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Nr. 205

Der Siebener Anzeiger

erschein! täglich, außer Sonntag?. Beilagen: viermal wöchentlich kiesiencrZamIIienblätter; zmcnnatwöchenll.llrels. blatlsür-enXreiLSieben (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land- wirtschaftlich« Aeitfragcn Fernsvrech - Anschlüsse: sür die Redaktion 112, Verlag n. Erpedition 51 Adresse iür Depeschen: Anzeiger Gießen. Ilneahme von Anzeigen iür die Tagesnummer bis vormittags 3 Uhr.

Erstes Blatt

m. Zahrgang

Montag. 3t. August X9X4

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General-Anzeiger für Oberhessen

Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Such- und Steindruckerei R. Lange. Redattiou, Lrpedition und Druckerei: Schulstratze 7. Anl-.g-nt-ü:' BeL

Bejugspret»:

monatlich75Ps., viertel­jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 PH; durch diePost Mk.2. viert el- jährl. ausjchl. Beitcllg, Zeilenpreis: lokal15Ps, auswärts 20 Mennig. Chefredakteur: A.Goetz. Verantwortlich für den polit, Teil: Aug. Goey; sür .Feuilleton', .Ver­mischtes' und.Gerichts- snal': Karl Reuralh; iür .Stadt und Laird':

Dreihigtausend Nüssen in deutscher Gefangenschaft!

Ein Seegefecht.

Wir haben am Samstag nicht mehr allen unseren Lesern die Botschaft von dem großen Siege unserer Truppen üücr die Russen im südlichen Ostpreußen vorlegen können; dafür werden sie aber entschädigt durch eine ergänzende Mel­dung, die erst heute früh eingelaufcn ist: über 30000 Russen mir vielen hohen Offizieren gerieten in deutsche Gefangeni- schaft. Man erinnert sich jener denkwürdigen Mitteilung des Gencralauartiermcistcrs, worin angekündigt wurde, daß aus tralcgischen Gründen der vorläufige Einzug russischer Trup­pen 'Reiterei) in der Gegend von Insterburg hingenommcn tvcrdcu müsse, daß aber die deutschen Kräfte zunächst auf einer «ruderen Stelle gegen den Feind zum Schlage auslwlc» > würden und das; eine ent­

scheidende Schlacht mit den Russen uinnittelbar be- vorstchc. Prompt, wie sic augekündigt war, ist diese Entschei­dung auch gefallen, und zwar hat sich auch die Zuversicht deS Gencralquartiermcisters glänzend bewährt, Unter der Führung des Generalobersten v. Hindenburg ist das vom Flusse Rarem vorgcgangcnc russische Heer in der Stärke non fünf Armeekorps und drei Kavalleriedivisionen in drei­tägiger Schlacht in der Gegend von Gilgenburg und Or- telsburg geschlagen und über die Grenze zurüctgcworsen wor­den. Der Schauplatz war also das Secngebict vou Masuren, und das erklärt es wohl auch, daß, obwohl die Deutschen an Zahl den Russen sicher unterlegen ivaren, so viele Ge­fangene in unsere Hände geraten sind. Rach der untenstehen­den Meldung handelt cs sich um einen geradezu glänzenden ^ieg, der denn auch in dem bedrohten Ostpreußen mit heller Begeisterung gefeiert worden ist. Ob nun unsere sieg­reichen Truppen den Feind nach Rußland hinein verfolgen und nach Süden Vordringen, oder oh sie zunächst den eisernen Besen gegen die Eindringlinge lveiter im Nordosten, also in Insterburg, wenden werden, ist wieder eine Frage der Strategie, die wir nicht entscheiden können. Möge cs nur den Oestcrreicheri, gelingen, in der mehrtägigen Riesearschlacht zwilchen Lublin und der Festung Avangorod, loo sich die Russen gute, befestigte Stellungen geschaffen haben, eben­solche Erfolge zu erringen, wie es dem General von Hindcn- durg beschieden war!

