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f<Su>üt»er tu Aalt»tu einirifft und am 3, Imn zu kurzem Aufenthalt DuroM» anlaufcii wird.

Dir Aufständischen sammeln sich am Skumbi, um -lziz Pascha-Brioni Widerstand zu leiste», der mit regie­rungstreuen Albanesen sich im Anmärsche besindet, Infolge­dessen dat der Kontrollausschuß in Kawaja außer Must Pascha keine führende Persönlichkeiten vorgefunden.

Dc-itsche» Reich».

Der Kronprinz ist im Automobil am Donnerstag nach­mittag kurz nach 3 Uhr, von der Gcncralstabsreise aus dem Münstertal kommend, in Straß bürg eingctrossen und im Hotel Stadt Paris abgestiegen.

Das Herzogspaar von B r a u n i ch w e i g wird am 3. Junr abends nach München zu einem oifizrellen Besuch des Königspaarcs vou Bayern reisen. Am 7, Juni iui Bcrlanfc des Nachmittags reisen der Herzog und die Herzogin nach Gmunden, wo ein mehrwöchentlicher Slustnthalt in Aussicht genommen ist, Einweihung eines neuen Instituts für Schilfs- und Trope nkrankbeiten, Im Beisein des Staatssekretärs Tr. Sols wurde in Hamburg das neue In­stitut für Schiffs- imd Tropenkrankheiten eingeiueiht, Tie Fest­rede hielt Senator Tr. Mnmssen, der über die Änrichtimg, das stiel und den stweek des Instituts sprach und das Institut dein Direktor Obermedizinalrat Professor Dr. Rocht übergab, der mit einigen Worten das Institut übernahm.

RnsiKttV.

Das Wirken eines deutschen Architekten in Griechenland, Der aus Einladung der griechischen Regierung in Athen weilende deutsch» Architekt Prosessor Hugo Eber Hardt, Direktor der großherzoglich- hessischen technischen Lehranstalten in O »send ach a, M, in­spizierte wiederholt die I n d u st r i e s ch i! l e n von Athen und dem PiräuS Eberhardt hat bereits einige Vorträge vor den Minister-- für Nationalökonomie und für den Kultus gehalten und hat mehr­fache Besprechungen mit der Prinzessin Alice, einer eitrigen För- derru der für die wirtschaftliche Entwicklung Griechenlands unge­mein wichtigen Frage. Eberhardt wurde am Donnerstag vom Mi­nisterpräsidenten Vcniselos in längerer Audienz empsangen.

Ein A » f st »n d aus Samo s. Die Einwohner des Dorses Maratlwun Camvos aus Samos Haben sich gegen die griechische Herrschaft empört. Die zu ihrer Unterwerfung abgcsandten Truppen sind zu den Aufständischen übergegangen.

Au» Stadt und Lauv.

Gieß eg, 29. Mai 191 l.

Die Wahl des neuen Beigeordneten.

