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Erstes Blatt

M. Jahrgang

Samstag, 3. Oktober M

r Anzeiger

«ezugS» reis,

monatl. 75 Ps., viertel^ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u- Zweigstellen monatl, 65 Ps.; durch die Post Mk.2.viertel- jährl. ausschl. Bcstellz. Zeilenpreis: lokal 15Ps, ausw. 20 Pi. Haupt- schriilleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den polit. Teil: Aug. Goetz; sür .Feuilleton', .Ver­mischtes' und.Gcrichts- saal": Karl stteuralh; für .Stadt und Land':

Notationrdnlck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. 5chrifüeitung, Seschäftrstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Anzci^n"-^ H? Bech

General-Anzeiger für Oderhessen

Kanzösische Umsassungsversuche im Westen und Osten zurüä- geschlagen. Erfolgreiche Angriffe aus Antwerpener Vorwerke.

lWTB.) Kroges Hauptauartier, 2. Cft. abds. Amtlich) Von Sem ivcstlichcn Armecflügcl wurden er- itrilkc U m fassu iigsversuche der Franzosen ab- gcwiesen. Südlich None sind die Franzosen aus ihren Stellungen gelvorfen. In der Mitte der Schlachtfront blieb lic Lage unverändert. Tie in den Argonneu vordringenden Truppen erkämpften im Vorschreiten nach Süden wesent­liche Vorteile. Oestlich der Maas unternahmen die Franzosen aus Toul energische nächtliche Vor- itä f$c, dir unter schwerenVerlusten für sic zurück- geworfen wurden.

Vor Antwerpen sind das Fort Wavre-St. Catharinc uitd die Nedoutc Dorpweldt mit Zwischenwerken gestern nach­mittag um .'»Uhr erstürmt, das Fort Waelheni eingeschlossen. Der westlich Iirrausqeschobenc wichtige Tchulterpunkt Tcr- mondc befindet sich in unserem Besitz.

Auf dem ö st l i ch e n Kriegsschauplatz scheint der Vormarsch russischer Kräfte über den Njemen gegen das Gouvernement Suwalki bevorzustchen.

Denn auch am Ende dieser Woche keine Katastrophen- Nachrichten cingetroffen sind, so dürfen wir doch die Trag­weite der neuesten uns vom deutschen Hauptquariier über­mittelten Nachrichten nicht verkennen. Auch neuerdings sind gegen den deutschen westlichen Flügel gerichtete Umfassungs- ocrsuchc ins Gegenteil umgeschkagen, und ob sich die Fran­zosen heute noch südlich von Rope, also etwa bei dem aus früheren Kämpfen bekannten Noyon zu halten vermögen, ist sehr fraglich. Daß in der Mitte der Schlachtfront die Lage unverändert geblieben ist, entspricht wohl den takti­schen Erwägungen unseres Gcneralstahs, Dieser setzt jetzt alle Bemühungen ein, um auf dem rechten Ostflügel die Entscheidung herbeizuführen. Mir vernehmen die erfreu­licke Nachricht, daß unsere Truppen in den Ar gönnen iveiter nach Süden Vordringen, und dieser Erfolg ist wohl zu einem großen Teil der günstigen Lage zu verdanken, die sich südlich von Bcrdun entwickelt hat. Einem Angriff von zwei Seiten her vermögen die Franzosen in den Ar- gonnen nicht zu ividerstehen. Sie versuchten es dagegen, wie aus der obigen Meldung hervorgeht, mit einem Aus­fall östlich der Maas, von Toul her. Wenn den Franzosen hier außerordentliche Truppenmassen zur Verfügung stän­den, wären sie wohl in der Lage, den deutschen Vormarsch längere Zeit anfzuhalten, denn sie könnten das deutsche Heer in der Flanke und im Rücken erfassen. Indessen wurde der neue Ausfall aus Toul wieder mit für Frankreich schweren Verlusten zurückgeschlagen, und so darf man an- nehmen, daß es sich bei all diesen Um fas sun gsver suchen, im Westen sowohl wie nördlich von Verdun um die letzten krampfhaften Bemühungen des ermatteten französischen Heeres handelt. Dem entsprechen denn auch die Pariser Stimmungsbilder, die auf Unrwegen zu uns gelangen und uns zeigen, daß die Franzosen an Erfolge bei ihren Um- fassungsvcrsuchen selbst nicht mehr glauben.