Noch eine Nachricht ist am Samstag mittag bei uns ein- gelausen, die wir ebenfalls durch Anshang schon hekrnnt- gegeben haben, die untenstehende Meldung von einem See­gefecht in der Nordsee. Zwar l)aben wir dabei einige kleine Schiffe cingcbüßt, allein auch dieser Kampf hat.den Eng­ländern gezeigt, daß sie cs mit einem kühnen und todesmuti­gen Gegner zu tun lfoben. Es ist anzunehmen, daßauch einige englische Schiffe unbrauchbar geworden, wenn nicht gar ge­sunken sind, denit es wird ja au- errglischer Quelle zngestan- den, daß die englischen Schiffe schioere Beschädigungen erlitten haben. Vielleicht wird die. Oberleitung der Marine nunmehr vor allzu kühnen Vorstößen unserer Schiffe warnen. Das Seegefecht vor Helgoland ist mit scner kleinen Schlappe zu vergleichen, die wir zu Lande im Paß von schirm eck vor längerer Zeit erlitten, aber alsbald wieder doppelt und vielfach wett­gemacht haben. Unsere großen Schlachtschiffe sind noch nicht im Kampfe gewesen, und dem britischen Jnselvolk werden noch Ueberraschungcn blühen!

Zu dem deutschen Siege im Osten.

sagt dieB. Z. am Mittag":

..Nun atmcn ivir beireit, im tiefsten beglückt und dankbar auf. Auch Rußland bat die unwiderstehliche Kraft des deutschen Heeres gespürt, auch Rußland sieht seine Truppen geschlagen und verfolgt von den unseren. Wo ist ein Beispiel in der Ge­schichte sür das .Heldentum, das in diesen! riesenhaften Ringen die Kausche Wehrmacht an den Tag legt? Wo ist das Volk, dos einen so ungeheuren .ecrieg mit solcher Wucht zu führen imstande ist? Freilich, iwch ist nicht die ganze russische Armee zermalmt, aber irun haben >oir die Gewißheit erlangt; dieser Tag wird uns leuchten!" \

0WTB ) Berlin, 31.Aug. «Amtlich.) Bei den großen Kämpfen, in denen die russische Armee in Ostpreußen bei Dannenberg. Hohenstein und Ortelsburg geworfen wurde, gerieten nach vorläufiger Schätzung über 30styl» Russen mit vielen hohen Offizieren in Gefangenschaft.

Königsberg i. Pr., 20. Aug. Die Nachricht von dem Siege der deutschen Truppen im Süden unserer Provinz wurde in der Provinzialhaupfftadt mit großer Freude aus­genommen. Bald nach dem Be karrnt werden der frohen Kunde erschienen überall auf öffentlichen und privaten Gebäuden Flaggen. Die Glocken aller Kirchen läuteten zur Feier des glücklichen Ausganges des dreitägig'en Ringens, als dessen Rückwirkung nunmehr die baldige Befreiung der ganzen Provinz von deni eingedrungenen Feinde erhofft wird. Auch in den Provinzstädtcn fand die Siegesbotschaft frohesten Widerhall.

Ein Seegefecht vor Helgoland.

(WTB.) Berlin. 29. Aug. Im Laufe des gestrigen Vormittags sind bei teilweise unsichtigem Wetter mehrere moderne englische Kreuzer und zwei englische Zcrstörerflottillen «etwa 49 Zerstörer) in der dem ichen Bucht der ddordsee nordwestlich Helgoland auf getreten. Es kam zu hartnäckigen Einzelgcfechten zwischen diesen und unseren leichten Streickrästcn. Die deut- ichen kleinen Kreuzer drängten heftig nach Westen nach und

gerieten dabei infolge der beschränkten Sichtweite mit mehre­re» starken Panzerkreuzern ins Gefecht. jS. M. Schiff Ariadne" sank, von «zwei Schlachtschiffkreuzcrn der Lion-Klassc auf kurze Entfernung mit schwerer Artillerie beschossen, nach ehrenvollem Kampfe. Der weitaus größte Teil der Besatzung (voraussichtlich 259 Köpfe) konnte g c - rettet werden. Auch das T o r p c d o b o u tB 187" ging, von einem kleinen Kreuzer und zehn Zerstörern aufs Hef­tigste beschossen, bis zuletzt feuernd. in die Tiefe. Flottil- lenchcf und Kommandant sind gefallen. Ein beträchtlicher Teil der Besatzung wurde gerettet.

