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Kreis Friedtzerg.

i- Friedberg, 2. Oft. Der hiesige Vorschuß- und

?! ditverein feierte sein 5l)jähriges Bestehen. Bon fcj größeren Feier sah inan wegen des Krieges ab. Dagegen a der Verein eine Jubiläumsschrist heraus, die ein lebendiges I von der Arbeit desselben wahrend des ersten Halbjahrhundcrts t.

Hcssen-Nassnu.

I Eschwege a. b. SB., 3. Oft. (Drahtber.) Heule früh «>en aus dem KalischachtPreußen" der deutschen Kaliwerke », >er Ortschaft Bernterode auf dem Fuchsseld durch herab- >:endes Gestein drei Bergleute getötet und eurer le- « sgefährlich verletzt. Sänrtliche Verunglückten waren eiratet.

s sl Marburg, 2. Oft. Eine ganze Anzahl Angehöriger un- c Universität, darunter auch Privatdozent, der Stabs- der Reserve Prof. Dr. Kirchheim, haben bereits den Heiden­aus dem Schlachtfeld gesunden. Andere sind mehr oder >oe- i t verwundet. Wie lociter bekannt wird, sind auch bereits viele j rburger mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, u. a. drei Söhne Handelskammermitgliedes Kommerzienrat Schäfer m. Kirchhain, 2. Oft. Die Staatsbeihilie zu der O h m - ,ulierung, die bisher in Höhe von 50 Proz. vorgesehen. , ist auf 60 Proz. erhöht worden. Die kleine Gemeinde I ufebach hat für das Rote Kreuz 226,50 Ndk. gesammelt und die hiesige Sammelstclle abgeliefcrt. Das Eiserne Kreuz elt Stadtsörster Fehl mann von Rauschenberg. Die jährige Kartoffelernte ist in jeder Beziehung gut zu nennen, rntct wurden durchschnittlich auf einem Morgen 3840 Sack.

vermischte».

* Prinz Joachim an einen Reg, m entskame- d en. Ter in einem preußischen Garderegiment dienende Ler­nt Kummer, der verwundet bei seiner Schwester in Tep- z wohnt, hat von dem Prinzen Joadtzin von Preußen, der seit Jahren kennt, aut seinem Brief eine Antwort erhalten, der es heißt:

Gott gebe, daß Sie bald wieder gesirnden, um ruhmgekrönt n Potsdam einzuziehen Bon wem werden Src gepflegt? Das iltc stolze l. (tzarderegiment hat bewiesen, daß es zu siegen ind zu sterben bereit war. Kummer, nwnn ich Ihnen irgendwie wlfen kann, so will ich cs gern tun. Sie wissen, daß wir beide inmer für Schwung im Dienst waren. Auch ich bin stolz darauf, ür das geliebte Vaterland verwundet zu sein und bedaure nur, licht mit dem Regiment sein zu bürten. 2hm erhalte Sie Gott.

Ihr ergebener Joachim v. Preußen. Tie erste Hindenbnrg-Slrahe in Grobberlin, r Mariendorfer Haus» und Grundbesitzer - Verein hal vor- chlagen, die dortige Chanfleesiaaße in .Hindenburgsiraße' um- auftn.

' Ein norwegischer Dampfer gescheitert. In c Nähe von Wilby ist am 29. September der norwegische riupter »Best landet' gescheitert. Bon der ans 71 Man» be­hende» Besatzung konnten 2V in ein Boot anigenommen werde», dem sie zwei Tage lang bei Sturm und Kälte umbcrtrieben. Das rot ist am TonverSlag abend in Hoborg angekommen. Vier I ann waren inzwischen vor Erschöpfung gestorben.

Wclteraussichten in Hessen am Sonntag, de» 4. Oft. :üb und wolkig, südwestliche Winde, zeitweise Regensälle.

1211:

Letzte Nachrichten.

** Eine vorläufige Verlustliste der neun­en Koinpagnie des Infanterie-Regiments i t. 116 bis zum 16. September ist dem vertvnndetien cmpttnann Wolf vom Feldwebel aus dem Felde zu- egangen. Sie liegt auf der Bürgermeisterei zur Einsicht- ahme offen.

