Nr. M
Der Stetzener Anzeiger
erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wock>emlich «ietzener.familienbläller;
»ivennalwöchenil.iiieir- dlall für den Kreis Kietzen
(Dienstag,„rd Freiing); Sircmial monall. Land- wirlschasllich« Zeitsragen Fernjprech»Aiischlüiie: Iür die Redaktion 112, Verlag n. Trvedition öl SIbrefic inr Dcveichen: Anzeiger Gicßcu. Annahme von Anzeigen iür die Tagesumnmer bis vorniittags 9 Uhr.
Erstes Blatt
m. Jahrgang
Mittwoch, 26. August 19M
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Rotationrdnrck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Buch- und Zteindruckerei R. Lang«. Redaktion, Lrpedition und vruckerei: Zchnlstrahe 7. H^BeL
Br zu qsprci«:
monatlich 75Di., vierteljährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pi.; durch die Post Mk.2.—viertel- jäbrl. ausschl. Beslellq. Zeilenorei»; lokallbPj, ausivärts 20 Mennig. Chesredailcur: A. Goeiz. Verantwortlich für den volit. Teil: Aug. Goeg; ßi: .Feuilleton', .Vermischtes' und.Gerichls- saal': Karl Neurach; iür .Stadt und Land':
Die Einnahme von Namur.
Die geftrifl« Meldung, Mi die deutschen Truppen die Stadt Namur nedsr 5 Forts cingenonrmen Huben, dass der Full der 4 übrigen Forts unmittelbar devorskede. koinite nur noch iii einem Seit unserer gestrigen Auslage ,n,tgeteilt iver l^n. Bis zur Stunde liegt noch keine weitere Meldung vor. aj^r wir baden wahrlich keinen Grund, ungeduldig zu wer den Wie in Lüttich, io will mmi die Festung Namur mit möglichst wenig Verlusten nehmen, und unsere neuesten chweren 42 Zentrmetergeschutze, die mit ihren H Meter anaen Rohren aus weiteste Entfernungen ihr Ziel erreichen, werden die noch von den Belgiern verteidigten kümmerliche» Reste in aller Ruhe zusammenwerse», Tann hat das deutsche Heer den Rücken frei, kann ungehindert seinen Rachsämb. .Lebensmittel und Tchießbedari heranziehcn und sein Ziel weiter versolgen. Aus.erordcntlichen Eindruck wird im Auslände auch die schnelle uno entschlossene Einrichtung einer demschen Berwaltung rn Belgien machen. Tie deutsche Ordnung wird in dem welschen Lande ihren heilsamen Einzug halten. Tie Franzosen ,vollen sich nach ihrer neuesten anitlichen Meldung nunmehr desensiv einrichten. Ihre Tarftellung bedarf keiner weitere» Erörterung; sie ist ei» Berlegenheitsprodiikt. dem man es anmerkt, das; die Verfasser, die den Ernst der Lache besser kennen, es sich al'gcgualt habe». Wir crsahreu durch diese Meldung übri gens auch, daß deutsche Kavallerie bereits bis Roubaü vor- aedrungen ist. also vor der Fesmng Pille steht. Bon da ist der Weg bis llalais. von wo aus wir die Engländer grüßen können, nur »och so weit wie etwa von Marburg nach Frankfurt.
Die Heldentaten der Russen und ihre Aussichten er 'scheinen heute in keinem glänzende» Pichte Air haben gestern, in eine'» Teil unserer Auslage, schon die amtliche Wiener 'Meldung ntitreile» können, daß die Lesterreicher in Russisch- Bolen aus beide» Leiten der Weichsel siegreich Vordringen, dast >ie westlich des Flusses den deutschen Verbündeten schoii du Hand gereicht haben und zwischen Kielze und Radom stehen Oestlick der Weichsel wurden ruzsiscl» Truppen bei Kvasnik geschlagen, wobei 2000 Russen gefangen unb Ma schiueugeivehre sowie Gesckßütze erbeutet imlrde». Ailch an der Grenze der Bukotvina wurden die Russen, 20000 Mann stark, von den Lesterreicher» geschlagen. So dars ina» denn auch die Page in Ostpreußen nicht mehr i» schtiminem Pichte sehen-. Wen» die Horden aus dem Osten noch weiter über Insterburg lnnaus Vordringen, geraten sie i» die Gefahr, das, ihue» der Riickroeg. den sie doch bald antreten müsse», abgeschnitten ivird.
