** Ritter des Eisernen Kreuzes, Weimer, Oborlt, und Battcriefiihrer im Res.-Fußart-Rcat, I aus Gießen, Hermann Schmitz, Direktor der Metalüxuik, Lt, d, R, und Kvmpagnieführer im Inf-Regt. 81, Dr, med, Fritz Rosenberg im 25, Pion.-Bat, Uffz, Willy S l r ö b e l,
2. Garde-Feld-Pion-Bat,, u, Gefr, August Papst, Feldart Regt. 63 in Frankfurt, Gerichtsassessor Oswald Friedrich aus Wetzlar, Führer einer Mrrrine-Maschinengewehr-Komp, Hauptm, d, R, und Ingenieur Zicrvogcl vom Jnf.-Regt, Nr, 25 aus Frankfurt (1, Klasse), Leutn, und Adjutant Hans Böhmer aus Weilburg, Pion,-Regt, 30, Dr, med, Ohio von Limburg. Stabsarzt beim Fußart.-Regt. 3, Wachtmeister Jos, B u s a l t aus Limburg, Feldart.-Rcgt, 84, Feld-Divi- sionspfarrer Jung beim Stabe der 21, Div,, 18, Armee korps, Uffz, Willy Kaspart aus Weilburg, Pion.-Bat, 28, Leutn, d. L, Wilhelm Lehr aus Höchst a M,, Leutn, d, R. Hermann Nebgen aus Sindlingen a, M, vom Jnf,-Regt, 168, llff^, Eduard Schlicht aus Grävencek, Jnf.-Regt, 87 unter Beförderung zum Feldwebel, Hauptm, und Batt,-Chcf Karl Geppert iin Res,-Feldart,-Regt, 25 (früher Feldart- Regt, 61), außerdem die Hess, Tapferkcitsdemarllc, Jakob Dohm, Uffz, im Lairdiv.-Jnf.-Äegt. 118, Uffz, im 53, Regt, Erich Wecks aus Wiesbaden. Leutn, im Inf,-Regt 168 Fr, Schlombach, Lffizier-Stellv, Hill (Rechtsanwalt aus Mainz) im Res-Jnf-Regt, 118, unter Bcsörderung zum Leutnant, Oberlehrer Konstantin Hartte, Leutn, d, R, und Kompagnieführer im Res-Jnf-Regt 88. Hauptmann v, Rogues, 3, Gen,-St-Offizier; Hauptmann Tcgncr,
3, Adjutant; Rittmeister d, R, und Mitglied des Kais Freiwilligen Automobil-Korps v, Passavant, Automobiloffizier; Hauptmann Bernhardt, Führer der Korps- Fernsprech-Abteilung; Stabsarzt Tr, Schröter, Hygieniker, 18, Armeekorps, Feld-Jnkendanturrat G i e r m a n n, Rittmeister a, T, v, E i ch m a n n, 2, Mun,-Kol,-Abt, Wachtmeister Sack, 3. Art,-Mun,-Kol. Leutnant Sieh, Fliegerabteilung 27, Oberstabsärzte Dr, Blech er, Dr, Neumann, Dr, Klein, Dr, Binder, Stabsarzt Dr, Ri eck, Sanilätskolonne l: Rittmeister h e h k e r, Oberstabsarzt Dr, R i d d e r, Uffz, Voigt und Stabsarzt Dr. D e n a r i o. Von der Feldgcn,-Truppe des 18, Armeekorps die Wachtmeister Steinbach und Beut läge, Musketier Heinr. Seip aus Staudernheim, Gefr, Will;, Bender ans Sobernheim, Netz, Leutn. und Bataillonsadj, im Jns,-Regt, 132. Reinhard Wiener, Leutn, d, R, im Inf,-Regt, 141 ni Tarmstadt. Intendant der 21, Div, Bruno Röder in Darmstadt, Fahnenträger des 3, Bats, des 115. Jnf.