«ino folüjf GtskaltlMtz der 'JJibiwidiie imtmittu' ji*i, die höchst« iteiftung.^f&btflTeit hu bewahren, lueldK Uwgrnrn« berechtigten Selbständigkeitsbestredungeii Rechnung trage und dennoch die Euisjeit der Gefühle und Bestrebungen verbürge, ätrns TibAa erklärte schließlich, er glaube de» Gefühlen aller Ausdruck Kr geben, wenn er sagst. das in Strömen vergossene Blut werde für die ungarische Station Früchte tragen. Der Kamps werde ohne Eriiiatten und ohne Klein- iiiiittgieit fortgesetzt werden müssen, bis die Bedingungen der künftigen Sicherheit für die ungarisckfe Nation geschaffen .'sind.
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Zur Niederlage der Russen bei Homonna.
- WTB. ) Budapest, 30. Nov. (Nichtamtlich.) Nach Berichten, die hier an amtlichen Stellen cingetrofsen sind, war die Niederlage der Russen in dem Gefecht bei Homvnna noch viel größer als anfänglich angenvmnien wurde. Unsere Truppen hatten die russische Stellung an beiden Flügeln uiw- fgßi und einen doppelten Flankenangriff gegen sie gerichtet. Das Feuer unserer Artillerie brachte den Russen schreckliche Verluste bei. Der bravouröse Sturmangriff der Fnßtruppen war so unwiderstehlich, daß der Feind eiligst den Rückzug antreten mußte. Während des Rückzuges wurden die Russen von unseren Geschützen mit einem Hagel von Schrap- nellfchüssen verfolgt. Neben 1500 Gefangenen verloren dw Russen in diesem Kampfe Tausende Tote und Verwundete. In dem Komitat Ung drangen die Russen nur ivenig über die Grenze, da sich ihnen sofort eine überlegene Gruppe unserer, Kräfte entgegenstellte, der es sofort beim ersten Zusammen-- stoß gelang, den Feind zurückzuiocrscn. Die Verfolgung des Feindes jenseits der Grenze ist im Zuge. Von der Front langen unausgesetzt russische Gefangenentransporte an.
Ein weiterer Sieg der Oesterreicher in Serbien.
W i e n, 30. Nov. (WTB. Nichtamtlich .) Vom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gemeldet: 30. Nov. Auf dem südlichen Kriegsschauplatz dauern die Kämpfe an. :stestern wurde das hartnäckig verteidigte S u v o b o r, der Sattelpwrkt der Straße Baljevo — Cacal, nach heftigen Kämpfen erstürmt. Das Bataillon Nr. 70 zeichnete sich hierbei besonders aus; auch das Regiment Nr. 16 und das Landwehr-Regiment Nr. 23 haben sich in den letzten Tagen neuerdings hervorgetan. Gestern wurden insgesamt 125 4 Mann ge sangen genommen und 14 Maschinengewehre erbeutet. In llzice wurden viele Waffen und viel Munition vorgefunden.
AuS dem türkischen Hauptquartier.
Ko n st a n t i n o P e l, 30. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der amtliche Bericht aus dem Hauptquartier vom 20. Nov besagt: Die Russen, die wir am 22. November in der Umgebung von Doutai geschlagen und in nördlicher Richtung zurückgeworfen haben, halten, nachdem Verstärkungen bei ihnen etngetrosfen sind, gegenwärtig eine Stellung in der Nähe von Kilitsch-Geudcg. Unsere Truppen nehmen eine Stellung vor den feindlichen Linien ein.
Au» Heften.
Krim kampflosen Landtagcwahlen in Hessen.
