eröffne ii* ein Weg zum Frieden und die Opposition mürbe alle-? tun. um rat Beilegung auf dieser Grundlage zu erreichen.
Tie Krankheit des Königs von Schweden 2 t o ck h o l m wird berichtet: Dir den König behandelnden Aerzte. darunter Gesteimrat Tr. Aleiner-Heiüel berg. haben über das Befinden oes Königs Gustav solgmden Bericht veröffentlicht: Tie Untersuchungen, die in den letzten Wochen startgesnnden haben, find fetzt abgeschlossen. -ie ergaben, Last her König nach unserer Ansicht an einer Magenwunde leidet. Tie Kranthetr hat sich in den letzten Monaten verschlechtert, so das; wir eine Operation für das Mittel anfebe», das sicher hoffen läßt, die Gesundheit des Königs wiedcrherzuslellen. Ter König hat dem Vorschlag zu gestimmt und wünscht, daß die Operation bald vorgcnommen wird. _
JJirrftf und 5d)itlt.
B rcslau. 7. April, Sjcule nachmittag trat das Domkapitel i»i Kapitelsaale zusammen, um die Liste der B i f ch o f s ka n d i» baten aufznftellen, uiüer denen das Domkapitel zu Wahlen gedenkt. Tie Liste wird der Staatsregicrung zugestellt werden. _
Arbeiterbewegung.
Swine munde, 7. April. Tie Mitglieder- des ch r i st l i ch- nationalen.7) asenarbeiteroerbandeS haben die A r - beit niedergelegt. weil ihr Vorstand ohne Genehmigung einen Tar i fv e rtrag abgeschlossen hat, der eine Verschlcchternng gegen den früheren enchäli. __
Aus ütäöt und C«kö»
- Gießen, 8. April 1914.
Woche neudtelegramme.
Ta sich in der Geschäftswelt aus Btlligkeitsgrunden immer mehr das BeSiwrsniS für zufammengef.rtzte T'le- gramme nach den tlebersoeländern geltend macht, find vom l. April 11914 ab sogenarrnte W o chen r n d t c l e g r a m in.' vorerst in. Herkehr mit Togo, Kamerun, Deutsch Südwest- afrika. den Bereinigten Staaten oon Amerika. Canada, Argentinien. Chile und 'florn eingeführt worben Cs find dies in offener Sprache ibgcfaßtc Prrvcttt-Iegrnmme, die erst von Jamstag mitkeimacht ab nach Crl>-d:gnng des übrigen Telegrammverkehrs auf den Zeckadeln ufw. be fördert und erst am darauffolgenden Montag oder Dienstag bestellt werden. Temqematz geniesten derartige Telegramme eine Ermäßigung der Worttaxe bis zu einem Bitte! der tariinwlügen Gebühr. Tie Wocheiieiidtelegramme können un Laufe der Woche bch jeder Telegraphsianstalt aus gegeben werden und müssen bis Jamstag Mitternacht beim graphenamt in Emden »vrliegen. von wo aus ihre ILeiter- besördernng erfolgt. Wo im Bestimmungslande für die Weiterbeförderung vom EfngaiigSpnnkte die Zuführung mit der Post an den Empfänger eingerichtet ist, erfolg: diese auf Wunsch des Absenders ohne besondere Gebührenberechnuiig.
