Einzelbild herunterladen

Gestörte franjösische Werbearbeit.

Wien, 2, Okt Aus Cetinje wird genieldet, daß ein französischer Major im Aufträge der französischen Re aierung 5000 Italiener angeworben habe, die in eineni französischen Schiff nach der montenegrinischen Küste befördert werden sollen. Die italienische Regierung erklärt, diesen Versuch vereiteln zu wollen,

* * *

Die Krifis in Aegypten.

Mailand, 2. Okt, Das Ministerium weigert sich, die Rcgierungsgewalt des englischen Kommandanten anzuerkennen und di>' Verfügun­gen des Kommandanten zu veröfscntlichen. Der M i n i st e r - Präsident, der sich nach Ko n st a n t i n o p e l ein ge­schifft hatte, wurde von Bord zurückgeholt, Ter englische Kommandant ließ alle öffentlichen Gebäude militärisch be­setzen, Auf dem Palast des Khedive ist die englische National» släggc aufgezogen, vorläusig noch neben der tiirkischen Zahne.

Wie ferner dieUrtione" aus Kairo meldet, haben die eingeborenen Offiziere der englischen Besatzungsarmee gegen die Verwendung im außerägnplischen Dienst und gegen ihre Versetzung nach dem Sudan Einspruch erhoben, da ihre Kapi­tulationen nur für Aegypten abgeschlossen seien. Infolge­dessen ist der Transport der englischen Offiziere nach dem englischen Heer widerrufen worden. Den letzten Nachrichten zuiolge sollen auch die beiden Bataillone der Eingeborenen gegen eine Verwendung in einem Kalifatskrieg vorstellig geworden sein.

Die Wirkung der Tardancllensperre in Rußland.

Wien, 2, Okt, Die Dardanellensperre ries in rii'sischen Handele-pmd Indastri k eisen große Eireg Ug hervor. Di lBörfen- koinitecs von Odessa, Cherson, Nikolajew >uio Rostow trachten im Verein mit dem Petersburger Börsenkomitee eine Aktion einzuleiten, um die verhängnisvolle Wirkung der Dardanellen- spcrrc aut die wirtschaftliche Lage Rußlands zu verhüten. In Odessaer Dandelskreisen klagt man über das egoistische Vor­gehen Englands, das die Sperre verschuldete.

Das türkische Moratorium.

Konstantinvpel, 2, Okt, (W, B, Nichtamtlich.) Das Amtsblatt wird morgen ein Gesetz veröffentlichen, nach dein das mit dem 4, Oktober ablausendc Moratorium auf drei Monate mit der Maßgabe verlängert wird, daß der Schuldner 2 Prozent der Schuldsumme in zwei Monatsraten zu zahlen hat.

Eine bulgarische Note an Serbien.

Wien, 2. Okt. DerSüdslawischen Korresvondenz" Ivird ans Sofia gemeldet: Ter bulgarische Gesandte in Nisch hat dem serbischen Kabinett eine Note überreicht, in der der serbischen Regierung nahegelegt wird, mit Beschleunigung jenen Zuständen in Maze­donien ein Ende zu machen, die die bulgarische Oeffent- ' lichkeit in ständiaer Erregung halten und die Gefahren des Ausbruches des Volkswillens gegen die Bedrückung der bul­garischen Stammesbrüder in Mazedonien in den Bereich der Möglichkeit rücken. Der bulgarische Gesandte betonte, daß die Fortdauer der herrschenden Zustände in Mazedonien den Entschluß der Regierung, ihre gegenwärtige Haltung zu be­wahren, sehr erschweren müßte und sie zwingen könnte, Maß­nahmen, die sie in diesem Fälle für richtig hielte, zu treffen. Bulgarische Absage an Buxton.