*

Dom Hansatmnd

lWTD.t Berlin, 2. Oft. (Nichtamtlich.) Der Han fa­ll n d berief aus Anregung der Potsdarner Handelskammer zu ! freitag abend eine Besprechung ein. Die von Vertrauensmänncrn I us allen Teilen Deutschlands besuchte Versammlung beschloß I inftimmig, für das Deutsche Reich während der Dauer des Krieges u Schutz und Förderung der Interessen von H<mdel, Gewerbe und )öandwerk eine Kricgszentralc des Hansabündcs zu j nlden. Den Vorsitz übernawn der Präsident des Hansabnndes Geh. I Rat Riesser, die Geschästsrührnng Regierimgsrat Professor > Dr. Leidig. Die anwesenden Vertreter der Hmisbesitzer-Organi- l ationcn erklärten, in ernstem Zusammenwirken mit der Kriegs- I zentrale arbeiten zu wollen. Die Kriegszentrale hat unverzüglich J bre Tätigkeit durch Einsetzung von Ausschüssen ausgenommen. Der Ausschuß zur Bekäinpsung der Kredimot begann unter Vorsitz von Professor Krüger (Charlottenbnrgt sofort seine Arbeit.

| Das Eiserne Kreuz 1. Klasse.

S t r a ßb u rg i. E., 2. Okt. (WDB. Nichtamtlich.) Wtzaen I hervorragend tapferen Verhaltens vvr dem Feinde wurden . Oberst Mathis (inzwischen an einer Verwundung gestor- benß Major Eonsbrucb und Hanpttmrnn Nelle, sämtlich

vom Infanterieregiment Nr. 136, vom Kaiser durch die Der- leihung des Eisernen Kreuzes 1. Klasse ausgezeichnet.

Aus der Provinz Posen.

Berlin, 3. Okt. DasBerliner Tageblatt" erfährt, daß der vreußische Kultusminister angeordnet habe, daß in der Provinz Posen dort, wo Lehrermangel besteht, Geistliche polnischen Religionsunterricht erteilen sollen.

Zum 75. Geburtstag Hans Thomas.

(WTB.) Karlsruhe, 2. Okt. (Nichtamtlich.) Ter Großherzog ernannte Hans Thoma, der heute seinen 75. Geburtstag feiert, zumWirklichenGcheimenRat.

Dir Entscheidungsschlacht im Osten.

London, 3. Oft. Ter Berichterstatter derTimes" meldet aus Petersburg, daß die russische» Militärsachverständigen an­nehmen, Polen werde der Schauplatz der größten Schlacht dieses Krieges werden. Tie Deutschen hätten anscheinend das Vertrauen, daß sie in dieser Schlackst siegen werden. Jedenfalls seien die neuen und großartigen Pläne der Entscheidungsschlacht nicht mehr fern der Ausführung.

Dir militärischen Leistungen Deutschlands.

Dien, 2. Okt. «WTB Nichtamtlich TieZeit" be- rechnet, daß Deutschland auf sechs K r i e g s s ch n u vlätzcn tätig ist und überdies mit unausgesetzter Wachsam, feit seine Nordgrenze zu schützen, gegebenenfalls Vorstöße des Feindes abzuwehren oder eine Blöße, die er sich gibt, rasch auszunützen hat. 'Wenn man überblicke, nach wie vielen Seiten und mit wie gewaltigen Mitteln die deutsche Kriegs- fnhriing arbeite, erhalte man ein Gesamtbild militärischer Leistungen, wie sie eine einzelne 'Nation überhaupt noch nie nials, seit es eine Staatcngeschichte gibt, vollbracht hat. Bon der Vaterlandsliebe, denr Opfermut und der hingebenden Tapferkeit, die das deutsche Volk in dieser schweren Zeit be­tätigt, iverden spätere tzleschlechler mit Bewunderutt-g er­zählen.

Ter wirtschaftliche Krieg.

i. Köln, 3. Oft. DieKöln. Ztg." meldet aus Dresden: Ich erfahre aus hervorragenden Kreisen der sächsischen In­dustrie, daß man daselbst über den in Poris beschlosienen Boykott der deutschen und österreichischen Waren sehr'kühl 'denke. Man versichert' mär, die deutsche Jiioustn'e werde durch diesen Boykott voraussichtlich nur Nutzen haben, da eine Wieder- vergcltnng in der .Fernhaltung französischer Waren vom deutschen Markte sehr naheliegend sei, die nmn jetzt in Deutsch­land in gleicher Qualität herstelle, die aber noch immer von Frankreich bezogen loorden seien, weil sie die MarkeParis" trügen. Ucbrigens habe Frankreich nach dem Kriege von 1870 71 einen ähnlichen Beschluß gefaßt, ohne ihn durchführen zu können. Die Brrsorgnng des franzSsischen Heeres mit Wintcrkleidung.

