nt. S i t tfi b a i n , 30. Nov. Eine erhebende Trauer- und <e> c b ä di t nt e f c t c r für seine im Kampfe für das Vaterland gefallenen Sangesbrüder Johannes Pitz und Konrod Schaub ver anstallcte der Gesangverein Niederwald unter Mitwirkung des dortigen Kriegervereins. Beide Vereine marschierten mit ihren trauerumslorten Fahnen gemcinschastlich zur Kirche. Herr Lehrer Rüger, Tirigcnt des Gesangvereins, gedachte der Verstorbenen in einer zu .Herzen gehenden Rede Ter Gesangverein trug einige der Feier würdige Lieder vor. Tie Schuljugend beteiligte sich durch Vorträgen vatriotischcr Gedichte und verschiedener Lieder.
X. Ha»au, 29. ölov. In der letzte» Zeit sind in Ravoli- baniei, bei Sana» zu verschiedene» Zeilen drei Brande auS- «iebroelie», deren Entstehung, ivic an? einem AnSschreibe» der Staatsanwaltschaft hervorgeht, nur ans vorsätzliche Brand- flistilng znrückgesnhrt werden kann. Von der Hessischen Brand- vers>chcrnng?a»slalt in Kassel ist eine Belohnung von 308 Ml. ani die Entdeckung de? Täters ansgeselzt ivordcn.
X. Gelnhan se», 29 Nov. Ter KreiSansschnb de? Kreises Gelnhausen hat 1000 i'!f. sür die gcsehadi gen Osi- ureiijcii beivilligt.
($/ Aus Nassau, 30. Nov. Ter Ev ang. Obcr- k i r 6> e ii r a t macht bekannt, hier und dort hätten Gemeinden die Anlegung besonderer M ricgergräber beschlossen. Ter Gedanke dürste auch siir alle die Kirchcngemeiiiden, die eigene Friedhöfe besitzen, und in denen eine grössere Anzahl Todesfälle von Kriegern zu erwarten steht, sich zur Nachahmung empfehlen. Gerade die unentgeltliche Darbietung einer solchen würdigen Ruhestätte werde vielen durch den Heldentod ihrer Mitglieder schwer getroffenen Familien die Teilnahme der Äirchengemeinden wohltuend bezeugen und dazu beitragen, die Herbigkeit des B c r l u st e s versöhnend zu m i l- d c r n.
A»>»versltät»-rincr>rick)ten.
h Frankfurt a. M., 30. 4<ov. Das e r st e «eine st e r k»er Universität wurde mit 5,4 3 Studierenden begonnen. Mit Rücksicht aus oen Krieg fand in der vorigen Woche »och eine ansscrordentlichc Jmmatrilulation statt.
Straßbilrg i. E, 30. Nov (WTB. Nichtamtlich.) Tas Kriegsgericht N e u b r e i j a ch hatte laut „Straß burger Post" in der am 24. November in Mülhausen abgehaltencn Sitzung wieder über zwei Fälle von schwerem Landesverrat zu befinden gehabt. Verurteilt wurde zunächst der Handelsvertreter Alfons Becheln aus Steinbach bei Mülhausen, der nachgewiesener- maßeu den Franzosen die deutschen Stellungen und Truppenbewegungen verrate» hat, zu z w ö l s I a h r e n Zuchthaus. Zwei weitere Mitangellagte mußten wegen Mangels an ausreichenden Beiveisen s r e i g c s p r o ch e n werden. Ebenfalls zu z^'ülf Jahre» Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt wurde der Kellner Eugen E b e l e aus Mülhausen, der überführt ist, zwei Schutzleute an die Franzosen verrate» und ihre Verhastuug veranlaßt zu haben.
vermischte».
