»enden SMehliänMcr an TOorTtlöflni Schul jungen sunt SicMrtibfn — beides verbotene Arbeiten.
Hausarbeit.
Der Olewerbeinspekrivn ist auch die Ueberivachung und Dnrck sühriing dc-S hansarbeitsgcsepes übertragen. Der Bericht ent hall darüber folgende interessante Mitteilungen:
Nach den diesjährigen Erhebungen sind« das .hauserheits- gestft aui 1403 Iwusgewei bliche Betriebe der Provinz Ober- dessen Anwendung. Gegenüber der erstnialigcn Zählung nack | Inkrafttreten des hseseww sind es 159 Arbeiter mehr. Ei»! ausiallendc Zunadinc van 50 Hausarbeitcru in einem Jahr hat in der Tabak-Hausindustrie im Kreis Niesten stattgcsunden, i» der übertrauvt seit einigen Jahren eine ständige Bermchrimg der .Hausarbeiter eingeircten ist. Jnr übrigen scheint die Zah- der beschäftigten hansarbeiier, von denen ein großer Teil nur nebenbei ccher treriodisch die gciverbliche Arbeit verrichtet, stete größeren Schwanlmiacn zu unterliegen.
Aus die einzelne» Kreise der Provinz ist di' .Hausarbeit fvlgendernrasten verteilt. An der Spitze steln der Kreis Gießen mir 476 Hallsarbeitern, van denen diejenigen in der Tuba' indlistric mr! 021 Rollern und 80 En'.ripvern die überwiegend« Mehrheit lnksten. Es folgen :!8 Schneider, 25 Weistzeugnäbe- rinnen, 2 Hausweber und 10 Schirmnaherinnen ui Gicßoei. ilebei die Tätigknt der letzteren wurde folgendes ermittelt:
Die Arbeit ist leicht und nicht ungesund. Tie meisten Ncchc- rinnen arbeiten nur wenige Stunden an. Tag nach Bedarf, und wie cs ihr Haushalt zuläßt. Ter Stundcnlohn stellt sich, nach Abzug sür Zwirn, aus etwa 18 bis 23 Psg. Tia anr Sitze de? Geschäftes nickt genügend Arbeitskräfte zu bekommen find, beschäftigt die Firma noch etwa 30 weitere hausarbciter in zwei benachbarten veeustischen Städten.
Im Kreis Aksield wurden 348 Hausarbciter gezählt und zwar 100 Weber, 125 Stuhlslechtcr, 64 Säckenäherinnen, 23 Strickerinnen, 12 Schneider, 8 Kleidcrnäberinnen, 5 Polierer. .3 Ziqarrcnmachrr, 3 Raipeler, 3 Bürstcnernziehcr und 2 .halz- drchcr.
Ter Kreis Büdingen zählt 21 Hausarbeiter: 9 Schneider, 6 Strickerinnen und 6 Näherinnen.
Ter Kreis Lauterbach weist 308 Hausarbciter aus, wovon 189 Weber lind. 50 Frauen und Mädchen garnieren Hüte, 40 naben Säcke. 2l kleben Fellstücke aus Papier, 6 Frauen nähen Weistzeug und 2 Schneider scrtigen Herrenkleidcr im grasten für ein Konfektionsgeschäft.
Unter den 137 Hausarbeitern des Kreises Schotten nch men ebenfalls die 96 Weber die erste Stelle ein. Dann komnien 23 Tabal Heimarbeftcr, 17 Slrumvsstrickcr imi> 1 Schneider.
