viert«! gestürmt werden muhte. Dagegen ist die g a n z e s Ü d-
lichc Stadlhälfte, auch ein Teil des Westens, so gut wie unversehrt geblieben. Zahlreich»: Häuser tragen hier Jnsckxristen, wie: „Hier wohnen gute Leute, bitte schonen". Das Rathaus, die Perle Löwens, ist völlig erhalten. Es wurde durch unsere Truppen gerettet. Tic Offiziere, die sich an dem Straßenkamps beteiligten, erzählen, daß unsere Leute Dampfspritzcn hervorholten, um den Brand der dem Rathaus benackcharten Häuser zu löschten, so daß dieses architektonische Kleinod vor dem Untergang bewahrt wurde. Sic führten das Rettungswerk durch, obwohl sic bei der Löisnhar be it fortgesetzt von Löwener Bürgern n-c i t c r beschossen wurden. Leider gelang cs nrchl die wertvolle Universitätsbibliothek zu retten. Von der Kathc- ihralc ist der Turm cingestürzt, das Schiff aber erhalten.
Die englischen Rückzugsgefechte.
Rotterdam, 7. Sept. „Daily Telegraph" berichtet 'aus Paris: Trotz doppelter Nankenbedrohung dringen die deutschen Kolonnen im Oise-Tal vor. Ein französischer Flankenangriff ivurde aus Guise Kurückgewvrsen und French gezwungen, sein Hauptquartier zuerst nach Nohon und später nach Clerinont zu verlegen. Nun entfaltete sich die englisch« Armee Arischen Clermont und Doissons 86 Kilometer nördlich von Paris. Eine deutsche Mteilung drang bis zu dem Bahnhof Amizy-le-Chateau zwischen Laon und Soiffons vor. Das Vonvärtsdrängcn der deutschen Armee zwang die Engländer, ihren Stützpunkt am Meer von Boulogne nach Havre zu verlegen.
Englische Verluste.
Berlin, 7. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die heute hier eingetrvffene „Times" vom 2. September enthält eine Nachtragsverlnstliste der Admiralität, in der Namen der Besatzungen der geschützten Kreuzer „Arcthusa", „Oearkest", sonne der Torpedobootszerstörcr „Truid", „Laer- tes" und „Phönix" enthalten sind.
Ei« «»»glischcr Kreuzer gesunkeu.
, Amste r da m, 7. Sept. Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet, der englische Kreuzer „P athfin der", gebaut 1661, ist auf dem Weg von Thne nach Newcastle auf eine Mi n e gestoßen und gesunken. Biele Menschen sind dabei umgekommen.
Londoner Besorgnisse vor de» Zeppeline».
Rotterdam, 7. Sept. Die „Times" melden, daß die englische Marine damit beauftragt worden ist, Angriffe gegen London aus der Lust abzuwehren. Hydroplane pa- trouillieren regelmäßig die Ostküstc Englands entlang, um i auf deutsche Luftschiffe und Flugzeuge zu lauern. Nachts arbeiten Scheinwerfer. Nus den Regierungsgcbäuden usw. sind Kanonen aufgestellt, und es werden Flugzeuge bcreitgchaltcn.
Minen an der englischen Küste.
London, 7. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die Admiralität gibt bekannt, daß der Passagierdampfcr „Run o" von der Wilsonlinie am 5. September nachmittags in der Nähe der englischen Ostküstc auf eine Mine gelaufen und gesunken sei. Die Bemannung und die Passagiere seien gerettet worden, außer etwa zwanzig Russen, die aus Paris geflüchtet waren.
Englische Ucbergriffe in Aeqhpteu.
Konstantinopel, 7. Sept. Der englische Kommandant in Kairo belegte den Reservefonds der ägyptischen Dette Publique mit Beschloß, ferner die flüssigen Fonds der dortigen Nationalbank und des Finanzministeriums, insgesamt acht Millionen Pfund Gold, die mit einem Spez-iaffchifs nach London gesandt wurden. Mr den Gegenwert würden Zwangsnoten ausgegeben. (Frkf. Ztg.)
