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Nr. 74 Sechstes Blatt

©tj(6eml Östlich mit Ausnahme der Sonntags.

DieGießener Zainllienblätter" werden dem .Anzeiger" uiermal wöchentlich beigelegt, dar ..Kreisblatt fit den Kreis «testen" zweimal wöchentlich. Diekandwirlfchaftllchen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweinial.

m. Jahrgang

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

5am5tag. 28. März

Rotationsdruck und Verlag der Brübl'iche» Universiiats - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gieße».

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­strabe 7. Ervedition und Vertag: ^Eöl. Redaklion:^^II2. Tel.-Adr.:Anze>gerE>«ßer.

Der Zanger der Provence.

Zu Mistrals Tode Bon vr. Paul Laudau.

Scsi den liomerilcheit Gesängen der Gricchcnwclt ist lein snl- Ger Strahl uriprüngticher Poesie ausgegangcu. heute hghc ich es ausrusei, dürfe»: Homer \" mit diesen Worten hat Lama r linc in dem bci-ühmtcn Briese a» de» provenpaliichen Töchter Rebould de» Wcltnchm des jungen Sängers derMireio" aus der Tante gehoben, und als sich dann in Deutschland zuerst .her nt a » Grim m mit seiner starken Begeisterung snr den neuenGenius aiis dem Sonnenland" einsetztg, da trat auch ihm unbewußt das Bild derSonne Homers" zun, Vergleich vor die Seele.Frankreich bat in unser,,, Jahrhundert einen Dichter hcrvorgebracht, den, Apoll zu diesem Gebrauche einen Hausen Pieilc vor die Füße schüttelte, den Provcnzalen Mistral," schrieb er in einen, Aussatz über den Mistral geistesverlvandten Maler Eugene Burnaud.Dieser ha, der Provenec den uralten Ruhm neu ausgesrischt, das Land der Gesänge und der herzbewe­genden Abenteuer z,i Teilt der Dinge, die wir gern hören. Ten Schrei -,um Himmel anftöncnden Jubels, das Stöhnen meertiesen Kummers . . . Wie Homer eine Enzpkiopädie dessen bildet, was zu seiner Zeit das Balerland seiner Helden er füllte, an .geistigem wie an leiblichem Inhalte, wie dasselbe Dantes Gedicht sür Italien, Shakespeares Dichtung für England und der Goethes für Deutschland nachgesagt Iverden kann, so enthält Mistrals Mireio den Inbegriff der Provence: Land, Ebarattere und Gedanfen des Polles." Mit jener gastfreund­lichen Liebe, mit der wir Tcnlichcn fremde Schönheit so gern bei uns anfnehmen. hat die aniopsernde Hingabe unserer besten Romanisten diesen Sänger, Erforscher und geistigen Führer seines Volkes, der ivic wohl lein anderer Dichter der Weltliteratur der Repräfentant seines Landes genannt werden darf, unserem Schrifttum erobert. Wir dürfen fagen, daß wir den großen Ta- htngeschiedencn mit größerem Recht cincii der Unseren nen­nen können als jede andere Ration, die Provence natürlich aus- gcnonimen, der er chr Ein und Alles war und bleiben wird. Tenn auch die Franzosen, die ihm so lärmend zugejubell, haben in der '»am Dichter selbst veranstalteten Uebcrsctzung seiner Werte aus dem Provenzalischen ins Französische nur einen schwachen, kühlen Abglanz seiner lkidcnschastlich glühenden Wortlunst, und Paris, das ihm so gehuldigt und das der swlzc Bauer von Maillone verfluch! Hai, sah in seinen Gesänge» nur eine mo difche Spielerei. Tie Deutschen aber haben in dem schönen lieber fetzung-werk, das vor allein August Bcrtuch, dann aber a»ä> Rilolaus Weller und Franziska Tteinitz Mistral gewidmet, dem Sänger der Provence eine Anierstchung in fremder Zunge be reitet, die dcni tlasiischen Lande der llebersctzer alle Ehre macht. Wir können heute das ganze Werk dieses großen Meisters ge­nießen, säst in derselben Frische und Ursprünglichkeit wie in, Original, wenn nicht eben doch die Sonne des göttliche» Südens einen warme» hauch und eine heiße Süßigkeit darüber gebreitet, die uut diegoldene Sprache" dieses Landes ansstrahlt.