Der Kreis Friedberg zählt 113 .Hausarberter, die meistens für Frank!urter Firmen arbeiten. In diesem Ialyce sind 10 Korscttnähcrinncn und 7 Wcistzengnäberinncn neu dazu gekommen. 24 Hausarbeiter werden mrt Tütcnkleben, 2 init Hand schuhnähen, 19 Schneider mit Konsektionsarberteu beschäftigt. Dazu kontinen 51 Portcseuillcr in der Stad! Vilbel. Diese arbeiten für Osfenbechcr und Frankfurter Fabriken. Es iverden Börsen und Tamcntaschen sowie feinere Porteieuislewaren angciertigt. Die Arbeit teilt sich in das Anschlägen von Bügeln und das Nähen der Taschen. Unmittelbar sür die Geschälte arbeiten nur wenige Hausarbeiter. Tic meisten crlzalten ihre Arbeit von Zwi schenmeistcrn, die selbst Mitarbeiten. In diesem herbst lvnrden 8 Zwischrnmeistcr gezählt, die zusammen 40 .hausarbeiicr be- schästigcn: deren Arbeit ist fast durchgängig keine glcichmästigc, sondern die Ansträge richten sich nach der Saison. Es finbet auch, abgesehen van den Zwischcnmeistcru, Ln den meisten keine regelmäßige und ununterbrochene tägliche Arbeitszeit stärt. Die gewerbliche Beschäftigung gehr Hand in Hand mit der Verrichtung der häuslichen Obliegenheiten Im allgemeinen kann man dem einzelnen Hausarbciter täglich 1 bis 0 Stunden Arbeitszeit zurcchncn und den Stundenverdicnst mit durchschnittlich 15 bis 18 Psg. veranschlage», so daß ein Wochenverdicnsk von 5—7 Mark hcrauskommi. Tack- sind höhere Einnahmen, die auch von der Art der Arbeit sowie 'der Geschicklichkeit abhängen, keine Seltenheit. Tie winschastlichc llage der hansarbciterinnen ist mit wenigen Ausiiahrcu gut. Die Ablieferung an den Zwischen- mcislcr am Wohnort iu der Mehrzahl der Hausarbeit« erwünscht, Sic sparen dadurch viel Zeit und Geld. Auch den Geschäften ist die Vermittlung durch den Zwischcnmeister angenehm. Bon den letzteren .halten einige Lehrbuben, andere lerne': ihre eigenen Söbnc an. Einige hansarbeiier brachten auch Klagen vor, dast sie besonders in her stillen Geschäftszeit bei der Empiangnahrnc und Ablieferung ron Waren über Gebühr warten müstten und dadurch eine durch die Natur des Betriebes nicht gerechtfertigte Zeüoer- säumnis erlitten. Die ipeivcrbciuspekrion lmt daraushin von der Befugnis des 8 5 des hausarbcitsgesctzes Gebrauch gemacht. Tie Ai beitsränmc von 6 Zwischenmeistern Und 20 hausaibciteen sind belichtigt worden. Die erster:» haben sämtlich besondere Werkstätten. Einige der letzteren svrachcn sich dahin aus, dast die Räume, in denen regelmästig längere Zeit tagsüber Porteienille- «rbeiten ltcrgestellt würden, mindesten? zum Schläfen nicht be- nutzt werden sollten. Ausfallende Miststände wurden in den besuchten Betrieben nicht vorgefundcn.
