Ausgabe 
4.2.1914
 
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iduit Ltalsonschlag gleichkommen, wenn natürlich auch in den drei restlichen Monaten die Einnahmen sich in mancher Bestehung noch günstiger gestalten können.

Tie Z o l l e i n n a h in c n erreichten im Dezember 1913 nur die Höhe non 53,34 gegen 58,60 Millionen Mk im De­zember 1913. Sic standen damit bis Ende Dezember mit 505,80 Millionen Mk um säst 38 Millionen Mk. hinter denen des Etatsjahres 1912 zurück. Niedriger als ini Vor­jahr waren außer den Zolteinnalimcn die aus der Schaum- weinsteucr mit 7,4 gegen 8,7 Milt. Mk., die aus dem Scheck­stempel mit 2,2 gegen 2,3 Mill. Mk., die aus dem Gruiid- stückübertraguugsstempcl mit 28,9 gegen 26,0 Mill. Mk., die aus deni Kauf und Anschassungsgelchästsstcmpcl mit 13,3 gegen 19,!» Mlil. Ml Eine erhebliche Mehreinuahme haben in den ersten neun Monaten dieses Rechnungsjahres im Vergleich zum Vorjahr u. a. gebracht die Zigaretlensteucr (31,1 gegen 25,7 Millionen Mk.), die Branntweinsteuer (146,2 gegen 142,1 Millionen Mk ), die Brausteuer (96,8 ge­gen 94,7, Millionen Mk.) und die Erbschastssteucr (33,3 ge­gen 30,7 Millionen Mk.). Im allgemeinen entsprechen die Mehreinnahmen gegen da; Vorjahr den Erwartungen, die im Etatsanschlag ihren Ausdruck gesunden haben. Wesent­lich übersteigen dürften den Anschlag uor allem die Ziga- retteusteucr und die Zuckersleuec. Don den neuen Stein» peln brachte der G.sellscktastsverlragsteiupel im Dezember 1913 2,»>8 Millionen Mark und im ganzen bis dahin 5,16 Millionen Mk. Ter Bersichrrungsstempcl hatte im Dczem der eine Einnahme von 435 637 Ml und im ganzen bis Ende Dezember 659695 Mk. Ob die Einnahmen dieser neuen Steuerquellen der Erwartung entsprechen, lägt sich, da die Steuern erst langsam in Fluß kommen, bislang noch nicht entscheiden.

Aus Stadt uns Can 9 .

Gießen, 4, Februar 1914.

Slerztlicher Fortbildungskurs. Bei dem am Mittwoch, den 4. Februar, abends von 57 Uhr im Hi>- gienischen Institut slatlfindenden 8. Borlragsabend spricht Prof. De. Ne »man» über de» gegenwärtigen Stand der Immunitätslehre.

