Einzelbild herunterladen

vr. ,8,

Zweit« Slatt

>54- Zahrgang

Erscheint tiGlich mit Ausnahme deS Sonntags.

DieSietzeoer Z«»iüenbiLtter" werden dem .Anzeiger" viernra! wöchentlich betrügt, daS ^treirblati für d« ilreir Sichen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschästlichen öeit-

fregeick' erscheinen monatlich zweimal.

Gietzener Anzeiger

Seneral-Anzeiger für Oderhejjen

Mittwoch, 5. August

Rotationsdruck und Verlag der BrühNschen

UnwersilätS-Buch- und Steindruckerei. Si. Lange, Gießen.

Redaktion, Erpcdition und Druckerei: Schul- straße 7. Erpcdifion und Verlag: e=a®51. Redaktion: 12. Tcl.-Adr.:AnzeigerBicßen.

Ari» Stavt nnd fand,

©ieß«n, 5. August 1914,

sichert die Ernte!

Der Auscus, den vor kurzem der biengeWandervogel" hat erscheinen lassen, ist wohl allen Lesern auS der Seele gesprochen. Ter über Nacht eingelretene Mangel an land- wirtschaftlichen Arbeitern kann nicht genug aus seine Folgen geprüft werden. Kommt es doch nicht selten vor, daß ein Bauerngut, das die Wirtschaft mit eigenen Leuten bestritt, dadurch, daß Vater und Sobn oder gar Söhne zur Fahne gerufen sind, jeglicher männlicher Arbeits­kräfte entbehrt. Es gibt nur wenige landwirtichaittreibendc Familien, wo nicht wenigsten« ein Glied urplötzlich eingezogen aoordcn ist. Und dabei steht die E r »t c v o r derTür, eine, wenn sie vor Hagel bewahrt bleibt, reicheErnte.Bon ihrer Bergung hängt gerade jetzt so unendlich, so unsagbar viel ab. Nicht nur für die Landleiite, die Gutsbesitzer, nein, ich denke hier in erster Linie an die Söhne unseres Vaterlandes, die draußen für die heiligsten Güter unseres Volkes aus dem Felde der Ehre ihr Leben in die Schanzen schlagen, ich denke weiter an die, die in Sorge sind ui» das Wohl und Wehe der Familienglieder draußen, d. h. ich deukc an nichts Geringeres als an das ganze deutsche Volk: Tenn wir alle, ob Städter oder Land­bewohner, ob arm oder reich, alt oder jiing, ivir alle ohne Ausnahme haben das größte Interesse am Einbringen des Getreides, der zweiten Heuernte, der Hacksrüchte und dergl. mehr. ES ist gar nicht auSzudenkcu, ivaS eintreten ivürde, wenn die Ernte nicht in ihrem ganzen Uinfang« unter Dach und Fach gebracht werden könnte iinb wir nicht hinlänglich in Stand gefetzt würden, Nahriingssorgcn bei den Zurück­gebliebenen nach Kräften unmöglich zu machen oder gar die Krieger genügend mit Lebensmitteln zu versehen.

Darum Freiwillige vor!

Wenn ich dieses Eingesandt mit meinem Namen decke, so halte ich mich auS zwei Gründen dazu berechtigt: Da ich aus dem Lande geboren und groß geworden und infolgedessen einigermaßen mit den landwirtschaftlichen Arbeiten vertraut bin, so weih ich: l. daß dringend Mitarbeit Not tut und 2. daß die Bedenken man verstehe nichts von landwirtschaftlichen Ar­beiten, ich durch den Hinweis zu entkräften in der Lage bin, daß jeder, ob stark oder schwach, jung oder alt, einerlei welchem Geschlecht angehürig, bei gutem Wellen, der wohl allenthalben vorhanden ist, seinen Posten schon am ersten Tage als Land-Arbeiter oder -Arbeiterin ouSfüllen kann, selbst wenn man nie in, Leben einen Rechen, eine Hacke oder Sease in der Hand gehabt hat.

Nochmals Freiwillige vor!

Auch die, die nicht im Felde sichen, sollen ihre Baker- landsliebe betätigen, von der in diesen, vielleicht folgen­schwersten Stunden in der deutschen Geschichte wohl jeder glühend beseelt ist.

Anmeldungen nimmt in diesem Sinne entgegen:

Or. Bernbeck, Gießen, Guteubergstraßc 30.