Tie Gcwcrbcinspeklion loar inA-Bcrichtssalwc 1913 mit besonderen Erhebungen über dr^,gewerblichen Bügel- n nd Daschan st allen beeustragt worden. Sie Hütten folgendes Ergebnis' An gewerblichen Biigelcicn und Wäschereien, in denen fremdes Arbciisversonal befchästigt wird, bc»anden sich nach den im laufenden Iabre aiigestclltcn Sondererhcbnngcn im Aufsichtsbezirk Gießen, -also der ganzen Provinz Obcrhessen), nur 35. Tavon entiallcn ,16 aus die Siadt Giesten, 17 ans Bad Nauheim lind 2 aus zwei Dörfer Tie beiden letzteren sowie die Betriebe, in Bad-Nauheim arbeiten blost im.Sommer. Sänilliche 16 Betriebe »u Gießen beschäftigen 28 Biigelniäditaen und 7 davon auch Wäscherinnen. Die Zahl der Büglerinnen daselbst beträgt 28, die der Wäscherinnen 9. Tie letzteren, sämtlich über 21 Jahre alt, sind verheiratet. Nur eine von ihnen wäscht 5 Tßge hintereinander, zwei 4 Tage hintereinander und die übrigen nur 1—3 Tage in der Woche. Tic tägliche Achcitszcit dauert für die Wäscherinnen von 6—6 Uhr oder 7 7 llsfr mit drei Pausen zum Essen. Ikcberarüeit
sind« nur ganz ausMlimsweise einmal statt. Bon den 28 Büglerinnen in den Bügelcicii der Siadt Gießen standen 2 im All« von 14—16 Jahren, 6 im Aller von 16—18 Jahre», 5 int Alter von 18—21 Jahren und 15 waren über 21 Jahre alt. Zwei von ihnen arbeiten nur an.einem Tage in per Woche. 5 an zwei Tagen, 12 an 3 Tagen, 5 an 4 Tagen und 4 an 6 Tagen. Tie Arbeitszeit i st eine scstbegrcnzte von 7 bis 7 Uhr oder 8 bis 8 Uhr, oo» cbcnsalls drei Essciispausen unterbrochen. Ueberstiinden werden in einigen Betrieben, ober nur selten nod in der Regel nur vor den hohen Festen gemacht. Sonntags- arbeit ist nicht üblich. In Bad-Nauheim dagegen, wo mit der Zabl und den Wünschen der Badegäste gerechnet ivcroen must, wurde,! nach den bei den Erhebunaen aemachtcn Fcstftelluiiqen in 6 Betrieben die Büalcrinnen nach Bedar auch an, Sonniag- wormittag beschästigt. Auch Ucbcrarbeit sind« daselbst in einigen Betrieben hin und wieder statt. Sic iväbrt gewöhnlich I —3 Stunden, ausnahmsweise auch länger. In Zeiten schwachen Besuchs des Bades oder schlechten Wetters, wie ,. B. Heuer im Monat Juli, war die Sonntags- lind Ueberarbeit cntbel/rlich „nd in einigen Betrieben wurde sogar mit verkürzter täglicher Arbeitszeit gearbeitet. Tic Arbeitszeit in den Betrieben zu Nau- Ijriirt liegt zwischen 7 Uhr morgens und 7 llbr abends. Pausen werden drei gehalten, die aber nicht so bestimmt und lang sind, wie in den Fabrikbetriebcn gleicher Art der Umgebung.
In den 17 gewerblichen Bügel««, des Bades Nauheim wurden 19 Büglerinnen und 11 Wäsckierinnen gezählt Bon letz, leien waren 9 verheirat«. Sic arbeiten unter den gleichen Verhältnissen wie in der Stadt Giesten. Einige arbeiten nur 1—2 Tane IN der Woche. Ucberarbeit »nd Sonntaasarbeit kommt bet ihnen nicht vor. Von den Büglerinnen war feine verheirat«. Eine stand im Alter von 14—16 Jahren, «ne im Alter von 16—18 Jahren, 12 standen int Mer von 18—21 Jahren, 5 waren über 21 Ja um alt. Tie Büglerinnen haben zum T«l Kost und Wohnung bei einem Monntslobn von 40—55 Mark. Ohne Wohnung Iverden 2—2,30 Mk. Tagclohn bezahlt. Ter Verdienst ist dem der großen Dampstvaschucicn der UnzgeLung
! gleich. Obschvn aber in letzteren die Arbeitszeit und die Pansen
begrenzter und geregelter sind, ziehen viele Mädchen die Beschäftigung in den kl«ncren Privatwäschcreirn, wie sie selbst sagen, wegen des Familienanschlusses, mal cs gemütlicher her-- gcht und weil cs mehr zu hören und zu sehen gibt, vor.
