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Der «iefcMKt Stijtlg«
erscheint täglich, ander Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich »teirnerFomilienblätter; ziveu»aln>Lchentt.iirel!- dattMsenLreisSithtn (Dienstag und Freilnq); zweimal monatl. !and- «rtrtschaftUche sritfragea Fernsprech - Anschlüsse: für die Redakiion 113, vertag ». LxveLuisn 51 Adresse snr Depeschen: ««teiger Gießen, rnaahm« von Aozetg» sür die Togesnumnier bis vormittags 9 Uhr.
Erstes Blatt
m. Jahrgang
Donnerstag, 13. August 19M
eneral-Anzeiger für Oberhessen
Bolatioasönul und Verlag der vrnhl'schen llniv.-Vuch- und Steindruckerei R. Lauge. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchnlstrotze 7.
Bezugspreis;
monatlich 75 Pl., vierteljährlich Mk. 2.20: dnrch Abhole- n. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— Vierteljahr l. ausschl. Bestellg, Zcilenpreis: lokal 15 Ps, ansioärls 20 Psenniq. Chefredakteur: 2t. Goetz. Verantwortlich für den polit. Teil: Aug. Goetz; sür .Feuilleton", .Vermischtes" und.Gerichts- saal": Karl Slenrath; sür .Stadt und Land": Kurt Bendt; sur den Anzeigenteil: H. Bert.
Der deutsche Boden vom Kinde gesäubert!
B< rlin, 12. Aug. Bei M ü! h a u s e n haben die deutschen Truppen zehn französische Offiziere und 513 Mann gefangen genommen. Außerdem wurden erbeutet 4 Geschütze, 10 Fahrzeuge und eine sehr große Anzahl Gewehre. Der deutsche Boden ist von Feinden gesäubert.
Berlin, 12. Aug. Bei L a g a r d e sind den deutschen Truppen über 1000 un verwundete Kriegsgefangene in die Hände gefallen, über ein sechstel der beiden französischen Regimenter, die im Gefecht standen.
Die neuesten Etlichen Meldungen über die deutschen Erfolge bei Btülhansen und Lagarde, die wir gestern abend sogleich durch Anscktlag bekanntgaben, haben dem Bolle eine tiefe Befriedigung und Beruhilgung bereitet: d c r d e u t s ch e Boden ist Mm Feinde gesäubert. Dass die Zahl der französischen Gefangenen in diesen beiden Gefechten die Zahl 1600 überschreitet, ist ein lebendiger Beweis dafür, wie schwindelhaft die verfrühten französischen Darlegnn- n waren, deren Inhalt wir heute gleichfalls wiedergcben nncn. Die Tatsache, den deutschen Boden vorübergehend betreten zu haben, hat die welschen „Helden" ganz aus dem Häuschen gebracht; sogar ihr Oberkommandierender General Jassir hat in eigner Person sich mit diesem Liege gebrüstet, der sich dock) alsbald in eine ganz regelrechte Niederlage verwandelte. Indessen, «genau so, wie man die Einnahme Lüttichs durch die Deutschen jenseits der Grenze zu verheimlichen suchte, so wird man wohl auch die Liigen- niär so lang wie möglich ausrccht zu halten suchen, deutscher Boden sei besetzt. Was die ausgerissenen Grenzpfähle anlangt, so mag es ja sein, datz einige welsche EnGringlinge sich diesen Spas; gemacht ltaben, um 'Sann über die elsässische Bevölkerung falsche Gerüchte verbreiten zu können. Wir wissen von deutschen Bericisterstattern, datz in den Grenzlanden das gerade Gegenteil zutage getreten ist: die Eingesessenen wünschen den deutschen Waffen den Sieg und verzichten aus die in einem Aufruf des Generals Joffre höcbst voreilig angekündigte „Befreiung".
Wir wollen geduldig warten, bis die Entscheidungen fallen. Als solche kann man die bisherigen Grenz- gesechte nicht bezeichnen. Wir wollen nicht, wie die homerischen Helden, vor dem erst beginnenden Kampfe mit Worten streiten nnd den Mund so voll nehmen, wie unsere prahlenden und lügenden Nachbarn!
