ttjim lamcN uub das diplomatildic Korps teilmihmcn. X>«r>auf brock,re dir demickw Kolonie einen Fackelzng mit Militärmusik dar, den, dir Fürstlichtriton und dor Präsi- drnk vom Palais ans ^uiahfii
Der n r >> c l! I, e f des e » § i i >' cl> r n vt e n e r a 1 |t a b s. MJodi der „Times" irt General Sir Tongtas als 'ltachfolqer von (General F r e » cki zum iShef des Generalstahs ernannt worden
Englische Suffragette» versuchten am Freitag morgen die Bclnionl Kirche im Westen von Glasgow in die Luft zu sprengen. Es erfolgten drei Explosionen. Nur eine Tür und eine Türschwelte sind beschädigt worden.
Ter französische Senat l>a< den von der Kam mer angenommenen Gesetzentwurf über die E a d r e s und die E s f c k t i v st ä r k e der verschied? uc n W a fj e ng a t t nn g en sowie den Entwurf über die beiden Budgetzwölstel für Mai und Juni ebenfalls a» g c n o in in e n
Tic fr a n zösi-fche .Kammer iialiui die Beratung über die Schlusifolgeruiigen des tH oche11c a nsicki u i i e s wieder auf. Ter Berichterstatter Folleville brachte fol gcude Tagesordnung ein: „Tie Kammer missbilligt und tadelt die festgestcliten, regelwidrigen Eiiimischnugen der Finanz in die Politik und der Exekutive in die (Kerichis barkeit und geht damit zur Tagesordnung über." Fn ihrer Nachtsitzung lehnte die Kammer mit 349 gegen 1 li Stirn men die Priorität für den Antrag Telabane ab, wonach gegen Monis und Eaillaux wegen Tfemntenbestechnng ein gerichtliches Berfahren einqeleitet werden soll — Tie .Kam mer nahm mit alten 133 stimmen die von Rcnard und Tariac eiugebrachte Tagesordnung an, die von den Schlugiolgerungen des Untersuchungsausschusses .Kenntnis ninimt, die missbräuchliche Einmischung der Finanz in die Politik und der Politik in die Angelegenheiten der Justiz tadelt und die Notwendigkeit eines (Keiebes über die varla mentarifcheu Jnkvmpatibi »täten betont Tie .Kammer lebnn' die Eröfinung einer richterlichen llnteriuchung durch Hand auihebeu ab und nahm schließlich mit 393 gegen 196 Stirn nten eine Tagesordnung an, wonach die Treuuuug der Ge walten aus die wirksamste Art gesichert werden soll. — Tarauf vertagte sich die Kammer bis zum 9. Juni.
AiisTnrazzn wird gemeldet: Nach eiilgcgaugcucu Telegrammen sind epirotische Aufständische vor Kor itz a er ichiciicn und haben mit Geschützen einen A n g r i f s n n s d i c Stadt unternommen. Es entspann sich ein blutiger Kanipi, über dessen Verlauf augenblicklich verläßliche Einzelheiten nicht vorliegen. Tie „Agencia Stefani" meldet dazu weiter: Mazedonische Epiroten waren heimlich in Koritza eingedrungen und machten am Donnerstag einen plötzlichen An griff, indem sic die Häuser der Albanesen beschossen. Der holländische Major Ruellcr, der Kommandant der alba neiischen Äendarincrie, beschränkte sich ans die Verteidigung. Die Angreifer waren im Vorteil gegenüber den Albanern. Rneller wurde schwer verwundet. Tie Einnahme der Stadl steht bevor. Tie mohiimmedaniichen Landbewohner versuch tcn, die Stadt zu verteidigen. Fn anderen Städten im Süden Albaniens iß die a l b a n i i ch e B e i a tz u n g vertrieben lvorden. -- Aus V atona wird gemeldet: Tie Nachrichten aus dem Süden des Landes sind fortdauernd ernst. Verläßlichen Meldungen zufolge befinden iich unter den ans epiro tischen Banden und heiligen Bataillonen bestehenden Aus -ständischen znni großen Teile verkleidete g r i e ch t f ff) e C i i i < i 1 r c n n d Soldaten. Tie Banden verfügen über .Kanonen imo MitraiÜenscn, über, deren Herkunft ans Grie chenland wenig Fweifet besteht. In den letzten Tagen find die 'Aufständischen von dem Süden über Kolonia und Leskowiki gegen Norden vorgcdrnnqen, wobei sie die auf dem Wege liegenden Dörfer plünderten und durch Kanonenschüsse zci störten.
