BefAÄKtmaanmfl.
Aus Grund des 8S der Kririerlrcben Perorvuung vorn 31. Znti 1914. berrenenb das Verbot der Ausfuhr von 8er vflegriirgs-, Streu und Futtermitteln, bringe ich hierdurch zur öffentlichen KennMis, Lag die iosgenden Gegemlände unter das Verbot sollen:
Roggen, Weiten und Spelz, Gerste, Haler. Buchweizen. Mais. Malz, Sfit, butsensrüchee. Müllerererzeugni»! aus Getreide, Reis und vulsensruchre, Karwneln, irisches Gemüse, Zwiebeln. Sei lerie, Gemüselorrs-rven.'Ptlanz-n-erte, Leu und Stroh, sonne on ftifle Futtermittel oller An. ferner Streu Berlin, den 31. Zuli 1914
Der Reicholanzler Zn Vertretung : Delbrück.
Anordniiug
des Reichslanzler-, b-Neifens Ausnahmen von d»n Verboten der Durchfuhr von Lasier, Munition. Pulver und Lpreugiwnm sowie von anderen Artikeln der Kr:-g?bedarss und von liegen ständen, die zur Herstellung von Kriegsbedarssarttk-ln dienen, von Rohstosien. die bei der Herstellung und dem Vertriebe von Gegen ständen des liricgsdeoaiss zur Verwendung gelange», von Ver band- und Arzneimitteln, sowie von ärztlichen Jnltrumentrn und Geräten, ton. Eisenbahinr.aterio! aller Art, von Delearopden- und FerniprechgerSt. sowie Teilen davon, von Lu'tichinergerät aller An, von Fahrzeugen und Derlen davon Vom l. August 1914.
Ans Grund des 8 2 Absatz 9 der Kaiserlichen Verordnung, betrenend das Verbor ver Aisfnhr und der Durchfuhr von Basien Munition. Pulver und Sprengstosien. sowie von anderen Artikrln des Krie^bedars« und von Grgenitänoen, die zur Herstellung von Kriegsbedarssarnkelir dienen, vom 31. Juli 1914 Reichs gefetzblatt S. 963,, des r 2 Ad, 9 der Kaiserlichen Verordnung, betteisrnd da« Verbot der Aus'nhr und Durchfuhr von Rod- skossen, die bei der Herstellung nno dem Betriebe von istegrn ständen de« Kriegsbedarfs zur Verwendung gelangen, vom 31 Zuli 1914 (RcichSgesctzb! I 267', des § 2 Abs 2 der Kaiserlichen Verordnung, beiressend das Verbot der Ausiubi und Durchfuhr non Verband und Armeimitteln. mwie von ärztlichen Instrumenten und Geräten, vom 31 Zuli 1914 Rerchsqeietzbt S 266> und des 8 2 Abs. 2 der Kaiserlichen Verordnung, deiressend das Verbot der Ausfuhr uno Durchfuhr von Eiienbadnuiaieriol allrr Art. von Telegraphen- und Fernsptcckzeräl. forir Teilen oovon. von Lust- schiffergerSt aller Art, von Fahrzeugen und Teilen davon, vom 31. Znli 19H IRerchsgefetzbl 3 21561 wirb folgendes bestimmt:
>„ ^erorbniinqen vom 31. Zull 1914
Die iv. den Kais rtuln vKv* mn»ty» m. ,
vechotene Durchfula rvn Waben. Munition. Pulver und Spreng stofscn, sowie von anderen Artikeln des Kriegsbedaris »nd von Gegenständen, die zur Herstellung vcn lkriegsbedarfsartilctn dienen, von Rohitoifcn, die bei der herftellung und dem Brtriebe vyn Gegenständen des Kriegsbevarss zur Verwendung gelangen, von Verband und Arzneimitteln, sowie von ärztlichen Znftriimenten und Geräten, von E>kcn!>ahnma»erial aller An. von Telegravben- und Zernivrechgerät, sowie Te-Ien davon, von Luslsstnsiergerät aller Art. von Fahrzeugen und Teilen oaoon ist geman Artikel 7 der revtdiertrn Rhenischissahnsakle vom >7. Crtobct 1666 lPreutznche (Vfr.'fomnil 1669 5.796) insoweit gestattet, als sie aus dem Rhein von Bairl ln« in das ossene Meer eriolgt.
i ^
Diese Anordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündung in Kraft
Berlin, den 1 August 1911
Der Reichskanzler _Zn Vertretung: Delbrück
Bekannt,„a«chu».i.
