'dweit noch ftxrtrr der dritte, Belagerer und Belagerte erkennen sich glücklicherweise, bevor VluI geflossen ist.
Jetzt getzt'S im Dörfcl wieder den alten neuen Gang, Keiner bat den anderen wegen der Geschichte gescholten. Das ist halt der Krieg, sagen die Leute,
Aus dem Reiche.
Berlin, 31. August, (W, B, Nichtamtlich ) Wie die ,,B, Z, am Mittag" aus Essen erfährt, hat der Zechen verband, dem alle im Bergbau-Verein vereinigten Zechen des Ruhrbezirks angehvrcn, in seiner gestrigen Vorstands- sitzung beschlossen, zur H i l i c l e i st u n g für Ostpreußen 100000 Mark zur Verfügung zu stellen,
München, 31. August, (35?' B) Heute vormittag erfolgte in der Fürstengruft der 2t, Eajctans-,Hoskirche die feierliche Beisetzung des Erbprinzen Luitpold, Ter Feier wohnten u, a, bei das Königspaar, die hier anwesenden Prinzen und Prinzessinnen des königlichen Hanfes, das diplomatische Korps und Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden,
Danzig, 31. August, (Nichtamtlich,) Auf dem Zop- poter Friedhof fand die Beerdigung des gefallenen Kapilän- leutnants K u n a u vom Kreuzer „Magdeburg", des Sohnes des Geh, Medizinalrats Kunau, statt Tie Ehrensalven über den in die deutsche Kriegsflagge gehüllten Sarg gaben gerettete Mannschaften des Kreuzers ab.
Die deutsche Sozialdemokratie, ^Jm Haupt- blatt der schwedischen Sozialdemokratie, dem „Sozialdemo-° traten", veröfsentlicht Reichsragsabgeordneter Dr, Süde- k u m einen Artikel über die Stellung der deutschen Sozialdemokratie zum Krieg, worin er aussührt, daß innerhalb der deutschen sozialdemokrat, RcichStagsparlei über die Notwendigkeit der Bewilligung der Reichskredite keine ernstliche Meinungsverschiedenheit geherrscht habe, „Es soll ausklärungshalber hinzugefügt werden," so bemerkt er weiter, „daß auch diejenigen unter unseren Genossen, die eine andere Haltung der Reichstagspartei gewünscht haben, mit uns vollständig einig waren über die Größe der Gefahr, in der Deutschland sich jetzt befindet. Die Internationale ist zertrümmert. Ich glaube an ihre Wiederauferstehung, diese ist jedoch nicht möglich ohne das Dasein einer starken deutschen Sozialdemokratie, und deren Zukunft ist unauslösstich mit der Existenz eines ungeschwächtcn deutschen Staatswesens verbunden,"
Ans Stadt und Cand.
Gießen, 1. September 1914. Die Bergung der Ernte und die Beschäftigung von Arbeitslosen in der Landwirtschaft.
Bei der allgemeinen nationalen Erhebung, wie sie in diesen schweren Kriegszcitcn zutage getreten ist, hat man sich allenthalben auch der großen Bedeutung der heimischen Landwirtschaft erinnert und sowohl von behördlicher, wie auch von privater Seite alles getan, was möglich war, um die auf dem Felde stehende Ernte zu bergen und so der durchs den Entzug von Mannschaften und Spannkräften arg geschwächten Landwirtschaft zu Hilfe zu kommen. Sowohl freiwillige, unbezahlte Hilfskräfte (wie der Wandervogel u, a.), wie auch unbeschäftigte gewerbliche Arbeiter haben in dieser Hinsicht miteinander gewctteifert. Unsere hessische Landwirtschaft wird ihnen allen diese Hilfe in schwerer Zeit nicht vergessen. Dabei hat sich an manchen Stellen eine gewisse Unzufriedenheit bemerkbar gemacht, insofern, als die Landwirtschaft diese Hilfe häufig nicht genügend in Anspruch genommen habe, besonders auch die Arbeitslosen nicht genügend aufnehmc und beschäftige.