rb. Darmstadt, 30. Nov. Der bekannte Plan, auf dseurrd einer gemeinsamen Berstänoigung aller politischen Marteren. wie dies auch in anderen Bundesstaaten geschehen ist, die demnächst ersorderlich werdenden Wahlen zur Zweiten Kammer ohne Kampf stattfinden zu lassen, ist leider enbgültiggescheiterl Bei einer gestern abend unter dem Vorsitz des Kammerpräsidenten Köhler ob gehaltenen Sitzung von Mitgliedern aller Parteien fand eine nochmalige eingehende Besprechung dieser Frage statt. Man war sieb im allgemeinen darüber einig, daß ein solches lleber- elnkommen nur unter der Wahrung des gegenwärtigen Besitzstandes und unter dern Gesichtspunkte erzielt werden könne, daß alle Parteien ihre weitergehenden Wünsche hinter dem Interesse der Sache zurücktreten ließen. Man wurde auch, was in der 14 Tage früher abgehaltenen Versammlung nicht der Fall gewesen »bar, darüber einig, daß in dem Wahlkreis Nauheim-Butzbach, den der parteilose Abgeordnete Ioutz vertritt, Wiederwahl stattfinden solle, >nährend frühere Vorschläge dahin gingen, in dem Kreise, in dem verschiedene Parteien stark vertreten sind, eine regelrechte Kampagne stattfinden zu lassen. Gestern erklärten aber die sozialdemokratischen Vertreter ganz im Gegensatz zu den früheren Vorschlägen des Abg. Ulrich zur allgemeinen Ueber- raschung in strikter Form, nur dann für die kampflose Wahl stinimen zu können, wenn eines der in Mainz in Betracht lammenden Landbagsmandatc ihrer Partei zugestanden irürde. Diese Forderung fand beli den Vertretern der andern Parteien entschiedenen Widerspruch, und da die Sozialdemokraten trotz aller Ermahnungen aus ihrer Forderung be- harrten, ging die Versammlung auseinander, ohne ein positives Ergebnis erreicht zu haben.
Aus dem Reiche.
Erweiterte Familieilunterftützungen.
Die „Nordü Allg. Ztg." kündigt folgendermaßen eine Erweiterung des Personenkreises für Familienunterstützungen an. Dir Reilbsrcgieruiig Hai neuerdings weitere Richtlinien bezüglich der Anwendung des Gesetzes vom 28. Februar 1888 üi der Fassung des Gesetzes vom 4. Llugust 1914 betreffend die Familienunber» stützungen aufgestellt und den Bundesregierungen zur Beachtung empfohlen. Es bandelt sich dabei um eine recht bedeutende Erweiterung des Personenkreises der Anspruchsberechtigten. Ueber iveüerc Ergänzungen schweben zurzeit noch Verhandlungen mit den beteiligten aintlichen Stellen. Im einzelnen seien aus dem iltund- schrciben iolgrndc Punkte hervorgehoben: 1. Im Falle der Bedürftigkeit sind auch an Stiefeltern, Stiefgeschwister und Stie fkinder der in den Dienst Eingetrcteneu Fmnilien- uraerstützuugcn zu gewähren, insofern sie von ihnen müerhalten wurden, oder das Unterhaltmigsbedürfnis erst nach dem erfolgten Di-cnstcintrüt hcrvorlrat. Unter denselben Voraussetzungen sind auch unehelichen, mit in die Ehe gebrachten Kindern eüier Edesrau Unterstützungen zu gewähren, mich wenn der Ehemann nicht ihr Barer ist. Elternlose Enkel der Ein berufenen sind den ehelichen Kindern der Emgctretencn gl eich zustellen; 2. Nicht nur den ,Familien der Mannschaften des Beurlaubtenstandes, sondern auch denpnnqe» aller übrigen im wehrpflichtigen Alter stehenden Mannschaften. welche infolge der kriegerischen Ereignisse nicht mehr in der Lage waren, in die Heimat zurückzukehren, sind im Fälle der 'öeMfcrftiflfett Und-rstätzungen zu gewähren, sofern glaubhaft gemacht wird, daß sie als Gefangene im feindlichen Ausland zurück gehalten weiden, wobei kein Unterschied M machen ist, ob sie vom Feinde als Kriegsgefangene oder als Zivil gefangene behandelt werden.
Tos Gleiche gilt bezüglich solcher Mannschaften, von denen gxmdhast gemacht wird, daß sic im Ausland, bei einem Marineoder Truppenteile zur Einstellung gelangt sind. 3. Gemäß 810 ttf. '- werden Unterstützungen, falls der in den Dienst Eingetretene nor seiner :kückkehr stirbt oder vermißt wird, solang« gewährt, bis tnr Xonnotiem, welcher er angehorte, auf den FricdcnSsust zurück- geiührt oder aufgelöst wird: insoweit pdoch den Hinterbliebenen
auf Grund des Gesetzes vom 17. Mai 1907 Bcwilliguithca gewährt werden, fallen die durch das Gesetz geregelten Unterstützungen fort. Diese Bestimmung ist so auszulegen, daß zwischen dem Fortfall der Familienunterslütziiilgen und dem wirklichen Bezüge der Hinterbliebenenrente eine Unterbrechung nicht eintreteii soll. Die Worte ,,gewährt werden" sind also gleichbedeutend mit den Worten „tatsächlich zur Auszahlung gelangen". Von der Anrech nung der vis zu diesem Zeitpunkte gewährten Familienimtcrstützun- gen ans die Hinterbliebenenbezüge ivird locgen der Schwierigkeit der Durchführung des Bersghrens abzusehen sein. Das Gleiche gilt, wcmi der in den Dienst Eingetretene infolge Verwundung oder Krankheit als selddienst- oder garnisondieustunsähig zur Entlassung kommt und ihni die Kriegsinvalidenrente zugesvrochcn ist. Wenn auch die unter Ziffer l bis 3 erwähnten Bewilligungen nicht ausdrücklich im Gesetz aufgcführt sind, lvird doch bei Erlaß des im 8 12 a. a. O. vorgesehenen Spezialgcsehes dafür Sorge getragen, daß die Bewilligungen in Höhe der in § 5 festgesetzten Mindestsätze den Lieferungsverbänden vom Reiche erstattet iverden.