Air müssen noch kurz aui ein falsches Gerücht zurückkommen, das gestern abend und heule früh zahlreiche Gie- stener in gualende Spannung gesetzt hat. ES hiest, Namur sei v o I l st ä n d i g gesallen und 45 000 Mann, darnnler der englische Generalstnb, seien den deutschen Belagerern in die Hände gesallen Tic Meldung ivar iinwadrickwinlich, wurde aber geglaubk. Das Schlimme dabei ist, dast. wie uns versickert wird, Telegraphenbeamte des hiesigen Postamtes, die Meldung als wahr unh amtlich bezeichncten So wurde sie denn auch, mit den, Vermerk „amllich", am Bahnhof und an andere» Stellen offentlicti angeschlagen. Air müssen diese Ersindiliig und die gewissenlose Aeilerverbreining als einen skandalöse» Unfug bezeichnen. Telegrapheubcamle sind odne- hin verpslichiet. i» jebeni Falle das Amtsgeheimnis zu de- walrren: wie viel grösser noch ist ihr Vergelwn, twitn sie in so ernster Zeit dnrck, Ausstreuung falscher Nachrichten die Bevölkerung demlnitngen Uns sind bereits Vorwürfe gemacht worden, daß wir die Meldung nicht bekanntgegeben hatten. Lii'verzichten gerne darauf, uns, wie es andere «letten getan haben, zuni Boten von Pügennachrirtsten mid unsiniilgen Genickten zu macke». Bei uns sollen die Leser und die Bevölkerung nur absolut sichere Wahrheit erfahren.
v. d. Goltz Generalgouverneur von Belgien.
Berlin, 25. Aug Mil der Beiroallung der okkupier- ten Teile des Königreichs Belgien ist vom Kaiser unter Ernennung zum cKeneralgouvernenr (Neneralfeld mar- schal I F r h r. v d. G o I p beaustragl worden. Tie Zivil- vrrwaltniig ist dem zum Vermal tu naSche f ernannte» Re- gieningspräsidrnten v. Sa n d t Archen ickertragen worden, dem für die Tauer seiner Tätigkeit das Prädikät „Erzellenz" beigelcgt ist. Tem BerwaiNingschei sind bei» grgeben Lberregierungsrai v Wnfsow Kassel. Land- rat Tr. Kauf „i a n » Euskircken , Zuitizral T r i m b o r n, Mitglied des Reichstags Köln, der bisherige Konsul in Brüssel Legationsrat Kemp ff, sowie der Bürgermeister v. Loedell Lranienburg Tie Berufung iveitcrer Be- aiiiie». insbesondere von Technikern der Berg- und Bau» verwaltnna, ist in Aussicht genominen. EK-neralgoiiverneur General feldmarschall Freiherr o. d. Goltz hal sich zur lieber- natmie jeiner neue» Tätigkeit bereits nach Belgien begeben.
Tic Presse Belgiens erscheint in deutscher Sprache!
Berlin, 25. Tic gcsa m ! c Presse Bel
giens. ausgenommen die von A n l w e r v e n , erschein! in deutscher Sprache. Der.von deutscher Seite eingesetzte Gouverneur vcranlaßtc weiteres. Es ist anzunehmen. daß die französische Sprache neben der deutschen beibehaUcn wird.
Tic amtliche Berichterstattung Frankreichs.