In Mistral ist und, vierhundertjährigeni Schlummer das Wunder der propenzalrschen Troubadonrkunsl zu eincin neuen, reicheren und glänzenderen Leben erwacht Die Sehnsuchtsträume des französiickien Südens nach cinein mächtigen lateinischen Reich und nah, einer lichwurchströmlen, krasterfüllten Lcbenskultur, die durch den Albigcnserkreuzzug im 13. Jahrhundert so jäh ver­nichtet toordcn waren, sie sind in Mistrat und in der Isicrarischen Bewegung um ihn machlvoil wiedercrwachl, und weml auch so manche dieser Phantasien, besonders die voliltickitti, leere Illu­sionen blieben, so ist doch aus dieser herrlichen Erneuerung einer großartige» Vergangenheit, aus dieser innigen Vermahlung der Poesie mit Heimat und Volt ein unvergänglicher Besitz hervvr- gcblühl: die Dichtung Mistrals, der all seine Genossen, derien manch schönes Lied gelang, durch die universale Größe und die gestaltende .straft seines Schaffens überragt. Im allen Kernland an der Rhone, in, schönsten Winkel der provenzalischen Erde, ist Mistral herangewachsen, mitten in einer durch ihre staiitraslc üppiger Fruchtbarkeit und düsterer Wildnis überwältigenden Land­schaft. unter den wtindervollen Zeugen der antilen uiü> mittel­alterlichen stultnr, die ein» hier ihre leuchtenden Schwingen entiaileten und zu. Aries und Avignon in gewaltige» Tcnlmälcrn cmvorragcn. lind all dies, die Sprache, die stultnr und das Dolkstum der Vorväter, hatte derFranchiman" aus dcni Norden verdrängt und nnterdrüclt : aus der provenzalischen Mundart war ein Gewirr von Dialekten geworden, va» denen jeder Anspruch >Ä» Geltung erhob. Das Verdienst, in Mistral die Eindrücke der Kindheit znin Lebcnsevangclium gemacht zu haben, gebührt seinem Lehrer aus dem Gymnasium in Avignon R a u m a n i Ile , der in ihm das Feuer der heimatliebc und hcimatkunst snr Immer entzündete. Ronmanillc ist der eigentliche Begründer jenes Tichlerbnndrs, dessen .höbepunlt Mistral dakstelll. Ihm schiast firf) der junge Bauernsohn, nachdem er am trockenen Ins aus der Universität Aix wenig Gefallen gcsnnden halte, mit ganzer Seele an, um ein Dichter zu werden und ein Freund seines seines Volkes, und ein Bauer zu bleiben sein Leben lang.

Tic Avigiwner Dichlergruvpe, deren erste Vcröji'entlichung, eine Anthologie, Ist.ä? auch das erste dichterische Debüt Mistrals darstellle," vereinigte sich 1854 in der historisch gewordenen Ver­sammlung ran Fontsegugne in einem engen Bund zur sprach kichen, lünstlcrischc» und soziale» Wiedergeburt des Südens, und Mistral gab ihnen den geheimnisvollen, nie recht erklärten: Namen Felibres", der aber n>aht nichts weiter alsBüchermachcr" bedeutet. Die Sprache, in der die Felibres dichlclen und die auch das mcistcrhnst gebanababte Instrument unseres Dichters wurde, ist nach der tief fliehen Dejinitio» Morts eine neue südfranölitckie Litcraturiproche, der die Mundart von St.-Remy, der Dialekt des untere» Rhonetaks, zu Grunde gelegt ist und die durch Ab­leitungen und Lehnwörter ans dem Französischen, dtirch eine allertümliche Orlhagraptnc und einen kunstvolleren Satzbau aus- gcstallet ist.Tie Fslibressprachc ist also nicht schlechthin ein provcnzalischcr Dialekt, sondern eine schriftsprachliche Envcilcning und Veredelung."