In der motorisch betriebenen Wasckumstalt eines Hotels, wo außer der Holelwäschc auch die Wäsche der Gäste gereinigt wurde, waren über 20 Aroeiterinnen beschästigt. Da deren Arbeitszeit mit den Borschristen der Gcw.Ord. nicht aanz im Einklang stand, beschwerten sich verschiedene Wäschcreibcsitzer. Bei der Prüfung der Berbälttiissc ergab sich aber, dast k«n selbständiger Wäschereibetneb vorlag, die Wascherei vielmehr ein -teil, ein Zubehör des Gaslwirlsgewcroes ist, und ans diesem nach 8 !•>■. Abs. 1 Zifs. 4 die Bestimmungen der 88 135—139 a. G.-O. keine Anwendung finden.
Ns;s Stakt und LacsS.
Gießen. 27. 'Avril 1914.
Von der Baumblüte ln Gictzen.
In seltener Fülle und Pracht blühen in diese»! vGhre unsere Bäume, insbesondere die Obstbäiimc aller Gattuiiaen Erstellen schon die herrlichen Kastanien- und Lindenalleen der Stadt mit hem frischen, Hellen Grün der Dlätt er fronen ihrer Bäume das Auge und Herz eines jeden für die Reize und Schönheiten der Natur empfänglichen Menschen, so ist doch die Pracht der im vollen Blütenschinnckc stehenden Obst bäume ungleich herrlicher und entzückender. In den herrlichen Anlagen der Stadt blühen die frnhblühcnden Ziersträucher in Menge und erfreuen die Spaziergänger durch ihren Flor. Sehr anmutig ist der überreiche Blütenschmnck der Rhododendron im botanischen Garten, dessen Besuch jedem Naturfreund setzt sehr zu empfehlen ist. Bald folgen in der Blüte der Flieder und der ntächtigc Kastanienbau.nl mit seinen vielen Lichterkerzen. Wir bitten um Schonung der Anlagen und der Siränchler in den Anlagen. Schule und Elternhaus müssen der Jugend mit dem Sinn für die Obatur die Freude an d:n Schönheiten der 'Anlügen cin- vffanzen, dann kommt die Sckwnuiig von selbst. Unser Steinobst hat gut verbküht und gut angesctzt: besonders schön war die Blüte der Kirschbänme auf de», Trieb, und cs war?> jammerschade, wenn noch jetzt ein Frost die .Hoffnungen zerstören sollte. In den letzten Nächten >var die Temperatur erheblich gesunken und ain frühen Morgen waren die Wiesen und die Tächer ckeis; gereist, hoffentlich gibts sür die nächsten Nächte bedeckten himriiel oder etivas Wind, damit den Obstbäumen kein Schaden entsteht. Auch die Zlvetschcn berechtigen zu guten Hoffnungen. Momentan blühen die Birnen in reichster Fülle, und sehr bald werden die Apfelbäume folgen. Für den Gartenbesitzer und Obstzüchter empfiehlt cS sich, allen Bäninen und Stränchern jetzt einmal tüchtig Wasser zu geben, damit bei dem inangelnden Regen nicht die Blüten und Früchte abfallcn. Sehr dankbar sind die Obstbäume für eine flüssige Düngung mit verdünnter Jauche zu Anfang und noch einmal später zu Ende des Monats Mai.