Ans Grund des 8 2 der Kaiserlichen Verordnung vom 31 Znli 1914. betreffend das Verbot der Ausfuhr von Ver- vNegungs-, Streu- und F u k ter mit t e fn , bringe ich 'nerdurch zur öffentliche» Kenntnis. da» dir folgenden iv e n rre n " istände artf.f das Verbot fallen:
Kn,,re >iätao. Schokolade. Tee. 'Salz. Pfeffer. Zucker. Stärke Hefe Tabak. Tabak»r,e»qni>,e. Branntwein. Bein, Bier, Essig Berlin, den 1. «n.w» 1«>4
Der Rrubskansler.
Ztz» Vertretun g: DelbrTck.
Bek»»«ntma«tiung.
Aul Grund des 8 2 de, Kaiserlichen Verordnung vom 31. Znli 1914. betreffend da« Vridol drr Ausfuhr und Durchfuhr vonVerband - und Arzneimitteln, sowie von ärztlichen Znstrumenten und Geräten, bringe üb «erner n< ötfentluven fwortra«, das, Mastir. auch Aalnlol und sonstige Mastirvräparatc „ater da» Verbot salben Berlin, den 1. Auguii 1914.
Der Reudokanzter.
Zn Berrrerilng Delbrück
Bekanntmach»«-
Au? Grmid des 8 2 der KanriZichen Verordnung vom 31. Zuli 1914. betressend das Verbot der Ausfuhr »nd Durchfuhr von E isen bo v » mo I er i a l aller Art. von Telegraphen- und Frr»sprechgerät, sowie Teilen davon, von hustschssfergerät aller Art, von Fahrzeugen »nd Teilen davon, bringe ich ierner zur »«deutlichen Kenntnis, daf, die folgenden Gegenstände unter da» Verbot tollen' Schisssgeläve aller Art und Teile davon. Flugzeuge nebit Zubehör und Ersatzteilen. 'Zfugzeug- und Lnfsichii«- mvtorrn nedsi Zubehör und Ersaht eilen. Aervuau tische
MeftinNrumeme. Pbotogrophssche Apvaro». Lusischiishallen und halirnreile, Wassirftoligas, Zelle,, und Zellen Holle Hl- Lustschiffe und Ballons, Almnimumrvbre, «^asdedälrer. GaSküIlanlagen.
Berlin, den 1. August 1914.
Der Rerchslanzler.
Z» Vertretung- Delbrück. _
Bckauntmochnng.
Au? Grund des 8 2 der Kaiserlichen Verordnung vom 31. Zuli 1914. delrefsend das Verbot der Ausfuhr und Dnrch- subrvonBassrn.Munition.Pulver undSvreng- siossen. sowie von anderen Artikeln des Kriegs- bedarss und von Gegenständen, die zur Herstellung von Krieosdedarssartifeln dienen, bring,' ich ferner zur äfsentluben Kenntnis. dag die folgenden Gegen Hände imier das Verbot sallen:
Silicium. Aeftnatrvn. Färb- und GerbftoNk. Lenchtiackeln. Baumivollftofse. MUitänuche. Leinen, Zelistoife. Tanwerk. Leder. Geschirre aller Art. Reiizkugftücke. Wallach», Pstockhoiz. Wellblech. Drabt-, Schanz- und Wertzeug aller Ar^ Hufeisen und Nägel. Malchkneii zur Herstellung von Bekleidungsstücken und Schukwerk. Maschinen und Baufivfse aller Art iür Brückenbau und Beirks- gungszwecke. Zörderdabnqeräl, Ble,. rob »nd bearbeitet. Bteidradl. Rickel, rvb und beardeitet auär m Stangen oder Blech, sowie in Zi'rmqusikücken und Schmiedestücken. Nickeldradt, RSdren und Hülsen aus Nickel. Sche,nwerier.
