Ausgabe 
29.12.1914
 
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** Prof. Heinrftch Willy Schmidt ist am ersten huachtsferertage einem schweren Leiden erlegen. Prof, midt, der am 27. Februar 1876 zu Erfurt geboren , studierte in Heidelberg und Göttingen. In Güttingen novierte er auch und bekleidete daselbst die Stelle eines sassistcnten am Physikalischen Institut der Universität, in kam er als Assistent ans gleicl-e Institut in Gießen, er sich im Sommcrseincster 1903 l)abilitiertr. Am Närz 1908 wurde er zum außerordentlichen Professor ließen ernannt. Fünf Jahre später folgte er dann einem e als ordentlicher Professor an die Bergakademie zu iberg in Sachsen. Prof. Schmidt hat sich namentlich den, Gebiet der Erforschung der Radioaktivität n Namen gemacht und ist mit einer großen Menge von eiten über dieses Gebiet bahnbrccl^cnd vorgcgangen. rt Leiden zwang ihn leider bald, die ncugegründetc Pro- >r für Radioaktivität, für die man ihn auserfchen hatte, rer niederzulegen.

** Auszeichnung. Tcm Königl. Rangiermeister l Krämer, Bahnhof Gießen, wurde voni Kaiser das nnerungszeichen für 25jährige treue Dienstzeit verliehen. "Die he 11 i jd) e Tapferkeit-medaill« erb eit fer feldwebel Gtnsbeiiner im Infanterie-Regiment Nr. 116, chinengewehr-Kompagnie. Er ist bereits Ritter des Eisernrii >zes.

** Bekleidung des Landsturms. Nach einer Handelskammer in Gießen von zuständiger Stelle zu- angenen Mitteilung wird auch der L a n d st u r m mit grauen Felduniforin ausgestattet iverdcn, soweit den Bekleidmigsämtern für diesen Zweck blaues Tuch rt mehr vorhanden ist. Insbesondere werde die graue dbekleidung bei Nachbeschaffungcn für die aus dein egsschauplatzc besindlichen Landsturmtruppcn in Frage tmen.

** Die Zahl der verwundeten deutschen ldaten, die in Gießener Lazaretten und Anstalten lung sindcn, beläuft sich augenblicklich mts rmid 1000.

: verfügbare Raum für Berwundctc in Gießen ist aus

0 Mmin bemessen und war schon wiederholt vollkommen Pt.

Die Kriegergräber auf dein Friedhof am vberg waren an den Feiertagen von unserer Bevölkc- tg stark besucht. Bisher ruhen dort in kühler Erde deutsche Krieger, 14 Franzosen, 1 Belgier und 3 Rus- Tic Grabstätten der Angehörigen der feindlichen Staa sind jetzt nrit Tanneirreisig abgedcckt.

** Der Berbandraum a ii u n s e r m Bahnhof, sich bisher im Warteraum 3. Klasse befand, mußte vor ihnachtcn auf Veranlassung der Königl. Eisenbahndirek-

1 geräumt iverden. Der Inhaber des Bahnhofs-Restau- ts, Herr Nie mann, hat sich nun bereit erklärt, den Speisesaal dienenden Raum, der einen direkten Zugang t Bahnsteig ans hat, dem Roten Kreuz zur Ver- ung zu stellen, und cS sind Verhandlungen im Gange, erwarten lassen, daß im nächsten Jahre die Verband^ ion am Bahnhof wieder eröffnet werden hin». Die umc des F ü r st e n p o v i l l o tt s am Bahnhof für ecke einer Verbandstation herzugeben, fjat sich die Eiscn- mbehörde nicht entschließen können.

Starker Sturm bildet augenblicklich die Ab- chslung in dcni uns an den Weihnachtstagcn von Frost terbrochencn Regencincrlei der letzten Wochen. Aus den schiedcnstcn Gegenden des Reiches kommen Meldungen i Schäden, die der wilde Geselle namentlich an den Fern- cchlcitungcn angcrichtel hat.

