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kam fit zurück und fchitftc Leute auS, um den liebe rlebenden zu helfen Auf derEmden" soll es furchtbar ausgefehen habe»

Die Verwundeten wurden von Bord genommen, wo Feuer aus- gebrochen war, und an den Strand gelegt, wo einige von ihnpn zwei Tage laug lagen, ehe man sich um sie füntmertt. Die Deut­schen rissen ihre Flagge entzwei und warfen sie ins Meer " Mit einigen Worten der Bewunderung für den Helden mul der klaglos leideitden Venvundcten schließt der eng lische Offizier seinen Bericht, der sich selbst in Fcindesmund zu einein Lobgesang ans das unerhörte Heldentum der Besatzung gestaltet-

Gerettete vom KreuzerLeipzig".

Berl i n , 3k- Dez. Sechs Offiziere und k 3Mann des kkcine» deutschen KreuzersLeipzig" soll, lvie derKol-- Nischen Zeitung" aus Valparaiso gemeldet wird, der eng­lische KreuzerGlasgow" in der Schlacht bei den Falklands- Jnscln gerettet haben- Tic Geretteten seien nach England unterwegs.

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Eine amerikanische Eiusprnchsnotc an England.

Washington, 30- Dez- Meldung des Reuterschcn 93u» ►ccnis.) Tic -Regierung hat England eine Note gesandt, in der sic aus baldige Verbesserung der Behandlung dessamerikanischen Handels durch die britische Flotte besteh! und warnend daraus hinweist, daß eine große Empfindlichkeit in Amerika durchdas ungerechtfertigte Ein­greifen" in den legitimen amerikanischen Handel erzeugt worden sei- Tie Regierung sehe sich genötigt, endgültige Mitteilungen über Englands Haltung zu erbitten, um Mahregeln zum Schutze des RechtS der amerikanischen Bürger zu ergreifen- Tie Note fülnt zahlreiche besondere Fälle von Anhaltung und Beschlag­nahme der Ladungen an und erklärt- die Vorstellungen feien in freundschaftlichem Geiste gemacht, aber die Vereinigten Staaten erachten es für das beste, eine offene Sprache zu führen- Tie Note ist sür alle Ententemächte bestimmt- In der Note wird gesagt, daß, obioohl die Exporteure sich nach den Wünsckrcn der britischen Regierung richteten, keine Verbesserung der Lage der neutralen Schiffahrt im Vergleich mit dem Beginn des Krieges cingetreten sei- Tie Note spricht die Hofsnung aus, das; Eng­land einsehen werde, welch: ernste Bedeutung die fortdauernde Einmischung für die neutrale Schiffahrt habe Tic Note legt Wert darauf, das Nahrungsmitrel bedingte Konterbande feien, da sic sowohl für die bürgerliche Bevölkerung wie für die Armeen bestimmt seien lieber das Anhalten von Schissen aus See sagt die Regierung, daß! sie das Durch- fuchungsrecht kriegführender Staaten anerkenne, aber der Be­weis für die Bestimmung der Ladung sür eine feindliche Nation müsse während der Durchsuchung geführt werden- Tie fiiegie- kung protestiert gegen das Ausbringen neutraler Schisse nur aus Vn Verdacht hin- Tie Note betont, das; es die Pflicht der kriegführenden Mächte fei, den neutralen Handel zu be­schützen, und beschuldigt England, die skandinavischen^ Kupser- ladungcn anders zu behairdcln als die amerikanischen- Tic ame­rikanischen^ Ladungen nach Italien würden angehalten, während die für Skandinavien bestimmten »nbeläftigt blieben- -Ter holländische Gesandte besuchte das Staatsdepartement und empfing dort eine Absärrift der amerikanischen Note an Eng­land. Ter Gesandte sagte, Holland habe England dasselbe erklärt- Tie Vorstellwigen Hollands erhielten durch) die For­derung .der Bereinigten Staaten mehr Gewicht.

Rnsfischer Diebstahl.

