Ausgabe 
11.9.1914
 
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** ®>ci ävf t b a u d i>e«tf djc r Sifrettb ahn- S&e rf.flTtt; er. ©c rf f übtet, bei aus 3400 Mitqltederu beArdl,ftat nfe mtriäufigeSpende dem Roten Kreuz 3000 Wort vn» dem BSterländischen Fraseiwerern 1000 Mart ans dem Kerenrsvernwqen überwiesen.

** Die Gefallenen in Feindesland. Noch einer Mdeldung dürfen bis auf werteres gefallene Krieger auf den preuß- hessischen Bahnen <iuS deur FeindcÄand nicht nach der Heimat befördert werden.

** An dem KvrpsitelDsttn - Du m"-G« seffsss« kann noch fslqendes bemerkt werden: Dem Einsender, welcher bei der hiesigen BerpflegunqK-- und Ersreschnngsstation des Roten Kreuzes beschäftigt ist, wurden von verwundeten deut­schen Soldaten frachösische Infantcriegeschosse gezeigt, welche mit einer spiralförmugxn 1IV, mm tiefen RMe um­zogen waren. Tünch diese Deformierung sollen die Geschosse eine Veränderung der L^c in der Wugbahn erhalten, so daß sie nicht mit.der Spitze, sondern ririt der Breitseite in das Ziel eindringen. Querschläger nennt m<rn derartige Treffer. (iS liegt auf der Hand, daß solche Geschosse sehr bösartige Wunden ziu reißen imstande sind und daß sie zum min­desten ebenso gefährlich sind iwie die eigentlichen Dmn-Durn- Geschosse. Jedenfalls ist dies« 5Mn.dlnngSweise ebenso ver- tocrstich und eines anständigen Soldaten unwürdig, wie der Gebrauch der Dmn-Dum-Geschossc. Me betrefsenden ver­wundeten deutschen Soldaten, welche derartig deformierte französische Oiewehrpatroncn vorzeigten, sind am 31. August vorniittags hier auSgeladen und in einem der hiesigen Laza-> rette uniergebracht worden.

** Zur Beachtung. Feldpostsendungen werden immer uock> nicht dentlich und vollständig genug adressiert. ES ist folgendes zu beachten: 1. Die Adressen

in ü s s c n e n t h a l t c n : a> N a m e n und D i en st st e l l u n g des Empfängers, b> vollständige Bezeichnung deS Truppenteils, runlchst in der Rcihensolge des Vordrucks am den amtlichen Feld- postsirrlen unt> Briefumschlägen, wobei genau zu unterschei­den ist zwischen Linien-, Reserve-, Ersatz-, Land­wehr- u. Land stur uv trnvpenteil. 2. Ein Bestimmungs­ort ist nur anzugebcn auf Sendungen an Angehörige von Trup­pen, von denen sicher bekannt ist, daß sie sich in der Hei­mat an einem festen Standort besiiwen. Bestehen Zweifel hierüber, so hat die Angabe des Bestiimnungsortes zu unter­bleiben. 3. Am besten werden für die Feldpostsendnngen die amtlich hergestelltcn Fel dpostkarten und Brief­umschläge oder von der Privatinduftrie hergestcllte mit glei­chem Vordruck verwandt. Reicht der Vordruck auf den Feld- Postkarten usw. isicht aus, um, wie bei Feldlazaretten, sanitätS- kompggnicu, Proviamkolonnen, Etappenmunittonskolonnen, Fuhr- parkkotonnen, Feldbäckereikolonnen, Kraftwagenkolonnen, Pferdc- depotS, Eisciiblllmbankoinvagnien, Fliegerabteilungen usw., die näheren Be-eickmungen der Truppenteile anfzunehmcn, so sind die erforderlichen Angaben aus die Linien über deni Vordruck der Truppenteile zu setzen. 4. Tie Adressen sind so ausführlich niederzuschreiben, wie sie den Absendern von den Angehörigen usw. im Felde mitgctcilt worden sind. Dabei halte man BczeickmuAgen wie Pionicr-Bclagerungstvasii Nr. . . . beinr Armec-Obcr-Kom- mando Stettin" oderEtappen-MunittlMs-Kohonne Rr. . . . bei der Etappen-Juspektioil Dresden" nicht für irrtümlich. Ebenso enthalte man sich jeder Kürzung einer mitgedcilten Adresse. Da eS Brigade-Ersatzbataillone und Ersatzbataillone der Regimenter gibt, ist eine Kürzung wie4b. Ersatzbataillon" n n z r>- lässig, weil dann nicht klar ist, ob das 4b. Brigade-Ersatzba­taillon oder die Ersatzbataillone des Linien-, Reserve- oder Land- wehr-Rvgim-ents Nr. 45 gemeint find. 5. Die Verpackung der Feldpostbriefe mit Wareninhalt muß dauerhaft urw so stark sein, daß der Inhalt vor Verlust und gegen Beschäl» grmg geschützt wird. Strümpfe usw. in Briefumschlägen von geringer Haltbarkeit zu verwenden, Zigarren in gewöhnlichen Zigarrcn- tüten ist nicht angängig. Schokolade, Barkwcrt, Zigarren, Ziga­retten, kurz leicht zerbrechliche und solche Gegenstände, die wie Schokolade geeignet sind, andere Scudi rügen zu beschmutzen, sind unbedingt in starke Kartons aus Handlederpa v Pe oder ähnlichem Stofs mit sichevcui SNammerversckili,ß und fester Um- schnüruirg zu verpacken. Biele der bisher angcwendeieu Ber- packungSusittel haben sich als gänzlich unzulänglich erwiesen und sowohl die Beschädigung des eigenen Inhalts als auch die