Tellen ist einer Dichtergemeinschaft das Glück zuteil geworden, daß sic könnt ein Lustruin nackt ihrer Entstehimg daS klassische Werk erhielt, durch das iie in der Geschichte der Weltliteratur wrk- lebt. Die Felibres empfingen diese Gabe 1859 in Mistrals be­rühmtester Dichtung, an die der Ruhm seines Namens stets gc- fnüoit bletbeit wird, in dem EposMireio". Das Lied von dein Lieden, Leiden und Sterben der kleinen Miriom, derBlume der Crau". ist et» einziger durch zwölf Gesänge hinftrömender Hymnus aut die Schönheit und das Leben der Heimat: ja mehr als das, es ist das Li d der Provence schlechthin. In einer kunst­vollen und doch mühelos wie dce Frühlingswind hintanzcndc» Strophe,liorm von sieben freigeglicdntcn, anmntig vcrfchlnngrnen Zeilen die der Dichter sich lelbst erst schaffen mußte, wlNdet er die vollen Blnmcnkronzc seiner Wortvracht um dies reine und stille Idyll Das höchste, was in diesem Buch vollbracht i|t und was cs wirklich an manchen Stellen IN die Nähe der Odpsscc und des Liedes stellt, ist die Verschmelzung naivster Unschuld

ntil einer starken glühenden Sinnlichkeff. Die ewige Melodie des Frühlings und des Sommers Hingt um das schüchterne Werben des armen Vinccn, der seine Augen kaum zu der fchöncn und reich-,, Mireio zu erheben wagt und von ihr mit der Liebe der Frau, die ihr Schicksal ist, ?u sich ewvorgezogen wird. Die blühende

Ws-? » . - ,

Lust der Setdencrnlc, die vatriarchalisch heilige Arbeit de-Z Land manncs und hirtni, die Mistral mit den genauesten Einzelheiten und dach in vollendeter epischer Anschaulichkeit erzählt, begteiten dieses zarte Zwiegespräch der Liebe. Ein eifersüchtiger Reben buhlcr mischt sich darein, n,rd in der grcnzcnlofen Einsamkeit der wüstcn Camargo loird Viucen von dem wilden Cawbop schwer verwundet. Gespenstische Züge uralter Bolkssagen, der dumpfe Brodem heidnischn 'Aberglaubens verdunkeln dann das liche Bild, ivenn der Mörder sein verdientes grausiges Ende findet und der arme Liebende durch die weife Zauberin geheilt toird. Und diese Töne einer naiven Mpstik schwellen zum brausenden Choral religiösen Pathos an, wenn die Irene und fromme Mireio. durch der Eltern hörte für ewig von ihrem Hirten getrennt, die Wallfahrt zu den heiligen drei Marien in erbarmungslaser Ton »cngkul unlernimmt, als Todgeweihte gnlangt und mit ihrem letzten hauch die Stärke und Reinheit ihrer Liebe besiegelt. In den letzten Gesängen der Mireio treten asketisch wcltseindliche Züge aut. die den sreudlgcn Sonncitglanz der gefunden Ratnr- pocsic zan dämpfen und den heidnisch erdenirahen Dichter zugleich als Vcrerhrcr mittelalterlicher Mystik zeige». Antike und Gotik sindcn hier gleichsam eine Harmonie.

Mistral, der die Venus van Arles so hinreißend gefeiert, hat ebenso glänzende Bilder aus der Zeit des päpstlichen Avignon geschaffen., Tie Provenec ist es, die hier wie stets in seinem Schaft scn das scheinbar Gegensätzliche zur Einheit znsammcnschücßl. Ten Ruhm und den Reiz der Provence preisen auch all seine spätcren Werke, seine sormenreichcn, in der Iuwelenprack» schöner Bilder funkelnden Gedichte, die er unter de,» TitelDie Gald- inscl», "vereinigte, sein Epos von dem FischerC a I e n ü o n", der eine schöne Prinzessin befreien will, und dasLied von der Rho» e", das die Geschichte, die Landschaft und das Volk des hcimatiluises besingt. Während inCalendau" die grandiose Bildlrast der Mistralsschen Naturschsldernng ihren reifsten Aus- drnck^iindtt, nimmt sein letztes Werk, die VersnovellcRcrto", das Schlnßmoiiv der Mireio iviedcr aus und schildert die Ge­schichte einer Nonne, deren Sehnsucht nach Wellglück und Liebe sich gegen die Wontrcn der .hinrmelsbraut sträubt. Wie das Mircio-JdhU in Wcihrauchwolken endete, so drängt hier der Geist des prachtvoll erfaßten Mittelalters zu den ewigen Quellen des Lebens zurück. Immer aber ist cs die, Provence, die den wundervollen Rahincn für die Geschehnisse bittet: ihr ist auch der schönste Teil vonNetto" aeiveibt.