Die Stadtverordnetenversammlung wählte i» ihrer gestrigen nichtöffentlichen Sitzung den Regierungsbaumeistrr Günther Krenzien zu Gießen einstimmig zum be­soldete» Beigeordneten der Stadt Gießen, Krenzien ist nm 15, September 1878 in Eisenach als Sohn des damaligen Postsekretärs Krenzien g'boren und evangelischen Bekenntnisses, Er besuchte das Kgl, Wilhelms- gtzmnasium in Kassel und widmete sich nach bestandener Reifevriifung zunächst der Offizierlausbahn in einem Pio- nicrbataiklon in Metz, Im Jahre 1900 bezog er die technische Hochschule in Darmstadt, um seinen Neigungen entsprechend Architektur zu studieren, Tie Ferien seiner Studienzeit benutzte er, um sich als Hilfstechnikcr bei der Baupolizei der Stadt Frankfurt io», M, und später bei dev Aufnahme romani­scher Baudenkmäler in Hildesheim zu betätigen, 1903 bestand er die Vorprüfung, 1905 die Hauptprüfung für das Hochbau­fach und erledigte hierauf den Vorbereitungsdienst der hessi­schen Staatsbauverwaltung als Restierunqsbansübrer bei dem Hochbauamt in Mainz und dem Kreisbauinspcktor des Kreises Darmstadt, Im Herbst 1908 legte er die Prüfung für den höheren Staatsdienst im Baufach ab, worauf er als Regierungsbaumcister dem berutechnischen Bureau der Ministerialabtcilung für Bauwesen und alsdann dem Kreis- bauinspcktor des Kreises Offenbach a, M, zugetcilt wurde. In dieser Stellung war er in vielseitiger Weise namentlich bei dem Bauwesen der Gemeinden tätig. Im Jahre 1911 be­kleidete er eine Asfistcntenftcllc an dem Lehrstuhl für Bau­kunst an der Technischen Hochschule in Darmstadt, Vom Frühjahr 1912 an war er bei Neubauten einer Obren- und einer Hautklinik und seit Beginn'dieses Jahres als Regie­rungsbaumcister bei dem Gießcner Krcisamt beschäftigt. Kreuzten ist verheiratet und Vater einer Tochter, Seine vielseitige Ausbildung und praktische Tätigkeit ist von allen denienigf, die dienstlich mit ihm in Berührung kamen, sehr günstig beurteilt worden, so daß die .Hoffnung berechtigt erscheint, daß die Stadtverordnetenversammlung eine glück­liche und dem Wohle der Stadt 'recht dienliche Wahl getroffen hat. Das Gehalt für die Beigeordnetenstelle hat die Stadt­verordnetenversammlung aus 60008500 Mk, festgesetzt.

Aus der Sitzung der Stadtverordneten,

Die gestrige öffentliche Sitzung der Stadtverordneten­versammlung war kurz, sie war in einer Stunde beendet. Ucbcr eine Reihe von Baugesuchen, Anträgen und dergleichen konnte man schnell hinweggchen, da die Ausschüsse alles der­maßen vorbereiten und prüfen, daß dem Plenum nur die endgültige Entscheidung zufällt, Hervorgehobcu zu werden verdient ein Antrag des Stadtverordneten W i n n , der wünscht, daß die Stadt eine Spritze für die Vernichtung der Obstbaumschädlinge anschafft und diese auch Privatleuten gegen Entschädigung der Unkosten zur Verfügung stellt. Ohne längere Auseinandersetzungen nahm man den Antrag an. Geringere Zustimmung fand anfangs der Vorschlag, eine größere Anzahl von Straßenlatercnen, die in der Nähe der Feuermelder stehen, mit einem roten Streifen mit der AusschristFeue rmcldcr" zu versehen. Damit diese Auf­schriften auch nachts gelesen werden kännon, ist cs nämlich irötig, die betrefsendcn Laternen die ganze Nacht hindurch brennen zu lassen, während sie wegen der elektrischen Straßenbeleuchtung bisher nur die halbe Nacht hindurch oder überhaupt nicht zu brennen brauchten. Diese Neueinrichtung . erfordert immerhin ein Mehr au Ausgabe» unter dem Titel Fcuerlöschivescn von etwa 700 Mk, jährlich, Ta« erschien einigen Herren bedenklich, sie ließen sich erst durch den Hin­weis des Vorsitzenden auf die Notwendigkeit einer guten Feuerwehr beruhigen.

Das Hauptlhema der öffentlichen Sitzung war die Be- » sprechung eines Gesuches derFreilichtbühne", die in ^diesem Sommer drei Aufsührungcn plant. Man hatte dafür »» einen Platz im Philosophenwaldc in Aussicht genommen, mit dem sich jedoch die Ausschüsse, die eine OrtSbesichtiguuq vor nahmen, nicht einverstanden erllärten. Vielmehr' entdeckte man einen ebenfalls geeigneten Platz auf dem sogenannten F i ch t e n k o p f, der nahe der Sicher Straße gelegen ist, Tie Freilichtbühne", der es darauf ankam, daß in der Mei­nung der Stadtverordneten Einstimmigkeit herrschte, war mit diesem Vorschläge einverstanden. Es wurde denn auch einstimmig die Stelle aus dem Fichtenkopf zur Verfügung gestellt und zu seiner Herstellung bis zu 2000 Mark und außerdem ein Garaniiesonds von 1000 Mk, bewilligt.