Dazu sei zur allgemeinen Aufklärung folgendes bemerkt: Die jetzt allmählich zu Ende gehenden Erntearbeiten bei der Getreideernte sind, so einfach sie auch aussehcn, sehr schwere und gelernte Arbeiten, die ein Ungeübter nicht oder nur sehr unvollkommen aussührcn kann. Es sei hier nur an das Mähen, Binden, Laden usw, erinnert. Daher ist die Zurückhaltung der Landwirtschaft gegenüber der Verwendung seither technisch beschäftigter Arbeiter sehr wohl erklärlich Anders steht es mit den jetzt beginnenden Arbeiten bei der Hackfrucht, Kartoffel- und Rübenernte; die hier vorzunehmenden Arbeiten sind zwar für den Ungeübten anstrengend, allein bei einigermaßen gutem Willen in kurzer Zeit zu lernen. Daher kann gerade jetzt in der kommenden Zeit ein Teil der seither gewerblichen Arbeiter aus Beschäftigung rechnen, wenn nicht besonders hohe Lohnforderungen gestellt werden, die nach Lage der Dinge von der Landwirtschaft für ungeübte Hilfskräfte nicht erfüllt werden können.
Weiterhin aber sei auf die landwirtschaftlichen Nebengewerbe, wie Molkerei, Brennerei, Konservenfabrikation und besonders Zuckerfabrikation verwiesen, bei denen sich im Laufe der nächsten Zeit sowohl für gelernte technisch Hilfskräfte (wie Heizer, Schlosser, Schmiede usw,), als auch für sonstige Arbeitskräfte ausgedehnte Beschäftigung finden nnrd.
Um hier die notwendigen Verbindungen zu schaffe», sei alle» Leitern von solchen Betrieben, soweit sie in der Provinz Oberhessen liegen, empfohlen, sich bei Bedarf an Hilfskräften zunächst an die städtischen Arbeitsnachweise in der Provinz bezw, ini Großherzogtum zu wenden, uin hier jeder Not zu steuern. Weiterhin sei aber mich unseren Landwirten ans Herz gelegt, soweit als irgend möglich, von diesen städtischen Arbeitsvermittelungen Gebrauch zu machen und durch Einstellung früherer technischer Arbeitskräfte der Not und Arbeitslosigkeit nach Möglichkeit zu steuern. Trage jeder sein Scherflein dazu bei, daß es hier wie anderwärts in unserem geliebten deuffchen Vaterlande heiße: „Einer für alle, alle für Einen", dann wird Gottes Segen nicht ausbleiben.
»
** Ein Brief aus Italien wird uns zur Einsichtnahme vorgelegt, und zum Teil hat er allgemeineres Interesse, weshalb wir die belr, Stellen hier wiedcrgebcn. Der Brief ist aus Mailand v o m 2 2, d. M, datiert und ist an einen hiesigen Bürger gerichtet:
Mein <oohn müßte am 2, Aug »fl sofort absahren und steht bei dem , , , Feldartilleric-Rcgimciit Nr, , ,, ich wünsche ihm alles gute und fjofro gerne, daß er sich umtig und lavier führen wird. Ob ich ihn ivicder sehen werde, das weiß der liebe Gott, ich will das beste hoffen und daß der Sieg aut deutsck>er Seile ist. Ich bin ja schon über die Fünfzig lnwüber, adle wenn es notig wird, stelle ich mich auch noch iu die Reihen, Ter Feinde sind es ia viele, aber wir kämvfen für eine gute Sache, es gilt einen Kamps um Sern oder Nichtsein imd gegen die englischen Intrigen und Futtcrnerd, Mso nur Mut und den Kops immer über Wasser halten, dann ertrinkt man nicht
Unsere italienischen Freunde schwärmen sehr für ihre lateinische Schwester und für England, daher wirkten die von den deutschcil Truppen erfochtenen Siege unter der Führung des banrischen Kronprinzen Ruprecht ganz niederichmetlcrnd auf unsere Alliierten W i r h i c r i u M a i land lebenden D eutschen verfolgen den Gang dcr Truge mit der größten Spannung: es lag die ersten Wochen wie ein Albdruck aus der Brust, da die italiemjchen Zeitungen nur
sranzofische Siegesnnchrichtrn und die unglaublichst«» Berichte aus Belgien, London und Paris brachten, bis aus einmal das häßliche Ncbelbild zerriß, TaS Geschäft stockt hier vollständig und werde ich tausende von Lire verlieren, da sehr viele Fallimente cintrcten werden: ich will nicht klagen, wenn nur unser liebes deutsches 'Vaterland Sieger bleibt.