** O b e r h c s s is che r Kunst der ein. Bei der am l. M. vorgenommencn Verlosung von Anrechtscheinen f Kunstwerke fielen folgende Gewinne aus nachbenanntc tgliedcr des Kunstvereinst Gewinn Nr. 1 im Werte von 1 Mk. auf Geschwister Gutslcisch, Gewinn Nr. 2 im rte von 100 Mk. aus Fabrikant Hermann E i ch e n a u c r, winn Nr.3 im Werte von 100 Mk. auf Rechtsanwalt S p o h r, Gewinn Nr. 4 im Werte von 50 Mk. auf Sani- srat Tr. T i ck o r e - Lollar, Gewinn Nr. 5 im Werte von Mk. auf Geh. Hofrat Professor Dr. Netto.

** Die Ausstcllungslottcrie. Die glück- chen Gewinner der Hauptgewinne der Ausstelluiigs- ttcrie sind bisher nur teilweise ermittelt worden. Ter sie Geivinn, eine 4-Zimmcreinrichtung, ist eincnt Bäucr- n in der Gegend bei Vilbel zugcsallcn. Für den zweiten mptgewinn hat sich der Gewinner bisher nicht gemeldet, cn dritten Gewinn, im Barwert von 800 Mark, hat ein ießencr Gastwirt, der das Los gemeinsam mit einem aste gespielt hat, erhalten.

** Eine wohlgemeinte Warnung bittet uns Polizeiverwaltung mitzuteilen: Obgleich es als selbst- rstündlich erscheint, daß mit Rücksicht auf den Ernst der ät in der diesjährigen Silvesternacht die sonst üb- he Sckiießerei. sowie das Schreien und Lärmen auf den trafen zu unterbleiben hat, fei doch ganz besonders darauf ngewiesen. Soviel wir übrigens hören, hat die Schutz- annschaft Anweisung erhalten, ganz energisch gegen die chützcn und Schreier vorzugchen und Strafanzeigen zu er ben Zugleich sei noch darauf aufmerksam geinacht, daß Verkauf von Fe u e r werks r p e rn an Personen iter 16 Jahren verboten ist und Zuwiderhandelnde istraf- izeigc zu geivärtigcn haben.

Landkreis Gießen, r. Londorf, 28. Tez. Gestern hielt der Spar- und

0 r > ch u ß v e r c i nRabenau" eine außerordentliche e» e r a l v e r I a in in l u u g ab. Bevor zur Tagesordnung qe- iritleu wurde, gedachte mau durch Erheben von den Sitzen des iilgründers und langjährigen Tireklors des Vereins, Herrn Heinr.

1 i u k e l l, a u s, welcher im Oktober l. Fs. gestorben ist. Bei der enivahl des Tirektors wurde Herr Johs. Berlin Hl. von hier uvählt.

KrciS Friedbrrg.

O Butzbach, 28. Tez. Vor etwa acht Tagen sammelte in jeder- Weisel ein junger Manu Gelder, angeblich kur die erwundeteu in Friedberg. Er trug die feldgraue Nuiforni eines inzier-Stelloertreters und zeigte ein Schriftstück vor, welches die erechtiguna zu»i Sanimelu der Gelder bescheinigte, die Unter lfrift des Balaillonskouiuiandeur? in Fricdberg und Stempel trug.

0 kam er auch in die Wohnung eines in Butzbach bediensteten 'erichlsbeainteu. Diefem kam die Sache doch etwas verdächtig or, und er teilte der OrlSvolizeibehörde sein« Beruiuliuig, daß in er Unilorm ein Gauner stecke, mit. AlS die Polizei erschien, gab er Schwindler guerseldein Fersengeld, die Polizei und etwa dreißig erfoueu hinter ihm her. Nach einem kralligen Daucrlaui holte >au ihn dann auch ein. Tie AnsweiSpapiere Halle er inzwijchen ernichlet. Auf dem Polizeiamt gestand er seine Schuld ein. Er

1 verheiratet, Hobe Kinder, sei brotlos mid habe sich auf diese Weife leid verfchasien wollen. Darauf wurde die Gendarmerie in Butz- ach verständigt, den Gauner abznholen. Doch dieser dachte die tiiknnft der Gendarmerie nicht abwarlen zu können. Er benutzte ine günstige Gelegenheit und kniff zutn zweiten Male ans, diesmal üt Erfolg

Stairenburg und Rhrtnhcsseu.

