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u»« dem man allgemein a«twbm, ba6 cc sich in Wrrtfr in vvMer Sicherheit befinde, sich durch sei» Schrei­ben der erfahr anssetzte, dir Polizei auf seine Spur zu dringen. Allerdings laute» die Meldungen über deu gegen­wärtige,, Aufenthalt Rochettes sehr widerspruchsvoll. Tic einen behaupten, daß er sich iu London befinde, die anderen wollen ihn in Brüssel, die dritte» bei Poris gesehen Hoden. Aus Luzern, dem Auigobcortc des Krieses, lvird gemel­det, daß von Rock>ette dort nicht geringste Spur vorhanden sei. Es wird übrigens erzählt, daß derMatin" den Brief durch die Kerinittelung der Ara» Rochertes erholten Inibe.

Tos neue russische P r o g r a m m für den Bau von Militärluft schisse n, das jetzt ausgearbcilct worden Zft, sieh: insgesamt'! 2 6 Flugzeuge vom gcwöhnlichcn^Typ und zehn L u i t - T re a du o u g h t s vor. Bon kleinen Flug­zeugen sollen 100 nach dein System Ssikorskv, die ilbrigen nach ausländischen Systemen Fnrman, Tuvcrdusün, Moran lind Boisin gebaut werden. Bei der dentschcn Firma Rumpler und der eng­lischen Firma Sainch Ivcrden ie zwe, Flugzeuge besteilt, ebenso zwei nach dem Syitem des ruisiichen Leutnants Kowanko. Allßer- de», sind zwei lenkbare L u f t s ch i s f e in Frankreichnd eins in Rußland in Alchiag gegeben worden. Bis »erbst soll das neue Programm verwirklicht sein.

Tie Dahlen i» Schweden. Aus Stockholm, 28. März, wird berichiei: Die Teilnahme an den Dahlen in Stockholin, mit denen die Neuwahlen zum aufgelösten Reichstag am Freitag cingcleitcl wurden, zeigt die er­wartete bedeutende Vermehrung des Interesses für die Rcichstogswahl. Aus den bis Freitag abend vorliegenden Zahlen geht hervor, daß von den 56000 Stimmberechtigten deb Hauplstadt 43500 wählten, also ungefähr 80^Prozent. Bei den Dahlen von 1911 wurden nur 35 500 Stimmen abgegeben. Die Dahlen nahmen überall einen ruhigen Verlauf.

E i n e a l b a n i s ch c B c s ch w c r d c üb e r Gr i c ch e n- land. TieAlbanische Korrespondenz" meldet aus lu> razzo. Die Regd-rung von Albanien hat eine Zirkular- note an die Großmächte gerichtet, in der es heißt, Tie griechische Regierung zieht die Truppen aus den zu räumende» Gebieten zurück, sendet aber Koniitatschibanden wieder dorthin, die von den griechischen Behörden organi­siert und mit Dassen ^ersehen werden. Tie Lage in Ep i r u s wird täglich bedrohlicher. Tie griechische Regierung habe die Errichtung einer provisorischen Regierung ge­duldet, was der stärkste Beweis dafür ist, daß die Athener Regierung mit dem Vorgehen einverstanden ist. Angesichts des bevorstehenden Ablaufs des Räumungstermins ersucht die Regierung von Albanien die Großmächte, ihren Einfluß bei der griechischen Regierung wegen einer Beendigung der bedauerlichen Lage geltend zu machen. Die albanische Regierung würde nur ungern Maßnahmen treffen, welche unliebsame Rückwirkungen auf die Lage im Balkan Hervor­rufen könnten. Sie lehnt die Verantwortung für diese neue Wendung der Tinge ab.