Der Reutislanzler.
Zn Vertretung: Delbrück _
OtrerfeNimg
betreffend die Eiiendahnen. irielche als aus dem Krzegsichauotas oder in der Rade desselben l -gend am, nie den Und Vom l. Auauü 1314 Kir Wilhelm, von Goires Gnaden Deurscher Kmser. Kvuia von Prenüen uiw verordne» aus Grund der Vvrscsr»ren im 8 31 des Gesetzes über die Krreqsleisrun.wn vom 13 Zunr 1673 eRcichs-Geiesbl S 129 ivwie unter Zisser lfi der Verordnung, be tr ef f e nd d«r Aussübrung des vorjtcdend genannten Geiehee vom 1. Avril 1876 Reichs • Geseybl §. 137' int Namen des Reichs, was wlgt:
Sämtliche Eisenbahnen Deutiä'lands Und als in der Nähe des Kriegsschauplabes beirndlud anzufeban 8 2
Gegenwärtig« Verordnung tritt mit dem Tage ibrrr Verkündung in Kraft.
Uiknadlich unter llnierer höchtnngrnbäntnqen ll»erxhrilt und
bergedrucktem Karierlichcn Zrilregrl.
Gegeben Berlin im Schk>n. den 1. August 1914.
(L-8.) Wilhelm
_ von Bethman» Hollweg.
Bckanritmach««z
betresiend die sofortige Sinzahluuq gestundeter Zölle und
Reichsneuern.
Au, Grund der mir rär den Fall erner Kriegsgeiahr bergelegren Befugnis bemuimk ich:
.1 Tic zurzeit gerruudcteu und die nach den gesetzlichen Vor lchrirren noch zu skunseride» Beträge au Zöllen und Reichsüruern
mit Aasnahme der i:rhschostssiruer, sind bei der zunändigen Zolloder oteuerftelle gegen Geivöhrunz eures Abzugs von v'/z^vom hunter l iü r ein Zähr sogleich dar einzuzahlen. >»sern her -tun runqsnehmrr es nitn oorzich«. in höd: der gr>rundetrn Beträge Wechsel zu zeichnen und ^u übergehen
Ttrse Bestimmung 'inde: knne Anwendung, wenn die zu einem Z-ilvunkt sällia werdenden geümrderen Beträge zusammen «e einrjK von 30>i fff nudt erreichen Doch siebt es de» Slnn- dung: nehmern in dieiem lalle irei. die Bekräge gegen Gewährung "s in jE,ia* 1 festgesetzten Abruges ioiort bar ein,„zahlen
- Die Anrechnung noch nicht fälliger Braunrweinürnrrpcre gütungsicherne. Branntweinsieuergutschrine und Zuckenicuervergü tungni ao> gestundete Abgaben in brs aus we i teres ausgeschlvssen Berlin, den 1. Auquft 1914.
Ter Reichskanzler.
__In Vertretung: Kühn.
ban bis ui einem Zaiwe iBer mit Gelditririe bis zu rmtcniddl Mark dechrait ,
Tlwe Vorschrift nnd« aus Nf Beröfsenilichuirq von äüiönbnt* gen, die nach der Erö'snirng des gerichtlichen 5 >am>rriersahcarK, im mili:ärgericht!ichcn Ber'ahrcn nach Ver>ügung der Anklage erfolgt. keine flbmvenbimg
8 12 Mi haR oder Grldstroie bis zu einbirnderrrini?i^'Mark wird beürast.
1 wer einem an Sr: und Stelle erkennbar g,'-nachten Verbote
der rdeüörbe zuwider eine mllüariiche Anlage oder
rin Schzrs der Kaiserlichen Marine betritt- 9 wer in einer Zeitung, einem Reichskriegsbascn oder in deren amtlich beiannr gemachten SnMerungsbereimen die Vvrschris-
te» über Ausenrhallsnirldung üderrr::!:
3. wer von einem Festungswerk, einen: Gebäude der 6'aiser- lichrn Marine, in irelchem Munition oder Minen gelagert werden, einer militgnichen Luitsghrzeugdoli, oder einer mili- larisa -n Anlage für >rehrlose Telegraphie obr' Erlaubnis der Zuständige.: .iluarbetörde Auinadmen macht oder iwroiseut-
licht Die Aninabmen und VerZsi'enilichungen können ein- geroqrn werden ebne Unterschied, ob fse dem Verurteilte» gehören oder nicht.
