uwgäugtia, bezeichne: wird, gebt ich nicht ab." (i* ist Eurer Majestät detanul, dost der Vorschlag, dergetzl auf der Basis der Arbeiten der P«rtri»ign»q»kammM«n »»rberkittt wird, weit iibrr bi: Bti- behallung ixr jcBincn Esstktivität biimiibqdit, imb in Diflcu Punk len riiic weioiiltibc Berhessrriing der Wehrmacht enthält, Aber bei der Kennmis der Forderungen der militärische» Auloiiläl in vcrichiebentlicher Hinsicht ist ganz sicher oorgn-zuichen, da» der Vorschlag, den bar- MinisiertUM rrure, Majestät zur Vorlegung im Rcicvsiag unrerbrette» wird, fcbuK’rfid> olle diese Forderungen wird eriiUlen können, Es kann anck: binuige-nat werden, das; er ^»iit Sicherheit keine Aussicht ans Annahme bätte, inenn dies der Fall wäre. Unter diesen Umständen ist es dem Ministerium ftir rat iam erschienen, lein rer Majestät untertänigst anbeimznstellcn, tot »ende Fragen ZU beantworten! Ist es Eurer Majestät Absicht, mit den oben -stierten Worten ini voraus zu erklären, dast Euer Maiestät bei der Prüiung des Vorschlages zur Verbesserung d:S BerteidigungswesenS, der sich in Ausarbeitung befindet, den Vor schlag nicht gut heißen zu Ivollen, lvcnn er nickst in allen Punkten die Forderungen erfüllt, die die militärischen Sachverständigen iür unumgänglich erklärt haben, selbst wenn der Vorschlag als Ganzes eine loeitere Eihobnng der Effektivität der Lanbesvcrtei- digung mit sich führen würde?
Mit Bezug aus einzelne andere Ausdrücke in der erwähnten An- ivrawc erlaube» wir uns ebenso untertänigst um die Beantwortung der folgenden Fragen zu ersuchen! Haben Eure Majestät in irgendeiner Weise rm voraus einen Tlaudpunkt bezüglich des kommenden Verteidigiingsoonchlaoes getastt, ehe die konstitutionelle» Malgeber Eurer Maiestät Gelegenheit gehabt staben, ibre untertänigsten Vorschläge in dieser Angelcgeiibeit zu inacheii und diese ;n begründen? ^
Aus die erste Frage gab der König iwär an demselben Tage solgende Antwort! Ta ich bi« ictzl noch nicht de» Vorschlag der Regierung in der LandeSbericidiguiigSjrage und »och weniger die (Ürltoiungen meiner Sachverständigen darüber gesehen habe, ist es »arr unmöglich. diese Frage zu beantworten, bevor die Angelegen Mil zur. (stnn'cheidnng vorliegt, Daraus geht also stcrvor, dast ich nicht im voraus in irgendeiner Frage einen entscheidenden Entschluß gesoßt habe, oder stabe mite» iäniten, ohne erst die Erklärungen meiner konstitutionellen Ratgeber oder die Vorschläge des Staatsrares zu stören.
Das Ministerium hat dem König auch noch ivcitcre Zumutung gemacht, die er ablcstntc, iichenr er bcnrerkte: ,,Jc» will mich Ntcht des Reckstes berauben lassen, zum schwedischen Volk: mich irei ansrnsprechen,"
Stockholm. lO, Febr, Der König bcauslragle den ge- inästigr-libcralen Senawr und Gouocrnenr von Kristianstod, Frei- sterrn von der Geer, mit der Bildung dcä neuen Sn« btnettS.
Kundgebmigen vor dem Köisigl, Schlot;,
Stockholm, 1l, Febr, Eine nach Tan senden zäb- sende M e n s ch c n in e n a e biachic heute nachmittag dem König vor dem Schlost uitier Adiingung vgtcrländiicher wieder eine Huldigung, Ter König grüstte von einem Scktzoßienster aus, Atrs den Reihen »es Janhagels erschollen angesichts der imvro- visicrten königsireuen Kundgebung wiederholt Ruse: Bieder mli de in König! ES lebe die Republik! Während die Königstreuen sich entscruten, smirmelte sich eine Menge vor dem Reühsiagsgebände, wo demokratische Reden gestalten wurden.