(WDB.> Paris, 2. Oft. -Nidstamtlich.) Tw Blätter bringen einen amtlichen Aufruf des Devartements-Hilssdicnstes mir der Bitte nm W int er kl ei düng für die Soldaten. Ter Kriegs- mmister hat einen Befehl erlassen, nach loclchem alle neu einbe- rnfcnen, bereits erngezogenen oder ins Feld zurückkehrenden Mann­schaften sich auf eigiene Kosten nicht nur, wie bereits früher be­fohlen, mit Schuhwerk, sondern auch mtt wollener Unterkleidung versehen sollen, nämlich: zwei Flanellhemdcn, zwei Trikotnnter- hosen, einer Unterjacke, einer Leibbinde, zwei Paar wollenen Socken, einer wollenen Decke und ein Paar wollener Handschuh«. Bei her Ankunft beim Regiment erhalten die Leute die Kosten vergütet.

Indische Truppen in Marseille angekormnen?

«WTB.) Marseille, 2. Okt. (Nichtamtlich.) DemPetit Marseillais" zufolge nahm der Konrmandierende General des 15. Jnspcktionsbezirkes an Dienstag eine Parade über dort angc kommene indische Truppen ab

Aus Antwerpen.

Beul in, 3. Okt. Einer Rotterdmner Meldung des Berliner Lokalanzeigers" zufolge wird die belgische Re­gierung einen großen Teil der Bevölkerung Ant­werpens, wvhrsclzeinlich rund 20 000 Familien, aus der Stadt entfernen. Die Mehrzahl soll nach Holland gebracht werden, wv große Vorbereitungen für die Aufnahme getroffen sind.

Aus Lüttich.

B e r I i n, 3. Okt. DemBerliner Lokalanz." zufolge hat der deutsche Kommandant in Lüttich verfügt, daß in den Gemeinden zwischen Lüttich und Bisse und in Lüttich selbst die Volks schulen wieder geöffnet werden. Der Unter­richt wird in gewohnter Weise von belgischen Lehrern und Lehrerinnen erteilt.

Der örtliche Poftverkchr in Belgien.

(i) Köln, 3.Okt. DieKöln. Bolksztg." meldet aus Brüssel: Die Absicht des Deutschen Generalgouverne­ments in Brüssel, den örtlichen Po st verkehr wieder zu organisieren, scheiterte vorläufig an der Weigerung der belgischen Briefträger, den Dienst wieder aufzunchmen. Unter diesen Umständen ist die Absicht einstweilen nicht durch­zuführen.

Die englisch-französischen Herausforderungen vor »en Dardanellen.

i. Köln, 3. Oft. DieKöln. Ztg." meldet aus Konstan- tinopcl: Wie das RegicrungsorganTauin" mittcilt, sind die Dardanellen geschlossen worden, nachdem am Samstage die sich in den klcinasiatischen Gewässern aushaltenden englischen und sran züsischcn Kriegsschissc in' den Territorialgewässern nicht nur Han­delsschiffe, sondern auch türkische Torpedoboote an- hielten und ihnen befahlen, sich in die Meerenge zurückzuziehcn, sonst würden sie in den Grund gebohrt. Die Kricgs- fchisse der Verbündeten vcrsolglen die Torpedoboote und näher­ten sich dabei der Einfahrt der Fahrrinne in solchem Maße, daß der S t e l l u n g s ko mm a nda n t die sofortige Sperrung der Dardanellen für an -- gezcigl hielt. DerTanin" fühtt aus, die Anwesenheit der Kriegsschiffe in diesen Gewässern beweise das Mißtrauen der Verbündeten, das diese gegen dir Türkei trotz deren völlig korrekter Haltung hegten. 'Also empfehle es sich, die Dardanellen vor dem Ende des Krieges überhaupt nicht wieder ju öffnen, damit die Sicherheit der Türkei unter allen Umstanden geioährleisttt sei.

Die Deutschen in Kanada.

Berlin, 3. Oft. Stach einer New Dorker Meldung des Berliner Tageblattes" haben die zahlreichen in Kanada lebenden Deutschen zahlreiche Belästigimgen zu erleiden. Biele sind vev- hastet worden. Ta 20 Prozent der Bevölkerung Kanadas Deutsche sind, so ruscn diese Maßnahmen große Erregung hervor.

England und die skandinavischen Länder.

i. Köln, 3. Oft. Die Köln. Ztg. meldet aus Stockholm: Die englische Legation teilt offiziell mit: Da 'Angaben in den drei skandinavischen Ländern im Umlauf waren, wonach die Groß- britannische Regierung beabsichtige, eine m a r i t i m e B a s i s in Dänemark oder Norwegen vorzubereitc», ist die eng­lische Legation erniächtigt zu erklären, daß alle solchen Angaben grundlos seien, urch kategottsch zu dementieren, daß Großbritannien irgendwelche Absichten gegen eines der drei skan­dinavischen Länder habe.

Eine Acußerung von Lord Roberts.

