Nr. J82
Ter Sletzener Anzeiger
erscheint täglich, außer Eonnlags. — Beilagen: viermal roöchetitlicb 6 iefeent r iarailienblütttr, zweimal ivöchentl.Arei»- blctt färben Kreis (Siegen (liensrag nnöfrtcitna); zweimal inanail. landwirtschaftlich- Seitfragen ^emipreef) - Anschlüye: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Tevelcheu: Anzeiger biießen. Anuadme von Anzeigen für die TagcStiiimmer bis vormittags 9 Uhr.
Erstes Blatt
M. Jahrgang
Donnerstag. 6. August IW
General-Anzeiger für Gberheffen
RotattORSÖrud und Verlag der vrühl'schen lluio.-vuch- und Zteindrnckerei N. Lange. Redattlon, Lrpe-ition und vrnckerei: 5chnlftrahe 7.
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monatlich 75Pi^viettel- jährlich Mk. 2.2V: durch Adhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.i durch die Post Mk.2.— uicrtcl* jäfjrL ausschl. Bestellq. Zeile» preis: lokal 15Ps, auswärts 2V Psemiig. Chefredakteur: AGoeg. Berank,vortlich sür den polit. Teil: 2i»g. Goer,: für .Feuilleton', .Vermischtes' und.Gerichtssaal': Karl Neurath; für .Stadt und Land': .Nurt Bendt: für den Anzeigenteil: f>. Beck.
Ein einig Volk von Brüdern.
ES wird unS von Tag zu Tag lebendiger befmißi, wie herrlich daS deutsche Volk in der Stunde der Gefahr zu- saimnengeschnnedet worden ist Englands Kriegserklärung bar niemanden geschreckt Italiens Neutralität kann uns nicht enttäuschen mtd verstimmen; eS ist ja gemeldet ivvrden, daß cs freundliche Worte des Wohlwollens für seineVcrbün- .deien lzatte, un-d daher ist an^rnehmen, daß es wenigstens innerlich auf unserer Seite steht Wer tvollte auch verkennen, welchen Gefahren durch die englische Flotte die Halbinsel ausgesetzt wäre, wenn die römische Regierung ebenfalls den Krieg gegen unsere Feinde beginnen würde? Rot kennt kein liebst, dieses Wort des deutschen Rciohs- kanzlers müssen wir mich auf die Haltung der Italiener anivcndcn, die uns vorläufig noch keineswegs im Stickte gelassen haben.
Tie heute eingetrosfcnen Meldungen sind geeignet, unsere Zuversicht auss neue zu erhöben. Südlich von Kalisch ist wiederum ein russisches Städtchen von deutschen Truppen besetzt worden, und die amtliche Meldung darüber fügt hinzu, daß die Einwohner die Einziehcnden „mit Jubel begrüßt" hätten. Somit gewinnt auch die österreichische Zei- tungsineldung an Wahrscheinlichkeit, daß der Petersburger Regierung in Russisch Polen ein Ausstand drohe. Was cs mit der Petersburger Meldung, ein deutsches Geschwader sei aus dem Wege nach Libau begriffen, aus sich hat, wollen wir einmal abwarten.
Von großer Bedeutung ist die amtliche Meldung, daß deuischc Kriegsschiffe im Mittelmecr algerische Küstenorte beschossen haben. Es gilt, zu verhindern, daß von dort her französische Truppentransporte nach Frankreich abgehen. Hoffentlich bat die deutsche Unternehmung vollen Erfolg: da auch England zu unseren Feinden zählt, harren unserer deutschen Flotte jetzt die allcrschwierigstcn Ausgaben.
Noä'mals muß nachdrücklich vor allen Sensationsmeldungen gewarnt werden! stferüchle von Gefechten an der französischen Grenze sind falsch. Im kröchstcn Grckbe ztveifelhaft ist auch die heutige Meldung der „Frankfurter Ztg,", die bezetchnendenveise aus New flork datiert ist, daß ein deutsches Luftschiff über LunSvillc Bomben geworfen, 15 Personen getötet und großen Schaden angerichtet habe. So lange keine amlliche deutsche Meldung dariwer vorliegt, dürfen ivir solck)e» Nachrichten keinen Glauben schenken.