*

Zur Beaufsichtigung kleiner Kinder.

Aus Anregung des Herrn Professors Dr. Koeppe trat heute in der Kinderklinik eine Anzahl von Herren und Damen zusammen, die hiermit folgenden Aufruf erlassen: Aufruf!

Kriegs und Notjahre üben ihren schädigenden Ein­fluß besonders unheilvoll auf den Nachwuchs der Be­völkerung aus und setzen die Widerstandskraft der k o m- mendcn Generation herab. Mit Ausbruch des Krie­ges nmß vorbeugende Fürsorge einfetzcn. Die Zentrale siir Mutter- und -säuglingsfürsorge hat in ihrer Mrteilung für Außensürsorge schon Bestimmungen über die Sorge für die Säuglinge und ihre Mütter getroffen. Weiterhtu treten Krippe und Kinderbewahranstalt wieder für eine Gruppe von zuhause unbeaufsichtigten Kindern ein. Es bleiben imn noch die Kinder bis etwa 11 Jahre übrig, die der Aussicht bedürfen, besonders da, wo die Mutter krank ist oder durch die Abwesenheit des zu den Fahnen berufenen DaterS aus Herdienst auszugehen genöttgt ist und die Kinder allein lassen muß. Erfahrungsgemäß erkranken diese unbeaufsichtigten Kinder sehr häufig und verursachen dann erhebliche Kosten und Mühe.

Esschcintdeshalbgeboten.fürdieKriegs- zeit eine geordnete Aufsicht dieser Kinder zu organisieren ohne Rücksicht aus Stand und Re­ligion Dame» und Herren, die sich an djei'er Arbeit be­teiligen wollen, werden gcketen, sich am Mittwoch abend £>, Uhr in der Kinderklinik einzufinden. Junge Mädchetz vom 12. Jahre ab, die sich noch nicht anderweitig ver­pflichtet baden und bereit sind, ihre Kräfte den unbebüteten Kindern zu widmen, können sich täglich von 35 Uhr in der Kinderklinik, Friedrichstraßc 16, melden. Ebenda werden auch Anmeldungen von Müttern ent-

f egengenommeu, die ihre Kinder dieser Für- orge anvertrauen wollen.

** Tageskalender lür Mittwoch, den 5. Anguit: Aka­demische Feier sür die gesamte Bürgerichalt in der neuen Aula abends 8' , Udr.

tr inker-Fürsorgestellelnr Stadt und Landkreis Gießen, Gieße» Asteriveg 9. Sprechslund« jeden Donnerstag abend 8 bis 7'/. Uhr.

* Briefbeftellüng. Von dem Personal deS Post­amtes ist ein großer Teil zum Heere «inberusen, von 28 Brief­trägern z. B. allein 22. DaS Postamt sieht sich deshalb genötigt, die Zahl der Briefbestellungen vorläufig aus zwei zu beschränken und die Zahl der Be­steller auf die Hälfte zu vermindern. TS bittet, die unvermeidliche» Verzögerungen in der ,-sustellmig der Briese und Zettuugen mit Geduld zu ertragen.

** Die deutschen Großbanken, zu denen auch die Mitteldeutsche Kreditbank gehört, haben bc- chlossen, ihren zu den Fahnen einberufenen Angestellten bis auf weiteres das volle Gehalt auszuzahle».

** Salzverkauf. Das Großherzogl. Ministerium gibt bekannt, daß wegen der vielfach in die Höhe getrie­benen Salzprcisc in Bad-Nauheim eine Stelle sür den Kleinverkauf eingerichtet wird, und daß die benachbarten Crte und Städte ihren lausenden Bedarf bei der Salincn- verwccklung decken können.

** Regiment und Bürgerschaft. Der Kom­mandeur des Infanterie-RegimentsKaiser Wilhelm". Oberst Scknmmelsennig, hat Mi die Stcünverordneten z. H. des Herrn Oberbürgermeisters Keller folgendes Schrei­ben gerichtet: Hochverehrter Herr Oberbürgermeister! Ich versichere Sie im stürmen meines Regiments, daß die icher- aus herzliche kameradjckiaftliche Gesinnung der Beovlkermig der Stadl Gießen dem Regiment überaus wvhlgetan Hot. Alle Stände der Stadl haben ein Zusaiirmcngchörigkcits- gefühl mit deni Regiment in den erstell Tagen der Mobil- machaing bewiesen, ivic es wohl ihresgleichen juckst. Im be- ondercn spreche ich Ihncn für die mir übersandten Liebes- ;aben, die ganz den Wünschen der Stadtverordneten gemäß in den nächsten Tagen zur Verteilung kommen sollen, mei­nen und des Regiments herzlichsten Dank auS.