Die kleinen KreuzerEöln" undMainz" werden vermißt. Sie sind nackt einer heutigen Reutcr- mcldung aus England gleichfalls im Kampf mit über- legenrn Gegnern g e i u n k c n. Ein Teil ihrer Besatzung (9 Offiziere und 81 Mann?) scheint durch englische Schiffe gerettet worden zu sein. Nach der gleichen englischen Quelle haben die englischen Schiffe schwere Be­schädigungen erlitten.

Berlin, 30. Aug. (W. B. Nicht amtlich.) lieber die heldenmütige Energie, mit der das Torpedoboot V 187" sich bis zum letzten Augenblick gegen die feindliche ilebermacht ivehrte, gcht der Bericht eines Augenzeugen) Kunde, den, loir folgendes entnehmen:

V 187" sah sich bei umsichtigeni Wetter ganz unerwartet zuerst von Norden und daun allerseits von Massen britischer Tor- vedobootswrstörern und Unterseebooten angegriffen.V 187" wehrte sich unverzagt mit allen Kräften, dock, setzten zahlreiche Schüsse, aus nächster Nabe abgegeben, seine

Bewegungssähigkeit herab. Da keine Möglichkeit war,

sich den: feindlichen Feuer zu entziehen, drehteV 187" aus den Feind zu, um ein Passiergefecht zu geioinnen und bis zum Ende durchzukämpsen. Als unter dem. Geschoßhagel die Bewegungs- sähigkeit vollständig verloren gegangen war. wurde schnell im In­nern eine Sprengung vorgcnommen, um das Boot nicht in Feindes­hand fallen zu lassen. Jetzt sank es schnell und während es sank, st and die Besatzung bis zum letzten Augen­blick an den noch brauchbaren Geschützen und feu­erte. Der Flotillenchef, Korvettenkapitän Wallis, und der Kommandant, Kapitänle.ctnant Zeehlcr, fanden den Helden­tod. Anzuerkennen ist, daß der Gegner, ungeachtet der eigenen Gefahr, Beiboote zur Rettung der unsrigen aussetzte. Als sich deutsche Streitkräste näherten, mußte er sich von den Beibooten zurückziehen, aus denen wir dann die geretteten deutschen auf- nahmen.

Bon dem Untergang S. M. SchiffAr iah ne" gibt derselbe Augenzeuge folgendes Bil>h;

Bon denr Kanonendonner gerufen, der ein Gefecht der Bor­postenstreitkräfte anzeigte, eilte S. M. SchiitAriadne" diesen zu Hilfe. An der Vorpostenkette entdeckteAriadne", daß einzelne leichte Streitkräste beschossen worden waren. Zwar waren die Schüsse inzwischen verstummt, aber ein Rückzug entspräche nicht dem Kampsesmut der deutschen Ofsiziere und Mannschaften. Ber- solgung, Fühlung mit dem^ Feind gewinnen, heißt die Losung. Aber Nebel verhüllt die Stärke des Feindes. Plötzlich ertönt neues Geschützfeuer, und schön stößtAriadne" aut eineu der Unsrigen, der mit zwei Panzerkreuzern der Lron- K l as s c, Schiffsriesen von je 27 000 Tonnen-mit je allst 34.3»cm Geschützen im Kanrpfe liegt. Mutig springt 'Ariadne" dem Be­drängten bet. Aber in diesem Augenblick wird sie beschossen. Ein Treffer in den Keffchraum setzt die Halste der Kessel außm Betrieb und vermindert die Geschwindigkeit auf 13 Seemeilen. Noch eine balbc Stunde währt dm ungleiche Kamps, das Achterschlt, brennt, doch die übrigen Geschütze feuern weiter. Auch aut das Vorderschisf dednt sich der Brand aus. Der Feind hat inzwischen nach Westen abgedrcht. Die tapfereAriadne" ist dem Untergang geweiht. Getreu der Ueberlieferung, mit drer Hurras gut den Allerhöchsten Kriegsherrn, mit dem Flaggenliede undDeutschland, Deutschland, über alles!" wird d a S Schiff in Ordnung verlassen. Kurze Zeit daraus verschwindet das Wrack in den Fluten. Der erste Offizier, Korvettenkapitän Franck. Schiffsarzt Ritter v. Boxberger und Wachoffizier H e l b i n g mit ungefähr 70 Mann der Besatzung sind gefallen. Groß ist die Zahl der Verwundeten. War dieses Treffen mit dem übermächtigen Gegner auch nicht glücklich, so war es doch ein Zeug­nis der Kampsessreudigkeit, der zähen Ausdauer und des höchsten Mutes. Ter Feind ist, wie er selbst zugibt, schwer geschä­digt, das Vertrauen der Unsrigen in das eigene Können nicht geschmälert, sondern gewachsen.