Deutsche Presscftimmcn.
Die ganze deutsche Presse spiegelt nach» Englands Kriegserklärung die wachsende Entschlossenheit, Einmütigkeit und Begeisterung des deutschen Volkes wieder. In unserer nächsten Nähe schreibt z. B. die „Frankfurter Zeitung":
Geeint nach innen, stark und opferbereit nach außen, so wollen wir den Feinden entgegentreten. Und haben wir gesiegt, so ivollen wir, die friedlichste der Nationen, die Uhr Europas für ein Jahrhundert richtig stellen und ein Reich des ^Friedens ausrichten Sir Edward Goeh hat England als den Bürgen des Friedens binznstellen gesucht. Die Bürgschaft war schlecht, weil sie eigensüchtig und parteiisch ausgeübt wurde. Dir wollen dem alternden Inselstaat die Last dieser Bürgschaitobnehmen und die Welt wird erfahren, daß wir sie beiier zu vewoalten wissen.
Die ebenfalls auf der bürgerlichen Linken stehende „M orgenpost" bezeichnet cs als etwas Un ge Heuer liclies, Naturwidriges, das; England, das Mutterland des Parlamentarismus, die tiseburtsstätte der bürgerlichen Freiheit, an der Seite Rußlands stehe, diesem Lande mittelalterlicher Barbarei, dieser Brutstätte der Unfreiheit und der Unkultur. „Hat die Geschichte der Menschheit je eine solche Schmach, eine solche widernatürliche Paarung gesehen?"' Und dann sühn das Blatt fort:
Sei es denn! Vielleicht ist es am besten so. Der Tag der großen Abrechnung ist über Europa hereingebrocben Es ist böser, wir haben wie der Große Friedrich gegen eine Welt von Feinden zu kampsen. als daß wir in jadem Augenblick im Leben unseres Reiches eines tückischen Uebersalles gewärtig sein müßten. Friedrich der Große ist Mit ihnen fertig geworden. Auch wir werden cs! ,
Die „K r e u z z e i t u n g" schildert die erhebende Sitzung int Reichstage. Sie spricht davon, daß die große Zeit, in der ivir leben, ein würdiges Geschlecht gefunden habe, und fügt dann weiter hinzu:
Wir mußten von vornherein aus die aktive Unterstützung unserer Wegner durch ihren Dreiverbandsgenosse» rechnen und haben es getan Damit gelangen freilich muh die Vermiete, lungsbemübungen Englands in ein eigenartiges Licht. Der Verdacht, daß es mit ihnen Rußland und Frankreich nur ZeithabeAewähren wollen, läßt sich rc&t kaum noch von der Land weiten. Auch in den Verhandlungen über seine eigene Stellung ist es sonderbar zu Aterke gegangen insofern, als es nicht von vornherein ktwv und klar die Bedingungen seiner Neutralität genannt har. sondern sie gewissermaßen als stüder benutzt bat. um uns stüchveise Zusagen und Zugeständnisse zu Gunsten Frankreichs abzupresien. Denn Staatstekretär G-rev jetzt (tefliffcTttlieb die Frage der belgischen Neutralität^ in den Vordergrund gestellt dal. so wirb cr selber am besten wissen, wieckchr das mir eine Kulisse ist. durch welche die ohnehin sestsbehenden Absichten Englands verdeckt werden sollen.