Arrs Siavt rrnv Cond.
Gieße», 1. Dezeinber 1914.
Auf dem Felde der Ehre gefallen.
(Aus Hessen und den Nachbargebieten.)
Lehrer Philipp K i elser aus Mainz. — Leutnant d. Res. und Amtsrichter Heinr, W i n k e l st e r », 2. bayr. Feld-Art.-Rgt. — Lt, Friede! Kaiser, Fuß-Art.-Rgt. 9, a»S Darmstadt. — Landlvehrmann Phil. Fischer, Jns.-Rgt. 116, aus Darmstadt. — Rel. Anton Kromer, Jns.-Rgt. 168, ans WormS. — Scesoldat Phil Seibert, 1. See°Bat„ ans Gimbsheim. — Gest. d. Res. Karl Reisingcr, Jns.-Rgt. 118, ans Nieder-Jngelheim. — Land- wehrmann Ernst Elans, Jns.-Rgt. 168, ans Herbornseelbach. — Gest-, Heinr. Maar, Jns.-Rgt. 116, aus Homberg. — Gesr. d. Res. Karl Strack, Jns.-Rgt. 116, ans Homberg. — Landwehr»,. Gg. Krämer, Jns.-Rgt. 118, aus Offeubach a. M. — Res. Jakob Schneider, Jns.-Rgt. 116, aus Metzlar-Niedergirmes. — Res. August Schäfer, Pionier-Bat. 25, aus Philippstein. — M»Sk. Jak. Karl, Jns.-Rgt. 168, aus Ratzeusnrt. — Res. Ang. Tamm aus Frisch born. ,
** Der Kaiser beim 18. Armeekorps. Kurz vor seiner Abreise nach dem östlichen Kriegsschauplätze stattete der Kaiser dem 18. Armeekorps einen Besuch ab. In Begleitung des Kommandierenden Generals v. Schenck durchfuhr er die Reihen der tapferen Soldaten, die den obersten Kriegsherrn mit brausendem Jubel begrüßten. Später brachte der Kaiser, der außerordentlich frisch aussah, längere Zeit aus einem erhöhten Platze zu und beobachtete von hier die deutschen und feindlichen Schlachtlinien und einen Artilleriekampf. Beim Abschiede dankte er dem General für die tresf- lick>e Haltung der Truppen, die er gesehen habe, und bat den übrigen Formationen, die er nicht besuchen konnte, seinen kaiserlichen Dank und Gruß zu entbieten. Besonders dankte aber auch der Monarch dem General für die vorzüglichen Erfolge, die dieser mit dem Korps errungen habe. Unter stürmischen Kundgebungen der Truppen begab sich der Kaiser darauf mit seinem Gefolge in das Große Hauptquartier zurück,
** Geburtstagsfeier des Großherzogs in Feindesland. Dem Feldpostbriefe eines unserer braven Lan d stur mm ä nn e r in V. entnehmen wir folgende Schilderung über die Geburtstagsfeier nuferes im Felde stehenden Lau de s H err n: „Unsere Feier gestern abend war recht nett. Ein Saut in unserer Kaserne war gefegt und nftt Tairnengrün und deutschen und hessischen Fahnen sehr hübsch dekoriert worden. Das Fahnentuch hatten wir requiriert, d. h. die Franzosen mußten es bezahlen, unser Kompagnie Schneider fertigte die Fahnen, einige Leute, die sich darauf verstehen, schmückten die Wände. Die Tische wurden nftt Schirting überspannt, ein Klavier ivar herbeigeschafft worden, die elekttische Beleuchtung wurde in Ordnung gebracht, die Stadt mußte neue FiWöfen liefern, so wurde der Saal zu eiuem wirklich festlichen Raum. Sehr viele Offiziere nahmen an der Feier teil, auch mehrere Generale, darunter der Etappeninspekteur