(WTB.) Wien, 30. Aug'. In Besprechung des See­gefechts bei Helgoland daSFr c m d e n b l'a t t" her­vor, daß auch diesmal wieder die deutsche Unerschrockenheit und Tapferkeit zutage getreten sei und fährt dann fort: Die Teilnahine und Bewimderung ganz Oesterreich-Ungarns wendet sich den hcroischendeutschen Matrosen zu, welche, wenn sie nicht siegen konnten, der Welt gezeigt lptben, wie die deutschen Blaujacken zu sterben verstehen.

Die norwegische Presse über die deutschen Siege.

(WTB.) Christiania, 29. August. (Privattelegr.) Die Abendblätter besprechen den deutschen sieg über die Franzosen äußerst sympathisch.Morgen^ bla de d" sagt: Die Siegesmeldung sei überwältigend. Daß Deutschland siegen würde, daran sei nicht gezweifelt wor­den, daß es aber seine Gegner mit einem Schlage von Bel­gien bis zur schweizer Grenze in die Flucht trieb, sei eine kriegshistorische Begebenheit, die keiner erwartet habe. Die knappe DLcldung über dieses Geschehnis sei wundervoll und ein Zeichen kraftvoller Bescheidenheit. Aus dem Wege nach Paris gebe es für die Deutschen kaum noch größere Hindernisse, da sie das größte überwunden haben. Die jetzt gewonnenen Kämpfe seien von welthistorischer Bedeutung

und würden sicherlich Europas Schicksal für lange Zeiten bejtimmcn.

A stenpo st" sagt: Wenn man auch noch nicht mit aller Bestimmtheit von einem materiellen Sedan Frank­reichs, Englands und Belgiens sprechen könne, so doch von einem moralischen. Denn ungeheuer viel gehörte dazu, die Moral bei einem zweimal nach einander geschlagenen Heere zu retten.

Die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

Straßburg (Elsaß), 30. Aug. (W.B. Nichtamtlich) DerStraßburger Neuen Zeitung" wird ans Mülhausen vom 28. August berichtet: lieber den zuriickgesckstagenen Vorstoß der Franzosen ans das Elsaß wird nachträglich noch bekannt, dgß die Franzosen, die Mülhausen acht­zehn stunden besetzt hielte», eine große Wagenladung französischer Gesetzbücher mitgebracht hatten, sowie weitere Bagage mit französischen Schulbüchern und At­lanten: in diesen war Elsaß-Lothringen als ein Teil der französischen Republik eingedruckt. Jin Rathaus Mt Mülhausen war bereits ein französisches AuShcbungsbureau eingerichtet und französische Wappen ivaren an den Kassenschränken angebracht worden.

Der Sieg über die englischen Truppen.

Berlin, 29. Aug. (Nichtamtlich.) Der Kriegsbcricht- crstatter derB. Z. am Mittag" meldet aus dem Großen Hauptquartier zu dem Sieg über die Englän­der: Der neue Sieg über die Engländer bei Saint Quentin ist dadurch zustande gekommen, daß wir unsere Kavallerie- massen vor die in der Richtung auf Saint Quentin fliehen­den, englischen Heeresmassen schoben und sie so lange auß- hielten, bis unsere sie verfolgenden Armeekorps sie nochmals entscheidend angreifen konnten. Tic Niederlage ist vollständig: die Engländer sind nun gänzlich von ihren rückwärtigen Verbindungen abgeschnit­ten und können nur auf eineu der Landungshäfen Dün­kirchen, Calais, Le Havre oder Cherbourg laufen.