Tie Versa s s n n g i n E h i n a. Ans Peking wird gemeldet: Ter Konvent für die Abänderung der Vrovisvri scheu Verfassung hat einstimmig die Amendements ange noinnien, die von dem Präsidenten Pnanschikai beantragt wurden. Ter Konvent entwirft tatsächlich eine neue Per saisung, die dem P r ä s i d e n t e n eine i o g nt wie d i k - tatarische Ei c w a l t überträgt. Man nimmt an, daß die Persassung eine W i e d e r h e r st e llu n g der T h n a st i e der M a n d i ch u bezwecken werde, da diese sonst von Auanichilais Nachfolger ignoriert werden tönnten. Tie un zufriedenen Parteien im Süden haben sich an die Waffen Handlungen von Schanghai gewandt, um sehr bedeutende Mengen von Gewehren und Munition zu erhalten. Britische Finnen haken diese Lieferung abgelehnt.
Ari» Stadt und Land.
» Gießen, 4. April 1914.
Landrs-Buß imft Bettag.
Nicht nur in der Bibel, sondern in der ganzen christ lullen Literatur »vielt der Begriff „Sünde" eine große- Rolle. Von Paulus über Augustin und Lnther bis hinein in die neueste Feit beherrscht dieser Begriff die Gedankenwelt der Frommen. Sowohl die katholischen Kirchenväter als auch die altprotestantiscken Dogmatiker haben viel über die Sünde, ihren Ursprung, ihre Verbreitung und ihr Per derben nackigedachl und haben Bücher darüber geschrieben, die sich manchmal aus iclisaincn Seitenwegen ergingen und oft sehr unklar waren, die aber mit allem Nachdruck die Sünde als eine reale Macht schilderten.
Hiergegen hat sich das Empsinden vieler nioderner Mciischen ausgebäuint. Sic haben es mit Entrüstung av- gelehnt, daß sie Sünder seien und daß die Sünde in der Wett eine Macht bedeute. Wobt haben sie zugegeben, daß sie ihre Schwächen hätten und daß es Menschen gäbe, deren Tun sich gegen Leben und Gesundheit, gegen Ehre und Eigentum der anderen richte, aber wie man vor ungefähr 130 Fahren üble Taten aus „mangelhastcn moralischen Be griffen" erklärte, so hat man in einer Feit, die noch nicht weit hinter uns liegt, alle Untaten aui die anormale geistige Beschaffenheit der Väter zurückznsühren gejucht. .
Es ist gut, wenn wir von diesen theoretischen Betrachtungen »ns einmal zu dem ivirkltchen Leben wenden. Tie große Bedeutung der Fettung beruht mit darin, daß sie uns das wirtliche Leben widerfpiegelt. daß sie Tag für Tag registriert, was die Menschen in der Heimat ititb in der Fremde tun, und daß sie die Motive ihres Tuns klar« legt. Tie Feitnng berichtet uns i» unseren Tagen sehr viel, das das Herz erschüttert. Durch falsches Zeugnis kann auch bei der gewisfeiihalten Rechtsprechung unserer Tage, wie es der vielbesprochene Fall der Witwe Hamm in Flandersbach beweist, ein unschuldiger Mensch in das Zuchthaus kommen. Unredliche Menschen baden in den letzten zehn Fahren viele Millionen veruntreut und damit steißige, sparsame Familienväter, Witwen und Waisen in die Verzweiflung innaurgeiioßcn Liebespaare werden uneinig, cs tnallt der Revolver und beendet den Streit. Gewissenlose Eltern laiien in schmutzigen Wohnungen ihre kleinen Kinder verkomm n, daß sie zeitlebens siech bleibe». Wir müßten olme iedrn
Wirklichkeitssiun sein, wenn uns aus diesen Feststellungen die Macht der Sünde nicht riesengroß hervorwüchsc.
