gezündet. Me Herrenhäuser bieten ein trauriges Bild der Verwüstung. Besonders hatten es die russischen Truppen auf die Uhren abgesehen, die mit meist sehr unsanftem Griff aus der Westentasche des Besitzers in die Stieselröhre eines Kosaken befördert wurden. Dein Pfarrer in Mrowla wurde seine Beichtuhr, welche die Zahl der abgenommenen Beichten anzcigte, aus der Dusche gezogen. Als der Manu später erkannte, daß sie wertlos war, wurde sie wieder zicruekgestellt. Beim Rauben von Uhren taten sich auch die Offiziere leinen Zwang au. Die Geistlichen wurden vielfach zur Ocff- uungder Kirchen gewaltsam genötigt. Auch Verkäufe wurden von den russischen Soldaten durchgeführt. Namentlich geraubte Kühe wurden den Bauern der Nachbarorte um einen Spottpreis zum Kaufe angeboten. War der Preis bezahlt, so erklärte der Verkäufer, daß er sich die Sache überlegt hätte und zog nrit der Kuh und dem Gelbe davon. So wurden mit einer Kuh mehrere Verkäufe durchgeführt, der schließliche Besitzer blieb aber immer derselbe russische Soldat. Besonders zu erwähnen ist, daß-, wie aus einzelnen Bezirken gemeldet wird, Frauen und Mädchen vergewaltigt worden sind.
Musterung de» österreichischen Landsturm».
Wien, 15. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) lim den sich noch lnrmer mehrenden Ansprüchen an die Wehrmacht entsprechen zu können, und um einen möglichst großen Bestand von ausgcbildeten Wehrfähigen zu schaffen, wird nunmehr die Musterung der Landsturmpflichtigen ersten Aufgebots in Aussicht genommen, welche ergeben soll, ob die Betreffenden derzeit wehrfähig, d. i. zum Landsturmdienste mit Waffe geeignet erscheinen. Die Musterung wird sich also mit wenigen Ausnahmen grundsätzlich auf die in den Jahren 1878 bis 1896 geborenen Lcmdlturmpflichtigen erstrecken, die bis einschließlich 1913 bei ihrer Stellung und Ueberprüfung als waffenfähig befunden oder im Wege der Nachprüfung aus dem gemeinsamen Heere, der Landwehr oder der Gendarmerie ausgeschieden wurden.
Die Stimmung in Lemberg.
Ofenpest, 16.Okt. Lemberger Flüchtlinge berichten, in Lemberg herrsche ziemlich Ruhe. Am Tage sicht inan fast keine Truppen in den Straßen; auch die russischen Offiziere spazieren meist in Zivilkleidern umher. Nach 8 Uhr abends darf niemand mehr auf den Straßen weilen. Ein Teil der Stadt, der fast ausschließlich von Ruthenen» bewohnt war, ist zerstört. Aus den Museen wurden große Kisten mit geraubten Gegenständen nach dem Bahnhof geschafft.
Die russische Sozialdemokratie gegen die Negierung.
Brüssel, 16. Okt. Der Vorstand der russischen Sozialdemokratie hat an den Führer der belgischen Sozialdemokraten Dandervelde folgenden Brief gerichtet:
In Rußland herrscht die gleiche schamlose Unterdrückung und grenzenlose Aussaugung des Volkes wie früher. Auch während des Krieges, wo man erwarten konnte, daß der russische Absolutismus vorsichtiger sein Iwürde, ist er seiner wahre» Natur treu geblieben. Alle sozialdemokratischen Zeitungen sind unterdrückt, alle Arbeiterorganisationen ausgelöst worden. Verhaltungen und Anweisungen ohne Urteil finden andauernd statt. Deshalb kann das russische Proletariat aus keinen Fall und unter keinen Umständen einen Waffenstillstand mit der russischen Regierung schließen, sondern muß ihr jede Unterstützung verweigern. Bei uns kann keine Rede von einem Bruch der Treue sein. Umgekehrt halten wir es jetzt für unsere Pflicht, vom Standpunkt der alten Forderungen, die das russische Proletariat einmütig während der letzten revolutionären Bewegung aufgestellt hat, den unversöhnlichen Kampf gegen die Regierung fortzusetzen. SBir halten es für unsere Pflicht, die jetzige Lage der russischen Regierung im Jntercsie der russischen Freiheit auszunützen.
