und da» Selbstbewußksein der österreichischen und deutschen Armeen heben 'Die ohnehin gehörig gerupften Flügel des russischen Adlers wüiden dadurch noch mehr beschnitten. Dieser beginne, an mehreren Stellen verwundet, jene Gebiete zu räumen, die seit einem Jahrhundert für ihre Befreiung vom russischen Joch kämpfen. Der Fall Antwerpens werde zur Befreiung vieler unter dem Joche Rußlands und dessen Verbündeten schmachtender Völker beitragen, ,,'Deslmlb" — schließt das Blatt — „begrüßen wir aufs Herz lichste den großen deutschen Erfolg,"
Minister di San Giuliano.
Rom, 12,Okt, (WTB.) Wie die Zeitungen melden, Dcrt der Minister des Aeußern, Mmrguis di San Giu I i a n o , heute nacht einen starken G i ch t a n f a l l verbunden mit Symptomen von Herzschwäche gehabt. Indessen trat heute im Befinden des Ministers eine Besserung ein, dre auch am Nachmittag noch anhielt.
Eine innere Anleihe in Dänemark.
Kopenhagen, 12, Okt, (WTB, Nichtamtlich.) Der
Fin an z min i ster hat heute dem Falke ring eine Gesetzesvorlage vorgelegt über eine inländische Staats
a n l e i h e von 4 Prozent in Höhe von 60Millionen Kronen, Die Anleihe soll zu 92 Prozent abgeschlossen werden und ist rückzahlbar in 40Jahren, Zur Uebernahme der ganzen An- 'Ici&e ist ein Uebereinkommen zwischen verschiedenen inländischen Gesellschaften und Institutionen geschlossen worden.
Das Vorgehen der Engländer in unseren Sndseelolonien.
Dewlin, 12. Oft. (28$®.) Die „Nordd, Mg, Ztg." schreibt Mir Lage in unseren Siidseekolonien: Dem jetzt lsierher gelangten „Australasian" vom 17. September und 24, September entnehmen mir nachstehende Mitteilungen jrber das Vorgehen der Engländer in Neuguinea und Samoa (es handelt sich dabei fast ausschließlich! um Reutermeld ringen):
Nach dem Bericht eines tratfn Australien zurürkgekehrten Trnv- pentransportschiffes lief ein eruchsches Kriegsschiff, das die weiße - Flagge führte, Aeichtzeittg mit dem Transportdamvfer in den Hofen von Apia ein. Der Gouverneur war nicht anwefenü. Sein Stellvertreter verweigerte ttotz der nuinerischen Ucber- legenheit der Angreifer die lieber gäbe. Der Gouverneur befand sich während dieser Zeit im Gebäude der drahtlosen Tele- graphenstation. Die britischen Truppen wurden an Land gs- , bracht und besetzten die SMdt Apia, von den Eingeborenen angeblich freundlich begrüßt. Am 30, August erfolgte die feierliche Proklamation und Besitzergreifung Sarnoas durch die Engländer in Gegenwart des Seeoffizier korM, der Land- und Seemacht sowie 'der Eingeborenenhäuptlinge und Residenten, Zum Gouverneur wurde Eolonel Logan ernarmt. Der Gouverneur Dr, Schultz, sein Sekretär, ein Beamter der Tele- gratchenslation nnd ein deutscher Kmiffrkann wurden nach Auktion d gebracht. Sie wurden in guten Quartieren in Quaran- tame Island untrrgebracht. Während ihrer Reise wurden ihnen keinerlei !Beschränkungen auferlegt. Der Gouverneur Schultz erwartete, auf Ehrenwort frergelassen zu werden: doch wurde ihm eröffnet, daß er seinen Wohnsitz auf der genannten Insel zu nehmen habe, '
Ucber die Besitzergreifung der Station Nauru (Marschallinseln) durch eine starke Wteilung austvcrlischer Streitkräfte wird unterm 21, September folgendes berichtet:
Der Gouverneur lgemettck ist der Stativnschef! leistete kernen Widerstand, Es wurde auch kein Versuch zur Verteidigung der drahtlosen Statton unternommen. Dies« ist zerstört worden. Zwei deutsch« Zivilbeamte wurden nach Sydney gebracht. Mit der Zerstörung der drahtlosen Station aus den Karolineninfeln haben die Deutschen nunmehr den letzten Tclegraphcnstützpunkt im Stillen Ozoan verloren.