Und wie als Künstler so ist auch als Forscher und Kämpfer Mistral stets der Sohn der Provence: ja inan Hit ihn mit Recht ihrengeistigen Herrscher", ihren , ungekrön cn König" g runmt. Er hat Sprocke und Sitte seines Landes vom Untergang gerettet und diese Schätze in vorbildlicher Weise gesammelt und geordnet. An erster Stelle stcbl da sein m o n n m e n t a 1 c 3 Wörter­buch, derTresor du sclibrrgc", eine wissenschaftliche Leistung, sür die ihn die Bonner Ilniversiläl zum Ehrendoktor ernannte. Dann Hai er eure umfassende Sammlung der ganten Märchen-, Sagen- und Schwanllileralur seines Volkes ang legt Gilt be­sonderes Lieblingskiüd seiner Forschertätigkcit ist das Landes- mnsenm Von Arles, dessen Gründung von ihm in uner­müdlicher Tätigkeit durchgcsctzt winde und das einen ausgezeich­neten Ucbcrbltck über Kultur und Geschichte der Provence bietet. Weniger ersolareich ist Mistral als Politiker ittwesen: ja der Politiker hat sogar manchmal dem Dichter das Konzept verdorben. In seinem Kamvs gegen Paris und die von dort ausgchtttdc Zentrali'ierung des ganzen Landes leitete ihn der Gedanke an eine größere Selbständigkeit des Südens: ec träumte von einer Annäherung an die in Sprache und Rasse nahe verwandten Ga- talanen und sah in seinem Geiste wohl schon ein neues Reich entstehen von der Loire bis zum Ebro, von den Alpen bis zum Biskay'schen Meerbusen, hieVereinigten Staaten des M i t t c Im c e r s". Die Wellabgcwanith it des rft n Dichters, der als Bewohner eines Reiches der fernen Phan'asie doch stets ein fremder Gast auf unserer Erde bleibt, vräat sich in bitten durch Pamphlete, Gedichte und Reden leidenschaftlich v-r>ochteneit J'e-n Mistrals ans. Sein Reich lag nicht in der Sphäre der Politik, sondern in den Wollenhöhcn der Poesie, und von ihnen her werden seine besten Werke lange noch herniederleuchlen als Strahlen einer großen Kunst, zugleich auch als Zeugen dafür, was ein einziger für ein ganzes Land vermag. Salangc die Sanne der Provence leuchtet, wird Mistrals Name mit diesem gottbegnadeten Himmels­strich vcrknüvsl sein.

THrchc und Schule.

Z u r K o n s i r vi a I i o n. In ditt'er Zeit der Kansir- malionen ist vielleicht manchem, der eincni Konfirmanden ein Va,wildes Geschenk geben möchte, der Hinweis mit ein Büchlein willkommen, das dafür besonders geeignet ist. Es ist ein Gcbct- b ü ch l e i II, das sür jeden Tag des Jahres ein ganz kurzes Gebet bietet. Diese Gebete sind so schlicht und wahr, so ganz aus dem innersten Lebcnstrieb einer nach Gatt und gattöhnlickenl Leben suchenden Seele crnmchien, dabei in so schiNncklos edle Worte gesoßt, daß sie ohne weiteres btt jedem, der sic gebraucht, eine weihevolle Gcbetstimmunq auslösen. Sie könntti daher nur auts allerwärniste ollen nach einer solchen Hilsc der Andacht Suchenden cniviohlen werden. Tic knavvc. alles, was bloße Redensart ist. gänzlich vermeidende, immer direkt aus die Zache losgehendc Art dieser Gebete wird besonders der gebildeten Jugend unserer Tage entsprechen. Das Büchlein ist unter dem TitelTägliche Bill c", aus dttn Englischen von A. Schloemann, in: Verlag des Erang. Schriftenvercins in Karlsruhe erschienen und durcl» jede Dnchhandlnng zu beziehen. Zierliches Farntat, seine Ausstattung und billiger Preis (0,40 Mk. bis 1,50 Mark» vereinen sich mit seinem hohen inneren Gehalt, um cs zu einem höchst passenden Geschenk zu machen. D. S.

vermischte».

