Do« (üniö^Tifl greitt,>tr,f!enrei)l •‘mbf'.nSrn wir «U llnfle»
vwfetipfcil unt finöen dabei jetzt überraschenderweise Unterstützung bei« Wctzruerein. Solange das Recht aber besteht, machen wir itach Möglichkeit Gebrauch davon. Wir fordern deshalb Aufklärung, Ivarnm dem völlig unbescholtenen Walter Stöcker die Berechtigung ö»m Eiusährigen-Tienst entzogen wurde. Als Grund wurde angegeben. daß er wegen agitatorischer Betätigung für die sozialdemokratische Part.» die nötige moralilche Oualisika» >i»n zum Einjährig-Freiwilligen verloren habe. (Hörtl Hürtl hei den Sozi In einem persönlich an mich gerich» trten Brief hat mir der Str-gSm-niftct dar noch mal milgeteilt. Ich empfinde diesen Brief als eine unerhörte Beleidigung und tief verletzende Beschimpfung, obwohl ich lveih Latz der Kriegsministcr damit nur ein« Höflichkeit mir gegenüber begehen wollte. Ich habe den Brief vor meinen Kindern versteckt, weil ich nach sonst vor ihnen schämen mühte, datz ich als Sozialdemokrat als moralisch minderwertig hingestellt werde. Wir weisen e» mit En-xörung zurück, als minderwertig betrachtet zu werden. Wo können Sie uns irgendeine Tat gegen die Moral oder Kultur Nachweisen? (Abg. Kretb (Konsi): Massenhaft.) Weisen Sic uns nach, wo wir gesetzwidrig vorgegangen sind! Wo Könige geköpft und entthront wurden, ist es durch Bürgerliche geschehen. Es ist unser Recht, im Rahmen des Gesetzes für eine andere Staatsordnung einzutrcten. Den persönlichen Kampf gegen den Monarchen überlassen wir den Konservativen. Wir find Antimilitaristen nur IN bcm Sinne, als wir eine andere Form des Heere« schassen wollen. Was den Scharnhorst und Gucisenau recht war. das ist uns billig. Wir bekämpfen die Heeresverwaltung, weil wir für ein Volksheer in unserem Sinne eintreten. Wenn wir als minderwertig nicht zum Heeresdienst tauglich sind, dann soll man doch konsequent sein und alle Sozialdemokraten vom Heeresdienst befreien. Das wollen Sie freilich nicht weil S'e sonst ein Drittel aller Soldaten verlieren würden. <Widerspruch des Abg. Erzberger.) Wie muh es. die Liebe zum Vatcrlant anfeuern, wenn man ein Drittel des Heeres als moralisch minderwertig bezeichnet. Wir bekämpfen das stehende Heer als ein Instrument der Klassenherrschaft und werden darin nicht erlahmen. (Beifall der Soz.)
Abg. Erzberger (Zentr.):
Das deutsche Heer ist ein Machtmittel zur Aufrechterhaltung des Reiches, zur Sicherung des Wcltsricdcus und zum Schutz der inneren Güter des deutschen Voltes. Es ist nicht gegen das Volk gerichtet, sondern eine notwendige Organisation für die Gesamtheit unseres Volkes. Ten Nutzen davon haben auch die Sozialdemokraten, ohne dah sie freilich Mittel daz>i bewillige». Ein Grohstaat kann mit einem Milizheer nicht bestehen und seine Ausgaben nicht crsullen. Dieses Milizheer ist ein Schlagwort, das nicht in den harten Kampf der Dinge pahl. Die grohe Wehkvorlage des vorigen Jahres war dringend notwendig. Wir weisen es zurück, dah das Sprechen von der Kriegögcsohr dainals nur eine öde Schau,n- ichlägerei gewesen sei. Das deutsche Volk hat den Frie. den g «sicher!. als cs bereitwillig diese grohe» Laftei, auf sich nahm. Und in welcher kurzen Zeit ist dieses gewaltige Werk durchgesührl worden!