An den Nöten unseres Volkslebens sind sicher nicht die äußeren Verhütlnisse schuld. Deutschland ist heute so reich wie nie zuvor, die Not, dir nocki in den Tagen nnl.'rer Großväter herrschte, ist durch die soziale Gesetzgebung ein Ting der Unmöglichkeit geworden. Aber es fehlt »nierem innere» Leben die Tiefe und Ursprünglichkeit. Das ehedem so viel gerühmte deutsche Eiemütsleben ist verflacht Wir arbeiten an den Wochentagen angestrengt, lassen uns aber die SoiintagSstillc und Sonnlagssreude durch die „Vereins- anstlngc mit Musik" und die großen Feste verderben, xie Fugend ist vielfach ohne Ideale, zeigt ivcnig Liebe zu deutschem Land und zu denlschcni Volkstum. Eing schätzte man das dentickic Hans, in dem die Familie abends fich zusaminenfaiid, liente schätzt man mehr die großen -sale, in denen inan Abend für Abend durch allerhand a.ai birtiingcii gefesselt wird, die oline tiefere Wirkung bleiben, weil die geistige Arbeit zu Hanse, die Beschäftigung mit. ernsten Bucktern fehlt.
Völlig verkehrt ist es, durch die Gesetzgebung Iiienn Wandel schassen zu ivvllcn. Polizeiverordnnngc» ichasie» lein neues Leben. Nur da fetzen wir in der (Keickückite ein Anisteigen, wo Menschen, von Gott ersaßt, Buße Inn, d. l>. ivv sie wie Paulus vergessen, was hinter ihnen liegt, >vv sie ihre Sünde bereuen und mit allem Eifer darnach.trachten, (, altes Willen zu Inn. Auch nnfere Feit braucht, um zu ge fuiide», Leben ans Gatt. schlichtes, reines, demütiges Leben. Spezialisten und Fachmänner find uns weniger nötig als Menichcii mit starkem Eiottvertrancn, warme», Herzen und jenem Mut. „der früher oder später den Widerstand der stumpfen Welt besiegt". 'Gewiß, dieses neue Leben können wir nullt selber schallen, so wenig unser Verdienst es ist, daß ,'ich der Frühling in diesen Tagen so herrlich regt, aber es iil ein Gesetz der göttlichen Weltvrdnung, daß da, wo sich ein Mensch nach Gottes Nähe und nach Reinheit des Lebens sehnt, die Hilfe von oben nicht ansbleibt. H. B.
** Tageskale tt der für Sonntag, den ö. Avril: Stadt- t(»enter: .Wahrheit', nachmittag? SP Uhr: »Ter Hütteiibeßtzer" ab«»»? 1'A Uhr.
F v ii l, j a hrs iv a l d l a u i: Nachmittags 3 Uhr, EchützenhauS.
Verla in mliuii, der F uhrleute, 8 Uhr im .Plan".
V e r j a in m lang der ft n b t Arbeiter u n ü H a n d - werter, 89, Uhr im ,'1'fau*.
W ek k v a n o r a in a: Aslerweg
Lickitspielha«?: Täglich Vorslellnng
Union-Theater: Täglich Vorstellung. (TienStag? und SnmSIagS neues Programm.)
O b e r h e! s i s ch e r K ii n st v e r e i n. Tie ckiemälde-Aarilelliiiia ist täglich von II— l Uhr. Mittwoch? von 3 bis 5 Uhr, und an Sonntagen von II— 3 Uhr geöiinet.
O b e r l> e i s i s ch e s Museum n n d G a i I' s ch e S n m m - tIIIIae II, Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich,
l'iitfciim I ii r Völkerkunde, Geöiinet an Sonnlagen vorniiltags von 11 — 1 Uhr unentgeltlich.