Bei den Worhenendtelegrammen must der Text ganz ,n offener Sprache abgefaßt fein und darf Ziffer,>, üanbüs > zeicheu, Gruppen von Buchstaben und abgekürzte Ausdrücke nicht enthalten: Zahlen müssen ganz in Buchstaben auS-i geschrieben fein. Alle Telegramme, die nicht an sich einen für die Telegraphenverwaltung verständlichen Sinn haben, wer den von der Gebührenermäßigung ansgeschlossrn. Abgekürzte Adressen sind im Texte zugelassen, wenn sie als solche erkennbar sind. Bei der Aufgabe hat der Absender eine Erklärung zu iiiiterschreihen. daß der Text des Telegramms ganz in offener Sprache abgefaßt ist und keine andere Bedeutung hat, als sich ans der Niederschrift ergibt. In der Erklärung muß angegelren sein, in welcher Sprache das Telegramm abgefaßt ist. — Wochenendtelegramn,e können in jeder für den internationalen Telegrammverkeyr zuge- laffenen Svraclie abgefastt fein; zur besonderen Keniizeich- iiung ist vor die Adresse der gebührenpflichtige Vermerk TVT (telegraphische Beförderung bis zum Bestimmungsort oder TW? (Beförderung im Befrimmungslande mii der Post: zu fetzen. Wocheiieiidtelegramme, die dem Empfänger mit der Post zugestellt werden, müssen die voltstäiidigL Briefadresse tragen. Tie Anfgabctelegrapheiianstalteii haben das Recht. Telegramme, die nach ihrer Ansicht die vorstehenden Bedingungen nicht ersültcn, von der Gedührenermätzi» guug ausrnschltesten. Wenn die Aiilünftsanstalten in ein-m Wochenenotclegramme feststellen, daß die Boraiissetzunzen für feine Abfassung nicht zutreffen, lvird tu derselben Weife Verfahren, wie bei mißbräuchlicher Wortzusammenziehung, d. b. di? sich ergebenden Mehrgebühren werden vom Empfänger eingezogeii. Tie Telegramme können alle Vermerke !ür besondere Behandlung bei der Beförderung und Zustellung, wie bezahlte Antwort, Vergleichung, Empfangs- anzcige ufw. tragen. Tie Gebühren für diese besonderen Tienflleistnngen find diesctben >vf' bei gewöhnlichen Tele- grammen, für die Vermerke selbst gilt die ermäßigte Worttaxe.
Telegraphische Postanweisungen und Seetelegramme find als WcnZencndtelegrammc nicht zulässig Tie Frist, nach der bei Verzögerungen bei der Beförderung der Wochenerrdtelegraimne eine Gebührenerstattung - begründet ist, wird in allen Fällen aus dreimal 24 Stunden, von Samstag Mitternacht an gerechnet, festgesetzt: vor Ablauf dtefer Frist tann die Beförderung in keinem Falle als verzögert gelten
T r i n k e r - F ü r I o r g e st e I l e lür Stadt und Landkreis Gießen Gießen Asrcriveg 9. Sprechstunde jeden Tonncrsiag abend « bis 7 V, Uhr.
** Lchramtsperfon akie ». Ter Großherzog hat ernannt: den Oberlehrer an der Oberreal schule zu Alsfeld Friedrich Bender zu», Oberlehrer an dem Alte» GNiiina- fium zu Mainz, de» Oberlehrer an der Realschule „iid dem Progymnasium zu Alze» Professor Heinrich Kinkel zum Oberlehrer >>u dem Reuen Gymnasium zu Mainz, den Oberlehrer an den, Reuen Gymnasium zu Mainz Professor Tr. Philipp Jakob Mayer zum Oberlehrer an dem Rccrlgym naiium zu Mainz, de» Oberlehrer an der Realschule'und dem Progymnasium zu Dieburg Tr. Johann Schwarz zum Oberlehrer an der Oberrealfchnle zu Worms, de,, Oberlehrer an der Realschule zu Lauterbach Franz C o m o zum. Oberlehrer an der Oberrealfchnle zu Heppenheim, den Oberlehrer an der höheren und enveiterken Mädchenschule zu Gießen Tr. Adolf Beck zum Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasium zu Tieburg, den Oberlehrer au der Realfchule zu schölten Georg Z im m e r nra n tt zum Oberlehrer an der Realschule zu Laugen, de» Oberlehrer au der Realschule und vem Progymnasium zu Alzey Wilhelm Fink zum Oberlehrer an der höheren und erweiterten Mädchenschule zu Gießen, den Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasium zu Dieburg Mar .Halm zum Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Mainz, den Oberlehrer Joseph Friedrich zu Mainz zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Heppenheim, den Oberlehrer an der Oberrealfchnle zu Mainz Tr. Philipp Sc itz zum Oberlehrer an dem Real
gynlnasiüm zu Mainz, de» Oberlehrer au der Obercealschule zu Worms Professor Karl M iche l zum Oberlehrer an der Oberrcalschule zu Gießen, den Oberlehrer an dem rrolsgang Ernst-Gymnasium zu Büdingen Professor Karl H aacke zum Oberlehrer au der Oberrealschule zu Worms, den - berlehier an der Realschule und dem Progymnasium .zu Alzey -r. Otto Emm et zum Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Gieße», den Oberlehrer an der Realschule und deni Progym iiafiitm zu Alzey Professor Karl Bolz in g zum Uberlehrer an der Oberrealschule zu Gießen, den rberlehcer an dem Gymnasium zu Worms Karl Krämer zum - verletzter an hem Wolsgang-Ernst-Gymuasium zu Büdingen, lamtlich mit Wirkung oom 20. April 1H14 an. — Ter Groß h c r z o g hat den Reallehrer an der Taubstummenanstalt zu Benshem, Karl Schott zum Direktor der Taubstummenanstalt zu Bensheim mit Wirkung vom 20. April 1911 an ernannt. Der Lehramtsrcferendar Friedrich T l k in c r zu Rordcnham wurde zum Lehrauitsassessor ernannt
" Zn de» Ruhestand verseht wurde am 29. Marz der NeaUehrer an der Oberrealfchnle am Fried,,chsplalz in Offenbach Philipp Reinig aus sein Nächst,cheu, unter Sln- rkeniiimg seiner langjährigen Irenen Dienste, mit Wirkung vom I«.' April 1914 au. Der Grobherzog verlieh ihm die Krone zum Ritterkreuz 2. Klaffe dcS Verdienstordens Philipps des ÄrokjMtttigtn.