-Regts, Sergeant Ludw, Heß, Res, im Inf-Regt, 88 E n g e l k e , Zollpractikant beim Zollamt in Siegen. Gefr, im Ins,-Regt, 81 Fritz Hühner aus Siegen, Gefr, d, R. im Res,-Inf,-Regt, 87 Wilhelm Schneider aus Trupbach, Karl W e st e n d u r g e r, Kommandeur der Fuhrparkkolonne, bisher Rittmeister d, R, bekannter Porträtnraler in Biebrich, Einjahrig-Freiwilliger im Leibgarde-Jnfanterie-Regiment 115 Otto C a r i u s in Tarnistadt, Landw.-Feldlv, Ludwig H a x aus Schaasheiin, Lt, 0 , R, u, Kompagnieführer Ing, M i o u l a, Uffzl. im 2, Garde-Feldpionier-Bat, Willy Ströhel, Gefr. im Feld- Art.-Regt, 63 Aug, Pabst, 5peinrich de Bary-O st erriet h, Frankfurt a M. Major u, Führer d, Res,-Fnf,° Regts, 88 Kübl (1, Klasse). Vizcfeldw. d. Res. ü, Ossizier- stellvertr, im Refs,-Jnf-Regt, 88 Hans Rodde, Hanau, Uffz. im Res,-Inf.-Regt, 88 Rob, Stüber, Groß-Auheim, Uffz, Johann Coloniba, Senior des Marburger kathol, Gesellenvereins, Vizefeldw d. Res, im Landw,-Jnf.-Regts 1l8 Johann Schröck aus Bensheim, Generallt, v, Mey aus Wiesbaden (l. u, 2, Klaffe). Lt, d, Rest u, Kompagnie- sührer im Füs.-Regt. 80 Bcnno Wecks, Paul Müller vom Großen Feldberg, Lt, d. Res, u, Kompagnicfiihrcr im Jnf.-Regt, M. Dr, Hornp von der Landwirtschastskannncr in Wiesbaden, Uffz, im Res.-cJns-Regt, 118 Ludwig Oel- schläger, Lirkenau, Feldwebel im Jnf.-Regt. 87 Karl S t e i n b a ch aus Wetzlar, Füsilier Georg Braun vom Füs.-Regt, 80. Gerichtsass, u, Hauptm, d. Res, Reitz aus Enrzell, Fähnrich im Leibgarde-Jns,--Regt, 115 Fritz Höl- zinger, Amtsanwalt Grohrock, Lt, d. Res, im Res,- ,Jüf,-Regt, 40, Heinrich Reinhardt vom Jnf.-Regt, 117 aus Hungen, Stabsarzt Dr, Wald ow von Osthofen) Land- wehr-Jnst-Regt, 118. Uffz, Adam Baltz von Osthofen, Landw.-Jnf-Regt, 118, letzterer unter gleichzeitiger Deför-
har am Fuße des Leuchtturmes zwischen den Forts Und den Wällen, sicht man auf die neuen .Hasenanlagen, und wendet man das Auge dann zur anderen Seite, so erfaßt es die grauen Wasser des Kanals und der Nordsee,
Seiner Bedeutung verdankt es Dünkirchen, daß es seü Jahrhunderten ein sheiß umkämpfter Platz ist. Die Engländer, die Frcknzosen, die Spanier hiben cs sich streitig geinachl und haben es sich in schworen Kämpfen immer von neuem entrissen, Ern seit 1662, wo sich England diesen Platz von Ludwig XIV, um vier Millionen Livres abkaufen ließ, ist er dauernd in icanzösischcr Hand geblieben, und heute bildet Dünkirchen unbestritten den Haupthafen von Flandern und Artois,
Crnft haeckel gegen Zerdiiand Hobler.
