Aur Heften.
rnt D >> r itt nabt, 24. Febr. Ter Abg. Loli Sta sEckeu bot zu .-dao 7.7 des Hcruptvvranichlags bcnntriigt, d.iß bic Sfuften der Kel le r ko n tcr ollc in Hessen auf die vstaftfölaffe übernommen und verrechnet werden. Ter Abg 2r. Wi n kle r hat seinen Anlraq betr. die Abhaltung eines Großobstmirktes in Alsheim in Rheinhessen zurückge zogen, Eingegangeu sind nieder einige Berichte des zweiten nnd des dritten Ausschusses über verschiedene von uns schon mitgeteilte 'Beratungsgrgenstönde, sowie eine interessante Gegenüberstellung d e r H c s ch l ü s s c der Zweiten und der Ersteu fammcr nebst den Anträgen des Finanzausschusses der Zweiten «rrmmer hierzu, soweit gemeinsame Beschlüsse noch nicht erzielt sind.
An» Stadt «ni> LanS.
Gieße», 25. Februar 1914.
Karneval in Gießen.
Ter .Karneval in Gießen har zwar etwas an seinem srühcrcn Umsange eingebiißt, aber noch immer war das lieben und Treiben recht bunt und mannigfaltig, und Auge und Ohr wurde aus dem Seltersweg und den angrenzenden ,.Verkehrsadern" unserer Provinzialhaavistadt bei jedem Schritte daran erinnert, daß die fröhliche Faschingslaune der Gicßener Fugend noch keine Einbuße erlitten hat. Tenn die Fugend, männlichen wie weiblichen (Geschlechts, war es zu allermeist, die sich mit buntem Flitter angetan und dir ihr Antlitz unter der Larve verhüllt hatte, daß man oftmals iaum unterscheiden konnte, ob ein Männlein oder Weiblein vor einem, fttind Toch was tat's, sie waren ja alle Narren in dem großen närrischen Reiche
Bei dent strahlenden Sonnenschein, der anscheinend nur sür diesen einen Tag ausgesvart geblieben war, begann das Leben und Treiben bei wirlsamer llnterstühung der studentischen Verbindungen schon am Mittag, um dann gegen Abend den größten Umsang anzuuehmen. Ta war halb
(hießen aui den Beinen, um, wenn nicht selbst in Maske,
wenigstens die Maskierten zu sehen, deren Kostüme allerdings zum Teil sehr wertvoll und kleidsam waren. Taueben fesselten eine Reihe von Wagen, die ständig unter großem Radau der Fnsasseit die Straßen auf und ab fuhren, die Aus merksamleit des PichlikumS. Darunter einer mit einer Fu fchrist, die einen harmlosen Wink nach oben bedeutete und die allseits mit vetzitändnisinnigem Lächeln ausgenommen
wttrde. Tic zaric Inschrift lautete:
„Godesberger Lmidsturmvcrein „Antonia". Sachverständniskommission der Ilelrcrlaiid Licht- und Dunkel-Zentrale,"
Tag einige Maskierte in ihren Scherzen über das M-rsz hinausgingen, das ist leider nie zu vermeiden, war gottlob aber verhältnismäßig selten zu verzeichnen Am unangenehmste,i tührke sich ein mit einem st'selskotzi» geschmückter junger Mann ans. Das ehrsame» Geschlecht „Minis“ stirb, beianntlich nicht aus, und das ist gut so. Er mußte schließlich von dem auisichtsührende» Schutzmann ab gcsühri werden.
Was den Lärm anlongt, so trugen die verschiedene» Reklame-Wagen und -Züge unstreitig den Preis davon, die mit nicht sehr künstlerischer, aber desto lauterer Musik den Passanten die siir de» Abend geplanten Maskenbälle anpriesen. Ms diese Bälle begannen, legte sich allmählich der Trubel aus de» Straße», die Menge verlies sich und luchte i,ch in der Turnhalle, im East' Ebel und wo sonst „och Maskenbälle siaitjandcu, oder auch in den Easäs ein Plätzchen zu ergattern.