** Die Äü t e r n in g e h n » g s b a h n. Tas 2. Los der Gü t e r u in g e hu n g s b ah n bei Klein- Linden soll in Kürze ebenfalls in Angriff genommen werden. Es handelt sich dabei um die gewaltige Erdbewegung von .■>70000 Kubikmetern: diese Erbmasse ist »ölig zur Ans schüttuiig eines Ei se n b ahn d a mm e s, der bis zu 1 7 M e t e r H ö h e erreicht. Dazu kommen 7000 Kubikmeter Manerwerke und Brückenbauten, 1.7000 Kubikmeter Pack läge und HOCK» Kubikmeter Chaussierung. Leider verliert durch den üeabsichtigteu Bahndamm das Tors Klein-Linden seinen Ausblick ind LAHntal.
** Erneu» u n g. Ter Gcrichtsfchreibergehilse Wil- helm »laus in Altenstadt wurde am 1. April zum Attuai iatsassistent bei dem Amtsgericht Altenstädt ernannt.
** M i tteilii iigen der L a n d e s st a t i st i k, Heft Nr. !).■>(! der Mitteilungen der Großh. Heisifchon Zentral stelle für die Landesstatistik Hai folgenden Fnhalt: Lehens- mittelpreise Februar 1011 RechnuiigSergehiiisse des Staatshaushalts 101 ’S. Sparkassen 191L Fwangserziehniig im Etatjahr 101 ■_?. Ilebersicht über die Einlagen und die liquiden Mittel der Spartasien des Hessische» Spartasienver- bandes 1900 und I9lL. Ueberiicht über den Einlagen und Wertpapieren Zuwachs der Sparlaiien des Hessischen Spar knssenverbandes in 1913.
** T i e l ä n d l i ch c n A r beit s n a ch >v e i f e. Rach einer Belaiintinachuiig des Kreisamts gehen heute den Großherzoglichen Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises im Aufträge des Größt;. Ministeriums des Innern durch den Mitteldeutschen Arbeitsnachweisvcrdand zw.ä Plakate, die die Benutzung der ländlichen Arbeitsnachwekse empichlc», zum Aushang zu.
^ B o m h t i j i f ch tu Slaatssch » ldb u ch. Fn den Mv »ölen Avril 10K5 bis dahin 191 t üiid im heiiisänai Slnatc-idinlb buch weitere 0 470800 Mt. eingrirageu worden. Für den I . Avril IO* I stellt sich danach die gesamte Bnchichiild aui 93108 1 CIO Mi. Veieiligi sind hieran Privaie mit 97 319 900 Mk., Handelsiirmei,' INI 739 300 Mi , (üeietlidiaiten und rednsiäliige Permägcns- maiien anit 16 701300 Ms.. Ilichtrrchtsiähige Perinögriismasicii mit 17»63900 Pik. Nähere Aiiskiiiist über das StaatSschuldbiich »nd irine^Vorteile bietet das amtliche Merkblatt für das Großh. Heiiiiäie ^laalsidiuldbudi, das Iineittgelllidi bei allen Behörden, wivie bei den Bürgermeistereien und den Postämtern im Grog henogirn» erhoben Weeden kann. Tee Erwerb einer Budnorderiing -gcringstei Nennbetrag 100 Mk., bei den älteren Anleihen 900Mk.> ist sehe einsadi. Tic anznlegende Geldiiimme wird mit rntiprechr» dem Antrag bei einer der Geoßh. Lokalkaisru äbgelieieet oder am Postidtaüer aus das Postietzedlonlv der Großh. Hanvlilaalskaiie Ne. (7 Frankfurt a.M.) cingezahlt. Fm letztgenannten Falle emv nelili es sich, den zugehörigen Antrag -Foriiinlae am Postidialten »nmiltelbar an das Geoßh. Siaalsichuldbndibnreaii in Taemstadt rinzuienden. Es genügt jedoeh midi ein fuejer Vermerk über die Bestimmung des Geldes auf der Fahlkaete. Alle? weitere