Professor Ernst Haeckel veröffentlicht im Jenaer So®» blatt fönenden ofsenenBriefanMonsieurFerdi- nand yodler, Historienmaler in Genf:
Mt tiefstem Bedauern haben wir in Jena Ihren Namen unter dem lügenlmften Protest gelesen, welchen haßerfüllte Feinde Deutschlands in Gens gegen unsere angebliche Barbarei gerichtet baden, und in welchem die ganze Menschheit zum Kampfe gegen uns her- ausgesordert wird, «ie Itabcn durch diese gehässige und verleumderische Erllärung nicht nur unser nationales Ehrgefühl auf das tiefste verletzt, sondern sich auch selbst ins Gesicht geschlagen. Denn Ihr vielbesprochenes Monumentalbild: „Aufbruch der Jenaer Studenten 1813", welches die Universität Jena um schweres Geld von Ihnen gekauft und in ihren Hallen aulgestellt hat. soll symbolisch den Beginn der nationalen Erhebung darstellen, durch welche daS deutsche Volk vor hundert Jahren sich von der furchtbaren Tyrannei Frankreichs zu befreien luchte, I» gleichem Sinne soll aber jetzt der ungeheure, seü zwei Monaten wütende Weltkrieg, welchen England mit Frankreichs und Rußlands Unterstützung anqestiitct bat, Europa von der angeiiiaßten Weltherrschaft Englands befreien, Daß Sie — als „freier Schweizer"! — in völliger Entstellung der bekannten Tatsachen — diesen in Notwehr uns aus- gedrungenen Befreiungskrieg als ein barbarisches Attentat gegen die merschliche Kultur verurteilen, zeugt ebenso von Ihrer geringen Urteilskraft wie von Ihrer deutschfeindlichen Gesinnung,
Als achtzigjähriger Senior der Universität Jena habe ich, im Verein mit gleichgesinnten Kollegen, den Vorschlag gemacht, daß Ihr Monnmentalbild aus den Räumen der Universüät Jena entfernt und öffentlich znm Verkauf ausgeboten wird. Der gesamte Verkausswcrt soll dem Roten Kreuz überwiesen und zur Linderung eines steinen Teiles der Leiden verwendet werden, welche dieser beisviellosc Völkerkrieg — das größte Verbrechen der ganzen Welt- «-»chichte! — über Millionen unglücklicher Menschen verhängt hat. Wenn unser Vorschlag angenommen wird, sind — entsprechend dem b-ben Einkauispreise — als minimaler Verkaufspreis zehntausend Mack in Aussicht genommen, Meistgebote sind bis Ende November emzureichen. Je mehr, desto besser! Für unsere Tausend« von Verwundete» und Invaliden und ihre notleidenden Verwundeten.
®tn st Haeckel.
lerung zum Vizefeldwebel. Geff. Jakob Sch aas, Ins, liegt, 168, unter Beförderung zum Unteroffizier,
** Der Gepäckverkehr auf der Eisenbahn, Die Gefahr der Verschleppung von Gepäck st ücken ist jetzt, so lange der Zugverkehr auf den Eisenbahnen unter dem Einfluß oes Kriegszustandes steht, naturgemäß wesentlich größer als im Frieden, Reisende, die ihr Gepäck gegen Unregelmäßigkeiten, insbesondere Verschleppung, schützen wollen, handeln zweckmäßig, wen» sie auf den Gepäckstücken dre alten irreführenden Bcllcbungen ent fernen oder unkenntlich machen und an gut sichtbarm Stelle ihre» Namen und den Namen der Ziclstatton anbringen. Auch wird die Verschleppungsgesahr wesentlich gemindert, wenn die Reisenden so zeittg dos Gepäck ausgeben, daß den Eisenbahnbediensteten genügend Zeit zur ordnungsmäßigen Ausfertigung der Papiere und dm Bcklebung vmbleibt. Für die Friedenszeit gilt das Gleiche, Wenn die volle Adresse nicht auf den Gepäckstücken selbst angebracht wird, so ist doch immmhin ein Anhängezettel (Anhänger aus Ledm oder dergleichen) mit der ständigen Adresse des Eigen- tümms praktisch. Bei der starken Geväckstauung zur Mobil mackmugszeit konnten die Eigentümm dm Koffer, die derartig gekennzeichnet waren, viel früher ermittelt werden und in den Be sitz ihr« Geväckstücke gelangen,
** Naturaliengaben fürs Rote Kreuz, Von Landorten ist in letztm Zeit viel Obst in rohem Zustand hier einpeliefmt und auch für die Verwundeten in allen Lazaretten gleichmäßig verwendet worden, Tie in neuester Zeit eintresftn- den Verwundeten leiden meist an Darmkranklzeiten, so daß frisches Obst ihnen nicht vmabreicht wmden darf. Es würde daher, wie man uns mitteilt, weilig verwendbar sein. Dagegen emvstehlt es sich, um auch für den Winter den Verwunderen Obst verabreichen