" Tageskalender stlr Freitag, 29. Mai: Oeneut- licher Vortrag von Herr» Vkarrer Grein-Kaichen: »Die Frauen und die Wirlshanskonzessio»/ Aben>>S 8'/, Uhr, Hotel

0 ch fi tz. ,

Der Grobherzog hat dem Oberbricfträger Fried, rich Hartmann in Lanterbach die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom Deutschen Kaiser verliehenen Allgemeinen Ehrenzeichens in Silber erteilt.

' Aus dem Schuldienste. Der Großherzog hat den Lehramtsaffesior Heinrich Schcercr au? Nieder-Brcidcn- bach z»m Oberlehrer an der Oberrealschule zu Alsfeld ernannt.

Offene Stellen. Erledigt sind: Tie mit einem

evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrer ft eile zu Niedcr- S ec men, Kreis Schotten. Mit der Stelle ist Organiften- u»d Vorlcsedienst verbunden. Dem Fürsten zu Stolberg- Roßla-Ortenberg steht das Präsentationsrecht zu. Tie mit eine», evangelischen Lehrer zu besetzende Lehr erstelle zu Betzenrod, Kreis Schotten. Mit der Stelle ist Ocganisten- und Vorlesedienst verbunden. Ferner sind erledigt: Die Stelle eines S te» e r a ufse her s bei Groß!,. Hauptstcueramt Mainz. Die Stellen zweier Steueransseher bei Großh, Haliptsteneramt fflorin s.

" Sie Kaiserparadc des 18. Armeekorps findet om 21. August auf dem großen Sand bei Mainz statt, ** Neue 4"°ige Gießcner Stadtanlcihe^Aus bit; gestern zur Submission gestellte 4«,»ige Anleihe der «ladt Gießen im Betrage von 4' > Millionen Mark erhielt den Zuschlag zu 94,07 °/o eine Gruppe, die sich aus dem Bankhaus Delbrück, Schicklcr & Co, Berlin, dem Bankhaus L, &ö. Werthcimber Frankfurt am Main, der Mitteldeut­schen Kreditbank, Filiale Gießen, zu Gie- ßcu, und dem Bankhaus Leopold Scligmanu in Köln und Coblenz zusammensctzt. Eine zweite Gruppe, be­stehend aus der Tiskontogesellschast Frankfurt am Main, dem Bankhaus S, Bleichrödcr - Berlin, Gebrüder Sir» nold-Dresden, dem Magdeburger Bankverein Magdeburg, dem Bankhaus Ephraim Meyer & Sohn-Hannover, der Süddeutschen Diskonto Gesellschaft A,-G,-Mannheim, dem Bankhaus M, M. Marburg & Co,-Hamburg, dem Bank­haus L. Pfeifser-Cassel, und dem Bankhaus Joseph Herz- Gießen hatte geboten 93,87"/°, Eine dritte Gruppe bestehend aus der Deutschen Bank-Berlin sowie deren Filiale Frank­suri a, M, und der Zweigstelle Tarmstadt, der Rheinischen Kreditbank-Mannheim, der Deutschen Vcreinsbank-Frank- surt a, M. sowie deren Filiale Darmstadt, der Süddeutschen Bank, Slbteilung der Pfälzischen Bank-Mannlstim, der Firma Baruch Strauß-Marburg und der Firma Baruch Strauß Nachfolger-Gießen lzalte 93,77"'° geboten, Wie wir hören, soll diese Anleihe am 10. Juni zu 94,90"/° zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt werden,

** Z u den Erörterungen über die elck- trischcStraßenbahnnachWicseck schreibt uns Herr Bürgermeister S ch o m b e r im Hinblick auf die gestern von uns wiedergegebene Zuschrift:

Aus dem Artikel könnte herausgelesen werden, daß die Aus­setzung des kürzlich gefaßten Beschlusses lediglich der Bürger- Versammlung zuzuschrciben wäre. Das ist nicht der Fall, sondern ich habe das aus meinem eigenen Ermessen getam Dem Bericht­erstatter wird ja wohl bekannt sein, daß die Herren am Borabend in der geheimen Sitzung schon Kenntnis davon hatten, daß ich die Slussührung des Beschlusses aussetzcn würde. 911 fo bürten sic es nicht auf ihr Konto setzen, Tie Aussetzung geschah ledig­lich zur Befriedigung der Allgemeinheit, und aus Entgegenkom­men dem Herrn Oberbürgermeister Keller gegenüber, damit die Berhandlungen wettergcsührt werden können,

** Otic firner Stadttheater Der Bettelstudent, Das Kgl, Kurtheatcr in Bad-Ems setzte gestern mit einer guten Slussührung des Bettelstudenten sein hiesiges Gastspiel fort und batte sich höbet des herzlichsten Bcisallcs des verhältnismäßig sehr gut besuchten Hauses zu »rircuen, Herr Oberregisseur Otto S ch r f 1 e r und Herr Kapellmeister Herm, Weinack hatten sich furch eine tüchtige Vorbereitung verdient gemacht, uird da so­wohl die Einzelkräfte als auch die Chöre durchaus aus ihrem Posten waren, kam eine Vorstellung heraus, die trotz einiger kleinen Unebenheiten glänzend genannt werden baff, Frl, SAarg, Koch war eine treffliche Palmatiea: Frl, Susy P a u l y gab als Lanra eine vorzügliche durchgebildete Leistung, Frl, Martini war durch eine Erkältung an der vollen Entsaltung ihrer Mittel leider etwas behindert. Als Oberst Ollendors stellte Herr Otto >2 ch i l l c r einen prächtigen Maulhelden aus bie Bühne, Als Janickr verstärkte Herr Behrensen den guten Eindruck, den er bei seinem ersten Skustreten machte, um ein wesentliches, Herr Abel war rmter den Einschränkungen, die sie kürzlich schon gemacht haben, ein gewandter Bcttelstudent, Höchst ergötzlich war Herr Grosser als Kerkermeister Enterich. 911-3 schneidiger Körnet zeigte sich Frl, Ellen H e n n i g. Das Orchester unter Herrn jWcinacks Leitung war, wie schon gesagt, gut eingespielt und beherrschte seine Ausgabe völlig,

** Stift ungssest des Korps Teutonia, Am 1, Juni 1914 blickt das Korps Teutonia aus ein 75 jähriges ununter­brochenes Bestehen zurück, Tas Stiftungsfest, welches in den Psingsttagcn in größerem Stile gefeiert werden soll, wird von einer großen Slnzahl alter Herren mit ihren Tomen, sowie von Ver­tretern der Kartell- und befreundeten Korps besucht werden, Tie Teutonia ist das älteste bestehende Korps und damit auch über­haupt die älteste Korporation in Gießen, Die Feierlichkeiten be­ginnen am ersten Psingsttage abends mit einer, BegrüßungSkneipc mis dem Korpsbause, Am nächsten Tage, als dem eigentlichen Stiftungstage, ist aus vormittags 11 Uhr ein feierlicher Korps- konvent allgesagt. Darauf findet ein Festdiner in den Räumen des Gestllschastsvereins statt, zu welchem die Spitzen der Zivil- b-hördcn sowie der Rektor der Landesuniversität bereits ihr Er­scheinen zugcsagt hoben. Am späten Nachmittag ist eine Slusfahrt durch die Stadl und aus den Schisscnberg in Slussicht genommen. Am dritten Psingsttage wird man sich zu einem Frühstück aus dem Korpshause zusammensinden, Abends hält das Korps im aroßen Saal dxs Gesellschaftsvereins den Festkommers ab. Für Mittwoch, 3, Juni bildet ein Slusffug mit Tomen nach Braunsels den Abschluß der Festlichkeiten Viele der Teilnehmer haben eine weite Reise nicht gescheut, um wieder einmal in der alten Musen- stadt im Kreise ihrer Korpsbrüder frohe Stunden zu verleben und Jugendcrinncrungen aufzuirischen. Es wäre darum wohl zu wün­schen, daß sich auch das Wetter für die nächstfolgenden Tage von einer freundlichen Seite zeigt, Gar manämr lalle Herr, der vielleicht jahrelang nicht mehr Gelegenheit hatte, sein liebes Großen zu besuchen, wird nicht wenig erstaunt sein über den gewaltigen Auf­schwung und das rasche Emporblühen der alten Universitätsstadt, ** Iuge » dwehr Gießen, Ter große Frühjabrs-Aus- slug der Jugendwehr sindct am 2, und 3, Piingstsciertagc statt und zwar soll dicsesmol die Edertalsperre besichtigt werden. Vorgesehen ist für den ersten Tag ein Besuch von Wildungen mit seinen Quel­len und der Sperrmauer bei .Hcmsitrlh, Uebcrnachtet wird in Waldeck unb am anderen Morgen geht's am Nordrande der Sperre entlangach Hcrzhauscn, von wo die Bah» zur Heimreise be­nutzt wird,