** Der Groß Herzog empfing am Samstag den Direktor Dr. Baur von Gießen.
** Der hassiabezirk Gießen hielt am Sonntag im Felicnkeller seinen F r ü h j a h r s b e z i r k s t o g ab, bei welchem 39 Kricgervcrcine vertreten waren. Ter Vorsitzende, Lehrer D a a b, gedachte der Entwicklung ber hassia und der 40jähngcn Tätig- irit des I. Schriftführers, des Medizinalrales Dr. Bogt- Butzbach. Nack dem Jahresbericht des Vorsitzenden zählt der Bezirk in 39 Vereincii 3115 ordentliche und 146 austerordcntlickie Mitglieder. Das Vermögen der Bezirksvereine beträgt 38 000 21!ark. An Unterstützungen zahlten die Bezirksvcrcine 65 009 Mark, davon in 1913 2693 Mark .800 Kameraden lesen den hessischen Kamerad, 2061 hassiakalender Ivlirden bezogen. Bonisikationen erhielt der Bezirk 765,7.e'Mark, stlii Unterstützungen vom Verband flössen in den Bezirk 1600 Mark. Ehrentafeln erhielten: Joh. Schäser-Watzeiiborn, L. Fischer tzlrosten-Linden, L. .Henlklmann- Staufcnberg, Fr. Balser-Reislirchen, die Plakette .Ph. Lepper- Benern und das Vcrdienstäbzcichen vom Hlrostherzog Joh. Balser- Stcinbach. Zur D r. Bogt-Iubiläumsstistung >ind von 37 Vereinen 620 Mark eiugcgangen. Ter Bezirksvorstchcr ver- teilie sür 25jährige Blitarbeit in Bercinsvorständen Ehrcnnrkiin- den an hch. Haas-Burkliardsselden und Joh .Phil. 'NuhnII- Treis-Lumda. Für die hauptvcrjaminlung der Kriegerkamerad- schait hai'iia wurden Lehrer Taab-Lollar und Bürgerincister Lcun- Grostcn-Linden als Vertreter gewählt. Der Voranschlag der hassia fand die ZusHminnng drtz Beziri'. Folgende 'Anträge des Präsidiums wurden einstimmig bcsürworlet:
1. Im Jahre 1915 soll ein „Kornblumcntag" zuni Besten der Veteranen staltsinden, 2. der Präsident erhält sür bnsonderc Zwecke 300 Mark zur Verfügung, 3. vom 1. Oktober 1914 ab wird in Darmsladt eine Verbands- g c s ch ä f t s s! e l l c erricht« und ein Generalsekretär an-, gestellt.
Dem Antrag Mainz, der 1915 einen Vcterancn- a vpell abstaltcn will Und dazu 3000 Mar? wünscht, wird einstimmig zugesagt. Auch drm Antrag Pohl-Göns, die großen hassia- Plak.ncn in ein h a s si a - V e r b a nds - E h r e u ; e i ch en nm- zuwandeln, wird als sehr zweckniäßig .zugestimmt. Dagegen lehnt die VcrsainmliiNg den Eintrag Gimbsheim ab, Ivclchcr den „!ves- ju'chczr Kamerad" sür jedes Mitglied zu 1,50 Mar! fordert. Der Ehrcnvorsitzendc M eher- Giesten widmet der ersolgr«che>r Tätigkeit dcs Bcrbandsschriftjührers Dr. Vogt sButzbach' lebhafte Anerkennung. Ter 5vassia-Präsident Freiherr von hcvl, der in Gießen weilte, liest seine Grüfte übermitteln. Lehrer Daab legte den Kriegcrver.ünen die Rote Kreuz-Tamininng warm ans Herz und forderte zur Beteiligung an der. Jugendiürsorgc und Iu- gendvilege aui. Del Vorsitzende des Kriegervcreins Leihgestern forderte zp zahlreichem Besuch des Bczirksscstes aus. Ein Verein regt eine Reise an ^ie Edertasspercc an, Schriftführer Kanzlärat Schijinic wird mit oer Ausstellung «ncs Rciscvlancs beaiiscragt. Ter Vorsitzende widmete dem verstorbenen Vorsitzenden der Krie- gcrkamcradschast Giesten, Bruchhäuicc, «neu clirendcn Nachruf.
** Tas Gewerbeblatt sür das Grostbcrzogtum .Hessen vom '24. i'lvril hat folgenden Inhalt: .hohlkorverdeckc (System Jungk-Wöllstein). — Grostb Zentralstelle für die Gewerbe. Kursus über Eiiisüb'iing in das schiedsrichterliche Verfahren. Gcwerbever- ciue Groß-Gerau, Roftdors. — haichwerkskainmer zu Tarnisladt, Fabrik oder Handwerk? — Allgemeiner Teil. Ausstellung dcr Künstlcrkolonic Tarmstadt. Tie Weltausstellung sür Buchgewerbe und stlraphik, Leipzig 1944.