* W o befindet sich das erste Eiserne Kreuz? Wenig bekannt ist wohl, dag dies in, Schlobgarlen von pohenzierits wen» amt, unßchlbar, »och vorhanden ist. Als König Friedrich Wilhelm III. am Geburtttagc seiner zwei Jahre zuvor verslocdenc» Gattin, am 10. März 1813 — er hielt sich damals in Breslau ans — diesen Orden sliltcte, bestimmt« er da; crüc geprägte Exemvlar iür ein Tcnkmal seiner verslardenen Gemahli», das zu ihrem Gedächtnis im Park zu Hahcnzierttz errichte! werden sollte, in dem bekanntlich das Sterbehaus der Königin steht. Düs Denkmal ist ein Tempel, der ans einem ani dorische» Cänle» ruhende» Kuppelbau besieht In der Mitte des Tempels befindet sich, aus einer kleinen Saudslciuiäule die Büsle der Königin, und das Innere dieser Säule enthält jenes Eiserne Kreuz.
* Eine Lebensretter-Uniform. Ter Untergang mehrerer englischer Kreuzer, deren Mannschaft zum größten Teil den Tod in den Welten fand, l>at das englische Publikum tir, erschüttert, und man hat es unter allen Tragödien des Krieges sür die snrchlbarsle erklärt, wenn Hunderte von Menschen, wie bei der Vernichtung der „Hove" und „Momnoulh", wehrlos ertrinken müssen Wenn cs möglich iväre, die Matrosen mit einem Avoa- >at auszustaiten, der sie sogleich über Wasser hält, so würde dadurch viel gewonnen sein Deshalb erwägt man in den Kreisen der englischen Marine die Einführung einer „Lebensretter-Uniform", die ein Mr. I. W. Gicve erfunden hat Es bandelt sich dabei um einen Schwimmgürtel, der in die West? jeder Marincuniform erngenähi werden soll und der durch eine kleine Röhre, die an >ljm beseitigt ist, in ivcnigcr als 20 Sekunden auigcblasen werden kann. Tic Erfindung ist in Wcumouth von mehreren höheren Marineoffizieren geprüft worden, und cs Hai sich gezeigt, daß sie nicht nur den Träger über Wasser hielt, sondern auch noä, zwei andere Männer, die sich an den mit der Lebensretter-Unisorm Bekleideten seslhielten. Bei den letzten Katastrophen, die di.- englische Marine betroffen, erwies sich das Umlegen der vorhandenen Rettungsgürtel als viel zu umständlich und nicht wirksam genug. Beim Untergang des „Hermes" rcrtetcn sich verschiedene Matrosen dadurch, daß sie teere Petroleunrtanncn dazu benutzten, um sich über Wasser zu halten. Ein mir der Kleidung iedes Matrosen sest verbundener Schtvimmgürlel würde die beste und schnellste Hilfe leisten, und so könnte durch Einführmig der Erfindung manch wertvolles Leben gcrertet werden.
Märkte.
kc. Frautsurt a. M. BiehhoiMarktbericht vom30.Nov. Austrieb: Rinder 1806 (Ochsen 391, Bullen 65, Kuh: und Färsen 1409,. Kälber 272, Schafe 138, Schweme 2311.
Tendenz: Rinder in guter Ware lebhaft, sonst ruhig, nahezu
Ochsen.
Bollffeischige, auSgeniäüele, höchste» Schlacht- weriis, 4—7 Jahre alt .... . ... di« uaü, nicht gezo leu haben (migejochtcj . . Junge fleischige, nicht anSgemänele n»d ältere
Bulle». ^
Voll fleischige, ausgewachsene, höchste» Schlack,tw.
Vollfleischige, jüngere.........
Färsen, K ü h e.
Vollfleischige ausgein. Färsen höckift. Schlachtw. VoUlleijchige ausgem, Kühe höchste,i Schlacht- wertes bis z» 7 Jahre».......
Mäßig genährte Kühe und Färsen Kälber.
Mittlere Mast- »nd beste Sauqkälber Geringere Plast- und gute Saugkälber Schake. Stallmastsckiase: Plastlämmer und jüngere Maslhammel Aeltere Masthammel, gut genährte Schale und geringere Masllämmer Schwei» c. Vollfleischige Schweine von 80 bis
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56.00- 57.50 69.00—71.00
Amtlicher Wetterbericht.