Kopenhagen, 30- Dez- (WTB. Nichtamtlich-) Die Petersburger Telegraphenagentur berichtet aus Wilna, daß dort einige hundert landwirtschaftliche Maschi­nen und Geräte eintrafen, welche aus deutschem Ge­biet requiriert (!) wurden- (Notiz des WTB-: Mit dieser Requisition wird es sich ebenso verhalten, wie mit der Wegnahme der kostbaren Bilderbestände des Ossolinski- Museums in Lemberg, die kürzlich nach Petersburg ge­bracht wurden-)

Ein uneigennütziger Wcihnachtswunsch.

Wien, 30- Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Eine russische Bat­terie übermittelte der Festung P r z e in v s l folgende Weihnachts­wünsche i Wir wünschen Ihnen und all den tapferen Bertcchigern der Festung von ganzem Herzen ein ruhiges und fröhliches W e i h n a ch t s i c ft. Freude und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Gott gebe die Erfüllung aller Ihrer Wünsche. Ties ist der aufrichtigste Wunsch der Offiziere undDcaim- schajtcn der 5. Batterie der . . . ten ArtiUeriebrigade.

Au§ dem Reiche.

Die Zuteilung der Kriegsanleihe.

Berlin, 31. Dez. Aus Anlaß des Jahreswechsels haben der Magistrat und die Sladlverordnctcn von Berlin an dc n K a ise r folgendes Telegramm gerichtet:

Ew. Majestät bringt die Landes- und Rcichshaupt- stadt ihre treuesten, aus dem Herzen kommenden Grüße und Wünsche ins Feld. Was immer das neue Jahr auch gewähren und auserlegen mag, uns soll es stark und bereit finden, mit unserem Kaiser durch jedes Wetter hindurch- zugehen. In tapferem Tun und sesteni Beharren wird, so vertrauen wir. deS Vaterlandes Größe cmporwachsen."

Berlin, 30. Dez. (WTB. Amtlich.) Bei der Reichs­bank ist darüber Klage geführt worden, daß die Z u t e i l u n g der Kriegsanleihe in großen Stücken den Zeichnern Unbcguemlichkcitcn bereite. Es ist deshalb in Aussicht ge­nommen. an Stelle der Anzahl von Stücken zu 100 000 und 50 000 Mark kleinere Abschnitte Herstellen zu lassen. Die Besitzer von Zwischcnscheinen zu 100 000 und 50000 Mark, denen daran gelegen ist, beim Umtausch in endgültige Stücke kleinere Abschnitte zu erhalten, können daher noch auf Berücksichtigung ihrer Wünsche rechne», wenn sie diese baldigst bei ihrer Rcichsbankaustalt Vorbringen.

Berlin, 31. Tez. Im Nürnberger Gemeinde­kollegium ging die erste Borstandsstellc aus den s o z i a l- demokratlschcnLanvtagsabgeordnetenDorn

über

Berlin, 31. Dez. Tic Kaiserin hat nach dem Bert. Tagebl." in ihrer Fürsorge sür die im Potsdamer Orangerie-Lazarett untergebrachten Verwundeten neuer­dings bestimmt, daß denjenigen Kriegern, denen ihr Zustand noch nicht eine selbständige Bewegung gestattel, zweimal in der Woche H o s e q u i p a g e n zur Durchfahrt durch den Park und die Stadt zur Verfügung gestellt werden.

Berlin, 3L Dez. In Hagenau im Elsaß ist gestern ein Transport von etwa 120 Beamlenfrauen und Kindern aus Altmünsterol eingetrosfen. Am 4. Dezember waren sie von den Franzosen nach Bclsorl und von dort nach Besanyon gebracht worden, wo sic längere Zeit bet schlechter Verpflegung zubringen miißten. Ueber Gens wurden sie dann nach Hagenau übergesührt.

Altona, 30. Tez. (WTB. Nichtamtlich.) Tie städti­schen -Kollegien bewilligten heute einstiinmig euic Ehre», gäbe von 14 0X1 Mart sür die Armeen H i n d c b u r g s.

Au» Stadt «nd Cond*

Gießen, 31. Dezember 1914.

Silvester!

Im Weltkrieg 1914/15.

Zersetzt dos Kleid, bluttriefend Stirn mrd Wangen,

Zum Tor der Eivigteitcn wankt ein Greis.

Voll Hoffnung war sein Stern ihm anfgcgangen Und jctzl fein Leben nur noch Todverlangen

Er haucht es aus in Jammer, Blut und Schweiß.

