mobile sind anzuhalten und sofort der nächster Behörde zuzuführen. Die schnellste Verbreitung dieser Notiz ruirb den Zerrungen zur Pflicht gemacht.
Des Kaisers Tochter im Dienste der vaterländischen Sache.
Braun schweig, 4. August. Auf eine Anregung der Herzogin wird in dem herzoglichen Residenzschlvh ein Lazarett eingerichtet werden, in dem bis zu W Betten Aufstellung senden sollen. Im Anschluß an die La- zaretträumc werden Untersuchung», und Berbondszinnnrr usw. eingerichtet werden. Die ErnrrckKunaen sind in einem derartig grossen Umfang vorgesehen, daß nast der ganze südliche Flügel des Residenzschlosses in Anspruch genommen wird. Ferner wird auf Befehl der Herzogin warmes Mit. tagsessen allen bedürftigen Frauen und Kindern von zum Heeresdienst eingerufenen Wehrpflichtigen auSgcgeben.
Eine Abschiedsrede de« btroßherzog» von Mecklenburg-Schwerin an die Truppe«.
Schwerin, 3. Aug. Der Großberzog verabschiedete gestern die verschiedenen Truppenteile, bei welcher Gelegen-, heit er etwa folgendes sagte:
Soldaten, ich bin gekommen, um Luch Lebewohl zu sagen. Es ist rin liciernster Augenblick, in w ei ch em stchc Euch anfcknckt, dem Ruse des obersten Kriegsherrn zu folgen. Ihr sollt aus'iehen in den Krieg, in den Kampf, der uns auigeumingcn worden u't, in welchem 1 -ef.t die Sicherheit de» Reiches angelaitet ist Run giU es, das, die Armer Zeugnis ablege von dem, was sie in langer FiredenSarbeil erlernt bat Ihr Mecklenburger dürft tcilnebmen. und für die Süberbeil des Reiches einstehen. Ta zieht denn freudig Und tapfer hinaus. Die Arbeit wird keine leichte iein. Aber denkt an die Heldentaten der Bat». Was sie vermochten, tut Ihnen nach. Folgt den Offizieren vertrauensvoll und mutig. Vertrauet Eurem Gott und Herrn. Ich iagr Luch hiermit Lebewohl Den Uid aber, den ivir dem obersten Kriegsherrn gelobt hoben, erneuern wir. Präsentiert ba« «'Gewehr! Der Kaiser, unser oberster Kriegs- Herr Hurra! Hurra! Hurra!
Schwerin. 3, Aug, Die .Hlse-Bergbauaktietigesell» schast" hat dem Samaritersonds des roten Kreuzes desvater- ländischen Frauenvcreins 50000 Mark in bar überwiesen.
Gin Dementi.
Metz, 3. Aug Die Meldung, daß gestern in Metz durch einen französischen Arzt vergeblich der Versuch einer Infizierung eines Brunnen« mit Cholerabazillen unternommen »worden sei. stelll sich als unrichtig heran«, »vie sich auch andere Gerüchte <m4 mehreren Städten nicht bestätigten. ES liegt also keine Veranlassung zur Beunruhigung vor, Ausmerksamleit scheint aber weiterhin geboten.
HM Krankenschwester verkleidete Spione.
Berlin, 4. August Gestern vormittag wurden ans dem Akeranderplay zwei Offiziere festgenommen, die
als Krankenschwestern verkleidet waren _
Helgoländer in Altona.
Altona, 4. Aug Der Magistrat erließ einen Aufruf, in ivelehem er mitteilt, daß Altona vom 5. August ab 1000 Helgoländer aufzunehmen habe. Die Lievölkcrung wurde ausgesordeN, Quartiere anzumeldni. • • •
Gras Pourlalb« «ttf der Heimreise.
Stockholm, 4. Aug Der deutsche Botschafter in Pe- ierslmvg Gras Porrrtalös mit dem Personal der Gesandt- sckfast und de» Konsulats ist gestern nachmittag mit einem Dampfer, der die amerikanische Flagge führte, hier ange- kormnen und hat abends die Reise mit Sonderzug nach Trelleborg fortgesetzt.
Studenten al« Landarbeiter.