**SS ic ziehe i ch meine Forderungen ein?" Der Ortrgewerbevcrein, der Kaufmännische und der Tctaillisten- Berein batten ihre Mitglieder und sonstige Interessenten zu einem ösjcntlichcu Vortrag iiier obiges Thema für gestern abend ins Lotet Einhorn cingeladcn. Leer E. Röhr vom Tetaillistcn- Berein begrüßte die Versammlung und erinnerte an Deutschlands Aufstieg in Handel, Industrie und Gewerbe, ober auch a» die lainir oeibundene» Mißständc. namenilich i» Bezug am das Borgunwescn und an die ständig wachende Not, die geschäjtlichen Außenstände binzutreilen. Er erteilte daraut Herr» A n g. F i » - hold das Ware zu dem angckündigien Vorlrage. Redner, der «Gerichtsvollzieher in Bcnskerg b.i Köln war. jetzt aber ein Gläu- bigersckmtz-Jnstitui in Köln teilet, schilderte i» drastischer Weise und oftmals von Heiterkeitsstürmen unterbrochen, an Hand zabl- reickzer Beispiele aus seiner langjährigen Praxis als Gerichts­vollzieher das für die demiche Bolkswirtschast so wichtige Gebiet der Sch u l de n e i II z i e h u II g und die Berickleierungen, Ver­schleppungen und Verschict mgcn, die sich unredliche Schuldner, gestützt am Rech.svaragravbcn, zuschulden kommen lassen und da­durch deni Erweil-leben ungeheure Verluste zujügen. Finhald stellrr sich als schlichicr ststann aus dem Volke vor, der infolge keines Berufes liefen Einblick in bie Rot auk dem Gebiete des Kreditwesens und der Zwangsvollstreckung gewonnen Hab« und ieine Ersahrungen gern der Allgcmeinb it zunutze machen wolle, dafür aber besonders aus den .greisen des AnwaltstandeS manche Anfechtung zu erdulden gehabt hätte. Eindringlichst betonte er die Notwendigkeit der Unterscheidung zwischen gutwilligen Schuldncin, die durch unglückliche Verhältnisse vom Bezahlen zu- rückgchalieii würden, und solchen, die bewußt vom Felle der andern leben. Danach sei auch die Behandlung der Schuldner einzurichten, um nutzlose Prozcßkostcn zu vermeiden. Allein in ieinem preußischen Amtsgerichlsbezirk von 3200 Familien seien IN 2 Fahren 600 derselben gepfändet worden, eine Familie sogar 508 Mal, naiürlich immer fruchtlos. Tie sür die Erwirkung der Sckuldliiel auSgcgelenen Summen gehen dabei ins Ungheure. Redner lwb die namentlich seit der Erhöhung der AnwaltSgebühren brennend gewordene Rolwendigkeii der »Schäftung i n o > i'i z i c l I e r G e r i ch t s v o l l z i c b e r i n st i > n t c (vielleicht im Schoße von Jnnungsausschiisscni hervor. In der Aussprache nahm Herr Rechtsanwalt Tr. Meuser seinen Stand in Schutz, der als Ganzes durchaus noch von Idealismus erfüllt sei. Zum Schluß verwahrte sich Herr F i n h o l d dagegen, daß er die 'Anwälte habe beleidigen wollen, ebenso Herr C. Röhr im Namen der einberusenden Vereine. Ter Abend habe der Erörterung einer praktischen Frage, nicht polemischen Aus inandersctzungcn gegolten.

" O e s > e II t l i ch e S» ii cherhaIle. Fm Januar wurden 3 9 3 1 Bände a ns a e l i e b en. Davon kommen ans: Erzäblcnde Lileralnr 1648, Zeäschri'ten 431, Fngcndschriiien 272, Lileratnr- geschlchte 26, Gedichte lind Dramen 79, Länder. und Völker- knnde 8g, Knllnrgeschlchtc 23, Geschichte nnd Biograph,e» 153, Nmin- geickstchtc 21. Rnininnslenschast nnd Teckmoloaie 141, Heer- und Seewesen 18, Hans- und Landwtillchast >9, vielnndbeiislebre 4 , Religion und Pbilolovlne öv, Ciaalsiviffcnschast 22XSvrachw,sie»- jchalt 8, FicmdsprachlicheS IS Bände. Slach auswärts kamen. 106 Bände.

** Die Thenterbejlkcher (^nsrqänqerl werden, irte uns geschrieben n'ird. ersucht, nur dieeben der Bnfsnlnt z,in Tlieci'er gelegenen Fußsteige oder btc aikderen durch die Anlagen fuhren den Wege zu bennsten nnd das Tbeater nur durch die seit lichen Türen nitter den Balkoubautett zu betreten und -n ver- lassen. Jedes Betreten der Fabrbabn ist nicht nur störend üir den Waaenverkeir, sondern auch geiäbrlich sür bie betreffenden Personen.

** Für Fernsprechgchilsinnen ist jetzt ein Mindestmaß der Körpergröße festgesetzt worden, das 1.76 cm beträgt. Dabei sollen aber weder Stöckelschuh noch englischer Absatz in Betracht kommen.