und sein Generatstabschef. Es gab ein Essen, bestehend aus einem guten deutschen Kartoffelsalat, kaltem Ausschnitt, nämlich Braten, Sck>inken, Leber- und Blutwurst, Butterbrot mit Käse und Sardinen. Doch sürsüich für ein Wendessen in Feindesland. An Wein und Bier fehlte es ebenfalls nicht. MUsikalisckis und deklamatorische Genüsse, höherer und iriederer Stufe, wechselten mit mehr oder weniger zündenden Ansprachen. Einer der Generale toastete auf den Kaiser, und da habe ich begriffen, was es heißt, Soldaten durch Worte zu höchster Begeisterung zu entflammen. Die mit einein außerordentlich markigen Organ und größtem soldatischen Schneid vor- getragene ttrrze Rede griff auch dem letzten bis ins innerste Mart. Da begriff ich, wie wertvoll eine solche Ansprache, im richtigen Augenblick gehalten, sein kann. Der Mann wirkte geradezu suggestiv. .Herr B., der in der 1. Kompagnie steht, die mit der 4. feierte, hielt zum Schluß eine Rede, in der er uns und allen deuffchen Soldaten den Schwur tun ließ, dem Kaiser zu seinem Wiegenfeste den Einzug in Paris als Gabe des deuffchen Heeres darzubringen."'
** Ritter des Eisernen Kreuzes. UM Wilhelm Bethge aus Herborn. — Fcldw.-Lt. Regierungsbau- meister A. Metzger, 1. Inf.-Landsturm-Bat. Friedberg, in Friedberg. — Bizefewtv. 5>. Res. u. Adjut. im Inf.-Regt. 81 Erdnuß aus Herbvrn. — Wachtmeister beim Garde-Train Heinr. h o s s m a n n aus Herborn. — Musk. Julius Kranz aus Neustadt bei Kirchlhain. —t August Schnittdiel aus Neustadt bei Kirchhain. — Kriegsfreiwilliger Carl Otto Endemann, 56. Jns.-Regt., aus Dillendurg; — Freiherr Cornelius von Hehl zu Herrnsheim, Rittmeister im 1. Garde- Drag.-Regt., aus Darmstadt. — Rechtsantualt Fr. Koch, Philipp Wiegand und Heinr. Jrle aus Büdingen im Friedberger Laudsturm-Bat. Lt. d. Res. Ernst Knorz aus Wetzlar. — Uffz. Lehrer Fritz H-ein, Res.-Futz-Art- Regt. 3, aus Oberwetz. -— Lt. jd. Res. Oberliehrer Jakob Kabel, Inf.-Regt. 118, aus Darmstadt. — Bizeseldw. Lehramtsassessor Herrnaun Schott, Res.-Inf.-Regt. 116, aus Darmstadt. — Schreibgehilfe Heinrich Koerschens aus Darmstadt. — Rittmeister .«reisamtmanu Dr. Probst aus Friedberg. — Nffz. Wrllh Dillemuth, Leibg.-Regt. 115, aus Bermuthshain. — Off.-Stelldertr. Pfarrer Happel aus Herbstein. — Uffz. Roßmann, Feld-Art.-Regt. 25, aus Frankenhausen. — Bizeseldw. Maas, Inf.-Regt. 118 aus Wornts. — Füsilier Müller, Postassistent Helm- reich und Lehrer Held aus Heubach. — Off.-Stellvertr. Blum aus Zwingenberg. — Prof. Dr. Grifft Friedber- ger-Berlm, .Htzgteniker beim 23. Reserve-Korps.
Die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt Leutnant und Kompngniestlhrer Helmuth Bock.
^"HessischeLehrerim Felde. Von den viele» rm Heer kämpfenden hessischen Lehrern häben bis jetzt 60 den Heldentod gefunden. 16 Lehrer erhielten für ihr tapferes Verhalten vor dem Feinde das Eiserne Kreuz.