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England und der Orient.
Konstantinopel, 16.Okt. (ALM. Nichtamtlich!.) Der „Tasvir-i-Effiar" bestätigt, daß der frühere Kommandant der türkischen Flotte, Admiral Limpus, in der russischen Schwarzen-Meer-Flotte Dienste genommen hat. Die Nachricht maclit in türkischen Kreisen einen üblen Eittdruck und trägt lebhaft dazu bei, die Verstimmung gegen E n g l a n d zu verschärfen.
Konstant inopel, 16. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die Blätter melden, ist der frühere persische Justiz- minister, Prinz Mirza Riza, hier eingetroffen. Er soll Urlaub erhalten haben und wird Konstantinopel bald verlassen, um sich nach Monaco zu begeben. Ein türkisches Blatt bringt eine Unterredung mit dem Prinzen, in der dieser erklärt, daß Persien unter dem gegenwärtigen Schah, der ein starkes Reich schaffen wolle, große Fortschritte mache. Das Budget sei in Ordnung gebracht. Die persische Staatsschuld belaufe sich aus 6 Millionen Pfund, was für ein so großes Land eine unbedeutende Summe sei. Für Reformen in Persien sei vor allem Geld notwendig. Man plane dem Abschluß einer Anleihe, die auch dazu dienen solle, die alten Staatsschulden zu bezahlen. Die Regierung werde Steuern einführen ähnlich denjenigen in europäischen Ländern, denn gegenwärtig gebe es mit Ausnahme der Zölle keine Abgaben in Persien. Das Land werde dann über bedeutende Reserven für den Fall des Bedarfs verfügen. Der Schah bemühe sich ständig, die türkisch-persischen Beziehungen enger zu gestalten. Persien benötige heute vor allem eine Armee. Gegenwär-z tig arbeite eine besondere Kommission zu diesem Zwecke. Persien werde bald eine reguläre Armee in Stärke von 30 000 Mann haben. Das Land werde durch den gegenwärtigen Krieg sehr gewinnen. — ,Zkdam" hebt die Bedeutung der Erklärungen des Prinzen Mirza Riza hervor, die von den Ottomanen als gutes Vorzeichen sür die Beziehungen zwischen den beiden Ländern ausgenommen würden. Das Blatt ist überzeugt, daß zwischen der Türkei und Persien eine unerschütterliche Brüderlichkeit ausgerichtet wird.
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Die Tätigkeit der deutschen LandeöversicherungSanstalten.
Berlin, 16.Okt. (WTB.) Der Präsident des Rcichs- Versicherungsamtes Dr. Kausamann hat in einem Artikel in der „Woche" (Nr. 38) die hochherzigen Kriegsmast- nahmen ver deuffchen Landesversicherungsanstatten geschildert. Die gewaltigen Summen, die nach dem Beschlüsse der Vertreter der deutschen Landesversicherungsanstatten in der Sitzung im Reichsversichernngsamte am 31. August für Kriegswohlfahrtspflege bereit gestellt werden sollten, beginnen jetzt in verschiedenen Kanälen in die Masse der Bedürftigen zu fließen.
An der Kriegsanleihe haben sich dre Landes Versicherungsanstalten mit 150 Millionen, die Berufsgenossenschaften mit etwa 40 Millionen beteiligt.
Für Zwecke des Roten Kreuzes-Zentral-Kvmi- tees, Landes- oder Pwvinzstellen, wurden biS jetzt schon über 900 000 Mark anfgewendet, darunter 200000 Mark für Lazarettzüge.
Für warme Unterkleidung für unsere Soldaten verausgabten die Anstalten 500 000 Mark und zwar flössen diese Summe»
einer Anregung des Präsidenten Dr. Kausinann zufolge, den
verschiedensten Landes- und Provinzstellen zu, um der Ärbeits- lvsigleit im weitesten Umfange zu steuern.