Nicht ganz so 'leichtes Spiel hatten nach derselben Quelle die Operationen gegen Neu-Guinecr, und zwar sollte nach einer Reutermeldung vom 12. September Herbertshöhe von einem australischen Expeditionskorps ohne Kampf besetzt worden sein. Hiermit steht jedoch eine weitere Reuternieldung vom gleichen Da^e in Wideo- spruch, nach der das Kampffeld bei Herbertshöhe sich über ein Gebiet von sechs englischen Meilen erstreckte.
Die Station für drahtlose Telegraphre wurde vom Landungs- korps zerstört und die britische Flagge aus Herbertshöhe gehißt. Die Erstürmung von Simpsonhafen wurde für den nächsten Tag vorbereitet. Eine jAbteilung Morinetrnppen, die an Land ging in der Absicht, die Telegraphcnstatton zu zerstören, streß auf kräftigen Widerstand. Bei Tagesanbruch rückte das Landunqs- korps vor und es entwickelte sich nun aus erneut Gesechtsfelde in einer Ausdehnung von vier englischen Meilen ein erbitterter Buschkrieg, Die Wege waren teilweise nrit Minen besetzt und die Statton durch Schanzgräben gesichert. Nach emer Reutermeldung hat sich der befeblshabendr deutsche Offrzcer der ersten Verteidigungslinie 500 Bords seewärts von der Station bedingungslos ergeben. Die Engländer begannen daraus die Rekognoszierung der deutschen Streitkräfte und brachten zwöls- psündige Geschütze an Land, um die deuttchen Stellungen unter Feuer zu nehmen, falls sre es nicht vorziehen sollten, die lleber- gabc zu wählen, lieber das Ergebnis der Kämpfe läßt sich der Bericht nicht aus, Tie Verluste der Engländer betragen nach Reuter: tot: 2 Offiziere und ein Arzt, sowie vier Atatroscn (Marinereservisten:, verwundet: ein Leutnant und drer Matrosen, Die Verluste der Deutschen sollen an Toten 20—30 Mann und an Gefangenen zwei Offiziere, einschließlich des Kommandanten. 15 Unteroffiziere und 56 eingeborene Polizisten betragen haben. Endlich wird auch hier die Lüge aufgettscht, daß die Deutschen in Herbertshöhe mit gezähnten Bajonetten rmd Dnm- Dlum-Geschossen gekämpft hätten.
Daß mit dem zeitweiligen Verluste unserer Südseekolonien zu rechchen war, ist bei der geringen Anzahl der« dort verfügbaren Streitkräfte ohne weiteres klar. Es gilt hierfür das gleiche, was neuerdings auch von englischer Seite zugegeben wird, daß nämlich das endgültige Schicksal unserer Kolonien auf dem Kriegsschauplätze Europas entschieden wird.
Briefen von in Pago-Pago auf ameritzanisch Samoa Und auf der Insel Tutuila ansässigen Agenten der „Deutschen Handels- und Plantagengesellschaft der Südseeinseln" zu Hamburg vom 4. September ist noch folgendes zu entnehmen:
Eine englische Flotte mit fünf Kreuzern und zwei Transportschiffen besetzte am l. September Apia imd landete 1500 Mann Besatzung, Die Kriegsschiffe sind inzwischen wieder abgefahren und die Transportschiffe weggesandt worden, um Proviant zu holen. Die Engländer sollen den Gouverneur Dr, Schultz anfänglich schlecht behandelt haben, was sich jedoch nach cuiem Protest der englischen Bevölkerung von Apia änderte, Hirsch, der Leiter der Funkcnstation, ist ebenfalls weggcführt worden, Hirsch hat verschiedene Maschinenteile der Anlage versteckt: es ist ihm mit Erschießen gedroht worden, falls er die seylenden Teile nicht heronsgebe. Ferner sollen ihnr hohe Summen für die Herausgabe angeboten worden sein. Er hat geantwortet, daß er Deutscher und daß aus die Herausgabe nicht zu rechnen sei. Sämtliche Fahrzeuge und Motorboote sind beschlagnalMt und alle Pferde im Umkreise von zehn Mellen um Apia regurrierk worden Die Besatzungstruppen besuchen durchloeg aus tungcu, in Australien angemusterten Burschen, Am Strande sind acht Kanonen ausgestellt; der Gouverneur hat gegen die Besetzung SamoaS protestiert.