Berlin, 3. Oft. Aus Rottettdam wird hierher berichtet, daß Lord Robetts in einer englischen Zeitung zur Edelmütig­keit ermahnt. Wenn wir 'Anschuldigungen gegen deutsche Sol­daten lesen, sagt er dann, müssen wir bedenken, daß auch gegen unsere tapferen, in Südafrika kämpfenden Soldaten unwahre An­schuldigungen geäußert wurden. Laßt uns jedenfalls die eigenen Hände reinhalten und die Deutschen so bekämpsen, daß wir außer Ihrer Zuneigung auch ihren Respekt gewinnen.

Die Kämpfe mit den Serben.

(WTD.) Wien, 2. Oft., vormittags. lNichtauttlich.) Amt­lich wird bekaimt gegeben: Unsere in Serbien befindlichen Truppen stehen seit zwei Tagen im Slngriffskampf. Bisher schreitet die eigene Offensive gegen den überall in stark verschanzten und mit Drahthindernissen geschützten Stellungen postietten Gegner zwar langsam aber günstig vorwärts. Mit der Säuberung der von serbischen und montenegrinischen Truppen und Irregu­lären beunruhigten Gegenden Bosniens ist energisch begonnen wor­den. Hierbei wurde gestern ein komplettes serbisches Bataillon umzingelt und entwaffnet und als kriegs- gesgngen abtransporttert. Die von den Serben verbreitete Be­hauptung über die Dernichtting der 40. Honveüdivision ist ein neuerlicher Beweis der lebhaften serbischen Phantasie. Diese Divi­sion befindet sich, wie die Serben sich zu überzeugen in den letzten Tagen nnederholt Gelegenheit hatten, in bester Verfassung in der Gesechtsfront und nahm ebenso wie bei Vrsegrad auch an bat Kämpfen der letzten Woche rühmlichsten Anteil. Potiooek, Feld- zeugmeister. ,

Aufstand in Neu-Srrbien.

(WTB.) Konstantinopel, 2. Oft. DerOttomanische Lloyd" veröffentlicht die Mitteilungen eines in Dcdeagatsch eingctroffenen Muselmanen, nach denen die Muselmanen in Dscha- kova. Jpek, Pttzrend, Uesküb und Katschanik die Waffen gegen die Serben erhoben haben und 3 Divisonen gebildet haben sollen. Die Serben hätten den etwa 90 000 Mann starken Sllbancsen 3 Bataillone entgegengestellt. Diese seien von den Albanesen um­zingelt und 2 Bataillone ausgerieben worden. Die Albancsen- führer seien mit 20000 Mann gegen Uesküb gezogen und hätten die Stadt zur Uebcrgabc ausgesordert. Die Albanesen von Mo- nastir hätten sich mit den Bulgaren verbündet. Bul­garische SRiuden hätten den Belgischtapoß besetzt, um den Durch­marsch der Epirotcn nach Mazedonien zu verhindern. Gelegent­lich einer serbensreundlichen Versammlung in Monastir sei es zu einem Zusammenstoß gekommen, wobei 12 serbisckw Gendarnicn ge­tötet worden sind. (Nichtamtlich.)

Aus Albanien.

>SBTB.) Valona, 3. Oft. (Nichtamtkickr) Epirvtische Frei- UÄligc imtcr dem Befehl von Leontokanski und eine Abteilung rwn 500 Mann unter Kapitän S3ardaw haben Berat besetzt. Die albanische Regierung wist eine Expedition zur Befreumg der Stadt entsenden.

«(WTB.) D u r a z z o, 2. Oft. Nichtamtlich.) E s s a d Pascha ist vor einigen Tagen in Tirana angekommen. Die Be Völkern «wz hat ihn sehr kühl empfangen.

Die norwegischen Zollrinnahmen.

(SDTB.) Kristiania, 2. Okt. lNichtamtlich.) Die Zolleinnahmen des norwegischen Staates seit Kriegs­ausbruch weisen bisher einen Rückgang von N/z Millionen Mark gegen die gleiche Zeit des Voriahres auf.

Lichtspielhaus

Aus dem nQuen Programm:

Die Zirkusheldin

grandioses Schauspiel in 3 Akten 10315» ferner noch Naturaufnahmen,Lustspiele usw.

Saal 4 S, Meiilians'

Durch die uns in so über­reichem Maße gesvendetcn Liebesgaben u. freundlichen Besuche sehen wir uns veranlahl, den braven Gebern aus Gießen, Rodbeim, Bieber und Beyberg auch aui diesem Wege uniern beibetten Dank auszusvrechen.

Die zurzeit im Siechenhaus, Saal 46, untergebrachten Verwundeten ^

Oie graOen Eriolge unserer Truppen

können mir dann in gleichem Mahr iortichreiten, wenn unlcre braven Kämvier srisch und krustig er­halten bleiben. Sendet ihnen daher als Liebesgabe

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