* Im Rax geb i c t sind drei Volks schuHehrer, die sich ans einem Ausflug befanden, nicht wieder heimge- kchrt. Man besnrchtcl, das; sie in einen Schncesturnr geraten und vcrunglückl sind. Eine Rctlungsexpedttton ist unter­wegs.

* Liebe Töchter. Aus B o m st wird gemeldet: Ter schwer- kranke Gutsbesitzer Thomtak in Klebet lani gerade in dem Augenblick in das Zimmer seiner Töchter, als sic in erregter Weise über die zu erwartende Erbschaft stritten. Ter Kraule eilte daraus in sein Zimmer und erhönatc sich an einem Betipiosten. Aus Erschütterung darüber ertränkte sich die eine Tochter.

» Lloyd George aIs Hafenarbeiter. Unter inni Eelcgcnbcitsarbcitern, die in trüber Morgenfrühe im Londoner 5>asen Broterwerb sür den Tag suchten, stand dieser Tage auch ein hagerer Mamr im abgeschabten Äkantcl und wurde mit den anöeren von dem Vorarbeiter, der die gccignctstc,, Gestalten zur Arbeit am Hasen auswählte, mit prüfenden Blicke» ge­mustert. Das Rciultat dieser Prüfung war nicht befriedigend, denn er ließ ihn mit einer Kopsbewegung loeilcrgel)cn und lehnte ihn so ab. 0!ras; aber war sein Kummer, als er bald nachher hörte, wen er sich hatte entgehtti lasjttt: es war der englische ^chatzsckretär Lland George, der sich als moderner Harun al Raschid unter die Hafenarbeiter gemischt hatte, um bei der neuen Gesetzesvorlage, die sich mit den Verhältnissen der Londoner Säten- arbeitet: beschäftigt,aus erster Hand" nnlerrichtet zu sein. Wer

lesen merkwürdigen Eielegenh , sarbciter vor feinem Erscheinen ins der Arbeitsstelle beobacklet hätte, hätte bereits crknneu»- scn, daß der Mann nicht ans den Dageloh» allein angewiesen war. Der Schatzsekrttör erschien nämlich in einem Auto am Hasen, von einem anderen Herrn begleitet und von zwei Detektivenbe­schützt". Nachdem er mit seinem Versuch. Arbeit zu erhalte», .abgcblitzt" war, ging er an den Docks enllang und ließ sie!, mit verschiedenen Leuten in nähere Oltt'präche ein. Tie einen aabeti ihm bereitwillig und ahnungslos Auskunft: andere aber erkann en das scharfgeschniltene Gesicht des populärttt Ministers und ant worlettt, ihm mit senttn grinnnigc» Humor, der den Hafenarbeitern er englischen hanvistadt eigen ist.Was ist das höchste, was Ihr in der Woche, verdient?" fragtet George einen Arbeiter.Na, vielleicht bis zu 40 Mk.", lautete die vorsichtig abgegebene Ant wort.Und das Wenigste?"Ebensoviel und noch 3o Ps aber die 35 Ps. nimmt der Llohd George gleich sür seine Stenern!"

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, den 29. März, Indika: Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Vormittags 9*/* Ubr: Konfirmation der Kinder an4 der MatchäuSqemeinde. ^eier des Heiligen 2lbendmaHlß.

Pfarrer D Schlosser. Nachmittags 2' . Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde- Piarrassistent H o s s m a n n. 2lbends 6 Uhr: Marrer Schwade.

Mittwoch, den 1. April, abends 6 Uhr: 6. PasäonSandacht.