Au» Stadt und Land.
Gießen, 13. Oktober 1914.
Auf dem Felde der Ehre gosaLen.
(Aus Hessen und den Rachbargebieten.l Gesr. Ludwig Freund, Jnf,-Rgt, 82 aus Ohmes, — Res, Hcinr, Herr mann, Jnf,-:Ngt. 116 aus Alsfeld, — Bizescldw Fr, Wilh, Massebus, Jns.-Rgt, 118 ans Worms, — Ma,or und Bat,-Komm, Ernst Maurer, Jns.-Rgt. 137 aus Dormchadt,
— Res, Adam Karl Pabst, aus Darmstadt, —• Res, Willi Netz aus Dormstaöt. — lluteross, d, Laudw, Mil, Herling, Traiu- bat, 18 aus Tarmstadt. — Bizewachttnerster d, R, und Gerithttz- rcsrrendar Helmut He n astender g, Fcld-Art.-Rgt, 15 ans Wies baden, — Landwehrnr, .Karl Specht V,, Jns.-Rgt, 83 aus Dodenau llgiedeniopfd — Landwehrm, Hrinr, Gl i ß, Jrrs.-Mgt 87 aus Schlitz, — Laudtvehrm, Wilft, Strohschnitter, Landw- Rgt, 80 au» Wiesbaden, — Kriegsfreitv. Jos, Schützc n hau s ans Wiesbaden, —^ Dizefeldm, Barrens che«. Ins, N»t, 168 ans Butzbach, — Rcs, Gg, Hcinr, Feuerbach, Jns.-Rgt, *8 ans Ober Wöllstadt, — Fahnenjunker Aals Schmidt, Jns.-Rgt, 88 ans Mainz, — Landloe^m. Wilh. Hinge ly, Jns.-Rgt, 118 tm? Mainz-Aastel. — Gesr Johann Ga wr »sch , Pionier-Bat, 21 ans Mainz, — Gesr, d, R, Peter Schmitt, Jns.-Rgt, 147 cm? Mainz-Kastel, — Off,-Stellv, Reinh, Pensel, Jns.-Rgt, 88 aus Mainz, — Res, Joh, Gg, Eschenfelder, Jirf.-Rgt, 117 aus Mainz, — Landwchrm, Jak, Haas, Jns.-Rgt, 116 aus Steiubach,
— sJäger £ tto M ülle r, J-gerbat, 11 mrs Lollar, — Obermatrose Ludwig I« n g. Res, Matr,-Art, ans Klein-Linden. — Res, Ludw, Küspert, Inf,-Rgt, 116 ans Gießen, — Off.-Stellvertr, Ed, Hetzer, Rcs.-JnpRgt. 81 ans Krosdorf, — Gesr, Georg Har - ursch, Jns.-Rgt, 148 aus Aatzenbvrn, — Res, Karl Ja ko b, Jns.-Rgt, 146 aus Mvfckzenchin:, — Eardist Rud. Schneid-er. Jus, Rgt, 145 aus Gießen. — Res, Ätkh, Niebch, Jiff-Rgt, 81 aus .Krofdorf, — Mnsk, » M ü kl e r, Jus,-Rgt, 116 aus Klein Linden. — Gesr, Karl H-i ll g ä r t me r, Jns.-Rgt, 115 aus Kesselbach, — Res, Hcinr, Weiter, Inf,-Rgt, 116 aus Gießen. Ingenieur August T r ö st e r ans Butzbach, — Res, Franz Schul z. Res,-Rgt, 116 ans Bulach. — Unteroff, d, R, >md Lehrer Ludw, Arnold, Res, Rgt, 80 aus Obcrlleen, — Geft, Wilh, Schäfer, Feld Art,-Rgt, 61 ans Gamchach, — Res, Phil, M e tzg« r, Jns.- Rgt, 116 ans Gambach, — Gcfr, d, R, Jul, Jakob Best, Jns.- Rgt. 118 mrs Köngernheim, — Res, Iran Frey aus Worms,