beforgl dann das genannte Vnrean. Für das Sdinldbudi bestimmtes Geld wird Wen er andi non der Laiedcshhvvihefenbant in Taemstadt, von den Reidisbanlanstalteii und Privatbankiees entgegengeiionimen Ebenso vermitteln diese Sletlen wie die Großh. Kassen auch den Schuld bncheinirag gegen Einlieieeung von Anleiheftiicken. Tie Zinsen werden an den eingetragenen Emviangsberediligten I l Tage vor der Fälligkeit nach Wnnid, des Gläubigers gezalstl : l. in bar bei der Geoßh. Staaisichnldenkaiie in Taemstadl, bei k>en übrigen Großh Kasten und be, der Reichsbanl, 9. durch die Pvst entweder durch nnmmelbaee Fniendnng an den Enivlänger oder dnrdi Einzalstnng am sein Postidieckkonto, 3. durch lleberwestung aui Girokoitto des Emdiängers bei der Reidisbank
' s l a d t t I, e a t e r. Lebhaftes »nleraic erregt am Schluiie einer sepielzeit stets die Frage, wer von den alten Bühnenmit gliedern wiederkoinmen wird. Es kann festgestellt werden, dast es der Tireltion unseres Sladttheaters gelungen ist, den grössten Teil des diesjährigen bewährten Personals für nächstes Fahr zu halten Außer den Damen Frenzel, Martini, Stettncr und Goll Etdini, die ans länger abgesdilosten lwben, wurde midi <vrl F üngIing und Frau S o n n I a q Blume wieder ver vilichier. Von de» Herren wird linier Publikum wieder br-grüße-' komien die Herren Tworkvwski, Goll, Rolteck, Schu
be r I , S t r i n 1) o i e r , Höcker, Grosser-Braun, Bo» chnni rnw. Fm Ganzen verbleiben 13 diesjährige Mitglieder im Verbände unserer Bühne.
T b e > he s si ich e r & n n st v e r c i n Tie von Bildhauer W. Krieger-München ausgestellte Bron-.e „Bastard" ward, verlauit und geht in hiesigen Privalbesib über Enreuticherweste ist es „Ivgiich geworden, die Aiisstettung des Aussteller Verbandes Münchener Künstler noch einige Tage hier IN behalten, da die Eröstnimg der Ausstellung in Erfurt erst am 90. April erjolgt Morgen, Suiimag, ist dir Ausstellung von lt bis 3 llhr nii unterbrochen geöiinet.
** Oi i e [jener Frcilicht P ü h u e. Gestern abend fand im Cafe Astorin eine Besprechung über den dies» jährigen Lommeripielplan stall, an der die Herren Ge neralleutnant Kl i n ge l hö i e r , Exzellenz, Alfred Bock, Musikalienhändler E ha liier jr„ Tberregissenr T w o r l o w s k i, Major G r o ß m a » n , Fenillctonstedak keur N e »rat h xind (Lberlehrcr (Tr. B e r » b c ck teilnahmei,. Hcrf Tr. Bernbeck streifte in kurzen Worten die seitherige Tätigkeit der Watdbühue und teilte mit, cs sei die Anregung gefallen, anstelle^— jvic bisher — alle Rollen durch Titel kanten, ^bici'o z. T. durch Berufs schau spiele r zu bc setzen. Tie Veriammlung stimmte diesem Vorschlag ein wütig zu, und demgemäß wurde beschlossen, die nötigen Schritte zur Perwirklichung des Gedankens zn unternehmen. Herr Tirettor Stein goetter hat sich bereit erklärt, die Bestrebungen der Freilicht Bühne in jeder Weise zu fördern.
. **^ n - W e l t p a n o r a m a, Asterweg 10, hat für diese Woche wieder ein vorzügliches Programm aufgestellt. Ein Besuch ist zu empfehlen.