»iid heute--Katcrsßtmniung — grauer Himmel —
allgc,»einer Jammer — leere Börse — Aschermittwoch!I
K. B.
** Tageskalcnder sür Mittwoch, den 95. Febr,: S t a d l- thealer: .Schneider Wlbbet' Aniaiig 7 Uhr.
Tr in ker- Fü rsorge st c ll e sür Stabt »nd Landkreis Gieße» Gießen Aslerwcg 9. Sprechstunde jeden TounerStag abend 6 bis 77, Uhr.
’* Der GroßI> crzog hat den außerordentlichen Pro- iesjor an der Technischen Hochschule zu Tannstadt Dr. Bernhard N c „ in a „ n ach sein Nachstichen mit Wirkung von, l. Avril 1914 ans dem Staatsdienste entlassen.
. ** Arbeiterorganisationen i u H c s s e u. Nach dem 8. Sonderheit ,u»i Reichsarbcitsblatt 'Berlin 1914) waren int Grohherwmum Hessen 1912 insgesamt 4 7 938 Arbeiter, d. h. 2.>, Proz. aller Arbeiter, organisiert. 4l >90 davon waren in der Industrie brsthästigt, ü. h. 27 Pruzeni aller IndustKearbcitcr. Fm Deutschen Reich war dieser Prozentsatz nahezu der gleiche (28 Pro;.). Weitaus der größte Teil t.'> 27.7 gehörte den freien Kcwerkschasten an, nur 164.", de» christlichen Gcwerkschasten, 791 wirlschasks sricdiicheit Arbeitervereine», 274.7 de» Hirsch Diiuekgriebcu Ge
Halles regelmäßig sür die vcrsäiiedeniieu Diagnosen mit bestem Er 'olg angewandt würde. Mit dem aleichen Eriolg Ivnrdc Abderbat dens Melbodc auch austerhaib Halles und zwar in den meisten den, scheu tlniversitätslkiniken angewendet.
Gebezmrat Tentcr. der Ttreklor de, HaUeschen »uiversitäis Tlinit sür Obren . Rajen- und Kehltapskrentbeiten schreibt: „Tie bisher vorliegenden Umerinchungsergebniiie über die I Zuverlässig- lei, des Abberbatdenickirit Tvaliüerversglirens zur Frststellung der Töiwangerichair bilde» in ihrer (Gesamtheit ein geradezu erdrückendes Malerial. das iür die praktische diagnostische Ber,verlbarteit dieier biologischen Methode in etlatoiilcr Weise Zeugnis nblegl. ES ist erklärlich, daß bei einer derartigen ncncn Metbode, die an die Technik der Uittcriuduntgcn äußerst hohe Auiordernnge,, stellt, und in der einen oder nnderru Richtung, wie Abderhalden selbst innncr nieder hcrvorbi'bt, sicherlich auch »och »erbessernngssähig ist. in der ersten Zeit ibrer Anwendung ab »nd zu Resultate publiziert werde», die geg>n den Wert des Verfahrens zu ivrechen scheinen. Derartige „BKiaaer" ließen sich aber in allen Fallen, bei dcncu Nachorui,Ingen der von den einzelnen Untersuchern qe- üble» Technik oder besonders ber verwendeten Organe diilch Pros. Abderbalüeu ielbiKansgesührt iveiden lonmcn, als in der Mangel hgstcn Technik des einzelnen Untersuchers oder in deni von ihm willkürlich ciiigcfübrtcn und häufig unzloeckniäßigeit. lvril ans folschcil Voraussetztmgcn beruhenden Madisikalioneii (Michaelis) gelegen sestslellcn