Sofia. 2, Okt, Dem Haupt des englischen Balkankomitees, Buxton, überreichten Mitglieder des bulgarischen National­komi t e c s eine Entschließung, worin erklärt wird, Bulgarien ' glaube ott Englands gute Absichten: aber wenn Buxwns Tätigkeit : bezwecke, Haß Bulgarien Rußland umarme und Serbien helfe,

> io möge Buxton erfahren, daß er sich mtr enter sehr undankbaren Aufgabe abmüht.

Die Bulgare» verlassen Rumänien.

Sofia, 2, Okt, Gestern trafen 200 bisher in Rumä­nienlebende Bulgaren ein. Sie sollen erzählt haben, daß Rumänien alle Bulgaren auffordere, das Land zu verlassen, damit sie später nicht vertrieben würden.

Aus Italien.

Basel, 2, Okt, iW, B, Nichtamtlich.) Ter soeben von einer , Reise nach Rom zurückgekehrte italienische Konsul gibt seine Ein­drücke dahin wieder, daß an eine allgemeine Molbil-, ma chung in Italien nicht zu denken sei. Die Bolks- st immun g sei absolut nicht kriegerisch, Ueberall seien Friedensarbeiten im Gange, um die zahllosen Eiiiqewauderlen zu beschäftigen. Die Ernte sei vortrefflich ausgefallen,

Italien und Baloua.

Rom, 2, Okt, Die Lage in Südalbanien wird im­mer ernster. Die Besetzung von Fieri und Berat durch die Epirolcnbanden wird in Depeschen aus Baloua bestätigt. Der Einfall der Banden in Balona wird immer wahrscheinlicher, England und Skandinavien.

Kristiania, 2. Okt, (WTB, Nichtamtlich.) Der Lon- . doner Korrespondent desMorgenbladet" telegraphiert seinem Blatte, ihm sei amtlich mitgeteikt worden, daß die englische Regierung ihren Standpunkt in der Frage, ob Eisenerz zur Krtegskonterbande gehöre, nochmals genau prüfen werde, England täte alles, um das Wohlergehen und die Sicherheit der neutralen Länder zu stützen und die unan­genehme Wirkung des Krieges zu mildern. Die schwedischen Blätter träfen aber nicht den KKrn der Frage, wenn sie nur von der Londoner Deklaration des Jahres 1900 sprächen, Portugals Sympathie für England.

Lissabon, 2, Okt, Ein englischer Kreuzer ist hier angelangt und hat mit den Forts Salut gewechselt. Der Befehlshaber hat dem Präsidenten einen offiziellen Besuch abgestattet, ?lls die Mannschaft an Land ging, wurde sie mit Begeisterung von der Bevölkerung begrüßt, . , .

Z englische Kreuzer versenkt.

(WTB.) Berlin, 2. Okt, (Nichtamtlich.) DasBer­liner Tageblatt" meldet aus Amsterdam: Nach hier vor­liegenden Nachrichten hat der k l e i n c K r e u z e rK a r l s - ruhe" im Atlantischen Ozean 7 englische Dampfer versenkt,

Auszeichnung des Führers vonU

(WTB.) Wien, 2, Okt. (Nichtamtlich.) Der Kaiser bat laut Handschreiben vom 26, September dem Kapitän- leutnant W cdd igen, Kommandant desU, 9", das Rit­terkreuz des Leopoldordens mit der Krisgsdekoration ver­liehen,

Herzog Ernst Günther zu Schleswig-Holstein,

der Bruder der Kaiserin, der seit dem Beginn des Krieges im Felde steht, hat das Eiserne Kreuz erhalten.

Ein Schreiben Anton von Werners.