** Der hessische Landesverband vom' Blauen Kreuz, Mitglied des Deutschen Bundes, begründet am 27, Ja­nuar ^19l,! in Frankfurt a. Ml, hielt in Darmstadt im Saale desyseierabendhauses" seine erste Jahoesversaminlung nntcr Lei­tung des Vorsitzenden, Pfarrer Weber-Langgöns ab, Anivescnd waren der Generalsekretär Dr, Durckhrrdt Berlin sowie Vertreter und Veremsleiter aus allen Gegenden Hessens, Ter Jahresbericht, erstattet von Obcrpsarrcr K n o t t - Schlitz, wies ein höchst er­

freuliches Wachstum aus: vou süns Vereinen mit 66 Awgiiedenr tausschlicßlich der Einzslmitglicdcr) bei der Gründung ist der Verband gewachsen aus 15 Vereine mit 280 Mitgliedern, Sluch die Jugendarbeit, zurzeit 120 Hosfnungsbundmttglstder, beginnt voranzugehen. Wie das Rote Kreuz die Wunden des Krieges heilt, so heilt das Blaue firm; die Wunden, die Sllkoholnot und Elend unserem Volke schlagen, eine Not, der jährlich in Deutsch» laich so viel erliegen, wie im Kriege 1870/71 an Wunden starben. Nähere Auskunft erteilt die Geschäftsstelle in Wallen! od (Ober Hessen),

»»Bo n ei nemRads ah rer überfahren. Gestern abend wurde ein Arbeiter in der Sleinstraße von cinenr auswärtigen Radfahrer, der kein Signal gegeben hatte, vou hinten überfahren, Ter Slrbeiter kam zu Fall und zog sich Verletzungen im Gesicht und an der rechten Hand zu, während der Radfahrer unverletzt blieb,

** Arbeitsunfall, Ter betagte Landwirt Johannes/ Bender aus Birklar verunglückte bieser Tage dadurch,, daß ihm die linke Hand von dem W a l z w e r k d e r Schrot- m üble erfaßt und drei Finger ab gedrückt wurden. Nur dadurch, daß der Treibriemen absprang, wurde er vor Schlimmerem bewahrt, Ter Verunglückte wurde sofort in die Klinik nach Gießen gebracht,