Hut die weitgehende ZuvcrMsiigkcit des Tvalisierverjabrens zum Zweck der Feststellung der Schwangcrichaii auch jedem Laien zu »eranichaniichen, sei hier erwähnt, daß Abderhalden selbst bei mehr als 500 ei »ge sandten Blutvroben, über deren Her- kuirst cril »ach Bekanntgabe des Verstichsrejultotes Austchluß ge gebe» imirde, nnr zweimal Resultate erhielt, die sich mit dem ,n dem einen Fall übrigens cbensalls unüchereii klinischen Berlinde nicht i» Einklang bringen ließen F„ ähnlicher Weise genolleten sich die Ergebnisse der Umersiichung a» der Koniqs bcrqo llniversitütssranenklinik, wo bei 200 mit der Tnaliiier- melbolv' iMieriuchlcn Fällen nur eine einzige Fchldiagno,. »nter- lies Dazu kommt noch, daß Abderhalden die dnrch den Thnlisier- neriuch gewonnenen Reinliaie gleichzeitig durch andere eimnands freie Methoden, speziell durch das sogen. ov:iiä»e Versahren, lon trrftirrtc und ihre Zuverlässigkeit in vollem Nm'angc bestätigen .onme"
werkvcreincu und 179 unabhängigen Verbänden. Dem Br ruse nach waren die hessischen Mitglieder der freien Wo» tv e r k s ch a ste ii in erster Linie Metallarbeiter (9733), Bau arbciter (.7880-, Fabrikarbeiter ohne nähere Bezeichnung ,7182 , Sattler 3692 . Holzarbeiter 3886’, Maler 2832 , Transportarbeiter *2029 , Schuhmacher <1722 , Geiitcinde- arbetter (1384), Brauerei und Mühleuarbeiier * 134 l), Buck druckcr 1280 , Tabakarbeitcr (1144 , Steinarbeiler 663), Zimmerer .761*, Schneider 726’, Lederarbeiter .706 . Tie christlichen G c iv e r k s ch a f! e n hatte» ihre Mitglieder hauptsächlich unter den Fabrikarbeitern 678 , Tabakatbei- teru (.732 , Malern 1.70’ und Bauhandwerkern 122 , die H i r i ch - T ii n <k e r s ch e » G e w e r k v er eine unter den Maschinenbau und Metallarbeitern (167.
** F über B ahn h o s st r a st e a n g c s ch o s i e u. Einen recht üblen Ausgang nahm für mehrere Personen der Maskenball am Dienstag abend in der Turnhalle. Mehrere junge Leiiic gerielen beim Heimgänge heute morgen zwischen .7 und ii Uhr in Streit, bei dem die holde Weiblich-' leit selbstverständlich den Grund zu den Uueinigkeiteu bildete. Tic Plänteleieu zogen sich bis nach der Batiuhojstraße hin und arteten dort zu einer regelrechten Schlägerei aus. Hierbei zog einer der Beteiligten einen Revolver und schoß bl in d l i n g s ab. Ter Schuß dran g dem auf der anderen Straßenseite gehenden Tienstmädchen Lina Brück, die ebensalls den Mästenball bejuchi hatte, aber mit den Streitenden in keiner Verbindung stand, in das rechte .'! u i e g e t e n k. Tr. Steinreich leistete die erste Hilfe und ließ dann das Mädchen dnrch die Sanitätskolonne in die .ü l i n i f bringen, wo die lüugel entiernt wurde. Es besteht Gefahr, daß das Kniegelenk steis bleibt.
** Holde Ingend Bor zwei Häusern in der mittlere» Liebigstraße brachten gestern abend, wie man uns schreibt kurz nach 10 Uhr, hiesige Wandervögel, darunter auch einige Mädchen, ein Ständchen. Tie Sänger trugen unter Begleitung von Zupfgeigen einige Volkslieder vor.
Itr Engroshändler u n d das War c n - ha iis. Sieht da vor einem Gießencr Warenhanse ein kleiner Flingc und bietet den Borübergehenden mit Stentorstimme sechs Stück Schnürbänder sür 10 Pfennig an. Ich trete an ihn heran und verlange zu wissen, wieviel ein Schnürband kosten soll, da ich nichl mehr benölige. „Ich verkaufe nur cngros. Wenn Sie eins haben wollen, müssen Sie ins W a - reu Haus gehen!" lautet die prompte Antwort des Bürichleins.