Die Deutschen in Rußland.
Berlin, 7. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Norddeutsche Allg. Ztg." schreibt über das Schicksal der R c i ch s- angehörigen in Rußland:
Nach einem Bericht des Kaiserlichen Konsulats in Liban sind mit_ ganz qerinqen Ausnahmen alle deutschen Reichsange- börsgen in .Kurland in der Zeit vom 4. bis zmn 9. Ananst nach Kostroma an der Wolga ansgewicsen worden. Der Ausweisungsbefehl erstreckte sich nnr ans Männer: sämtliche Deutschen weiblichen Geschlechts und Unter 17 Jahren dürfen in Liban oder ihren sonstigen Wohnorten verbleiben. Bis zmn 9. ?lugust durfte jeder Ausgewiesene ans eigene Kosten ausreisen. Die Nachqe- blicbenen wurden am 16. August etappenweise auf Staatskosten nach Kostroma geschasst. Bon Kostroma ist dann ein Teil weiter nach Wologda gesandt worden. Diejenigen Deutschen, welche in Deutschland aktiv gedient haben und noch militärpslichtig waren, wurden als Kriegsgefangene verhaftet und ins »vcitere Innere Rußlands gebracht. Sie besinden sich augenblicklich in Wologda, darunter auch die beiden Söbne des deutschen Konsuls in Liban. Bon Riga wurden die nicht militärpflichtigen Deuh'chen nach Samara, Wologda, Perm und Wiatka gesandt, diejenigen von Petersburg nach Wiatka. Perm. Orenburg und Samara, die Militärpstich- tigen als^.Kriegsgefangene, die anderen dursten eine der genannten Städte als Ausenthaltsort wählen. Es liegt, wie der Konsulatsbericht ausführt, kein Grund vor. irgend einen in Rußland befindlichen Deutschen schon deshalb als vermißt zu betrachten, weil jede Nachricht fehlt: einstweilen ist eben jede Postverbindung mit Russland unterbrochen. Es ist jedenfalls stets eine größere Anzahl Deutscher beisammen, jeder tritt da für den anderen helfend ein.
Unsere deutschen Vertreter in Japan.
Berlin, 7. Scptbr. (WTB. Amtlich.) Die Mitglieder Unserer Botschaft in Tokio und der Konsulate in Japan sind am 81. August mit dem amerikanischen Dampfer „Minnesota" nach den Vereinigten Staaten abgereist.
Ein „Schwabenstreich".
Stuttgart,?. Sept. Das Württembergische Generalkommando gibt folgendes bekannt: Der Leutnant der Reserve M a t t h e s hat in der Nacht vom Freitag zum Samstag mit seinem Zuge eine feindliche Batterie vernichtet und 6 Gcschützesowie 13 Munitionswagen und viele Pferde erbeutet. Leutnant Matthes ist ein Sohn des Stuttgarter Kanzleirates Matthes.
Hilfe für die geschädigten Reichdländcr.
Straß bürg i. E., 7. Sept. Die eisäffische Presse veröffentlicht einen Aufruf zur Linderung der Not in den von den Frarrzosen besetzt gewesenen Gebieten, der gewiß, allseitige Förderung verdient. Ebenso wie in Ostpreußen haben große Teile Elsaß-Lothringens, das ganze Obereffaß, das Breuschtal, die Saarburger und Dagsbnrger Gegend schwer unter der französischen Invasion und den Folgen des Krieges zu leiden gehabt, was zusammen mit den zur Derlei digung von Straßburg und Metz getroffenen Maßnahmen zur Vernichtung gewaltiger Werte geführt hat. Es fehlt am Notwendigsten, besonders an Lebensmitteln, so daß schnelle Hilfe notwendig ist.