So sinkt und stirbt in Donnern und in Flammen TaS Altjahr furchtbar wie noch keines war.

Verbrecher, die dem Höllenpsnhl entstammen,

Sic schlossen sich zu Trug und Mord zusammen, Vernichtung schwörend Teulschlands siojzem Aar.

Es sinkt und stirbt und auS den dunklen Pforten In Schleiern schreitend naht ein neuer Gast,

Er kommt, begrüßt von wogenden Morden,

Dock sich' es folgen ihm gar grause Horden Und aus den Schultern trägt er blut'ge Last.

Ten frommen Ehor der ernstgestimmten Glocken Durchbebt der Trauer herber Wchcklang.

Fremd ist der Brust das selige Frohlocken,

Tic Herzen bluten und die Pulse stocken.

Wie Sterbgclänic klingts, wie Grabgcsang.

Ja, wenn die eh'rnen Gottesstimmen schallen.

Zum ersten heute gilt ihr heil'ger Mund Den lieben teuren Heldenbrüderu allen.

Die ruhmgekrönt sür's Vaterland gefallen.

Daß ew'gc Liebe ihnen werde kund.

Doch ernst auch sollen uns die Glocken mahnen Zu Preis und Dank und brünstigem Gebet,

Daß Sieg verliehen Gott der Wahrheit Fahnen,

Daß er uns führt voran des Ruhmes Bahnen,

Daß neuer Geist die Herzen uns durchweht.

Der ew'ge Gott, vor dessen Zorn erblassen Die Bösen und die Frevler allzumal.

Er wird, mein tapscres Volk, dich nicht verlassen,

Willst du nur fest die starke Hand erfassen.

Die er dir reicht in deiner Not und Qual.

Drum, wenn dir die Silvesterglocken klingen,

Hör' nicht nur ihren Klageton allein:

Laß auch die Glaubenslwtschaft sie dir bringen:

Dem deutschen Geiste wird's mit Gott ge­lingen:

Der letzte große Sieg muß unser sein."

Roemheld.

Der Jannar nach dem Kalender.

In den ältesten Zeiten des alten Rom hatte das Fahr nur 10 Monate, erst später wurden noch weitere zwei Monate hinzugefügt, und zwar als elfter und zwölfter Monat der Januarius und der Februarius. Ter Januar, der dem Gotte Janus geweiht war, hatte im altrömischeu Ka­lender '29 Tage und stand demnach nicht am Anfang des Jahres, sondern war der vorletzte Monat. Erst durch die Kalenderreform Julius Casars wurde der Januar zum ersten Monat des Jahres. Zugleich erhielt dieser Monat damit auch 31 Tage. Der Grund, warum Julius Cäsar das Jahr mit dein 1. Januar beginnen ließ, dürste darin zu suchen sein, daß an diesem Tage die Konsul» in ihr jAmt eingesetzt wurden. Nach den von Karl d«n Großen verfügten Anordnnngen sollte der Januar in Deutschland Wintar- manoth genannt werden. Doch hat sich diese Bezeichnung nicht allzulange erhalten Im Mittelallcr wurde der Jannar im deutschen Sprachgebiet Jenner oder Jänner genannt, und im Bolksmuude kamen fiir diesen Neonat Bezeichnungen, wie Großer Hornung, Frostmonat, Hardinond, Hartung ans. Während der großen französischen Revolution wurde durch Beschluß des Konvents vom 24. Noveinber 1793 ein ganz neuer Kalender eingefiihrt. Zwar blieben dabei die zwölf Monate bestehen, aber sie erhielten ganz andere Namen. Auch begann das Jahr in diesem neuen Kalender der französischen Republik mit dem 22. September. So mußte der Januar im gewöhnlichen Kalender bei diesem republikanischen Kalender in den vierten und fünften Monat fallen. Die Tage bis zum 19. Januar sielen in den Monat Nivösc oder Schneemonat, die bis zum Ende in den Monat Plnviöje oder in den Regenmonat. Tie Tage nehmen im Januar um eine Stunde 14 Minuten zu. Am 1. Januar geht die Sonne nach mitteleuropäischer Zeit um 8 Uhr 14 Minuten aus und um 3 Uhr 53 Minuten uitter, und am 31. Januar geht sie um 7 Uhr 47 Minuten auf und geht um 4 Uhr 40 Minuten unter.