** 3 t c u c r p e r [ o lt a [ i c n. Tei* Äcos;Herzog l)at t>cn Stcueramtskontrolleur bei dem Steneramt Bensheim Karl Webe r zu Bensheim zum Revisionskontrolleur bet dem Hauptstcueramt Worms, den ReoisionSlöiitrolleur bei dem Hauptsteuerumt Tarmstadl Karl O r t h zu Darmstadi zum Rebisionsiiispetror hei dem .Hauptsteueramt Lssenbach. den ibauptstcueramtsassistciiten bei dem Hauptsteueramt Osse»- bach Johannes Loch mann zu Ofscubach zum RcvilionS- koutrolleur bei dem Hauptsteueramt Darmstadt, die Finanzaspiranten Steueraussehcr Rttötaus Jakob sachmttt zu Bingen. Georg Stört aus Groß-Gerau. Jakob Mül l er aus Pfeddersheim und Karl R o t h c r m c l aus Darmstadt zu Hauptsteneramtsassistenten ernannt. Ter Groß- > erzog hat den Hanptstrueramtsassistenicn bei dem Hauptsteueramt Worms Philipp August Strauß zu Worms vom 30 März d. I. ab zum Bezirtskasseassistenten bei der Be- irtslasse Worms eruaunt.
** Uebertragen wurde am 1. April d. I'. der Schul amtsaspirantiu Margarete Roßkops aus Münster, Kreis Tieburg, eine Lehrerinftelle an der Volksschule zu Urberach.
** E r ii a „ i, t wurde am :!0. März ds. FS. der Mikitär- a„Wärter Wilhelm Ga r l e „ s ch l ä g c r in Gießen zum Kauzleigehilfen am Landgericht der Provinz Oberhesseu.
R e u e M i ii i ft e r i a f b u rf) li a f t e v. Der Großherzog hat die Ministerialrevrsoren Rechnungsrüte Karl Friedrich Büttel, Peter Dörr, Jakob Ferdinand L o h rum, Jakob Keim und Joses Schcmehl unter Belassung des Charakters als Rechnungsrat vom l. Ülpril 1914 an zu Mi- insteriakbuchhalteril ernannt
** >ia taffer amt. Tew Großherzog hat den Revisor bei dem .Katasteramt Rcchnimgsrat Ferdinand Eck stör in zu Tarmstadt vom 1. April d. I. an znm Revijionsgcometer bei de», gleichen Amt, die Geometer l. Klasse Heinrich Bolz ans Ober Breidenbach. Joses Schönberger aus Michelstadt und Werner PI och aus Älsselb vom I. April 1914 ab zu Veriiiessiiiigsassistentcii bei dem Katasteramt ernannt.
-- En t h e b u ng. Der Großherzog hat den Geh. Ober- banrat Rudolf Schm ick zu München ans sein Rachsuchen von dem Amte eines Mitgliedes des Technischen Ober-> prüsnn^samtes enkhoden und ihm ans diesem Anlaß das Ebrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
** I „ dci, R u h e st a n d v e r f e tz t ivurde der Gerichtsvollzieher mit dem LlmlSfche in Rieder-Olm Ferdinand Anton Forch auf fein Rachfucheii mit Wirkung vom Dienstantritt seines Nachfolgers, unter Anerkemiuirg feiner langjährige» treiien Dienste und Verleihung der Krone zum Silbernen .Kreuz des Berdienstordens Philipp des Großmütigen.