Greifswald, 3 August Die Organisation der deutschen Studentenschaft als Landarbeiter ist in die Wegegeleitetworden.
Wieder eine unbegründete Sensationsmeldung.
B e r l i n, 3. A»g. Die in London verbreiteten Gerüchte über einen Zusammenstoß von deutschen und engli- schcn Schissen in der Nordsee fbrb unbe gründet.
Amerika.
Washington, 4. Aug. Da» Repräsentantenhaus dal 250000 Dollars zur Heimbringung von Auiktikanerli aus Europa bewilligt.
Ulira, 4. Aug. Unter gewaliiger Brgkiftrning wurde bl» das Standbild des Generals Slknbcn rntdüllt. Der Fcskrcdncr Prvscsior Hugo Miinslerderg drtvntr die Beriidriing der dentschrn und der amrrikanisiben Nationalk»ltur und »klärte, unter Bezugnahme aus dir durch die kriegerischen Zeiten dervorgernsene Erregung, das Standbild sollt sür Rmcrila rin Weckruf sein, nie- m als die De utschland und Amerika verknüpsrnde» Bande zn vrrgessen. Der dculsche Generalkonsul in New Bork ließ am Drnkmal einen Kranz niederlcgen.
Washington, 4. -lug. Der Senat hat den Vf- schluß gefaßt, den Marinesekretär zu ermächtigen, Schiss sahrtSlinien zu errichten zur Vrsördcrung der Post unh der Passagiere und Frachten nach Südamerika und Europa. Der Äese'hentwurf grht an das
Repräsentantenhaus
New Pork. 4. Aug. Die deutschen Reservisten halwn gestenl mis dem Brvodivay patriotische Kundgebungen veranstaltet.
Au» den Niederlanden.
Haag, 4. August Die Kammer ist zur Beratung eines dringlichen «eseyentwurses wogen de-) Kriege« zu- samnrengetretrn Der Präsident atNellierte an die Einmütigkeit aller Parteien Der Miinstrrpräsident erklärte, die Königin und die verantnwrtlichrn ^.Kniister befänden sich in voller llebereinstimnrung imd wurden das Volk in diesen tdmvrcn Tagen führen. Src seien in Bereitschaft imd ent- schlossen, die Neutralität mit allen Kräften zu w a h r e n Sie ertwrten kalten Blutes uud mit Ennchlossen- hkit, was die Zukunft bringen werde. Die Regierung lei überzeugt, daß die GeneraHoaten von dem gleichen Ge- danken deseelt seien.
Haag, 4 August. Von amtlicher Seite wird die Mrl- düng, deutsche Truppen hätten einen Einfall icach Hokiändisch-Linrknivg gennubt. tvie f« in erncm Erlas; des Bürgermeisters von Antwerpen heißt. sehr energisch demen- ticn.
Haag, 4. Aug. Die beiden Kammern wurden auf unLeslrmmle Zeit vertagt. Die Zwecke Kämmer hat ohne
Aussprache alle ans den Krieg bezüglichen dringlichen Entwürfe angenommen. Ter Führer der Rechten, Lobmann, und der Führ» der Linken, Bos, drückten das Vertrauen zur Regierung aus und lobten deren Arbeit. Ter Sozialdemokrat Troelsto betonte, daß die Rationalität jetzt den Part ei Hader überrage. Tie Sozialdemokraten widerietzten sich keineswegs der Mobilmachung, welche durch nnv»schuldcte Umstände notwendig geworden sei. T» Redn» fragte, ob die Regierung gewillt sei, eine Aktien zur Wiederherstellung des Friedens einzuleiten. D» Minist»präsident »widerte, die Regierung werde gern solche Jninalive »greifen, wenn die Lage da,zu günstig wäre. — Darauf wurden die dringlichen Gesetzentwürfe von d» Ersten Kamm» beraten und angenommen. D» Senats- Präsident gab die gleiche Erklärung wie d» Kammerpräsiden: ab. Der Ministerpräsident erwiderte mit der gleichen Erklärung.
Die Schweiz.