" AuSgebildete Landsturmpslichtige, denen noch kein GeitellungSbeiehl zugegangen ist, und die in den Jahren 1890 bis 1895 gedient haben, müssen sich, sofern sie der Kavallerie und Fußattillerie angchüre», am 1b. Mobil» machungStag, also am 16. August, in Gießen, 8 Uhr vor­mittags, im Hofe der Zeughauskaserne gestellen. Diejenigen Landsturmpflichtigen, die von 1890 bis 1895 bei der In- anterie, den Jägern und Schützen gedient haben, müflen ebenda am 16. MobilmachnngStag, also am 17. August, vormittag? 8 Uhr, cintreffen.

"""Die vom Roten Kreuz eingeleiteten Sammlungen nehmen einen erfreulichen Fortgang, doch ist in Anbetracht der großen Anforderungen ein weiteres stetiges Anwachsen der Gaben dringend zu wünschen. Gaben werden jederzeit in den Geschästsränmen in der alten .Klinik (Liebigstraßc) eittgegengenommen, ebenso ist die Möglichkeit geboten, in die von den frei- willigeir Helfern und .Helferinnen von Haus zu Haus getragenen Sammellisten Beträge einzuzeichnen. Bei dieser Gelegenheit sei darauf hingewiesen, daß die Listen den Stempel des Roten Kreuzes tragen und von dem Vorsitzenden unterschrieben sind. Alle audertt Sammel­listen sind zurückzuwejsen. Rührende Züge opferwilliger Hingabe haben sich schon in den letzten Tagen auch in unserer Stadt gezeigt, wo durch das Darbringen von dem letzten Schmuck und Silberzeug für das Vaterland kleine Leute chren letzten und einzigen Besitz opferten und die großen Zeiten vor hundert Jahren Wiedererstehen ließen. Möge die ernste Stunde, die an jeden mit be­sonderen Aufgaben herantritt, alle willig inachen, reichlich zu geben, tim die Rot zu lindern. Wie sehr ein Geist allgemeiner Opfcrwilligkeit unsere Stadt durchzieht, davon könnte schon manches Erhebende berichtet werden. Nicht nur, daß für das Rote Kreuz fortwährend hohe Beträge gezeichnet werden, auch Gaben anderer Art werden immer wieder zur Beifügung gestellt. So hat Herr Metzger- mcister Schrei,»er, Scltersweg, milgeteilt, daß er für die kommende Zeit Dienstags und Freitags, vormittags um 11 Uhr, Fleischbrühe und abends um 6 Uhr Wurst­brühe unentgeltlich an Unbeinittelte abgibt.

Hilfeleistung älterer Leute. Es wird uns geschrieben: In diesen ernsten Tagen möchte jeder nach Maßgabe seiner Kräfte mitarbecken für daS Wohl unseres be­drohten Vaterlandes. Manche ältere Personen beiderlei Ge- schlechtS, Pensionäre u. dergl. könnten und wünschten dringend, sich durch Schreibarbeiten aller Att, Herstellung oder Ver­packung von Verbandmaterialien usiv. nützlich zu machen, sofern eS möglich wäre, solche Arbeiten im eigenen Heim zu versehen, daS sie eben vielfach aus gesundheitlichen oder Familiengründen auf längere Zeit nicht verlassen können. Sollten nun unsere Militär- und Zivilbehörden, Post, RoteS Kreuz usw. nicht in der Lage sein, Arbeit der bezeichneten Art zuzuweisen etwa mittels einer eigenen Nachweisstelle?

Dank des MarineersatzeS. An eineverehr- liche Einwohnerschaft von Gießen! Gestatten Sie mir die Bitte, Ihnen im Sinne vieler hier durchgekommcnec Land­wehrmänner nnd Reservisten der Marine den besten Dank für die vielen Aufmerksamkeiten auszusprechen. Wenn die ganze deutsche Einwohnerschaft so aufopferungsvoll ist, so muß der Sieg bei den deutschen Farben stehen. Einer für Viele.