Aber auch die Belgier stehen vor dem Ende. Wenn es auch noch einige Zeit dauern mag, bis Antwerpen in deutsche Hände fällt, so haben wir bereits die angenehme Gewißheit erlangt, daß die erst seit einigen Tagen in dem äußeren Besestigungsbereich Antwerpens ausgestellten schwe­ren deutschen 42 cm-Gcschütze sich vollauf bewährt haben. Am 28. September hatten unsere Geschütze laut amtlicher Meldung das Feuer auf die Forts begonnen! zwei Tage später, hieß es aus dem Hauptquartier, waren zwei darunter Feuer genommenen Forts zerstört. Heute wird aus dem Großen Hauptquartier zum dritten Male über die deutschen Erfolge bei Antwerpen Bericht erstattet. Und wir ersetzen daraus, daß der gewaltige Angriff von Mecheln her in den Verteidigungsgürtcl der stärksten belgischen Festung schon eine breite Bresche gelegt hat. Die südlich von Antwerpen gelegenen Forts Wawrc-St. Catharinc nebst der Redoute Dorpweldt sind bereits erstürmt, das benachbarte östliche Fort Waelhcm ist cingcschlossen. So scheint es, als ob wir in den nächsten Tagen dort, aus dem nördlichsten Kriegsschau­plätze, endlich eine der folgenschweren jiegreicl)«m Entsclpff- dunaen zu erwarten hätten, die wir in der Heimat so sehr ersehnen.

* . *

Die Beschießung von Antwerpen.

B c r l i n, 2. Okt. DemBerliner Tageblatt" wird aus Rotterdam gemeldet: .An der Grenze von Flandern ver­nimmt man den Kanonendonner. Abends sieht man in der Richtung von Antwerpen eine rote Glut, den roten Schein eines Brandes, der in der sttähe von Antwerpen oder in Antwerpen wütet.

DerNicnwe Rotterdanffche Courant" meldet ferner über einen mißglückten belgischen Anschlag fol­gende Einzelheiten: Die Belgier ließen vor einigen Tagen ein halbes Dutzend mit Sand gefüllter schwerer Eisen­bahnzüge in rasender Fahrt führerlos insBlinde auf dicdeutsche Verbindungslinie losfah- r c ii und dachten, großen Schaden anzurichten. Einer dieser Züge kam in Hal an als gerade ein deutscher Truppen­transport die Stadt verlassen hatte, so daß glücklicherweise imr zwei deutsche Bahubeainle dem Anschlag zum Opfer fielen. Der Zug liegt nun als eine wirre Masse bei Hal. Sojort wurden nun zwei kleiue Brücken westlich von

Hal durch die Deutschen gesprengt. Die kurz darauf

ankommenden wilden Züge stürzten in den Ab grund, ohne irgendwelchen Schaden anzurichten.

Die Befestigungen von Antwerpen.

ImHandbuch sür Heer und Flotte", Herausgeber v. Alten, wird u. a. folgendes über die Befestigungen Ant­werpens mitgeteilt:

Die lange nordöstliche Linie wird parallel dem Durchstich zur Gradlegung des Fbißlauses und dem am rechten Ufer herzustcllcn- dcn, langgestreckten Haseirbaisin liegen. Tie alte Umwallung, die man nach Abschluß des Jahres 1909 glaubic beseitigen zu können, bildet den ersten Geniebezirk, während der zweite den nördlichen^ Teil der neuen Umwallung bis Fort 4, der dritte den südlichen Teil umfaßt. Der neue Fortgürtel wird in der Vervollständigung der seit 1870 gebauten, weit vorgeschobenen Werke bestehen und sich im Norden aus 4. im Osten über 8, im Süden auf mehr als 12 Kilo­meter Entfernung von der neuen Umwallung halten, da er über die Flußläufc der Nethe und Rüpel soureit übergrerst, daß sie Ofsensivunternchmungen nicht hindern. Der nördliche W schnitt dehnt sich von der unteren Schelde bis zum Turnhoutkcmal und umfaßt außer den Forts Starbroek, Ertbrand. Brasschaet und Schooten die Zwischenwerkc Smoutaler, Cavesten und Dryhock (4. Geniebezirk). Der fünfte Gcniebezirk erstreckt sich bis zur großen Nethe mit den Forts s'Gravenwezel, Ocleghem. Broechen, Ressel und den Zwischenwerken Andaen, Schilde und Massenhoven: der sechste Bezirk bis zur Dyle mit dem Forts Lierre, Koninghoyck, Wavre, Ste Catherine, Warlhem und den Zwischenwerken Tallaert. Bosckcheck, Dvrpveld und Düffel: der siebente bis zur oberen Schelde mit den Forts Willebroeck, Lrezele, Bornhem und den Zwischen- werken Letterheidc. und Puers. Aiff dem linken Schekdcuser sollten zwischen Doel und Stecndorp sechs Forts nnd fünf Zwischenwerke angelegt werden, um den Ring zu schließen. Vorläufig wird man sich mit den zwei Forts Steendorp und Haesdonck, sowie den Zwischenwerken Lauwcrckshoek und Landmolen begnügen, wodurch allerdings eine breite Lücke entsteht, die den Zweck des absoluten Schutzes gegen Bombardrm.cn hinfällig macht.

Diese Werke bilden mit den zurückliegenden Eruybeke, Zwhn- drecht und der Deichbesestigung den achten Bezirk. Der neunte um« saßt die Forts St. Marie, la Perle. St. Philippe, Doel und Ouden- btjf sowie die alten Redvuten de Orderen und de Berendrecht, also die Werke, die hauptsächlich der Sperrung der Schelde dienen. Der Umsang der ganzen Befestigungslürie beträgt etwas über 100 Kilometer. I

Die Deutschen in Erwartung ihrer schweren Geschütze".

Unter dieser Uebcrschrift bringt die LondonerTimes" folgende Korrespondenz desObserver" vom 26. Scpteinbcv aus Antwerpen zum Abdruck:

Mit jedem Tag scheint sich die-^sieberhaste Tätigkeit uni Belgiens neue Hauptstadt zu vermehren, denn es wird immer deutlicher, daß die Deuffchen, denen durch die zahlreichen Aus­fälle aus Antwerpen so viel Schaden erwuchs, fest entschlossen sind, die Festung, wenn immer möglich, zu nehmen. Die kleine, ansgezeiibnet arbeitende Fliegertruppe brachte in Erfahrnng, daß die Deuffchen, die in eurer Entfernung von zehn bis zwölf Meilen vor den äußersten Forts veffchanzt liegen, es für verlorene Mühe halten, bis nicht die großen Geschütze herbeigebracht mkd in Tätigkeit gesetzt werden könnten. Nur kosten die Vorbereitungen zn diesem Plane viel Zeit. Tie Geschütze sind in acht Teile zerlegt und es bedarf der vereinigten Kraft von 36 Zugmaschinen, um sie in Stellung zu bringen, nachdem lue besonders dafür vor­bereiteten Unterlagen hergestellt sind. Man braucht tatsächlich so viel Material, um die Unterlage genügend stark zu bauen, daß Wochen vergehen, bis alles klappt. Die Geschosse wiegen über 2500 Pfund und der Schlag beim Abieuern ist so fürchterlich, daß die Arfflleristen, besonders geschulte Ingenieure von Krupp, weit zurückstehen müssen. Es wird erzählt, daß iedes Geschütz taufen*» Schüsse abieuern kann. Au vielen Punkten haben die Deutsckien begonnen, solche Unterlagen für die mächtigen Geschütze zu bauen, allein ob es ihnen gelingen wird, diese Vorbereitungen zu Ende zu führen, fft eine andere Frage. Dies wird ihnen sicher nicht gelingen, wenn der Plan der Belgier ausgcisührt wird. Worin dieser Plan besteht, müssen imr den Deuffchen zu ergründen überlassen.

Der geheimnisvolle Plan der Belgier wird unseren Truppen nicht viel Kopfzerbrechen machen; den deuffchen Lesern wohl auch nicht.

Ein Zeppclinschiff über Antwerpen.