Berlin, 25. Aug. Noch einem italiciilichen Blattern zugcgmigeiwn und aus Rom übermittelten offiziellen Be
richt ist in Paris am 24. August um II Uhr abends folgendes Kommunique ausgegrden worden;
Westlich der Maas wurde um'ere Armee von den Tcutschcn angegriiicn und dielr bcivundernswen sta»c> Zwei sraniösische Ar mcekorvS rückten vor und lourden v ", einem mörderiiäien Feuer empsanqcn. Sie wichen iedoch nichl. Al» aber die vreustiiche iSarde einen Gegenangriss auSiührte, in u ß I e s i e s i ö, z u r ll ck z i c b e n. Ter Feind ! Hane enorme Verluste. Westlich der Maas hatte» die Franzosen in schwierigem Gelände eine Vorwärtsbewegung gemocht und wurden dann heftig angegriise». Nach sehr leb hasiem Kampfe mußten sie z u i ü ck g e h c ». Südlich
nahmen englische u»v französische Trnvve» eine gedeckte Siellun i und blieben ,-itaft. Unsere sta Pallrrii- hat nicht gelitten. Ter phhsische und moralische
Zustand unserer Truppen ist ausgeieickn-i Die fron töfifrbe Armee wird jetzt desensiv bleibe», um die Oiicnsive im geeignete» Moment ivieder auszuiichmen. Untere Verluste sind bedeutend, aber noch nicht genau anzugebcn. Tas Eom muniguö ertläri ichließluti, es sei'»» bedauern, daß der A n g r i i s s- v l a u seinen Zweck nicht erreicht habe und fügte dann hinzu; Tie Teicnsivstellung der Franzosen blieb gegenüber deni Feinde, der sckw» gcschwächl sei, vollkommen fest. Teile einer ielbstandigcn deutschen »aralleri Tiviiion aui dem äußersten Flügel seien i» das Gebiet von Roubaix Tourcoing ei» gedrungen, das »ur von Terriioriattrupven verteidigt werde.
Tic Wirkung der deutschen Geschütze.
Ter Kriegskorrespvndcnz des „Nieuwc Rottcrdamsche Couram" schreibt voll Bewunderung über die deutschen stra tegischen Mastnahinen bei Lüttich. Die schweren Ge schütze (42-Zentimcler-Geschützc) seien in Teile zerlegt iiack, Lüttich gebracht worden. Hierbei hätten die Deutschen nichts dem Zufall überlassen und sich keineswegs aus das Vorhandensein von Schienen verlassen, obwohl solche aller Wahrscheinlichkeit nach in dem Industriegebiet vorhanden sein mußten, Tie deutschen Triivve» hätten deshalb Schienen m i t g r f üh r t, die ». a, längs der Avenue Rogier ge legt worden seien, ivoraus man die ungeheuer schweren Gv schütze wrtbewegt habe. Bon dort aus 'also aus der Stadt) habe ntnn dann aus ein«: Eniikrunng »»» iech> bis sieben tausend Meiern dir Fort» in alleP Beguemlichkeil zusagnmenl geschrisien, ohne daß Loser an Zeit oder an Soldaicn gemacht werden mußtest. Die Forts hätten »ich! einmal aniivorten tünnen, da ihr Feuer sonst die eigene Stadt zerstört hätte.
Ter Fährverkehr zwischen Saßnitz und Trcllcborg wieder ausgenommen!
Berlin, 25. Ang. (W. B.) Aintlich wird mitgeteitt, dnß der Fährverkehr zivischen Sastnitz und Trellrborg seit dem 21. August in vollem Umiangc wieder aufgcnommeii worden ist.
Vergewaltigungen neutraler Fischerboote durch England.
Haag, 24. Aug. Tic „Gazette de Hollande" vom 21. dS. meldet aus Pm ui de»; Ter nicderländisckie Tamp- ser „Nikolaß", der aus Leith in Amuiden ankam, lialte 37 niederländische Fischer an Bord, welche die Besatzung non sechs Fischerbooien bildeten. Von de» Boote» ivurde» zwei von englischen Kriegsschiffen in den Grund gebohrt und die zn»el andere» gekapert. Obwohl die Fischer holländischer Nationalität sind, ivurde» sie nach Inverneßnndvon dort r«ich dem Gefängnis von Perth gebracht. Dort blieben sie suns Tage cingesperrt, umrden schlecht behandelt und ungenügend genährt Tann brachte mau die 37 Fischer nach Edingburgh, wo sie abermals acht Tage ins Gefängnis gesteckt nrurdcn Sie verdanken ihre Befreiung lediglich der energischen Inlerven- tion des Kapitäns der „Nitvlaß".
Holländische Tampscr aus russtsche Sccmincn gelaufen.