Der Berliner „Lokalanzeiger" schreibt:
Uns ist kein Freund gestorben. Der Vetter über dem Kanal hat sich diese Berwandllchaft zn Unrecht angemaßt, ivir weiten ste zurück. Dir haben mchts gemein mit ihm Wir wollen ^fröhlich sein und gläubig kämpien, wollen an Gottes Güte glauben. " Da hatte sich an unseren Tit'ch ein Kdrl gesetzt und sich mit der Bcrwatchlschatt gebrüstet, als ob er zu uns gebäre. Tr bleibe uns vom Leibe, wir wissen heute, daß sein sriedliches Getue, das uns namentlich in jüngster Zeit eine trügerische Munk gewesen ist, ein falsches Spiel war. das gegen uns gerichlet wurde schon zu einer Zeit, da er uns die Hände schüttelte, als wäre er unser Freund und Bruder. Wir wissen heute, daß wir Freunde nur in der
eigenen Krast und im Schwerte in unserer Faust besitzen, und wir wissen weiter, daß die heilige Not unserer Zeit keinen Mann im ganzen Reiche finden wird, der nicht bereit wäre, das Schwert zu tragen, um alles einzusetzen in dieiem deutschen Krieg.
Ter „Berliner Lokalanzciger" sagt in einem Stimmungsbild ans dem Reichstag:
Wenn irgend etwas geeignet war, die durch die Ereignisse der letzten Tagen hervorgerusene Stimmung noch zu heben, so war es die Rede des Reichskanzlers, die eine innere Glut ausstrahlte, die alle Herzen cmpfiirdcn mußten. Unter der machtvollen Wirkung dieses Auftretens brach aller parlamentarischer Burcaukratismus in sich zusammen. Nie mand sragic mehr, n>elchc Rechte den Mitgliedern, wclckfe den Gästen des Parlaments zustchen. Mehr als einmal gingen minutenlange Beisallstürme durch das Haus. Alle Abgeordneten, alle Vertreter der Regierung, alle Besucher der Tribünen erhöbet: sich von ihren Plätzen und gaben ihrer Zustimmung durch andauernde Zurufe und lcbhlstes Hände klatschen enthusiastischen Ausdruck. Dem Präsidenten siel es nicht ein, mit der allen Formel zu kommen, daß solclfc Kundgebungcn nicht üblich seien.
In der „Täglichen Rundschau" l)cißt es: Dieser Reichstag hat viel gesündigt. Das alles ist wie weggcweht und ausgclöscht. Dieser KTieg brachte Wunder und das größte dieser Wunder geschah mit der Sozialdemokratie, die an dee Seite ihrer deutschen Brüdersclfast steht, eine einheitliche Front von Heydebrand bis Scheidemann.
Ebenso einmütig wie in der Beurteilung der gestrigen Reichstagssitzung und in der Rede des Kanzlers, ist die Presse in der Auffassung der Kriegserklärung England s. — DaS „Berliner Tageblatt" meint, die Annahme erscheine begnst-deks tfofc oii'4 dänn, wenn Deutschland sich zur vollen Respektierung der belgischen Neutralität verpflichtet hätte, England bei der ersten dcut- sclzen Niederlage aus seiner Zurückhaltung herausgetrelen wäre, um den Gegnern Deutschlands zu Hilfe zu eilen. Und weil man das annehmcn mußte, hat die deutsche Regierung die englische Forderung, deren Annahme nutzlos die Taktik der deutschen Armee behindert und zur Verlängerung des siirchtbaren Krieges beigetragen hätte, nach eingehender Prüfung aügelehnt.
In der „Deutschen Tageszeitung" wird gesagt: Die Deutschen können wieder einmal sagen: Feinde ringsum. Nur in einer solchen Lage hat sich, wie die ganze Geschichte zeigt, die deutsche Kraft voll entfalten können. So wird es auch diesmal sein. Die deutsche Flotte aber brennt vor Begierde, dem deutschen Volke, das sie mit so vieler Liebe und so großen Opfern geschaffen, zu zeigen, daß sic dieser Liebe und dieser Opfer würdig ist.
Angriffe deutscher Nriegsschifse im Mittelmeer.
Berlin. 5. August. Die im Mittclmeer befindlithen deutschen Kriegsschiffe sind gestern an der Küste von Algier erschiencn und haben einzelne b e f c st i g t e P I ä tz r z e r st ü r t. insbesondere Eiillchiffiingsoite sür französische Truppentransporte. Tas Feuer wurde erwidert.
Wieder eine russische Stadt besetzt.
Berlin, 5. Aug. Deutsche Kavallerie besetzte gestern Wielun, südlich von Kalisch, von der Bevölkerung mit Jubel begrüßt.