B e r n, 3. Aug. Ter Bundesrat beschloß, der morgen tagenden Bundesversammlung einen Bericht über die Lage der Schweiz und die getroffenen Maßnahmen zu unterbreiten Ter Bericht grpfelt in folgenden Anträgen - ). die Schweizerische Bundesversammlung erklärt den bestimmten Willen, neutral zu bleiben und ermächtigt den Bunde^. al, dies in geeignet erscheinender Form den kriegsühren- den Parteien derjenigen Staaten kundzugcben, welche die Neutralität und Unantastbarkeit der Schweiz anerkannt haben: 2. die Schweiz nimmt von dem Aufgebot der Armee genehmigende Kenntnis: 3 die Bundesverfammlung erteilt dem Bundesrat unumschränkte Vollmacht zur Ergreifung aller Maßnahmen, die zur Behauptung der Unabhängigkeit, Sicherheit und Neutralität der Schweiz, und zur Währung des Kredits und der wirtschastllchen Interessen des Landes erforderlich sind. Ferner erließ der Bundesrat ein Ausfuhrverbot für sämtliche Lebensmittel, einschließlich Vieh
Rumänien von Rußland bedroht.
Vien, 4. Aug, Das „Deutsche Volksblatt" meldet: Rumänische Reisende, die aus Bcssarabicn flohen, berichten von dem vollkommenen Aufmarsch der Truvven des gesamten Odessa» Militärbezirkes gegen Rumänien. Tie Masse der Truppen stehe schon bei Bcnderv, Galap gegenüber, andere vor Kischinew in der Richtung auf Iass» BeiLdilia werden 20 Eisenbahntransporte erwartet. Bei Sunklu (?) steht ein Artillerieregiment. — Diese Nachrichten haben in B u k a - re st verblüffend gewirkt, umsomebr. als noch vorgestern der Zar ein herzliches Telegramm an den König gesandt hatte, indem er diesen gelegentlich des Besuches d» Offiziere des 5. Roschiori-Regimcntes seiner unwandelbaren Freundschast versicherte. Rumänische Zeitungen erklären, daß dieses Benehmen Rußlands Rumänien zu Gegenmaßregeln zwingt.
Bclageri,ng«zu>«a»b und Modilisiernng in der Dürkci.
Konstaniinovel. 3. Aug. Heber das ganze Reich ist der Belagerungszustand verhängt worden. Die Lttomani- schen Handelsichi'se haben den Dienst nach dem Schwarzen und dem Aegäischrn Meere eingestellt. Die Session des Parlaments wurde heute geschlossen. Der Vorsitzende betonte in seiner Ansprache, daß alle Ottomanen in dem gegenwärtigen schwierigen Augenblicke die Pflicht hätten, dem Throne wie ein Mann zur Seile zu stehen und sich der Verteidigung des Vaterlandes- zu widmen. Die teilweiseMo- bilisierung wurde nach einem im Palais abgchaltenen Ministerrotc beschlossen Eine diesbezügliche Kundmachung wurde bereits in Vtambul plakatiert. Tie Regierung hat eine Zensur sür Auslandslclrgrammc eingesührt und trifft Maßnahmen gegen die Vertencrung der Lebensmittel. Ter Heutige Tag gilt als erster Mobilmachungstag.
Die türkischen Blätter betonen die Notwendigkeit in der Türkei rasch z» mobilisieren, da sie ihre Neutralität verkündet habe und fordere alle Ottomanen aus, sich eiligst um die Fahne» zu scharen. Der „Dänin" erklärt, niemand in Konstantinopel sei ein Anhänger der Abenteurerpolitik. Die Türkei müßte in dem Kriege zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien Zuschauer bleiben. Das Blatt fährt fort:
Tie Ereignisse baden litt» mit schn-indelnder Schnelligkeit überstürzt. Dir Türkei ivird neutral bleiben in jrtx-m Sinne des Wortes: aber die Neutralität zwingt deute die Türfti. eine partielle Mobilisierung zu proklamieren. lorlcbe die Ottomanen zu ihrem eigenen Heile au> sich nebme» müßten, Rumänien, Griechenland imd Bulgarien baden Noch nrckn mobilisiert, aber i» Kviistmiiinopel sei cm Anhänger der Abenteuerpolitik, ihre Mobilisierung kann in einer Woche vollzogen sein, die nasche Wieoetbersteltung des Friedens.
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Gin Ausruf zur Unterstützung der beteiligten Arbeiter-Familien.