Kämpfe der Italiener in Beug hast. Aus Beughasi wird gemeldet, General Eantore , der Kenntnis davon erhalten hatte, daß die Gegend von M a r a u a im Osten von T eknis von starken A b t c i l u n g e n der Aufständischen besetzt sei, rückte am 23. März mit einer gemischte» Kolonne vor und griff am 24. März den Feind an, der 900 Mann stark, darunter 400 Mann reguläre Truppen, sich ans den Anhöhen stark verschanzt hatte und über vier Geschütze verfügte. Die italienischen Truppen rück- len schnell vor i,nd bedrohten im Süden die Rückzugstraße der Aufständischen. Diese verließen, von einer Panik er- grifsen, ihre Stellung und flüchteten in Unordnung, 15 Kilo- meter weit von den Italienern verfolgt. Einige Lager lvur- deu uicdergebraiint, die Italiener erbeuteten viele Gewehre, Munition, Materialien und nahmen zahlreiche Ansständische gefangen. Ter Feindhatte90Toteundzahlreiche Verwundete. Aus seiten der Italiener Ivurden sechs A s k a r i S verwunde t. Am 25. März rückte daun die italienische Kolonne bis K a s b a H a r g u b a vor und fand in den von dem Feinde verlassenen Lagern viel Vieh, Mate­rialien und Lebensmiltel. Darauf kehrte die Kolonne nach Maraua zurück. Infolge dieses Sieges haben sich zahlreiche Oberhäupier der Torsa unterworfen.

Ein Sieg der mexikanischen A u f st ä n d i -- scheu. Ein am Freitag morgen ausgcgebcnes Telegramm aus G ont c z Palazio gibt 'eine freilich nicht ganz zuver­lässige Schilderung der E i n n a h in c von Go nie; P a- laziv durch die Aufständischen. In dem Telegramm heißt es, daß nach einem vierstündigen Kamps und cineni drei­maligen Sturm gegen die Stadl Villa in Gomez Palazio eindrang und setz, sein Hauptauartier au einer Stelle aus geschlagen hat, von wv er das drei Meilen entsernte T o r - reon überblicken kann. Villa habe noch nicht die Verluste icststellen lassen, doch seien diese sehr schwer gewesen. Die Verwundeten hätten schrecklich unter Durst zu leide», viele seien lvegen Mangels an Dosier und Fehlens ärztlicher Be­handlung gestorben. Viele Tote haben die Straßen bedeckt. In dem Telegramm beißt es weiter, daß nach dem Bom­bardement durch die Artillerie Kavallerie und Infanterie in die Straßen eindrangen. Die Rebellen waren mir Ge ivehren, Messern, Pistolen undHandgranaten bewaffnet. Es entspann sich alsbald ein Kamps a» hundert verschiedenen Stellen in de» engen Straßen. Alte Soldaten erklärten, daß sie niemals eine entsetzlichere Schlacht ,nitgen,acht hätten Villa rüstet ücb jetzt z»m Angriff auf Torreo», das er bald einzuuehmen gedenkt. General Villa gab seiner Ver­wunderung für die Männer Ausdruck, die unter dem Befehl des General-.- jßelaseo Gomez Palazio verteidiglen.

ver ttreisrmdrrznchwerein für dar Vogelsberger Rind.

A Gießen, 28. März

Im Sjotcl Schütz hielt am Samstag der K reisrinderzuchtoerein für dm Pogclsbergkr Raste seine H a I, v t v cri kl IN m l u II g ab Rentner .«lein eröiinete die Bersämmlung und begrüßte beson­ders den Vertreter des Lairdwirtfliiaite'kammer Ausschüsse, ~ c . frcun schwarz Gießen. Infolge mancher Mißerfolge der miKtaln Jucht bring! man seit letzter Zeit der Bogelsbcraer Russe wieder mehr Bcrtrauen und Beachtung entgegen Manche Züchter scheinen fick imeder der Bogelsberger Zucht zuzuwendeu- dien- muß durch gute Ausiv-di de, Zuch,material- weiter geior der« werde>i. Es dabei, uch deren« neue Biedbestper angenveltsck Reiskircheil wurde mit 2« Mitgliedern wieder gewonnen Rüddiugs- lwuieu meide,c iich mit 15 Mi,gliedern g Airgetört wurden I«) Bullen uud >l Rächei und Küb.- Die'ddeiitzer beqmu-n immer mehr die bodeniwndige Bogelsberger Raste zn schätzen die iidl für de» vderheststüien Kleinbetrieb bester eignet als antn-re Rasse». Bor Kreuzungen ist zu warnen. Im Kreise Gießen und Schotten sinh lehr gute Tiere des Bogelsberger Sciilagk" vor banden.