** P oft- und Paketverkchr mit den Feldtruppen. Feldpostbriefe im Gewicht von mehr als 250bis 500Gramm werden voraussichtlich allmonatlich
einmal für die Dauer einer Woche ^gelassen werden. Eine lstrufigcre Zulassung ist nicht angäutzig. — Die Beförderung von Paketen dis zu 5 Kilogramm, neben den jeüerzerr durch Vermittlung der Ersatztruppenteile und Etappen bchörden zulässigen Sendungen, tvird nach einer zwischen der Post- und der Heeresleitung gettoffenen Vereinbarung gleichfalls tunlichst einmal monatlich für acht Tage zugetassen. Die Besffmmungen über die Beschaffenheit der Verpackung der Patete werden durch die Heeresverwaltung nach den Erfahrungen der beiden ersten Paketwvchen geregelt werden.
** Der Dank Elsaß-Lothringens. Auf die vor einigen Tagen erfolgte Absendung eines größeren Teiles der ^ Sammlung für die durch den Kckieg in Not geratenen Teile von Elsaß-Lothringen ist von dem Bürgermeister der Stadt Straßburg folgendes Schreiben eingegangen:
An den Herrn Oberbürgermeister der Stadt Gießen.
Sehr geehrter Herr Kollege!
Ich bin Ihnen von Herzen dankbar für Ihre tatkräftigen Bemühungen zur Linderung der Not in den durch den Krieg heimgesnchten Gebieten Elsaß-Lothringens und es har mir eine große Freude gemacht, aus Ihrem Schreiben voni 19. Noo. zu ersehen, welchen Erfolg die von Ihnen veranstaltete Samnltung bereits hatte. Ich bitte Sie, sehr geehrter Herr Kollege, allen denjenigen, welche sich an der Sam mlung beteilig! haben, meinen w ä r m st e n D a n k, den ich zugleich auch namens unserer Bevölkerung hiermit aus- preche, übermitteln zu wollen.
Mit kollegialer Hochachtung!
gez. Dr. Schwander, Bürgermeister.
** Anlage städtischer Gärten. Wie aus einer Bekanntmachnntz in der vorliegenden Nummer hervougeht, beabsichtigt inan einem Plane näherzutreten, der zum Gegenstände l>at, städtisches Gelände in dem Winkel Mischen Licher Straße und Bahnüberqantz in Gärten auszuteften und zu verpachten. Dre Landwirtschiafts-» deputatton ist geneigt, der 3tadtvervrdnereiwerscmmtlung eine dahingehende Vorlage zn machen, wünscht sich jedoch vorher darüber zn vergewissern, ob di« Nachfrage nach solchen Gärten die dafür aufzuwcndendcn Kosten rech t st : r li gt. In der erwähnten Bekanntmachung werden daher Liebhaber solcher Gärten aufgefordert, sich zn melden.
** Die Engländer im Korpsbezirk. Das stellvertretende Generalkommando des 18. Armeekorps teilt — für den Korpsbereich des 18. Armeekorps gültig — folgendes mit: Laut Deffügung des stellvertretenden Generalstabes müssen englische Staatsangehörige, die das Reichsgebiet verlassen wollen, entweder bis zum 6. Dezember 1914 oder am 6. Januar 1315 die Reise aussühren. Zwischen diesen Zertpunkten ist dic Ausreise verboten. — Gesuche um Ausreise zum 6. Dezember sind bei den Polizeipräsidien bezw. Kreis- oder Landratsämtern bis spätestens 2. Dezember 1914, mittags 42 Uhr, einznreichen.
Landkreis Gießen.
X Großcn-Buseck, 1. Dez. Dem Stellwerksobeffchlasser Geiß in Grünberg ist voni Großherzog die unkündbare Sin* ft e U ii n 8 verliehen worden.
# Großeir-Buseck, 30. Nov. Unsere Gemeinde bereitet für die Mannschaften, welche im Feld stehen, eine Weihnachts- bcscherung vor. Jeder einzelne unserer Krieger bekommt sein Weibnachtspaket, wrläws allettei Gegenstände enthält, die einem «Soldaten Freude machen können. — Die vor 3 Wochen gegründete Ing endwehr, Grohen-Bufeck, welche unter Leittmg des Wachtmeisters Glaub- Reiskirchen steht, hat sich über Erwarten für den Anfang gut entwickelt und zählt bereits 70 Mann. Tie vor 8 Tagen ansgeführtr effte Ucbuirg im Gelände erregte das lebhaft« Interesse mcht nur der daran beteiligten Jugend, sondern auch vielsach der Wien. In der Woche fanden 2 Jnstruktionsstunden statt welche ganz besonders dadurch auf die Jugend anziehend wirken, daß einige Unteroffiziere und Gefreite, die als Verwundete hier im Schloß liegen, als Instrukteure daran tellnahmen.