DieVoss. Ztg," veröffentlicht ein Schreiben Anton v, W e r n e r s an die Römische Akademie von San Luca, in dem es heißt:

Hochgeehrte Herren Kollegen! Mit Staunen habe ich, der

ich seit dem 25, Mai 1895 als Mitglied Ihrer berühmten Aka­demie angehöre, das Telegramm gelesen, das Sie über die Be­schießung von Reims und die angebliche Zerstörung der dortigen Kathedrale durch deutsche Truppen an unsere Akadclnie in Berlin gerichtet haben. Ob Ihnen bekannt ist, daß Reims eine starke Festung ist, weiß ich nicht: aber gestatten Sie mir. Ihnen als Ihrem Mitglied die beruhigende Versicherung zu geben, daß unsere Offiziere und Soldaten lveder Barbaren noch Mordbrenner sind und iin Mieze weder Kirchen urrd Privatgcbäude aus Mnt- ivillen niederbrenuen noch zhnnstwerke, die der ganzen Menschheit gehören, zerstören. Ich habe 1870/71 im Harrptguartier des Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen der Belagerung von Paris beigewohnt und gesehen, wie unsere Soldaten aus den Trümmern der von der französischen Artillerie zusammengeschosse­nen Schlösser von St, Cloud und Meudon Reste von zer­störten Krmstlverken retteten, ja, auf di« Bitte des Direktors der Porzellanmanufaktur von Sevres, Herrn Regnault, an den Kron­prinzen, unter eigener Lebensgefahr im feindlichen Feuer die toertvollsten Modelle in Sicherheit brachten. Sie dürfen also, meine, Herren, überzeugt sein, daß weder der Kultur und Zivili­sation noch der Kunst von den Truppen des mit Krieg überfallenen Deutschen Reiches irgendeine Gefahr droht. Wenn es aber wahr sein sollle, was holländische Zeitungen melden, daß Turm und Dach der Liebsrauenkirche in der von uns belagerten Festung Antwerpen mit Maschinengewehren und Geschützen besetzt sind, so werden Sie, meine Herren, es mit mir von Herzen bedauern, daß unsere wertgeschätzten Kollegen von der Antwerpener Akademie es unterlassen haben könnten, den dortigen Festungs- kommandantcn daraus aufmerksam zu machen, welches Unheil er durch solche Torheiten über die ehrwürdige Kathedrale und die der ganzerr Welt teuren Kunstschatze, di« sie in ihrem Innern birgt, herausbcschwört.

Tie Haltung der österreichisch-ungarischen Truppen.

Wi e n, 2, Okt, (WTB, Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs- presseguartier wird amtlich gemeldet: Der Armee- Oberkommandant Erzherzog Friedrich hat den auf dem galizischen Kriegsschauplatz eingetretenen häugercn Ope­rationsstillstand dazu benutzt, um in Begleitung des Erz­herzogs Karl Franz Josef täglich das eine oder andere Korps zu besichtigen. Gelegentlich ^der Besichtigungen, die ihn nahezu mit allen Truppen der Nordarmeen in Berührung gebracht haben, gereichte es dem Erzherzog zur besonderen Freude, durchwegs einen von Kampfeslust be - seeltenGeist und trotz aller Wctterunbilden die p r ä ch - tigste Haltung der Truppen fest stellen zu kön­nen, Die Verpflegung, welcher der Armee-ober komm and an t sein besonderes Augenmerk zuwandte, hat sich überall als reichlich und tadellos erwiesen, Kriegsmaterial aller Art, insbesondere Munition, ist in vollem Ausmaße vorharrden. Die Stadt Wien an Hindenburg.

Wien, 2, Okt, Bürgermeister Weihkirchner sandte an den Generaloberst v, Hindenburg zum Geburtstage folgendes Glückwunschtelegramm:

Die K, und K, Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, die in treuer deutscher Bimdesgemernschcrst mit Jubel die Nachrichten von den großen Siegen Ew, Exzellenz ausgenommen hat, sendet Ew, Exzellenz an Ihrem 67, Geburtstage die herzlichsten Glück­wünsche und steht Gottes Schutz und L-egen herab ans den sieg­gekrönten Feldherrn unserer Bundesbrüder,

Erfolge gegen die Serben.