Auch an der Hilssaksivn für die vom Feind« zerstampften» Provinzen Ost-Preußen und Elsaß-Lothringen sind die betreffenden Landesversicherungsanstalten im Verein mit anderen durch lokale Bedürfnisse weniger in Anspruch genommencit Anstalten beteiligt. So ,»erden Elsaß-Lothringen von der rheinischen Landesveriichcrunglanstalt mehrere Millionen darlehnsweis« zur Verfügung gestellt.
Für die Ausrechterhaltung des Betriebes unserer H eil-Anstal t c n, nainentlich der Heilstätten für Tuberkulosebekämpfung, wurden gewaltige Mittel ausgewcndct.
Diese großartigen, finanziellen Leistungen unserer Lan- desversichcrungsanstalten auf dem Gebiete der Kriegswohl- sahrtspflege liefern uns den Beweis, daß unsere Arbeiter- Versicherung sich nicht bloß im Frieden, sondern auch im Kriege wohl bewährt und sie geben uns das Recht, auf uw- sere Arbeiterversicherung stolz zu sein.
Aus Sta-i und Land.
Gießen, 17. Oktober 1914. Oktobertage.
Mtt welken Wangen, im bunten, verschlissenen Mantel, mit Fruchtgeschenken behängen, ist der Herbst wieder ins Land gezogen. Auf den Wiesen beginnen im Dänrmerlichst die milchweißen Nebelschwaden zu brauen, am Dornbusch hängen morgens bereifte Spinnweben, die Zeitlose ist verblüht. Das Leben in der Natur geht zur Rüste.
Es ist heuer nicht anders wie sonst in Oktobertagen da draußen. Und dennoch weckt das protze Sterben in Feld und Wald heute Empfindungen, knicpft Gedankenreihen, ruft Erinnerungen wach und Ahnung, deren Bedeutung wir sonst in Herbsttagen nur in der landläufigen Betrachtung der Jahreszeit oder, kam es hoch, in der Poesie nachgegangen! sind. Heut erinnert uns oas Sterben des Waldes an das große Vergehen des Lebens fern auf zerwühlten Schlachtfeldern, weckt das abgeerntete Land Vorstellungen von einer anderen Ernte, die ein mitleidloser Schnitter auf endloser Flur ohne Rast und Ende schon seit Wochen halten darf.
Es ist so leicht und klingt so verständig, wenn man Vergleiche zieht zwischen dem neuen Leben, das im Lenz aus Herbstesmüdigkeit und Winterstarre ersteht und denr Völkcrfrühling, der aus zerstampften, vom Kriege zerpflüg- ten Gefilden erblühen soll. Es klingt eben z u verständig, als daß unser Gesicht, das so gerne am Aeußerlichen rankt und blüht, daran eine Stütze finden könnte.
Nein, die Natur, die uns in diesen Herbsttagen mit der Eindringlichkeit der Wahrheit als Gleichnis einer riesigen Walstatt erscheint, trägt ihren Trost nicht in spitzfindigen Vergleichen und unfruchtbaren Verstandcsschliissen) sondern in sich selbst. Die wundervolle, reine, abgeklärte Schönheit der letzten Tage, die milde Ruhe nach heißen Stunden des Reifens, die nun draußen webt, sie ziehen die Gedankeiz von den Bildern des Vergehens auch wieder mit feinen Fäden empor zum Verstehen sür die friedvollen, sanften Wirkungen des herbstlichen Waldes, der braunen Felder, des von Tag zu Tag freier werdenden Ausblicks in hie Weite. Und diese Ablenkung von den Eindrücken des strengen Tages können wir gerade jetzt so aut gebrauchen, und ein Gang durch die herbstmüde Natur bestätigt e§ so gern, daß der Herbst nicht nur den Frieden der Trauer kennt, sondern auch in seiner ruhevollen Schöne wieder zum Heilmittel »»erden kann, wenn die Wirllichkeit nrit harter Hand ihre Parallelen zwischen dem Tod der Natur und dem Tod des Schlcuhtfeldes ziehen möchte. . .