Dessen tlicher Wetterdien st, Gießen. OLetteraussichtcn i» Lcsscn am Mittwoch, &e;i 2. Dez. 19U : Fortdauer der beuel,enden Witterung: Bedeckt, zeitweise Niederschläge, Temperatur wenig geändert, südwestlich« Winde.
Letzte Nachrichten.
Die Kriegsbeute in Rußland wächst!
(WTB.l Großes Hauptauartirr. I.Dez. vorm. (Amtlich.» Aus dem westlichen Kriegsschauplatz nichts Neues.
Auch in Ostprcußrn unv Südpolen herrscht im allgemeinen Ruhe. In Nortzpolen, slwlich der Weichsel, steigerte sich dir Kriegsbeute in Ausnutzung der gestern gemeldeten Erfolge. Dir Zahl der Gefangenen vermehrte sich um etwa 95,00, die der gewonnenen Geschütze uni 18. Außerdem fielen 20 Maschinengenwyre und zahlreiche Munitionswagen in unsere Hände. O b c r st e -Heeresleitung.
Der Reichstag.
Berlin, 1 Dez. Tie heute stattsindende Sitzung des freien Ausschusses des Reichstaiges dürfte sich, wie das ,/Berl. Tagebl." schreibt, lauge lffnziehen und wahrscheinlich am nächsten Tage fortgesetzt werden. Me sozialdemokratische Reichstag sfr aktion beschloß laut „Vorwärts" »ach eingehenden Beratungen, den geforderten Krediten zu- zustimmen und ihren Beschluß mit einer motivierten Er- llärung zu begründen.
Die Tätigkeit der Kriegsmotorboote im Osten.
Berlin, 1. Dez. Das Freiwillige Motorboot- k v r p s hat sich, wie der „Vossischen Zeitung" aus dem Osten gemeldet wird, auf den o st v r e» ß i s ch e n Flüssen lebhaft am Kampse beteiligt. Auf der Meniel, aus dem Kurischen Hass und vor allem aus der Weichsel sind Motorbootflottillcn unlerwegs gewesen. Aus der Weichsel halten sie regen Anteil an der großen Schlacht bei Wloclawek. Sechs Boote waren hier aus vorgeschobenen Posten, bestimmt, den linken deutschen Flügel zu decken. Sie haben mit M a s ch i n e n g e w c h r c n sich tapfer am Kampfe beteiligt und auch Lan- dungs kor Vs' entsandt. Ei» Boot erbielt einmal in kurzer Zeit l>i Trester. Das schwierige Fahrwasser der Weichsel mit ihren Sandbänken machte den Booten besonders zu schassen. Obgleich die Boote aus der Wasjersläche dem Feinde immer ei» gutes Ziel boten, ist kein Boot verloren gegangen. Leider ist jetzt durch den Frost und d» Eisverhältnifse die Tätigkeit der Motorboote im Osten gehemmt.
Die Entrechtung Finnlands.
Berlin, l. Tez. Zur russischen Entrechtung Finnlands wird der „Vossischen Zeitung" aus Stockholm gedrahtet: Ter frühere Spreckier des finnischen Landtages, Svinhusvud, der seines Amtes entsetzt wurde, weigerte sich, seinen Posten zu verlassen Ter rus
sische Generalgouverneur hat ihn daraus ahne gerichtliche Untersuchung nach Sibirien verbannt. — Nach einem Petersburger Telegramm der „Neuen Zürcher Zeitung" fiftierte der russische General gouverneur zwei Zeilungcn in Ltbau und Hangö, weil sie sich lobend über den Kommandanten der „Emden" ausgesprochen hat len. — Wie die „Boss. Ztg." bericküet, wurde vor einigen Tagcz nördlich der Stadt Tamnierssors nachts die Brücke über den -o-cr Pnhae Jaervi in die Luit gesprengt. Tie Sprcngstcllen befanden sich an beiden Landseiten. Tie etwa 500 Pieter lange Brücke ist voll ständig zerslört worden. 21 us einem nahegelegenen ^Magazin sehlen 300 Kilogramm Tynamil.