Die Engländer haben, wie wenigstens Londoner Blätter melden, den Hafen von Daressalam beschossen! Möglich ist dies schon, und Ueberraschung ruft diese Nachricht bei uns nicht hervor. Wenn die englische Flotte, aus dein Erdenrund zerstreut, mit solchen billigen „Siegen" ihre Kräfte zersplittert, kann es uns ganz recht sein. Zwischen Korfu und Patras soll ein englisches Geschwader gesehen worden sein, ein anderes auf der Höhe von Ancona (Italien). Tröstlich für uns ist es, daß unsere deutschen Schisse „G ö b e n" und „Breslau" nach ihrer Beschießung algerischer Küsten- plätze in den neutralen Hafen von Messina entkommen und sodann trotz englischer Bewachung wieder in die hohe See ausgelaufen sind. Wie die italienischen Behörden sich dabei verhalten haben, darüber ist noch nichts bekannt. In London aber ist die^ Furcht vor einem deutschen Uebcrfall erwacht, und die „Times" schreibt, in den nächsten beiden Wochen müsse man sich daraus vorbereitcn. Wie in unse); Landhecr, fo setzen wir in unsere Flotte volles Vertrauen und wir sind gewiß, daß die deutschen Schiffe n i ch t in u n n ü tz c m Draufgängertum aufs Spiel gesetzt werden. Nach einer Meldung der „Franks. Ztg." soll sich in London eine „Fremdenlegion" .gebildet haben, auch erlasse Lord Kitchener, der Kriegs- Minister, Aufrufe zur Bildung eines „zweiten Heeres". Wir vergießen ob dieser großen Vorhaben wirklich keine Tränen, denn bei den Engländern ist, wie wir wissen, die Kftiegs- stimmung flau, und schließlich kommt es auf ein paar Söldner mehr oder weniger auch nicht an.
Unternehmungen der deutschen Flotte.
Berlin, 12. Aug. Deutsche Unterseeboote sind im Lause der letzten Tage die O st k ü st c Englands und Schottlands entlang gefahren und bis zu den Shctlandsinseln gelangt. Ucber das Ergebnis dieser Fahrt kann aus naheliegenden Gründen bis jetzt nichts mit- gcteilt werden. i
S. M. Panzerkreuzer „G ö b c n" und der kleine Kreuzer „B r e s l a n" sind am 5. August nach ihrer Unternehmung an der algerischen Küste in den neutralen italienischen Hafen von Messina eingelausen und haben dort aus deutschen Dampfern ihre Kohlenvorräteergänzt, Der Hafen wurde von englischen Streitkrästen, die mit unseren Schissen Fühlung bekommen hatten, bewacht. Trotzdem gelang es den Schissen, am Abend des 6. August aus dem Hafen von Messina die hohe See zu gewinnen. Weiteres läßt sich aus naheliegenden Gründen noch nicht mitteilen.
Mit Rücksicht auf den Kriegszustand sind die Leuchtfeuer an den Küsten Oe st erreich -Ungarns nicht mehr in regelmäßigem Betrieb.
Der Hasen von Daressalam angegriffen.
Berlin, 12. Aug. Englische Zeitungen bringen die Aachricht, daß der Hafen von Daressalam von den Engländern angegriffen und der dortige Funken- >tunn von ihnen zerstört worden sei.
Die Haltung Italiens.
Berlin, 12, Aug, Der italienische Botschafter Bol- lati hat seiner Regierung den Wunsch ausgesprochen, sie mündlich über den Stand der Dinge in Deuts ch - l a n d unterrichten zu wollen. Bollati, der ans seinen deutschen Sympathien niemals ein Hehl gemacht hat, reist heute abend nach R o m ab. Me deutsche Regierung hat ihm einen Sonderwagen zur Verfügung gestellt. Seine Abwesenheit von Berlin wird nur kurze Zeit dauern. Er kehrt noch im Laufe dieses Monats auf seinen Posten zurück.
Ein japanisches Geschwader in See.
Rom, 11. Aug. Ein japanisches Geschwader ist nach einer Meldung der „Agenzia Stefane" unter .Admiral Dewa in See gegangen.