** Der Silvesterfeier werden in diesem Jahre von den Verhältnissen ruhigere Bahnen vorgeschrieben, als es sonst gemeinhin üblich ist. Tie weltgeschichtliche Be­deutung dieser Jahreswende erheischt von einem jeden ruhige und würdige Haltung, und zum tiefen Ernste der Stunde würde es gar schlecht passen, wenn eiuzetne in den gewohnten Silvesterunfug verfallen und ein Einschreiten der Polizeibehörde nötig machen würden. Bon den maß­gebenden Stetten ist denn auch nachdrücklich davor gewarnt worden, in diesem Jahre einen Mißklang in die Silvester­nacht zu ttagen, und es darf die Hoffnung ausgesprochen werden, daß diese Mahnung Widerhall findet, Namentlich gehört hierhin auch der Unfug mit Feuerwerk, und es kann nicht schaden, wenn noch einmal daran erinnert wird; daß Fenerwerkstörper an Personen unter sechzehn Jahren unter keinen Umständen abgegeben werden dürfen.

** AmtlichePersonalnachricht. In den Ruhe­stand versetzt wurde am 2. Dezember d. I. der Lehrer Jo­hannes Döring zu Windhausen, Kreis Alsf^d, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, »nt Wirsting vom 16. Dezember 1014 an. Die Großherzogin hat ihm die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

** Weihnachten bei Den 116ern. Dem Feldpost­brief eines aktiven I16erS, der die weite-Reise in dretTagen gemacht hat (da sage noch einer etwas gegen die Feldpost), entnehmen wir folgendes:

Ich wollte euch ja etwas Besonderes erzählen, und da will ich euch vom Weihnachtsabend der Kompagnie berichten. Wir waren zu unserer Freude am 23. abends nach 3 Tagen im Schützengraben abgelöst worden und hatten nun unsererseits Aus­sicht auf eine dreitägige Rulie, falls die Frairzosen nicht gerade damik rcchnclcn, uns am Weihnachtsabend unvorbereitet zu finden und die Gelegenheit zu einem Durchbruch zu benutze». Sie haben es übrigens nicht getan, trotzdem werdcn wir auch am 'Abend des l. Wcibnachlstages aus der Hut sein. Nun aber weiter. Zahllose Liebesgaben wurden im Laufe des Nachmittags aus Kisten geholt und auf einem großen Tische aus- gebreitct, fast alles Tinge, die das Auge erfreuten: Zigarren- und Zigaretlentafchen in einfacher und schöner Rnssührnng auch ich habe eine neue für meine, die feit dem Gerecht bei Antrecourt mitsamt meinem Tornister verschwand, Streichholzschachteln, Selbstzündcr, Tabaksbeutel, Stuuimelpsciseu, Mundharniouikas, 'Notizbücher, Bleististc. Der Kaiser hatte jedem Manne in seinem Regiment eine Tafel Sckzokolade mit seinem Bilde und