Kreispeterinärorzt Tr. Knell spricht aber den Befund der Tiere der der Auswahl ,iür die große deuiiche Ausstellung ,n -yannover im nächsten Sommer. Die Tiere wurden lui-,och Weihnachten im ganzen deutschen Reich t»stchtig> Bei dieser Vorwahl wurden die besten Tiere ausgeN'nhll. Eilk Ausschuß wählte dieser Tage aus diesen wiederum die besten für die Aussteklpng ÜI Hannover aus. Ein Rundgang durch die Kreise Gießen und Schotten zeigte allerdings

auch manche» Unerirenlichc, Ein großes gefchlostencs Zg,chl-

gebicl ist leider nicht «lehr da, ia vielfach lieht man Ul den Beständen schwarzbunies und scheckiges Vieh. Nebcrall hört man vom Rückgang der- Zahl der Bnllenbaltung, auch t>tc_ Zahl der weiblichen Tiere ist zurückgegangcn. Erfreulich ist, daß die vor­handenen Tiere bester, größer und starker gewordcii und gegen früher. Zum Teil wurde dies durch die Einkreuzung von granken- vieh bewirk!. Tie Ernährung der Jungtiere muß eine beuerc wer­den. Wir baben heute schon weibliche Tiere mit einer -echulterhohe von 128132 Ztm. und Bullcn von 136 Ztm. und mein schulter- höbe. Im Vogelsbcrg hat sich die Kreuzung mit grankcn sehr be­währt. Aach Hannover kommen 1718 Bogelsberger stiere aus dem Kreise Schotten 11, Gießen 0 Tiere. Der Zuchthof Zwic- ialteir stellt 56 Tiere. Tic Tiere des Kreises Gießen lind aus Großen-Lindcn, Reiskirchen, Grünberg und vielleicht noch Lauter.

Sekretär Schiuarz macht einige Bemerkungen zu der Rot - Viehzucht im deutschen Reich. ES ist das Ziel, die ein­zelnen Rotviebschlägc Deutschlands zn verschmelzen und alle guten Eigenschaften der Tiere durch Zucht zu vereinigen. Auch in Han­nover kommen alle Rotviehrafscn zusammen. Bon de» 12 Rotvieh- verbänden werden 9 in Hannvver ausstetleii, und zwar Mit 160 Tieren, so daß die Rotvichabtcilung ein tzanvtanzichungsvunkt der Ausstellung lverden wird Aus Hessen lammen dorthin 31 Tiere, darunter 18 Bogelsberger. Braumchweig bringt 8, Hannover 32 und Sachsen 16' Harzer, Waldeck 7, Schlesien 21, Westfalen 15, Kreis Wetzlar 8, Hessen-Nassau 20 und zwar wie Oberhcssen, Bogelsberger Tiere. Der Rviviehverlnind umfaßt 5000 Züchter mit 10 000 Herdbuchlieren. Ter Redner glaubt, daß die Vogels berger Zucht nicht nur zu halten fei, sondern daß sicher Ivicder viele Züchter aus diese Rasse zurückgrciscn würden.

Ter Rechnungsbericht für 1813 zeigt eine Einuabuie von 624 Mark, eine Ausgabe von 564 Mark. Für Ausstellungen lind Schauen wurden 382 Mark, für Jungvichprämiierung 8l Mk., für die Bezirkslchauen Gießen und Grünberg 250 MI., für die Ticr- auswahl für Hannover 60 MI. ausgegeben, Tas Vermögen be­trägt 2090 Mk.