— Lt, Theobald Gras von Geldcrn-Egmond, Jns.-Rgt. 80 in Wiesbaden, — Landwehrm, Joharm Zahn aus Wiesbaden, — Res, Karl Herz, Jns.-Rgt, 116 ans Wiesbaden, — Mnsk, Karl Kilb aus Souncnberg, — Füs, Nikolaus Krist, Jns.-Rgt, 80 ans Wiesbaden, — Bizeseldwebel d. R, und Stsdtsckretär Georg Alt den, Jns.-Rgt, 81 aus Wehkar, — Mnsk, Jak, Strack, Jns.-Rgt, 142 ans Niederbiel, — Landwehrm. Peter Döll, Jns,- Rgt, 116 aus Mbahanscn, — Res, Friede, Dich, Jns.-Rgt, 81 ans sSteiudorf, —< Res, Karl M-a n d l e r, Inf,-Rgt, 81 aus Kinzenbach, — Res, Wilhelm Nobitz, Juf,-Rqt, 84 aus Herborn, — Geft, d, R, Siegftied Rosen thal, Jns.-Rgt, 116 ans Offcnbach a, M, — Bizcfeldw, d, R, Lehrer Balthasar Bai er, Jns.- Rgt, 115 in Offcnbach a, M, — Mnsk, Phil Leonhardt, Jns.- Rgt, 468 ans Qffcnchlch a, M, — Pionier d, R, Richard Wagner, ans Offcnbach a, M, — Geft, d, R, Friedrich Büttner aus Wirbelau, — Res. Joh, Gg, Oßwald, Jns.-Rgt, 116 aus Darmstadt, — Lt, Otto Herbst, Jns.-Rgt, 87 ans Darmstadl Lchrcr Georg Hirschenstein, ans Rußelstzeim, — Lcchrcr Karl Naumann aus Mndsachsen, — Res, Emil Nagel, Jns.- Rgt, 116 aus Büdingen, — Res, Konr, Gommer, Jns.-Rgt, 116 ans Büdingen, — Unteroff, Wilh, Habermann, Jns.-Rgt. 130 in Mainz, — Vijeseldw, Franz Wörner, Jnf,-Rgt, SS ans Hanau, — Gesr. d, L, Anton Gräber, Jns.-Rgt, 88 aus Hanau,
— Landwehrm, Wilh. Hvfmann, Jnf.-Rgt. 116 ans Rainrod,
Die LetzenSnnttelprcise,
Der gestern in Frankfurt zusummengetretene hesfische Handelskammcrtag, dem ein Vertreter des Ministe- rimns des Innern beiwohnte, nahm folgende Erklärung an die Reichsrcgierung an: „Der heute versammelte Hessische Handelskammertag hält es einstimmig ftrr sehr wünschenswert, daß einer anormalen Steigerung der Preise für be- 'timmte Lebensbedürfnisse staatsicherseits cntgegengetreten werde. Als geeignetes Mittel dazu erscheinen in erster Linie die Beibehaltung der bestehenden Staffeltarife und ihre Ausdehnung auf Gerste, Hafer und Hülsenfrüchte, Ferner hält der Handelskammertag die Einführung von .Höchstpreisen für Weizen, Roggen, Gerste, Mühlenerzeugnisse, Hafer, Hül- enfrüchte, Kartoffeln und Futtermittel grundsätzlich für wünschenswert, jedoch darf diese Festsetzung nur von einer Reichszentrale aus geschehen. Es müssen dabei die verschiedenen Produktionsgebiete und verschiedenartigen Qualitäten berücksichtigt, es muß ferner eine richtig bemessene Spannung zwischen Rohware und den einzelnen Zwischen- und Fertigerzeugnissen eingeführt, auch der Unterschied zwischen Großhandess- und Kleinhandelspreisen berücksichtigt und dem Handel die Erfüllung seiner Aufgaben gewährleistet werden Der Handelskammertag bittet die Reichsregierung, mit Vertretern der verschiedenen Produktionszweige und des Handels in eine beschleunigte Beratung zur Lösung der Frage einzutreten."
