Hcchpuch sSuv^rllch mit Strvh und ZrMcchnen bekleidet, vnd auch unten bildeten riesige Jqgen von Roggenstroh die einigermaßen warme Unterlage. Ich glaube trotzdem dem Batwrtschcf und seinen Leutnants, daß num „des NachtS vor dem Einschlafen mindestens ein« halbe Stunde lang das monotone Geräusch der auseinanderllappcrnden Zähne Härte." Uebrigens wäre die Verpflegung sonst außergewöhnlich ideal, was mir die leeren Büchsen von Halberstädter Würstchen auch zu beweisen schienen.
Nach "kurzer Zeit begann sich das Gefecht lebhaft zu entwickeln Die Batterien weiter rechts von unserem Standpunkt und bald auch die Batterie hinter ans begannen zu feuern. Nach wenigen Minuten schienen die ersten Gehäfte Feuer gefangen zu haben,.
Grauschwarzer Dampf steigt langsam hoch; der Batteriechef steht befriedigt durch das Scherenfernrohr. Er lätzt ein wenig vevlängern.
„Schuß!" „Schuß!" wiederholt der Gefreite, der unten in der Erdhöhle das Telephon bedient. Ein paar Augen-- gliche später saust wieder eine Granate über utzsern Kopf. In W. flammt es hell lauf. Durch das Glas sehen wir dentscli« Infanterie, die sich in langer Lipie auskost. Am Waldrand hinter W. kami rnan deutlich russische Soldaten erkennen.
Es kommen Meldungen von der Front. Exzellenz läßt eine neue Telephonverbindung Herstellen, und die Division bekommt neuen Befehl. Kurz vor Mittag wird Meldung erstattet, daß der Kirchhof von SS. in unserm Besitz ist. Im Dorf W. muß jetzt eine riesige FcuerSbrunst sein. Die Flam- imenzungen fassen an ein paar inächttge Bäume, die in dem scharfen Wind bald wie Fackeln auflodcrn.
Wie auf Berzch^eLmng schweigt jetzt für kurze Zeit das russische Feuer. Äa um dies« Zeit die Russen äst er eine kleine Pause einlogen, hat man bei uns schon überall den Witz von der „russischen Mittagspause" gemacht. Auf jeden Fall wird der SSink beherzigt, und der Derpflegungsrat des Korps beginnt seine Tätigkeit. Er hast es fertig gebracht, warmen Kalbsbraten mit richtig gehenden Kartoffeln bis hier herauf zu bekommen. Exzellenz versichert übrigens, daß dies eine ganz besonders glückliche Loge sei.
Es kommt eine Meldung von eurem Regiment, daß Kühe 173 genommen sei.
Der ganze Stab sieht aufmerksam durch die Gläser auf die Ebene, in die in der Ferne größere SSakdstücke und ein paar Gehöfte cingvsprengt sind. Der harte Wind schneidet in die Finger, die das Glas halten. Man wartet. Dies Warten gehört unabänderlich zum modernen Krieg wie die Riosen- wirkung der schioeren Haubitzen und die Meilenausdehnung der Fronten. Immer wieder ist da§ die Situation: man hält die Hand an das Glas, sieht in die Ebene, auf der sich eist Paar Pünktchen bewegen, sieht die Weißen 'Schrapnellwolkcn, hie Brandwirkung der Artillerie, mjcm sieht, bis die Augen schmerzen — ustd wartet.
Einem Offizier wird eine Meldung gebracht. Er meldet selbst an Exzellenz weiter: „W. ist in unserm Besitz."
Der Kamps um W. muß außerordentlich heftig sein, denn dreimal im Lause der Zeit wird die Meldung wiederholt, bis wir das brennende Nest fest in der Hand haben.