Am Waldrand leuchtet der Ahorn und läßt wie goldene Münzel seine Blätter zu Boden fallen, t»enn die Amsel von ihm aufsliegt. In den Buchen schilt der Häher lärmend über deinen im Fallaub raschelnden Schritt. Fern klingt es tvie das Geräusch der rostigen Achsen eines Holzfuhrwerks, und erst wenn du zur Höhe blickst, siehst du, daß ziehende Kraniche mit ihrem Geschrei dich getauscht haben. Von den Höhen siehst du die blaugoldenen Schleier, die die Herbstsonne über die braunen Halden spinnt, siehst im sinkenden» Licht da und dort und Wieder an ariderer Stelle feurige Punkte und ziehende Rauchfahnen — die Kartofselscuer der Jugend.
Und leise und allmählich kommt die Ruhe des Herbst-
abends auch ins Herz, die Ruhe, die uns.der Gang der Geschichte weit draußen nicht gönnen mag . . ,
Auf dem Felde der Ehre gefalle».
(Aus Hessen und den Nachbargebieten.)
Unterofs. August Bodenbender, Res.-Jns.-Rgt. 81 und Res. Karl Bo denkender, Res.-Jlnf.-Regt. 116 aus Felleidillen
(Dill). — Gefr. Wilh. Busch, Jnf.-Rgt. 81 ans Straßebersboch.
— Gardist Konrad Müller, Jnf.-Rgt. 115 aus Gonsenheim.
— Unterofs. Clemens H uy, Feld-Art.-Rgt. 27 aus Mainz. — Res. Rvb. Sternberg, Res.-Jns.-Rgt. 116 aus Friedberg. — Mberr Oeitel, Jnf.-Rgt. 117 aus Friedberg. — Landwehrm, Karl .Bonrad Bindewald, Jnf.-Rgt. 116 aus Helpershain.
— Landwehrm. Heim. Christ, Jnf.-Rgt. 116 aus Eschenrod. — Einj.-Freiw. Jak. Reuter, Jnf.-Rgt. 80 aus Lauterbach .— Landwehrm. Joh. Keller, Jnf.-Rgt. 116 aus Lauterbach. — Res. Friedrich Fernkorn, Jnf.-Rgt. 168 aus Offrnbach a. M. Felbw.-Lt. und Lehrer Engelb. Franz, 8. bavr. Jnf.-Rgt. aus Lämmerspiel. — Res. Ludwig Junker, Ins.-Regt. 11b aus Offen- doch. — Kanonier Fritz ©erfbnet, Feld-Art.-Rgt. 25 aus Osfenbach a. M. — Landwehrm. Heim. Cloos aus GontcrS, hausen. — Landwehrm. Heim. Heß, Jnf.-Rgt. 116 ans Rom- rvd. — Landwehrmann Wilh. Hof mann, Jnf.-Rgt. 116 aus Rainrvd. — Res. Heim. Harbä ch, Jns.-Rgt. 116 aus Großen- Buseck, — Res. Otto Keil, Jns.-Rgt. 116 aus Obrrbessingen,
— Feldwebel Heine, fionttum, Jnf.-Rgt. 118 aus Münster
ber 'Gießen. — Unterofs. Freih. von Diemar, Jnf.-Rgt. 81 aus Ebcrstadt bei Gießen. — Res. Friede. Zimmermann, Jns.-Rgt. 116 aus Grvßen-Linden. — Lustschiffer-Untrroff. Fricdr. Bock aus Z. 9 aus Gießen. — Untervff d. R Leonhard Kraushaar, Jnf.-Rgt. 162 aus Gießen. — Landwehrm. Ferdinand Rau, Jnf.-Rgt. 116 aus Launsdach. — Lehrer Fritz Kraft aus Worms. — St. Ph. Müller, Jnf.-Rgt. 118 aus Darmstadt. — Bizeseldw. Äidwig Lanz, Jnf.-Rgt. 115 aus Darmstadt. — Res. Paul Koebekr ans Darmstadt. — Grsr. Adam
Petri, III., Jns.-Rgt. 116 au« Brwmsbmdt. — Gardist Heinrich Dörr, Jns.-Rgt. 115. — Gardist Heim. Bvs sert, Jnf.- Rgt. 115 aus Worms-Pfifflvgheim. — Karl Schäfer, Bierbrauer und Otto Schäfer, Dipl.-Jng. aus Biedenkopf. — Füs. Ludwig Bernhardt, Jns.-Rgt. 80 aus Dautphe. — Oberjäger Wilh. Euker, Jägerbat. 3 aus Marbmg. — Landwehrm. Friedr. Oestreich, Jns.-Rgt. 81 aus Dmlar. — Landwehrm. Peter Müller, Ins-Regt. 81 aus Schwalbach — Landwehrm.