Mit Stolz und Freude hört es die deutsche Natron und mit Achtung das Ausland, dah die neue Organisation bereits am 8 . Oktober durchgesührl war. (Lebhafter Beifall.) Das soll man uns erst nachmachcn! (Unruhe bei den Soz.) Ja Sie (zu den Soz.) können uns ja »och diesen langen Jahren nicht einmal den Grundriß Ihres Zukunstsstaales vorweisen. (Grohe Heiterkeit.) Die Rejotutioiien, die Ivir beschlichen, lasten sich nicht immer gleich durchführen. Kein Baum fällt aus den ersten Streich. Und mnn- ches haben wir doch erreicht und das deutsche Volk weih seinem Reichstag Dank dafür. Es ist nicht wahr, dah der dritte Teil unserer Soldaten Sozialdemolraieu sind. Da» Land stellt die meisten Soldaten und die werden Sozialdemokraten höchstens erst später durch den FabriktcrroriSninS. (Sehr gutl rechts >,. in der Mitte, Unruhe bei den Soz.j Tie Häufungen von Mißhandlungen müssen die ernste Ausmerksamkeit des KiiegSniinisters a»j sich ziehen.. <Der Rriegsministcr nickt zustim» mend.) Der Kascrnenhos ist gewiß kein Ballsaal. aber was in letzter Zeit bekannt wurde, mutz doch bedenklich stimmen. Ein erftklaffiges Unterossizierkorps masten wir haben, so daß die Miß. Handlungen mit der Zeit restlos vcrschlvinden.
Die Besserstellung der Unierofflzierc muh sortschreilcn. Aellere Unteroffiziere sollten eigene Stuben in den Kasernen erhalten. Der Kompagnicchcs muh auch erzieherisch aus die Unteroffizier« einwirke». Es ist erfreulich, dah die Zahl der Fehlstellen im Offizierkorps immer mehr abnimmt. Wenn der Kriegsministcr mit aller Kraft die Mahnahen zur Bekämpfung des DuellzwongS fortsctzt, dann wird auch der katholische Bolksicil weit mehr LffizierSaspirnntcn stellen. (Sehr richtig! im Zenlr.) Ausfällig ist der Mangel an Sanitäts- ossizicren. Sie masten liester gestellt werden. Politik im Heere wolle» wi- unter keinen Umständen haben. Politisierende Offizierkorps sind ein Fluch für jede Nation! (Sehr richtig! im Zentrum.) Der XriegSmin.ster muh daher auch an der Vorschrift des RcichsmilitärgejetzcS fcjtlialten, wonach Offiziere nicht in poki- tische Versammlungen gehen dürfen. Daher war cs unrichtig, datz der General v. Deimling mit allen seinen Offizieren an einer Versammlung dcs WehrvcreinS ieilgenommen bat. Denn der Wehrvcrein ist ein pa-.te,politischer Verein. (Sehr richtig! im Zentr.) D i e p o l i l i s i e r c n d e» Generale sollten lie- der die Finger den diesen, Handwerk lasten. Dieses Ausirelen grenzt nahe an» Gen, cii, gefährliche. Sehr richtig! im Zentr.)
Es richte! sich von selbst, wenn General Keim den bayerischen Ministerpräsidenten in einer so pöbelhaften Weise angegriffen hat. General Keim hat wohl geträumt, wenn er sich den Vater dor Wehrvorlagc nannte. Das Presserescrat beim K r i e g s m i n I ft e r i u m darf keinesfalls parteipolitisch tätig sein oder nt die Wahlkampagne cingreifcn. In, übrigen ffuü wir Mit dem Reichsverband der deutschen Preise ganz einig, wenn er den Bert einer solchen Einrichtung betont. (Sehr wahr» Die Wehrvorlage ha! neuen Respekt vor dem «deutschen Name» hervorgernfr» und den Weltfrieden gesichert. (Beifall.)