** Das P o st i ch eci g e s e tz ist am 4. April im Reich-:-h>esey- Matt veröffentlicht worben Danach wird die Stammeinlage ans >0 Mk herabgesetzt. Tie Gebühren für eine Einzahlung mittels (afilfarte betragen künftig i> Psg. bei Betrügen bis 25 Mk. »nd iO Psg. für alle höheren Beträge. Tie UeberweisungS- und die Bar- anSzahlnngsgebühr find unveränberr geblieben. Dagegen ist die Zn- fchlnggebüdr von 7 Pig. Iveggesallcn. Sämtliche Rcuerun- g e I, I r e t c n am I. Juli in Kral I. Ter Postfcheckverkchr wird hierdurch sehr verbilligt. ES emvftehlt sich deshalb für jeden, der eine» irgendwie nennenswerlen Zahlungsverkehr hat, illli ein Pvüsäieäkonlo eröffnen zu lassen. Fe größer die Zahl der Kontoinhaber, desto mehr Ivächst für den Einzelnen die Möglichkeit, Zahlungen von Ort zu Ort ohne Rücksicht ans Entfernung und Betrag für nur 4 P s g. auszusühren.
** F IN Reichsvo st gebiet ist die Zahl der Kontoinhaber im Postscheckverkehr Ende März 19t4 ans 89 673 gestiegen. (Zugang Monat März 1140., Ans diesen Postscheckkonten wurden im März gebucht 1.585 Millionen Mark Gutschriften und 1594 Millionen Mark Lastichristen. TaS Gesamtgull, aben der Kontoinhaber betrug im März durchschnittlich 217,2 Millionen Mark. Im Verkehr der Reichspostscheckämter mit dem Postsparkaffenamt in Wien, der Postsparkasse in Budaoest, der belgischen und lnremburgischen Postverwnllung sowie den schweize- riscken Postscheckbnreaus wurden 8,3 Millionen Mark umgesetzt und zwar ans 3470 Ueberlragungcn in der Richtung nach „nd ans 17530 lleberlragiingen in der Richtung aus dem Auslande. Landkreis Gießen.
e. B e u e r lt, 7. Slprit. Heute sand im Saal« der „Germania' die «och ln st leier de? b a >> s h a l t n » g S k » r s» s statt. Als Vertreter des Kreisannes war Regier niigsrat Welcher erschienen, der aul die Bedenlnng des tliilerriehts hinmies und der Leilerin der öaushallimgsschnle, Fräulein M »l s ch l e r , anerkennende Worte ividmele. B ii r g e r m e i st e r Walther- Beuern brachte ein Hoch aui die Hanshaltiingsschiilt ans.
Kreis Biwinge».
n. Bad Salz Hanse», 7. April. Vor dem Kreis ansschnst des Kreises BUdingen wurde heute der Einspruch gegen die Bürgermeisterwahl vo», 10. März ds. Js. ver handelt. Nach kann, halbslündigec Berhandliliig wurde die Reklamation zurückgezogen, da ivenig Aussicht ans Erfolg vorhanden war. Die Kosten, denen ein Wertobjekt von 600 Mk. zu Grunde gelegt ist, wurden durch Beschluß des KreiSaiiSschiiffes den Klägern anscrlegt. Der seitherige Bei. geordnete Rüper ist somit der erste Bürgermeister unseres BadeotteS,
Kreis Friedberg.
Vilbel, 7. April. Etwa 4000 Mk. wurden aus den Ueberfchüsseii des MakhtldenstiftS Vilbel den Gemeliiden des Bezirks zur Anschafftmg oon Lehrmittel,, für die Schulen und für Besckwslung von Lehrmittetn für arme Bolksschüler ausgegeben. Vilbel erhielt 766 Mk., hiodhetm 275 Mk., .hetdenbergen 238 Mk.. Groß-Karden 206 Mk., Altenstädt 178 Mk., Büdesheim 1 tl Mk
Starkeiibür.s miD Rheinhesien.