Der französische Tagesbericht.
(WTB.j Paris, 30. Nov. «Nichtamtlich.! Ter amtliche Tagesbericht von 3 llhr »achniittags lautet: In Belgien hielt sich der Feind in der Defensive, mir rückten an einige» Punkte» vor und behauptete» sicher den von uns ani 28. November bei Fan besetzte» Boden. Tic Beschießung der Stadt Soissvns wird zeitweilig ausgcsetzt Im A r g o n n e n w a l o c wurden mehrere Angriffe ans Bagatelle zurückgeivorfen. Dichter Nedei liegt auf denMaa.- höhe». Im Äoevre beschoß der Feind ergebnislos Apre mont. In den Vogesen nichts Neues.
Gute Nachrichten aus Spanien
(WTB.j Berlin, l. Dez. (Nichtamtlich.) Aus Madrid erhallen wir vom 21. November folgende Nachrichten : Bei der Eröffnung des Parlaments erklärte Ministerpräsident Dato, die Req,erm<i halte an de>- str engen 4t e u t r a l i t ä t fest. Wenn doch ein Ausgeben dieser .Haltung nötig werden würde, witrdc das Parlanient gesragl werden. Jeglichem Eingriff von irgend einer Seite würde Spanien mit allen Mitteln entgcgentreten. Alle Parteisührer, mit Ausnahme des Radilalen Ferraux, erklärten ihr vollständiges Einverständnis mit der Regierung. Die allge meine Stimmung schlägt stark zugunsten Deutsch- landsum.diePresseäußcrtsichnmtwenigenAus n ahmen in deutschfreundlichem Sinne. — Die an läßlich des Todes des Prinzen von Baltenberg an die Königim gesandte Beileidsdcveschc des Deutschen Kaisers ist, trotzdem ne offen in englischer Sprache abgcsaßi war, nicht angeloinmen. Anscheinend lourde sie von den Gegnern zurückgehalten, um Mißstimmung zu er zeugen. Tas Bckannrwcrden dieses Vorfalles erregte hier in den betreffenden Kreisen Empörung gegen imserc Feinde. — Ans Marokko wird von bedeutenden Unruhen der Kabul e» in der iranzösischen Zone berichtet. Ein anderes Gerücht meldet von ernsten Vorgängen in Easablanra, wo die eingeborenen Mauren die sraiizösische» Behörden und das vorhandene wenige Militär angegriffcn haben sollen. Einzelheiten sehlen noch.
Aus Albanien.
Wien, 30. Nov. >WTB. Richtamtlidt.) Die Albanische Korrcspondenz meldet aus Sann Quaranta: Tie provisorische Regierung hat an das Volk von Oberepinis eine Proklamation erlassen, in welcher es heißt: Unsere Kämvfe haben mit einem Triumph geendet, alle unsere Wünsche haben sich verwirllichi. Ihr trelct endgültig in die hellenische Familie ein. Tie provisorische Regierung spricht sodann allen Ossizieren, Unterosffzieren und Toldalc», die ltcldenhaft »nier dem epirotischen Banner aekämvit hätte», den herzlichsten Tank aus und erklärt ihre Mission sür becndct. Sie schließt: Lebet immer alücklich, ihr und euere Nachkommen im Schoße unserer Mutter Griechenland.
Dac- Pariser KriegSgerichtSurteil gegen deutsche Militärärzte.