O Darmstadt, 28. Dez. In sämtlichen Kriegslaza­rett c n Darmstadts ist die Weihnachtsfeier und -Bescherung in

schöner und erhebender Weise begangen worden. Durch besondere Fürsorge der Groß Herzogin war veranlaßt worden, daß allen deutschen Verwundeten gleichmäßig Weihnachtsgaben zugesührl würden und zwar neben dem üblichen großen Teller mit Äepscl, Nüssen und Psesferkuchen durchweg praktische, den Wünschen der Einzelnen entsprechende Sachen, so daß allen damit eine wirkliche Freude bereitet werden konnte. Der am Dienstag für kurze Zeit aus dem Felde zurückgekehrte Groß her zog wohnte mit der Großherzogin mehreren dieser Wechnachtsseieni persönlich bei, zunächst der Feier im Garnisonlazarett, woselbst aus einer langen Gabentasel 6 reichgeschmückle Christbäume strahlten, Reben mehrfachen Gesängen und musikalischen Vorträgen hielten der katho­lische mid der evangelische Geistliche erbauliche Ansprachen an die Versammellen und nach dem gemeinsamen Weihnachlsgesaug:O du fröhliche, o du selige" folgte die Verteilung der Gaben. Ten hier uittcrgrbrachten 80 französischen Verwundelen hielt der Kaplan gleichfalls eine kurze Ansprache. In dem als Rrservelazarett II ein­gerichteten städtischen Saalbau erschien das Großherzogspaar mit den beiden jungen Prinzen. Hier hielt nach gemein- iamem Weihnachtsgesang und Gesangs- und Musikvorträgen Prälat 0. Tr. Flöring eine tief cinpsundene Festan­sprache und später richtete auch Kaplan Jung Worte der Erbauung an die verwundeten Krieger. Das Groß- heizogspaar nahni darnach auch iroch an der Weihnachtsseier im Refervelazarett III (Seuchrnlazarett) auf dem Exerzierplatz teil. Besouders feierlich war auch das Weihnachtsfest am Heiligabend in der Technischen Hochschule, deren neu erbauter Ostflügel eben­falls zu einem großen Lazarett eingerichtet ist. Tort erfreute die etwa 120 verivundcten Soldaten, die Pflegerinnen und Sani- tätsmannschaflen, sowie die Gabenspender nach gemeinsamem Weih­nachtslied und Gesangsvorträgen eines Mädchenchors Pfarrer R ü ck e r t mit liturgischer Andacht und einer ergreifenden Fest­ansprache, an die sich nach einem gemeinsamen Gesang desO du fröhliche, o du selige" im Rauchsaal die Bescherung anschloß. Während dieser nahm einer der Berwuicheten, der Sohn des Ober­musikmeisters Hauske vom Leibgarde-Regime» l 115. Gelegenheit zu einer kernigen Ansprache, in der er bedauerte, das frohe Weih- nachtsfest nicht draußen im Felde bei den Kameraden vcrbrin gen zu könneit, aber itamens seiner verwundeten Kameraden die Versicherung abgab, daß sie alle sofort nach ihrer Genesung gern und freudig wieder ins Feld ziehen und für unser teueres Vater­land kämpfen würden. Tie echt vaterländischen Worte des jungen Kriegers machten auf alle Anwesenden einen tiescn, herzersreuen­den Eindruck. Ten hier noch untergebrachten 48 französischen Ver­wundeten, 3 Offizieren und 2 Engländern, wurden in ihren Sälen ebenfalls Christbäume angezündet. Auch in ben anderen La­zaretten wurde der Weihnachts-Heiligabend mit Festansprachen und Bescherung begangen.