Bald fotgt die dürre Nachricht: unsere Infanterie steht 75 Meter vor dem Waldrand. Fetzt kann ich sehen, wie die «nfgeköste Reihe zwischen den Stärnmen verschwindet. Längst hat das Klopfen der Maschinengewehre eingesetzt, nnd ununterbrochen rollt das Gewehrfeuer. Die Batterie hinter uns hat Zielrichtung geändert, man kann das Einschlagen der Granaten in der neuen Richtung deutlich erkennen. Ich .'trete ein paar Schritte aus dem Kiefern Wäldchen rückwärts auf das Feld und sehe plötzlich in vielleicht 1000 Meter Höhe einen russischen Flieger über unserer Batterie. Ich vann deutlich mit dein Fernglas den russischen schwarzen .Kreis erkennen. Da flattert auch schon ein feiner weißer Strich von dent Flieger herab. 300 Meter über unserest Geschützen etwa erscheint ein kleines weißes Wölkchen. Das Flugzeug saust weiter, und ein zweites Wölkchen bildet sich in einiger Entfernung. Markierungspunkte für die russische Artillerie. Die macht aber keinen Gebrauch von der Zielhilfe. Sie richtet ihr Feuer aus den Wald, durch: den jetzt die deutsche Infanterie vorrückt, und in immer säpielbe- rer Reihenfolge ersckzeineu die Schrapnellwolken über den Kiesernspitzen.
Ms der Flugapparat unsere Sclpitzcnstellung überfliegtz beginnt ein lebhaftes Feuern gegen ihn, leider vergeblich. Er hat sich mit ein paar Wendungen in ziemlich bedeutende Höhe geschraubt. Exzellenz erzählt bei der Gelegenheit, wie die Russen drei ihrer eigenen Flieger herabgeschossen hätten. Den einen Fliegeroffizier hätten sie mit dem Kolben halb tot geschlagen, bis sie an dem sclstmpfestden Löhnen erkannten, daß es ihr Landsmann war.
Die Lage vorn scheint sich weiter günstig zu entwickeln. ES kommen Meldungen, daß das Regmrent so und so von russischer Wrtißmc stark belästigt würde, man bäte um
Artillerieunterstützung. ©ine schwere Batterie weiter rechts bekommt die nöttgen Befehle.
Langsam gehe ich den Hägelhang zu unserer feuernden Batterie hinunter. Gerade als ich unten anlange, ertönt aus der Leinen Erdhütte der Befehl, der sofort weiter gegeben wird: „Feuerpause". Tie Kairo Niere hocken sofort an einem Protzendeckel, der als Tisch benutzt wird, und spielen einen Krug S-Techsundsechstg. Wie ich seststelle, wird eine tadellose Mettwurst auSgespeelt. Ehe das Spiel in das richtige interessante Endstaoium getreten ist, kommt durch das Telephon die Meldung, daß die Batterie feuert. Die neue Einstellung wird angegeben und weiter gesagt, und dann kommt das Kommando „Schuß", und der Kanonier reißt an der Zündschnur. Deutlich kann ich bei der leicht entsetzenden Dämmerung die Flugbahn des Geschosse? verfolgen. Die außerordentlich starke Erschütterung dröhnt noch in weinen Ohren, da kommt der Befehl für das zweite (Yeschittz. Man hat vergessen, die Sicherung horauszunehmen, so daß der Bruimner nicht losgeht, als an der «chnur gerissen wird.
„Zwettes Geschütz fällt aus! Erstes Geschütz Schuß!"
Und von Geschütz drei und vier klingt die höhnende Frage: „Seid Ihr eigentlich Kanoniere, oder schießt Ihr mit Kandiszucker?"
„Geschütz drei Schuß!", unterbricht der Befehl jede weitere jetzt ziemlich „grobkalibrige" Auseinandersetzung.
Das russische Feuer hat abgeslaut. Die Gewehrsalven sind kaum zu hören, daS Gefecht hat sich deutlich nach vorwärts entfernt. Mit ein paar Worten hat Exzellenz die Liebenswürdigkeit, das Resultat deS Tages zußrmmenzu- fass«,. Wir haben auf fast allen Punkten unsere Absicht erreicht. W. und der Waldabschnitt ist in unserem Besitz.
Die Dämmerung sinkt unheimlich schnell herab, und als wir im Auto zurücksahren, sehe ich eine merkwürdige weißliche Wolke wie von eiicem Schrapnell am Himmel. Erft beiin genauen Zusehen erkenne ich, daß es dev Mond ist, "der in dem toeißen, tvattigen Wvlkeugeschicbsel schwimmt. ES geht mir durch den Kops, selbst der Morst» sieht jetzt aus wie eine Schrapnellwolke.
Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.
Die Chinesen für Deutschland.