*’ f G r o h li^ Real g l) m n a s i u m n n d O b c r r e a t i d) u 1 c in Gtesten. Dem soeben erschienenen Jahresberichte beider A» statten sür das verfloifene Sdpilialir 1913/11 enttiehnien wir iol gendcs: Neben dem Direktor, Geh. Sdmlrat Tr. Emil Raufdi. waren au den beiden Schulen 1t Lehrer tälig. Fn dem Real gymnasinm mit der Boridmie wurden >93 Schüler, darunter iedis Schnlerinnen, iiiiterrrdstet. von denen nad> dem Glaubens bekenntnis 370 evangelisch, 93 römisch lalholiirh und 98 israelitisch waren, während nach dem Wol,mibe der Ellern 303 ans Gießen, 79 ans anderen hessiichen Orten, 13 ans nichthesiischen Orten und einer aus einem nidstdentidien Staate stammten. Tie Re-ievrüinng bestanden Ostern 1913: 19 Schüler, Oktober 1913: l Sdniler, Ostern 1914:_99 Schüler. Tie O b erre a l fch n l e hatte MI vergangenen Schnliahre .307 Schüler, darumer 90 Schülerinnen, aufzuweiien. 1H1_ waren nad) dem GlanbenSbekenittniS evangelifdi, 31 kalholiidi, 37 ifraelitistti. ein Sdniler gehörte einer sonstigen Relsgion a», nad> dem- Wohnsitz der Eltern eiitiiammten 3*19 Gießen, 141 anderen hessischen Orlen, 09 Iiidnheiiiichen Orten, ein Schiller war aus einem nichtdeutschen Staate. In der Obecreal sdnile bestanden die Reiievnünng Ostern 1913: 19 Sdniler und 3 Schülerinnen. Oktober 1913: i Schüler, Ostern 1914: 13 Sdifi Irr und 6 Schülerinnen. — Mit Beginn des Schuljahres wurde Projesior Boden stein von dem Gstmnaiinin in BenSheim als Oberlehrer hierher Verse»». Seine Tniigkeit war nur von kurzer Dauer. Nadi kurzer Kiankheil starb ec am 13. Fannar 1914. Mit der Verwaltung seiner Stelle wurde vom 90. Fannar an Lebramts- aiiesior Tr. Kann beanilragt. Oberlehrer Sdionr bo hin ging mit Beginn des SchuliahreS an das Gstmnaiilim in Lanbadi über. Am 3. April 1913 wurde der kaibvliidie Religionslehrer, Kaplan Jakob, abberuseii. An seine Stelle trat am 11. April Kaplan B o o s. Oberlehrer Tr. K n a u ß erhielt vom 90. Juli bis 97. September Urlaub zu einer Studienreise nadi England, Lehramts- afsefsor Tr. K n ö l l i » g e r vom Beginn der Herbstierien bis zum 9.3. Lklober zu einer Studienreise nad> (Griechenland und Klein- aiien. Tie Vertretung des letzteren übernahm Lehramtsreicrendar Tr. Fischer. Tcn Lchramtsaiiesioren B n ß und Tr. Weiß wurde durch Beringungen vom 31. März und 10. April 1913 die Perwaltung von zwei Lehrerstellen an der höheren Pnrgei'ichule in Sdwtten übertragen. Als Volontär »rot Lehranttsaiß'iior M ü l l er rin. Lehramtsreinendar Tr. B e ck e r begann fein 9. Porbereitungs - fahr: am 9. Februar 1913 wurde er zur Uebernahmi einer Lehrer stelle an der Eioelheichule l» Oiienbadi beurlaubt. Lehrainlskandidat Ehovard, der vom 21. Mai bis 90. Funi 1913 zinn Zweck der Ablegung einer Prüfung Urlaub erhielt, schied am Ende des Som- mer Halbjahres ganz aus seiner hiesigen Täliglcit ans. Für ihn trat am 1. Otloder Lehranttskandidat Bettini ans Mai'ieille ein. Poni 90. Juni bis znni Sdilnst des Somineriemesters leitete Tr. S ch ä i i e r einen K r a ii f c ii t v ä gerk n r i n » für Schüler der beiden Oberprimen. In diesem' Fahr starben vier Schüler: es star- hen der Oberprimaner des Rralgmnnaiiums Alfred Hahn ans lKießeii, der thiterprimaner der Oberrealschule Wilhelm Engel, der Läiüler der 1. Borsdnilklaiie Georg Hans; und der llnler- sekundancr der Oberrealschule Walter Leim b ach in Fronhausen. Sonst war' der Gesundheitszustand der Schüler besriedigend. Tenr Quintaner des Rcalgvmnaiiunts Otto Form hals wurde vom Großh. Ministerium des Innern in Anerkennung einer mit Mut ansgejührten LebenSretttmg ein Buch verliehen.