Ein Ausstand in Russisch Polen?
Wien. 5. Aug. Die ..Reichspost" meldet aus Krakau vom Z. August: In Russisch-Polen wurde gestern ein aus Warschau datierter Ausruf zu einem polnischen Aufstande verbreitet, welcher von zahlreichen polnischen Parteien unterzeichnet ist. Der Ausruf erläutert die zukünftige Aktion: die Aufständischen, auch die Frauen fordert er dazu auf. den russischen Behörden und dem Militär alle möglichen Hindernisse zu vereilen. Die polnischen Organisationen sollen genau über die Bewegungen der Russen informiert werden. Jede Gemeinde wird aufgeforderl, Behörden cin- zusrtzcn, um die Ilnadhängigkeit vom russischen Reiche zu proklamieren.
Ein deutsches Geschwader nach Libau unterwegs?
Petersburg. 5. August. Ein aus 19 Schissen bestehendes dculschesGeschwader ist gestern in der Richtung Memel-Libau bemerkt worden.
Deutsche Unterseeboote in den dänischen Gewässer«.
Kopenhagen, 5. Aug. Drei deutsche Unterseeboote wurden gestern nachmittag im Südausgang des Sundes gesichtet. Sie scheinen dort eine Vorpostenstellrurg eingenommen zu^ haben.
In einer Sonderausgabe der vom Reichsmarineamt herauSgegebenen Nachrichten für Seefahrer wird mitqeteilt: Im Kopenhagener Sunde, Königstief iKvngcdyb), Holländer Tief und Drogden liegen Minen. Die Fahrstraße der Dampfer führt durch die Flintrinne. Für Kopenhagen besteht Lotsenzwang. Die ungefähre Lage des Drogden-Feucr- schtfss ist 550, 330N, 120, 43°0.
Ans Rußland.
Petersburg. 5. August. Im Schwarzen Meer nahmen die Russen mehrere deutsche Handelsschiffe weg.
Der ttamps mit 5erbien.
Wien, 5. August. Berichte der an der serbischen Grenze stehenden Truppen lassen erkennen, dass eine erhöhte Tätigkeit einzutrcten beginnt. Bei Belgrad suchten serbische FestungSgcschützc der oberen und unteren Festung und den benachbarten Höhen durch heftiges Feuer die Bewegungen am diessciligcn llscr und die Schissahrt nach der Save und -r Donau zu verhindern. Dieses veranlaßle die österreichischen Truppen gestern, das Artillerie- teuer zu eröffnen. Der Kampf endete damit, daß die serbischen Geschütze zum Schweigen gebracht wurden. Die Festungswerke sind schwer beschädigt, die Stadl blieb vollkommen verschont. An der D r i n a herrscht R u h c. Sehr lobend wird die Tätigkeit der im Sicherheitsdienste verwendeten Truppen, insbesondere der Infanterie und Grenzjäger, hcrvorgchobcn.
Das Kaiscrpaar.
Berlin, 5. August. Der K aiser und die Kai serin nahmen heule an dem Gottesdienst im Dom teil. Die ungeordneten Gottesdienste waren überall außerordentlich stark besucht. Unter anderem Ivar der Andrang an der Neuen Kirckie so groß, daß der Gottesdienst im Freien auf dem Gendarnicnmarkt abgehglten iverdcn mußte. Der Prediger sprach von der Freitreppe des Sel-anspicll/auseS.
TaS Rcichstagspräsidium beim Kaiser.
Berlin, 5. August. Nach der denkivürdigen Sitzung des Reichstages begab sich das Rcichstagspräsidium in das Schloß, um dem Kaiser Mitteilung von der einstimmigen Annahme der .Kriegsvorlagen zn machen. D e r K u, fc r empfing die Herre n m 1 t Fel o rt 6 c r cr'^Ter’z- lichkeit und bat sie, allen Abgeordneten seinen Dank auszusprechen.
Begeisterung in den Schutzgebieten.