" Silberne Hochzeit leiern am Tienstag Job. Döring und Ehefrau, Elisabeth, geb. Seinmler, Rooustraste 38.
Konknise in helfen. In dem Konkursverfahren über
bas Vermöge,i des Kaufmanns Jakob Jakobson von Tarm- i! a d i 6: 7 er min zur Abnahme der von den Erben des uerstorbeiien l-öuMalier? acktelltc» Schlußrechnung »nd zur Erhebung von Ein- Ivendiinge», fowi.' zur etwaigen Beschluß,äh'ung über die Beßeunng eines anderen PerivallerS und über die aui 8llg Mk. festgesetzte Ver- gütnng des bisherigen 'Verwalters aui Freitag, 8. Mai 1814, vor- mitttagS II Uhr, Zimmer S19, bestimmt. — Das KoiikurSversahren iöber das Vermöge» des. Restaurateurs Otto Sitlcmann in -Sin inj ist „ach eckolger Abhaltung des Schlußtermins ausgebobeu worden. - In dem Konkursverfahren über das Derinögen des Kaui- mnmies Karl <ö e l> b a » e r z» D a r m lt a d t IN zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Scblußverzeichnis der bei der verteilu a zu berücküch. tiaenden Forderimgen der Schlnbtermin aus Mitiivoch, SV. Mgj 1814, vormittags 8 Uhr, vor dem Grosth. Amtsgericht Darmkiadt besiiniint. In dem Termin solle» auch die nachträglich ange,neideten Forüerungeii gevrilit werden. — In dem KonknrSverlayren über den Nachlaß des Edmund Schreiner von D a r m st a d t ist Termin zur Erklär,mg über stlenehiniaung eines abgeichlosten«»
Vergleichs und zur Prüfung der nachträglich angeuieldete» ,ior» bermigen auf Samstag, 9, Mat 1914, vormiitagS 11 Uhr, vor dem
Sroßh. Amlsgericht Tarnistadl bestimmt ivordcn.
LanvkrciS Gießen.
^ Lollar. 24. Avril. In dcr Gemeindcratsfitzun g wurde zunächst iibrr ei:, Gesuch der ÄudcrIIsschcn Eisenwerke verhandelt, die die Absicht haben, aus Gemcindegelaudg verschiedene Masten zur Stromjührnng nach N^arburg anszustcllen. Ter Oöcmesnderat erteilt bierzu leine Genehmigung mit der Bc» diirgnng, dast die Masten für die Wege kein Hindernis bieten. — Ferner genehmigte der Genieindcrat die Erweiterung des Bahn» i Ürners in Flur IV. — Eine Anfrage der B a h n NI c i st c r e i IV. Gießen wird dabin erledigt, daß dcr betresfcnde T«l als Ortsstraßc zu betrachten und deshalb nach Borschrnt zu reinigen sei. — Aus das Angebot des Balth. N u h n wegen 2kbgabe von Stammholz erteilt der Gcmciiiderat seine ööcnchmigung. — Tas Gesuch der Ehr. F „ ch S u. Karl Scivv wegen,Erlast der Kanal- gebiihr wird genehmigt. — Der Genieindcrat bcjchliestt, d«i Graben an dcr alten Bahnhofstra st c aufräumen zu lassen. — Tie Instandsetzung des hirtenhauies wird an den Bauauslchust verwiesen. — Tie Krankenkasse hat sür das Jahr 1913 in Einnahme und '.'iusaabc 8285,1t Mk. auizuweisen. Tas Kapital beträgt 5567,45 Mk, Tie Rechnung wird genehmigt.
Kreis Lauterbach.