Ter Boranichlag für 1914 wurde mit 1048,1 l Mk. genehmigt. Für Ausstellung, Schauen und Jungoiehvrämiiernng sind 500 Mk., für Weidebeschickung 150Mk. vorgesehen. Borträge wünschen die Vereine Göbelnrod, Wcickansbain und Watzenborn-Steinberg. Tie Anmeldungen zu den Brcbweiden sind sehr zahlreich. Auf den Tier­garten Hungen kommt auch ein Bogelsberger BulleINI Tecken der Tiere. Es wird auf Vorschlag des Tr. Knell beschlossen, einen Ausflug zur ZuchtvichauSstellung Schotten zu unternehmen, ein Betrag aus der Kasse wird zur Brrsügung gestellt.

Als Entgelt für ihre Mühewaltung sollen die Bcrtrauens- männer zwei Werke über Biehznäi! erholten.

Ter Borsitzendc verliest die neuen Bestimmungen über die Kör ordming, welche von der Landwirtschaftskainlmer vorgeschlagen ist. Nach Beratung in den einzelnen Kreisvereinen soll der Entwurf gedruckt und verteilt werden. Nach Erläiiterunge» chirch Sekretär Schwarz findet der Entwurf Zustimmung. Auf Antrag des Herrn Tr. Knell sollen die Gemeinden zmn Beitritt anfgesordeit werden. Ter Beitrag beträgt 10 Mk., bei mehr als zwei Bullen aus jedes weitere Tier 5 Mk. mehr.

In den Ausschuß für Jungvichprämiierung wurden gewählt! Tr. Knell, Rentner Klein und Bürgermeister Schmidt- Qucckborn. Tiefes Jahr kommen in Betrach! Großen-Lindcn, Leih­gestern und Heuchefhain.

Tie Körungen finden im Mai und Juni statt. In Bezug aus die Zucht Vieh markte steht eine Neuerung in Sicht, G r ü n - b e r g hat für den Gallus markt einen Z u ch t v i e h m a r k l für Bogelsberger Vieh beantragt, die Land wi ri­sch a ft s ka IN m c r hat ihn genehmigt und will ihn unterstütze». Tie ziomte An- und Verkaussgelegenbeit für Bogelsberger Bich ist der Schölt euer Markt an Pstngstcn. Andere Zuchtvieh­märkte finden statt Butzbach, Alsfeld und Nidda. Ini Bezirk Grünberg werden Stallschaucn beabsichtigt.

Sekretär Schwarz führte aus, daß sich die Einführung der Kälbcrvermittlungsstclle sehr gut beioährl bade: die Tiere werden nach Flcischlvert bezadlt, außerdem gibt cs je nach Abstammung einen Zuschlag von 515 Mark. Bei Tieren, die mit hohen Preisen prämiiert ioorden sind, finden künftig Probcmelken statt, um die Milchteistunqen zu prüfen. Tie Stallsckiaiicn finden auiangs Juli statt. Der Verein lmt dazu einen Preisrichter zu stellen und wählt Rentner Klein dazu

lim dem B u l l c n m a n g c l abzuhelien, hat die Landwirt­schaftskammer aus der Vichiveide Lautcrbach eine Bnllcii- l^u s z u ch t st a t i v n eingerichtet! es Ivurden dort bereits acht Simmciiihaler und 1 Bogelsberger Bullen aufgezogen.

Ter Vorsitzende teilt mit, daß der Verein seinen früheren Vorsitzenden, Kreisrat Tr. M c r ck-Schotten, zum Ehrenmit­glied ernannt habe. Anstelle des bisherige» Rechners B e ch t o l d lrmrde Berwaltungsaspirant Schmidt einstimmig gewählt.

Geftügck- und Vogclzucht-Vercin Gießen und Umgegend.