I 25« «av Kriegsfreiwillige in Oesterreich-Ungarn.
Wien, 7. Sept. Nach authentischen Meldungen beträgt bisher die gesamte Zahl der Anmeldungen von Kriegsfreiwilligen für die österreichisch-ungarische Armee 1250 060. Die freiwilligen Sammlungen für das Rote Kreuz und die Kricgsfürsorgc in den österreichischen Kroitlanden weisen bis jetzt über 205 Millionen Kronen aus.
D«S Ringen mu Lemberg-
Wien , 6. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird gemeldet: Am 3. September haben die Russen die in weiten: Umkreise um die Stadt Lemberg errichteten Erd- werke beschossen. Unsere Truppen waren jedoch bereits abgezogen, um die offene Stadt vor einer Beschießung zu bewahren und weil auch operative Rücksichten dafür sprachen, Leinberg dem Feinde ohne Kampf zu überlassen. Das Bombardement richtete sich somit nur gegen unverteidigte Deckungen.
Die Armee Dankl ist neuerdings in heftigem Kampfe. An der sonstigen Front herrscht nach den großen Schlachten der vergangenen Wochen verhältnismäßig Ruhe.
Der Stellvertreter der Chefs des Generalstabs v. Höfer, Generalmajor.
* . *
Tie diplomatischen Verhandlungen vor der Kriegserklärung Englands.
Aus den gestern kurz erwähnten Berichten des früheren englischen Botschafters in Berlin, Sir Goschen, an seine Regierung entnehmen wir einige interessante Abschnitte über die Haltung unseres Reichskanzlers und unseres Kaisers. Am 4. August, abends, suchte Goschen im Einverständnis in.it Staatssekretär v. Jagow auch Herrn v. Bethmann Hollweg aus. Er schreibt darüber:
fand den Reichskanzler sehr aufgeregt. Se. Exzellenz begann sofort mit einer Anrede, die ungefähr 20 Minuten dauerte. Er sagte, der von der britischen Regierung beschlossene Lchrttt sei im höchsten Grade schrecklich: irur um ein Wort „Neutralität", ein Wort, das in Kriegszeiten so oft mißachtet worden' ser, nur irm ein Stück Papier sei Großbritannien im Begriff, Krieg mit einer verwandten Nation zu führen, welche nichts Besseres wünsch», als mit ihr befreundet zu bleiben. Alle seine Anstrengungen in dieser Richtung seien durch diesen letzten schrecklichen Schrill Witzlos geworden, eine Politik, für die er sich, wie ich wisse, sei» seinem Amtsantritt eingesetzt strbe, sei zu Boden gefallen wie ein Kartenhaus. Was wir getan hätten, sei nicht auszudcnken. Es ser wie ein Schlag gegen einen Mann von hinten, tvährcnd er mit zwei Angreiscrn um' sein Leben kämpfe. Er mache Großbritannien verantwortlich für alle die schrccklichm Ereignisse, die eintreten könnten.