** Die Arbeitslehrkolonie und Beobachtn ngs- anstalt 2 lein «kühle lKupserhammer E. V.) schreibt uns- F» der Mitgliederversammlung vom 29. Januar Ulli wurde die Jahresrcckmimg für das verflossene Gcschäslsiahr genehmigt. Aus dem F a h r e s b e r i ch t geht hervor, baß die Anstalt sich gut entwickelt. Es wurden 69 »naben, meist im Alter von >416 Jahren, mit 8388 Verpilegungötagen anigenonimcii: außerhalb der 'Anstalt unicr ständiger Ucberwachiurg derselben beianden sich 25 Zöglinge in freien Lehr- und Dienststellen. Ein Neubau, der die Belegungsmöqlichkeit der Anstalt von 25 auf .50 Stetten erhöht, ist bereits unter Dach: die Geldmittel für die innere Einrichtung und den Ausbau der Landwirtschaft sollen durch eine Sammlung unter alten nnd neu zu werbenden Freunden der gewiß nnterstütznngswerten Anstalt aufgebracht werden.

** Güterrechlsregifter. Errungens ch altsge­mein s ch a s t haben vereinbart: Heinrich M i ß l e r und Ehe Iran Anna, geb. Rinker, von Nonncnroth, Adam Kolb v Maurer, und Ehefrau Rosine, geb. Krämer, in Ginsheim, Roben Weidling, Fabritarbeilcr. und Ehefrau Eva Elifabetbe. geb Hörle, in Ginsheim. Gütertrennung hoben vereinbart: Adam Sander, Handarbeiter, und dessen Ehe-rau Katharina, geb. Heck, in Eich wohnhaft Friedrich Zciher, Gärtner zu Gießen, und dessen Ehefrau Beriha Marie, geh. Scip.

** Grund st ücksvcrkehr. OinmbfHitfe inLber-Flor- st a d t, die aui den Namen des b ü bn e r, Heinrich Karl, Hübner, Kätlmrinc, geb. Stelz, dessen Ehefrau, eingetragen waren, sollen Freitag, den 27. März 1914, nachmittags 4 Uhr, am dem Ge- meindchaule zu Ober-Florstadt im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert koerdiui. Iwci Grundjtückr zu Nauheim, «n,

den Namen des Karl Friedrich Tacke, Fabrikdircktor in Heidel­berg, eingetragen, sollen Mittwoch, den 18. Marz 1914 vormittags 10 Uhr, au, dem Rathaus zu Nauheim IM Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden. Grundstücke zu Michelstadt, aut den Namen der Johanna ^rothea Neil, geb. Grab, Witwe des Friedrich Karl Ncss in Michelstadt, ein­getragen, sollen Mittwoch, den 25. März 1914, nachmittags 4 Uhr,: im Aintsgcrichtsgebäude zu Michelstadt, Zimmer Nr. o, im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden.

Landkreis Gießen.

ü. Großen-Li n den. 3. Febr. Bei der demnächst dahier slattsindendcii Wahl eine? KreistagSabgeordnctcn wird voraussichllich ein Bevollmächiigtec auS Lang-Göns gewählt werden, weil der bisherige Slbgeardiiete, Bürgermeistei Leun- Großrn-Linden, eine Wiederwahl nicht anninimt.

°. Trais-Horlo«!, 3. Febr. Die Brite t I! a br i k hat den viele: Sjoriol an Brikett vollständig nbgeletzt. Die Nachfrage ist so groß, dast die Irilcb gevrehten Briketts duckt verladen ivcrdeu. Die B a n g c r a r b e i I e n schreiten langsam, aber nelig lorl. Tie aittgebaggerte Eide w rd zur Slttsstillmig dkl Leiche verivandt, wodurch wieder Stckertand entsteht. Bis inan a»! die Kohlen kommen wird, wird immer noch eine geraum« Zen verfließen'

Kreis Friedberg.