Einen Tag nach dcr Kapitulation, als bereits französische und deutsche Truppen im Hofe standen, ertönte plötzlich eine furchtbare Detonation, und die Festung wurde in die Lust gesprengt Man glaubte anjangS, der Kommandant T höremin hätte diese hinter­listige Tat vollbracht. Charakteristisch für das Ehrgefühl der französischen Zeitungen war es, daß sämtliche Blätter diese gemeine und gegen jedes Kriegsrccht verstoßende Tat jnit den höchsten Lobsprüchcn und als eine Tat ivürdig des klassischen.Altertums feierten. Tatsächlich war aber dcr Kommandant Thsremin, der selbst hei her Katastrophe schwer verwundet wurde, unschuldig daran: denn cs stellte sich heraus, daß ein fanatischer Frankttreur, kein Soldat, sondern ein Bürger, die Tat vollbrachte, die er mtt den, Leben büßen mußte. Es wurden aber außerdem.300 franzö- sichsc Mobilgarden dabei getötet oder verwundet, und auch die Deutsche» verloren 95 Mann au Toten und Verwundeten.

Der Krieg unddas Volkslied. Der Krieg läßt nicht nur eine reiche Ernte von Liedern erblühen und hat als Befruchter der Volkspoesie von den Zeiten der Landsknechte bis aus unsere Tage eine große Rolle gespielt, sondern er greift auch noch auf andere Weise sin der Geschichte und Entwiillung der Volksdichtung ein. In seiner ausgezeichnetenPsychologie dcr Volksdichtung" macht Dr. Böckcl darauf aufmerksam, daß Kriege zur Ver­breitung von Volksliedern über die ganze Welt viel beiqctragen haben. So sind im dreißichährigcn Kriege deutsche Volkslieder bis nach Schweden verschlagen worden. Die schwedischen Truppen brach­ten sic nack, der Heiinat mit, und so ist cs kein Zufall, daß z. B. eines der bekanntesten alten deutichci, Lieder, das vielgesungenc ES steht ein Schloß in Oesterreich", 1642 in .Sckpveden als flie­gendes Blatt verbreitet war. Das berühmte Lied von Malbrough, daß sich auch bei uns mit seiner ins Ohr fallenden Weise in viel­fachen Formen eingebürgert hat, zog wahrscheinlich mit den fran­zösischen RevoluttonStruppen über den Rhein. 1794 erklang es so in Köln beim Einzug dcr Franzosen. Das überraschendste Bei­spiel aber für die Verbreitung eines alten Volksliedes durch Sol­daten liegt in dem amerikanischen Nationallied, demPankee- doodle" vor. Der beste Kenner hessischer Volksmusik, Johann Lewalter, hat nachgewiescn, daß der Pankeedoodlc nach seiner Form, seinem Rhythmus und seiner Musikwcsie eine ausfallende Achn- lichkeit mit den Schwälmer Tänzen besitzt Zn dcr Schwalm aber preßten im 18. Jahrhundert kurhcssischc Werber einen großen Teil jener hessischen Hilsstrupveu, die den Engländern für ihren Krieg in Nordainerika überantwortet ivurden. Die arme» kurhes- sischeu Soldaten, die sich für einen fremden Herrscher und eine fremde Sache schlagen mußten, brachten so das alte, liebvertraute Tanzlied ihrer Heimat nach dcr neuen Welt, und die Amerikaner grisien den einschmeichelnden Sang aus, um ihn zu ihrem Spott- und Leiblied umzugestalten. Mit den Truppen Napoleons kamen auch französische Lieder, darunter das Malbrough-Lied, nach Acgnv- ten, von wo sic sich dann weiter in Asien bis nach Syrien hinein verbreiteten und als merkwürdige Zeugnisse für die Wanderung des Volksgesangs bei den Orientalen ein neues Leben entfalteten Noch 1866 sind böhmische Volkslieder mit ihren weichen, melo­dischen Klängen im vrenßisch-österrrichsschen Kriege von den preu­ßischen Husaren ausgegriffen worden, kamen so an den Rhein und wurden von entlassenen Soldaten weithin in deutsche Städte und Dörfer getragen.