Ich protestierte gegen diese Erklärung nachdrücklich und sagte, so wie er und Herr von Jagow mich ersucht hätten einzusehen, daß der Bormarsch drrrch Belgien und die Verletzung der belgisckzen Neutralität aus strategischen Gründen eine Sache vom Leben uud Tod für Deutschland sei, ebenso bäte auch ich ihn zu verstehen, daß es sozusagen eine Sache von Leben und Tod für die britische Ehre sei, eine feierlich: Verpflichtung zu halten und alles zur Verteidigung der angegriffenen belgischen Neutralität anszubicten. Dieser scicrliche Vertrag müsse einfach gehalten werden, denn welches Vertrauen könnte sonst noch in Zukunft irgend jemand auf britische Verpflichtungen setzen? Der Kanzler sagte: „Aber um wclckwn Preis wird dieser Vertrag gehalten? Hat die britische Regierung daran gedacht?" Ich deutete Sr. Exzellenz so offen als ich konnte an, daß die Furcht vor den Folgen kaum als Entschuldigung für den Truck» feierlicher Verträge anzusehen sei. Aber Se. Exzellenz war so erregt, so offensichtlick, von der Nachricht von unserem Handeln überwältigt und so wenig aufgelegt, Deniunstgründe anzuhören, daß ich davon abstand, durch ferneres Argumentieren Oel in da? Feuer zu gießen. Als ich ihn verließ, sagte er: Der Schlag, den Großbritannien führe, indem es' sich zu Deutschlands Feinden geselle, ser um so größer, als fast bis zuM letzten Augenblick er und seine Regierung mit Uns gearbeitet rmd unsere Bemühungen zur Erhalttmg des Friedens zwischen Oesterreich und Rußland ^ unterstützt hätten. Ich sagte, _ dies eben gehöre zu der Tragödie der Trennung der beiden Nationen gerade in den: Augenblick, wo ihre Beziehungen freundlich« und herrlicher geworden seien, als sie seit Jahren warm. Unglücklicher- tvcisc habe sich trotz unserer Bemühungen, den Frieden zwischen Rußland und Oesterreich zu erhallen, der Krieg ausgcbreitet und uns einer Situation gegenübergestellt, die wir, wenn wir unsere Verpflichtungen cinhalten, unmöglich vermeiden konnten und die unglücklicherweise den Bruch mit unseren bisherigen Mitarbeitern zur Folge habe. Er würde ohne Zweifel verstehen, daß niemand dies mehr bedauere als ich.
Nach diesem etwas schmerzlichen Gespräch kehrte ich zur Botschaft zurück und setzte einen telegtraphischen Bericht über das Vor- gesallenc auf.
An einer anderen Stelle fährt der Botschafter fort:
An dem folgenden Morgen, dem 5. August, sandte der K a r s e r einen seiner Adjutanten mit der folgenden Boffchaft zu mir: „Der Kaiser hat mich beauftragt, Ew. Exzellenz sein Bedauern über die Geschehnisse der letzten Nackt lKundgebungen vor der Botschaft) auszudrücken, aber gleichzeitig Ihnen zü erklären, daß Sie aus diesen Geschehnissen eine Vorstellung von den Gefühlen seines Volkes über das Vorgehen Großbritanniens und dessen Bündnis mtt anderen Nationen gegen seinen alten Verbündeten von Waterloo gewinnen werden. Seine Majestät bittet Sie auch, dem König zu sagen, daß er aus die Titel eines britischen! Feldmarschalls und britischen Admirals stolz gewesen sei, aber infolge des Geschehenen diese Titel
jetzt sosvrt ablegen müsse. Ich möchte hinzufügen, daß diese Botschaft von ihrer Herbheit nichts durch die Art der Mitteiiung verlor. Auf der anderen Seite möchte ich auch feststellen, daß ich während dieser ganzen aufreibenden Zeit von Herrn v. Jagow und den Beamten des Kaiserlichen Auswärtigen Amtes nichts als Höflichkest empstng.
Au» Stadt und CattOw
Gießen. 8. September 1914. Die neuen DarlehnSkaffei,scheine zu 2 und 1 Mark.
Die demnächst zur Ausgabe gelangenden Darlehnskaffenscheine zu 2 Mark sind 11 Zentimeter breit und 7 Zentimeter hoch und enthalten ein die ganze Fläche bedeckendes und sich wiederholendes Wasserzeichen von etwa 8 Millimeter Durchmesser. Die Vorderseite zeigt einen Untergrund in rötlicher und grauer Farbe. In der Mitte des Scheines befindet sich eine rötliche 2. Zn beiden Seiten, rechts und links, über den letzten Ausläusern des Untergrundes steht eine 2 und darunter je ein M, beides in rötlicher Farbe. Die Vorderseite hat in scknvarzer Farbe und in deutscher Schrift, zuni Teil mtt reich verzierten großen Ansangsbuchstaben, salzenden Ausdruck: Darlehnskassenschein. Zwei Mark. Berlin, den 12. August 1914. Reichsschuldenverwaltung. Die Rücksctte ist in rötlicher Farbe gchruckt.