Berlin, 30. Nov. lWLB Amtlich.) Das Auswär- t i g e A ni t ltztt. nachdem cs von den, in Paris gegen deutsche Militärärzte eingeleitetcn Strafvcrfcrhren K-enutniS erhalten hat, die zeugeneidliche V e r n e h m u n g d e S O b c r st n b S - arztcs -Tr. Pust veranlaßt. Tiefer twt unter Eid aus-- gesagt:
„Ick, >uar vom 7. bss 9. Sevtcmvcr nachmittags 2 Uhr 15' Minuten Ehesarzt des Feldlazarettes 7 des zweiten Armeekorv-i u, Lizn. Als ich um 2 Uhr 15 das Lazarett verließ, bcfmiden sicki dort 405 Verwundete. Ta unser weniger milgebrachter beige- triebencr Wein bei den vielen Verwundeten bald verbraucht >r-ar, befahl ich meincin ersten Lazarettinspektor Gast am ö. «epttmbc- vornrittagS, für unsere Kranke», die aus Deutschen, E-ngländernl und Franzosen bestanden, Wein gegen Bons zu requirieren. Erbrachte kurz vor unserem 21 brücken, ivelches durch das rajckie Heranrücken der Franzosen beschleunigt wurde, zwei Faß Wein von je etwa HX) Liter heran, die er, wie ich durch Betragen sci:- stelfte, aus den Kellern des liiartenhauses des Schlosses in Lizn genommen halte. Et' sagte mir, daß er einen Bon, wie ich ihm beiohlcu Halle, nicht Imbe abgcbrn lönnen, weil weder der Bürger nieistcr von Lizck nocki der Eigentümer des Schlosses nock> irgend ein Bediensteter desselben zu linden gewesen sei. Einen Bon in den Keller des Gartenhauses nieoerzulegeii, sei ihm zire-k- los erschienen. Ich lonitte mich nicht weiter um die -irV kümmern, weil ich zu wichtigeren Sachen abliernscu wurde. Ich hakte möglichst ichnell Anordnungen ivegen nnsere» beschleunigten Rückzuges und wegen der Ucbergabe des Lazaretts an den ebcusalls in sraiizösische süesangensckmsi geratenen Stabsarzt der Reserve Tr. Schulz zu treffen. Weder Stabsarzt Tr. Schulz noch Oberarzt Tr. Tavidfolin trifft irgendeine Verantwarlnnq iür den Wein, ich allein habe die Herbe,sckoffuna des Weines in der oben anqege denen Weise veranlaßt. Es ist mir uncrklärlicki, wie man auf die Idee lommcn kann, daß dieser von mir für die Vcrwnndcton, und zwar nicht allein sür Freund, sondern auch sür Feind requiriert« Wein aus unrechtmäßige Weise erworben sein sollte." Eine beglaubigte Abschrisr der -Aussage ist der ameritanischen Botschaft in Berlin beknss Uebermittelung an die französische Regierung zn- gestellt worden. Wegen rcchtzcittger Einlegung der zulässigen Rechtsmittel durch einen veriranenswürdigen Verteidiger ist Vorsorge getroffen worden. _
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Anillickit ^cfunnfmaifuiH^cit Der «lallt tzießtii. AiuntlHuiili zur Relriitikriiiilis-Ltaiiinirsük.
Tie in, Fahre 1895 gedorenrn Militärpffichtiae«, iowic diejeuiae», welche dicieS Älter bereits »ber- , ichriltcu. aber ff«h zur Mnitrrnna noch nicht geitellt ^, liabcn oder bei der Musterung und bei dem KricgS- criatzgeichäit i» 1914 zurückgeitellt tuordei, sind und l entweder in Gießen ihren dauernden r'tuseiilhell haben
oder sich als Studierende. Schüler von Lehranstalten, Hau?- und Wirischasisbeamte, Dienstboten, Handtungs- gehilfen, Lehrlinae »iw. in Gießen aufhaltcn, werde» hiermit ausgeiordrrt, sich
vom 1. bis 10. Dezember 1914 au» dem Standesamt im Rathaus am Marktplatz zur RekrutierunaS-Stammrolle
zu melden.
Die beim Krieasersahgeichäft zurückaeitellten, seither zum elniäbr sreiw. Dienit berechtigten Mililärvilichliaen haben nd) cbeniatls anzuniclden.
Bezüglich derjenigen Mtlitärvklichtiaen, welche zurzeit vorübergebend ndweici, d nnd, haben deren Ellern, Vormünder, Lehr- oder Kaorikhcrrcn die Slnmeldung zu vollziehen.