Je länger der große Krieg dauert, desto mehr müssen die lügcngcwaltrgen Engländer erkennen, wie wenig aus die Dauer die Wahrheit unterdrückt rverden kann. In Europa, Nord- und Südamerika, in Nordafrika und Vorderasien mehren sich von Tag zu Dag die deutschfreundlichen Stimmen. Die Mitteilungen des Vereins für das Deutschtum im Ausland verweisen auf den großen Stimmungsumschwung, der sich jetzt in China, besonders seit dem brutalen Eingreifen Japans, bemerkbar macht. Tie Chinesen haben für den Begriff „kuir plav" mehr Verständnis und ein feineres Empfinden als die Briten; e§ ist ihnen deshalb unfaßbar, wie sich so viele Gegner aus zwei Staaten stürzen konnten. Die Sympathien de? ganzen Reiches der Mithe siijd auf deutscher Seite. Nach Berichte« von in China ansässigen Deutschen kommen des öfteren zu chnen Leute — und zwar meistens keine christianisierten Eingeborenen — die sie ihrer Anteilnahme versichern und ihrer Entrüstung über das perfide A5- bion Ausdruck geben. Einflußreiche Personen machen sich sogar erbötig, Freiwilligenscharen zu sammeln, um den Verteidigern von Kiauäschau zu Hilfe zu eilen. Groß ist die Emff pörung über die allgemeinen Preissteigerungen, die eine Folge des Kriegszustandes sind. ^Zn kurzer Zeit sind so notwendige Dinge, wie Milch, Mehl, Eicköl, bedeutend teurer geworden; China ist eben aus fast allen Gebieten vom Ausland abhängig geworden. „Wie kommt England dazu", sagt man überall, „ivenn es sich mit Deutschland schlägt, uns die Tür zuzumachen?" — UnS 'Deutschen kann es nur recht sein, wenn die Engländer sich immer mehr Feinde schassen. Es wird nnd muß der Tag konimen, an dem alle anständigen Völker aufslehen gegen das heuchlerische Britentu-w.
Aur dem Reiche.
Berlin, 1. Nvv. (W. B.) Den Morgenblättern zufolge hat die philosophische Fakultät der Universität Bonn Herrn Dr. Krupp von Bohlen undHalbach sowie das Mitglied des Direktoriums der Firma Krupp Professor Rau s ch,e n b e r g c r, den Konstrukteur der schweren Geschütze, in 'Anerkennung der großartigen Leistungen dieser Geschütze zu Ehrendoktoren ernannt. Der Präsident der Reichsbank, v. Ha »enstein, erhielt die gleiche Auszeichnung als Anerkennung für die finanzielle Kriegsbereitschaft des Reiches.
Berlin, 1. Nov (33. S. Amtlich.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeittmg" schreibt: Es sind Gerückte im Umlauf, die sich mehr und mehr zu erdichten scheinen, daß der Botschafter Freiherr v. Echoen, der gegenwärtig als preußischer Gesandter in München fungiert, ausländische Dienerschaft beschäftigt. Wir sind in der Lage, zu erklären, daß Freiherr v. Echoen fest dem Mus-
Freiherrn, wmde in der feinen Behandlung von Marta Schlld zu der rührendsten Gestalt des Stückes, während L. .Grosser eine komische Dieiierrolle mit sehr gutem Getingen aussüllte, und Auguste F r e n z e l sich mit sicherem Gefühl m ihre Rolle als Mutter Magdas einfügte.
Wir sind nach der ersten Aufführung überzeugt, daß die Zu<- sammensctzung unseres Theaters in dieser denkwürdigen Spielzeit viele interessante und erl>ebende Abende verspricht. Wenn die Direktwn m der Auswahl gediegener Werke ihre Versprechungen -erfüllt, werden die Kunstfreunde ihr die Treue .halten. , z.
Prolog
von Hermann Steintzvetket!.
Jn ernster Stunde konrm ich euch begrüßen,
Ein Völlcrringen, wie es nie erschaut.
Die Sterne noch im Jahrmtllionen-Wandck Turchbraust Europas altbcbaute Fluren: lim Deutschlands Sein und Nichtsein geht der Kampf. Des Einzelmenschen Sorge, sie versinkt —- Jetzt in des ganzen Volles großer Sorg« —
Da ist der bangen Seele eines Trost:
Nicht leichten Herzens hob Germania
DaS wohlgeschlisfcne Schwert zum Schicksalsschlage,
Sie trat gezwungen nur aus blittigen Plan, Barbarischer Feinde Tücke und Verrat Zwang in gerechter Notwehx sie zum Kampf:
Die Hand, die ehrlich ausgestreckt zum Friede»,
Der Nachbarn Neidschar stieß sie kalt zurück.