Zi, können, Aevicl und Birnen in gedörrtem Zu st and an das Rote Kreuz zu schicken, daß es dann gleichmäßig aus die cinzeluen Lazarette vmteilt oder den Truppen ins Feld zugeschickt wmden kann. In letzter Zeü wird von eiiizelnen Gemeinden Gemüse in großen Mengen in sehr anerkenuenswerter Weise an das Rote Kreuz und an einzelne Lazarette geschickt, so daß dasselbe augenblicklich gar nicht alles verwendet werden kann, ES empfiehlt sich nicht, das Weißkraut in frischem Zustand hierher zu schicken, besonders nicht ohne vorherige Annielduiig, weil es sonst leicht vmderbcn kann. Dagegen wäre das Einschneidcn zu Sauerkraut und Zusenden in Fässern rätlich,
** Der Po st verkehr in Ostp r euß e n, Für den Bezirk dm Ober-Postdirektion in Gumbinnen, in dem nach der Bckanutinachung vom 1, August dm P o st a n w e i s n n g s - , Zablkartcn-.Zahlungsanweisuiigs-.Postkredit- bries-, Postanstrags - und Postnachnahmevcrtehr eingestellt ist, wird dieser Vmkehr mit der Maßgabe wiedm Zuge l a s s e n , daß die Lber-Postdir e ft i cm_ berechtigt ist, in Gebietsteilen ihres Bezirks, wo es die Sicherhmt erfordert, den Verkehr durch Verfügung an die Posttmsllalten otiszuschließen, Ta es nach Lage der Verhältnisse nicht angängig ist, von solchen Ausschließungen die andmen Postanstalten zu benachrichtigen, müssen die Abend« von Postsendungen nach Orten im Grenzgebiete die Gefahr in Stauf nehmen, daß die Sendungen den Bestinimungs- ort nüht emeichen oder die Auszahlung von Beträgen nicht mög- lick> ist, Solebe Sendungen tverdeu mit Angabe des Grundes zurückgeleitet, Untm denselben Voraussetzungen wird für den Obm- PoNdlrektionsbezirk Königsberg (Pr.) dm nach der genannten Bekanntmachung eingestellte P o st kr e d i t br i e s -, dm Post- Nachnahme- und de- Postauftragsverkehr Wied« zu- gelasscn. Abgesehen von den «wähnten örtlickieii Ausnahmen, zu deren Festsetziing für ihre Bezirke nach srüheren Bekanntmachung«! auck> die andmen Grenz-Ober-Postdircktionen berechtigt smd, bestehen nunmehr in den angegebenen Menstzweigen keine Be- schränkimg>en mehr,
** Krieg und Turnvereine. Bon dm berechtigten Uebmzeugung durchdrungen, daß das Turnen gerade in dm gegenwärtigen Zeit eine Sache von höchster vaterländischer Bedeutung ist, hat der mste Gau Hessen dm deutschen Turner- schaü an die ihm angcschlosscuen Vereine ein Rundschreiben et» gehen lassen, in dem zunächst die möglichste Fördmung dm vom Kriegsininisterium eingerichteten militärischen Vorbereitung der Jugend dringend empfahl«, wird. Dann bezeichnet es die Gau- leitting als patriotische Pflicht, jetzt, wo lausende kräftig« snngm Leute im Felde bleiben, für die Kräftigung des Nachwuchses zu sorgen. Die Gaulcitung bittet, in allen Vmeinen das Turnen wieder anfzunehmen, Sir wisse recht gut, daß bei vielen Vereinen durch die Einbmuffing dm wehrpflichtigen Turnbrnder die Mitgliederzahl eine gmingcre geworden ist, dies dürfe aber keinen Verein abhalten in dm jetzigen schwmernstrn Zeit, sein« Schuldigkeit zu tim. Habe ein Verein keinen geeigneten Leiter, dann seien die Nachbarvereiue gerne bereit, Hilfe zu leisten. Vielleicht lasse sich auch dadirrch ein Ausweg finden, daß mehrme, nahe beieinandm liegende Bmeinc sich zum gemeinsamen lieben zusannnenschließen und wenigstens Sonntags zur Turnarbcit antr«en. Selbstredend dürfe dies nicht während des Gottesdienstes geschehen, denn die Turn« sollen mich ichen religiösen Pflichten Nachkommen, Mit Rücksicht mis die Kriegslage seien vor allem die in ein« dem Rundschveiben beigefiigtrn Anlage vorgeschriebenen militärischen Uebungen diirchzuttirnrn, Tie sonstigen Geräteübungen sollen während des Krieges nur gepflegt werden, w«in es die Zeit erlautzt. Die Gauturnwarte und Bezirksti iruwarte, soivie die Turnwarte dm größeren Bm- eine seien gmne bmeit, den kleinmen Bmeinen mit Rat und Tat an die Hand zu gehen. Die Bezirksttirnwarte wmden msucht, ihre Bezirksvereine w«iigstens einmal im Monat an einem gut er» reichbarcn Ort« zum Turn«i einzuladen, wie dieselben es sich auch einrichten wollen, die Vereine zu besuchen,
Kreis Friedbcrg.