__ th. Gießen, 28 . Marz.

In der am Sonntag im Lenzschen Felsenkeller abgehaltene» gut besuchten.Hauptversammlung deslieftvqelziichlvereins.sprach Tr. Walther über die Vererbungsthcoric beim Ge­flügel an der Hand bildlicher Tarstellung. Der Vortragende führte die Ergebnisse der Forschung der Versammlung vor und gab dabei für die Geflügelzüchter werlvolle Hinweise und Be lehcuiigrn, wie diese bei der Zucht verfahren müssen, um sich die Vererbungseigenichasten der Tiere hei der Rassegeflügelziicht dienst­bar machen zu können.

An den Vortrag schloß sich eine sehr anregende Aussprache. Tie Bersämmlung beschloß, die P r o v i n z i a l--G e fl ü ge l » Ausstellung für 1914, die der Landwirtschastskammer :>lus- schust augebolen hat. zn übernehmen. Tie Ausstellung soll Anfang Dezember aus der Liebigshöhe stattiinden. Tcni Vorstand wurden vorerst die weiteren Verhandlungen übertragen.

Ferner imirde Örtdiloffen, im Mai oder Juni eine» Famitien- Ansflug zu machen, der bezwecke» soll, die Geflügelzucht des Ockonomierats Ho» mann zu Hof-Güll in Augenschein zu nehme». Ein Ausflug des Vereins im Herbst ist nach Nieder- Gcmünden geplant.

3tttf Stabt und CattO.

Gieß en, 30, März 1914.

Die Stadtverordnetenwahl ungültig.

Ter .Kreisausschuß Imt in seiner Sitzung am Sams­tag die StaStverordnekenwahI zu Gieße» vom Ist. No­vember v. F. ihrem ganzen »mfange nach für »»aiiltia erklärt.

Nachdem der Provinzialausschuß in seiner Sitzung vom 21. Februar die Entscheidung des Kreisausschusses vom 10. Dezember v. I., das die Dahl des Franz B r ü ck, Hein­rich Fourier und August Haggen Müller für" un­gültig, die übrigen Dahlen aber für gültig erklärte, auf­gehoben und die ^ache zur nochmaligen Verhandlung a» deu Kreisausschuß zurückvcrwicsen halte, hat der Kreisausschuß am Samstag nochmals über die Stadtverordnetenwahl ver­handelt.

Die Verhandlung fand unter dem Vorsitze des Größt, Regierungsrats De Icker statt und hatte sowohl die.Ent scheidung über die Einwendung des Karl Kump f »d des Foh. Gg. Psafs, als die Entscheidung über die von A in t s wegen erfolgte B e a u st a u d u it g der Dahl zum Gegenstände. Als Zeugen ivarcn die Wahlvorsteher deren Siellverlreier und die Protokollsührer aller Abstim­mungsbezirke geladen. Es sollte Beweis über dieachträg liche Beanstandung der Wahl durch den Großh Kreis- rat erhoben werden, die dahin ging, daß das Wahlergebnis! in einzelnen Wahlbezirken angeblich in Abwesenheit! der Wahlvorsteher durch städtische Beamte fest ge * stellt worden sei. Denn ein derartiges Vorkommnis sofern! cs sich als wahr herausstelle, verstoße gegen das Gesetz Tie^

Veruehnlung der Zeugen ergab, daß dies allerdings in mebrcren Bezirken v o r q e k o m »i e n ist. Turcki die Zeugen­aussagen wurde aber auch noch luritcr sestgcstrlll, daß Be­richtigungen des Wahlergebnisses in den ein­zelne» Bezirken vorgenommen worden sind, ohne daß in die Wahlprolokolle irgend etwas darüber ausgenommen wurde. Ucberhaupt gibt kcins der Wahlprotokolle deu tatsäch­lichen Verlauf des Wahlaktes und der Feststellung des Wahlergebnisses richtig wieder. In diesen Gründen erblickte der KreiSausfchuß eine erhebliche Gcsetzividrigkeit und er­kannte daher zn Recht,

1. 2lus die Beanstandung des Großh. KreisraTS uud ine Einwendungen des Karl Kumpf und des Ioh. >Kg. P l a s f zu Gießen gegen die Stadiverordnetemoahl zu Gießen vom 18. Nov. v. I. wird die Dahl des, F. Brück, H. Fo u r i c r und A. H a gg c n l.l e r für ungültig erklärt.