Heim. Kasper, Jnf.-Rgt. 81 aus Burgsolms. — Einj.-Freiw.
Lehrer Ludwig BepHr, Jnf.-Rgt. 80 in Wetzlar. — Landwehrmann Heinrich Hecker, Jns.-Rgt. 116 ans Schwalbach. — Landwehrm. Ludwig Ulzenheim«r, Landwehr-Rgt. 116 ans Burgsolms. — Res. Rudolph W et, ri ch, Jnf.-Rgt. 118 aus Worms-Psiffligheim. — Friedrich Aartenbach, und Ludwig Harte n bach in Worms.
Landwehr-Jnfantcric-Rcgt. Nr. 116. Tärmstadt.
Bitr») le Francois voin 8. bis 10. 9. 14.
2. Kompagnie» Bizeseldw. Ossizicr-Stellvertr. Bruno Stoeckins, Düsseldorf, lvw. — Usfz. Valentin Hebermehl, Cannstatt, tot. — Usfz. Heinrich Holzer, Gürstein, Kr. Grvß-Gcrme, lvw. — Wehrmann Franz Raab, Lorbach, Kr. Mosbach, tot. — Wehrmann Josef Weiler, Bensheiin, tot. — Gefr. Tambour Valentin Brunnengräber, Lorsch, Kr. Bensheim, tot. — Wehnn. Johannes Reinhardt, Leeböim, Kr. Gvoß-Gerau, tot. — Wehr«. Ludwig Cezanne, Walldorf, Kr. Groß-Gerau, schvw. — Gefr. Johannes Rhein, Nordheim. Kr. Bensheim, lvw. — Wehrm. Jo bann Georg Scnsfelder, Büttelborn, Kr. Groß-Gerau, lvw. — Wehrm. Ludwig Kiisel, Gernsheim, Kr. Groß-Gerau, lvw. — Wehrur. Heinrich Finu, Bensheim, lvw. — Wehrm. Johannes Räude», busch, Lorbach, Kr. Adosbach, lvw. — Gefr. Heinrich Stumpf, Groß-Zimnrern, Kr. Dieburg, lvw. — Gest. Johann Peter Grimm, Münster, Kr. Dieburg, lvw. — Wehrnc. Sldam Gunkel, Lampertheim, Kr. Bensheim, lvw. — Wehrm». Erich Tscherch, Zittau», lvw. — Wehrm. Adam Neundörier, Lorsch, Kr. Bensheim, lvw.
— Wehrm. Georg Kern, Zwingenberg, Kr. Bensheim, lvw. Wehr»,. Philipp Jakob Keller. Nicder-Rodcn, Kr. Dieburg, lvw.
— Wehrm. Peter Michael Roßkops, Münster, Kr. Diebmg, lvw.