Nun, inzwischen wird auch in Italien nicht nur das Rebelbild verflogen sein, sondern das Bild der siegreichen Germania wird nicht mehr zu verkennen sein!
**Vcreinssvende, Die Ortsgruppe Gießen des Reichsvereins der liberalen Arbeiter und Angestellten bewilligte 100 Mk, aus der Vereinskasse zur Unterstützung der ins Feld gezogenen Mitglieder.
** D ie Feldgrauen, Ein hübsches Wortspiel, das aber eine ernste Wahrheit enthält, hat die neue feldgraue Uniformierung des deutschen Heeres mit sich gebracht, Auf Grund der Berichte gefangener Franzosen, daß sie während des Gefechtes nie recht gewußt hätten, wo sich die in Deckung liegenden deutschen Truppen befänden, da sich die Uniform vom Erdboden nicht abhob, entstand das Wortspiel: „Die Feldgrauen verbreiten im Feld Grauen!"'
Landkreis Gießen.
F. Ans Watzenborn-Stein berg, 31, Aug, Fürs Rote Kreuz wurde in unserer Gemeinde eine Gcsantt- kollekte von 1020,90 Mk, erzielt, Tie haustollekte ergab 799,50 Mk,, eine von den Werkmeistern der hiesigen Zigarrenfabrik unter sich und ihrem Personal veranstaltete Sammlung ergab 126,40 Mk,; der hiesige Krie - gerverein trug 50 Mt, bei. Zusammen 925,90 Mk,, die an das Kreiskomitee abgeliefert wurden. Dazu kommt die K i r che n k o l l e kt e von 45 Mk,, die nach Vorschrift an die Dank für Handel und Industrie in Darmstadt abgeführt wurde; im Ganzen also 1020,90 Mk,
Hessen-Nassau.
X, Hanau, 30, August. In dem Konkurse über das Vermögen der Firma Lechleder L Stroh, lithographische Anstalt, Künstanstalt für Herstellung origineller Großreklamc in Hanau, soll eine Abschlagsverteilung von 10 Proz, erfolgen. Die verfügbare Masse beträgt 23 800 Mk,, die Konkursforderungen stellen sich auf 197 270 Mk,
Eingesanvt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung,)
Der „militärischeSachver ständige" Kl, hält es für angebracht, in seine Darlegungen Ausfälle gegen die linksstehenden Parteien einzuflechten, Wollte man diesen Angriffen nach Gebühr entgegenlreten, so würde das zu 'Auseinandersetzungen führen, für die gegenwärtig nicht die Zeit ist. Sollte es darum nicht angemessener sein, Herr Kl, handelte entsvrechend dem Worte unseres Kaisers: „Ich kenne keine Partei mehr, ich kenne nur Deutsche"?! A, M,
kirchliche Nachrichten«
Evangelische Semeinbe.
Morgen Mittwoch, abends 8 Uhr: Kriegsbctstunde in der Johanneskirche. Pfarrer A u s s e l d.
Märkte.