Kristiania, 25.Aug. Aic aus London hierher ge meldet wird, find zwei holländische Dampier im Finnischen Meerbusen aus russische Minen, die in der Gegend gelegt worden sind, ausgelaufen und in die Lust gesprengt worden. Berl. Tagcbl.)
TaS Moratorium in England.
London, 25. Aug. >A.B.) Das allgemeine Mora t o r i u m , d. h. die Frist iür den Aufschub aller Zahlungen, ist iür ganz Großbritannien bis zinn 4, Oktober ve rl ä n gert worden,
* . *
Tas „Militär-Wochenblatt" schreibt über den Sieg in Lothringen;
Diese qewvnnene Schlackt ist den größten Siegen von 1870 71 gleick^znnellen. Mm, bedenke, daß sie »ich! grnz drei Wochen nach Ausbruäi der Mobilinackmng trotz leiilichen Vorivrungs der Franzosen an vorbereitenden kriegerischen Maßnahmen gewonnen worden ist. Wer zu beurleilen weiß, ivic es bei dem aalliichen Temveramem nach einer solchen Niederlage bei den ican- zöiiichi-n Truppen ausiebei, wird, wieviel moralische Einbuße, Menschen- und Maienalvertune die geschlagene Armee erlitten Hai. und welch gewaltiger 2lnittc,ignng e» für eine erstklassige Füh rerschail imd Kriegsverwaltung bedarf, um ein- solche desorgani sierie Masse, wie sie die geschlagen rrrnz fische Armee heute dar stellt, wieder zu einer opcranon-'ähigen Truppe zu machen, mrd »iNNurmen. daß die Trümmer dieser geschlagenen französischen Armee nicht vor sechs bis ackl Wochen wieder im Felde werden erscheinen können.
Ter König von Württemberg
hat sich mn seinem Sldimanten aus kurze Zeit ins Feld begeben. Ber rhrrr Abreise wurden sie von einer zahlreichen Wenge jubelnd begrüßt.
Ein Tagesbefehl an die baverischcn Trttppcn.
München, 25. Aug. Vom westlichen Kriegsschauplatz
wird gemeldet:
Ter Kommandirrendc «'Kneral de» 2. Armeekorps hak toi» gcndc» Tagcsbeschl an die Truvvcn erlassen:
Soldairn de» 2. Armeekorps, heute stehen wir als Sieger auf dem Boden, de» wir vor einigen Tagen aus höheren Befehl freiwillig verlaüen mußien. Eurer hingedenden Tnme und Tapier- keil ist e» zu verdanke», daß der übermütige F e i n d >v i e d e r v v n de„l schein Boden vertrieben worden ist Ich spreche allen Angehörige» de» Armeekorvs iür die ansgezelchiikte Haltung meine vollste Anerkennung au» Ehre den lavieren Gesalleucn. Mi» Woit für König und Baierland!
Ein Geschenk des Kaiser«.
Berlin, 24. Aug. Tas Nachrichlenamt de» Berliner Magistrats nieldet; Aus dem Großen Hanptqnarlier gelangte an den Lberdürgermeister von Berlin lieute nachmittag solgendes Telegramm; Ter Kaiser beivilligtc zur Linderung der durch die Arbeitslosigkeit in Berlin entstehende» Not der arbeitenden Klassen ei» Gnadengeschenk von 50000 Mark und ermächtigte die kaiserliche S«tta- tulle zur Zalilung der Snmiiie an Ein, Erzellenz z» geerg- neler Verwendung. Auf Mlerhöchstcn Vesehl Valcntim. Geheinier K-abinettsrat.
Ein Tank an Schivcdc».
S l ockho l in, 25. Aug. Ter hiesige deutsche Gesandic v, R e > ch e n ,i n übermittelte der schwedischen Regierung die wärmste Danksagung der deiirschen Regierung für die Gast- srciheik und die ovsenvillige und vraklische tzilsstätigkeit, welche die Behörden und die Bevölkerung den demschen Uns'' lerlanrn bezeugt haben, die aus Rußland durch Schweden in ihr Vaterland zurückkchrlcn,
Tie Behandlung der Tentschc» in Rußland.