' K rt e g e r l a m e r adj ch a s t H ajsia. Tic Kric- gerlamcradschaft Hassia hält am 0. und 7. Juni in Butzbach ihre di.'sjährige Mitgliederversammlung ab und verbindet damit ihr 4 0jähriges Jubiläum, zugleich feiert der .hassiabezirk Butzbach und dessen Vorsitzender Medizinalrat Tr. Vogt sein 40jähriges Jubiläum. Ter Hassia, lvclche vor 40 Jahren nur 7000 Mitglieder und llOO Ml. Vermögen zählte, gehöret, heute 70OOOMitglieder an. Ter Jahresbericht soll diL Zeit bi-s 31. März 1014 mit fassen und als Festschrift ausgestatlct werden. Von ein schneidender Bedeutung sür den Verband ist ein Antrag des Präsidiums auf Errichtung einer Geschäftsstelle und Au steltung eines Generalsekretärs mit dem Zip. in Tarmstadt. Mainz beantragt für Anglist >91.7 einen Veleranenappell in Mainz, dazu soll der Verband 3000 Mk. beisteuern. Pohl- G ö iic- beantragt, die Plakette soll so abgeändert iverde». daß sic wie e>» Vereinsabzeichen getragen werden könne. Für Frühjahr I9I.7 wird ecn K o r n b I n »i e n I a g beabsichtigt. Fm Fahre >913 wurden .71 976 Hassiatalender ab- gesctzi. Das Samnielwerl ergab 2770 Mk. Ter „Hessische Kamerad", das Lerbandsorga», zählt jetzt 2,7 300 Leser, Veceiiie, die die Zeitung sür sämtliche Mitglieder beziehen, befinden sich in Obcrhessen Il.7, in Starkenburg 101, tu Rheiiihesscn .78, Tic Entwicklung ist eine günstige.
" ® 1 a ö 11 h e a I e r. Ta Herr 2! oIteck von seiner Krankheit „och „ich» heracslellt »7, muß am Freilaq stall Webeknids .Kainmersanger" Otto Erich Hartlkvens tloinöbic »Tic Lore" ae- geben werben. — Es ul jn ivunschsn, daß die ülacbiraac nach der Schüiervorstellinig von »Eamonl" mit der Beetbovenlche» Vlußk onr LaniZtaa „achwittaa sich noch lebt. Io das; die Tlreklion ani die Kobe» konan! — Zinn ölaklstnct des Proleüors Marzell Salzer an, morgigen Tonnersiag >ei noch bemerkt, daß, einem Wnnlckie des Gasles z» ciillveechen, pünktlich beaonnc» Ivird.
' Ter Hessische Diakonie verein wird seine Haiwt vcrtamiiitnvq am 2.7. März im Laiidesiviiodalgebände in T o r IN üadl aikal'cn.
** PoIksvorle i n n ge» d e s L e s c h a l l e » v c r et ii*. Man schreibt uns: Verschiedene Umstände baben den Beginn der dicsfährigen Bolksoorlcsiingcn des Leiehallenvec- ctns leider verzögert. Die erste Borlesiing tani, daher erst a»i Donnerstag abend 8-,.Uhr in der Turnhalle der Höheren Mädchenschule Eingang Tanimstraße, statlsindeu. Jn ihr wird Professor Bogt über Deutschland u n d E u g - l a i, d reden. Fu dem gegenseitigen BcrhältuiS dieser Mächte rubt einer der Lchwerpuntte der Wcltvolitik. Fm Welthandel ist Deulschland der schärtßc Konkurrent Englands. Dementsprechend wird der Bortrag, der die historische Entwickelung der Beziehungen der beiden Polter zueinander behandelt! soll, zugleich eine Einiührung in das Berstäudnis va» Well Politik und Handel bilden. De» zweiten Borlrag wird im März Privatdozent Tr Peppler über >o c s s e n sch a s t- l i ch e B a l l o n f a I> r t e >t halten.