Beschädigung (Drschmutzilug, anderer Ftjdpoiv«dimgen »rr Folge gchabt. 6. Bei der außerordentlich großen Gefahr de r Selb steit t z ü*i>» ng , begünstigt durch Stotz uind Reibung während der Beförderung^ ist di? Versendung von Streichhöl­zern und anderer leicht entzündbarer Gegenstände in Fcldpost- fendungcn »erboten. Zin eigenen Interesse der Absender und rm Interesse der Empfänger liegt eS, daß vorstehende Gesiehts- pirnkte auf das peinlichste beachtet werden.

** Be-tzng von Sein aus Dir«l anstatt aus Frankreich. Die HogibelsÜammer Wiesbaden teilt mit, daß die Handels- und Gewerbekcumner zu Bozen in Südtirol sie gebeten hat, die Weinhändler nnd Gastwirte ihres Bezirks auf Dir ol als Bezugsquetzlefür Wein auftnerksam zu machen und sic auszufordern, auch aus völki­schen Gründen nnd zur Förderung der Wirtschaft des ver­bündeten Nachbars Wein aus Tirol anstatt aus Frankreich zu beziehen. Die Handels- und Gewerbekantmer Bozen emp fiehlt, Anfragen über vorhandene Mengen, Sorten nnd Be­zugsquellen sowie über sonstige in Frage kommenden Ber- ltältnisse au die annähernd 250 Mitglieder besitzende Ge- nofseufchaft der Wein Händler Deutsch-SüLtirols mit dem Sitz in Bozen zu richten.

** Der Postpaketverkehr mit Oesterreich- und mit Ungarn ist, wie der Dentsch-Oesterreichiischi Ungarische Wirtschaftsvetchand in Berlin nritteilt, numnehr freigegeben worden Es iverden jedoch nach Oesterreich Pakete nur im Höchstgewicht von l0 Kilogramm zugelassen. Auch sind Pakete nach Galizien, nach der Bukowina, nach Dalmatien, nach Bosnien und nach der Herzegowina un­zulässig. Nach Ungarn dürfen die Pakete ebenfalls das Höchstgewicht von 10 Kilograimn nicht übersteigen, auch dürfen sie nicht größer als 60 Zentimeter sein. Nachnahme­sendungen, Eilbotenbesiellungen wird Drucksachen, wie auch insbesondere Bücher sind zur Beförderung nach Ungarn nicht zugclassen, wie auch diejenigen Waren weder nach Oesterreich noch nach Ungarn befördert werden, die unter das Ausfuhrverbot fallen. Interessenten erführen Nähe­res durch die Geschäftsstelle des Deutsck>-Oestcrreichisch-i Ungarischen Wirtschastsverbandes, Berlin W., Karlsbad 16.

Landkreis Gießen.

l. B e tt e n hau se n , 9. Scpt. In unserer Gemeinde imuden für das Rate Kreuz und andere Licbeswcrke gefammell: In.der Kirche durch Herrn Pfarrer Mahr 51,35 Mk., durch Sammel­listen nnd Spenden des Vereins ebem 116 er 387,65 Mk. Ferner wurden gespendet 180 Mk. zur Anschaffung von Garn und Hemdrn- zeug, das durch hiesige Jungfrauen und Mädchen verarbeitet wird. An Naturalien wurden an daS Kreisbomitec in Gießen abgeliefert 836 Eier, 124 Pfund Wurst und Fleisch, 31 Pfund Dörrobst, 40 Pfund Birnen, 83 weiße Hemden, 1' weißwollenes Tuch, 30 Bettücher, l Pack Leinen und 2 Bettüberzüge.