Ofenpest, 2, Okt, Aus Mitrowitza wird gemel­det: Die Truppen des österreichischen 8, Korps haben bei Raca 440 Mann serbischer Infanterie gefan­gen genommen. Die serbische Hauptmacht ist im Rück­züge; die österreichischen Truppen verfolgen sie.

Die Beschießung von Offowetz.

Kopenhagen, 2, Okt, Die LondonerMorning Post" meldet aus Petersburg: Die Deutschen setzen die Beschießung der russrschen Festung Ossowetz fort. Der Ausgang des Kampfes ist noch ungewiß. Im schlivimstcn Falle hat aber die Festung ihre Aufgabe, den Feind auszuhalten, bis die russischen Konzentrationen beendet sein werden, erfüllt. Der Berichterstatter des genannten Blattes behauptet, der deutsche Einfall noch Ruß­land sn vollkommen zwecklos, (?)

Unsere Zeppeline im Osten.

Tho rn, 2, Okt, DieThorner Zeitung" erfährt von zuständiger Stelle: Nach einer Meldung des Reuterschen Bureaus soll in den letzten Tagen ein Zeppelinluft- schiff, das über Warschau Bomben geworfen hat, später bei Modlin heruntergeschossen und die Mannschaft gefangen genommen worden sein. Es ist unzutreffend, daß dieser Zeppelin heruntergeschossen wurde, er liegt vielmehr unversehrt in seinem heimatlichen Hafen.

Björn Björnson in Lyck.

L y ck, 2, Oktober, Der Sohn von Björn st jerne Björnson traf kürzlich in Lyck ein. Sein Aufenthalt hat den Zweck, sich durch persönlichen Augenschein von den von den Russen verübten Greueltaten in Masuren zu überzeu­gen, Björn Björnson, der mit Genehmigung des Kaisers die Reise unternahm, wird von mehreren Offizieren begleitet.

Ein Luftangriff der Japaner zurückgewiesen.

Amsterdam, 2. Okt. Reuter meldet aus Tokio: Drei japanische Flugzeuge haben deutsche Kriegsschiffe aus 700 Metern Höhe beschossen. Die Apparate wurden an den Flügeln und Borgestellen durch deutsches Feuer beschädigt und mußten darauf zurückkehren.

3tt» Stadt rind Land.

Gießen, 3. Oktober 1914.

Ans dem Felde der Ehre gefallen.

(Aus Dessen und den Nachbargebieten.)

Oberlt, Willi, Mootz, Res,-Jnf,-Rgt, 118 aus Auerbach in Hessen, Ernj.-Gefr, Jssy Berberich, Jstrs-Rgt. 88 aus Hanau, Res, Phil, Will), Völker, Jns-Rgt. 88 aus Langen­selbold, Feldwebel Walther Paul Friede, Wiese, Jnf,-Rgt, 168 in Friedbcrg, Kanonier 'Heinr, Faatz, Art.-Rgt, 25 aus Assenheim, Landlvehrmann Emil Neuser, Jns-Rgt, 81 aus Roth b, Herborn, Res, Wilh, Gerlach aus Philippstrin, Oberst, Dr, August G u h t, Feld-Art,--Rgt. 47 aus Wetzlar, Hornist Heinr, Martin, Jnf,-Rgt, 116 aus Aßlar, Res, Wllh, Fay, Jns-Rgt, 116 aus Grüninaen, Landwehrmmm Karl ,K ü h l, Res,-Jns-Rgt, 116 aus Gießen, Landwehrmann Karl Boß, Jnf,-Rgt, 116 aus Alsfeld, Res, Gg, Heinr, Klee, Jns.-Regt, 116, Altenbnrg b, Alsfeld, Oberlt, Äug, Iacobi, 4, Landsturnibatterie, 25, Art.-Rgt, aus Darmstadt, Res, ?ldam Dubs aus Worms-Nerihansen, Res, Ludwig Schneider aus Krofdorf, Res, Karl Barmann aus Erbenherm, Landwchrmann Otto Gabriel aus Wiesbaden. Bizeseldw, d, L, Oskar Br ug mann, 15, bayr, Jnf,-Rgt, ans Wiesbaden,

Heinr, Fr, Bär, Res,-Mrm,-Kol. 47 aus Groß-Karbeu, Res, Hans Meier aus Darmftadt, Res, Karl Pfasf, Jäger­bat, ll vlus Wetzlar, Res, Traugott Hart mann, Jns,- Rgt, 81 aus Wetzlar.