Berlin, 25. Aug. Das Aolsf Bureau schreibt: Zn drin Auiische, der Wahrheit zum Siege zu verhrlsen, ist der mit dein Schutze der französischen, russischen und belgischen S'aatsangehörigen beauftragle hiesige spanische 'Hol* schaflcr Polo d e B e r n a b-e vor einigen Tagen ös'enk»- lich in ritterlichster Weise den von der feindlichen Presse im Auslmidc vcrbreilclen Verleumdungen gegen Tcuischland entgegengetrcten, wonach Angehörige der mit Deutschland im Kriege liegenden Staaten i» Deutschland eine unmenschliche Behandlung, Verfolgung und Äcraubungcn zu erdulden dal len. Der Bolschaster betvnle demgegenüber ausdrücklich, daß nach freiwilligen eigenen Versicherungen seiner Tckutzbesoh lenen die Freindr'» von de» Deulschen mit aller ihrer mißlichen Lage schuldigen Rücksicht und Achtung behandelt würden, Die strenge llnpartcilichleit, welche die n e u t r a l e H g 1» tungSvaiiiens seinem Verlrclcr zur Pflicht macht, ver- anlaßtc Polo de Bernabe, dem Auswärtigen '.'lmtc heule init* znteilen, daß der mit dem Schutze der Deutschen in Rußland betraute lKeschäststrägcr der Vereinigten Staaten wörtlich erklärt habe, ihm seien keinerlei Klagen über Mißhandlungen der 200000 in Rußland wohnenden Deutschen ziigcgangeii, er erhalle vielmehr täglich Briese und Telegrainiiie, worin er gebelen werde, dahin zu wirken, daß den Russen in Deutschland ja kein Leid geschehe. Der spanische Bolschaster bittet, auch diese Erklärung zu verötsentlichen. Air entsprechen dem berechtigten Wunsche des Botschafters um so lieber, als sich die demsche Presse von jeder unbegründeten und sensationcl.* len Verdächtigung Rußlands in Bezug auf die Behandlung der in Rußland wohnenden Teuttchen srcigehalte» hat und als diese Versicherung des ainrrikanischcn Geschäftsträgers zur Bcriibiguiig aller derer dienen wird, die seit Wochen in Sorge und ohne Nachrichten über das Los ihrer noch in Rußland besindlicheil Angehörigen sind,
Ter Bruch zwischen Lcsterreich und Favan.
Wie n, 25. Aug. Tem japanischen B v t s cha ft c c am Wiener Hose wurden heute inittag die Pässe zugestellt. Ter österreichisch-ungarische Botschafter in Tokio ist abberufe ii »»ordeii.
Gestern abend gab iviederuni eine vieltausendköpfige Menge vor der d e n t s ch e n B o t s ch a f t der großen Freude der Wiener Bevölkerung über die glorreichen Siege der deutschen Armee» begeisterte» Ausdruck. Ter Botschafter erschien auf dem Balkon und nahm dankend die Ansprachen und Huldigungc» entgegen, ivelche mit stürmi, schen Hochrufen ans Kaiser Franz Josef, Kaiser Wilhelm, die beiden Kronprinzen und die übrigen dcutsäzen Fürsten endeten.
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HO# 000 Kriegsfreiwillige in Lcsterreich-Ungarn.
Wien, 24. Aug. Es ist nichl nur die volle Zahl aller Eiiibcrusciic» unverzüglich zu den Fahnen geeilt, sondern es haben sich nichl >o e n i g c r als 300 000 Freiwillige emeldei. Tic beiden Kaiserreiche, die Schüller an Schulter ämpfen, haben also zusammen über zwei Millionen Kriegsfreiwillige zu verzeichnen,
Tie Kämpfe der Lcftcrrcichcr und Tentschc» gegen die Serben.
Sarajewo, 25. Aug. Nock» vor Beginn unserer Operationen wurde der über Ilwatz-Wardiste in unser Grenzgebiet eingedrnngene Feind an, 20. August ange- griti en und aus ebenio gut gewählten wie hergerichteten Stellungen in der Richtung auf Ilzitze-über die Grenze z u r >i ck g e wo r i e >i. Bei diesen -iampsen, wotan auch da» deutsche Tclachemenl aus S t u l a r i freiwillig rühmlichen .Anteil nahm, kämpften Misere Truppen trotz