Sine Reichslairsersatzwahl.
Burg, 10. Festr, Bei der heutigen Reichstagsersatz lnaht int Wahlkreise Magdeburg 8 iJerichow I «nd Jerichow 2) erhielt der Rittergutsbesitzer Schiele lKons.) >1999, der Expedient .Haupt (So.;,) 12600 Stimmen, der Fleilchcrmeister,, Kobelt (Fortschr, Vpt.) 6893 Stimmen, Aus drei Orten stehen die Ergebnisse noch aus, Es findet somit Stichwahl zwischen Schiele und Liaupk statt,
Ter „Vorwärts" schreibt der Sozialdemokratie schon setzt, trotzdem noch einige Orte ausstehen, eine Zunahme von über 600 Stimme» zu und meint, nrit einein solchen Erfolg habe wohl kaum jemand gerechnet, — Die „Deutsche Tageszcittmg" sagt, es trete wieder auss deutlichste hervor, dast die Bewegung nach Links im Zurüctflute» begrisfen sei. Das den Konservative» günstige Wahlergebnis belohne die tüchtige Kahlarbeit gut, Mau könne hassen, dast der Kon servativc diesmal als Sieger aus dem Wahlkampf hcrvor- gchen werde. Freisinnige Führer ltzitten bereits erklärt, in der Stichwahl für ihn eintreten zu wollen,
politische Tagcsscha»««
Die Kundgebung der Zentrumspartei
hat auch den uneingeschränkten Beifall der „Germania" ge fundcn, die bisher auf der Seite der „Berliner Richtung" gestanden hatte. Das Blatt ist nunmehr bekehrt worden und cs beruhigt die Leute um stopp damit, dast fast alle Wühler und Abgeordneten zur katholischen stirche gehören, und dast sich in religiösen Fragen jeder -Abgeordnete nach den Grundsätzen seines Glaubcnsbckenntnmes zu richten habe. Dann fährt das Blatt fort:
„Hieiin ist eine so starke Ga ca ntie enthalten, daß sic von jedem Katholiken als ausreichend, betrachtet werden la»n, und die „Doltorstaic" über die „Definition" des Zentrums als ü b e r r l ü > i i q erscheinen läßt Was will man denn mehr, als tan jeder katdoliiche Abgeordnete in denienigcn Fragen, welche das religiöse Gebiet berühren, sich nach den Grundsätzen seines katholischen Glaub cn: bekenn,nit'scs, wozu selbstverständlich auch das Gebiet der tirchtichen Aiuvrität gehört, zu richten vervilichtei ist ? Die Zeiten lind zu ernst, die Angriffe gegen die katholische Kirche und gegen die christliche Tioaksordnnng sind ZN viclgcstallig und gewabtig, als dost man sich den Luxus von Streitigkeiten um tstcorclilche Tinge qcstalten könnte, Ivobei die Hauvtiache gor >u leickn aus den Augen gelassen loird Grnndiäne müssen freilich unverrückbar ausrccht erhalten werden, politiick« ,onwbl wie kirchliche Grundsätze, und es darl nicht dastin koininen. dast eine dem Wechicl unlernuricnc Taktik zur autoritären Macht eines Grundsatzes gelangt und in das Fastrwasicr des liberalen Opportunismus überleitet, In dieser Hü,sicht lieg! aber beim Zentrum keine Gefahr vor,"
Ccutidtjs Reich,