Gießen, 1. Sept, Marktbericht, Aul deni heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Psund 1,10—l,2ö Mk.: Hühnereier l Stück 10 Pla-, 2 Stück 00 Psg,: Enteneier 1 St. 10 Pia.,
2 St. 00 Piq,: Gnnseeier 1 St. 0-0 Psg, 2 St. 00 Pig,: Käse
das Stück 10—12 Psg., Kasematte 2 Stück 5—6 Psg.: Tauben das Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,50—3,00 Mk,, Hahnen das Stück 1,50—3,00 Mk,, Enten das Stück 3,00—4,05 Mk„ Gänse das Pld. 00-00 Psg,: Welsche 4—5Mk,: Ochsensteisch das Psd. 86-08 Psg,, Rindsteisch das Pinnd 90—94 Psg,, Kuhfleisch 80 Psg,, Schweinefleisch das Psund 70-86—86 Psg,, Kalbfleisch das Pld. 70-75 Psg., Hammelfleisch 1 Pld. 70—98 Psg,: Kartoffeln unZentners—4,51 Mk,, im Psund 5 Pia., Weißkraut das Stück 10—20 Psg.; Zwiebeln der Ztr.
12.00— 15,00 Mk.: Milch das Liter 22 Psg.: Slepfet der Zentner 18—20 Mk,: Birnen das Pinnd 15—20 Psg., Nüsse 100 Stück 60 Pig,, Zwetschen der Zentner 10—15 Mk,, Gurken 100 Stück
2.00— 3,00 Mk,, Bohnen 1 Psund 10 bis 15 Psg. — Marktzeit von 7 bis 1 Uhr.
ch. Rieder-Ingelheim, 29. Ang. Ob ft markt, Reineklauden 3,00 Mk„ Aprikosen 3-6 Mk,. Pfirsiche 8-12 Mk„ Mirabellen 7-10 Pik,, Zwetschen 7-8 Mk,, Aepsel 8 Mk,, Birnen 5 bis 7 Mk. der Zentner.
!o, Frankfurt a.M. Viehhok Marktbericht vom 31, Aug. Austrieb: Rinder 1559, Ochsen 347, Bullen 74, Kühe und Färsen 1038, Kälber 215, Schale 190, Schweine 2064,
Tendenz: Rinder gedrückt, Kälber und Schale ruhig, Schweine rege; in allem Ileberstand. Preis für 100 Psd.
Lebend- Schlachtgewicht
Ochsen.
Pollflcischige, ausgemästete, höchsten Schlacht-
wertes, 4—7 Jahre alt........
Junge fleischige, nicht ansgemästete und ältere ausgemästete............
Mäßig genährte junge »nd gut genährte ältere Bullen.
Volllleischiqe, ausgewachsene, höchsten Schlacht ».
Vollfleischige, jüngere..........
Färse n. K ü h e.
Dollstcischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw.
Dollfieiichige ausgemästete Kühe höchsten Schlach-
wertes bis zu 7 Jahren........
ivenig gut entwickelte Färsen.......
ältere ausgemästete Kühe........
Mäßig genährte Kühe und Fäffen.....30—34
Gering genährte Kühe und Färsen . . .
Kälber.
Mittlers Mall- und beste Saugkalb»;. . .
Geringere Mast- und gute Saujtcttiss . .
Geringere Saugkälber........
Schale.
Stallmast! chale Mastkämmer uns jüngere Mast Hammel Schwein».
Dollflelschkq» Schweine »OU80-199
Lebendgewicht........45.01—51.0)
Dollfleischig- Schwein: unter 31 kg
Lebendgewicht........ 47.01—49,00
Bollfletschige Schweine von 100—120 kg
Lebendgewicht........ 48,00—51.0)
Bollfletschige Schweine u jtt 120 —151 c;
Lebendgewicht ........ 48 01-51.01 60 )1 — 62.01
(c. Frankfurt a. M., 31. Aug. (Oriq.-Telegr. bei „®iej, Anz.", Amtliche Notierungen der henilgen Fruchtmarkip reil-, Weizen lhiesiger) Mk. 34.25—24.50, Knrhessischer Mk. 24.25 —24.50, Weiieraner Pik. 00,00-01,00, Roigen (hiesiger) Mk, 21.25-00.00 (berste (Wetterauer) Mk, 21.00-22.00, Gerste, Franken, Psälzer, Ried Mk, 21.00—22.00, Haler Mk, 22.00-23.50, Mais Mk. 15.50-20.00 Weizenmehl 0 Mk. 00.00—00.00. Weizenmehl I Mk. 00.00-00.60 Weizenmehl III Mi. 00 00-00 00, Roqgenmehl 0 Mk. 00,00—00M Roggenniehl 0 1 Mk. 01.00—00.00, Rogqemnehl I Mk. 00,00—90.00, Weszenkleie Pik, 0,00-0,00, Weizenschalen Mk. 0.00 —0,00, Roggen- (leie Mk. 00.00-00.00, Malzkeime Mk. 00.00—00.00, Biertreber
00.00-00.00, Futtergerste Mk. 00.00 - 00,00. Alles per 100 kg ab hier.
