österreichisch-ungarischer Rekruten und Ersatzreservisten
sowie Landsturn,Pflichtiger.
1. Die Rekruten und Ersatzrcservisten des Assentsahr- ganges 1914 sowie alle im Jahre 1914 Stellungspflichtigen, welche bis jetzt ihrer Stelluugspflicht noch nicht nachgekommen sind, haben binnen 24 Stunden nach Verlautbarung dieser Kundmachung ans ihrem Aufenthaltsorte abzugehen und so rasch als möglich bei dem der Einbruchstation in die Monarchie nächstgelegenen k. u. k. Ergänznngsbezirkskommando einzutreffen.
2. Sämtliche 42 jährigen und jüngeren Landsturmpflichtigen, die im Heere, in der Kriegsmarine, Landwehr (Landesschützen) oder Gendarmerie gedient haben und bisher noch nicht einberufen wurden, oder nach ihrer Einrückung wegen Standesüberzahl beurlaubt worden sind, haben, sofernc sie laut ihres Landsturmpasses nicht waffeunnfähig klassifiziert worden sind, am 1. September aus ihrem Aufenthaltsorte abzugehen und sich so rasch als möglich beim zuständigen k. k. Landstnrmbezirks-
kommando beziehungsweise beim heimatlichen k. u. k. Landsturm- kommando zu melden. Gediente Landsturmpflichtige, die in ihrem Landsturmpaß als „waffenunfähig" klassifiziert sind, haben dann einzurücken, wenn sie mit einer Widmungskarte beteilt sind, oder eine separate Einberufungskarte erhalten haben.
3. Sämtliche vorbezeichneten Wehrpflichtigen genießen auf den Bahnen des Deutschen Reiches gegen Borweis ihres Militär- dokumcntes (Widmungsschein, Militärschein, Landsturmpaß usw.) frei Fahrt und freie Beförderung ihres Reisegepäckes.
Jene Wehrpflichtigen, die kein Militärdokument besitzen, haben sich sogleich mündlich oder schriftlich an die nüchstgclegene k. u. k. Bertretungsbehördc wegen Beteilung mit einem Beglan- bigungsschein zu wenden und zu diesem Zwecke ein Legitimationsdokument (Reisepaß. Heimatschein, Arbeitsbuch, Arbeitsverpflichtung usw.) vorzuweisen.
Dev k. u. k. Geneval-Tksnsul r
Freiherr von Goldschi,ndt-Rothschild.
Bekanntmachung.
Der Vorsitzende des Deutschen Flottcnvereins, Großadmiral von Koester, richtet an die Mitglieder einen Ausruf und bittet um Spenden sür die Pflege der Verwundeten unserer Flotte. Der gcschäfts- führende Ausschuß des hessischen Landesverbandes ersucht die Gruppen unseres Landes, die eingehenden Beträge nach Darmstadt abzuliefern, und wird sie dann gesammelt unter Nennung der Spender der Hauptgeschäftsstelle in Berlin übermitteln. Im Aufträge der Ortsgruppe Gießen ist der Unterzeichnete gern bereit, die Spenden der hiesigen Mitglieder entgegenzunehmen und erlaubt sich, folgende Worte an sie zu richten:
Die SchickfalSstundc unseres teuren Vaterlandes hat geschlagen! Die Feinde in Ost und West wollen unser Volk niederwerfen, wollen es tilgen aus der Reihe der Grotzniächtc. Ihnen gesellen sich die treulosen Vettern jenseits des Kanals zu. die stets mit neidischen, mißgünstigen Augen die Entwicklung unserer starken Macht zur See verfolgt haben. Wir Mitglieder des Deutschen Flottenvereins haben in Wort und Tat unsere ganze Kraft eingesetzt, um unser Volk zu überzeugen von der Notwendigkeit einer starken Secrüstung. Unsere Volksgenossen haben dem ernsten Mahnrufe Folge geleistet, haben mit Herz und Hand mitgewirkt zur Erreichung unseres hohen vaterländischen Zieles. Jetzt ist die Zeit ernster, zäher Arbeit für unsere wackere Marine gekommen. Wie herrlich hat sich ihr heldenhafter Geist schon bewiesen! Denkt an die „Königin Luise", die „Augsburg", vor allem aber an den unerschrockenen Wagemut der Kreuzer „Gäben" und „Breslau". Mit tiefer Trauer erfüllt uns das Geschick des Kreuzers „Magdeburg". Unsere junge Flotte brennt vor Begierde, dem deutschen Volke zu zeigen, wie sic unser unerschütterliches Vertrauen in ihrem unerreichbaren Heldengeist zu lohnen versteht.