Anfrage» i m Reichstag, Der 'Abgeordnete Schulz-Erfurt (Soz.) hat an den Reichskanzler ivlgeude Anfrage gerichtet: „An einer Bersammliiitg des Berliner Phtlologenvercins im Dezember 1013 teilte der preußische Minssterialdircklor von Bremen mit, dast bald ein P ä d a - gogrsches Zentralinstirut errichtet werden solle, stann der Reichskanzler darüber Auskunft geben, ob es fick bei dem Plane um eine Zentralstelle für Preußen oder um ein pädagogisches Zentralinstitut sür das deutsche Reich handelt ? Abgeordnete Schul tz- Bromberg tRpk.) und Graf W e st a rv (stousrrv, - und Genosscu haben im Reichstag iolgenden Ab- änderiingsaiitrag eingebracht! Ter Reichstag wolle bejchlic sten, entgegen dem Anträge der stominisiion für den Reichs- baushaltsetat das Kapitel 85 Titel 38f der fortdauernden Ausgaben: außerordentliche und umoiderrnfsiche Zulagen, für die in der Provinz Posen und den gemischksprachigeit Kreisen der Provinz Äestpreusten anacftellten mittleren Kanzlei- und Unterbcamtcn (1 200 000 Biark) nach der Regierungsvorlage wieder hcrzustcllc»,
I mPrcußischeklAbgcordn etc n Haus wurden am gestrigen Dienstag die bedauerliltten Autoinobil- Unfälle bcivrocheu, von derien tüngst die Heiden dem Zentrum altgehörenden Reichsta<l?abgeorditetett Pütz und
H c b c ( betroffeu wurden, Tie Abgeordnete» Tr, P o r s ch (Zeutr, und Genossen hatten eine etitsprcchendc Anfrage ge »stellt. Welche Gefahren die 'Auswüchse des ?lnlotnobilismus bedeulen und welch gewaltige Opfer sic bereits gesordcrt haben, das schilderte in Begründung der Abg, Frhr, von Sreinaeckcr (Ztr,). Tie Zahl der Opfer ist allerdings, wie der Minister des Innern v, T o ll wi tz ansführte, in Paris und London viel größer als in Berlin, Sic ist überdies im Fahre 1013 in Berlin trotz der Vermehrung der Erastdrvschken ge- suiiken. Ter Minister verbreitete sich weiter über die etii- schlägigen gesetzlichen Bcstitninungen und teilte dabei mit, dast die Regierung bereits n c u c M a st n a h m e n in A u s- s i ch t genommen habe, Tie Auswüchse des Automobilismus lvurden von allen Seilen, so von den Abg, Tr, v, Gescher iKöns.), Fust iRakl.l, Rosenow (9p./, Siofce (Soz.) und von Trainpczynski (Pole) mehr oder weniger scharf verurteilt, nian >var aber auch darin einig, daß der Berlehr nun einmal mit Gefahren verbunden sei und daß das 'Automobit als Vcr- tehrsmittel nicht mehr oiisgeschaltct werden könne. Neue Pv- lizcimatzregrln »vurdcn mchrsarl) nicht für nötig gehalten, es ist aber wohl aiizunchtncn, daß dos Ergebnis der Verhandlung eine schärfere Kontrolle schon auf Grund der bereits bestehenden Bestimmungen sein wird. Sollte diese, wie ausdrücklich gelvlinlcht wurde, auch die Wagen Holter und höchster Herrschaften kressen, so löniitc das auch uicksts schade«, — Hiernach wandte sich das Haus wieder dem Voranschlag des Ministeriums des Flincrn zu,
Ter Zcukrumsabgcorduetc Gröber begeht heute, Mittwoch, seinen 70. Geburtstag,
A«»lanv.