2. Im übrigen tverden die E i u >v e nd u ng e n des Kumpf und Psafs zurück gewiesen.

3. Aus die Bcaiisiaudnug des Großh. Kreisrats werden ivciter die Wahlen der übrigen Gewählten für ungültig erklärt.

4. Bo» deu sämtlichen bisher entslaiideiien Gcrichtss kosten, über die durch das llrtril des Provinzial« ausfchusscs vom 21. Februar 1914 noch nicht ent schieden worden ist, haben die Reklamanten Psafs und Kumps je Vio »nd die Stadt Gießen 8 /io »u tragen. .Im Verhältnis der beide» Reklamanten zu der Stadt Gießen können die Reklamanten je und die Stadt Gießen - ihrer Kosten von der Gegen­partei erstattet verlangen.

** 3 u r Kranke n k affe n iu a h l. Tic lveiblichen

Krankenkassen Mitglieder haben am Tienstng in der alten Gewerbeschule a in A st e r w c g, die männlichen dagegen im Saale d e r R e st a u r a t i o n z u m Felsen- k ell e r, Bahnhof st raßc zn wählen, während als Wahllokal für die Arbeitgeber Hotel Schütz vor­gesehen ist. Auch der Haushaltungsvorstand ist lvahkbercch- tigt, wenn er auch mir einen Dienstboten beschäftigt. Gc- tvählt wird von ll llhr vormittags bis 8 Uhr abends.

" Ein katholischer DivisionSpsarrer für die 2 5. (hessischcf Division. Die jüngst erfolgte Veröfsent- lichnng der Mitteilung, daß der DivisionSpsarrer Krause von der I. Gardcdivision zu,n DivisionSpsarrer der 25. Division ernannt worden sei er ist inzwischen auch bereits »ach Darinstadt übergcsicdclt hat vielfach zu der Auffassung Veranlastmig gegeben, daß der gegenwärtige DivisioiiSpfarrcc Lüdcekc von seinem Amte ziirückircien ivürde. Diese Einnahme ist jedoch falsch. Herr Krause ist vielmehr »eben dem fetzigen evangelischen DivisionSpsarrer zmn katholischen DivisionS- psärrer der 25. Division ernannt worden. Bisher waren die katholischen Angehörigen dc8 Soldatenstandes in kirchlichen Dingen der hiesigen katholischen Zivilgemeinde, bezw. dem Geistlichen Rat und Dekan Dr. Elz unterstellt. Da sich jedoch die katholischen Soldaten in den letzten Jahren in der Division stark vermehrt haben, ist seitens de§ obersten KonmiandoS ein besonderer DivisionSpsarrer für sie bestellt worden.

** Der Landcsverei» hessischer Z e i t u n g s- r c d a k t e n r e hielt seine diesjährige Hauptversammlung gestern imHotel Großherzog" ab. Auf der Tagesordnung standen lediglick, innere Vereins und Siandesangelegen heilen. Die Verhandlungen werden am 19. April in Darm, stadt fortgesetzt.