** Ritter des Eisernen Kreuzes in Hessen: Dr, Otto Thnrn in Herbstein, Ass,-Arzt im Inf-Regt, 168. Lehramtsassessor Dr. Jul. Rößler in Lcmbach, Vizefeld-

webel d, R, im Jns.-Regt, 186, Oberst u, früherer Berstt-. adjut, Wolf Möller, Inf,-Regt, 116, Lt, d, R, Dr, Prenzel aus Wetzlar, Fliegerleut, Hartwich v, Wj^,. l e r aus Bad-Nauherni, Lt, d, R, Fr, H i l l c b r a n d, Ossi-,' Stellv, Pfarrer Ernst Nack im Laudlv.-Regt, 1l6, hauptO H o e l z g c n im Jns.-Regt, 124 (Sohn des Hofrats Hoelzg-n in Wetlburg), Generalarzt Dr, Duden vom 18, Rest^ Armeekorps (Sohn des verstorbenen Gcheimrats Dr, Duden des bekannten Sprachlehrers), Hauptmann und Kompag»i/ ches S ch u st e r von Wiesbaden, Albert T r i e s ch von derbach (Dillkreis), Hornist im Garde-Gren-Rcgt, Nx, Sergeant Karl Frank von Langwasser bei Ulrichstein w)

61. Art,-Regt, Unteroffizier Schupp der Maschinengetvel,.. abteilung im Jns.-Regt, 116, Osfizier-Stellv, im 53. In Regt, Karl Ziegler in Stuttgart (früher Feldwebel b-i^ 116, Jns.-Regt, Oberlt, Muhl vom Jns.-Regt. 118 Obew d, R, Alfred D a u b e r vom Feldart -Regt, 25, Major v d Sode, Hauptnraiin Secdcrer, Hauptmann Lenn-' Hauptmann v, B ri tz k e, Hauptmann v. Schölten, leutnant und Regiments-Adjutant Freiherr v, Bieqx. leben, sämtlich vom 25, Art.-Regt, Divisionspsarrer Liedicke, Ritstueister Wätjen, Adjutant der 25, Brigade, Fahnenjunker v, Le Br et vom 23. Drag.-Regt Wachtmeister Ehren Hardt vom Drag.-Regt, '24, Lbech d, R. u, Regierungsrat P i st o r, Drag.-Regt, 23, Gustav Bornemann aus Obbornhofen, Kcmd, agr,, Lt, d, R m, Jns.-Regt, 116,