P r i ii z ; u W i ed i n R o m. Dem „Messaggero" zufolge begab sich der Prinz ;» Wied am Tieitstag vormittag zur Confulta und hatte dort die erste Zujnmmentunst mit dem Minister des Aeußern di San Giuliono Er besuchte daraus den Ministerpräsidenten Grolitti und den österreichisch ungarischen Botschafter, Ter „Messagers" versichert, daß der Batilan herzliche Peziehnngen zu dem neuen Fürsten von Albanien itmnjdic, da er dort zahlreiche Fntcrefscii habe, »m den Besuch beim Pavft ohne Schwierigkeit auszuführen, ist der Prinz, obgleich er Gast des Königs ist, nicht im Qnirinal abgesticgcn, v
3 ii der Antwort des Dreibundes o u s die letzte Note Sir Edward Greys erfährt das Reurer- Biircau, daß neben der Festsetzung, daß die Räumung Siid- olbanirns durch Griechenland am l, März beginnen solle und am 3! März beendet sein müsse, die drei Mächte ihre Bcreitwilligreit erklärt hätten, eine leichte Abänderung der alhaiirsischen Grenze, die vom griechischen Ministerpräsi dciite» V.nizelos oorgcschlogen worden sei, in ivohllvollende Erwägung z» ziehen. Was die Notifizierung an die Türkei betreffe, so Hütten die Mächte den britischen Vorschlag in den allgemeinen Wendungen angenonimen. Bezüglich cven- tnxllcr Maßnahmen zur ginvaitsainen Tiirchsetzuiig der Ent- schcidungen der Mächte seien sie der 'Ansicht, daß zuvor die Antwoiten Griechenlands an die Türkei abzmv.irten seien.
Ein englisches Geschlv aber ist auf der Reede von Cherbourg eiiigctrosfen. Der Kommandant machte auf dem Lande die üblichen Besuche.
Erkr an k u n g c » in französische» Truppeu- teileu. In der .Teumoiiite" wendet sich Faurss in sehr scharscil Worten gegen die ossiziöse Behauptung, daß die unter den Truppen ausgcbrochcneii epidemischen Erkrankungen durch die vom Neusahrsurlaub zurückgekehrten Soldaten ciugeschlrppt worden seien und schreibt u. a,: Wenn es Garnisonen gibt, wo sich 30 von 100 Mann krank melden, wo die Krankenhäuser überfüllt sind und die verschiedene» Epidemien in manchen ltzarnijonen bcimruhigen- »den Umfang annchmen, dann liegt die Scknild daran, oaß in senchten und gegen die Kälte ungenügend gelchützteu Kasernen die Soldaten ohne jede Vorsichtsmaßnahmen zu- sammengepscrcht wurden, iveil die Lagerstätten, die Ernährung und die .Heizung unzureichend, das Schuhzeug schlecht war, »veil alle diese Krankheitsursachen bei den massenhaft in gewissenloser und nnvernünstiger Weise ein-1 gestellten jungen Leuten unheilvoll einwirken mußten, Tie Urheber des TreijahrSgesetzeS haben dciisellicn Zynismus und die Nachlässigkeit, welche sie bei der .Herstellung des Gesetzes au den Tag gelegt baben, auch bei dessen Antven- dung bewiesen.
Denksche Aolonken.
F r h r, v, Rechend e r g, der frühere Gouverneur von Deutsch-Ostasrika, der seit fast zwei Jahren im einstweiligen Ruhestand lebte, ist jetzt, wie lchou berichtet wurde, unter gleichzeitiger Verleihung des Charakters als Wirkt, Geh, Rat mit deni Prädikat Exzellenz in den dauernden Richcstand versetzt worden,
Frhr, Alfred v, Rcchenberg hat von 1906 bis 1912 die Leitung des Schutzgebiets Deulich-Ostnsrika gehabt. Unter ziem- lictt schwierigen Verhälttiiisen übernalnii er seine Auiaade, und es gelang ihm, größere Aiintändc in seinem Schutzgebiet zu oer- nieiden, Tie Entwicklung, die Tentsch-Ostasiika waInend der Zeit >eines Gouvernements nahm, war infolgedessen ini großen und ganzen günstig, Ter Handel wuchs nickst unbeträchtlich, und die Einnalnneii ans den, Scknitzgcbiet waren stets im Steigen begriiscii. Nicht gut gestaltete sich in den letzten Zähren seiner Tätigkeit in Ostairika sein Verhältnis zur Schutztruvpe, deren damaliger- Kommandeur, Oberstlt, Frhr, von Schleinitz, übrigens vor kurzem oerabichiedet ivurde, Frhr, von Rechenberg steht, jetzt im Alter von 54 Fahren, Er trat 186!» in den Dienst des Auswärtigen Amts und loar erstmalig von 1X93 bi& 1895 als Beiirksamtmann und Bezirkärichtcr in Deutsch-Ostasrika tätig, 1896 wurde er Konsul in Zanzibar, kanr dam, als Aonsul nach 'Moskau und war späterhin Generalkonsul in Wort,Nun, bis er 1906 .Gouverneur von Teutsch- Onairita wurde Die „Nordd Aslg, Ztg," hebt ans Anlaß seiner Pensionicrimg und der ihm dabei verliehenen RuSzeichirnng hervor: „Hiermit sinder die erfolgreiche Täsigkcit eines der licrvor- raaendtten Männer, die an der EnNrncklnng unleicr Schutzgebiete mitgcarbcilet baben, eine wohlverdiente 'Anerkennung,"
Au» Stadt «ttd Land»
Gießen, 1l. Februar 1914.