Die in 1893 geborenen Mlichtigen baden ihren Gc- burtsichcin, alle übrigen ihren 'MuitcrungSauSweiS oder Bcrcchtignngsichciu bei der Slnmeldung vorzn- lcgen.
ES wird ausdrücklich darauf bingewirjeu, da», ffch alle Dicnitvffichtigrn bis zum 10. Dezember gemeldet haben müssen.
Wer die vorgeschriebene Meldung zur Stammrolle unterläßt, wird nach 8 L11 der Wehrordnung mit Geldstrafe bis zu 30 Mk. oder mit Hast bis zu drei Tagen beftraki.
Gießen, den 3V. November 1814.
Der Oberbürgermeister:
Keller. 1119198
Bekanntmachung.
Die VcrvffegungSgelder iür die im Monat Oktober 1914 116 .—31.1 in Bürgerwohnungen vervllegteii Mau» »chaiten des Landsturm-Grsatz-Bataillons werden den Emviangsberechtiglen oder den an ihrer Stelle mit schrifl- Uchem Ausweis iVollmachtl Auftrctenden bezahlt: dcnienigen. deren Namen beginnen mit den Buchstaben: A—F um Mniwoch, den 2. Dezember 1 0—X am Touncrscaq. „3. „ i von 8—12 llhr
L—R am Freitag, „4. „ ( vormittags
S—Z am Samstag, „5. . /
:!ablüelle fit die Sladtkaise, Garienitraße 2, Eingang von der Süd-Anlage.
Gießen, den 27. November 1914.
Der Lberbürgerineister.
Keller. _UWOB
Die Zinsen der Stittuiia der Kinder und (srben des Kommcr.ztcuratS Georg Karl Gat! für das Jahr t!U4 in Höhe von 1200.— Mk. und in Gaben von je 300.— Mk. an bedürftige, in Gieüc» wobucudc Familie» oder allcinftebeude Prrionen zu vergeben.
Anmeldungen werden Ästerivcg!h Erdgeschoß, bis zum 1.-. Dezembe r d. F. rnlgeaengciiounn eii.__ llinordt
'Ünltpnj unD l>erj)fltfituna ftäDtifdier Men.
Bei der städtischen Berwallung ist angeregt worden, das an der Licher Straße zwischen dem Bahnübergang und dem Waldciugaug vor der Ziegeiizuchliiaiion gelegene städtische Gelände zu ettva 30 cingeiriedigteu Gärten in der Große von-je etwa 300 gm anzulegcn und dabei fiu' eine beaueine Wcisscruerlorauna dieser Gärten durch eine Abzweigung von der dort voriiberjübrenden Wasserleitung zu sorgen.
Weiter iit die Anlegung von etwa 12 solcher cinge- sriedigtcr Gärte» aus dem städtischen Grundstück am Wismarer Weg rechts der Lahn, gegenüber der Militär Badc- anstaft, angeregt worden
Die landivirtschattlichc Devulalio» in iitcln abgeneigt, der gegebenen Anregung näber zu treten. Bevor sie jedoch in eine cinaehende Prütung über die Austührbarkeit und Zweckmäßigkeil der mit erheblichen Kosten verbundcuen Anlage dieser Garien cintrilt und diesbczüglidie Anirage bei der Tladivcrordiielen-Bcriammlung slelli. loünschl ste gestsiellunaen darüber, in welchem Uinianac ei» BediirsniS nach solchen Gärten bei der bießgen Einwohneriäiail beliebt.
Liebhaber solcher Gärten werden daher hiermit am- gesorder,. in den Gesäiänsräuiuen des Oberbürgermeisters — Zimmer 2lr. 13 — bis ivätesteuS 1. Januar 1913 ihre Absichi zur Pachluug eines derartigen Gariens gegen die hicriür sestzusetzende Pacht aus die Dauer oo» ,uii,hes,en-- 3 Jahren zu erklären. (119048
Der Lageplan kann daselbst eingesehcn werden