** Personalnachrichten. Der Gros-Herzog hat mr 5, August d, I, dem Pfarrer Karl Peters zu Ulsa die evange! Psarrstelle zu Bechtheim übertragen, Uebertragen wurde am 26, September d, I, den: Stellenanwärter Karl Löm inert« Bingen die Stelle des Pedellen an der Oberoealschule. zu vevven- heiur a, d, B. Die Großherzogin hat am 1, Oktober d,F den Akstiar bei denr Amtsgericht Domberg a. Ohm Michael Röh) r i g zum Aktuar bei dem Amtsgericht Lampertheim und dn, Aktuariatsassistenten bei dem Amtsgericht Alsseld Konrad Seim zum Aktuar bei dem Amtsgericht Houcherg a, Ohm, beide mit Wirkurm vom 1, November 1914 ernannt, Dem Weich». - steller Jakob D i t t e iv i g zu Mainz und dem Bahnwärter Heinrich Becker zu Alsfeld, beide in der Hessisch-Preußischen Eisenbahn, gemeinschast, wurde aus Anlaß ihrer Versetzung in den Ruhest« I das Allgemeine Ehrenzeichen mit der JnsckmftU, 8 treue Dienste" verstehen, Die Großherzogin hat am 9. I 1914 dein Gütervorsteher in der Hessisch-Preußischen Eisenbahn I gemeinschaft Heinrich Weicker zu Mainz aus sein Nachsitch» j! mit Wirkung vom 1, Oktober d, I. an in den Ruhestand vcricht , und ihm aus diesem sttnlaß das Silberne Kreuz des V e r dienst- I or dcns Philipps des Großmütigen mir der Krone verlieha,^ I ** Georg Wehr f.'Ter hessische Schriftsteller unb I Publizist Georg Wehr, der in Rüsselsheim und später »I .Hoshcim bei Worms als Lehrer bedienstet ivar, starb alsi! Vizefeldwebel im Reserve-Jitsanterie-Regimenl Nr, 118 dm Heldentod fürs Vaterland, Er wirr in weiteren Kreisen 1 bekannt geworden durch die Herausgabe einer Serie von An- 9 thologien aus dem deutschen Soldaten- und Volksliederschatz, I sowie durch Veröffentlichungen deutscher Lieoeslyrik,

** M i t Klagen über Feldpost beschäftigt sich neuer. : | dings eine Reihe uns tust dcr Bitte um Veröffentlichung jujt« I gangener Schreiben, Wir können diesen Bitten einmal des lla-1 langes der betreffenden Zuschriften, dann aber auch aus der liebet- 9 zeugung nicht wohl entsvrechen, daß manche in ihnen geäußert»: » Ansichten übers Ziel hinansschicßen und Beunruhigung und Bei- 9 sttmmung noch weiter verbreiten, als es tvegen des Arbeitens dtt I Feldpost leider schon der Fall ist. Daß man auch in leitettbtn I Heeres st eilen der lleberzeugnng sich nicht mehr verichlützi, I daß es mit der Feldpost nicht so aus sic h t, wie es sollte, je« I weist der Umstand, daß die abfällige Ansicht von der Tätisskrit 9 derselben, die unser Kriegsberichterstatter im Osten in Nr, 230 1 des G, A, äußerte, unbeatistandet die militärisä)« Zensur passiert | hat, Einer der oben erwähnten Zuschriften entnehmm I wir unter anderem, daß der im Felde stchlldeM Sohn eines Abonnenten bis indieletztenTagedcs ®t|< 1 tembers noch keine Briefe aus der Heimat trotz aller Be- S mühirngen erhalten hat. Die Mutter des Soldaten ist aus Kummet 9 über die aus jedem Brief des soohnes sprechenden traurigen Ge- > danken wegen des Ausbleibens jeder Nachricht schwer erkrankt, 9 Vor Wochen bereits wurde versichert, die Verhältnisse würde» i» I näckrstrr Zcit andc t Dieser Trost crsch int aber nicht inehr irrrkiam, I Ivenn ihm nicht bald die Tat folgt, Ueber die ungeheuren Tchwie- 9 rigkeiten, die die Feldpost zu überwinden hat, ist sich niemand W im Unllaren, Anderseits emvfindet aber auch jeder den Widn-1 ipruch, der zwisckrcn dem rückhaltlosen Ausgchen der Solbaten in der gemeinsamen Sache und der Erfüllung ihres heißesten Wun- iS schcs, nämlich von ihren Lieben zu hören, besteht,