Hessen-Nassau.

b. Biedenkopf, 28. Tez Für die Notleidenden in Ostpreußen sind in der Sammelüelle des .Hinterländer An­zeigers" b,z jetzt 48lN,l2 Alk. emaeangeii.

h. Cronberg, 28. Dez. Seit dem Jahre 1911 wurden die weitbekannten Edelkastanienhaine Cronbergs und der fernsten Umgebung durch ein massenhaftes Ab st erben der Bäume aufs schwerste gefährdet. Die Stadt betraute mit der Unter­suchung der rätselhaften Erscheinung eine Anzahl Fachgelehrte, wie Professor F a l ck - Münden, Professor Weber-Gießen, Oberförster K r n t i n e - Heidelberg, Dr. Lüster- Geisenheim und Geheimrat Schenk- Darmstadt. Das abschließende Urteil liegt jetzt vor. Während ein Herr die Ursache ans die Tintenkrankheit zurückiührt, sprachen sich die übrigen Gutachter dahin aus, daß die Erscheinung ni den F r ü h l i n g s f r ö st e n von 1908 und der langen Trockenzeit von 1911 zu suchen ist. Nunmehr ist erfreulicher Stillstand in dem Absterben eingetrcten. Pro­fessor F a l ck und Prof. Weber haben auch neuerdings noch Untersuchungen angcstellt. Das Gutachten hierüber ist durch die Wiesbadener Regierung dem preußischen Ministerium mit dem Ersuchen vorgelegt worden, auch staatlicherseits die für den Tau­nus, wie für alle Gebiete mit Kastanienpslanzungen so wichtige Frage studieren zu lassen. Zu den Kosten der Untersuchung im Taunus stellte Herr von Quaita 1000 Mark zur Verfügung.

Verlustliste.

Reserve-Infanterie Regiment Rr. 222, Gießen.

Beaucanips vom 30. Okl. bis 2. Nov., Le Maisnil vom 3. bis 20., Pont de Pierre ani 8. und 9., Fromelles am 10. und 11. und Anders vom 11. bis 17. Nov. 1914.

Musk. Wilh. Schneider sl.Kompü, Niederramstadt. Tarmstadt, tot. Musk. Otto Jos. Nahrgang (2. Komp.), Niederkleen, Kirch- hain, toi. Musk. Gustav Schauß (2. Komp.), Wetzlar, tot.

3. Kompagnie: Uffz. Hans Kilbinger, Gießen, schvw. Musk. Andreas Schmidt VI. Pfordt, Lauterbach, Ivw. Musk.

ritz Reinhardt, Gonterskirchen, Schotten, lvw. Musk. Karl otz, Volpertshausen, Wetzlar, lvw. Gcsr. Heinrich Hämisch, Neuwied, schvw.

4. Kompagnie: Musk. Max Grünewald, Gießen, lvw. Musk. Friedrich Hcndrich, Gießen, lvw. Musk. Heinrich Jung I., Staufenberg, Gießen, lvw. Musk. Reinhard Tröllcr, Lauter, Gießen, lviv. Musk. Christian Schmidt, Vilbel, lvw.

5. Kompagnie. Musk. Peter Zewe, Gemesweiler, lvw. Krgsfr. Phil. Gricser, BenSheim a. Bergstraße, schwv. Ers - Res. Ernst Wehrhein, Cronberg, schwv. Eis.-Res. Josef Götzin- ger, Wiesbach, Ottweiler, lv. Ers.-Res. Anton Fobbe (6. Komp.), O.-Marsberg, Brilon, lv.

7. Kompagnie. Ers.-Res. Johann Adami, Münchwald, Kreuznach, lv. Ers.-Res. Johann Houptmann, Nninkirchen, lv.

Ersatz-Reservist Otto Weber, Kusel, Pfalz, leichtverwundet.

Ers.-Res. Jacob Mittermüller, Neunkirchen, lv. Krgsfr. Walter Grube (8. Komp.), Neudorf, Anhalt, lv.- Ers.-Res. Herrn. Althofs (8. Komp.), Lenhausen, Meschede, gefallen.

vanvcl.