Kreis Büdingen.

-m. Obcr-Widdcrsheim, 11. Sept. Heute früh gegen 4 Uhr wurden die Einwohner durch ,Feuer! arm erschreckt. In der Scheuer des Landwirts Geist, in welcher heute gedroschen werden sollte, war Feuer ansgebrochen. Zn diesem Zwecke war bereits.gestern abend noch die Dreschmaschine ausgestellt worden. Die mit Fruchtvorräten angcfüllte Scheuer brannte vollständig nieder, ebenso wurde der Dreschwagcn und die Strohpresse ein Raub dcr Flammen. Die Entstehungsursache ist unbekannt. Der Besitzer soll versichert sein. \

Kreis Fricdberg.

= Bad- Nanhe i m , 10. Sept Bis zum 31 August 1914 sind 26 179 Kurgäste an gekommen Bäder wurden bis zum 31. Auq. 1914 329212 abgegeben. Fortdauer des Kurbetriebes.

Starkeiiburg und Rhrinhcsse».

n. Di eb-u rg , 9. Sept. Aus dem Kreise Dieburg sind siebzig Lehrer zu den Fahnen einberufen, deren Zahl sich mit dem 1. Oktober ds. Js. noch ver m e h ve n wird. Der Unterricht kann in manchen Orten nur mit Hilfe der Lehrer aus den Nachbargemeinden aufrecht erhalten werden: so sind z. B. sämAnhe 6 Lehrer aus Niederrobe ins Feld gerückt.

vesscnNmsau.

h. Frankfurt a. M., 11. ©etrt_ Die Zahl der durch den Krieg arbei tslos G e worden en hat die Ziffer 10000 über­schritten. Der Staat, die Stadt und verschiedene Wohllätigkeits- organisattonen werden Mittel und Wege suchen, um Abinlfe zu schaffen. Für die zum Heeresdienst eingezogencn städtischen Straßenkehrer sind jetzt deren Frauen unter Belassiing der Bezüge ihrer Männer eingestellt worden. Die Frankfurter Hypo­thekenbanken haben sich berett erklätt, in notwendigen Fällen die Hypothekenzinsen ihrer Schuldner zu gestünden, insofern sie auch ihren Mietern, die ins Feld gerückt sind, Entgegenkom­men sagen. Damit wäre die drückende Frage dcr Mietsstreisig- ketten im Sinne aller Parteien emschicden. Die bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen werden ohne die üblichen Par- teikampfe^ vor sich gehen. Die Parteien haben sich untereinander geinigt, so daß die Aufstellung der einzelnen Kandidaten ohne Gegenkandidat gesichert ist.

fc. Frankfurt a. M., 9. Sept. Lazarettschiffe auf dem Main. Fünf große eiserne Schiffe, die der Mai nschiffcr-Bcrbaiidwährend der Kriegsdauer der Militärverwaltung zur Berfüguuig stellte, wurden völlig lazarettmässig eingerichtet. Diese Schiffe bringen Verwun­dete von Biebrich und Mainz den Main bi, sauf.

viicherlisch.

England und Deutschland zur Zeit des groben Krieges von P. Lenard, Prozessor der Physik in Heidelberg. Carl Winters Universitöts - Buchhandlung. Preis 3v Plg. Geh. Rat Lenard, der bekannte Physiker der Universität Heidelberg, dcr unmittelbar nach der Kriegserklärung sich dcr ihm von England verliehenen Rnmsord-Medaille eniledigte nnd de» Erlös anS dem Goldiverte dem Roten Kreuz überwies, veröffent­licht bei Wniter in Heidelberg soeben eine Schrill »England »nd Deutschland zur Zeit des großen Krieges". Lenard weist nach, daß man denmilde gesagt" Lokalvatriotisnuis der Engländer auch aus wiffeuschastlichen Gebieten spuren könne. Die durch eigene Erlahrungen belegten Anslührungen schließen: es mutz nns klar sein, daß mit einem Wegelanercr ein wirklicher Frieden doch nicht zu schließen ist, so lange er nicht gänzlich in sich zusammengebrochen oder vernichtet ist. Nur ein gründlich znrechtgesetzcs, verändertes, gebessertes, dann auch zu sriedlicher Zusammenarbeit ani allen Ge­bieten reifes oder vernichtete« England wird den Völkern der Erde gestatten, ruhig in Frieden ihrer Eniwicknng nach- zugehe».