*" *■ Landwirtschastskammer f ii r das G r v ß l> e r z o g kn IN H esse ». Laiidivirlichnitlich’- Vorträge iinben üatl: Am Freitag, Sc» 27. Februar, abends ( . 8 Mtiv, in Ockstadt im Gasl- liaiise von Klingel über: ..Tie Vorkenläser »I der Kirschpilanzung". Grosch . Landwirtschansletzrer Tr. H o t i m a n u - Friedbergt und am Sonntag, den l März, nachmittags 4 Uhr, in R ö d g e n (Kreis Gieße» in, (bostbause von Heinrich Wagner über: „Turch welche Maßnavmeu könneii in der Laiibivirtschast die Reinerträge erhöbt werden?" (Ockonomierat We itzcl Licht i
** Eine unangenc hm e Verreck» n » g Seil Fahren waren i» Büdingen die Porbereiniiige» zu einer möglichst glänzende» Feie, des 4 50 jährigen Bestehens der B ü- dingcr S ch n r e » g c s e > i i ch a f t IM Fnlj 1914 im Gange. Tiese, Tage enideckie mm der iürsckich Isenbnrgiiche Reichsarchivrat lJr. W > Iima » n Büdingen , daß die Gesellichaft schon 500 F a ll I beste!.,. Daraufhin dal der Fnämisschuß kür das Fiibilaums- sest die Jnbiläniiisniimmer schleunigst »m .7 0 h i n a n s g e se tz , »nd ieirrl nun die Haibtallsendiahrscicr
" F u das Handelsregister Abt A des Amtsgerichts Gießen wurde bezüglich der Firma „A. Siegel" zu Gießen eingetragen: Tie Prokura der Frau Elsbeii, Siegel geh. Eicke zu Gießen in erloschen. Ter Robert Siegel Ebetrau, Eliiabctb geb Leonbard zu Gießen, ist Prokura erccist. — Bezüglich der Firma „S z e gm ii n d R o srnba u m" zu Gießen wurde eingetragen: Tee Kauimann Fstdor R o r h s ch i 1 b zu Gießen ist in das Gc- ickaii als veiiönlich iia'lender Geiellstbaster einqelreten. Tic osicne HandelSgeiellickait bat am I. Fanvar 1014 begonnen
** G ii irr c cch tsregister Gütertrennung haben vereinban: Eduard Eberl, Gasumet, und Ehefrau Elifobetlza geh. Mathis in Ottenbach a. M , Mepgermeister Fakob Dcng- l c r und dessen Eheirau Fustixc geb. Sohn zu Tarmstadt.
** K leine M i i i e > l II » ge Fn dem Tarsk Breiten- b a ck> bei Marburg banden mehrere Burschen den angetrunkenen Gemeindehirien an einem Baum am Kopse scst. Erst am anderen
Morgen wurde der vollständig Erschöplte enkdecki und losgeickmilten.
Tie Rohlinge konnte» noch am gleichen Tage ermittelt werden. — Be, Schwandet m wurde gestern dl' Leiche des Schubmachers T i v t e r aus Reu-Fsenburg aus dem Main geborgen. Titzler batte im Tezcmber 1913 s e i n e b c i d e » ,t >o i l > i n g s I c n d c r v c r - gütet lind war seil der Tat verschwiiilden. Bei Geilen - b < > m iburde in, Rheine die Leiche des im Tezember 1913 aus Zell im Odenwald venchibiindencn 70jährigen Müllers W. Jhring gelandet. Es liegt Selbstmord vor — Während eines Lumpen abends in Ol sei, back, gerieten wegen der Preisverteilung die Fudrunteriicliiner Gebrüdei -M „ l l e r und Georg Hck. Karl in Tlreil, in dessen Berlaui Georg’Müller von Karl durch einen Re v o l v e r s ch ii ß lebensgefährlich verlest ivurdc. Karl soll aus Rorwehr gehandelt haben.
" .Konkurse i» Hessen. Fn dein 5>.o»knrsver>aliren über das Vermöge» des Fasel Lüinerel. LandeSvroditkteuhöndler ,n Mainz, in Schknßlerniin a»t Aliitivoch, 1K. März 1914, uoe- millags 97, Ilhr, vor Cent Großb Amtsgericht Alain, bcßinunt. — Das Vangeschäst von Fob. Vbit. Götb in Franklnrt a. Al. ist in Konkurs gcralc »; Sie Verbindlichkeiten sind erheblich.
.Kreis Frieoberg.
Fricdberg, 24. Febr. Roa, tut,'.er Erkrankung starb Rektor Maz Schmidt in Heppenheim. Ter Verstorbene war in Fricdberg geboren; er erreichte ein Üllter von 72 Fahren 1910 beging er fein goldenes Lehrcrjnbiläum Sei; einem Fahre lebte er int Ruhestände
h Butzbach, 24. Febr Fm Bntzbacher K o h l c i,! ä i> rc werk wurde der Arbeuer Philipp Ritz durch eine ervlodic r e n b e Natron flasche getötet.