" Die Direktion der psychiatrischen Klinik, Geh. Medizinalrat Pros. Dr. Somnier, bittet uns, fest­zustellen, daß daS gestern in der Stadt kursierende Gerücht, es habe sich einer der Aerzt« der Klinik erschosten, völlig unrichtig ist.

" Warnung an die Eltern. Infolge der Mobil­machung ist der Verkehr auf der Straße, auch nachts, sehr rege. Um den dadurch unter Umständen eintretenden Unfällen vorzudeuqen, werden die Eltern dringend ersucht, ihre Kinder schon vor Eintritt der Duakelhett im Hause zu behalten. Im übrigen verweisen roit auf den in der heutigen Nummer enthaltenen Aufruf zur Beaufsichtigung von Kindern.

L. U. Dem Assistenten cm der zoologischen Station in Neapel Dr. Mar Raul her wurde die venia legendi für Zoologie an nm'erer Landesonioersität erteilt.

**PreußtscheKlasseii Lotterie. Die Lose zur 2. Klasse müssen bis zum 10. August, abeni-s 6 Uhr, unter IBotkgxaq dech BoxklassenstH.'S eingefeft werden. Auch müssen

dis zu vorerwäbntem Termin die Freilose gegen Rückgabe der Gewinnlose abgcholt werden.

Krris Friedberg.

? Pokl-GönS, 2. Slug. Von patriotischem Geiste zeugte die SamStag abend vom Kriegerverein veranstaltete Abschicdsfeier zu Elircn der Einberufenen. Ihnen wurde aus Antrag deS Vorstandes eine Ebrenjpende von je 5 Mk. auS der VereinSkasie bewilligt. Ter heutige Fest- gotteSdienst, an dem der Kriegerverein geschlossen teilnahui, wirkte tief auf die Gemüter. Die von Herrn Pfarrer Nau­mann angeregte Kollekte z» Gunsten der scheidenden Krieger ocrzeichncle den Betrag von 130 Mark.

Starkeuburg und Rhcinhessen.

nn. Darmstadt, I. Äug Tie Darmstädter Metz­germeister machen bekannt, daß mit Rückjicht aus die vielen Ernberuftrngen ein 'Abfragen der >ürnden und ein Bringen des Fleisches vorerst nicht mehr möglich ist, auch tritt ein kleiner Fleijchcuifschlag ein. Die Tannsladter Sozialdemokratie hat unter Bezugnahme aus die Tätigkeit des Iung-Deutschläiidimndes erNart, daß seidstvei - stündlich auch ihre Jugend sich in entspreck>ender Weise an den Erntcardeitcn beteiligen wird.

Kreis Wetzlar.

Wetzlar, 3. August. Heute vormittag stürzte an dem Neubau derSchönen Aussicht" der Zimmermeister Dreuth von Groß-Rechtenbach ab. Er war sofort tot.

Wetzlar, 4. Aug. Von den Le Iz-Werken wird den, Wetzl. Anz. mitgetcilt, daß der Betrieb, soweit cs nur irgcndivic angängig ist, ansrccht erhallen wird. Der er­zielte Verdienst ivird unter die Familien der ins Feld ge­zogenen und an die weitcrbcschäftigten Betriebsangehörigen verteilt.

Hessen-Nassau.

[] Marburg, 3. Aug. Der Rektor der Universität hat einen Aufruf an die noch hier zurückbleibenden Dozenten und Studenten erlassen, in dem er sie zu reger Mitarbeit an allen Maßnahmen zur Linderung der KriegSnot anffordert. Im UnioersitätSgcbände ist eine Vermittlungsstelle sür Not­arbeit (Krankenpflege und Erntcarbeit) eingerichtet ivorden. Ebenso sind die Hörsäl- für Lazarctlzivecke zur Verfügung gestellt, daS gleiche ist auch bei den studentischen Vereins- häusern der Fall. Ferner sind besondere Votträge seitens des Generals v. Pentz, soivie der Professoren Troeltsch »nd Schücking angekündigt. Zur Hilfe bei der Einbringung der Ernte auf dem Lande haben sich zahlreiche Studenten und Sttldentinnen, sowie auch Schüler gemeldet. In einer heute abend abgehaltenen Sitzung wurden einer besondc.iv; gewählten Kommission 50000 Mark sür durch Zrn Kran der Stadt Marburg erwachsende Ausgaben bewilligt.