-— Da fuhr die Hand denn nach des Schwertes Griff! Jetzt rauschen uns'« sieggewohnten Fahnen Kn Land des Feucks. der nur im Lügen groß.
In Ost und West hat schon der alte Gott Den Unsrigen die Palme Wgewcndet!
Des Erdballs Völker, arg vom Haß getäuscht. Erschauen staunend, wie sich Michel wehrt:
Daß er dem Schwerte solche Siegesfunkcn Entlocken würde, träumte kaum der Freund:
Und jeder Schlag, der uns« Neider trifft, '
Ist von des ganzen Volkes Kraft gefithgst: ' 1 Min Arm, «cn Mut, «in Kaiser und «in Bott!
In solcher Sttinde, da das Schicksal schreitet. Wagt sich die Dichtkunst schüchtern mis den Plan: Darf sie es wagen in dem Reich deS Scheins Ein kleines Bild des Lebens euch zu zeigew Das ringsum auf der Wellenbühne jetzt In ungeheuren Taten sich ergeht?
Darf sie im Dämmer fahlen Rampenlichts Ten engen Raum mit schwack»en Worten füllen. Wenn draußen unter unheilvollen Blitzen Aus Er^smund die DeltgcsMäste spricht?
— Sie darf es wohl, denn gleich Po saunen ton Schallt edler Sänger Wort cn diesen Zeiten, Prophetisch klingend auS der Hsffimng Land: Dem Dichter ist? vergönnt, des Schicksals Wucht
— Die niedcrdrnckcnd auf den Herzen lastet —. Ter Schwere zu entkleiden und inS Reich
Der hehren Phantasie sie zu entrücken.
Wo sie euch groß nur und erhebend -dünkt.
Und weiter ist dem Dichter es verliehen.
Mit holdem Dotte lichten Traum zu zaubern, Ter euch das Lacken auf die Miene ztvingt.
— W«t sei verwiesen alle Zwitterkunst,
Doch heiteren Bildern, die ans Herzensgrund Ten echten Frohsinn wecken, ihnen sei
Ein Platz gegönnt, sie sind dem Hckltrank gleich, Ter sanken und Gesunden Wunder schafft.
So wollen wir, die Priester eines Tempels,
Dem große Zeit die Reinheit wiedergab,
Nicht abseits stehn, wenn'S auch ttn Sprichwort heißk Die Kunst verstimmte vor der Waffen Lärm;
Erheiternd und begeisternd wollen wir Cinstimmen kn der Brandung mächtiges Rauschen,
Das Zroße geit an unsre Mauern trügt:
Hier sei die Stätte, Ivo sich alles findet,
Wenn neuer Taten Kunde zu un§ dringt.
Wie deutsche Kraft und Einheit überwindet,
Nach deutschem Wort dann deutsches Lied erschalle Für Vaterland und Kaiser eint es. alle!
Laßt heul wuh, was ihr fühlt, zur' Lippe dringen Uno Deutschland über alles mag erklingen!
tDcrGcsang von Deutschland« Dcufichland über alles schließt sich «m.1
beuch des Krieges imr deutsche Dienerschaft bat. Im übrig«,
hat Freiherr v. Schocn auch in Paris niemals ausländische Diener-
schaff gehabt.
A«» Stchdt und Land.
Gießen, 2. November 131s.
Auf dem Felde der Ehre gefallen.
(Aus Hessen nick den Nachbargebieten.)
Freiw. Unteroffizier Kandidat deS höh. Lehramts Hermann Mankel, 2. bayr. Jns.-Rgt., aus Weilburg. — Untervsf. i>. Res. Emil Knierim, Jns.-Rgt. 118, aus Worms. — Sant» nehrmami Sfonrab Wlngcscld, Jns.-Regt. 81, aus Wetzlar.
— Res. Karl Mohr, Jns.-Rgt 116, aus Kölschhausen. — Res, Ctto Albraiid, Jns.-Regt. 116, aus Bobsnhauscn (Kr. Büdingen). — Füs. Willi, ©rat, Königiii-Augufta-Garde-Rgl. Nr. 1, aus Dillenburg. — Gesr. Adoli Hoimann, Jns.-Rgt. 116, aus Waldanbach. — KriegSfreiw. Ernst ©rieb, Jns.-Rgt. 168, aus Griedel. — Res. Richard Bock, Jns.-Rgt. 116, aus Ober-Lais. - Landwehrm. Heinrich Spengler, Jns.-Rgt. 116. aus Echzell.