Kreis Laulerbach.
ff- B e r m u t s h a i n, 29, Nov. Der zweite Sohn des hiesigen Försters Dillemuth, der als Unterolfizier in der 11.Kompagnie des Jnsanterie-Regiments IIS diente, ist mit dem E i I e r n e n Kreuz ausgezeichnet worden. Dabei wurde er durch einen Bajonettstich an der einen Hand verwundet und bcftndet sich zurzeit in seiner Heimat zur Genesung. Der älteste Sohn des Försters Dillemuth, «benlalls Unteroffizier, befindet sich in französischer Gesangenschalt.
Kreis Friedberg.
% Frliedberg, 30. Noo. Die Gcwerbevercine des Kreises Frickbcrg beabsichtigen die Errichtung eines Kredrt- i n st i t n t c s für 5xnidwerker. Der Bezirksvcrbmrd wurde nirt der weiteren Verfolgung der Angelegenheit, die in den iveitesten Kreisen regem Interesse begegnet, betraut. — Jedem im Felde stehenden Mitglied« des Kreisgewerbevereins wird zu Weihnachten vom Bofflande eine Liebesgabensendmrg übermittelt. Starkenburg und Rheinhessen.
X Darmstadt, l. Dez. Am Samstag vormittag wurde auf der Kranichsteiner Straße in der Nähe des Karlhoses der Taglöhner Jakob Holmann aus Griesheim von einem Auto, ni o b i l überfahren. Der Verletzte wurde von der Rettungswache nach dem städtischen Krankenhaufe gebracht, wo nur fein Tod festgestellt werden konnte.
O Mainz, 30. Nov. In der Nacht zum Sonntag ist nach längerer Krankheit LandgerichtSdirektor Dr. Karl Georg Bocken- heim cr im Alter von 78Jahren gestorben. In ihm verliert der hefsifche Richterstand eine feiner Zierden, die GefchtchtSwissenfchast einen hervorragenden Vertreter, Der Verstorbene war Ehrenbttracr der Stadt Mainz.
Kreis Wetzlar.
X Wetzlar, 4, Dez. Schnell ihr Ziel erreicht hat eine Flaschenpost, welche von Angehörigen des Regiment- Msch- weüer auf ihrer Fahtt von Rordfrankreich nach — wo andershin am 25. Oktober ins Wasser geworfen wurde. Tie bett. Fellqwst. karte >var an di« Handfchuhfabttk Franz Terbeck hierselbst gerichtet und hatte laut „Wetzl. Anz." folgenden Inhalt: „An den Finder! Wir vom ResTRegt. — kamen beute, am 25. November 1914, morgens von Nordfoankreich ans der Turchsahrt durckz Deutsckiiland, Destimtmingsort unbekannt. Wir bitten den Finder, diese Karte der näctstlen Postanstall zu übergeben mit gefl. Angabe des Fundortes Und der Zell. Indem wir im vorrms danken, sind nur zn Gegendiensten gern bereit, Oskar Terbeck, Theo Wernberger, Steeg, Heinp, IDern, Heinrich Pmrscher, Will). Essel." — Die bett. Karte ist bereits mn 27. November, vorniittags 1k Uhr, von eineni Arbeiter der Gttte-Hostmrngshütte im fsthein- Herne-Kanal gesunden und seinem Ateffter übergeben worden. Letzterer, der Rohrmeister Paul Weth, Vofftandsmitglied des Ktteger- Vereins der Gute-Hostmmgshütte, hat die Karte zur Post gegeben und sic fft bereits am Samstag hier eingetrosfen,
Hessen-Nassau.
sj Marburg, 30. Nov. Eine bekannte Marburger Persönlichkeit, der 73 Jahre Me alleinstehende Ofenpntzer Wilhelnt Hermann genannt Büchse, entfernte sich vor einigen Tagen, iveil ihn die Stadt ft, einer AnstM unterbringen wollte. Gestern früh fand man die erstarrte Leiche des Mannes in einem Graben in der Nähe de- Bahnhofs.
□ Marburg, 30. Nob Als fr e iwttlli a er Ja g e r ins Feld gerückt ist der Schreinerlehrling Jakob ScKitz von hier, der im Alter von 15 Jahren und 5 Monaten steht. Der Baterlandsverteidiger, der bereits Gefreiter lvnrdc, ist allerdings von großer kräftiger Gestalt.