Oberndorf, 3. Aug. Die Kruppsche Bergverwaltung läßt jedem Manne ihrer Belegschaften, der zu de» Fahnen emberufen wird, eine Unterstützung auszahlen. Verheiratete erhalten 30 Mark, Ledige 10 Mark. Außerdem soll an- geordnet sein, daß jede Familie, deren Ernährer einberufc» ist, vortäusig im August und September die Hälfte deS bisher verdienten monatlichen Arbeitslohnes erhält.

Friedrichsdorf i. X, 4 August. Die vor einigen Tagen Mrfgcfundenen rönrrsck>en MMcer- und Bauwerbe wur­den von den zuständigen Sachverstäiioigen als Reste nmscmg- reicher Kastellaiilagen festgestcllt.

BadHomburgv. d. H., 4. August Die Stab tvcr - ordnetenversammluug bewilligte 10000 Mk. zur Unterstützung der Familien, deren Ernährer zu den Waffe» einberufen iverden.

Gietzener Strafkammer.

Gießen, 4. August

Ausgcsetzt

wurde die Zache gegen dos Dienstmädchen Sv , wegen intell. Urstmdensälschmig. Dieselbe verbüßt gegenwärtig in Frankfurt a. M. Strafe und sollte zuni beuiigen Termin vorgeiührt wer­den, was offenbar infolge der Mobilmachung nicht möglich war.

Märkte.

Gießen, 4. Aug Marktbericht. Aut den, beuiigen Wochenmarkte kostete: Butler das Ptund 1,351,40 Mk.: Hühner­eier I Stück 8-9 Pfg., 2 Stück 00 Mg.; Enteneier 1 Et. 9 Pta., 2 St. 00 Ptg.; Gänseeier 1 St. 0-0 Mg., 2 St. 00 Mg.; Käse dar Stück 1012 Pscp, Käiemack« 2 Stück 56 Psg.; Tauben dar Paar 1,001,40 Mk., Hühner dar Stück 1,503,00 Mk Hahnen daS Stück 1,50 - 3,00 Mk., Enten daS Siück 3,00-4,00 Mk.. Gänse daS Md. 00-00 Ptg.; Wetsche 45Mk.: Ochlensteilch daSPtd. 86 - 96 Ptg., Rindfleisch daS Pfund 9094 Psg., Kuhsleisch 80 Mg., Schweine­fleisch da? Mund 60- 8090 Ptg, Kalbfleisch das Wd. 90-94 Psg-, Hammelfleisch 1 Btd. 7098 M Kartoffeln (neue) 100 Kg. 12,00 bis 16,00 Mk.: Weißkraut dar Stück 1525 Big.; Zwiebeln der Air. 15 , 00 20,00 Pik.: Milch daS Liter 22 Pfg.: Aeptel der Zentner 2025 Mk.; Birnen dar Ptund 1525 Ptg, Russe 100 Stück 50 Ptg., Kirschen daS Ptund 2530 Ptg., Heidelbeeren 1 Liter 4050 Ptg., Himbeeren 1 Liter 50 60 Mg., Stachelbeeren 1 Pfd. 1015 Psg., Johannisbeeren rote I PId. 20-00 Psg., schwarte 1 Ptd. 2000 Psg., Erbsen 1 Psd. 1018 Psg., Bohnen 1 Pfund 18-20 Ptq., Gurken 100 Stück 3,504,50 Mk. Marktzeit von 7 bis 1 Nhr.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

3n der Stadtkirche.

AbendmahlSseier sür die AuSrückende« und ihre Familien findet statt: Mittwoch, den 5. August, um 7 Uhr abends.

Ohne vorherige Anmeldung. _

Bekanntmachung.

Zur Vermeidung von Mißverständnissen wird hiermit öffentlich bekannt gemacht, daß die im Bahnbewachungs- dienst beftndlichen Leute angewiesen send, alle Militär- und Zivilpersonen, die sich in KraitfalTrzeugen der Bahn nähern, anzuhalten und nur nach Vorzeigung einer Legitimation weiter fahren zu lasten.

4. Mob.-Tag, 5. August 1914.

Grosth. Bezirkskommand»».