Das Vorgehen des Handelskammertagrs wird in weiten Kveffen mit Befriedigung ausgenommen ioerden. Gerade in den letzten Wochen, ja noch rn den letzten Tagen, haben sich auch in unserer Gegend llnznträglichkeiten auf dem Lebens« mittelmarkt herausgesteN, sie keineswegs immer durch den Zwang der Verhältnisse, sondern leider vielfach durch die Sorge für den eigenen Nutzen hcrvovgerufen worden sind. Wie'die Stadt Gießen zu einer Festsetzung des .Höchstpreises ür Kartoffeln schreiten mußte, so ist auch an anderen Örtert Heffens nnt Maßnahmen gegen zu hohe Derkanfspretse vor- geganqei, worden. U. a. hoben stellenweise Behörden den Kärtosseleinkauf aus anderen Gegenden, die billigere Preise ibellen, in die H<nrd genomrnen. Es sind uns mehrfach Mitteilungen und Anregungen in Sachen des Lebensmitrel-
marktes zugegangen, von denen wir bisher uns nicht ent- konntcn, (ffehrauch zu machen, namentlich urn Ent-
chließen
icherdungen unter höheren ats rein lokalen Gesichtspunkten nicht vorzngreifeii. Hoffentlich fitljrt die Eingabe der Handelskammer zu einem baldigen befriedigenden Erfolge.
** Hoftrauer in Hessen, Wegen des Ablebens des önigs Karls, von Rumänien ist eine Hoftrauer vom 12. bis zum 28, Oktober 1814 einschließlich angeordnet
worden,
** Pcrsonalnach-rechten und Ordensverleihung cn, Der SteirereloSnckrut des Grostherzogs, Generallcnt- nant v, Hahn, hct für die Dauer des Feldzuges Verwendung in einer mobilen Kommandoslelle gefunden, — Die Vertretung iu bnt Gesckäilen des Generaladiutnnten hat bei dein Großherzog mk Felde Mchor und Fkügetad,„tont Freiherr v. Massenbach, in larnistadt Mojor a. D, Morneweg, — Die Großherzogin bat dein Staatssekretär des Reichspvstamts Wirll, Geheimerat Kractke in Berlin am 7, Lklober ans Anlaß seines 50jährigen Tienstjnbilüums die Kvrare Min Großkrenz des Verdicnstvroeiis Philipps des Großznüttgen verlühen, — Die Gvoßherzogm hat
am 30, Septeuiber ds, Js, dem leitenden Vm-standsniit^j^,
Voffchilß- und Ki.ediivercins F-riedb.rg Jean Dörr bafeS^ ! M
Ritterkreuz 2. Klasse mutigen verliehen
ds.
des Bcrdicnstordens - Die Großherzogin ss, den Krcisamtsgehilsen Friedrich H <
stadt aus sein Rachsuchen mit Wirkung vom 1, Oktober Bu* 8 aus dem Staatsdienst entkaffen, ' > 4
den Eharaktrr als „Rewnungsrat morde der Fin«iz«rst>irant Ernst Koch aus Alsfeld !>
, , ** Das Eiserne Kreuz erhielt der Offittcr-Ttelhiriw. (sruher Einj.-Feeiw, im 116. Rgt.) Heinrich Walleal», " im 88, Iniantrric Regiment, — Herr Wallenfels war frfil*," Hause Bock u, Cie. hier tätig, ^ ’ ;
" Kreiskomitee für Rot es Kwen z und Kri»»- Hilfe, Nach Mitteilung des Kreiskomi tee s und untrr £1 n weis mrs die Anzeige in Rr, 213 dieses Blattes vom 11, bcr^1814 sind in dcr Zeit vom ll, Septemdcr bis 1Ö. cSk d, J4, aus folgenden Gemeinden usw, die beissA^f Beträge an den Krciskasscnrechner abgeliesert und von an den Landesverein vom Roten Kreuz in Darmstckdt übevn^ worden: Gemeinden: Birklar 70 Mk,, Allendoff a. d, Ldan ivtark, Taubringen 135 Mk,, Dorf-Gill 200 Mk„ Großen--,^ S07.L7 Mk., Geil-Bmnen 150 Mk,. Hol,heim 1050 Mk„ HanT?