r. Bad-Nauheim, 3. Febr. Unter Vorsitz dcs^ Ober- flabsarztes Dr. Schrade hielt die Freiwillige Sani­tät s k o l o n n e gestern ihre Hauptversammlung ab. Die Kolonne umfaßt 39 ordentliche nnd 200 unterstützend: Mitglieder. Tie Einnahmen betrugen 417 Mk., die Ausgaben 360 Mk Es wurde beschlossen, Meldekarten sür UnglückssäUc usw. einzusühren. Fer­ner sollen ähnlich wie die Einrichtung der Feuermeloestel.'en Un­fall m e l d e st c! l e n an verschiedenen Orlen der Stadt ein­gerichtet werden. Am 29. März findet in Gegenwart des General­arztes Dr. L i n d c m a n n eine große Uebung der Kolonne in Verbindung mit der Freiwilligen Feuerwehr statt. Für vorkom- inende Fälle wurde die Gründung einer tlnter stützt, II gs- lasse beschlossen, und es wurden ihr noch im Lause des Abends verschiedene Gaben zugesichert.

Hessen-Nassau.

jj Marburg, 3. Febr. Den unausgesetzten Bemühungen einiger größerer Abnehmer des hiesigen El e k t r l z l i ä t sw c r k s, billigere Preise zu erzielen, haben dazu gesührt, daß in der gestrigen Siadtverordneiciiiitzung ein provisorischer Staf­fel torif für größere Slromabnehmer beschlossen wurde. Tic Preisvergünstigung beginnt bei der Abnahme von 1500 Kilo­wattstunden an. Es kommen etwa 25 Unlernebnicr in Bctrachl. Ein Antrag, bei der städtllchen Sparkasse den Scheckver­kehr einzusühren. wurde abgelehnt mit der Begründung, daß dies Sache der Bankgcschäsle sei. Einem weitere» Antrag, einen städtischen Gewerbeausschub zu bilden, wurde zu- geftimmt.

verklnrnachrl^ttn.

Der von der Großen Gicßcncr Karneval- gescllschast 1911 am Sonntag in Steins Garten veranstaltete Bürgermaskenball erfreute fick seitens der Bürgerschaft eines regen Besuches und nahni in allen Teilen einen guten Verlaut. Ein sröh- liches Treiben verrichte un cj den Masken bis in die frühen Morgenstunden, und allgemein wurde der Munich laut, in dieser Saison noch eine gleiche Veranstaltung abzuhalten.

X Dutenhofen, 2. Febr. Am Sonntag abcnb waren die Mitglieder des Turnvereins im großen Saale desJagd- schlößchenS" zur Feier des Geburtstage; des Kaisers vereinigt. Ter Verein beabsichtigt, demnächst eine Turnhalle zu er­bauen. Die erforderliche Bausumme ist zum größten Teil ge­sichert. Ter Bau soll in der Nähe des neuen Schulhauses zu stehen konnncn. Ten erforderlichen Bauplatz wird die Gemeinde dem Verein kvstcnsrei zur Verfügung stellen. Dagegen wird der Verein die Halle der Volksschule zur Benutzung überlassen. Auch sollen die ersorderiichen Räume für die Kleinkinderschulc in den Neubau eingebaut werden.

kl. Lollar, 2. Febr. Am Samstag abend beging der Eisenbahncrvercin Lollar und Umgegend im Saale Zur Linde" die Geburtstagsfeier des Kaisers durch einen F c st- ball. Die Begrüßungsansprache hielt Bahnassistent Tauber. Rebe» Musik- und Gesangs-Vorträgen ernsten und heiteren In­halts sandeu die theatralischen Tarkiettingcn allgemeinen SRisall. Ein Tanz bis zum frühen Morgen beschloß die Feier.

<P.«ndn4fa<»l.