. rb Tarmstadt, 7. April. Ter parlamnita r i s ch c A >i sschus; s ü r P c r e i n s u ch u n g d e r Z I n a t ä
berivaltuug hielt heute von vormittags 10 bis abends lft Uhr mit kurzer Mittagspause sehr einflehciide Beratungen ab, an denen auch die Herren Staatsmiinster Dr.v. Ewald, Finanzminister Tr. Braun, Minister des Innern v. H o m- dcrgk und eine Anzahl RegieruiigSkoinmissare tciknahmen. ES wurde zunächst über üte anderweite Organisation der Steiieroeranlagiingsbehördc,, und das gesamte Kasscnwesen verhandelt. Es drehte sich besonders um die Frage, ob nicht, ähnlich mir ilt Preußen, dadurch eine große Bereinsachnng und Verbilligung c-intceten könne, daß die gesamten Staats- stencrii durch dir Gemcindchehörden miterhobcn iverden. Gegen diesen von Mitglieder» der Erste» Kammer ansgehel,- den Vorschlag wandten sich Die Regierungsvertreter, indem sie aussührte», daß den Gemeinden in Hessen nicht, wie in Preußen, die unentgeltliche Mikerhebüng der Staatssteuern zugemutet werden töniic. Andererseits ivurde dagegen die Geneigtheit betundet, den betressendeil genieindlichen Steuer- einziehuiigsorganen eine entspreehende Entsckstidigiung-,für ihre Mühewaltiing zu bewilligen. Ein bcstimintcr Beschluß wurde darüber nicht gefaßt. — In der RachmittagSsitziing wurden besonders die Vorschläge der Regierung über die Reorganisation der Baubehörden beraten, wobei auch Aen- derungsvorschläge des Prinzen Viktor von Erbach-Schön- berg zi-c Erörterung kamen. Allgemeineren Llnklang fand der Plan, für jede P r o v i u z e i n b e s o „ d e re s Ti e s - b a u a m l z u schaffen, dem dann die sämtlichen Straßen der Provinz nnterstelkt werden. Weiter wurde besonders! die Rotwendigkeit betont, die S t e 11 n n g d er B a u b ea m- ten möglichst selbständig zu gestatten und ihre Unabhängig- leit von den Kreisänrtern zu garantieren.
h Bingen, 7. April. Eine neue Hochflut ist gekommen. Ter Wasserstand des Rheines geht abermals ans der gefamten Strecke in die Höhe. Tabei ist das Anwachsen der Finten jo stark, daß biiinci, kurzer Zeit wieder die erstan Einschränkungen Platz greifen werden. In den letzten 24 stunden ist das Wasser des Rheines nach dem Pegel von Bingen gemessen mir rund 30 Zentimeter in die Hohe gegangen. Ta am Lberrhein das Wasser nunmehr jedoch schon langsamer in die Höhe geht, dürften die Fluten alsbald zum Stillstand kommen.
Hessen-Nassau.
sj M akhurg, 7. April. Tein Vernehmen nach hak der Wirkt. Geh. Rat Prof. Dr. Exzellenz von Behring Gelände im Werte von 1>/, Milt. Miavk an eine Gesellschaft vertäust, die beabsichtigt, Laboratorien für Herstellung von Heilserum zz, errichten.'
h. Frankfurt a. M., 7. April. Aus Anordnung des Untersuchungsrichters wurde heute nachmittag der Leiter der hies. Sittenpolizei, Krintina(Fommiffar Schmidt, verhaftet. Infolge mehrerer Anzeigen, die Schmidt der Bestechung bezichtigten, war der Kommissar am 26. März bereits seine? Tienstes enthöben worden.
ke. Wiesbaden, 7. April. Ein große? Sanatorium, sir dessen Errichtung sich außer dem Kaiser auch andere deutsche Fiirstlichkeite» interessieren, wird in Wiesbaden ersteheii. Di- Leftimg dieser medizinische,, Heilanstalt liegt in Len Händen eines hervorragenden rheinischen Fachgelehrten. Die Mittel zi dieser Llnstalt sind von Großindustriellen und an? den Reefen bcS Großhandels, die zun, Kaiser in nahen Beziehungen stehen, aufgebracht worden.
Gießener Strafkammer.
Gießen, 7, April.
Zurückgewiesen ivurde die Beruimg des Chauffeurs F. Schn, in Gießen, der wegen Gesährdui» eines Eisenbalmtransportes vom Schüft -i> geeicht zu 25 Park Geldstrnse uenmeilt worden war. Am 9. Nov. 1913, chchmittags 2 Uhr. fuhr der Angeklagte, vom SelterSweg der kommend, durch die Ost 'Anlage in flottem Tkmvo, mit mindestem.- ll-I8 Klm. Geschwindigkeit. Zu gleicher Zeit kam vom Bahuholvie Balmlwistraße l-erimter die elektrische Bahn. Sobald der Führe: des Straßenbahnwagens das Auto bemerkte, besästemiigte er ds Falirtgchchwindigkeit, um dem Angeklagten die Möglichkeit zugeben, zimsche« dem Straßmbahmvaqen und dem Hotel Großhezog hindurch zu kommen. TieS gelang jedoch den, 'Angeklagten icht vollständig: durch das starke Bremsen geriet der Hintere Teil des Kraftwagens ins Schlickern nach rechts und sffcß af diese Weise Mit dem Hinteren Teil des StraßenbahnwagenSizusamnien. Beide Wogen wurden leicht be schädigt. Rach Ansist des Gerichts fällt dem Aiigellagteii Fahrlässigkeit zur Last, >ie darin gesunden wird, daß er an einem Straßenkreuz mit eter Geschwindigkeit fuhr, die ihm ein sofortiges Halten »ich ermöglichte.