Abg. Vastermann (Natl.)i
^ Die Wehrvorlage war eine Notwendigkeit im Jntereste des Friedens. Denn die internationalen Spannungen halten an. Wenn wir nicht gerüstet wären, würden wir bald als Mackit zweiten oder dritten Ranges dastehen. Man kann es den Offizieren a. D. nicht verdenken, wenn sie noch frisch und eifrig für dos Heer eintreten. Es ist ra ganz selbstverständlich, datz sie Patrioten sind und patriotisch schreiben! (Lachen der Soz.) Es ist erfreulich, dah die Zahl der Fehlstellen im Offizierkorps ab»,mint. Die Zukunft der Untcrosjiziere mutz noch mehr gesichert werden. Die aus Auloh des Zaber,,er Falles erjolate Neuregelung der Borjchrislcn ülirr das Einschreiten dcs Militärs bringt einen Fortschritt. Die Sotdatcnmihhandlungen sind schmerzlich und abscheulich. Das macht ,m Auslände leinen guten Eindruck. Diese Mißhandlungen sind aber kein Ausfluß dcs Militarismus. Da liegt wohl eine Art Sadismus vor, diese Lust am Quälen. Diese Leute mästen so bald wie möglich aus dem Heere entfernt werden. Da» wird nicht schwer sein, den» die Soldaten kennen ihre Schinder.
Dazu komm, die brutale Art mancher alten Leute, die erbost sind, wenn einige Rekruten nicht mitkommen und wenn sie darunter leiden müssen. In der Frage de» P r c s s e r e s e r a I s müssen wir zu einer Verständigung kommen. (Sehr richtigI) Es gibt doch zu denken, wir die Presse aller Parteien sich einmütig für diese Einrichtung aMsvricht. Die Auskunstsstcllc für verabschiedete Offiziere kann sehr gut wirken. Da» Kriegsministerium ist an Haupt und Gliedern erneuert worden. Aber auch die Intendantur mutz so auSgebaut werden, dah sie in der Lage ist. die Ricsenheere der Neu reit zu versorgen. Nit hungernden Soldaten kann man keine Schlachten schlagen. Die Stellung der Zahlmeister läßt noch zu wünschen übrig. Dankbar erkennen wir den frischen, energischen Gei st dcs Offizierkorps an. der unverdrossen an die schwierigen neuen Ausgaben hcrange- treten ist. Im deutschen Volke we'h man, daß die Wehrvorlagc notwendig war. Wi^haben mit ihr da» richtige getrosfen im Jn- - ■ - (Beifalls
Abg. Dombeck (Pole):
Besonders die polnischen Rekruten haben nulter Mißhandlungen zu leiden. Sic werden wegen ihrer Nationalität schlechter behandelt als die anderen. Es ist eine Ungerechtigkeit, daß bei der Seelsorge für die polnischen Rekruten der Gebrauch der polnischen Sprache verboten ist. Die Militärverwaltung sollte abrücken von den Kreisen des Ostmarkenvereins, die durch skrupellose Agitation die Bevölkerung nie zur Ruhe kommen lassen. Ein Soldat ist Nicht ald Freiwilliger eingestellt worden, weit er, wie es in dem Schreiben des Kommandeurs heißt, „der polnischen Nationalität angehört". Die Konsequenz wäre die, daß man polnische Soldaten überhaupt nicht mehr einstelli. Die haka- tistische Hetz« schlägt nur uns zum Guten aus.
Ein Vertagungsantrag wird angenommen.
Mittwoch 2 Uhr: Weiicrberatung Schluß 8-4 Uhr.
3. Sitzung der GroßherzoglichenHandelskuminer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lanierbach.
Protokoll-Auszug.
Gießen, den 27. Avril 1914.
Anwesend sind die Herren! Geh. Kommerzienrat Heichelheim als Vorsitzender, Kommerzienrat Grünewald als 2. stellvertr. Vorsitzender, Friedbergcr, Jhring, Kommerzienrat Klingspor, Noll, Rowack, Rainspeck, Rinn, Röhr, Ruht, Stammler, Bollmüller, Wallach, Wcnner, Zurbuch» Dr. Zeidler, aihndikiis, Dr. Buderus, wissenschastlickrer Hilssarbeiter.