Büdingen, 2. Febr. Ter Schmiedegeiellc E. F. aus De,«buch, zurzeit hier in Untcrsuchungshast, wurde wegen Be­drohung und Körperverletzung zu einer Gesamtgelängnisstrafc von einem Monat Gefängnis verurlcilt. Er hatte gelegcnillch einer Tanzmusik beim Gastwirt Röder in Lorbach am 29. April 1913 den Heinrich Gütz mit der Begehung eines Verbrechens bedroht, indem er ihm zprief, er wolle ihn toistechen und schlug demselben mit einem zerbrochenen Bierglas gegen den Unterkiefer, io daß eine blutende Wunde knistand. Gegen nachstehende Walzbrüder, welche hier in Untersuchungshaft tvarcn, wurde wegen Bellelns auf folgende Haftstrasen erkannt: 1. Ziinmerrnaiiit I. U. aus .Hergel 14 Tage Hasst: 2. Schmicdegesellc E. SB. aus Ober-Ram- stadt 2 W ochen Hast, w itcr wegen Landstreicherci 2 Wochen Hast und wegen Trnnlenheii 3 Tage 5pait: 3. Metzgcrgeselle F. L. aus Königsberg 3 Wochen und Taglöhncr P. Schw ans Ober-Selicrs 1 Woche Hast. Ter Metzger H. W. G. von Bindsach'en hatte gegen einen amtsrichtcrlichep Straibeschl wegen Tieiguälerei rechtsgültig Einspirich eingelegt. Er wurde dieserhalb heule nach erolgler Bcw.rsausnahme zu einer Wocktzt Halt ver­urteilt. Er hatte an, 25. Nevember v. Js seinen angebltch kranken Hund aut dem Waicnvlatz der Gemeinde Bindsachsen mit einer Art dreimal aui den Kopi glschlagen, daß das Titzr zu- lammenbrach und demielben das Blut aus der Nase floß. Er ließ den halb »erendeien Hund IN seinen Qualen liegen nnd wurde derselbe erst 2 Tage später durch den Forstwart Res'schneider durch einen «chuß von seinen gräßlichen Schmerzen befreit. Der Rcnmcr o. F. und sein Sohn, Handelsmann A F.. beide von Bn'Ingen, hatttn gegen die Straib.'icheide Großh. Finanz­amts Bn:Ingen wegen Zuwiderhandlung gegen daSWandergewcrbe- tleuergetetz und die Reichsgewerbeordnnng rechtzei.ig Antrag gut genchilicke Entsck,eid»ng gestellt und wurden beide Angeklagten lreigesprockien. Ter m> Gewerbebetrieb seines Sohnes tätige I Fr ohne Gewerbe,chktt, Landwirie in Wol, und an» der Erbachi-r- .Nudlc zum .'Iniau, von Breh ausgesucht Nach 8 >> der 0!ew-ri»e- ltc^ r,cr,-lbe auch in Ausübung des stehenden 0»e- werbe- seines s-ohncs Waren autzerhalb Büdingens sür Zwecke zicies Gewerbebetriebes bei Personen, die die Waren produzieren auikauien Mid auch Bestellungen au, Waren suckxm. dies letztere ohne ausdrückliche Amsorderung jcdock, nur bei Personen in deren Getchatt.-beirieb Waren der angebotenen Art Bcrwnidnng linde». Zu loschen Personen gehören vorliegend die Landwirie die auch alsProduzenten" i. 3. § 44 G. -O gelten Ter Hausierer ». E. von Ober-SRockstadt nahm seinen rechtsgültig eingelegten Einspruch gegen einen amiSrichteriichen Straibeieht vor Beginn der Verhandlung zurück und wurde mit den weiter entstandenen Kosten des Veriahrens belastet. Er hatte gegen Be- zahlunq Bittgesuche an BebSrden iür Dritte auSgciertigt. ohne daß sein Wandergewerbe:chein hiersür ausgedehnt war.

F r a n r s u r t a. M 2. Febr. DicRcvisiondesGra- sen Hertzbcrg, der am 22 November wegen Betruges zu 2 Jahren Gc'angnis verurleilt wurde, wurde heute vom Reichs­gericht vcrworsen.

Kiel, 2. Febr. Wegen Verrats militärischer Geheimnisse, Diebliahls und Bestechung verurteilte das Kriegsgericht der ersten Marriicinspektron den Funkcntelegiaphistenmaat Michel sen zu »rer Jabren und 7 stltonaien Zuchthaus, Äusstosmng aus der Marine, Degradation und Versetzung in die 2. Masse des Sol- dalenstandes.