. .8 13, Zu den Fällen der 88 l. 3 kaun ,et>e„ der FrechertS-
«nt Geldürg'.' ix-> zu rüntzigigasend Mark, bei mildernden umnänden b>« üniundzwanz^igui'end Mark erkannt werde».
Zn den Fäll'v d,u 88 9. 4. 5. 6, 8 kann neben der Frr i dr rt A» >:rate au> G«därg'e ins ,u fünftausend Mark erkannt werden.
j> 14 Zn de» Fällen der 88 l. 3. ... 6 kan» neben m üb» Verl»! der ö-ientlichea Aenuer und der aus öfi'enrlichör Wahlen dervorg '!a:rgenen Rechte, neben --der Freibeil»Ürasc aus Zulässigkeit von Pl>liz«aussicht erkannt werden
Anstander. der wegen eines Verdrechens oder eines vor- latzltchei Vergebens gegen dz eie» t»etetz zu erner FreideitStzrase svorden ,ü. kan» nach Tkrdü'gung der Slrair von d>w -ande«vol-z<,tniorde ans dem Rn.1»rebict ausgeimescn 'oerden.
__8 16. har der Täter für die Brgebimn eiireo Verbrechens oder
Vergehens g.-grn diew <6r,etz Eniqei, emv'angen. io ,it da» Enrv- tanqenc oder deiien Wert m dem Nneil üt dem Staate verfallen i» crlläien
16 Aus die Verbrechen und Vergehen gegen die 88 l. 3.5,6. 6 nndrt die Vor>chr,'' des 8 4 Ad-' 2 Nr 2 des Straigeietzbuch» Anwervung.
^ l7. «»weil i» tkeieften »der Verordnungen an> Vor-chrrrten denmeieu ist. die ^ rrch diese« Geier, auszer Krall gesedt werden, kielen an deren Stell- die ennprechriiden Vorschristrii dieses ikesetze«.
8 18 Bei Verbrechen ge^n dir 88 1. 3 ik das Reichsgerrcht lür die Unie- uchung »ich Gntiltieidung in erner nnd letzter Znttar, ausi'chlicsiliip zuständig Die Mililvrgceltnsdark il wild dierdurckz nicht berührt
Die G-^chä>',e Re im 8 72 Abs. I des G,-r>chlsversosiunqs- ge'etzes der 'r-iilommer des Landaei-.chls ,-ig wie'en >ind. «ledrgt der rrur Stra-'e-m- des Reichigeritbr. Das ha.lpwersaliren rindet
vor dem zweiten Siraiienate kalt
8 19 Der g 36,> Nr 1 de« Strafgeletzduchs. der 8 l-'< de« Ge-, „es itbr d:e Rr-le w« 7 Mai 167 1 Reichs ««ese.chl S 631 und da Gesetz gegen d - Bereat n''Iitäri<cher Geb. .mn»'se vom Zuli 1893 R-ichs-<tz-i>pb! » 20f>> mit Au»n,ihn>> de« § 11 treten auner 6rat,. 5!» ;ym Ab- 2 o-s « 3G» des Slrasg etzoiuh« kommen die .iahl „l." und die Wortc ..der Rit'l'c von Festungen und Festungswerken", in dee N- ;>»> 8 IS de» Gesetzes über die Presse t«e Zahl „15," in Wegfall
Urkundlich unter N"seeee höchneivendändiien Unterschrift und bcigedrucklem Kaiirriichen Znjieqrl
Gegebei, Ncucs Palais, den 3. Zu», 191 I.
-Ti. 8.5 Wilhelm
v,i» Bethmann hollweg .
Bekannt«« «tzung.
Betrefsend: Das Rote Kreuz.