84,80 Mk,. Harbach 100 Mk„ Himgen 500 Mk„ Jnheida n > Mark. .Keffelbach 120 Mk.. Lollar 221,35 Mk„ LeihgestemV- Mach, Lekmheim lKreis Mssell» 130 Mk„ Langsdorf 6075g Lindenstrnth 50 Mk., Rtoinzlar 700 Mk„ Nieder-BeffinM, n Mark, Obbornhofen 100 Akk., Ober-Bessingen 148 Mt »x dingShmffen 260 Mk, Stmifenbcrg 300 Mk., stockhmffen ist ^
Trais-Horloff 120,40 Mk, Ntphe 250 Mk. Billingcn 62,5V M Deitershain 200 Mk,; werter ans .Hol,beim: Geiangvevein 5gw, ans Lang-Göns: Vom Verein der Käserribesitzer 50 Ms, m Lauter: Kirchenopscr 52,08 Mk, sowie für die Grenzboa-tz» 18,70 Mk, zusammen 70,78 Mk.; vom EisenixikmerverrstiT» borf 100 y hmm QlrvpirtVw>TPttT ^ß-nftvrt 1 — n?
. vom Zweigverein des Roten Kreuzes st, »t 2000 Mk,: aus dcr Gemeinde Leihgestern und zwar vom (W„ verein 50 Mk nun den X., — ,A .“
verein 50 Mk, von den russischen Arbettern auf dem Aech
Mk,, zusammen 55 Mk,; vom Bienenzüchter verein in Mz 20 Mk,: <ruS Qneckborn und zwar Kirchenovier 215,75 Mk, st», sür die Grenzbewohner 44,40 Mk, zusammen 260,15 MO dem Kriegerverein Reiskirchen 70 Mk.; aus Trais a. b.’ Sb, und zwar Kirchrnkollcitc 45,38 Mk. und vom Burschenllnb 40®, zusammen 85,38 Mk: von Beamten und Arbeiter» der Sw! Fricdrich-Trats-Horkoss 211,70 Mk, wovon 8 Mk an das Jfc konissen hans in Darm stadt abzuliesern sind. Der 6Kiaiickkt« dcr vorstehend aufgefübNen Gaben beläuft sich auf 9101,53 ® Es ist also zuzüglich dcr bis zum 10,' September abgeliesestr 18 271 ,45 Mk bis jetzt, uneingerechnet der direkt nach 2®,, stadt abgeliesertcn Gelder, aus den L andgemcindc» de Kreises Gießen der Betrag von 28 372,88 Mk an de Laudesverein in Darmstadt abgeführt worden.
** Wie die Verlustlisten festgestellt werden, Ti oberhessisther Bürgermeister hatte sich aus einem besonderen sh laß wegen einer falschen Mitteilung in einer aut l i ch e n V e r l n st l i st e an das General-Kommando des 18, z, mechorps gewendet und zugleich Vorschläge zu einer genaueren ses' stcllung der Verluste geniacht. Das General-Kominando sandte da
Anschreiben den. Zentral -Nachweisbureau des Lnq-,
ministerinnls zur Begutaastung ein. Daraus gab das Burma tn Bürgermeister Nachstehende allgemein interesffcrende Angaben, au,, im Felde die Verliffte sestgestellt werden: Die Truppen habe überhaupt keine Verpflichtung, den Angehörigen den Li oder die Verwundung des Gefallenen mitzutellen. Es ist dies tni
sächlich nicht möglich, dem, die siegreich vorgehcnde Tnwpe übei f
läßt die Ausräumung des Gefechtsseldes den nachfolgenden Zw Pen, Die Toten werden dann durch die Erkennuugsiumken ftf ^ -wstellt. Die zurückgebliebene Truppe beffndet sich in noch schlechten Lage, Dazu kommt, daß den Truppenteilen jede schriftliche Arbe , ferngehalten >verden muß, die nicht dringend nMtoendig ist, und daz gehören auch die Verlustlisten. Sie melden zu diesennai' was sie ganz bestimmt wissen und deshalb daaer auchdieFertigstellungundHerausgabederLiÜe s o l l a n g e. Den Kameraden zu verbieten, private Nachttchtcn iu» hinten zu senden, ist ebenfalls unausführbar, Kompagine-, Es kadron- und Batterieführer werden ja bei geringen Verlusten ger die Angehörigen bcnachrichttgen, bei großen ist dies jedoch nick möglich. Das einzig Richttge ist, das Publikum zu beru h i g e n und zu vertrösten, bis die amtlichen Verlustlisten beimc kommen. Denn darin sttmmen ivir «das Bureau) mit Ihnen Bürgermeister) überein, daß die Gerüchte schon viel Unhei- » gerichtet haben, . ."