1. BeschränkungderZuständigkcitderNotare. Zn der ersten Kammer der Stände ist der Antrag gestellt toordcn, für die Beurkundung von Jmmobilienvcräußerungsverträgen, Gc- sellschaftsverträgen, bet denen Immobilien Vorkommen,^ Hvpo- thekcn, Grundschulden, Auslassungen in den Provinzen Starkcn- burg und Oberhesscn die Zuständigkeit der Notare ausznschließen. Vom Großh. Ministerium der Justiz zu einer Aeußerung darüber ausgefordcrt, ob das Notariat in den rechtsrheinischen Provinzen eine erwünschte Einrichtung sei oder ob die Amtsgerichte als Urkundsämter dem Bedürfnisse vollkommen genügten und ob durch die beantragte Beschränkung der Zuständigkeit der Notare nicht etwa die Interessen der Industrie, dcs Handels und des Verkehrs geschädigt werden würden, beschloß die Handelskammer einstimmig, sich aus folgenden Gründen gegen den Antrag auszu- sprcchcn! Das freie Notariat ist im Jahre 1900 mit dein Bürgerlichen Gesetzbuche in den Provinzen Oberhessen und Starkenburg cingeführt worden! cs hat in dieser Zeit eine Entwicklung genommen. welche zu der Annahme berechtigt, daß es die ihm gestellten Ausgaben bisher gut erfüllt hat, und daß cs auch von den Angehörigen des Handels und der Industrie als eine Berkchrscrlcich- terung empfunden wird. Buch würde mit der Ucbertragung der erwähnten notariellen Funktionen an die Amtsgerichte eine wesentliche Verbilligung dcs Verfahrens nicht Hcrbeigcsührt werden und auch dem Staate nur eine .geringe Einnahmcguelle erwachsen. Wohl aber würde in allen denjenigen Fällen, wo im Anschluß an Immobilien- und sonstigen größeren Verträgen noch Einwilligungen zu besorgen, Genehmigungen cinznholen, Erbscheine und Löschungen zu erwirken sind, eine Verteuerung eintreten. Während alle diese für die Parteien oft recht schwierigen und umständlichen Angelegenheiten durch die Notare im Anschluß an die Verträge ohne Sckiwierigleit zur Erledigung gebrach: werden können, müßten die Gerichte dagegen alle diese Fragen den Parteien selbst zur Regelung überlassen, die ihrerseits dann wiederum genötigt wären, juristischen Beistand in Anspruch zu nehmen, wodurch Icrsplit terungen, Verzögerungen und Mehrkosten unausbleiblich wären.
2. Monats- und Fälligkeitsau szüge Aul Grund eines Schreibens der Handelskammer Chemnitz l>al sich der Deutsche Handclstag zu einer Rundfrage über die Mißständc veranlaßt gesehen, die sich dadurch herausgebildkt haben, daß eine -immer größere Anzadl auch kleinerer Kunden mit geringen Jahres Umsätzen von ihren Lieferanten die regelmäßige Zusendung von Monats- und Fälligkeitsaitszügen verlangt. Dieses Verlangen hat sich mit der Zeit immer mehr verallgemeinert, so daß dem nicht zu leugnenden Vorteil der^ gegenseitigen Kontrolle der Buchführung aus der anderen Seite ein großer und unnötiger Llns- wand an Zeit und Kosten als Nachteil gegcnübcrstcht. Die Rundfrage deS Deutschen Handelstags bat den Zweck, sestzustellen, ob und in welchem Umfange diese Mißstände in anderen Handelskammer bezirken sich hi Mbar gemacht haben. Da auch im Bezirke der Kammer derartig: Mißständc bestehen, hält die Handelskammer eine weitere Behandlung dieser Angelegenheit durch den Deutschen Handelstag sür erwünscht.
3. Vervollständigung und Vereinheitlichung des v o l i z e i l i ch c n M e l d e w c s c n s. Die Handelskammer beschließt eine Eingabe des Verbandes der Vereine Ereditresorm an den Vundesrat, in ivclchcr zweckentsprechende Vorschläge zur Vervollständigung und Vereinheitlichung dcs polizeilichen Melde- Wesens gemacht werden, zu bcjürworten.
4. Auswüchsedcs Pa t e » t a g e » t e » t u m s. Veranlaßt durch die vielen und lauten Klagen über die Ausbeutung durch unredliche Patentagenten hat das Reichsamt des Innern diese Klagen ans ihre Berechtigung hin geprüft und das Resultat dieser Prüfung in einer Denkschrift Michergelegt, ivelche durch das Großh. Ministerium des Innern auch den Handelskainmern übersandt worden ist und Interessenten zur Einsicht ossen liegt.