Zkch bitte darum, daft sich in jeder Landgemeinde des Kreises Gjrften ioiort die mas-cielchirdsn Faktoren rn
wer sich vo rsätzlich und rechtswidrig d en Besitz »der hi«' Ker l'Semeindc UIsLmnenfinden» um einen s? r r ' au s schn ft
ur bilden, der Samiiiluugeu für verwundete und krank« Soldmen und für Unterstripuitg von Familren von Soldaten veranstaltet. Zunächst koninieii Geldt-immllriiqen. später konnnt auch die Sammlung von Liebesgaben in Betracht.
Die Bildung eines, sämtliche Gemeiudeu des Kreise» umsasjeuden 8 r e i s k o in i t e e w'-ed zur Vernieidnng einer Zersplikterni g der .'kräitr dalbindglichst erfv>A«r. Bor- dandenseiu und sofort in Tätigkrit irelei, der trt-ansschüsse ist )pir Bildiiug dieses krciskonurees und »n übrigen auch schon deshalb unbedingt erforderlich, als nach deni den Gro ft h. Bii r g e r m eiste rer e n von der Zentralabtei- lung des hessischen Landes verein vom Roten kreuz bereit« direlt zugegangei:,'» Ainchrerbe» voin 2 August 1914 di« Bürger,neiiterere,, alsluild das Eriordersiche zur Einle,iung von romiimluirgeu zu veranlq/seu. angegangen sind, ein Ersuchen, dem zu crilspreckten von hier mis als selbstverständlich ermartet wird.
Zei, ersuche um möglichst baldige Mitteilung der Rmnen derienrgrr, 'Lersonlichkeit'n an das Grogher- z o g 7i ch e K r e i * o m t Gießen, die als Vorsitzende der betrrssenden Ortsausschüsse in Betracht kommen und an die ich mich dein nächst wenden tan»
Grefte», den 4. August 1 >14
Ter Grofth. Kreisrat des Kreiie» <«tieften Tr. Ujinger, -.-iovi->zialdircltor.
Bekanul»achunq.
^^rtz gegen den Verrat miluärrikhrr isebklinnuit. Vom 3. Juni
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser. König twn Vreutzen usw vervchnen im Namen des Reichs, nach rr- tolgtrr Zuitimmunq des BunveSratS und des Reichstags, was folgt 11. Wer vorsätzlich Schriften, Zeichnungen oder gndere >vegen>iänoc, deren Gebeimbalning rm Znteresse der Landesver lerdigung rrsorberlich in. in den Briitz oder zur Kenntnis eines andere» gelangrn lasz- und ooburch dir Sicherheit des Rrrch« gefährdet. w,rd mu .inchldau« nicht unter zwei Zähre», bei mildernden Ilmständen mu otesängni« »ich: unter einem Zahr bcstrast.
Ebenso wrrd bestraft, wer vorsätzlich Nachrichten, deren Ge bermhaltung ,m Znteresse drr Landesverteidigung rrsorberlich ift. an eine ausländische Regierung oder an eure Person, dir im Znlcrrls« einer ausländischen Regierung tätig ist, gelangen läftl und dadurch die Eicherbeit des Reichs gefährdet.
Hai der^Berrak einen schweren schaden für die Sicherheit des Reichs zur Folge gehabt, so kann, wenn der Täter dies voraus- gesehen und gegen Entgelt gehandelt hat, aus lebenslanges Zuchthaus erkannt werden
8 2. Wer ohne den Vorsatz, die Sicherheit des Reichs zu gefährden. »orlötzlich und techtsiordrig Gegenftände der rm 8 1 Abs. I bezeichneten Art m den Besitz otx-r »ur Kenntms eines anderen gelangen läßt, wird mit Geiängnis oder mu Festungs- Hast bis zu fünf Zähren bestraft.
Der Versuch ist straibar
S 3 Wer sich den Besitz oder die kenmnie- von >«rgenstande» der im 8 1 Abs. 1 örzehchn- re» Art in der Adilcht verichasi!. sie zu einer die Sicherheit dW Reichs gesährdenden Mitteilung zu gebrauchen. wird mit Zuchtdaus bis zu zehn Zähren, brr mildernden Umständen mit «tzesnnanis nicht unter sechs Monaten bestrait Ebenio wird bestrast, wer sich Nachrichten der rm 8 I Ab, 2 bezeichneicn Art in der Absicht orrichaiit, sie zu einer die Sicherheit de» Reichs gesährdenden Mitteilung an eine ausländische Regierung »der an eine im Znteressi eurer ausländischen Regierung tätige Perion zu gebrauchen.