F-rcige sprachen ivurde der frühere Vterusdieirer deS Turnvereins Rieder-Mörlen, W. W daselbst, derbom Schöffengericht ioegen Unterschlagung von BereinSgcldern u 20 Mark Geldstrafe verurteilt worden war. Zhin war zur Llt gelegt, im Jahre 1912 Mitglteverbeilräge eingezogen zu haben, sie er nicht abgelicsert habe. Rach Ansicht der Strafkammer bemt zwar eüi hoher Verdacht, daß der An geklagte tatsächlich simder Unterschlagung schuldig gemacht habe, indessen reichten die s-ststelluilgen ZU einer Berurteituiig nicht auS. Mangels Bewein mußte daher Freisprechung erfolgen.
Wegen rassliiicrteii Deltelwivindels n d Bestechung wurde der Agent L. pyv., früher in Gießen, jetzt ilt Straßebersbach wohnhaft, mich Monaten GesäiiMiz bestraft. Er hatte für sich und andere käsig Rennwetten bet ausländischen Buchmachern ans sranzösisb Pferderennen abgeschlossen: ihm war bekannt, daß man gegeübcr den scharseii Bedingungen, die jene ausländischen Geichüfte rllen, mit geschickten Schwindeleien viel erreickien kann. Tie frizösischen Rennen beginnen um 3 Ilhr 25 Minuten, später fanramm durch die grasten Tepeschenburcaus schon hier .das Ergebnis erfahren. Tie Buchmacher verlangen deshalb, daß der Brief lt dem Wetlezettel und dem Wetteeinlap vor 3 klhr zur Post gegien^ und dort mit einem entsprechenden Stempel versehen wird: tenso das Telegramm, das die Rümmer des Brieses enthält , Terkngcklagte hat mm am 2L Juni v. I. drei Einsckwechebriese. dainter einen an den Buchmacher K in Luzern. kurz vor 3 Ulilaus dem hiesigen Postamt 1 'abgegeben und dabei den Sckaliernmte» gebeten, sic unter allen Um stünden noch vor 3, Uhnabstempelii zu lassen. Als der Beamte ihn darauf aiismcrksy machte, daß 2 Briese unverschlossen seien, erklärte er, vor 4llhr wiederlounneil und sie alsdann verschließen zu wollen. Dl 'Aiigcllagtc behauptete nun, er habc dns Weltgeld, das er mitziehmen vergessen habe, später hinein stecken wollen; das Geria glaubte ihm dies aber nicht, war vielmehr der Ansicht, daßtr später einen Wettzctlcl, der den Namen des Pferdes entbielldas als erstes durchs Ziel gegangen war, in den einen Brief hringestcckt hat. Tiefen Rainen liatte er durch ein Ferngespräch pit einem großen Frantiurtcr De veschenbureau, das sich gtde mft der Erteilung von Auskünften über sranzüsische chnrn besaßt, erfahre». Tie Wette hatte er für den Sohn sciiiechaiiswirtes W., der jetzt in Amerika iit. abqeichlossen. Ter Buchilcher in Luzern schöpfte jedoch Ve> dacht und verweigerte die mszahlung des großen Gewinnes. Ter Angeklagte konnte dcsnb nur wegen Bctrngsversuchs be strast. werden. Weiter bat d'HAiigeklagte. als cr die Briese ver schtosien wieder denr Schaltevamten zuräckgab, ausgesordert, für den Fall, daß er gefragt irbett sollte, nicht zu sagen, daß er die Briefe zurückerhallen übe und hinzugesügt. ..wenn bin wacbe klappt. i)t ein blauer Lipeu fällig." Das ttzericht erblickie in diejen Morien in Bcrbiling mit dem ilmstand, daß der