b Friedberg, 18. Okt. I» der Wetterau wurden für das in den bochvogclen stehende Friedberger La »d sturm- Latnillon 1427 Säcke Kartofkeln iin Gesamtgewicht von etiva 1780 Zentnern als Liebesgabe» gesammelt, wovon bereits etwa 900 Säcke abgeschickt wurde».
Starkenburg und Rhrinhesien.
X W a I d » M i ch e l b a ch , 17. Okt. Ten Tod sürs Vatmtrmd starb aus Frankreichs Erde der hiesige Obcramtsrichter Bickel- h a ii d t, der als £inui>(mm,n und Kompagnieiührer ü» Landivehr- Jnianterie-Negiment 118 stand. In dem a»i dem Felde der Ehre Gelalleneu verliert unsere Gegend einen allseits geachteten und beliebten Beamten, dem alle, die Ihn gekannt haben, ein ehrendes Andenken bewahren werden.
X A u s dem südlichen Odenwald, 17. Okt. In vielen Gemeinden des Kreises ffenpenheim habe» sich in den letzten Wochen unzählige junge Leute zur 'Bildung von Juqendwehren zn- sammengelchlossen, so z, B. ln Fürth, Wald-Alichelbach, Vömmelbach, Affolterbach. Jeden Sonntag nachmittag werden Ueb>mqen abgehalten, mindestens cinmnl wöchentlich findet Unterricht statt. Tie Leitung liegt meistens in den vänden von Kriegervereins- mitgliedern, an manchen Orten wird der theoretische Unterricht auch von den Lehrern erteilt.
Kreis Wetzlar,
O Dutenhofen, 18. Oft. Den Ehrentod für das Vaterland starben zwei brave Söhne unterer Gemeinde, Reservist Karl Loh <Jni.-Regt. Nr. 81) und Musketier Georg Weber iJni.-Regt. Nr. 168).
a. Niederkleen, 18.Okt. Tie Kriegsspende betrug in hiesiger Gemeinde weit über 1280 Mk. Wäsche, Lebensmittel und sonstige Liebesgaben ivurden den Lazaretten Butzbach und Wetzlar zngeiührt.
d. BraunielS, 18. Okt. Prinz Karl zu Solnis. B r a u n > e I s, Sohn des Prinzen Alexander, ist als österreichischer Oifizier im LUter von 82 Jahren im Kample g e s a l l e n.
Hessen-Nassau.
Mitteldeutscher Arbcitsnachwcis-Berband.
h. Frankfurt a, M., 18. Okt, Untm dem Vorsitz des Ge- hcimrats Dr, Breidcrt (Bibrich) trat dm Mitteldcntsche Ar- beitsnacktweisvmbgnd im Stadtvrrvrdnetensitznngssaale zu ein« Besprechung üb« dir durch den Krieg geschaffene Lage auf dem Arbeits markt zusaminen, Oberbürgermristm Voigt bmichtete für.Frankfurt und stellte him eine allgmneine
stessirung auf allen Wirtschaflsgebieten fest, die er vorzugsweise nis die Einwirkungen der Kriegs-Kreditgenossenschafte» gegenüber icn Banken ziirücksührt. Zu wünschen sei nur eine Stärkung des Bauwesens. Ebenfalls stell«« de- Geichäftsführm des Vmbandes, Dr, Schlotter, fest, daß der letzt' Monat fast normale Arbefts- 'erhältnissc auszuweisen hatte, überall seien die Betriebe wieder miigenommen worden. Dringend ersvrdmlich sei das Beschaffen ueiterm Arbeitsgelegenheit«! durch die Staats- und Gemeindebehörden, Die Vertreter der Jwdvstrie betont-n, daß viele Wmke aus Vorrat arbeiten ließen, lim ihre Arbeit« nicht entlaffen zu brauchen. Interessant war die von .Abgeordneten des hessischen Bezirks vvrgebrachte Tatsache, daß im Großherzogtnin Hessen der Arbeitsmarkt gegenwärtig gesestig- *et und stärker dastebe, als im Jabre 1009, Um eine --eitere Besserung der wirtschaftlichen Lage hmbeizufübr«!, wurde »ne zwcekmäffigrre Llrbeitsverteilung, die Ausschakttmg des Vn- dingunasweseus mäbi««d des Krieges und die Herabsetzung des Finssufies emoioblcn. Nach längerer Beratung nahm die Kon- "rcvr schließlich folgende Entschließung an:
„Um der durch Arbeitslosigkeit bervorgenisencu Stockung des wirtschaftlichen Lebens entaegenzutreten, imiß die aus EArbefts- beschafNiiig gerichtete Tätigkeit aller Behörden, all« Arbaftgrb« und Arbeitnehmer durch bessere Organisation des öffentlichen Arbeitsnachweises erleickitcrt imd verbes'mt wmden. Hierbei darf, soweit irgend möglich, weder die Arbeitslvffgkeft zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen benutzt, noch eine zu annehmbaren Bedingunwu augebvtene Arbeit nur deshalb zurück- aewiescn werden, weil sie deni eigentlickzen Berus und d«n ftÜHeren Lohn nicht entspricht,"
Lan-wkr'tsclxrfS.