— Wehrm. Josef Wilhelm Kremsler, Ossenau, Kr. Ncckarsulm^ lvw. — Wehrm. Bernhard Ofenloch, Bürstadt, Kr. Bensheiuz lvw. — Wehrm. Eduard Rohr hei mcr, Lampertheim, Kr. BcnS- heim, lvlo. — Wehrm. Johannes Gutschalk, Lorsch, Kr. BenS- hcim, lvw. — Wehrm. Georg Heleine, Brandau, Kr. Dieburg, lv»o. — Wehrm. Peter Johann Wenner, Crumstadt, Kr. Grv§ Gerau, lvw. — Gefr. Heinrich Karl Wesp, Raunhetm, Kr. Groß- Gerau, lvw. — Gefr. Unteroffizierschüler Johann Friedrich Haardt, Kelsterbach, Kr. Groß-Gerau, lvw. — Wehrm. Karl Friedrich Kirschcnstein, Roßdorf, Kr. Darmstadt, lvw. — Wehrm. Ja bst Daniel Passet, Walldorf, Kr. Groß-Gerau, lvw. — Wehrm. Frau, Köhl, Oberroden, Kr. Dieburg, lvw. — Gefr. Sebastian Müller, Gernshein», Kr. Groß-Gerau, lv»v. — Wehrm. August Markert, Etzengesäß, Kr. Erbach, lvw. — Wehrm. Heinrich Georg, Semd, Kr. Dieburg, lvw.
* . *
** Ritter des Eisernen Kreuze»». Oberlt. PrS- torius, Fußart.-Regt. 9 (Sohn des LandgerichtSdirektorN Prätorius in Gießen). Staatsanwalt Dr. Schm i t t-Gicßen, Oberlt. d. R. im Res.-Jns.-Regt. 168. Staatsanwalt D r ü m « p e r t - Gießen, Oberlt. d. R. im Res.-Feldart.-Regt. 25, unter Beförderung zum Hauptmann. Leutn. .Karl Retzkaff tm Fcldart.-Regt. 9. Offtz.-Stellv. Peter Dritzsch, Landwl- Jnf.-Regt. 116 (Lehramtsassessor in Grünberg, zurzeit verwundet im Genesungsheim Marienhöhe bei Darmshadt). 2t d. R. W. Pepp ler, Res.-Jns.-Regt. 118 in Fürth i. O. (geb. in Gießen). Feldwebel-Lt. Keil aus Feldkrücken. Reservist Heinr. Eise aus Schotten. Unterofs. d. Res. Bernhard Ohr in Offenbach a. M. Scnritätsrcrt Dr. Platz, Stabsarzt d. R. im Landw.-Regt.81, aus Großen-Linden.' Res. Heinr. Luh im Jnf.-Regt. 116 aus Großen-Linden. Res. Heinr. Jung aus Großen-Linden (inzwischen gestorben). Flugzeugführer Serg. Zimmermann aus Herbstein. Bäckermeister Paul Hcitzenröder, Vizefeldwcbel d. R. im Jnf.-Regt. 116 aus Nredermoos. Kaufmann Georg Sch e er im 153. Jnf.-Rgt. aus La überdach. Bergaffessor Lt. d. R. Remy aus Werlburg. San.-Unberoff. August Sabel aus Diez. Untervff, Paul Jung aus Diez, Drag.-Regt. 20. Vizeseldw. Ph. Müller, Fahnenträger ini 168. Jnf.-Rgt. Reallehrer Langsdorf a. d. Taubstummenanstalt Friedbcrg. Oberlt. und Kompagniesührer im Landw.-Jnf.-Roat.l01 Bergrat Kirr in Dillenbiirg. Oberlt. Adolf Schmidt im Ins -Ragt. 45, Lehrer Gustav Herrmann, Etns.-freiw. Untervff. imJnf.- Regt. 168. Reservist Theodor P fa ff au? Herborn, 81. Res.- Jnf.-Regt. Feldwebel Esch bei der Maschineirgew-Komp. des Res-Jnf.-Rgts. 116, aus Edingen. Bizeseldw. Forstwart- Aspirant Paul Ki r s ch ner aus Strebendorf. Gardist Georg Theiß aus Weickartshain. Leutn. d. R. Ernst Hoffmann im Jnf.-Regt. 143, Fähnrich Adolf Block in der Maschinen- gewehr-Kontp. des Jnf.-Regts. 117, aus Büdingen. Major Weyeraang vom Stab des Jnf.-Regts. 168 in Friedbeqg. Fritz Reinh art-van Gül Pen aus Worms, Rittmeister d. L. beim Stabe der 25. Res.-Div. Freie nsehner/ Öauptm. im Jnf.-Regt. 118. Erich Bcrndt, Leutn. d. R im Res.-Feldart.