Arena. Oktavausgabe von Ueber Land und Meer (Deutsche Verlags-Anstalt in Stuttgart! feiert ihren 31. Geburtstag. Zu diesem Wiegenfeste, das von Kugeln imd ttzranaten umschwivrt ist, hat die Berlegerin dem GeburtStagskinde zwei Geschenke vermacht, die den Lesern zugute kommen sollen. Es ist csiimal eine ^Bereicherung des illnsttanven Teils. Neben der Fiille von schwarzen und farbigen Voll- und stteubilbern werden von nun an auch als leicht eittsernbare Beilage Bilder klassischer Meister in Tiefdruck geboten, mrd zwar in der Weise, daß jedesmal ver­schiedene Meister venreten sein sollen. DaS erste .Heft enthält vier Rembrandt und vier Tizian, während in den folgenden Heften Michelangelo, oan Dtuk, Rubens, Belazguez, Rafiael und andere Meister vertteten fein sollen. Es wird sonach ,eder Abonnent mit diesen Kunichlättrrn am Schlüsse eines Iahcgrngs ein Haus- mcheum Nassischer Gemälde besitzen, das sich im Laufe der Fahre immer mehr vervollständigen wird. Das wäre die eine Gabe. Ae andere ist eine illustrierte K r i e g s chron i k, dir ivährend deS jetzt ausgebrochenen Wellkrieges erscheinen und neben vielen illustrierten Kttegsarttkcln auch literarisch wertvolle KriegSbrieff angesehener Dichter und Schriftsteller bringM wird, die als Kvrrc- spondcirte» «der als Mitkämpfer irK Feld gezogen fmb.

Märtte.

fc. Frankfurt a.M. Vieh kos Marktbericht vom 10. Sept.' Auftrieb: Rinder 66. Ochsen 7. Bullen 8, Kühe und Färsen bl, Kälber 954, Schafe 108, Schweine 917.

Tendenz: Kälber »nd Schale ruhig, Schiveme rege: >vird> geräumt. Preis sür 100 Pst,.

Lebend- Schlachr-' gewicht

Kälb« e.

Mk.

Mk.

Feinsie Mallkälber..........

50 -64

83-90

Mittlere Mall- und belle Saugkälber....

45 -50

78-88

Gettnger« Mast- und gute Saugkälber . .

40-41

68-75

roch a> e.

Etallmastschai«:

Mastlämmer uns ninqere Masthamurel

4243

92 -93

Aellere Masthammel, aut genähtte junge Schafe

und geringere Mastlämmer......

34-35

80-84

Schwein:.

Vollsiefschig» Schweins von80100 'c»

Lebendgswicht........46.0350,0) 59,0062.05

Vollfleischig» Schweine nnter 8) k«

Lebendgewicht........ 45.0347.00 58.00 60.00

Vvllfleischrge Schweine von 100120 !r;

Lebendgewicht........ 46.0049.0) 58.006000

Vollfletjchige Schweine von 120150 c -

Lebendgewicht ........ 46.0349.03 58.3360.00

ed Bingen, 9. Sept. Marktpreise. Weizen Mk. 24,25, Korn Mk. 21,00, Gerste Mk. 00,03, Hafer Mk. 23,00, Heu Mk. 5,50, Stroh Mk. 3,30, Kartoffel» Mk. 7,25, Erbsen Mk. 43,00, Linsen A!k. 51,00, Bohnen Mk. 40,00, Weißmehl Mk. 41,00, Roggenniehl Mk. 32,50; alles sür 100 Klgr. Bnlier 1 Klgr. Mk. 2,70, Milch l Liter 2l Pfg., Gier 10 Stück 85 Psq.

Illrichsteiii, 10. Sept. Der am vergangenen Dienstag hier abgchaltene Herbstmarkt war mit Schweinen ziemlich gut be­fahren. Ebenso waren Kühe mid Kälber aufgetricben, aber in ge­ringerer Zahl. Obwohl der Markt von auswärtigen Leuten >»,t besuch! ivar, wurde nicht viel verkauft Das Paar kleinere Ferkel im Durchschnittsalter von 57 Wochen .wurde mit ungesühr 20 Mark bezahlt, ältere und größere kosteten durchschniMch 30Mk.

Meteorologische Beobachtungen der Station Gieße».

Sept.