Darum alle Mann an Bord! Helft die tavferen Verwundeten unserer Marine unterstützen, die Hel den pflege», die im Kampfe um unseres deutschen Namens Ehre, unseres Vaterlandes Große und unseres Volkes Herrlichkeit ihr Leben mit eiserner Stirne dem Feinde bieten! Fcde. auch die kleinste Gabe ist willkommen! Zeigt, ihr Getreuen des Deutschen Flottenvereins, daß wie immer so auch jetzt Treue und Dankbarkeit des deutschen Volkes Ruhm sei!
Gießen (Gocthcstr. 19), 28.August 191 l.
_____ Professor Polzing.
Bekanntmachung.
Die GruinuietgraSversicigerung vom I. Mis. iit aencbinigl. Ausgabe der Avluhrichcine durch die z„. liöndigev Zahtiielien von Donnerotaa. 3. k. Mt'., ab. Letzter Abiubriao Donnerstag. 17. f. Mts.
Gieken. 28. Augun 19M.
Ärotzhcrzoaliche Cbeviörjlcvci Schiilcnberg.
TrauIwe > n. 9454 B
Bekanntmachung
Wir machen hierdurch bekannt, daß wir außer bei unserer Geschäftsstelle, Liebigstraße 16 (Alte Klinik)
Sammetsttllkn für Barspenden
bei der
errichtet haben.
Wir bitten die gesamte Gießener Einwohnerschaft um kräftige Unterstützung durch Einzeichnung von Spenden in die bei den Sammelstellen aufgelegten Listen. Jeder, auch der kleinste Betrag ist herzlich willkommen.
?kt Sorilaiii des Zmzumiiis Gicht» muh Men Kreuz.
Landarbeit
Das landwirtschaftliche Institut der Universität ist bereit, an Männer, die ans dem Lande bei der Fcldbcftclinng helfen wollen, Unterricht in der Landarbeit zu erteileil. Man bittet um persönliche Meldung im landwirtschaftlichen Institut,
Srncktnbergstraße 15, Vormittags.
Bekanntmachung.
Sricaäirciniiüinc werde» im Ersatz-Bai. llti wieder cingeiteut. Melduna für in Gienen wobnhasic Leine Montag, den 31. August, vormittags 8 III,r für auswärtige TicnStag, den I. September, vormittags 8 llbr. Reue Kaserne.
Lcnie. die bereits auSgcmustcrt iind, dürfen linrft Ber- fllgung des KricgsiiiiniftcriniiiS nicht als kkriegSireiivilUge ei ngestellt werden. ___
Bekanntmachung.
Während meiner Zlinchörinkeii zuiu nkiiven Heere iivd der dadurch bedingten Abwesenheit von Gienen l-citclit der gesamte UntcrrichtSbctricb des tbictzencr Pacdage ginmS völlig unverändert fort. Die Masse» der fdiul* vsiichiigcn Schüler haben Fcricii bis Aum 15. Scv». Allc anderen Abteilungen haben »erieu van etwa 3 Wochen von Ende September ab. Sprechstunden uicines Vertreters: läglich voii 2—5 llbr. olenansnahnic» von Knaben und Mädchen finde» itandia statt. 19032
Direklor Vracktmann, Blrichstraße 6.
ßönvsnnoodTisbsnsvorsioIrsrunAsn adsofiliessen. Leins Llgussu. Volls VorsloherilaASLUwmen.
Leipzig.
ßiessener Fröbel-Semmar.
Der neue Kursus für
Kindergärtncriluicll u. Kllwcrpflegcrittncn
beginnt 9465 V
nm 12. Oktober 1914.
Prospekte und Auskuiisl diirch L. Moeicr, Gariensir. .30. Sprechstunde» 3—5 nachmittags.
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