Die diesjähnste Kartoffelernte iin Teuffchen Reich.
Dm Deutsche Landmirtschaftsrat gibt folgende Schätzung der Kartoffelmntc im Reich bekannt. Auf Gmind dm amtlichen Hektar- fchätznng in Pr«ißen, Mecklenbiirg-Schlverin und Königreich Sachsen, nach den Saatenstandsziffern der übrigen B'mdesstaaten und unter Berücksichtigung, daß ein Teil der Kartofselmnte in Ost- vreuß«i und Obmelsaß infolge der kriegerisch«! Ereigniffe nicht geborgen werden kann, ist die gesamte Kartoffelernte im Deutschen Reich auf 4 7 Mill, Tonnen zu schätzen, dies sind über 2 Mill, Tonnen mehr als dm zehnjährige Durchschnittsertrag von 1904/13 mit 44,8 Mill, Tonnen, In den letzten fünf Jahren betrug die deutsche Kartoffelernte: 1909: 46,7 Mill, Tonnen. 1910: 43,5 Mill, Tonnen, 1911: nur 34,4 Mll, Donnen, 1912: 50,2 Mill. Tonnen und 191,3: 54 Mill, Tonnen. Tie vorjährige Ernte war die größte, welche jemals auf deutschem Kulturboden gewachsen ist. Besonders ungünstig ist die Ernte in diesem Jahre ausgefallen in Brandenburg. Posen mtb Mecklenburg, eine befriedigende bis Mite Ernte haben zu vm- zeichnen: Ostvreußen, Westpreußen, Westfalen, Heffen-Naffau, Rbeiuvrovinz, Königreich Sachsen, sowie säst ganz Süddeutschland, Himnach bildet di« diesjährige Kartoffelernte in ihr« Gesamtheit eine M i t t el e r nt e , die eine sichmc llntmlage für die Volksernäbrung während des Krieges bis zum nächsten Erntejahr gewährleistet.
Wettmanssichtcn in Hessen am Dienstag, den 20, Okt. 1914:
Bedeckt, doch meist trocken, östliche Winde.
Letzte Nachrichteu.
Die Unnchen in Indien.
(WTB, Berlin, 19, Okt, (Nichtaintlich.) Me „DentscVe Tageszeitung" weiß ans Ko-nstgnttiwpel zu bmicht«i: ‘3>i* 10 000 bewaffneten Hindus, die von den englffchen Behörden mit Gewalt in die Armee eingeoeiht werden sollten, haben in Kalkutta revoltiert. Es hat sich ein heftigm Kämvs ent- spoiinen, über dessen Eiuzelheiten noch keine nähmen Nackirrchten vorlieg«!. Jedoch vmlmitet, dm Bizekönrg von Indien sei im Verlaus dm Kämpfe ermordet worden.
Hinter der russischen Front.