** Soziale Fürsorge in de r Volksschulc. Tie Arbeit in der Volksschule beidiränlt firii itlwn längst nicht mehr auf ein reines Unierrickten. in den letzten Fahren besonders war man bestrebt und wird es in Fulnnit nodt mehr sein, audi in sozialer Hiniidit Einriditniigen zn schassen, die in besonderem Maße ärmeren und idnvächlid eren Kindern zugute kommen sollen. So ist der Schularzt »idü nur in alten größeren Städten der Schule bei gegeben, auch eine Anzahl Kreise haben in letzter Zeit Acrztc mit her ständigen gesundheitlichen li e b e r »v a di u n g der Schulen in den Orten des Kreises betraut. Schulzahnpflege, Schul bäder, Verabreichung von Milchfrühstück sind ständige Einriditniigen in einer Reihe von Städten geworden. Tie ummtgelttid»- Abgabe van Lernmitteln ist im Prinzip überall anerkannt und wird an vetidnednien Orten schon loniegneni dnrdigesührr. Ferien- kolonieii, Erholungsstätten riennnnen immer mehr Fürsprecher. Mit der Ausdehnung der Städte werden die Sdmtwege immer weiter, deshalb gewährt z. B. in Tarmstadt ein Fürsorge- v e r b an d H i l s s s ch » l k i nd c r n A die besonders entfernt wohnen, freie Fahrt auf der Straßenbahn. Um mm einen »eberblick über alle derartigen sozialen Eänridstunge» an den Schulen unseres Landes zu bekommen, soll darüber von der Schulabteilnng auf eine Anregung des Abg. K o r e l l. Fngelheim in der Zweiten Kammer hin eine statistiidie Erhebung angestellt werden. Man darf dieser Arbeit mit großem Fnterejie entgegen- iehen, auch inioiern, als zweifellos damit-auch festgestellt ivrä'den wird, daß in dieser Beziehung Hessen mit ist der vordersten Reihe 8er deutschen Staaten marschiert.
** Paketein som m lang d u r di d i e P o st. Es ist nodi nicht genügend bekannt, daß die Post adzuiendendc Pakete auf Be- stellung ansdenWohnnngenabholenläht. Man brandst nur ein ofieiies Schreiben, eine Karte oder einen Zettel mit den Worten: „Paket abzuhvlen bei Name und Wohnung " nniran* t i e v t in den nächsten Briefkasten zn werfen oder einem Briei- trägec mitzngeben, amh kann der Wnnid) aui Abholung eines Pakets dnrdi den Fernsprecher dem Postamt mitgeirilt werden. Tie Sendung wird dann bei der nächsten Paketbestelliahrt gegen eine Gebühr von l0 Psg. vom.Hanje des Absenders abgeüolt. Das Periahren ist einiadi und beaueni lind beiondcis midien Per- ionen zu emvfehlen, denen ein Tienstbole nicht zur Verfügung steht.
** g 3 u IN Einhorn Neubau Ein Leier idweibt lins sol- gende interessante Erinnerungen ans Alt Gießen: Fn diesen Tagen wird in» dem Abbruch eines unserer ältesten Geschästshäuier, des v o t e l s E in h o r >l begonnen, an desseii Stelle ein Neubau erstellen mit. Wie langender Ban gestanden lial, läßt iidi wohl kaum ermitteln. Ein dem Schreiber dieses in dir Hände gekommenes Zertnnqsblatt aus dem Fahre 1703 veröiientlidit eine Art Fremdrn- lttte, tn^ber es u. a. heißt:
„Ter Hr. Obriit von Rabenau von der Tarmstäder (Karde ^vaßrrt rni Eaiieler Postwagen herein, logirt im Einhorn", saraus Ist zu idilreßen, daß das Einhorn das angesehenste Gast- Mlus der danwlrgen Zeit war. das ist es auch bis in die 90er Fahre des vergangenen Jahrhnnderls geblieben; hohe und höchste