Metallgesellschast Frankfurt a. M. Der Aul­sichtsrat hat befchlosseo, der am 29. Dezember statlsindenden Haiivtverfammlung die Verteilimg einer Dividende von If> Proz. (i. V. 20 Proz.1 vorzufchlaqen, bei einer Erhöhung des Vortrags um etwa 2 Millionen Mark.

Märttt.

le. Wiesbaden, 29. Dez. He»- und Strohmarkt.

Am heutigen Heu- und Strohmarkt war nickfts angefahren.

Briefkasten -er Be-aktion.

iAnonyme Anfragen bleiben uuberückfichttgta Rach Eberftadt. Wir habe» schon unzählige Male erklärt,

daß und warum wir nicht alle uns zugelandleii Gedichte verösfent» lichen können. Auch in dem Fall, um den es sich hier handelt, lranen wir den Beleiliglen soviel Einsicht zu, daß sie diese Gründe verstehen und ihrer Zeitung nicht gleich untren werden, wenn sie mal ein Gedicht nicht anfnebmen kann. Sie dürfen ri hig an­nehmen, daß es sich zur Veröffentlichung tatsächlich nicht eignete

Amtlicher Wetterbericht.

Oessentlicher Wetterdienst, Gießen. Wctterausfichten in Hessen am Mittwoch, den 30. Tez. 1014: Wolkig, zeitweise Niederschläge, südwestliche Winde, keine wesenl- stche Temveraluränderiing.

Letzte Nachrichten.

Der Kampf an der Pser.

Berlin, 29. Dez. Der Kampf an der Pscr ist über- einstimmetfden Berichten des Berl. Tageblattes uird der

Boss. Zeitung zufolge zurzeit heftiger als in der ganzen Kriegszeit. Ein Offizier der Verbündeten sagte einem Korrc spondenten: wir müssen jetzt vorrücken, koste cs, was cs wolle. Die Verluste auf Seiten der Verbün­deten seien ungeheuer groß.

F o u r n e s beschossen.

Berlin, 29. Dez. Nach einer Meldung derTimes" aus London halten die Deutschen an Weihnachten eine Stunde lang Fournes, das Hanptsiuarticr der bei gischen Armee, beschossen.

Indische Truppentransporte.

Mailand, 29. Dez. Tic Mannschaft des von New Bork in San Rcmo eingetrofscnen DampsersAssyri" be richtet, das: gestern in Marseille 25 Dampfer indische Truppen gelandet haben, die zunächst im Park Bvrele untergebracht fverden, damit sic sich an das europäisch. Klima gewöhnen.

Neue Zweidecker im französischen Heere?

Rom, 29. Dez. In dem französischen Heer sind nach einer Pariser Meldung neue Zweidecker mit besonders starken Schcinw eisern eingeführt worden. Die Flieger seien von den neuen Flugzeugen, deren Maschinen ausgezeichnet sunktionic- ren, entzückt.

Französisches Zu rückgehen in Marokko.

Gen s, 29. Dez. Die Havas-Agenkur meldet den schweize rischen Zeitungen, daß die französische Regierung den Oberbefehls­haber der französischen Truppen in Marokko ermächtigt habe, die Ltädle lldscha, Tasa und Meknes zu räumen.

Gouvcrneurwechsel in Rußland.

Stockholm, 29. Tez. Ter Gouverneur von L i v -

l a n o ist wegen seiner angeblichen deutschfreundlichen Ge­sinnung seines Amtes enthoben worden. Der bisherige Gouverneur von Lublin ist an seiner Stelle ernannt worden.

Schlittschuhe.

Berlin, 29. Dez. Die Verbündeten haben in der holländischen Provinz Friesland 25000 Paar Schlittschuhe bestellt, die direkt geliefert werden sollen.

Das Urteil gegen den Konsul Ahlers.

Rotterdam, 29. Dez. Das Urteil gegen den frühe­ren deutschen Konsul Ahlers in Sunderland, der bekannt lich zum Tode verurteilt worden war, ist auch in letzter Instanz kassiert worden. Der Konsul wurde von der Alilitärbchörde aufgefordert, sich nach dem Süden Eng­lands zu begeben.