** Photographiere naufdemKriegsschauplabisr Wir werden um Aufnahme nachstehender Verordnung ersucht:Da » stellvertretende Gcneralstab der Armee hat folgendes beüiimnt: || Das Photographieren auf dem Kriegsickranplatz und in den » von den deutschen Truvpcn bcsetzteir Gebieten ist nur mit Genehm- I gung des Chegs des Generalstabes des Feldheeres' und ans Grund der besonderen von ihm erlassenen Besstmmungett gestattet. Ge-:4 suche um Zulassung sind an stellvertretenden Generalstab IIIb si'| richten. Es dürfen mir solche Ausnahmen vervielfältigt, verbreilä jl oder veröffentlicht werden, die dem stellvertretenden Gencralstac,1 zur Prüfftna vorgelogen haben und von ihm ffeigegeben sind, Icdn Veröffentlichung ist eilt mit der Presseabteilntig des stellverlretatdei) U Generalstabs vereinbartes Kennzeichen beizufügeir. Die gleichest Bestimmungen gelten für kinematographiiche Austrahmeu, D« V Tätigkeit von Photographen und Berichterstattern N ohne Ausweis des Generalstabes ist zu verhindern,"

** Einschränkung des Petroleum- und Kohlt' Verbrauchs, Da die Einfuhr von Petroleum in den äuge»- S blicklichen Kriegszeiten gänzlich ansgehört hat, Deutschland astr nur wenig Petroleum erzeugt, ist dieses Leucht- und Heizmittel vt- reits knavv geworden und im Preise gestiegen. Es steht zu erwarten » daß die Prerssteigerrmg, je läirger der Krieg dauert, weiter an- » hält und eine noch nicht dagewesene Höhe erreichen wird. Des- gleichen sind die Preise aller Heizöle, insbesondere, des! aus | Steinkohlenteer erzeugten Teeröls, angezogen, da an diesen Oeler - f die kaiserliche Marine einen außerordentlich hohen Bedarf W I Weiterhin wird für den kommenden Winter, wie das Kohlensstn-! I dikat bereits angekündigt hat, auch die Hausbrandkohle etm 1 Preissteigerung ersabren. Es liegt deshalb im Ivirtschastl, Jnlrrrw > aller Industriellen, Gctverbetreibcnden nnb Haushaltungen, wtlm I Heizöl zum Härten und Säten usw,, Petroleum für Beleuchtung» und zum Kochen, sowie Hausbrandkohlen für den .Küchenherd ge- l brauchen, diese Mittel durch Elektrizität, Gas bezw, Gas -! > k o k s zu e r s e tz e n. Weder der elektrische Strom noch Gas noch der f aus Gaskohle erzeugte tbaskoks tverden in den Städten durch der J Preisausschlag verteuert werden, Tie elektrische sowie die Ga»- I beleuchtnng sind billige Veleuchtungsarten, Ter Neinstückige Gas,- koks kann en'abrungsgemäß in den allermeisten Koblenherden a>- » Ersatz für Hausbrandkohlen verwandt werden, ohne daß die Hero- » platten unter der Hitze leiden,

Kreis Lauterbach,

/X Schlitz, 2, Okt, Nach einer Mitteilung des KreisauüS;» findet die landespolizeiliche Wnatmre der Nenbausireckc Schütz, l Niedcr-Aula nunmehr am Mitttvoch, den 14, Oktober, statt, Dus" ; I den Ansbruch des Krieges l)at sich die Ferttczstellung des Oberbauec insolgc Einstellung vieler Arbeiter zum gseerc etwas verzoll^ ; Dre Inbetriebnahme dieser Teilstrecke war ursprünglich aul : I August festgesetzt, ,, - !

§ Aus dem oberen Vogelsberg, 1, Okt, j

jährige Kartoffelernte hat mm auch ihren WsÄußS^ £ sunden. Der Ertrag steht dem des vorjährigen sehr nach, Wabren man im vorigen Jahre auf einen Sack Steckkartoffeln achtSao ^ ernten konnte, erhielt man in diesem Jabre mir fünf, Knou srnb nicht ganz zur Reife gekommen. Das beweist die Umncnp llciner Kartoffeln, die geerntet tvnrden.