(WTB.) Konstantinopel, 18, Okt, (Nichtgmllich,) Das hier mscheinende persische Blatt „Haver" veröffentlicht einen Brief eines Komrsvondenten aus Kiew, in welchem erzählt wird, daß in den letzten Tagen 25 000 verwundete Russen in Kiew eingetroffen sind. Sie sind in dm Nacht in die Svitälm A»m- geftihrt worden, um inckst die Ausmmksamkcit des Pul'likums auf sich zu zieh«!. Alle ösfentllchen Anstalten und großen Gebäude sind in Svitälm umgewandelt worden. Die Verwundeten lieben die Tapsmkeit dm dmitschen und östmreichisch-ungarischen Truppen Io»' bend hervor, — Die russischen Behörden nehmen der Bevölkerung alles Hartgeld ab, wonibm sie vmfügcn, indem sie es gegen Papiergeld nmwechsrln. Das Getteide dm miiselnimiischen Bauern wird gegen geringes Entgelt regiffrimt. Dir Mlitärbeliör- den haben alle Mühlen mit Beschlag belegt. Die Reichen verlassen die Stadt, Untm den Christen und den Muselmanen herrscht Unzufriedenheit mit der Regierung, Kosaken und Gendarmen patronilliuen Tag und Nacht, um einer Erbebunq vorzubmrgen. Me Briefpost und die Zeitungen sind unter Zensur gestellt.
Der Schrecken des Indischen Ozeans.
(WDB.i Berlin, 19, Oll, «Nichtamtlich.) Me hiechm qe- lang«iden London« Blättm schreiben, die engllschen Schiffahrts« kreise b«luruhige es aufs Llmißerste, daß alle Versuche, di« „Emden" und die „Königsberg" unschädlich zu machen, bishm sehlqesckstagen sind. Man vermutet, daß die beiden Kreu- zm fortgffetzt drahtlose Meldungen der sie vrrsvlgcndon englischen Kreuzer auffangen. Es wird jetzt Jagd gemacht auf Schisse, die den Kr«izmn als Tendm biene» und Mt diesem Zwecke mft dacht- losm Tctegraphic ausgerüstet sind,
~ ÄmtticherTeil.
Bekanntmackiuug.
Betr,: Musterung und Aushebung der unausgcbftdeten Landsturm pftichtigen.
Die Musterung und Aushebung der unausgebikdeteu Landsturmpflichtigen, die in den Jahren 1894 bis einschließlich 1885 geboren sind, findet wie folgt st a t t:
Freitag, den 23, Oktober 1914, vormrtkags 8 11 fti, im Saalbou Cafs Leib kWalltorstraße 38) in Gießen für alle Landsturmpflichtigrn ans den Gemeinden Albach, Allendorf (Lahns, Mendorf «Lumda), Allcrtshäusrn!, Lllten-Bvksmk, Annerod, Bellmslieim, Bcltnshain, Bmsrod, Bet- tenhausen, Beuern, Bftllar, Mirkhardsselden, Climbach, Dau- bringen, Dvrf-Gill, Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Gar- bentcich, Geilshakusen, und ferner die in den Jahren 1894 bis einschließlich 1888 geborenen Pflichtigen, die in der Stadt Gießen wohnen.
Samstag, den 24, Oktober 1914, vormittags 8 Uhr. im Saalbau Cafe Leib (Walltor st raße 38) in Gießen für die in den Jahren 1887 bis einschließlich 1885 geborenen Landsturmpslichttgen aus dm Stadt Gießen imd ferner die in den Jahren 189 4 bis einschließlich 18 8 5 geborenen Pflichtigen aus den Gemeinden Göbelnrod, Großen- Birftck, Grvßen-Linden, Grünberg, GrLningen, Harbach, Hattenrod, Hausen. Heuchelheim, Hvlzlwim, Hungen, Inheiden, Kessel- bach, Klein-Linden, Langd, Lang°-Göns, Langsdors und Laut«, Montag, den 26, Oktober 1914, vormittags 8 Uhr, im Saalban Cafs Leib «Wa l l t o r st r a ff e 38) in Gießen ftir die in den Jahren 1894 bis «mschsießlich 1885 ebvrenen Landsttirmpflichtigen mis den Gemeind«! Leihgeftmn. ich mit Dos Mbach, Eolndansen und Müblsachs«», Lindenstruth, Lollar, Londorf, Lumda, Mainzlar, Münster, Muscheulteim mit Hvs-Güll, Nieder-Bssiingen, Nonnenroth. Obbornhoftu, Obm» Bessinoen, Ober-Hörgern, Odenhausen mit Appenborn, Oppenrod, Oneckborn, Rabmtshansen mit Ringelshous«!, Reinhards-