— Einj.-Frciw. Untcrofs. Walter Gn eisig. Im.-Regt 8d, aus Mainz. — Res. u. Techniker Adani Dauborn, Jns.-Regt. 115 aus Gins heim. — Gefr. d Res. Will). Welsch, Jnt.-Brcg.-Ers.- Bat. 50, aus Mainz. — Landtvehem. Peter Corzilius, Lri^- Ers.-3)at. 41 aus Mainz.
Jnfanterie-Regimknt Nr. 116, Gießen.
Berichtigung sriiherer Angaben.
Musk. Walter Stamm, Hvhen-Limburg, Wena, bisher vermißt, zur Truppe zurück. — Musk. David Pvtlak, Engelsbach, Ottenbach, nicht gefallen, sondern verwundet. — Musk. Erich Thiel, Straßburg i. E., nickst gesallen, soirdern verw. — Res. Karl Fischer III., Ober-Ohmen, MSfeld, bisher verniißt, inr Lazarett.
— Res. Joh. List, Frischborn, Lauterbach, bisher vermißt, verw.
— Res. Gustav Loos, Waldenberg, Gelnhausen, bisher vermißt, zur Trupve zurück. — Res. Fritz Erwin Schmidt VI., Ober- Neudvrs, Görlitz, bisher vermißt, zur Truppe zurück. — Res Heime Mohr, Kölschhausen, Wetzlar, bisher verwundet, zur Truppe zurück,
— Wehrm. Heinr. Greb, Engrlrod, Lauterbach, bisher vermißt, zur Truppe zurück,
Landwehr-Jnfanterie-Regiment Nr.116, Darmstadt. Gieße».
Verluste infolge Krank heit,
Wehrm. Albert Damann, gestorben am 11. 10. 14 im Koch. Krankenhaus Erfurt. — Wehrm. Kvnrod Michel, gestorben.pm 6. 10. 14 im Kriegslazarett Vvuzicrs.
" Hoftrauer. Die Großherzogin hat wegen des Ablebens Ihrer Königlichen Hoheit der Herzogin Adel- gnnde von Modena, Prinzessin von Bayern, eine Hoftrauer vom 29. Oktober bis einschließlich den 2. November d. IS. angeordnet.
'* Der Großherzog hat am 23. Oktober d. IS. die TapferkcitSmedaille deni Leutnant Ernst Morneweg in der FestungS-Fernsprechkompagnie Nr. 1, Führer der Radio-Großstafion der Festung Thorn, verliehen.
** Ritter des Eisernen Kreuzes, llffz. d. R. Hans Thöt «ns Gießen. Offfr. Aug. Wehel, Jns.-Regt. l 16, aitS Sinn. Lenin, d. R. und Kompagnieführer Heinr. Gl aß n er, Gren.-Regt. 10 aus Sckstvalbach (Kr. Wcchlar)., Leutn. d. R. Gerichtsaff. Dvlkbach aus Hai'ger. Off.- Stelkv. Wegemeister M e p« r von Dillenburg. Oberjäyer Ed. Dill'maiin, Res.-Jäger-Bat.8 aus Forstljans Wissetckach. Oberst u. Adj. Rud. Jung, Brandcnb. Firß-Ärt.-Regt. 8, aus Herbor». llffz. Buhmann ans Weinsberg (Dill), l. u 2. Kl.). Frldw. Beuler und llffz. Metzger, Inf.-Regt.' 168, aus Gcrnibach. Serot. Naumann, Jnf.-Regt 168 (unter Beföttderung zum Off.-SteW.). Leutti. d. R. u. Ass.