** Zur Nachahmung empfohlen! Die Schüler d> Untersekunda des hiesigen Realgymnasiums haben unter ff für die bedrängten Ostpreußen gesammelt, 40 Mark tmliile zu wohltätiger Verwendung abgeliefert werden,
** Die Wahrheit im Ausland! Eine neue Numm
der vom .Handelstage heransgegebenen Kriegsberichte Ii« ltlichen Entnahme in den lstesigen Buchhani
zur u n e n t g e»WW>W»»W»WWW^^M _ lungen und im Lesesaale der U n i ve r si t ä t sbibliothe bereit und kommt lwfsentlich, nanientlich als Bellag« zu, °u llärenden Briefen an Verwandle und Freunde, zu recht umfassciii» Verwendung.
** Einen Rat für unsere Soldaten gibt em Leserin unseres Blattes in folgender Zuschrift, M der si durch unsere Notiz in Nr. 235 über.japanische „Papier kleidu n g" veranlaßt worden ist: „Biele lviffen aber ga nicht, welchen ausgezeichneten Sä>ntz geg>en Kälte Zet tunaspapier bietet. Papier ist bekanntlich ein äußer! schlechter Wärmeleiter. 10—20 Dkätühen Zeitungspapiei. die Stiefel gelegt, halten die Füße warmz Beim sbärkstei Wind wird die Brust warin gehalten, wenn man mehrer Zeitungslagen unter den Rock zdvischen Hemd und Hosin träger schiebt; und beim Schlafen im Freien auf einem Arr ist es von Vorteil, diesen Arm mit Zeituugspapier zu w> wickeln, da dadurch das Eindringen der Erofeuchtigkeit mr Erkältungen vermieden werden. Wer auch bei rheumattsch« Schmerzen ist Zeitungspapier ein überraschendes Heilmitwl wenn rnan die schmerzenden Stellen mit Papier umbindct' " Ausfuhrverbote. Auf Grund des § 2 der statstr lichen Verordnungen vom 31. Juli, betreffend daS Ver^ der Ausfuhr gewisser Waren, ist der Reichskanzler ermäch tigt, von den VerbotSbestimmungen Ausnahmen zu statten. Anträge auf Gestattung von Ausnahnien sind bar Reichsamt deS Innern schriftlich einzureichen. Dafiir empfiehl sich die Benutzung eines vom Reichsamt des Innern aus gestellten AntragSmusterS. Hiernach angescrtigte Vordruck können von der Handelskammer Gießen bezog« werden. ,
** Verleihung von Ehren-Urkunden «* selbständige Personen des Handwerkerstand? Tie Handwerkskammer zu Darm stadt wird, wie in früheren reu, an unselbständige Personen des Handwerkerstandes, GestU^ Gehilfen usw,, weläw mindestens 25 Jahre in ein und dcmicioe Betriebe uitunterbrochen tätig gewesen sind, als Slnmkemwug die treue Arbett Ehren-Urkunden verleihen, ^rr dem wirffchastlichcn Aufschwung, den eine große Zahl
gruppcn^in den zwei letztm JahrzehMen genomnren lM, tfS]
öfterer Wechsel in dem Personal wie früh« zu verzcichuai, üsiishaltcn von 25 Jahren bei Zn und demselben Geister immerhin schon zu den Selter,besten und setzt Treue, Fleiß- H lichkcit imd rechtschasseuen Sinn voraus. Diesen Peffvnen zur ^ crkcuinmg und anderen zur Aneiserung dienend, sollen du > genannten, künstlerisch gchaUemu Ehrcu-Urkuudeit verlieben den. Die Verleihungs-Bestiinmrtngen sind
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