Untverntätr-Nachrichte«.

Gehelmral Pro'. H e r g e I e l I, Direktor der meteorologischct Lehranstalt ln -Iraßbueg, hat enie Beriiimig an die Umversil4 Berlin erhalten.

LanHivirtscljcift.

** Körn N g e II s ti r d a S P s e r d e - S t a IN IN b N ch. Die

Termine der Körungen iür das Pserdc-Ltammbuch werden all- iälirli* im Frütflabre an den Orten der GestütSslationen vor­genommen. Bei etwa einem Drittel dieser Termine werden, nnd zwar alljährlich wechselnd, im Slnschlnß an die Körungen Ber- i mmlnngen zu gegenseitiger 'Anölprache abgcbalten, so daß etwa all« '23 Jabre an den gleickitn Oilen 'Veriammlungen der Pierde- znchler vorgesehen sind. In Obcrh essen sinden die Körungen MI Avril statt. Unter Hinwets daraus, daß den Slntenbentzern durch Eintragung ihrer Stuten in das Pserdc-Slammbuch keinerlei Kosten erwachsen, werden die Landwirte, >vie uns die Landwtil- ichaltskannner schreiist, an'geiordcrt, ihre dreijährigen nnd älteren -tuten des belgische» Slibeitsschlages und des kold.s Wngcn- Ickilages der Körtonnnission vorzuinbren. Alle diejenigen drei» säbilgin oder aiteieu imvorlierten Stmiohlen, welche noch nicht 'ür das besflichc P'erde-Siannnbnch anaekört sind, inichen vor- geuihrt werden, desgleick'en alle dreijätirigen und äl'cre» von TtammbnchslMen abstannnendc» Stnt oble», welche »och nicht ge- ört tvordcn sind. Im Jnleresie einer geordneten Stanimbttch- inbrung ist e; eriorderlich. daß die Begleiter der vorgeiührlen oiulen möglichu das Gebuitsdatnin und die Abstaimnuna tväster- licher- nnd müllrrlicherseitst, ioivie nähere '.'lngaben über etwaige bereits ans der Stute gezogenen Foblen angei «n können. Wir ma 'en zugleich noch darani auimerklam, dnn in Erwägung ge- waen worden iu, tiinstig, d. l>. nach eint en Jahren, ani allen »on der .andtvirtichastska mner oder ihren SlnSschnst'en veranstalteten 'chauen nur solche Pierde zu vrämnerc», welche in das hesnschc tsterde-Stannnbnch, oder m ein anderes sür die hesüjchen Zuchl- rtchtnnaen :» ,irage konnneiides Stammbuch eingetragen sind, oder nachiveisllcki von jolchen Stute» abslainmen. Es liegt datier nn eigenen Interesse luiieier Pserdeznchter, wenn sie ihre körsähigen Stuten sämtlich zur Körung vor'ühren.

Märkte.