Französischer Schwindel.
Berlin, 12. Aug. Ms Zeichen, mit welchen Mitteln die Franzosen die öffentliche Meinung zu bearbeiten suchen, nachstehend einige Auszüge, die aus einem Pariser Telegramm zusamtnengestellt und die in der Welt verbreitet sind: Unsere schwache Grenzschutzabteilung bei Altkirck hatte die Weisung, vor einem überlegenen Gegner ans- zuweichen. Inzwischen sollten stärkere Kräfte zusammengezogen werden. Dieser unbedeutendcVorgang wird von den Franzosen folgendermaßen geschildert:
Eine französische Brigade erschien vor Altkirch, das mit sehr starken Feldbefestigungen versehen, ein „offenes Städtchen" nnd von einer deuisckMi Brigade vertechigt war (gar nicht verteidigt — einige Kompagnien wichen aus). Die Franzosen gaben ein Beispiel, wie ein glänzender ungestümer Sturm ausgeführt wird. Ein Regiment machte einen besonders großartigen Angriff und nahm die deutschen Befestigungen. Die deutschen Truppen flohen sogar aus den in zweiter Linie sich befindlichen Werken. Sie erlitten bei der Verfolgung große Verluste und konnten sich nur im Schüße der Nacht retten. Atkirch bereitete der Franzose!-, einen begeisterten Empfang. Ehrenpforten wurden errichtet und die Grenzpfähle ansgerissen. Am frühen Morgen des nächsten Tages wurde die Verfolgung wieder ausgenommen Die Deutschen fluteten in vollständiger Deroute zurück. Um 5 Uhr nachmittags trafen die Franzosen in Mülhausen ein, mit frenetischem Jubel begrüßt. Die Eroberung von Mülhausen findet im Elsaß einen gewaltigen nnd begeisterten Widerhall. General Joffre hat eine Proklamation erlassen, die den Stolz und die Begeisterung der französischen Soldaten ausdrückt, daß sie als erste Träger der Wicdervergeltung berufen seien. Krregsminister Messimy beglückwünschte telegraphisch General Joffre zu der glänzenden energischen Offensive. Sächsische Kriegsgefangene (bei Altkirch-Mülhausen befanden sich gar keine sächsischen Truppen) hätten bewnt. es sei ein Kummer für die Sachsen, sich an diesem Kriege beteiligen zu müssen. (!)
lieber Lütttch wird verbreitet, daß die Festung und die Fort-; heule noch in der Hand der Belgier seien, die Deutschen batten mit 120 000 Mann 40 000 Belgier angegriffen. Ans deutscher Seite fehlte die Arllllerie zur Unterstützung. Das deutsche Aitilleriefeuer sei schlecht geleitet gewesen, während das Feuer der belgischen Artillerie höchst exakt war. Die Deutschen hätten 5000 Tote gehabt, 8000 Mann wären gefangen genommen und 24 Kanonen hätten die Belgier erbeutet. Seit zlvci Tagen arbeiteten 53 000 Arbeiter an den Werken. Sie führten in dar Forts und den Zwischenräumen Verschonzungen ans; es sei kein Zweifel, daß eine so ausgebimte Festung vollständig uneinnehmbar geworden sei. Zwischendurch ist die Rede von aufgeriebenen imd versprengte» Kavallerie-Divisionen und von auf freiem Felde gefangenen deutschen Regimentern. Aus belgischer Seite wird nur von heroischer Tapferkeit gesprochen, die von der sianzösischen Regierung durch Verleihung der Milstärmcdaflle an den König der Belgier und das Kreuz der Ehrenlegion an die Festung Lütttch anerkannt worden sei.