B e r l i n , 5. Aug. Die glühende vaterländische Begeisterung, die in diesen Tagen alle Deutschen des Mutterlandes erfüllt, hat nach eingetrossenen Meldungen auch die Volksgenossen unserer Schutzgcbiclc ergriffen, so richteie der Gouverneur von D e u t s ch - S ü d w c st a f r i f a folgendes Telegramm an den Kaiser:
„Ew. Majestät versichern die Deutschen Südwesls Unverbrüchliche Treue. Sic bitten zu Gott um den Sieg für das Vaterland. Tie Truppe Und die Bevölkerung sind voll Mut und Vertrauen. Allcruiilertänigst Gouverneur Seih."
Ter Orden des eisernen Kreuzes.
Berlin, 5. Aug. Durch Verordnung vom heutigen Tage crneuertederKaiscrsürdengcgenwärti- gen Feldzug den Orden des Eisernen Kreuzes. * . *
Begeisterte Zustimmung in Wien.
Wien, 5. August. Sämtliche Blätter begleiten die gestrige Thronrede und die Kundgebungen im Reichstage mit begeisterter Zustimmung. Das „Fremden- bla t t" sagt:
Heute wurde von Kaiser Wilhelm in einer sür alle Zeiten denkwürdigen Rede das deutsche Volk Mt den Waisen gerusen gegen eine Welt von Feinden, die von Ost und West heranrücken, um Deutschland seine durch heroische Waffentaten, emsigen Fleiß nnd wunderbare gesittete Tättgkeit eroberte Stellung zu wehren. Mil bewunderungswürdiger Kraft und mit Mut nimmt das Deutsche Reich, an desien Seite als treuer Bundesgenosse wir stolz sind, uns zu besinden, den Kampf mit einer Sckar von Feinden aus. Deuh'chland zieht ohne Ueber- fjetnntg, aber mit fester Entschlossenheit in den schweren KNmvt und sckzart sich begeistert um seinen Kaiser, an dessen Seite die unverbrüchliche Treue des Kapers Franz Joseph steht.
Das „Ntut Wiener Tageblatt" schreibt:
Tic ganze Wett lat die g e w a j t i g c S l i m m e vernomnten. die in der Hauptstadt Deutschlands in so seierlichw lies ernster Werse erklang. Wir Oeslerreicher haben die Rede des erhabenen Monarck-en, unseres Kaisers treuesten Bundesgenossen und Freundes, mit tiefer Ergrüienlzeit vernommen. Was der Fichrer unseres deutschen Brudervolkes sagte, klang in unseren Herzen wieder und das Feuer des prachtvollen Mutes, das wir in hellen Flammen auflodern sehen, leuchtete in dem Dunklen sehwe- rer Tage. Wie der Deutsche Kaiser sprach, so schlicht,, ehrlich und in so hohem Verantwortttchkettsgemhl vor Gott, kann nur der sprechen, der reinen Herzens ist und sich keines Zolles bewußt ist.
Die „Neue Freie Presse" betont:
Alles wird übersck-aitet von dem strahlenden Glanz der Kundgebung des deutschen Reichstages. Die Ansprache des Deutschen Kaisers ist ein Denkmal sckKicküer Ehrlichkeit. In ganz Oesterreich werben die Worte, die heute in Berlin gesprochen worden sind, wie ein Ausruf an uns selbst klingen, dem deutschen Bolle mit umerer ganzen Macht und bis zum letzten Bluts- tropsen zu hellen, damtt auch wir zeigen, daß wir der großer Schicksalsstunde gewachsen sind und die gleiche Flügellraß ii uns haben, wie fie sich uns heute in Deub'chland erwiesen.
In der „R e i ch s p o st" entbietet der Dichter Rudolf von Kralik Deutschland und Deutschlands Armee Oesterreichs Waffengruß zu der gerechten Bekämpfung des Feindes.
Der Herzog von Cumberland ftiftete 20000 Kronen für kriegssanitäre Zwecke.
Ein guter Entschluß dcS Königs von Bayern.
München, 5. August. Ein köuiglickMs Haudsttzreiben an den Minister des Innern besagt: Die bayerischen Städte.