5. Eiscnbahnanaclegcnhcitcn a) Die Königliche Eisepbahndircktton Frankfurt a. M. hat bezüalich des Personenverkehrs der Eilzüge 227 und 22V auf der Strecke Gießen — Fulda nach sorgfältiger Ermittelung« des Verkchrsumtangs aus den einzelnen Haltestationcn deren Verkehrsbedürfnrs geprüft und vorerst nur drc unbedeutendsten Halte beseitigt. Aus dem endgültigen Entwuri des Sommersahrvlaiis für >914 ging nun aber hervor, daß die Königs. Eiscnbahndirektion entgegen ihrer jrüheren Absicht bei dem Eilzug 227 den Aufenthalt von einer Minute aus der Station Mücke gestrichen fiat._ Da nun diese Verkehrsverschlcchterung von den beteiligten Kreisen als überaus nachteilig empfunden werden muß, io hat die Kammer an die Wnigl. Eisenbahn- biteftion bic Bitte gerichtet, bei dem Eilzugc 227 den Aufenthalt aus der Station Mücke künstighin bestehen zu lassen.
h Der Zug ? 421 (ab Werlburg 4.57 vorm., au Wetzlar 1.38 vorm.« wird von einer größeren Anzahl von Arbeitern benutzt, die in Betrieben beschäftigt sind, welch: um! 6 Uhr vormittags beginnen. Ta nun dieser Zug nur bis Wetzlar gebt, so müssen die in Gießen beschästigtcn Arbeiter bis 8.20 vorm, in Wetzlar warten, um erst 6-30 Uhr in Gießen einzutrefscn, weshalb sie um eine Stunde zu spät zu ihren Arbeitsstätten kommen. Da diese ungünstige Zugverbindung von Arbeitgebern und Arbeitern als großer Misistand eurpfunben Ivird, so hat die Handelskammer bei der König» Eisenbahndirektton Franksur! a M. d I e D u r ch - sü h tu n g des Zuges ? 4SI von Weilburg bis G l e tz c» sür den Sommcrfahrpla» beantragt.
Ci Aus eine entsvrechende Vorstellung der Handelskammer hat tue Kon,gliche Eisenbahndirektion -Frankfurt a. M. die Beseitigung des der den Zügen 228 und 229 aus der Strecke Gießen- Fulda hervorgetrctenen Platzmangels angeordnet
9?. D« Kammer hat den Antrag. Schellack in das Warenverzeichnis ^>es Ansnahmeiarifs h 18 des Deutschen Seehosenverkehrs mit <-üddc»tschland aufzunehmen, unterstützt. Ebenso Hot sie mr Interesse des rm Kammerbezirke ansässigen Großhandels mit Bauart,kein die Verftachtung von gußeisernen Kanalisationstcilen !i a ® Hpezraftarrs durch entsprechende Ergänzung der Ziffer 4 der Positton „Ersen und stahl" des SvezialtarifS II befürwort«. Mstteilungen"'vo"E^" ***** lie9 * n bn Kammer noch folgende
bat, von dem Bestreben geleitet, auch die iuddcutsche Industrie zu den Lieferungen sür die -Vr lil", R'vanzuzieheil, dar Handelskammer die allgemeinen llussrnreidungsunterlagen sowie die Materialvvrschristcn der dcut- Ichen Kriegsmarine zugeitellt, welche von Interessenten aus dem Bureau der Handelskammer einqesehen werden können.
b) Deutsche.Werkbundausstellung Cöln, Mai 1914.
c) internationaler Handelskammerkongreß Paris, Juni 1914.
ä> Internationaler Anzelger sürZollwesen, ycraus- gegeben von dem internationalen Bureau in Brüssel, Abonne- mentspreis 10 Mark Anträge aus Abonnement sind an das Zollbureau des Reichsantts des Innern Berlin W. 8 , Wilhelm- straße 74 zu richten.