** Jahresbericht d c r H ö li e r e n und E r iu c i - t e r t c ii M ä d ch e n > ck, u I e z u G i e ß e n. Ter Jahres­bericht zu Oster» 1814 ist soeben erschienen. Seit Ssteru 1913 liegt dem Unterricht an allen hölwren Mädchcnschnlen Hessens der vom Großherzvglichcn Ministerium des Innern. Slbteilnng für Schnlangelegenheiten vorgeschriebene Lehr­plan zugrunde. Tie erforderlichen Sonderlkhrpläne ivurden in einer Reihe von Fachsitzungen im Laufe des Sommers sestgestclil. Zum erstenmal sei! der Neuordnung des höheren Mndchenschulwesens in Hessen cnihatten die Entlassnirgs- zengnisse der Schülerinnen der Klasse I den Vermerk, daß die mit diesem Zeugnis erlangte Ausbildung der dm-ch eine inilitärberechtigbe Rcalschille übermittelien Bildung entspricht Ter Erwerb eines solchen Zeugnisses berechtigt zum Eintritt in die Franenfchnle. das Lehrrrinnenscniinar und die Studienailstalt in Tarmstaht und Mainz. Schüle­rinnen, die die höhere Mädckfenschnle mit Erfolg durchs laufen und im letzten Jahr an dem vvn ihrer Anstalt ein­gerichteten Ergänzungs-Mathcmatitniiterricht leilgcnvm- men haben, werden in die Lberscknnda einer hessischen Oberrealschule ausgenommen. Bon dieser Berechtigung ivcr- den dieses Jahr zum erstenmal einige Schülerinnen Ge­brauch machen und in die Obersekunda der hiesigen Ober- realfchule übertreten. Nach der Schülerinnenstatistik für das Schuljahr 1813 14 ivar in der Erweiterten Mädchenschule der Bestand bei Beginn 343, am Schluß 337; davon clmtH gelisch 312, katholisch 27, israelitisch 15, konfessionslos 1; aus Gießen 347, ans Hessen <>, aus anderen Staaten dcs Reiches 2. In der Höheren Mädchenschule betrug die Zahl der Schülerinnen 443, am Ende des Schuljahres 437. Von den Schülerinnen am 15. Mai waren evangelisch 365, ka- tholisch 33, israelitisch 45, Gießen 395, aus anderen hessi scheu Sr len 27, aus nichthessischen Orten 19, ans nichts deutsckien Staaten 2.

** I ii d i e itz i c ß e >i c r K l i u i k wurde ein junges Wüdcben aus A l l c II d o r f cingclicsert, das durch einen eigenartigen Uni stand schwer verletzt luordcn >oar. Es war in der Tunkelliktt au, der irisch beschotterten Straße gefallen und lnntc sich dabei an einem spitzen Basaltstein das rechte Handgelenk aufgefchnitte».

^ Tas Gewcrbcblatt für das Großhcrzogtuni Hessen iZcitfchrist des Landes Gewerbevercins' Nr. 13 vom 27. März hat folgeiideii Inhalt, Warnung vor liebervorteilung an» dem Gebiete des Patent und Gebranchsmusterichutzwesens. Gr oßh. Zentralstelle tür die iRnocrbe. 75jähriges Bestehen des Orts- gewerbevcreins Tannstadi. Kuiiffgeiverbeichule Mainz. Tcckin. Lehranstaltcn^Ofse,ibach. Gcwerbcfchule Gießen.

** D i eFlej s ch^- u n d W u r st v r e i > c a n f d e m L a n d e. ES wird seit einigen Tagen viel darüber geklagt, daß die Fleisch und Rurftpreisc auf dem Lande nick» mit denen de»- Städte, die fast überall gesunken sind, gleichen Schritt halten. Ein Mitarbeiter. schreibt uns dazu aus Schorlen, Man sollte nieinen. daß in, den ländlichen Bezirken Oberhesjens, wo gegenwärtig die Schweine preise ans 44 Mark gesunken sind, auch die Fleisch- und Wurst preise denientiprechend niedrig gehalten werden. Tas lriffl nichi zn Gegenwärtig kosten Fleisch und Wurst hierzulande erheblieli mehr als z. B. in der Stadt Frankfurt. Es lrikt intolgedeffan das umgekehrte Berhälmi» cm. nämlich, daß dje Fraukffirtcr und die Bewohner anderer Städte feine oberlfefjischc WursNoaren mehr aus Oberhcssen beziehe», sondern daß sic und auch die Obrrliesseii selbst ihren Bedarj in den gegenwärtig billigeren Großstädten Hecken.

** Jugendliche Ausreißer. Ter 15jährige Schüler Albert Äandl und der 16jährige Schüler Herbert Kufserow aus Goll)n lverden seil dem vergangenen Samstag »ermiß«. Tie beiden Anzreißer hatten von ihrenl Plan, m die weite