Waren die Gegenstände oder Nachrichten dem Täter in semer Eigrrrschait als dwUscher Beumtrr oder deutsche Militörperson zugänglich, so kann aus -snchlbauv bis zu sünfzchn Zähren erkannt toerden
»___________I_________ .... WW»W
stennmi« rwn Gegenständen der im 8 1 Abi. l bezerchnetrn Art atme die Äbslchr verschasst. sic zu einer die Sicherheit des Reich« gefährdende» Mrlteilung »u g-brauchev. wird mit Gejänguis oder Festungshaft bis zu drei Zähren bestraft. Bei mildernden Umständen kann aus Gelostrai« bis zu fünftausend Mark erkannt werden.
Der Versuch ist straibar.
8 5 Wer ein Verbrechen der in den'88 l, 3 bezeichn-ren Ar! mit emem anderrn verabredet, wird, wenn es nicht zur Vollendung oder »u einem strafbaren Versuche des Verbrechens gekommen ist. mir Geiängnis nicht untrr emem Zahre. der mildernden Um ständen mit GesangniS nicht unter drei Monaten bcstrast.
Drr an erner Verabredung Beteiligte wird nicht bcstrast. wenn er zu einer Zeit, in welcher dir Verhütung de« verabredeten Ver- berch:nS itvch möasich ist, sie,willig Anzeige bei der Behörde er staliei Dies gilt nicht für den Betrikiqten. der den anderen zu der Verabrrümiq i-orsätzlich bestimmt hat
S 6 Wer vorsätzlich mit einer Person, die rm Interesse einer ausländischen Regierung tätig ist. Bezredirn^kn anknüvlt oder unterhält, welche »ie Mikteikimg von Gegenständen oder Rach richten der im 8 > Abi. l.2 dezerchnrten Art zum Gegen>:cvide habe», wird mit Gefängnis bcstrast.
Ebenso wird bestrait eine Perlon, die im Znteresse einer au« ländischen Rroierunq tätig ist, wenn sie vorsätzlich mit einem anderen Beziehungen anknürst oder unterhält, welche die,Mittest»» a von Gegenständen oder Nachrichten der im 8 l Abs. 1.2 bezeichnetru Art >um Gegenstände baden.
8 7. Wer vorsätzlich rn einer Festnng. einem Reick»skr i m«ho'-n oder einer militärischen Anlage, an» einem Scknsie her Kasteeliil-en Marine oder innerhalb drr deutschen dohert-oewässer gegenüber einer Behörde, einem Bi'armen oder erner Mrlitarverion über serncn Namen, seinen Slanb. seinen 'llcrns. sein Gcwerhe. seinen Wohn orl oder seine Etaatsanaehorigkest eine unrichtige Angabe inacht odee die Angabe verweigert, wird, wenn nach den Umständen an- zunrdmen iil. das, der Anirnrhalt an dem Orte oder dre unrichtige Angabe oder dre Beriveigerun, der Angabe mrt Zioeckcn der in den 84 l. 3 bezeichneren An »usammendängr. mir Gefängnis br» zu einem Zahre ober mit Geldstrase bis zu eint aus end Mark bestraft.
> Einer Festung, einem Reichskraegsbasen oder einer militärischen Anlage stehen gleich deren amtlich bekannt gemachte Licherungs- dereiche 'onne gewerbliche Anlagen, in denm Gegenstände stte die Bebürsnisse der inländischen Kneqsmach: der gestellt, ansgebellert oder au'bewadri werden.
Dir Tat ist nur strasstar. wenn die Behörde, der Beamte oder ine Militärverson zuständig war.