Amsterdam, 2. Okt. In der vorvergangenen Nacht um 2 Uhr nähette sich ein Zepv elinkren ze r von Moll aus Antwerpen, war! Bomben beim Fott Broechom ab und flog unbeschädigt wieder davon.

Tie verweigerte Kontribution Brüffcls.

Amsterdam, 2. Okt Tie Gefan genn ahn^d des Bürgermeisters von Brüssel soll erfolgt sein, weil er die Bezahlung der 30 Millionen Kriegs st euer ver­weigert hat. General v Lütffvitz hat in Brüssel eine Proklamation anschlagen lassen, daß infolge der Nicht- -bezahlung der Kriegssteuer von jetzt an die Requisitions­bons nicht mehr bezahlt werden.

Man tötet alles".

Brüssel, 2. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Nachstehender Brief des Grasen Georges dUrsel, Leutnant im 8. belgi­schen Infanterieregiment, ist in die Hände der deutschen Behörden gelangt:

Ze l e, 24. Sept. Geliebte Mama! Ich habe Deinen Bffes erhalten, aber erst gestern. Ich werde zwei Briese schreiben, einen durch diffcn Courier nnd einen andern aus dem von Dir ange­gebenen Wege. Uns beiden geht es sehr gut, aber wir sind sehr betrübt über den Tod des armen Wolsy nnd des tapseren Henry und ich hoffe, daß diese verdammten Deutschen bald aus unserem Lande veffagt werden. Du wirst zugegen sein bei unse- ,iem Einzug jn Aiüijel, Welch ein .Fasttag! ILsdann wird

sofort ein großer Vorrat von Streichhölzern nnd Feuern angelegt an Köln und überall da, wo wir durchziehen. Von nun ab keine Verwundeten und keine Gefangenen mehr. Man tötet alles. Wir sind noch sehr reich! wir brauchen noch nicht die Einkünfte von Papa. Unsere Odyssee in Frankreich und unsere Rückkehr zn Schiff erzähle ich 'Dir, sobald ich Zeit dazu habe. Schreibt mir, wie es in Brüssel aussieht, wenn möglich durch denselben Kourier. Wenn Tu Gelegenheit hast, dann be­suche uns hier. Eine Million Küsse für Euch alle, aus baldiges Wiedersehen, so Gott will. Georges."

M e tz , 2. Okt. (Priv.-Tel.) Jn dem Tornister eines bei Etain gefallenen Franzosen fanden sich zwei Briefe, die für die französischeMentalität" recht kennl- zeichnend sind. Die Kernstellen folgen im Auszug in deub, scher Uebersetzung:

B o u z y , 20 August 1914. Meine lieben Onkels! Bis jetzt habe ich noch nicht das Vergnügen gehabt, einenPrusco" nieder- zumachen. stlber Ihr könnt Euch daraus verlassen: sobald wir int Feuer kommen nnd ich in guter Deckung liege, werde ich gut zielen. Ui die Freud', wenn ich so ein Scheusal ins Gtas beißen sehen werde. Denn kein Erbarmen mft solchen Kreaturen: das sind nur Wilde: unsere Verwundeten, die das Unglück haben, in ihre Händt z» fallen, werden von ihnen unter grausamen Olualen kalt ge­macht. Aber webe dem. der in unsere Hände fällt! Der wird die Zeche ftir die anderen bezahlen. O. wie sehne ich mich danach, in Deutschland einzumarschieren: ich habe mir vorgniommen, in der ersten deutschen Stadt in den nächstbesten Juwelierladen zu gehen und mir einige hübsche Pretiosen ausznsuchen. Und bevor ich den Laden verkäste, will ich zwei blaue Bohnen dem Juwe­lier i n d e n S ch ä d e l j a g c n , das soll die ftanzösische Münz« sein, auf die er nicht mehr heranszugrben braucht. Denn man muß heute in der Tonatt reden, wie sie Anjno 70 mit uns. Ich werde ste schon ausgiebig bedienen: ich habe einige hübsck»e Zucker­chen in meiner Patronentasche, die ich sie schmecken lasten werde.