-Regt. 16. Freiherr sstobert Löw von und zu Steinfurth, Leutn. d. R. beim Reg.-Stab des Feld- Art.-Regts. 25. Regimentsführer Moritz Freiherr von Gall vom 29. Res.-Inf.-Regt. (1. Kl.). Bizeseldw. d. R Otto Welsch im Res.-Jnf.-Regt. 83. Leutu. d. R Krause im Jnf.-Regt. 173. Obertt. d. L. Kärk Gilbert. Führer deS 2. FestungS-Masch.-Gew.-DruPps (früher Postaffistent in Biedenkopf), aus Marburg. Tambour Andreas Ger lach von Dautphe im Jnf.-Regt. 138. Leutn. b. 31 tm 17, Bahr. Jnf.-Regt. Karl Mann aus Offenbach. Leutn. d. R. nn Jnf.-Regt. 83 Korndörfer aus Gladenbach. Leutn. Kolb vom Pion.-Bat. in Kästet. Obermusikmeister Franz Mick- le y vom Feldart.-Rgt. 25. Jakob Dom, Landw-<Jnf.<Regt. Nr. 118, aus Darnrstccht. Oberamtsrichter Hof meyer von Aldenstadt. Lehrer Albert D i s q u ä aus Wimpfen, Dizefeld- nuebel im 21. Bayr. Jns.-Regt. Leutn. Pampe vom Jnf.- Regt. 74 (kommandiert als Beobachter zum Ebappen-Wua» zeug-Park) aus Wetzlar. Wzefekdw. Mett von der Unteroff.- Schule Wetzlar.
** Kartoffclmarkt. An den letzten Markttage», am Dienstag und Donnerstag, waren K a r t o f fe l v e r- k ä u f e r auf dem Markt nichterschienen. Von den Landwirten wird mit dem Verkauf zurückgchalten offenbar in der Absicht, die Preise in die Höhe zu treiben. Die Kartoffrlernte ist so reichlich ausgefallen, daß ein Preis bis zn 2,50 Marl für den Zentner bei Deckung des Winterbedarfs ausreiche»h sein dürste. Mehr ist in früheren Jahren bei gleichen Erntv- verhältnissen auch nie gezahlt worden. Der st ä d t is ch e Shnx tofselverkaus in dem alten Schulhans am Oswaldsgatte« wird recht stark in Anspruch genommen. Dem Vernehmen nach beabsichtigt die Stadt noch große Quantttäten Kattoffek aus Mitteldeutschland zu kaufen und abzugeben. Einem solchen Vorgehen der Stadtverwaltung n»ird man nur zustinv- men können, da es Ausgabe der Stadtverwaltung ist, di« Ernährung ihrer Einwohnerschaft sichcrzustelleu.
** Die Kosten der Einquartierung für die Stadt Gießen werden nach einem flückttsgen lleberschvcrg für den Monat September zwischen 20—25 000 Mk. betrcrgen. D« dafür zur Auszahlimg kommende Gescimtsnmnre bettägt rund 70 000 Mk. Für die Einquartierung zahlt das Reich pro Mann und Tag 1.20 Mk. mtt Berpflcgung, so daß die Stadt noch 0.80 Mk. draufzahtt.
" Erleichterung der Heereslieferungen. Die stellvertretende Militür-Jwtrndcnrtur des 18. Armeekorps gibt folgendes bekannt» Bei der Bereitstellung des »rmfangreichen Heeresbedarfs toerden an di« llnternehmer auch in finanzieller Hinsicht erhebliche Anforderungen gestellt, da sie meist große Summen für baren Einkauf von Rohstoffen und Bezahlung von Arbeitslöhnen vvrlegcn müssen. Um die He ereslie feran ten nach Möglichkeit in ihren Leistungen zu unterstützen u»m> iwch weitere Kreise von Unternehmern an den Lieferungen zu beteiligen, wird allgeniein bekannt gegeben, daß auch schon Teillieferungen von den Bcklcidnngsämtcrn und Dienststellen angenominen uich sofort nach der Abnahme b»- zahll werden können. Bei besonders dringlichen Lieferungen