** S ch i f s s liste für billige Briefe nach den Ver­einigten Staaten, Die Portoermäßigung erstreckt sich nur aus die Briese, nicht auch auf Postkarten, Drucksachen nsiv, und gilt nur für Briese nach den Bereinigten Staaten von Slmerika, nicht auch nach anderen Gebieten Amerikas, z, B, Canada. George Washington" ab Bremen 30, Mai:Kronprinzessin Ce- rilie" ab Bremen 2, Juni:Vaterland" ab Hamburg t>, Junis Kaiser Wilhelm der Große" ad Bremen 10, Juni:President Lincoln" ab Hamburg II, Juni:Prinz Friedrich Wilhelm" ab Bremen 13, Juni:Kaiser Wilhelm II," ab Bremen 16, Juni: Imperator" ab Hamburg 17, Juni:Cineinnati" ab Hamburg 19, Juni:Kronprinz Wilhelm" ab Bremen 23, Juni:Vater­land" ab Hamburg 27, Juni:Kronprinzcisin Ceeilie" ab Bremen 30, Juni:Berlin" ab Bremen 4, Juli, lPvstschluß nach Ankunst der Frühzüge,) Slllc diese Schisse, außerPresident Lincoln" und Cineinnati", sind Schnelldampfer oder solche, die für eine be­stimmte Zeit vor dem Slbgangc die schnellste Besörderungsgclegen- heit bieten. Es empfiehlt sich, die Briese mit einem Lcitvermerke wiedirekter Weg" oderüber Bremen oder Hambitrg" zu versehen,

** Das Groß herzoglich Hessische Regierungs­blatt Nr, 13 vom 27. Mai hat folgenden Jnlialt: 1, Bekannt­machung, Aenderungen der Deutschen Wehrordnung betreffend, 2, Bekanntmachung. Befugnis zur Slbscrtigung Lvn Schaf-, Ziegen-, Lamm- und Zickcksslleii zum Zollsatz der Tarisnummcr 544 be­treffend, 3. Bekanntmachung, die Absertissungsbefugnisse des Hanptsteueramts Worins betreffend, 4, Bekanntmachung, slnschlllß- glcis der Firma I, Himmelsbach in Freiburg tBadcni betressend, 5, Bekanntmachung, Slnschluöisteis der Firma Gustav Lang u, Co, zu Ofienbach a, M, betreffend,

D i e n e n c P o st s ch e ck o r d n u n g, Tic soeben im Reichs- Gesetzblattc ocrüfscntlichte Postscheckordnung, die am 1, Juli 1914 in Kraft tritt, enthält eine Reihe wichtiger Neuerungen, Für Zalallarten, die jetzt bis 10 000 Mk, lauten dürfen, ist kein Höchstbetrag mehr festgesetzt. Für Schecks wird der Meislbetrag vo» 10 000.Mk, aus 20 000 Mk, erhöht, Zahlkarten und Uebcr- weisiinaen bis 3000 Mk. können telegraphisch übermittelt werden. Die Höchstgrenze für telegraphische Zahlungsanweisungen, bisher 800 Mk,, beträgt künftig 3000 Mk, Der Betrag eines Schecks kann dem Empfänger durch besonderen Boten zugestellt werden <Eil- bestellung/. Der Slussteller einer Ileberweisung kann beantragen, daß das Postscheckamt, bei dem sein Konto gestihrt wird, den Gutschristemviänger durch Bncs oder Telegramm unmittelbar br- uachrichtigt. Um die Ueberwrifting der für den Kontoinhaber durch Pvstaustrag eingezogcnen Beträge auf lein Postscheckkonto weiter zu erleichtern, werden Postaufträge mit anhängendcr Zählkarte cingeführt,

Landkreis Gießen.

Heuchclheim, 29 Mai, Heute, am Freitag, findet Ge- meinderatssitzong mit folgender Tagesordnung statt: 1, Begutach­tung der Rechnung der Gemeindckrankcnoerl'icherung aus 1913, 2, Aenderung der Ortsbausatzung, 3, Slbschaifung von Faselvieh, 4. Neuer Vertrag mit den Liebammen, 5, Bestimmung der Zähler für die Schweinezählung,

F, Watzenborn-Ttcinberg, 29, Mai, Tie Sammlung stirSRote Kreuz" ergab in unserer Gemeinde: l, an Kollekte 43,60 Mk,. 2 für Postkarten 28 Mk,. 3, für Denkzeichen 18 Mk, zusammen 89,60 Mk, Postkarten würden weit mehr verkauft wor­den sein, wenn sie den Beifall der Leute gesunden hätten, Slber ihre Slussührung sagte nicht einem einzigen zu, auch nicht dcni Berichterstatter,

I. Mainzlar, 28. Mai. Gestern abend fand ans dem Ratbause eine außerordentliche Haiwtversamnilima de? hiesigen Spar- und Vorschuß Vereins statt. Sln Stelle des verstorbenen Kontrolleurs Ludwig Spgar I. wurde Schiniebe- meister Ludwig Brück gewählt.