8 6 Wer saknlälliq G-:enstande der im 8 I ?N>s l dezeich neten Art ine ib.n krast iernes Amtes oder emes -ton amtlichst Seile erteilten An'trags zugänglich waren, rn den Belitz oder zur Kenntm» eines andere«! gelangen lägt und dadnrch die Sicherherr des Rnibs gesäbrdet. wirb m>t Geiängnis oder Festungshaft bis zu drei Zabren oder mrt Geldstrafe dis »u «ünsiansend Mark bestrosi ? .9 Wei von deni Vordaben erneü der in den 88 1. 3 dr- zerchneten Verbr.-chen zu einer ,ieit, >n ivelcher die Verbüiu», des Verbrechens «nögli-b ist. qlaubdaste Ke-nntms erhält and es vorsätzlich unterlässt, hiervon der Behörde »ur rechten Zert Anreim machen, wirb, wenn oaS Verbrechen oder ein strafbarer Ver- uch besielden begangen worden ist. mit Geiäuguts beürast
Diete Vorscknisi sinbe: keine Anwendung, wenn die Anzeige aca-n ernen Angehörigen oder von einem Geistlichen in A«ckeh«,g des,eisigen, was ihm bin Ausäbunq der Seelsorge anvertront worden ist. dätte erstatt er werden müsse»
8 lll Wer vorsätzlich während eines Krieges gegen das Reich oder hei drohendem Kriege Nachrichten über Truppen- oder Sch:«-s- bewegunqen oder über V-rterd,gungsMittel einem vom Reicks- kanzler erlasienen Verbole zuwider veröllrnckicht. wird rntt Gefängnis oder Festungshaft bis »u drei Zabren oder mit Gelbstrase bis zu «ünstaiticiir- Mark bcstrast >8 11. Wer vcriätzlich über schwebende amtlich« irnnt--langen wegen eine« Berinrchens oder Vergeben« gegen dieses Gesetz ohne Loiaubms der die (rnmttdanqen le it en d en Behörde Mittrilnnqen in die LessoUkichkeu bringt, wird mit Geiängnis oder Festnugs-
An die Grotzki Bürfternieislereien drS KreiieS.
Wir machen Si aui den Zuftalt vorstehender ?-fannt<» mack".lng ausmerksgt'l triib ern«:-ten nif ba« Bestimmteste, lerft 2 t« allen <r- Sie vom h'-si scheu Laude »verein vom Roten Krerrz erqed.endet' Aufo rungen und Erluchm um- ftehenb und voN»: rubi.i entsprechen Grefte n. den t. Aiirmst 1911
Grofttxrzotzliches llrei «rint Gieften.
Dr. Ulin ge r.
Beka»nt»pck,r>nll.
Zunqe Leute im Alter von: 19 >6 stchren werden, die Zustnmnrunq ihrer Ellern ooer gesetzlichen Verirrter oor- <rusp,-jetzt und sotvett sie sich inchi dercii» derm siasitischen Arbeitsnachweis zu dem «nrcn . rwahvien jw'P zur Ber- fu, 7 ung qeskellt hiaben. gebeten, sick> oen Direktionen ihrer ^>ck-ulco .»der soweil hteiiffe Bolksschuler in zse-rachi kommen. bei Herrn hart oll eb rer Kirauf'. Gieft-n. dann ru melden. w-nn sre bereit sind, die Bevoskerung ,n den umliegenden Landgemeinden bei der heiinbringung der Ernte $i an« terschien RLHeres können dre Schüler bei denierngeii Stellen. der denen sie sich melden, ersasr-n. Meldinrgszeit von 10—12 Uhr vormittags Die Meld.-stesie» werden gebeten, der erfolgten Anmc^'ttwgen an den .:adtiichvN 21r0e:isnach- weis werter zu Heben.
AeltereLeure. welche nicht gcftelsitngspslichttq srnd, sind als helsskrasie ,ur den gleichen .Zweck s«7bsweri,ändüch auch wellkommen Sie werden ersucht, sich gleichsalls be, dem städtischen Arbeilsmichtrosis zu melden.
Greftcn, den 4 AugMk 1914.
«roßherzo^tck^s Kreisamt Gieften.
_ Dr U srn q e r. __
Bekanntmachurlg. Alle^Ansammlunqen von Personen auf öffentlichen Wegen, Straften und Plätzen sind verboten.
Gieften, den 4. Auqusi 1814.
6sroäberwqi. Polizeiamt Gieften.
Gebhardt.