Der Derl>and mitteldeutscher Industrieller, der seinen Sitz in Frankfurt a M hat, erläßt folgende« Schreiben an seine Mitglieder:
Tic politischen Verhältnisse haben sich in einer Weise »ugcfvitzt. baß wir vor einem Kriege stehen, wrc ihn die Menschheit noch nick» aescdin bat. In dem Ringen der Völker wird Teulfchtand für seinr Kultur und seine Eigenart zu ktimvien haben und hierzu der Mithilfe sedeS einzelnen nach seinem Vermögen bedürfen Auch viele Arbeiterfamilien roerden. wenn rs zum KriogsanS- bruch kommt, wodl monatrlaiz» lbrrn Ernährer dem Vaterland zur Verfügung Nellen müssen, und diese Schichten der Bevöltlerimg muß deshalb dir Mobilisierung ganz besonder» hart irrsten.
Zwar werden der Staat und tue Gemeinden sich in der Fvlge- zcit der Bedüriliqrn annehmen. aber in den rrsten Tagrn brr Mobilmachung bedürfen von dekselben betroffene Arbeiter so milien ganz bcsonder« der Unterstützung. da nicht nur die in den Krieg Zfehende» zu N-aianzchasninarn an Kleidungsstücken genötuft werden, londem auch die Lebensmittel infolge des Andrangs de« kantenden PubUkuirt« bereit« un Preise nicht unerheblich gestiegen sind, während andererseits die staatlich, and grmemdliche Füriorge in den ersten Tagen der Mobilmachung noch nichl voll und ganz einfrtzen vnnrn nnrd.
Um deswikx» baden, «me ua» mitgefeil! wirb, in erirniluber Weiic bereit- eilige größere Firmen tr« hiesigen Industriede,irk» ihren in den Krieg »lebenden Arbeitern den Lohn sür l oder 2 Wochen im voraus rntrichtet. und man ist an un« mit der Anregung berangetreken, den Miigiiedern de? Verbandes, die finanziell so gestellt st.ld. daß sie ibrc Ardeiser in dies» oder ädnlich» Weise zu unterst >hen in der Lage »uv. eine solche Lilie!eiin,»» nabe zu lcqen. ktir geben diese Anregung «fern an irrvere Mitglieder weiter uno fügen airjerrrseit» drr Hoffnung bei. daß dik Zahl d» Ardeitgeb» nicht gering sein nurd, die auch ,etzt selbst >n ernsten Zeiten nneder den Beweis erbringen, daß dem Umcr- nkbm»ium da« Schicksal d» Arbeiterichast am Hrr»en liegt, und ,ed» Ardengeder an seinem Teil und soviel in 'einen Kräraar stedt willig dazu beiträgt, wirktich bestcdenbe Rot in Arbeuer- familirn zu lindern.
Zugleich testen wir uns»en Mitgliedern »gebenst mit, daß der Svudiku« Tr. Andre« inwlqr d» Mobstmachunq n>r Fahne muß. daß aber gleichwohl d» Verkehr „Al dem Mitglied»« des V»- bandes durchs den Vorsitzenden, H»rn Fabrikant Theodor Voedm. Lssendach a, M, ^auirrchtrrbalten werden kann. Alle kür de» Verband bcsnmmte Sendungen bäten wrr vor lvre nach au das Bureau des Verband«« zu adcrssievc».
Rcichskasseuscheine und Banknoten.
Der Gesetzentwurf betreffend die Rrschskassc scheine und die Bemknoten besrimmk folgendes:
§ l R ei chska ssenschein e sind bis auf weiteres g setzliches Zahlungsmittel
« 2 Bi« au! weit»e» in die Reichsbaiwtkai'e zur lnnloiu d» Reichskassrnicheine und die Rcichsbank zur Einlösung ihr Noten «rick: verpilichtrl. ' ...
§3. Bis aui weiteres sind die Priratnotenbanken bmechUc »ur Einlöluug ibr» Noten Rcicbsbanknoten zu verwenden.
8 4. Ter Blindesral wird ermächtigt, den Zeilvunkt b stimmen, zu weichem die Vorschriften in den 88 1—3 dieses G setze» außer Kran treten.