Kreis Büdkngc».

H, Büdingen, 28, Mai, G e IN e i n d e r a t s ! i tz u n g, Tic filäranlagc bildet schon längere Zeit den Gegenstand von Verhandlungen. Die Slnlage einer Entleerungsvorrichtung wird immer dringender, Regierungsbanmeistcr H a u k empfiehlt dem Gemeinderat, eine Pumpe anzuschaffen, die als Slntriebs- kratt einen elektrischen Motor erbältt Tie Anlaae kann aus 8 bis 10 000 Mk kommen. Die Gemeindepertretung beschließt, von der Kdilturinspektion die notwendiaen llnterlaaen und Koftenvoran- schläae anfertigcn zu kossen, Weit-r batte die fiulturinivcktion die Gemeinde ersucht, um eine Hnchwasscrqrenzc fest,»stellen, an der Seemenbach einen Pegel anznbringen Kulturiw'vektor Hauk emvliehlt die Slnbringuna an der Brnnobrücke. Der Büraermeister spricht daaegen lind emviiehlt die Slnbrinanng an der Mühltor­brücke, weil dort im Interesse der Slllgemeinheit die Anlage viel mehr in die Angen solle un-d^die betr Zahlen leichter abzulesen seien, Vormittaas, vor der Sitzuna, bat eine Bekichtiaung der Quellenkammer der hieiiaen Wasserleitung stattgeinnden. Es wurde von dem Rohrmeistcr schon längere Zeit die Wahrnehmung ge­macht, daß die Rohre das Wasser der Quelle nicht mehr ausneh­men und dieses zurücksließe, Regierung-Sbaumeister Hauk stellt fest: Slls Grund für dieses Vorkommnis sind nach seiner Slussüb- rung zwei Möglichkeiten vorhanden. Entweder liefert die Quelle mehr Wasser, was nicht unmöglich ist, da etwa 100 Meter ober der Quelle von der fürstlichen Verivaltung ein Weiher an- aeleat wnrde und es sei nicht ausgeschlossen, daß aus diesem Weiber Wasser in die Quelle dringe oder die Rohre ziviichen der Qnellkaibmer und der Stadt seien versandet, Ter Sachverstän­dige rät dem Gemeinderat, vorerst zwei Schächte, die voll Wasser stehen, zu enftvässern und dann eine grüi,bliche Spülung der Rohre vorzunehmen. Führt diese Maßregel nicht zur Entsernung dez Mißstandes, dann behält sich der Gemeinderat weitere Maßnah­men vor. Die Kultnrinspcktion soll gebeten werden, Pläne zur Entwässerung der Schächte anzuserligen,

Kreis Lauterbach.

R, Lauterbach, 28, Mai, Ter erste Gasthof in nn- mittelbarer Näh« des Bahnhoss Lruterbach-Süd wurde gest-rn abend in Anwesenheit Mhlreichcr Gäste durch den Inhaber Kon- rad Günther eröffnet, Eigentümer des Gasthoss ist Seisen- sabrikant K. Sandmann, hier,

Kreis Friedberg.

Bad-Nauheim, 28, SNai. Wegen SReiueibs wurde bmf£ mittag der Landwirt K, Sch. aus Ober SRärlen im hiesigen Slmts- gerichtssaol verhaftet und in das Hasttokal abgesührt, Sch, wurde in einem Beleidigunasvrozeß, der unter Slusichlnß der Oeffent- lichkeit stattfand, als Zeuge vernommen, hierbei soll er den Mein­eid geleistel haben,

k, Butzbach, 29, Mai, Slm 5, Juni leiern die Eheleute Piarrer Georg Wilhelm Sldols Loos und Wilhelntin^uise Julie Marie, geb, Bapst, von hier das Fest der silbernen Hplhzcit.