Hindenburg-Ehrnng der Stadt Stettin.

Stettin, 28. Dez. Magistrat und Stadtverordneten­versammlung der Stadl Stettin haben an Gcneralfeld- marschall v. Hindenburg ein Schreiben gerichtet, lvorin es heißt: Tie Stadtverwaltung von Stettin hat beschlossen, zur Hindenbiirg-Spendc für das deutsche Osthecr einen Be­trag von 30000 Mk. zu^leisten und einen 30 Meter breiten, Ihr Kilometer langen Straßenzng, der einen die Stadt von ihren Industrie- und volkreichen nördlichen Vorstädten trennenden Talgrnnd für die Erbanung erschließt, Hinden- burgstraßc, und eine dicht daneben liegende monumental gebaute DoppelvolksschuleHindenburgschulc" zu nennen.

Sammlungen zugunsten des Roten Halb- m o n d e s.

Berlin, 29. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) DieNordd. Allg. Ztg." meldet: lim die Gefühle der Zusammengehörig­keit des deutschen Volkes mit dem osmanischen Reiche im Kampf gegen die gemeinsamen Feinde auch auf dem Gebiete der Liebestätigkeit Ausdruck zu verleihen, ftt ein deutsches Hilfskomitee zum Zwecke von Samm­lungen zugunsten des Roten .Halbmondes in der Bil­dung begriffen. Der Kaiser hat für diesen Zweck 10 000 Mark gestiftet und davon unmittelbar dem Sultan Kenntnis gegeben. Es sind weiter von dem Stadtrat in Dresden 5000 Mark und von dein städtischen Kricgsfürsorge- ausschuß in Leipzig 1500 Mark gespendet worden. Der Reichskanzler hat das Ehrenpräsidium übernommen. Die Vorarbeiten liegen in den Händen des Fürsten Hatzfeld, Herzogs zu Trachenberg, des Präsidenten des deutschen Reichstags Dr. Kaempf und des Generalkonsuls v. Koch.

Eine gute Stimme aus Chile.

Berlin, 29. Dez. Tie von Lsfizieren der chilenischen Armee redigierte Gazette Militaire in Santiago de Chile ver-- össentlichl eine Sympathiekundgebung für Deutschlmrd, in wel­cher der Dankbarkeit Ausdruck gegeben wird für den Empfang inert- voller Lehren im öffentlichen und privaten Leben. In dem Heizen eines jeden Clfilenen sei die Ueberzeugung eingewurzelt, daß, wenn das Vaterland von irgend einem amerikanischen oder europäischen Staate bedroht werden würde, das mächtige Teutsche Reick: Chile sofort unter seinen Schutz nehmen würde. Außer dieser Tankbarkeit schulde man auch der spartanischen Tapferkeit Deutschlands Bewunderung.

vlea Hermann Steingoetter.

Dienstag, 29. Dez. 1914 abends 8 Uhr

7. Dienstag-Abonn.-Vorsiell. Gcwöbnl.Preiielerinäffigif Neuheit! Neuheit:

Der Schlagbanm

BolkSluftfviel in 4 Akten v. Heinrich Lee.

Ende gegen 11 Uhr. Freitag, den 1. Ja». 191.'»

nachmittags 3V, Uhr Volks-PreiseI Volks-Preise! Kindervorstellung

Aschenbrödel

WcihnachlSkomüdie mit Ge­sang und Tanz in 0 Bildern von C. A. Görner.

Ende 6 Uhr.

Abends VI, Uhr Kleine Preise! Kleine Prelstl

Wie einst im Mai

Posse mit Gesang und Tan; in 4 Bildern v. Rudolf Ber- > uaiier u. Rudvlvb Schanzer. Musik von Waller Kollo und Will» Brcdfchneider. Ende 10-5 Uhr. Doldaf en vom Feldwebel ab' iväris zahlen bei allen Bor- flcllungeii auj2-u.3. Parkett nur halbe Preise. U2032O

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