Hessen-Nassau
!! Marburg, 94. Febr. Ter »nnnielir anSgelegte zweit« Teil des sl ä d t i s eh e i> D o i a n i ch l a g s belchältigl sich mit de» imtlischen Werke», Schnle» »sw. Tas Gaswerk Ichließt ab mit tl >050 Mk.. das Wasseriverk mit 141 .80 Mk.. das Eiswerk mit >r9(>5P!k.. das Eleklrizuälswerk mit 2M 8159)1 f. und die Straßenbahn mit 107 100 Mk. Für die Ode, eealichnlc >7»d 1:0 800 Mk., säe die höhere Bi'ädchenlchule 70 400 Mk. ,i»d iür die Volksschule» 209 209.50 Mk in Einnahme und Ausgabe gestellt. Tie Armen- kalsc eiiorderk bei 06 975 Mk AiiSgabcn. einen nädtischen Zllschnn von 21 975 Alk. Del der städtische» Stuutnfic sind 4 917 000 Mk. gegen 5 08)500 Akk. INI Jahre 1911 vorgesehen.
X E »»i» bach, 24. Febr. Fniolge der.ZnsoiiNnenlegnng der Feldmark verschivinde! der ttzeinenidewald »Langdeck" oberhalb des Tories. Drei Jahre sind iür ieiae Avbolzniig voroeleben: es werden alljährlich sür etwa 7000 Akk. Holz geschlageit. Ter Distrikt ivird ein vorzügliche; ?lckerla»d abgeben, woran cs hier tatsächlich mangelt.
Vereinsnachrichtrn.
bl., Lollar, 94. Febr. Geile » abend veranstaltete die Viirschen'chait „T e n l o n i a" in, Saale »Zur vlermania" <H. Scherb) ihren Maskenball. Tie Kapelle Billendori.Wißmar spiclie znnz Tanze an'.
--- Großen-Biiseck, 21. Febr Ter Gesangverein „Ger - man in" hielt gestern abend tritt 51. Stiitnugssest ab. Das reichhaltige Brogramm brachte ichöne Ehöre loinie Volkslieder unter der tüchtigen Leitung des Tirigeiue» »( Nicolai z» Gehör. Tie Tvealerikück' wurden Holt geiviikt Te- Bereu, hat in letzter Zeit eine stattliche Mitglie-erzabl von ilbec 200 erreicht. von deiiei, gestern übe’ d l l :!, >Fii,’„im,.i!iee!-ru ernannt »mrden.
( b a tt n. 24. ^cbr. Tee Avvell^ericbtsbos de-?' Staates 9tew v J)ocf bot nur Beruiuna dec, E^polizeilentnants Becker, der weaen Mordes an den: Bordellwirt R o s c tt 1 1) a l am 16. Juni 1912 vcr irteilt rvorden war, eine neue Untcrsuchwli'r anaeordiret. Die Bernümq der initverurteilten vier i'etitr, von denen Stosenthal niedergescliosieu lvnrde, »vurde verworren.
!tiitocriiiätj>nod»vidtfcit.
Tem Ptivatdozenlei! für Röntgenologie o» der iluivcrsität Würzb » rg Ur. me<l. Melchior Fa »fhabcr ist der Titel und Rang eines außceoedeiitlichcn Prosenors verliehe» lvoidcn. — v Ter Historiker Proi. Ur. Friedrich M cueckc in Frei bürg i. B. hat den Rus an die Berliner tlnivcrsität angc - nominell.
ScrmiMi».