(c. Frankfurt a. M., 31, Aug. (Orig.-Telegr. des ."Gießener 3Inze,gers".) K a r t o f s c l m a r k t. Man notierte: Kartoffeln
in Wag ons Mk. 6,00-7,00, iui Kleinhandel Mk. 8,50—9,00 für je 100 kg.
Mk.
P'g.
51-55
95-100
45-49
81-90
50—54
75-80
45-48
75-80
40—44
70-76
42-48
78—85
40-45
71 -84
33-41
73—79
35-39
65—72
30-34
60-68
24—28
55—64
44 - 48
75 -81
41 -43
68-73
37-31
63-66
44-00
95 00
62.10- 64 11
60.10— 62.» 61.11-62 »
FC. Wiesbaden. BieHHo«-Marktbericht vom 31. August, Austrieb: Rinder 328 lOchjen 71, Bullen 63. Kühe und Färsen 184h Kälber 320, Schafe 65, Schweine 800.
Piarktverlani: Bei mittlerem Geschält
Ochs rn.
Dollflelschlge, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes im Alter von 4—7 Jahren ....
Sie noch nicht gezogen haben lungejochie) . .
Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere
ausgemästete............
Bullen.
Dollfleischige, ausgew, höchsten Schlachtw. . -
Dollfletschige, jünger«..........
Färsen, Kn he.
Dollfletschige ausgemästete Färsen höchsten
Echlachtwertes...........
Dollfleischige ausgemästete Kühe höchsten
Schiachtwertes bis zu 7 Jahren.....
Wenig gut entwickelte Färsen.......
Aeltere ausgemästete Kühe.......
Kälber.
Mittlere Mast- und beste Saugkälber ....
Geringere Plast- und gute Saugkälber . . .
Preise für 100 Psd. Lebend- Schlachtgewicht 3)ft Mk. 48—53 89—101 46—51 87—97
42—46
79—87
<£ 3
II
70—78
66-70
46-51
85—94
37—44 40—45 33-35
70-80
77—85
63—68
50—55
45—48
40-44
83-92
75-80
68-75
—00.00
92-00
Schake.
Wetdemastschase:
Mastlämmer und Masthammel.... 45,5l E ch w «in e.
Lovfleischtge Schwein« von 80—100 kg Lebendgewicht..............48J4-50 63-61
Dollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 47)4-48 61-62
Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht .............. 49'/ s 61 62-64
Vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .............. 48-00 60 — 00
Fettschweine über 150 kg Lebendgewicht . . 43-45 54—56
Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe».
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Höchste Temperatur am 30.—31. August 1914 == -4- 25,5 ’ - Niedrigste , , 30.-31. , 1914 = + 15,3 > .
Verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug, Goetz.
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
1, Junge Leute, die mindestens das 16, Lebensjahr vollendet haben und von denen mit Sicherheit zu erwarten ist, daß Sic mit vollendetem 17, Lebensjahre felddienstfähig sind, können sich bis zum 13, September d, Js, bei einem Bezirkskommando des Korps- bercichs zur Aufnahme in eine im Korpsbezirk zu errichtende Militärvorbildungsanstalt anmelden.
Sie erhalten in dieser Anstalt bis zum Uebertritt zur Truppe eine vorwiegend militärische Ausbildung,
2, lieber Zeit und Ort der Gestellung in der Anstalt ergeht spätere Mitteilung, Die Aufnahme erfolgt nach ärztlicher Untersuchung, Die Bewerber müssen vollkommen gesund und frei von körperlichen Gebrechen lind wahrnehmbaren Anlagen zu chronischen Krankheiten sein. Eine Prüfung auf Schulbildung findet bei der Ausnahme nicht statt.