DieDarlchnskassenscheinezulMark sind 9.5 Zentimeter breit und 6 Zentimeter hoch und enthalten das gleiche Wasserzeichen wie die zu 2 Mark. Die Vorderseite zeigt einen zwcisarbigen Untergrund in rotoioletter und grünlicher Farbe. Rechts und links bestnden sich ausrechtstehende Ovale, innerhalb deren auf rotviolettem Grunde in grüner Farbe die Zähl 1 iw, kräftiger Form und darunter das Wort Mark stehen Die Vordcr- I feite hat in schwarzer Farbe und in deutscher Schrift, zum Teil | mit reich verzierten großen Amangsbuchstaben, folgenden Aufdruck ■
I Darlehnskassenschein Eine Mark. Berlin, den 12. 'August 1914 Die Rückseite ist in grüner Farbe gc-
Die Ausgabe der Scheine zu 2 Mark beginnt, wie wir hStt«, am 11. d. Mts., während die Scheine zu 1 Mark «ft spät« in den Verkehr kommen.
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Flaggcnbrauch.
Dem Herrn Oberbürgermeister ist in diesen Tagen auz der Stadt von geschätzter Seite ein Schreiben zugegangen, , welche? — unter weiterer Ausdehnung auf Illumination und Sffockengeläiite — den gleichen Wunsch zuin Ausdruck bringt, I wie nachstehender Artikel der „Täglichen Rundschau":
Schön und lobenswert ist die Sitte, die Knude von demschen l Siegen durch Deslaggung zu feiern, aber viele unser« Lands- I leutc sind, wie in diesen Wochen zu beobachten war^ mit dem l Flaggenbranchc nicht ganz vertraut. Eigentlich soll die Flagge nur ' über Tag wehen und bei Sonnenuntergang eingezogen werden, eine l Regel, die jedoch Wohl nnr von d« Marine streng eingehalten . wird. Zudem soll eine Siegeskunde auch nur einen -Tag lang I durch Deslaggung gefeimt und dann die Flagge Wied« eingezogcn I werden, um hossentlich recht bald, bei neuen glücklichen Nackrrchtch, I wied« zu «scheinen. Setzt sich ab« die Beslaggnng ohne UMer- I brechung fort, so verliert sic W«t und Bedeutung, und zudem läuft I man Gefahr, daß, wenn eines Tages etwa eine minder erfreu» I llche Nachricht cinläuft, zwischen ihr und der durch sie «zeugten I Stimmung und dem Siegesprangen der Flaggen ein empfindlicher I Mißklang entsteht. Man richte sich in der Beslaggnng am besten s nach den amtlichen Gebäuden, die nach jeder neuen Sttgesnachricht I für einen Tag die Flaggen hissen. Dann erst wird jeder Sieges- , tag auch äuß«lich als ein Festtag wirken und das Auge nicht j abgestumpft werden durch den Flaggcnschmuck.
Man kann sick^dicsen Ausführungen im Interesse einer I Einheitlichkeit der Siegeskundgebungcn mir anschlicßen und darf das Publikum wohl bitten, die Entschließung darüber, I ob und in welcher Weise eine Freudenkundgebung stattfinden I soll, der Bürgermeisterei zu überlassen, zu der man das Zu- ; trauen haben darf, daß sie der Stimmung der Allgemeinheit I einen den Verhällnissen entsprechenden Ausdruck zu verleihen I wissen wird. Wenn an unserem Stadthause die Fahnen wehen, I dann mögen auch die übrigen Gebäude der Stadt für s den betreffenden Tag möglichst zahlreich im Flaggcuschnmck \ prangen!