Pfarrer S ch w a b e. Nächstkün^tiaen Sonntaa, den 5. Llvril, abends 8'^ Uhr, findet fm Markassaale ein Vortrag des Herrn Oberbibliotbekars Tr. H e p d , n a über: ^ine hellenistische wrohstadt (zum Verständnis der Neuteftamentlichen Schri'tenf, mit Lichtbildern statt. Tazu irerden besonders die Vtjtglieder der Vereinignng der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde und des 2Lartdnrg- oerems erngeladen.

Weitere Abendmahlsfeiern finden fiatt: Am (Gründonnerstag, abends 6 Uhr, nnd am Karireltaa im Hanvtgoltesdienst.

3n der Johannerkirche.

Vormittags 9'/.. Uhr: Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r. Vormittags 11 Uhr: Kinderktrche für die Lukasqemeinde.

Pfarrer B e ch l o l s h e i m e r. 2lbends 6 Uhr: Pfarrer Ansfeld.

Abends 'UH Ut)t: Vereinigung der konfirmierten männl ich en Jngen'o der Lukas- und Iohannesgemeinde.

Nächi'tkünftiaen Sonntag, als am Sonntag Palmarum, feiern mir den Landes-Vuß- und Beltaa- An diesem Tage ivird in beiden Kirchen die alljährliche Kollekte für bedürftige hessische Ge­meinden, die an .Orten mit überwiegender katholischer Bevölkerung bestehen, erboben werden.

An demselben Tage wird im Abendaottesdienst Beichte und heiliges 'Ilbendmahl für die Lukas- nnd JobanneSgemeindc gemein- sam gehalten werden. Llnmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Weitere Abendmahlsfeienl werden gehalten am Gründonners, tag im Abendgottesdienst um 7% Uhr, am Karfreitag im Haupt- aortesdienst.

Am Gründonnerstag ist im VormittagSgottesdiensi Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Iohannesgeinetnde. Die Konfirmation derselben ifi am 2. Oster'eiertag im Hauvtqottesdienst und in Verbindung damit freier des heiligen Abendmahls. Die Beichte dazu wird am 1. Osterfeiertag im Anschluß au den 2lbend- gottesdienst gehalten iverden. ,

Wartburg", evangelischer Züngling5 mrd Männer-vereii.

(Diezstraße 15.)

Dienstag, abends 8*/ 3 Uhr^Bibelslunde,

Mittwoch, abends 8 Uhr, Turnstunde,

Donnerstag, abends Uhr, Lese- und Svielabend,

Samötag, abends 8'/, Uhr: Versammlung der älteren AReilung. Sonntag, abends 8 Uhr: Vortragsabend.

Gäste "ets nnllkomwen.

vibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten.

Jüngere 'Abteilung jeden Dienstag von 56 ilhr. Aeltere Llbteilung jeden Samstag von 67 Uhr im Johannessaal, vibelkränzchen für Mädchen aus der Zohannesgemeinde.

Jeden Dienstag von 6-7 Uhr im Johannessaal.

Evangelischer Gottesdienst.

Klrchbcrg: Sonntag, den 29. Mörz, vormittags 10 Uhr.

Dekan © ii 6 m a it n.

Heiliges Abendmahl für Lollar.

Katholische Gemeinde.

Eollcsdienst.

Samstaa, den 2 8. März:

Aackmiitlaas um 5 Uhr und abends mit 8 Uhr: ©elegeitheit

zur heil, Beichte.

Sonntag, btn 29. län, Paifions-Sonntag: Feier de« Grotzcn Gebetes.

Vormittags von 6 1 /, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.

, nm 7 Uhr: Die erste bl. Messe.

Vorher 'Ausictzima de« Allerheiligsten. n nm 8 Uhr: Aneleiluitq der h!. Stainmuiiio».

. um 9 Uhr: Blesse mit Predigt.

um 11 Ilhr <M. Messe mit Predigt.

Nachmittags lim 5 U ir ist die letzte Betstunde, daraus ieicr- licher -chliitz des Großen Gebetes mit De Iteam.

Dienstag und Ftcilag abend um 00, Uhr tst Fastinandachl. Jteitag um 7 Uhr ist hl. 'Messe mit Segen.

Diaspora-Gottesdienft.

Sonntag, den 29. März:

In Hungen um 97, Uhr.

Ein vernachlässigter Schnupfen rächt sich oft bitter.

20900