a. d. Dcchn. Hoclffchtuste, Tipl -Jng. 5> a i n z, Pion.-Bat. 21 in Darmstadt. Leuttl. d. R. Forstaff. Blitz, Fel>d-Art.Regt. Nr. 61 aus Lcngsekd. MuÄk. Heinr. Lan g aus Orsteshansen
b. Büdingen. Leutn. d. R. Lehrer Krau sch, Jnf.-Regt.M, aus Bergheim. Leutn. Bergingenieur Karl Zieste seid, Jns.-Regt. 55, aus Wetzlar. Bizetvachtmeisber und Ober- fahnenschmied Heinr. Schweb«!, Huf.-Regt. 7, ausRodcm i. Odenw. Leutn. Hugo Frhr. v. Starck, 3. Jäger- Ragt, zu Pferde, aus Darmstadt. Hauptm. und Bat.-Fli.hrer N au, Jns.-Regt. 76, aus Darmstadt, llffz. Karl H e p p e s, Jnf.- Regt. 118, aus Worms. Oberarzt d. R. Dr. Ernst Löb, 19? Bayr. Feldorst-Negst, aus Worms. Leutn. d. R. Wort- mamn, Jnf.-Regt. 60, ans Worms. Gefr. vom Lehr-Jnf.- Regt. Ph. Greim atls Oppenhenn. Wchrmami Karl Schömbs aus Dexheim, llffz. I. Krämer, W. Maus aus Gernsheim. Peter Dörr aus Leeheim. llffz. Jakob Mahlerrvein im Inf-Regt. 88 miS Ginrbsheim. Kommandeur des heff. Leüb^Drag-Regt. Oberstleuin. Meister (1. Klrst Feld-Unterarzt d. R. W. Rech el im Königin-Elisa- beth-Garde-Gren.-Regt. 3, aus 'T-armstadt. Direktor der städt. elektr. Straßenbahn von Worms Th. Radtke im Res.Jnf.-Regt. 88.
** Soldatengrüße au? dem pelbe. Daß btc Gießen er Garnison, der inngc Freiwillige so gut wie der graue Landsturmipamt, neben seinen Lieben und Freunden dahetni auch jeine (starnison- oder Vaterstadt nicht vergisst, davon haben wir an dieser Stelle schon numcheS fpreätende Belocisstück veröffentlichen können. Leider — aber bcgreiflickierweise — ist es nicht angängig, jeden Eiuzeigruß an die „liebe Stadt Gießen" oder jeden, manchmal sogar recht persönlich gehaltenen Tank geheilter Berw-undeter „an dre ausopsernde Pstegenn", den man und einsendet, ab-zndcucken, aber wenn sich eine ganze Anzahl wackerer BaterlandSverteidiger zugleick, vmn Heimatgesühl zu einem Grntz an die Heimat gedrängt fühlt, machen wir uns gern zn sealeni Dcnnrtller. So schreibt uns heistc der Stadt der 4, Koiiipasme Jns.-Rechs. 116:
,/ihrer lkeben Garncscmstadt Gießen herzliche Grüße ans Feindesland.
D« Stab der 4. Kompagnie.
Bittorf, FÜdw., Spoerhase, Osf.-Stellv., Dvtzenrvdt, Vizefeldw. d. R., Schaaf, Vizekeldw. d. L., Heun, Vizefeldw., Schwabe SanitÄLimteroff. d. R., Sergeartt Stansenberg, Fahnenträger I 116."
Ein weiterer an uns gerichteter Felbpostbrief stellt ein erjreu- liches Lebenszeichen vom Gießcner Landsturmbatarlkon Nr, 1 dar:
„Der Unterzeichnete erlaubt sich, Ihnen von hier die herzlichsten Grüße Kn senden mit dem Bemerken, daß es dem ganzen 1. Landsturmbataillvn noch gut geht. Hier wurde uns vom durchkommenden Landsturni aus Lrmburg ä. L. erzählt, in Gieszeil wäre das Gerücht verbreitet, wir wären bei imserer Ankunft in E. bejckwffen wurde» und hätten 10 Tote und viele Venvundete. auch wären wir schon feldgrau eingelleidet. Dies ist beides nicht wahr. Dem ganzen Landstnrm-sBat. geht es gut und es fehlt nicht ein clNKiger Mann."
** Der Turnverein von 184 6 hielt am Samstag seine Jahreshauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Herr Erle, dankte nie den regen Besuch und gedachte vor Eintritt in die Tagesordnung der zu den Falznen berufenen Dcr- einSanqehörigen. deren Zahl 146 beträgt und von denen schon 6 im Kamps fürs Vaterland gefallen sind, darunter auch der 2. Turn- waxt. Wester sind dein Verein im Lalife des Jahre? vur Mitglieder durch den Tod entrissen worden, unter ihnen der 1. Sprecher, Redakteur Heß. und das Elwenmitglied Helm. Zur Ehr« det Loten erhob sich die Beriammlunz von den Plätzen. Turnwart Erb entattete Bericht über die ttienecisch« Tätigkeit. ÜKttirnt wurde ait Hä Ab«iden mit einem Gesamtdesuch vpn 4945 Turnern.