— Frischborii, 27. 7Uni!. Wir brachte» am Freitag die Meldung, dast der 62jährige Auszügler David Weiß I. aus dcr Toristraße iu Frischborn voll einer Kuli getreten Ivordcn lei und eadurch schwere Ber:etzlingen erlitten hülle. Wie uns Herr Heinrich Weist, dcr Enkel des Verletzten, »»iteilt, ist David Weist von der Kuh nicht gelreieu, sondern nur gestofteii Ivordeu. Er se, um*
esallen und habe nur eine k> a u t v e r l e tz u » a am Kopse er- »altcn. Von „sckuvercn Verletzungen" lai»! also glücklicherweise nicht die Rede sein.
Kreis Schotten.
~ Ulfa, 26. April. Hier fand eine Bersaminlung statt, die von etwa 400 Personen besucht war und sich mit der Frage der Feldbereinigung in der Gemarkung Ulfa beschäftigte. Oberamtniann Steg von Ringelshausen legte in klarer Weise die Vorteile dar. 'welche für die Gemarkung Ulfa aus §cr F-eldbereinigung zu erwarten seien. 'Auch Kreis- rat Dr. M c r ck nahm an der Versammlung teil und empfahl die Beschlus'sasfuug über die Feldbereinigung möglichst zu beschleunigen. Es ist fiir dieic bereits eine erheblich« Zahl von Stimmen abgegeben, so dast einchaldiges Zustandekommen der Feldbereinigung, die inr Jiiteresse der Landwirtschaft freudig zu begrüßen isp, erwartet werden kann.
Kreis Friedberg.
A M ii II z en b e r a, 26. Avril. 'An Stelle des uerstorbeiien Rechners und ljntererhebiis Weil wurde Wilhelm Ebel III. mit dem Amte betraut.
Hessen-Nassau.
Mittrlrheinischer Fabrikanteii-Vercin.
--- Frankfurt, 24. April.
In der Vcrsnminli'ng des Mittelrheinischen Fabrikantcn--Vcr- eins gedachte Pros. Beck (Biebrich' zunächst des vor kurzem verstorbenen .Herrn Josef R c i n a ch - Mainz, der 26 Jahre dem Vorstände des Vereins angehörlc. Alsdann belichtete dcr Geschäftsführer des Vereins, Shndikus M c c s n, a n »- Mainz, über die ii eueren Bcstrcbiingen zur Förderung dcs A u st c u h a n de l s. Er machte längere Ausführungen über die Klagen und Beschwerden, die seit Jahrzehnten im Reichstag, der Presse, in dm Handejskainmern und wirtsckaiüichcn Körperschaften und Vereinigungen über unsere diplomatische VcrtreMng, die Tätigkeit dcr Konsuln und die Stellung der Hviidelssackiverständigen nird über das amtliche Nachrichtcnweien geäußert worden sind. Weiter behandelte er die srüheren Beslrebnng.',! zur Schaffung von Ein- richtungcii zur Förderung des Slustcnhandcls wie die Errichlmig! einer Reichshairdelsstellc, Gründung von dnitschcn Handelskammern im 'Auslande nfw. Endlich legte er zusainmensasscnd die jüngsten aus die Errichliing einer Welthandelsgesellschoit gerichteten Bestrebungen dar und gab seinem Bedauern darüber 'Ausdruck, dastj es nicht gelungen sei, eine Verständigung Über kill derartiges, ii!'.- scrc ?lnslandsinteressm zusammcnsassendcs llnternchmeu herbeizn* sührc».
hieraus sprack dcr Geschäftsführer der Handelskammer zu Tüssclvors, Dr. Brandt, über die Entwickelung von Kanada. Der Vortragende, der im Vorjahre eine längere Studienreise durch Kanada gemach! hat, gab einen Ucbcrblick über die Emwickeliing und den Stand dcr gegeiiwärtigen Verhältnisse Kanadas.
lj -Marburg, 26. April. Die Vorarbeiten an dcr elektrischen ll e b e r ! a n d z e n t r a l c Marburg- Bude rn sw erke-Lolkar s ind jetzt foiueit gei ichen, dast gestern mit dcr Errichtung der Hochspannungsleitung an der 25 Kilometer langen Streck' begonnen lvcrden kvnure.