8 5 Dieses Gesetz tritt bezüglich der 88 2 und 3 mit Wirkur vom 3l. Juli 1914, im übrigen mit dem Tage der Verkündigur in Kraft
Die Begründung gebt von der Annahme aus, da
es bei dem gewaltigen Bedarf an Zahlungsmitdelst im Ber kehrsinteress« liege, den Retckskirsseiischeinen den Eharokte
«tnes gesetzlichen Zahlungsmittels zu gebe», um schikanösci oder grundsätzlichen Zurürkw.'issmgen vorzubeugen. Tie Ein löiu ngsvslickk für Reichs lassen scbeine und Reict>^banknotei im Kriegsfälle untcrliegl den ernsvesren Bedenken, da sie dei Mrtallbesrand der Gefahr einer Schwächung dnrcl Goldentzievungen aussetzt. Tie Atttzerkraslsetzung des vorliegenden Gesetzes soll auch vor Beendigung des Krieges erfolgen können, da e? in der Absicht liegt, die EinßösungS- Pflicht, sobald die Verhältnisse es irgend gestatten, nneder herzustellen.
Au» StaSt mit Cond«
Gießen. 6. August 1914.
Der «roßherzog
har sich am gestrigen DienSbag vor dem T-crl.tdcn der T rnppen in die Kasernen rrsp. ,m Automobil mit d» Großherzogin nach dem Truppenübungsplatz beifeben und sich mit »n» Ansprache von den Offizieren und Mannschaften in h»z- lich» Weise verabschiedet. Er wurde dabei von der Bevölkerung in herzlichst» Weise begrüßt. Wir wir weil» aus Darmstadt hören, wird sich der LandeSsürst im Gefolge des Divisionsstabes befinden.
” Notprüsnngrif für Aerz 1 » und Tierärzte.
Großh. Ministerium hat telegraphisch verfügt, daß Prüfungen für Aerzte und Tierärzte zunächst unter Abkürzung der durch die Prüfungsordnung vorgeschricbencn Frist-n »nd WiederholungSfrjsle» abgebaltcn werden können.
** Keine Wasservergislung Ta« Großh KreiS- gesundheitsamiGießen testi folgendes inir: An d» panikartigen Erregung de« Publistims über vie angrdliche Vevgrftnng unserer Girßener Wasserleitung mit Edoi»a-Bokterien war rin unseliges Mißv»st«ndni« schuld, iveiche« — wie alle Nachrichten in schweren Zeilen — von Mund zu Phmd vevgrvkert und verschlimmert worden ist. Es diene beute deni Puvtllum nneder holt zur Beruhigung, daß die genaue baktcru»logr>cbe und ch^iniche Untniuchuiig unseres Lcitunaswassers ergeben hat. daß es frei von Tvvdus- und Ebolera-Baklerien und chemisch tadellos ist. Die Untersuchungen de» Wasser« werden fortgesetzt Es wird außerdem arrignrl srin. die ltstmüt» zu benilngen durch die Tatsache, daß säum mehrere Tage die Wasserleiinna für Gießen durch »»»»lässige, bewallnete Männer bovacht wird. Endlich i» daran erinnert, daß unsere Quellen schon sahrrlana tadelloses Master aus tiefen Spalten des Bogelsb»»» Bia lat «es liefern und de« der Konstruktion und dem voriichtmen Verschluß der Quelllastungen. drr Rohrleitung »nb der Beüältrr »n Eiw- dringen und ein Einbringen von Verimrrrnigungrn in da« Wass» vollständig und sicher ausgeschlossen ist.
•• A»ss>ndung fint« unbemannten Flugzeug». Der , Franks. Zig.' wird berichtet, daß zwischen Hanau »nd Frirdderg am Dienstag früh ein leerer Flugapparat gesunden wurde, lieber den Verbleib de» Flieger» konnte nichl» mitgeleill werden, er hält sich rntweder verborgen oder ist irgendwo verwundet abgestürzt. Ta» Flugzeug, »», welche» e» sich vennutlich handelt, ist am Abend vorher in Frankfurt gesichtet »nd beschallen worden.