Mag man diese Reklameartikel sich auch gefallen lassen, so übersteigen doch zwei Borwürfe, die man gegen uns zu erheben wagt, das Matz deS Erlaubten: 1. lim Holland gegen uns cinzunehmen, werden wir verdächtigt, England als Preis für seine Neutralität eine Teilung Hollands an- geboten zu haben. 2. Unsere Truppen hätten in den Schützengräben weitze Fahnen hochgehalten, und nachdem die Belgier das Feuer eingestellt, heimtückisch geschossen. — Wir überlassen das Urteil über solche Veröffentlichungen unserem Volk und sind überzeugt, daß ihm unsere Veröffentlichungen besser gefallen. '
In einer Besprechung der deutschen Siege bewnt das Wiener Fremdenblatt: Ein mehr als 40jähriger Friede hat die sieggewohnten deutschen Waffen nicht rosten lassen. Wie vor 44 Jahren so sei heute ein Kaiser Wilhelm der oberste Befehlshaber des deutschen Heeres und ein M o l t k e Generalstabschef her Armee. Der neue Triumph der deutschen Waffen bei Lunsville sei diesmal schon aus französischem Boden errungen worden. Beinahe am Jahrestage von Wötth habe die deutsche Armee die ersten Lorbeeren den Franzosen gegenüber in diesem Kriege errungen. Oesterreich-Ungarn blicke voll Stolz auf die verbündete Armee und freue sich von ganzem Herzen der herrlichen Erfolge.
Vergebliche französische Aufrufe.
Müll he im (Baden), 12. Slug. Am Montag haben Flieger des Generalissimus Pakete von in Delfort gedruckten Ausrufen herabgeworfen, die folgenden Wortlaut hatten: „Aufruf des französischen Generalissimus an die Elsässer! Kinder des Elsaß! Nach vierundvierzig Fahren schmerzlichen Wartens betreten französische Soldaten wiederum den Boden eures edlen Landes. Sie sind die ersten Arbeiter des großen Werkes der Revanche. Es erfüllt sie mit Rührung und Stolz. Um das Werk zu vollbringen, geben sic ihr Leben dahin. Me sian> zösische Nation steht einmütig hinter ihnen, und in der Falte ihrer Fahne sind die Zauberworte eingegraben: Recht und
Freiheit! Es lebe das Elsaß, es lebe Frankreich! Unterschrift: Ter französische Generalissimus Joffre, gebracht durch die französische Eskadrilles, Mülhausen."
Ei» enthüllter sranzösisch-russischer Kriegsplan.
Wien, 11. Aug. Die „Wiener Allgemeine Zeitung" schreibt: Bezugnehmend auf frühere Meldungen über die französisch-russische Mllitärkonvention und den Besuch Poincarös in Petersburg im Jahre 1912. Wir können heute aus guter Quelle den Zweck des letzten Besuches Poin- carss in Petersburg im Juli 1914 enthüllen. Poincars stellte mit Sasonow in langen Unterredungen fest, daß die russische nnd französische Armee Ende 1915 mit ihren Vorbereitungen fertig werden würden, um eventuell eilte Er afft ge Offensive geg.en Deutschland und Oesterreich-Ungarn führen zu können. Es wurde diese Frage in allen Details sowohl nach der militärischen wie nach der finanziellen Seite hin erörtert und der Termin 1918 als derjenige festgestellt, an dem das Uebergewtcht Rußlands und Frankreichs in Europa, sei es auf Grund zweier schlagfertiger Armeen, sei es mit den Waffen, sest- zulegen sei. Wie sich jetzt zeigt, haben beide Reisen Poin- carss das Ziel verfolgt, für die Erhaltung des europäischen Friedens sehr gefährliche Mmachnngen zu treffen. Diese Abmachungen, die Poincars mit Sasonow in diesem Jahre in Petersburg getroffen hat, sind der deutsche Beweis für die wahren Absichten, die in Petersburg und Paris an den maßgebenden Stellen geherrscht haben.
Ein Stimmungsbild aus Rußland.