eine Kiste Zigarren bestimmt, für jede -Korporalschaft sollte noch

eine große Kiste mit Paketen des verschiedensten Inhalts zur Verteilung kommen; ein reizeirdes Bild der Großhcrzoglichen Familie hatte unser Landesherr jedem seiner Kriegskameraden gewidmet: alles freute sich auf de» Bcscherabend: da kam um 6 Uhr der Befehl: Um 7 U h r i st d i e K o m p a g n i e m a r s ch - 1 bereit. Wir hatten hinter der vorderen Linie einen Reserve- j graben auszuheben- Obwohl alles mit einer Störung gerechnet : hatte, war man doch im ersten Augenblick betroffen. Aber m>t der Schnelligkeit, mit der sich der Soldat im Kriege in alles i findet, wurde auch diese unangenehme Empfindung überwunden, «chnell wurde gegessen, iimgcfchnallk, der gerollte Mantel uu>- gehängt, das Gewehr übergenommen und los ging cs in die mondhelle Nacht. Tic anmarschierende Kompagnie wurde vor, ein paar Zufalls-Schrapnells begrüßt, die unschädlich über die Köpfe weggingcn. Dann ging's statt an die Arbeit, die viel schneller als man erwartet hatte, zu Ende um. Um 11 Uhr war man schon wieder zu Hause, und so gab es doch noch eine Feier, zwar nicht der ganzen Kompagnie, aber wenigstens der Korporal schäften unter sich. Ich besuchte die Korporalschasten meines Zuges und hatte dabei die Empfindung, daß gerade in diesem , kleineren Kreise von etwa 20 Mann, die unter sich wieder mehr ZusammengehürigkeftSgesühl haben, und die sich im engeren Raume unter cineni kleinen Baume vereinen, mehr Weihe vor­handen ist, als sie in der ganzen Kompagnie möglich ist. In der einen Ecke eines lasrggezogencn Kellers, der so niedrig ist, daß man sich ittcht darin aufrecht halten kann, stand auf einem Tische der Baum, ringsum saßen wir aus Kisten, Balken oder der Keller­treppe. Der Korporalschaftssührer hotte aus der Kiste Paket ans Paket hervor, immer höher wurde der Berg der Gaben unter dem Baume, die nacheinander, von strahlenden Blicken verfolgt, der Kiste entstiegen. Endlich war diese leer, und nun erklangen zur MundharmonikaStilje Nacht" und die Weisen manches schönen Volksliedes. Bei aller Weihe, die über dem Ganzen lag, wollte eine wehmütige Heimwehsttmmung nicht aufkommen, vielmehr hatte der reckst, der meinte, daß unsere Lieben in der Heimat wohl nicht so vergnügt seiern würden, wie wir. Der nun folgenden prosaischen Verleitung entzog ich mich, um in der richtigen Stimmung zu bleiben. Ein danipsender Grog hielt die Zugführer noch bis 2 Uhr in traulicher Unterhaltung zu­sammen.

** Weih nachtsdank des Leib-Dragon er-Regi- in e n t s Nr. 2 4 Gedichtet von den Dragonern Kröü und Spangenberg der 2. Eskadron).

Wenn zn Hans Ench die Glocke von Siegen erzählt,

Habt Ihr Lichen, in Hoffen n»d Glauben gestählt,

Treu gedacht auch an »ns hier draußen.

Wenn ein eisiger Wind auch die Heimat durchlegt,

Euer Herz doch in warmem Empfinden sich regt In Gedanken an uns hier draußen.

Wenn die Gattin, die Mutter durchs Zimmerchen geht,

Wo der Vater, der Coh» einst in Frieden gelebt.

So gedenkt sie an uns hier draußen.

Wenn der Mond und die Sonne getreu halten Wacht,

Ein Augenpaar lucht sie in schweigender Nacht,

Ihr gedenkt dann an uns hier drallßen.

Wenli der Wcihliachtsbaum brennt, unser Weihnachtsidyll, Elire Gabe der Liebe »lls fageli hier will:

Ihr gedachtet an »ns hier draußen.

In der Seele erklingt es mit Dankbarkeit nach,

In der Heimat die Sieben zum Ehristkindleinslag Tie gedachten n» uns hier draußen.

Und der Liebe Gedeilken unifchmeichclt das Herz,

Es erhöhet die Freude, es bannet den Schiiierz.

Habt schön Tank drum ooi, uns hier draußen.^

** Neuiahrswünsche von hoher See. Folgen- dcn herzerfrischenden Neujahrsgruß von der Wasserkante bringen mir hiermit gern zur Kenntnis unserer Leser:

S. M. S. Seydlitz.

Wünsche meiner lieben Heimatstadt sowie demGieß. Anzeiger" ein recht frohes neues Jahr. Daß es ein stohes wird, dafür werdcn unser Herrgott, unsere Feldgrauen und wir sorgen.

Mit vielen Grüßen Ferdinand Link,

Oberheizer S. M. S. Sehdlitz.

** © t a b 111) c a t e t. Es konnte bisher etwa 2200 Verwun- wundctcn steter Eintritt zu den Vorstellungen gewährt werden. Die Vorstellungen des Ncujahrslages bringen eine Wiederholung des Programmcs des dritten Feiertags, nämlich für deii Nack>« mittag eine Wlederholung des KindermärchensAschenbrödel" und für den AbendWie einst im Mai", letztere Ausführung bei kleinen Preisen.