» Deutsch amerikanischer Wirtfchastsvcrlmnd c B., Sch Berlin, g’ Zweifelhafte Firmen im Ausland! (Belgien, Brasilien, Frankreich, Großbritannien, Rußland, Sxanien, Türkei in Asien, Türke, in Europa.
Nähere Auskunft über vorstehende Mitteilungen wird Jnteres- scntrn aus dem Bureau der Handelskammer erteilt.
vereinsnachrichten.
— Der Evang. Arbeiterverein Gieße» veranstaltete am letzten Sonntag einen A u s s t» q nach der „Karlsruhe'. Nrbe» niusikal,scheu Darbietungen erlreute di« Gesanasatteilinig des Vereins „nter Leitung von Mnsikletzrer G e r „ h a r d t-Gießen durch ,„ediere gemiickte und Franc,,-CIiöre. Ebenso trugen die
Ge>nngsvorträge der eingeladene,, Vereine „E i „ t r a ch t'- L e i h- gestern und .L jede rtascl" -Lollar wesentlich zur Verschönerung des stlachmittags bei.
Landwirtichast.
— Lauter, ö. Mai. Ter Frost hat den, Obst mehr geschadet, als inan anlänglich glanbie, Tie hier namentlich m Betracht kommenden Kirsche» sind sämtlich criroren: ebenso Mirabellen, Reineclauden und Beercnodst, Aeolel >,»d Zwetschen, welche >„> Blühe» noch etwas zurück wäre», scheinen nicht so stnrk gelitten z» haben »nd es wird eine „halbe Ernte' zu erwarten sein.
«etk-chd^iaar.
w B erlitt, 4. Mai. Bor dem Schwurgericht hatte sich ei« Mädcheu namens Charlotte L i e f e l d zu verantworten, das seinen früheren Äeliedten namens Glesinger dlirch vier R e v o l v e r s ch ü s s e schwer verlehte, weil er die Beziehungen 51 : ihr lösen wollte. Nachdem der Cbmanit der Geschworenen einen ans nichtschuldig lautenden Wahrsvruch verbündete, brach im Saale ein minutenlanges BeisallL-klatschen ans, so daß der Vorsitzende nur mit Btühe die Ruhe wieder hernellte Entsprechend dem Wahr- svruch der Geschworenen wurde die Lieseld sreigesprochen.
Luftiichiffcrhrt.
Metz, 4. Mai. Heute morgen sind 7 Flugzeuge der hiesigen militärischen Fliegerstation zu einem Geschwadcrsluge nach Darm» stadt bezw. Berlin aufgestiegcn. _
vermischte«.
*Der„ ngctreucFremdenlegionä rA»s Mannst c i n,, 1. Ma!i, wird gemeldet! Die scinerzeitigc Vcrhastuna des Fremdenlcgionars Wohlgemut von.Plcrkartssörsterhot bei Heidelberg, die man aui Spionage und Werbung für die Fremdenlegion zurücksühren wotlte, hat, wie sich hcrausstcllt, einen an anderen Hintergrund. Die „Neue Bad, L.-Ztg." meldet hierüber, daß Wohlgemut, der von verschiedenen vaterländischen Vereinen als trüberer Fremdenlegionär als Redner gegen die Fremdenlegion engagiert worden Ivar, von einer Mannheimer Familie bedeutende Geldmittel beton,,neu hat, um einen Sohn dieser Familie, der in die Fremdenlegion eingetreten ist, zu befreien. Die Geldmittel hat Wohlgemut aber in Straßburg und Basel in lockerer Gesellschaft verinbett und daher rübrr seine Bcrhasiung. Die llntersuchung wird nicht vom Rcicktsanwalt, sondern von der Staatsanwaltschaft in Heidelberg geführt.
* B r a „ d k a t a st r o p h e n. Der Ort K c i d a n n in Rußland ist durch eine Feuersbrunst eingcäschert worden. — In Valvareiso brach ein Großteuer aus, durch das ein Häuser- vicrtel zerstört wurde. 40Pcrsonen kamen inden Flom- m_eit um, etwa 100 erlitten Brandwunden. — Der Dampfer „Tevdlitz" meldet drahtlos nach Halifax, daß er zwischen 41,27 Grad nördlicher Länge und 51,07 Grad westlicher Breite einen brennenden Dam vier gesichtet habe. „Seydlitz" sandte Hilseruse aus, aus di: mehrere Schisse antworteten. An Bord des brennenden Schisses sei kein Zeichen von Leben sestgestelll worden, auch seien in der Umgebung keine Rettungsboote sichtbar gewesen.