* Karl Th » dz ch ii m v. Am 23. Februar starb i» Gent der bekannte Pädagoge Karl TndichiiM. der am 3. Füll 1833 wie lei» Bruder, der kürzlich verstorbene Ktrchcnrechtslehrer, in Büdingen geboren war. Nach Brinch der Volksschule und deS Gynmaiiums in seiner Vakcrsladt »„dierle er Theologie »nd kla> tische Philologie in Gieße» »nd IN Bonn Nach Abiolvierung seines erste» theol. EramenS lonrde er, 1854, Bredigtomtskandibal, bestand im folgenden Jabr sein Examen vor den: Lberkoniistoriuni, zog es aber vor. sich nicht dem Pastorat i» Hessen jii widmen. So iiiibeil wir Tlmdichnm I8.7l> in Genf, >oo er an der luthcriidtcit Kirche vrediglc und sich durch das Erreilcn von Vrivalmiterricht sein Brol 'verdiente. Seine Ernennung mm .nvcite» Plärrer a» de, Genfer Kirche nimnn er nicht an. Ende 1858 trat er als Lehrer titeir Pcniionat ein. das A.H.R obiger ans Hanau »ach Ge»! vre legt halle. Hier lernte er die Tochter seines Direktors, Antonie Rö diger, keime», die er 1858 heiratete. 1860 wurde Thudichiim Tcil- babee ani Untcrnebme» 'eines Schwiegervaters, das er 1863 ganz ilbernahni, um es bald darauf mit seinem anderc» Schivager, dem Lileratiirbiftoriter Ferdinand L ot l, eisen, zu Icilcii. Unter ost »ngeivölinlich schwierigen Verhältnissen gelang es ilii», seine Anstalt zu einem Müstcrinftitut ansznbauen und sic vorbildlich zu machen für die moderne Erziehung.
* T ie Schwindeleien des S ch l o ß h err » von Pienzenau. Tie Vcrhailung des Hochstapler’.- Beskow rnit jetzt alle Schwindeleien dieses Mannes in die Erinnerung zurück. Besloiv tan, im Fahre 1897 nach Dresden. Er lauste die Hutten bürg bei Meißen, die früher dem Berliner Eiroß- kauimann ('Vrlfa gebärt halte nnd zahlte 10 09!) Mk. daraus au. Er verlauste dann die „nr die Hulteitburg liegenden Felder und soll dabei einen Oicwinu von 80 000 Mk. erzielt baden. Das Geld gcnloß aber schnell im<pr seinen Fingen,, weil er schon damals in die Hände von Wucherern gcraien wgr. Auf der Huitciiburg gab er irotzbem größt Feste. Gkeichzeiliq Taufte er in Dresden und Ptaiewitz Häuser und Bausiellen und belastete sie mit hoben Hvvotheken. Ein Banmeister. der von ihm tritt Geld er halten konnte, erschoß sich Mehr als hundert B e rso n e II, danmier Baiinntertteknier, Liescranten und Geichäslslente. hahen bis heute von ihm kein Geld erhalten. Er versicherte sich sür 150 000 Mk und ließ sich den größien Teil der Summe aus zahlen. Er erhielt das Geld, weil er durch notarielle Urkunden sein angeblich großes Pertnögen nachireiscn konnle. Ta die Ber träge nicht aniechtbar waren, niußte der Aussichtsrat der Geiell schast 30 000 Mk ans seiner Tasche zahle:,. Gegen den Tirek ror der Gescltschast wurde sogar Anklage erhöhen, weil er an geblick die gebotene Vorsicht außer acht gelassen lnittc. Er imirde aber s r ei g c s v r o ch e „ , da er n-ichwriien konme, daß mehrere Rechtsanwälte die augebolenen Sick>erheiten als gut bezeichnet bat teu. Auch in verschiedenen anderen sächsischen Stadien faiiftc Bcstow kürundstücke und Häuser, strich die Mieten ein und ließ daun nichts mehr von sich hören. Erst als er sich einen Pa>; „ach AuftraltFn veuchaiste, wurde eine Unteriiichung ringe leitet und ein Steckbrief hinter ihm erlassen, der aber, wie cs scheint, nicht erneuert wurde, so daß er in Tresden nach seiner Rückkehr nicht belangt werben konnte.
* Gesunkener Dampfer. Bei der Deutsche» Tomvs lchiisabrlsgesellschast vansa ist von den, Kavilä» des Tamvsers ..Wildeiricls" folgendes drahtloses Tclegranini eingetroffen: 1 a ra ti j ( r Eklivtica ist bei .ikopenhagcn im Sturm aus’ 47 Grad Nord, 6 itzrad Wr'st gesunken, itzerettet wurde ein Passagier, der zweite Maschinist, ein Mcßroom Boy, lüns Ma troscn und drei Heizer. Der Kapitän ist tot. Tir Meldungen