Erlittene leichte Strafen schließen die Annahme nicht aus,
3, Eine Verpslichtung, über die gesetzliche Dienstpflicht hinaus zu dienen, erwächst den Ausgenommenen nicht,
4, Bei der Demobilmachung können die Aufgenommenen auf ihren Wunsch, soweit sie noch nicht ausgebildet sind, in eine Unterossizierschule, soweit sie sich bereits bei einem Truppenteil befinden, in eine Unterosfizierschule unter den fiir diese Schule vorgeschriebcnen Bedingungen, die auf den Bezirkskommandos cinzusehen sind, ausgenommen werden,
5, Inaktive, nur garnisondienstsähigc Unteroffiziere jeden Dienstgrades, welche sich zur Ausbildung dieser jungen Leute geeignet erachten, wollen sich ebenso bis zum 13, September d, I s, unter Vorlage der nöttgen Angaben über Alter, Waffe, bei der sic gestanden, Dienstgrad, militärische Vorbildung, bei einem Bezirkskommando des Korpsbereiches melden. Solche, welche bereits auf einer Unterofsizierschule bezw, Vorschule tätig waren, werden bevorzugt,
Ter kommandierende General,
F r h r, v, G a l l, General der Infanterist
Bekanntmachung.
B e t r,: Tie landwirtschaftliche Winterschulc in L i ch.
Die landwirtschaftliche Winterschulc in Lich, deren Zweck und Ziele bekannt sind, wird am Dienstag, den 3. November d s, Js„ ihren nächsten Winterkursus beginnen.
Ausgenommen werden junge Leute im Alter von 14 bis 20 Jahren, welche das Unterrichtsziel der Volksschule erreicht haben, Aeltere Landwirte können als Hospitanlen ausgenommen werden,
Tie Schüler können ich Lich Wohnungen in bürgerlichen Familien mit Heizung und Licht nebst voller Verköstigung, solche, welche nicht übernachten, guten Mittagstisch zu mäßigen Preisen erhalten.
Das Schulgeld beträgt für das Winterhalbjahr 20 Mk, Anmeldungen sind an den Schulvorstchcr, Großh, Oekonomie-- rat Weitzel in Lich, zu richten,
Gießen, den 28, August 1914,
Großherzogliches Kreisamt Gießen,
_ Dr. U s i n g c r, _
Bekanntmachung.
Betr,: Feldbereinigung Leihgestern: hier die Grenzregulierüngen mit Großen-Lindcn, Ober-Steinberg, Watzenborn-Stcin- berg und Schisfenberg,
Mit Entschließung vom l 1, Juni 1914 hat Großhcrzoglichcs Ministerium des Innern, 'Abteilung fiir Landwirlschait, Handel und Gewerbe den Znteilungsplan .über die den Nachbargemarkungei» Großen - Linden, Ober - Stcinberg, Watzenborn - Steinberg und Schisfenberg zngezogcnen Grundstück' aus Grund von Artikel 36 des Fcldbercinigungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vam 7. Juli 1906 für vollziehbar erklärt.
Ich bestimme nunmebr als Zeitpunkt der Ausführung (Ei- gentumsübergang: den 1, Oktober 1914 und überweise mit Wirkung von diesem Tage den Beteiligten die neuen Grundstücke,
Tie Ueberweisung erfolgt unter folgenden Bedingungen:
1, Meliorationen können auf den neuen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden,
2. Tie beteiligten Grundeigentünicr müssen sich eine Vcränder- ung der Zutcüung gefallen lassen, die infolge der' Ausführung von Meliorationen, der Anlage von Wegen, Gräben oder aus sonstigen Gründen innerhalb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig nfird.
Ein hierdurch bedingte,' Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswcrt vergütet bezw, zu- geschricben,
Fricdberg, den 24. August 1914
Ter Groß herzogliche Feldbercinigungskommissär; Schnittspahn, Kreisamtt?ann,