** Tageskalcnder lür Mittwoch, den 11.Febr,: Stadt- tb-ater: „Die Journalisten,» Anlang 7 Ubr,
Lustiger B a k o s - A b c n d i Steins Garten, Aniang 87, Ubr . . . i n k e r i ll r! o r g « st e I l e stir Stadt und Landkreis Gienen, Gießen, Asterweg s. Sprechstunde: Jeden Tonnerslag abend von 6—77, Uhr.
** Lan des un i verfität. Der ordentliche Prosessor an der Universstät Basel Dr. Rudolf Herzog bat einkn Rus an unsere Universität als Nachfolger des Profeflor Dr. Körte erhalten: ferner erhielt der außerordentliche Proscsior
der Photochemie Dr. Karl Schaum in Leipzig einen Ruf als ordentlicher Profesior für Chemie (vhynkaliichx, theoretische und anorganische Chemie).
*• Das Groß herzogliche Piinisieri n m des Innern veröffentlicht einen Erlaß an die Großherzoglichcn
streisämtcr, worin cs heißt: Wegen der starken Verseuchung der preußischen Provinzen Ost- und Wcstprenßen ordnen wie die Quarantäne sür sämtliches aus den genannten ganzen Provinzen eingeführte» rllauenvieh (auch Schlachtvieh) an. Für da? ans den genannten Provinzen znm Zwecke sofortiger Abschlachiung in öffentliche Schlachthäuser eingesnhrte oder ans einem Schlachtoiehmarkt ausgetriebenc Klauciivich tritt eine Quarantäne nicht ein, doch darf diese? Vieh von den Schlachtviehmärkten nur zur Schlachtung in öffentliche Schlach! Häuser oder zuni Auftrieb auf andere Schlachtviehmärkte abgetrieben werden.
" Schloß Arnsburg, Zu dem alten .Herrensitz riud tpütereu Zisterzienser-Kloster, jetzigem Schloß Arnsburg in der Wcttcrau fand bie Verlobung der Gräfin Luttga r de; n Sol ms - Laubach in it bera Staat:- sc kr c tar d c s A e ußern, v, I a gow, statt. Seit einige» Tagen iveilt Staatssekretär v, Iägow auf dem Laubachschen Schlosse, Er hat seine jetzige Braut während seines Aufenl Halts in Rom kennen gelernt, Tie Braut ist eine Tochter des iin Fahre 1000 verstorbenen Grafen Friedrich zu Solms-Lau- back, aus seiner Ehe mit der verstorbenen Gräsiu Marianne zu Stolbcrg-Wernigerode, und eine Kusine der Grostherzogin Eleonore von Hessen uni> bei Rhein,
Bei den gestrigen K r c i s ta g s loa hie n tour- den gewählt: im Wahlbezirk Stadt Gießern: Bürger- nicister Keller, Geh, Medizinalrat Prof, Dr, Sommer, Geh, Medizinalrat Tr, Haberkvrn und Falirikant Ei chcii a u cr, sämtlich aus Gießen; im Wahlbezirk Wicseck ,H eu ch e lhe rm: Kraulenlaisentontrvlleur Georg B eck-