H Fr a n kei, b c rg, 26. '.April An der Slratze nach Obernburg in der Nähe von Thalitter wurde bei Wegc-k arbeiten eine große Z e ch st e in -D v l o m i t h ö h l e blost- gclegt. Sie soll nach Lage und Beschaffenheit der Einhornhöhle inr .harz ähnlich sein.
X Hanau, 'Ai. April. Auf dem von der Militärverwaltung errichteten Wasserüb ungs platze am Main bei Großkrotzenburg ist gegenwärtig das Hanauer Eiseubahnregiment Nr. 3 mit dem Schlagen einer Brücke beschäftigt. Hierbei hat sich gestern mittag ein schwerer llnglücksfall zugctragcn, der ein Menschenleben gefordert hat. Beim Transportieren von Holz stürzte ein Balken hinab, der den Pionier Dreggekopp von der 3, Kompagnie traf. An dein erlittenen Schädelbruch starb dcr Soldat nach wenigen Minuten, Ein zweiter Pionier wurde leicht verletzt. Der getötete Pionier diente im ersten Jahr und stammt aus Braunschweig. Seine Leiche soll in die Heimat überführt werden.
— Wiesbaden, 24. 'April. Heute nacht um 4 Uhr brannte in der Nähe des allen Friedhofes ans bisher noch unbekannten Ursachen ein 'Automobil aus Frankfurt a. M. vollständig nieder. Die herbeigeholte Feuerwehr fand nur noch einen wüsten Trüm mcrhaufen vor.
verskrsrrachnchten.
— Verein e h e m. 116er Giesten. Am Samstag fand im Hotel Großbcrzog die ordentliche M it gl-rcdcr-Vcrfam m- l u n g des Vereins statt, die von 91 Vcreiilsangchörignr besucht ivar. Ter 1. Vorsitzende, Rcchtsaiiwalt Kaufmann, erstattete Bericht über das abgelausenc Geschäftsjahr, das dem Verein Arbeit, aber auch Erfolg und Ehren gebracht habe. Er schildevtc! noch einmal tu großen Zügen den Verlauf der Hundertjahrfeier des Regiments, erwähnte die Beteiligung einer 'Abordnung des Vereins mit der Fahne an dcr Einweihimg des Dölkerschlachtdenk- mals in Leipzig und gab einen Ucbcrblick über die Vcre»nStälig- keit im inner». Das Schiekvucscn sei durch 'Ilnscliassung von sechs Militärgenuhrcu, Modell 98, einigen Luftgewehren und einer Ichcibcnpistolc außerordentlich gefördert worden, hieraus legte der Rechner, hausvenvaller Bolz, Rechnung ab. Tie Eimiahincir der Ver«nskassc beliefen sich auf 4189,29 Mk., die Ausgaben aus 6108,37 Mk., die der Stcrbcbcibilsckaffe a», 1682,65 Mk. und 480,30 Mk. ?lus den Ueberschüssen der huiidertjahrs«er wurden weiter dcr Stcrbeb«hilsckasse 5000 Mk. zugcsührt und dcr Untcr- stützungskasse für bedürftige Mitglieder ebensalls 5000 Mk. als GrniidNock überwiesen. Für die Unterstützungskassc ist ein Fami- lienbeirat gebildet worden, an den sich bedürftige Mitglieder wenden können. Für die aus dem Vorstand ausscheidenden Mitglieder wurden gewählt: Obertcleg-avhenassistent Reift, 2. Bors.: L e II z, I. Schrists.; Bauuntcrnehmr. lamm, ». Schrists.; Psaubmcistcr Schäfer, Gegcnrechner; Öicichsbank-