*
Auf dem Felde der Ehre gefallen.
(Aus Hessen und den Nachbargebietrn.l
Feldwebel der Res. Friedrich Reuß, Maschttreagew.-AA. I in Metz. — Unteroff. d. Res. Carl Hirz, Jns.-Regt. 116, aus , Watzenhorn. — Li. d. Res. und Bürgermcistw i. Pr. Stargord I Gustav Krause in Gießen. — |@ini. Freiw.-Uuteroff. Haur. I Prinzing in Frankfurt a. M. — Willy Scondo, Prok. in I Franffurt a. M. — Hauptmann Wilh. v. Knobelsdorfs» I Brenken ho ff, Frankfurt a. M. — Hauptmann He r rm m N t I Sticker in Tarmstadt. — Sergeant Rudolf R o be in Darm» I stadt. —> Li. d. Res. Hans Heinr. T r o s k e im Jns.-Regt. 118, I Wiesbaden. — Ossizier-Stellverir. Willi Dombach im Füs.» I Regt. 80 in Diez. — Dr. Karl Noll, Chemiker bei W. E. Hcraeus in Hanau. — Gmi.-Freiw.-Uutrroff. Phil. Wag ner in .Hanau. — Gesr. Ernst Reinhardt, Bürg«meist«ei-Sekk.. in Groß-Zimm«n. — Lt. Fritz Adolph in Wiesbaden. — Oberlt. Hans W eher in Wiesbaden. — Lt. d. Res. Gerichtsaffessor Robert Nenß in Wiesbaden. — Lt. Walt« Esch im Inf.-Regt. 164. — Bizefeldtv. d. Res. Lehr« Phtt. Feilin g, Jnf-Regt. 116, in Nieder-Florstadt. — Vizeseldwebel Eduard Berentzen, Inf.-Reg. 118 in Hanau. — Earl Sänger aus Friedberg» Fauerbach. — Phil. Bcrghof in Mainz. — Friedr. Eisner in Mainz. — Heinrich Heckelsmüller aus Nackenherm. — Hauptmann d. L. ?ldolf Moritz in Weilbnrg. — Vizeseldw. d. R. 'Dr. phil. Fritz Gut heil in Marburg. — Leutnant d. R, Dr. Phil. Klein, Jns.-Regt. 116 in Gießen. — Paul Schick». Ins.-Regt. 116 in Gießen. — Osstzier-Stellv. Heinrich Heil, Feldartillerie-Regt. Nr. 25 aus Wickstadt. — Hauptmann Mbcrt Dihm, Jns.-Regt. 168 in Butzbach. — Leutnant d. R. und Polizeiamtmann Fritz Stumpf, Feldartillerie-Regt. Nr. 25 aus Flonheim. — Leutnant d. R. und Lehrer Hennami Schmidt, Jns.-Regt. Nr. 99. aus Darmstadt. — Leutnanr d. R. und Ob«» ' lehrer Dr. .Hugo Manger in Franffurt a. M. — Gefreit« d R. Karl W ü st in Die,. — Leutnant d. R. und Forstres«eudar Fritz Langreutcr in Weilbnrg. — Unte^onizi« d. R. Friedrich Kießling in Hanau. — Ernj.-llüterofffzi« Paul Fritz Frsch» b a ch, Jns.-Regt. 88, ans Hanau. — Unteroffizier und Gerichts» aktuar Rich. Becker in Langenselbold. — Jean Fasse! jun. in Hanau. — Anton Michel in Worms-Neuhruscu. — Leutnant d. R .Willy Thomson in Ofsenbach a. M. — Unteroffizi« d. R. Jul. G a u b a tz in Offenbach a. M. — Leutnant Karl Schoenc» mann in Ofienbach a. M. — Feldnwbel Phil. Stelz in Franl» surt a. M. — Oberstleutnant Otto Pfass in Wiesbaden. — Landeswegemeist«-Anwärt« Wilh Dombach in Wiesbaden. —» Leutnant und Mjutant Franz Geromont aus Winkel.