* E i n st u r ,4 e in e r B r u ck e. LtziS Aldershot wird gemeldet! Eine über den Fluß -geschlagene Pontonbrücke bkach zusammen, als 18 Mann mit znwi Maschineiigeschüßen darüber marschierten. Die Leute und die Geschütze sielen ins Wasser. Die Soldaten retteten sich ans Land. Die Geschütze wurden nach mehreren Stunden aus dem Wasser gchobcu und geborgen,
* Vatermörder. Tic Morgenblättcr melden aus New Bork: Der 80jährige General Hrram Duryes wurde im Schlasc von seinem Sohne Ehester ermordet. ES wird angenommen, daß der Sohn die Tat in einem Anfall von Geistesstörung verübt hat
vstchertisch.
— „D i e Flotte". Eines reichen Lebenswerks gedenkt das Maiheit der „Flotte" in seinem, dem 70. Geburtstag des Groß admirals von Ko etter gewidmeten Lettartikel, der besonders an die ansopfcrungsvollc Tätigkeit des Jubilars um die Erhaltung und Förderung des Flotten-Vereins erinnert Eine der Illustrationen gibt die kostbare Ehrentafel wieder, aut welcher die herzliche Verehrung dieser großen Vereinigung für ihren Führer zun, Ausdruck gebracht wird. Sic und anoerc wertvolle Gaden sind am 23. Avril zu Berlin gemeinsam mit denk Äauvtverbande Deutscher Uottenvereine im Ausland: überreicht worden. Eine weitere war dos Ergebnis einer Sammlung in. Betrage von 1ö:>000 Mark für das A ltcrs - und Jnvalidcnheim des Flottkn-Vereins tür Seeleute der Kriegs- und H«rndelsmarmc, das gcgcnwättrg bei Eckernsörde-Borb» errichtet wird und um dessen Zustandekommen Großadmirat von Koester sich hoh: Verdienste erworben hat. Weitere Aussätze des gleichen Heftes behan deln IN gemcinsaßltchcr Weise „Tie Nautik i» der Kriegs- „nd Handelsmarine", sowie die „Flüssigen Brennstoffe in der Marine", zwei tsiegcnstände, die in neuerer Zeit auch Über die Kreise Her Seefahrt hinaus Interesse erweckt liaben. Ein vierter, re'ch- Uluftricrtcr Aussatz beschäftigt sich mit der T o „ a u s ch i s s a h r t. die besonders für Tüddeutschland von immer größerer Wichtigkeit wird. Der Verfasser lenkt in dankenswerter Weise das Interesse der Leser auch aut jene Zeiten zurück, als nach der kriegerischen Befreiung Ungarns von der Türtenherrschast durch den Prinzen Eugen von Savoven, die friedliche Kolonisierung durch snddeutsche Bauern und Handwerker einsetzte, dt: in dem trefflichen Buche „Der große Schwabenzug" von Müller-Guttcnbnmn so trefflich geschildert worden ist. Nachrichten aus der Marine und den Flottenverernen vervollständigen, wie üblich, das Heft.
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Dringende Mitteilung an Alle!
Ihr vortreffliches Bioion kan» ich ,„chl dringend genw, emviehle,,. !o auie Dienste bat es mir und meine» Kindern geteistei. Ich trank es zur Siärkung meiner insvlge schleck,er Verdauung stark dcranglerien Nerven und hatte damit vollen Ersolg. Auch meinen drei etwas schwächlichen JungenS gebe ich Bioion. bei denen ich die uchware gute Wirkung ebenfalls wahrnehme, io daß cs iländig im Haushalt verwendet wird. Elara Siering, Stettin. Bergstraße ttz. Unierschrtt, bentauvig,: 28. 1 .14. Letstner. Kgl. Notar. Bioson, das Paket, mehrere Wochen ausreichend, SSW. 3.- in Apotheken. Drogerien. I“"l


