die schwarze Amsel mir dem gelben Schnabel »nd singt langgezogene Frühlingslieder. Ter Biichsink schmettert int Garten, erst schüch­tern noch stammelnd, seine taktfeste Strophe, und die Kohlmeise lässt silberne Frühlingsglöckchen erschallen. Dem Jäger, der in de» Wochen vor Ostern ans dcn Schnepsenanstand zum Waldes­säume zieht, werden dort bei Toiinennntergang Singdrvssrlst und Rotkehlchen zu den liebsten Sängern. Jene sitzt im höchsten. Wipsel der allen Tanne, und ivcithin schallen ihre kräftigen» niarkigen Strophen über den Wald, jubelnd vor Lenzeslnst und Liebesglück. Rotkehlchen aber hnsdii im niedrigen Buschwerk he r null und slüstert leise vor sich hin seine wehmütigen Kirchhoisweisen. Und dann bringt jeder Tag mit warmem Südwestwinde neue Scharen der aesiederten Säuger, bis endlicki das ganze große Orchester vollständig ist. Mit zu den ersten zählt der lustige Star und auch dem verhärtetsten Hypochonder ums; das Herz weit tverden, ivenn der schimmernde Clown zum ersten Riale wieder aus dem Scheunengiebel sitzt und slv.gelschlageiid seine absonderlichen tronanelnden, schnarrenden und pfeifenden Strophen zum besten gibt. Hock) oben aus dem Dache knizt das Hansrot- schwänzchen, ein munterer Gesell, ivenn auch kein grosser Sänger, dem: der Nachsatz in seinem kleinen Liede klingt geradeso wie das Knarren der Wetterfahne, oder als ob inan einen alten Draht durch eine rostige Zange gerade zöge. Draußen im Wald schallt's eintönigZilp, zilp", gewissermaßen den Takt angebend für das gut- und abschivellende Konzert aus Tausenden gesiederter Kehlen. Das ist der Weideiilaubvogel, und über diese beiden Silben bringt er es mit alter seiner Kunst nicht hinaus. Ta ist der ihm ähir- liche Fitis doch ein besserer Sänger, und klagend schwingen seine wehmütigen Trillercheii sich an nnser Ohr. Ans den Obstbänmen läßt der absonderliche Wendehals sein stumpfsinniges Frenden- geschrei ertönen, und dazu tronimeln die Spechte, zwitschert der Kleiber. Praihtvolle Flötknrnse machen i»is auf einen maus- grauen, ick'warzköpsigen Vogel anfmertsaiii, der rastlos durchs (Ke- zweig der höheren Büsche hüpft, das ist das Schwarzplättchen, und seine Melodie klingt wie schmetternde Siegessanfaren oder loie nbeinintige Wirtshanslieder. Auch sonst ist das liederreiche Grsck'leckit der Grasmücken zadlreich in unseren Fluren vertreten: man hört die Klapperstrophe deS Mütterchens, das murmelnde Schwape» der Torngrasniücke, das melodische Orgeln der Garlrii- grasmücke. Bo» einem Baume am Waldesrand steigt ein Bagel hoch in die Lust, al-^ßovlle er den Aeguator der Himmelskiigel ausinessen. Aber bald ermattet er tm Fluge und kehrt ivie lan- meliid zniii verlassenen Sitz zurück. Aehnlich ins mit seinem Ge­sang Mit Hellem Gesdnnetler sängt er an, säst ivie ein Kannisen- vvgel, aber bald erstirbt sein Lied in einer Reihe einförmig, glucksender Töne, als ob man Wafsertropfen aus der Höhe in