** Konzert im Philosophenwald. Nochmals sei aus das am Neüjahrstag, nachmittags 4 Uhr, im Philo sophenwald stattfindende große Wohltätigkeitskon­zert von Musikdirektor K r a u ß e hingewiesen.

** Generalversammlung der Ortskranken­kasse Gießen. In der gestrigen Versammlung waren etwa 50 Mitglieder des Ausschusses anwesend. Der Geschästssührer der Kasse, Fourier, verwies auf den den Ausschußmftgliedern be- händigten Geschäftsbericht für 1913.

Nach demselben zählte die Kasse im Jahre 1913 durch, schnittlich 504.5 männliche und 1555 weibliche, zusammen 6600 Mitglieder (gegen 6195 im Vorjahre)). Die Ge­samteinnahmen betrugen 245 656.39 Mk., die Ausgaben 239 120.14 Mark. Es wurden verausgabt: an Arztho n o rar 48582.38 (gegen 43 028.05 im Jahre vorher), an Arznei und sonstige Heilmittel 26 816.84 «hegen 24 830.46), an Krankengeld 84 071.04 (gegen 77 188.73), an Wöchnerinnenunter­stützung 2383.70 (gegen 2775.55), an Sterbegeld 2165.61 (gegen 4995.67), an Kur- und Verpflegungskosten in Krankenhäusern 22 205.61 (gegen 17 086.58), an Vcrw al­tungskosten 29 009.24 (gegen 26 962.62). Von den im Jahre 1913 bei der Landesversichernngsanstalt eingcreichten 53 Anträgen aus Heilverfahren wurden 29 genehmigt. Die Ortskrankenkasse trug zu den Kosten dieser Heilverfahren 2428.50 Mk. bei. Der Auf­wand der Kasse an Zahnersatz betrug 1071.25Mk. An Krank­heitsfällen verbunden mit Erwerbsunfähigkeit kamen 1913 3152 Fälle zur Anmeldung und zwar entfallen davon 2478 Fälle (2683) auf männliche und 674 (637) auf weibliche Mitglieder. Davon waren 1294 männliche und 483 weibliche Mitglieder aus der Stadt Gießen, 1184 männliche und 191 weibliche vom Land An Krankheitstagen waren in 1913 insgesamt 58 727 (gegen 53 185 imgZahre vorher) zu verzeichnen.

Der Geschäftsführer bemcrtte, daß der Vorstand der Kasse, da die durch die Reichsvrrsicherungsordmmg bttstngtcn Um­änderungen erst in 1914 ihre Erledigung sinden sollten, und durch den inzwischen ansgebrochenen Krieg teilweise noch in der Schwebe sich befänden, diesmal von einem ausführlichen Geschäftsbericht für lt) 14, wie er von der Verwaltung gern ausgearbeitet wäre, ab­gesehen habe, doch soll das Versäumte im Jahre 1915 nachgcholl werdcn. Aus den gleiche» Gründen hat die Verwaltung im Ein­verständnis mit der Vorgesetzten Aussiclstsbehürde davon abgesehen, einen Voranschlag für das lausende Rechnungsjahr 1914/15 vor- znlegcn Durch den Kttcg sind die Verhältnisse der Kasse unklar geworden, läßt sich die Zahl der Mitglieder, womit die Ein­nahme im Zusammenhang steht, nicht recht übersehen. Vorerst arbeitet die Kasse mit den Acrzten aus Änuid von in Rücksicht ans den ausgcbrochenen Krieg abgeschlossenen, sür die Kasse günstigen Verträge. Das Geschäftsjahr schlieft! nicht ungünstig ab. aber doch nicht so günstig, wie nian erwarte! hat, was in erhöhten Aus­gaben begründet ist. Die Versammlung genehmigte die vorgclcgte Rechnung für 1913 und erteilte die von den Revisoren beantragte Entlastung. Tie bisherigen Rechmingsprüscr wurden «iitittmmtj wiedcrgcwählt.

Der Geschäftsführer Fourier berichtete darauf über das N o t- gcsetz für das Krankenkassen wesen und übcrdie zu g e >v ä h r c n d c W ü ch n e r i» n c n h t t s c, welche dnru, den