** Ter Evang Arbeiterverein bat in sein» am Montag abgeballenen Vorstandssttzung brschlosten, aus Anlaß des Krieges den, diesigen Zweigvertin des Roten Kreuzes einen Beitrag von 25 Mark zu gewähren. A„ß»dem sollen die Angcdöriae» der rinberuirnen Mitglied» des Verein« unterstützt tvrrden Vereinsbeiträge werden von den einbcrusenen Mitgliedeni während der Dauer des Kriege« nicht erhoben.
** Dringende Warnung. Wir richte» an alle Enurwb- ner da« drmgende Ersuchen, in Bezug aut B»breil,mg von Nachrichten die größte Vorsicht wallen zu lassen. Wir itehcn unter dem Kriegsgcsetz. da« vergesse niemand! Den Verbreitern salich» Gerüchte ivird imchgegangen und unt» Umständen loorten ihr» i'chrvrr- und harte Straien Auch mit den Erzählungen von Erlebnissen mit Spionen, versuchten Zerstörungen usw. sc» man am Wiri«tiich und überall sehr zurückhaltend. Unter Umstände» können auch solche Berrchte dem Vaterlande schaden — wenn sie von verdächtigen P»sonrn vernomrnar imd weit»gegeben werben. Wir sind von 2v>onen umgeben Sn jeder aus sein» Hut.
" Die Hassia Militärverrinr Gießen» laden »u ein» allgemeinen Ven'ammlung aus Tonner»!ag. den 6. August abends 8V» Uhr im Saale des Felsenkrller« ein. Der ReNor drr vandes-llnivenität. Geb. Rat Pro' De. Eck ist al« Recm» gewonnen. Es evgcl» an oll« inorenl Einwolm» d» Stadt Gießen die Einladung, nicht nur die Versammlung zu besuchen, sondern sich auch sür den Bcwachungsdienst, für wrlckie L>ipArg»mg und dir gesetzliche V»gütun» gewährt w»den, zur Verfügung zu strllen.
“ Spendung von Uni s orm st ü ck e n. Prosellor Tr. GiseoiuS teilt mit, baß ec einige Ofsizier-Uniforme stücke gratis abzuqeben hot.
•• Enteignung von Gelände für die Verbindungsbahn dei Gießen. Das Großh. Rrgi»,mgsi»Iatt meid»: Dem Königlich Pveußiiche» Staate, vertreten durch tue Königlich Preußische Eu'enbahndirektion Frankfurt a. M., wird diermr! da' Recht erteilt, da« zur Herstellung ein» V»bindnng«- bad» br> Gießen nach dem lant»-St»'li»eiIilv genehmigten Plan erforderliche in Gemarkung Klein-Linden gelegene Gelände, soweit nötig, rm Enleigiiuirgswcgc »„ enrwrben - Dre Frist zur Stellung de« Antrages aui Enilertung des ErilrlgnungSderfabrrns wird auf ein Jahr festgesetzt. — Die v»orbnung tritt mit dem Tage ihres Ericheinen« im RegierungSblaktr in Krast.
Pflanzt Gemüse! Wir stnd in Kriegszeiten, und es beißt Vonorge zu trrssen sür dir kommende Lebensmiktelleuerung. E« sollte daher leder, d» ein Stück Land hat. diese.' „im Anbau von solchen Ge»>len rmsnützen. die. wenn bald anSqesäl, noch rillen Ertrag brrngrn. Es sind dir« Wintroivinat. Feldsalat ad» Nüß- chrn. Karotirn, wezßr Rüben. Grünkohl und Winterfalat. Daß u»s»e Landwinlchatt durch reichlichen Anbau rwn Stovtnlrübrn d» Futl»tkurrirng eMgeM-n arbeiten wird, soweit die nötigen Hände ln»,» »ichen, ist al« sicher anzuncdmen
" Stellenvermittlung durch die ösfent- lichen Arbeitsnachweise im Kricgsfalde Die Landwirt« und t»ic Gewerbetreibenden iverden darauf auf- merksam gemacht, daß sie ihren etwaigen BÄ>ars an Ar- beitskrösten umgebend per Postkarte, per Telephon oder mündlich bei den nockiftehend vcrzeicimeien össentlickien Ar- beilc-nachweiscn am ziveckmäbigsteil anmelden. Wir bemerken htetbei, haß die Ardcttsnachweije gehalten jinsd, iu»gLheitb>
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