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Höchste Temperatur am 9.10. September 19U = + 23,3 C. Niedrigste . . 9.-10. 1911 + 12,7° ,

Verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug. Goetz,

Amtlicher Teil.

B e t r.: Erledigung der Braichvcrsick>erungSanttäge für die zimk Militär einberusenen Bauschätzer.

Alt die Groß!,. Bürgcrmklstrrcirn der Lanögcmeiichm des Kreises.

Um die ordnungsmäßige Erledigung der Braudoersschemmgl» antrage in denjenigen Bezirken zu gewährlersten, in denen die bw treffenden Bauschätzer zu den Fahnen ernbernsen worden sind, be­zeichnen wir nachstehende Bauschätzerstellvertteter, au die bis auf weiteres die Brandversicherungsanträgr von den Bürgermerste, rcien zur Vornahme dcr Abschätzung einzusendeu sind.

Es kommen in Betracht:

Bezirk I7a, bestehend aus den Orten Albach^ Wendort, a. b. Lahn, Annerod, Garbenteich, Hausen, Aein-Lruden, Stein, bach, Watzenborn und Steinberg.

Für den einberusenen Architekten Ernst Schmidt aus Gießru dessen Stellvertreter Bautechuiker Ludwig Belten in Lang, Göns.

Bezirk IV, bestehend aus den Orten Mendorf a. d. Lda., Mtcn-Busrck, Bersrod, Beuern, Burkhardsfelden, Doubringcn, Großcn-Buseck, Lindenstritth, Lollar, Mainzlar, Oppenrod, Reis, kirchen, Rödgen, Ruttershausen, Saasen mit Bollnbach, Staufen, bcrg, Trais a. d. Lda., Trohe, Winnerod.

Für den einberusenen Heinrich Mohr aus Annerod Baittech, niker Ludwig Belten in Lang-Göns.

Gießen, den 9. September 1914.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

_ Dr. Usinger.

Bekanntmachung.

Betr: Den Viebmarkt zu Gießen.

Mit Ermächtigung Großb. Ministeriums des Innern vom 3. d. M. »n Nr. II. 5529 wird die Abhaltung von Schweincmürkten in der Stadt Gießen wieder gestattet.

Die Abhaltung von Rindviehmärftcn bleibt bis auf werteres noch verboten.

Gießen, den 9. September 1914.

. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _ Dr. Usinger.

Bekanntmachung.

Betr.: Feldbereinigung Kcssclbach. Kreis^Gießen.

Fn der Zeit vom 9. bis «inschl. 24. September l. Js. liegen werktags auf dem Rathaus zu Kesselbach die Arbeiten des III. Ab­schnitts (Zuteiliingsplan einschl. Grenzregulierung mit Alletts- hauscnj zur Einsicht der Beteiligten offen.

Es sind dies:

a) für die Gemarkung Kesselbach.

11 Hauptkatten, aus welchen auch die Bewcrttmg der Zuschnitt« aas Nachbargemarkungen und Bonitätserhöhungen zu ersehen sind;

2 Bände Gütergeschosse:

1 Band Zusammenstellung der Gütergeschosse;

1 Band Gütergeschosse mit Zuteilungsplan:

1 Band ZnteilnngsverzeichniS: das Obstbaumverzeichnis; dir Obstbaumgeschossc:

das Verzeichnis der infolge Zuteilung eingettetencn Aenderungen deS Wegnetzes.

bj Für die Gemarkungsgrenzrcgulierung mit Allertshausen.

1 Hauptkarte:

1 Band Gütergeschosse: l BaiO Gütergeschosse mit Zuteilungsplan; l Band Besitzstandsverzeichnissc:

1 Band Zuteilungsvcrzeichnis.

Tagsahtt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet daselbst statt:

Freitag, den 2b. September 1914, vormittags 89 Uhr.

Ich lade hierzu die beteiligten Grundeigentümer unter der An­drohung ein, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen aus­geschlossen sind.

Die Androhung bezieht sich nicht auf diejenigen Grundeigen­tümer, welche zum Kriegsdienste eingezogen sind und keine Voll­machten ausgestellt haben.

Die Einwendungen sind schriftlich und mit Gründen versehen einzureichen. Die Vorzeigung der neuen Grundstücke findet statt: Freitag, den 18. September l. Js. Zusammenkunft hierzu vormittags 8 Uhr beim Rathaus zu Kesselbach.

Friedberg, den 4. September 1914.

Der Großherzogliche Feldbereiisigungsroinmissär. Schnittspahn, Kreisamtmann.