Wien, 12. Aug. Die „Czernmoitzer Zeitung" veröffenüickck den Bericht eines Czernowitzcr Mittclschulorosessors, der nach einer abenteuerlichen Fahrt aus Odessa hier eingetroffen ist, und sich bis zum 6. August in Odessa ausgehalten hatte. In Odessa, wo die Sttmmung keineswegs für einen Krieg war, wurde von halbwüchsigen Bursck>en unter der Führung der Polizei eine Kundgebung für den Krieg veranstaltet. Die Nachricht von dem Einmarsch deuffcher Truppen in Polen nahm die Intelligenz mit Bedauern auf, weil Deutschland und Oesterreich-Ungarn nur die Polen befreiten, die übrigen Russen aber unter der Ktruw des Zaren ließen. Die Russen würden den Tag segnen, da Oesterreich- Ungarn sie von diesem furchtbaren Joch befreien würde. Ae ruffischen Zeitungen bringen lügenhafte Berichte über Heldcntawn der .Kosaken. Die Don-. Terek- und Ural-Kosaken sollen jedoch die Mobilmachung sehr kühl ausgenommen haben: angeblich sollen auch Meutereien vorgekommcn sein. Der Plan der russischen Regierung, die'Kosaken als Avantgarde zum Einfall in Deutschland und Oesterreich-Ungarn zu verwenden, scheint gescheitert.
Aeußcrung amerikanischer Diplomaten.
Wien, 12. Aug. Die Abendblätter melden aus Gens: Hier weilende amerikanische Diplomaten erklären, in maßgebenden Kreisen der vereinigten Staaten habe man nach der zeitgemäßen Veröffentlichung des Telcgrammwechsels zischen Kaiser Wilhelm und dem Zaren die U e b e r z e n g u n g gewonnen, daß der unselige Weltbrand von Rußland allein angefacht worden sei. Die Haltung Englands sei geradezu unverständlich.
Ter Bruch zwischen Frankreich und Oesterreich.
Paris, 11. Aug. (Agence Havas.) Infolge des besonders in den letzten 3 Tagen zwischen Wien und Paris ge- pffogenen Meinungsaustausches teilte die französische Regierung auf Grund der internationalen Lage mit Rücksicht auf die ungenügenden Erklärungen, welche die österreichisch-ungarische Regierung betreffend die Entsen- dnngösterreichisch'-ungarischerTrupPennach Deutschland gab, dem österreichisckMngarischen Bot- schafter vormittags mit, daß sie sich genötigt sähe, den französischenBoischafterin Wien abzuoerufen und dem österreich.-lungar. Botschafter die Pässe zuzustellen. Der Botschafter verließ darauf Paris in einem nach Italien abgehenden Sonderzuge. Beim Abschiede wurden die Formen der internationalen Höflichkeit gewahrt. Die Botschafter der Bereinigten Staaten in Paris und Wien übernahmen den Schutz der österreichisch ungarischen bezw. sianzösischen Untertanen.
Bon allen Seiten drängen sich, so schreibt das Wolff- Bureau, die ivaffensähigen Teutsckten zu den Fahnen, um das bedrohte Vaterland zu schützen. Auch die, die bisher im Auslande lebten, eilen zurück, um jener höchsten Ehrenpflicht zu genügen. Es ist kein Wunder, wcmi Heimatsge- fülhl und Vaterlandsliebe niit elementarer Kraft auch in den Herzen derer erwachen, die einst in leichtfertiger Verblendung oder ans Abenteuerlnst in die französische Fremdenlegion eingetreten sind und nun in den Reihen unserer: erbittertsten Feinde stehen müssen. Wenn wir uns in die Lage dieser Unglücklichen hineindenken, so müssen wir sagen, daß sie für ihre Verfehlungen mit grausamer Härte bestraft worden sind. Wir hoffen deshalb, daß jeder von ihnen, dem es glücken sollte, aus dem feindlickten Lager zu entkommen und seine Kraft noch in letzter Stunde in den Dienst des eigenen Vaterlandes zu stellen, mit Bestiimntheit auf den Erlaß der verwirkten Strafe rechnen kann. Nach unseren Erkundigungen an maßgebender Stelle ist diese Hoffnung auch durchaus begründet.
Ein deutscher Vorschlag.
Me „Nordd. Mg. Ztg." teilt mit: Die deutsche Regierung hat der britischen, der sianzösischen, der russischen und der belgischen Regierung den Vorschlag gemacht, daß die bei Ausdruckt der Feindseligkeften in den beiderseitigen Meeren befindlichen Kindlichen Kanffahr-c