Das Kaiserpaar.

(WTB.) Bad-Nassau, 29. Aug. (Amtlich.) Der Kaiser und die Kaiserin trafen heute nachmittag in Bad-Nassau zusammen, um in schicksalsschwerer Stunde sich zu begrüßen. Die Zusammenkunft fand iin Schlosse des Frei­herrn von und zum Stein statt, in dem die Majestäten meh­rere Stunden in Zurückgezogenheit verweilten. Die Majestä­ten begrüßten dann in teilnehmenster Weise jeden einzelnen der zahlreichen verwundeten Krieger, die sich gegen­wärtig in Bad-Nassau befinden. Die Kaiserin besuchte vor ihrer Rückreise nach Homburg das Kurhaus sowie das als Reserve-Lazarett eingerichtete Hcnrictte-Theresienstijt, und zeigt jedem einzelnen Soldaten die wärmste persönliche Teil­nahme.

General Lützendorf beim Kaiser.

Berlin, 29. Llngust. Der Kaiser cmvfing im Haupt­quartier den General Ludendorf, umarmte ihn und hing ihm persönlich den Orden pour le merite um.

Kronprinz Rnpprecht.

(WTB.) München, 29. Aug. Der Kronprinz Rupp« recht von Bapern richtete anläßlich des Hinscheidens seines Sohnes, des Erbprinzen Luitpold, an den König ein Tele­gramm, das mit den Worten schließt: Die Pflicht heischt jetzt handeln, nicht trauern.

Frauen und Kinder aus Tsingtau entfernt.

(WTB.) Berlin, 29. August. (Aintlich.) Während in ganz Deutschland das ivärmstc Interesse besteht an dem heldenmütigen Kampfe, welchen die tapfere Marinebesatzung von Tsingtau gegen die japanisch-englische Uebermacht bis zum Aeußersten durchkämpfen wird, ist zugleich tiefe mensch­liche Teilnahme verbreitet an dem Schicksal der Fr allen: und Kinder, die sich in der Kolonie befanden. Es wird deshalb überall das Gefühl der Beruhigung und Genug­tuung erwecken, daß es nach zuverlässigen Nachrichten ge­lungen ist, die Familien aus Tsinatau zu entfernen und nach neutralem chinesischen Gebiete zu bringen. Inzwischen dürften sic bereits in Schanghai eingetroffen sein. Seitens der Marineverwaltuiig ist rechtzeitig alles vergnlaßt wor­den, um diese Familien mit Geldmitteln und sonst in jeder Weise zu unterstützen.

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Das 5chlachtse!d zwischen Weichsel und Dnjeftr.

Zwischen Weichsel und Dnjestr tobt die österreichisch-russische Rieicnschlacht. Nachdem die österreichischen Heere die Bergketten der «ich von Norden nach Südosten dehnenden galizuchen Grenze durchschritten haben, rücken sic von Sieg zu Sieg norivärts., im Westen mit dem Ziel Warschau unb Brest Litowsk im südosten, um über Rowno Kiew und das Tal des Dniem zu erreichen. Die Mitte dieses mehrere hundert Kilometer langen üriegstbeaterS füllt derPoljesje", durch die der' Pripet seine schmutzig-gelben Wässer in kaum wahrnehmbarem Gerillte langsam treibt. Lein ganzer, nach Osten gerichteter Oberlauf liebt niclüs als nnumigen Erlenwald, trübe, vom Frübiahrshochwaner zurückgebliebene Lachen und hier und da üpvcg wuchernde Snmvfblumen. Kein Kirchturm, kein größerer Ort, nur selten ein schmutziges Dorf, dessen wenig« Bewohner Tors stechen, dabei von der ständigen Gefahr bedroht.