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** Aus dem Schuldienst. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Karl BiebeSheimcr aus Nord» heim, Kreis BenSheim, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu GunterSblum.
** Personalnachrichten der Ober-Pvstdrrek- tion in Darm stadt. Etatsmäßig angestelkt: die Telegraphengehilsinnen Trautmann.in Älzey, Stoffel in Mainz und Seitz in Worms. — Bestanden: die Postsekretärprüfnng! die Ober-Postasststenten Schweitzer in Darmstadt, Schäfer in Gießen, die Postassistenten Hcchl«, Kunze. Wilhelm Schmidt, Winter in Darmstadt, Philipp Schmidt, Haykemver in Eberffadt, Amend in Worms: die Telcgraphensekrctärprüfung d« Ober- Tlcgraphenassistent Wohlfarth in Darmstadt, die Telegraphen- assistenten Götz in Darmstadt und Külzer in Mainz. Angenommen: zu Telegraphengehilsinnen die Anwärterinnen Diederich in Mainz und Schorn in Worms. Freiwrtlrgausgeschiedcn: die Telegraphengehilsinnen Kell in Mainz und Schultzc in Worms. Gestorben (vor dem Feinde gesallen): Dkwr-Postprakttkant Schuchmann und Pvstassistent Kohr.
**Ausdem Milstärwochenblatt. Esch, -Oberst von d« Armee und kommandiert zur Dienstleistung beim Kommando des Landwehrbezirks Mannheim, zuletzt Kommandeur des 5. Großherzoglich Hessischen Jnsant«ie-Regiments Nr. 168, mit der gesetzlichen Pension zur Tisvosition gestellt und zum Kommandeur des Landwehr-Bezirks Mannheim ernannt.
** Postbezug von Zeitungen für Heeresangehörige. Nach ein« Bekanntmachung des Reichs-Postamts können zur Beschleunigung des Zeitungsbezuges der im Felde stehenden Truvven Zeitungen und Zeitschriften sür HecrcsangchSrigr auch durch Familienangchörigein der Heimatoder sonstige Personen bei den Reichs-Postanstaltcn am Schalter bestellt werden. Für derartige Bestellungen ist außer dem gewöhnlichen Bezugspreise eine Umschloggebühr zu entrichten, die sür daS Vierteljahr beträgt: a) bei wöchentlich einmal oder seltener erscheinenden Zeitungen 30 Pfg.; b) bei zwei- oder dreimal wöchentlich erscheinenden Zeitungen 60 Pfg.: e) bei öfter als dreimal wöchentlich erscheinenden Zeitungen 1 Mk. 20 Pfg. Bei kürzerem als vi«teljährlichem Bezüge wird die Umschlaggebühr anteilig unt« 'Abrundung auf volle Monatsbeträge «hoben.
** Die hiesige Volksküche besteht jetzt 4 Wochen; sie wurde zur Unterstützung bedürftiger Angehörigen von Kriegstcil- nchm«n errichtet und hat ihre Wirksamkeit auch aus andere in Rot geratene Familien nach^ genauer Prüfung deren V«hältnisse enveitert. Täglich, außer Sonntags, wird von 12—1 Uhr ein kräftiges Mittagessen kostenlos gegeben, und nimmt etti Teil der Leute das Essen bei schönem Wetter im Garten, bei nngünsllgem im Hause des Casö Ebel direkt ein, nwhrend die meisten'Familien sich ihr Quanwm. für jedes Glied eine Porttvn heim holen Die Volksküche ist eine der besten Wohlfahrtscinrichlungen, welche zur Linderung der Not in dieser KriegSzett geschaffen wurden, und verdient allseitig unterstützt zu werden. Da das kfffen.ganz unentgeltlich abgegeben wird, bat die Volksküche töne Annahmen