m an ii aus Gießen,
** Auslosunß der Geschworenen, Behufs Bildung der Spruchliüe für dre am 2. März 1914 beginnende Sitzung- Periode des Schwurgerichts des t, Quartals 1914 wurden nach stelwndc Geschworene auZgclost: 1 Paul Scbmolbach, Bürgermeister in Bannerod! 2, Joses Anton Wiegand, Landwirt in Herbster»! 3. Jakob Schuchard, Landwirt in Windhausen! 4, Ludwig Becker V , Landwirt in Ruttershausen: 5. Pbil Hcinr. Mank, Landlvirt in Wieseck: 6, Joh, Friedr, Mültxr, Tclegrapbensekretär i, P. in Fried berg! 7, Phil, .Karl Moschcrosch, Landwirt in Rodlieim v, d, ,H ! 8. Mar Krämer, Kauimann in Friedberg: 9, Wilh, Becker II. Landwirt in lbcsselbach: 10, Franz Holterhaii. Kaufmann in Gießen: tt, Phil, Löbcr, Landwirt in Heuchelheim b. Gießen. 12. Wilh. Ncrn, Landwirt in Pohl-Göns: 13, Phil, Keller 1V„ Landwirt in Melbach; 14, Richard Fischer, Landwirt in Kaichen: 15, Heinrich Lenz Ill„ Landlvirt in Atzenhain: 16, Jakob August Wiegand, Landwirt in Bönstadt: 17. August Kranz, Gemeinde - rechnet in Seibelsdorf: 18. Peter Rau VI., Landwirt und Rechner in Lumda: 19, Job. Gg, Martini III,, Landwirt in Leihgestern: 20, Otto Rieß, Landwirt in Weckest,cim: 21, Tr. Wild. Sievers. UnioersitälS-Prosetior in (»ließen: 22. Heinrich Rühl VIII., Bür germeister in Ulrichstcin: 2o. Ehristian Jndcrthal, Kaufmann in Gießen: 24. Friedrich Wilhelm Roßbach, Fabrikant in Fricdberg: 25 ,Adol> Bocher, Kaufmann rn Bad Nauheim: 26, Alexander Ringel, Kauimann in Gießen : 27. Adolf Fischer, Kausmann in Gießen: 28, Karl Henkel, Landwirt in Hörgenau: 29, Ludw, Schudi, Rentner in Niedcr-Ohmen: 30, Wilh, Heinr, Jost kl,, Kaufmann in Vilbel,
” LandivirtschastSklimmer für das ®rofe- h c r g o g t n m Helien, Ein landwirtschgitlicher Vortrag findet am Sonntag, den 1b, Februar, nachmittags 4 Ubr, in Rödaen (Kreis Gießen) im Gasthause von Heinrich Wagner statt. Ueber: „Durch welche Maßnahmen können in der Landwirtichast die Reinerträge erhöbt werden ?* soricht Oekonomierat Weitzel- Lick:,
** Mittelr hei ii (scher Fabrkanten-Verein. Am Donnerstag, nachmittags 314 Uhr, findet in Mainz, Kastno „doi zum Gntenberg' eine Dcrsaninilnng des Miltelrheinischen Fabrikanten-Vereins statt, in welcher Profesior W, Franz von der technischen dochichnle in Charlottenburg einen durch Lichtbilder erläuterlen Vortrag über Industriebauten halten wird.