Bouzy, 20. August 1914. Liebste Brüder und Schwestern! Wir sind nahe der Grenze, und mit ein paar Schritten stnd wir in Elsaß-Lothringen. Darm aber schnell nach Deutschland, daß ich Euch einige hübsche Souvenirs kaufen kann: denn wenn ich das Glück habe, dorthin zu kommen, dann muß auf jeden Fall ein hüb­sches Geschenk her, und zahlen werde ich mit ein paar Kugeln^ die ich dem Händler in den Kovf jage. Ucbrigens, der erste Preuße, den ich sehe, wird gut aufs Korn genommen: mit den Scheusälern muß man kein Erbarmen haben.

Hoffnungslose Stimmung in Paris.

Mailand, 2. Okt. Nach dem Pariser Korrespondenten d«s Corffere della Sera" schwindet die Hoffnimg auf einen entschei­denden Sieg über die 'Deutschen immer mehr. Während mau w voriger Woche die Umgehung des rechten deutschen Flügels für sicher hielt, ist man mmmehr von der Unmöglichkeit einer schnellen Lösung der Lage durch einen Haupffchlag aus die Deutschen über­zeugt und sieht jetzt nur noch eine sehr lange Dauer der Kämpf« bis zur gänzlichen Erschöpfung des Gegners voraus.

Im übrigen scheint aus dm Paffser Depeschen an die italie­nischen Zcittmgen hervorzugehen, daß man in Paris immer noch nicht von der Annahme des Fotts Camp des Romains durch du Deuffchen unterrichtet ist.

Ter Marschall von Frankreich.

Bordeaux, 2. Okt. DerMatin" meldet, daß ein ministerielles Dekret vom 29. September die Besoldung eines Marschalls von Frankreich mit 30 375 Francs fest­setze, was einer Wiederherstellung dieser Würde in Frank­reich glcichkomme. Das Blatt meint, daß man von diesem Entschlüsse gute Erwartungen haben dürfe und daß man. ohne daß ein Name genannt sei, wissen könne, wer im 20. Jahrhundert der erste Marschall von Frankreich sein wird. Für die neue Würde scheint General Josfre ausersehen zu sein.

Mißftändc in der französischen Feldpost.

Genf, 2. Okt. DasPetit Journal" greift den Postminister Thomson an. Im Hauptpostamt lagern über zwei Mil­lionen Sendungen für das Feldheer, die noch nicht bestellt seien.

Clämcnceaus neues Blatt beschlagnahmt.

(WTB.) Paris, 2. Okt. /Nichtamtlich.) Die zweite Nummer von Clemencaus neuer ZeitungH o m m e eit chaine" wurde in Bordeaux beschlagnahmt.

Norwegen und die Pariser Prcffe.

K r i st i a u i a , 2. Oft. (W. B. Nichtamtlich.)Norges Han­dels og Shoefahttstidende" nimmt heute Stellung gegen die rm The Globe" und ,:Le Temps" gegen Norwegen gerichteten Angriffe. Das Blatt drückt seine Verwunderung aus, daß Blätter dieser Größe Berichterstatter nach Kristiania senden, die nichts von den BcrhälMissen verständen. Die Behauptung, daß Skandinavien Deutschland Gewehre und Pnlver liefere, sei eine Er sin düng. Was die Frage der von Frankreich geliehenen Gelder angehe, so habe Skandinavien dies immer als ein Geschäft nnd als nichts weiter bewachtet. Bon diesem tzvumts- punkl ausgehend, habe Skandinavien leine Verpflichtungen vis auf den letzten Oere erfüllt, was nicht von at I en ("eldftm den Frankreichs gesagt werden könne: somit sei sein -.erhalten in Ordnung. Wenn Frankreich darin eine Art /rwieiener Bann- Herzigkeit sähe, bedauere Skandinavien, nicht»ruber daiaui aui- mcrksam gemacht worden zu sein, skandlilavwngmi O«* schäfte nnt Frankreich, aleichgührg ob in lseld oder -aaren, jedoch Almosen nehme Skandinavien mcht an.

Ein englisches Eingeständnis.

Haag, 2. Okt. Eine amtliche englische Erllärung stellk fest daß die in einem letzthin veröffentlichten Briese mtt- geteilten unerhörten Grausamkeiten Deutscher gegen Engländer ttij UnWahrheit beruhen.