•* Konzerlvercin. Seinem Reger-Konzert und der Aul- iührung der MatlhänS-Palsion, die einen allseitig anerkannten glänzenden Verlaus genommen haben, läßt der Konzertvereiu am Sonntag, den 1 5. Februar (bH Uhr in der Aula) den letzten K a m in e r m ii i i k » A b e n d und damit das vorletzte Konzert in diesem Winter überbaupt solgen. Das Prograinm dieser Kaminerniustk wetchl inlolern von dem fetti cc üblichen ab und bedeute! eine Bereiweriing, als cS außer einem Quartette zwei Quintette zugleich bringt. Es vereinigen sich zu diesen, Zwecke als Aussührende das aus den Herren W. Davis Ion, L Keiper, L Natterer und d. Keiver bsslehende neue Davision- Quartett aus Franknirt mit Herrn Proi, Traut- »i a n n lKlavierl, sowie Herrn (9. Heger ans München. Tie sehr inlerefsanle Vortragsiolqe lautet: Streichquartett von Mozart (Köchel Nr. 458t in B-dnr; das selten aulgeinhrle Streichgnartett von Schubert und das einzig schöne Klavierguintett von R o b. S ch u m a n n , ox, 44, Das nächste, zehnte und zugleich letzte Konzert (das Händelickic Ora orium Jepbtal ffndct erst nach langer Pause, NM 19. Mai, statt.
** Gautag der Telegraph« nlcitungsaufseher. Am Sonntag fand in Frankfurt ein Gautag des Verbandes der Telegravhenleitnngsaiisscher statt, der von den Bczirksorreinen der Obcrpostdirektionen Frankfurt (Main), Tarmstadt, Kassel, Koblenz und Karlsruhe zahlreich beiuckit ivar. Es wurde eine Entschließung einstimmig angenommen, in der die Versammlung ihr Bedauern über die noch immer nicht erfolgte Reiorm der Bnoldungsverliältnisse aussl>richt. Es beißt dann weiter am Schlnsse: Wir erblicken die Beseitigmig der Härten nur darin, daß die Telegravbenvorarbeiter ^ls etatsmäßige Beamte in der Bcsoldiingsklasse 7 nngestellt, die TelegraphcnleitnngSaussebcc 1, und 2, Klasse als eine Klasic in die Klasse 10 und dieOber- leitungSaufseher in die Klasse 14 der Besoldnngsordnung versetzt werden,
** Ei n geheimnisvoller Schuß, Ein glücklich abgelanfencr „Mordversuch" ist in einem Dörfchen an der Nahe vorgckonnneu. Eine Frau wollt« in einer Holz- l earbeitungswerkstätte Holz kaufen, als plötzlich «in Schuß kracht« und die Frcm nach üücktväwts fiel mit beit Worten: „I ch bin geschossen, ich bin geschossen!" Alles war sprachlos. Wo steckt der Mörder? Der Wagner .zeigt nach einem Schalter an der Wand: „Hier Imn der Schuß herz hier ist noch Rcruch,' 'Wer der Mörder war verschwunden. Nach längerem Suchen kam man ihm, lvlie die Fomikfiirt. Nachrichten schreiben, auf die Spur, Und zwar war dem Wagner ein Schlauch im Rad geplatzt, was eine Staubwolke verursacht hatte,
** 3 u dem verhüteten Unfall eines dreijährigen Mädchens^von dem wir gestern berichteten, ivird uns mitgeteill, dast der Strastenbabnwagen sehr langsam gefahren sei und im Augenblick hätte gehalten werden können. Zwischen dem gesähr dclen Mädchen und der Straßenbahn sei ein Aostand von etwa sechs Metern gewesen. Eine direkte Lehensgesahr habe daher für das Kind nicht bestanden, — Daß dieses richtig ist, untcrliegl keinem Zweitel, ,vnMierhüi ist die dadurckt geminderte gefährliche Lage, IN der das Mädchen schwellte, incht imstande, auch die Gciftcv aegenwart und den Opsermnt des Herrn Walldors herabzu- sctzcn, der das Kind auf den Fußsteig rettete,
** Das Lahneis, Daß das Betreten des Fluß- erses bei diesem anhaltenden T-auwetter mit größter Lebensgefahr verbunden ist, geht dcrrcms hervor, daß täglich von nah und fern Unfälle, teilweise mit tödlichem Ausgange, berichtet werden. Trotzdem kann man täglick: beobachten, wie an der Lahnstraße 8—12jährige Jungen sich auf dem Lahneise tummeln, Ter Rcvicrschutzmann, der