tla. öiießci!, 3. Febr. Ter heutige R i n d v i c h in a r k t halte einen Vorrat von ca. 1100 Stück Großvieh, sowie 500 Stück Zug­tiere und Kälber. Schon am Vonnarkt und besonders heute zum Hauvtmarkt war der Besuch von Einkäuiern außerordentlich stark. Sei! langer Zeit waren wieder einmal Handelsleuie ans Thürin­gen, Baden und Bauern, von der Mosel und der Nabe gekommen außer den Marktbcsuchern vom Rhein, SNain und der Provinz Oberhessen und 'Nassau. Trotz der schon gesunkenen Biehvreise sind diese den Käufern immer noch zu hoch, tveshalb diese vorsichtig nur kausen.^wosür sie bestimmt wieder Sterwendung haben, und dabci jeden Spekulationskaus unterlassen. Vieh aus Vorrat zu kausen, wagt setzt kein .Händler, da man mit einem weiteren Preisabschlag der Ware rechnet. Ter Handel in Milchkühen zeigte auch ein lang­sames Weichen der Preise, selbst sür beste stolücke, was m»t den schlechten Pressen, der fetten Kühe im Zusammenhang steht. Ge­sucht und hoch bezahlt waren diesmal Fahrkühe, worin nach Thü - ringen, Baden und selbst nach Kurhessen ein belangreiches Geschäft erzielt wurde. Für den nicht sehr großen Vorrat von jungen Stieren und Rindern, der am Markt stand, zeigte sich kein Inter ­esse. Im Februar und bei kalter SLitterung ist diese Ware stets schwer an den Mann zu bringen. Die wenigen ketten Rinder gingen zu guten Preisen ab. Für fette Kühe lag zwar Bedarf vor, doch war auch hier ein Abschlag aus die letzten Marktvreise nicht zu vermeiden. Gute Stucke gingen nach .Kurhessen und iür die Pro­vinzstädte noch leidlich bezahlt fort, wogegen für geringe und mttl - lerc Qualliät. die nur »ach dem Rhein hin abzusctzen ist, diä Koblenzer Einkäufer den Preis herunterürucktcn. Ter Kälbcrmarkt war ruhig. Tie Franksurter Einkchtser machten es sich begnem, sic beherrschten den Markt allein und suchten sich die besten Stücke heraus. Der Re^t wurde von Handelsleuten übernommen, die die Ware an Metzger in der Provinz abietzcn. Für Fahrochsen zeigte sich eine lebhaftere Nachträge als sonst. Ter Vorrat, der in mittel - schweren Tieren bestand, wurde nach dem Westerwald hin abgesetzt. Bezahlt wurde pro Stück: Tragende und iitschn,elkende Kühe

I. Qu. lität Pik. ööü809, 2. Quak. Mk. 450525, 3. Qualität Bit 350425; tragende Blinder 1. Qual. Mk. 500550. 2. Qual. "If 450500; Fahrknne 1. Qual. '3)1 f. 500600 ; 2. Qualität Mk. 4050 ; junge Blinder und Stiere je »ach Form Niid 'Alter Mk. 150'220. Gebandelt ivurde der Zentner Schlacbtgewickit:

Jette Biindcr Ir Qnal. Alk. 91 93, 2 Qual. Mk. 8990; leite Hübe I. Qnal. 'Mk. 80-82, 2. Qnal. Mk. 74 - 76. 3. Qiial. (Wnrst- külies Btt. 70 72; Rci'ber 1. Qual. Mk. 90 - 92, erti 0 schwere Tiere bis Mk 0i, 2. Qnal. 'Mk 8587, letztere Ware fehlte; Fabrochien lo teten das Paar BAk 110012 >0. Der Plarkt ivurde : is ani eine,- kle neu Reit aeringwertiger Kuh« geräumt. Nächster Markt am 17. und 18. Febrnar dS. Is.

yanvel.

I n das H a n d e l s r e g > i, e r Slbt. A deS Gronherzogl. AmtSgencktts Gieße» ,v»>de bezüglich der FirmaWäckttersbacher Slrannkoblenbergwerke Petri & Ko." in Gießen eingetragen: Kommerzlenrai Louis Henligcnuädt von Gießen ist ver­storben. An seiner Stelle in seine Sbiiive, Therese geb. Nagel zu Gießen, als per»öi>lich hastende GeseUschaslerin i» die offene Handelsgesellschaft eiiiaeireleii.

Breslau, 2. Febr. Tic schlesischen Eisengroß- firmen Ixü>cn ihre Lagcrpreise für Eisen und Eisenbleche bei sosoiligcr Gilligkeit um 2,50 Mark pro Tonne erhöht.

Metcoro!ogische Vcovachtungcn der Station Giehen.

Febr.

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Höchste Temveratur am 2. bis 3. Februar 1914 4- 4,1C. Niedrigste , 2. , 3. , 1914 5,7',

Niederfchlaa: 00, mm.

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Bei der Unmenge chemischer Präparate, welche gegen Husten, Heiterkeit und zur -Stärkung des Körperbaues angc- kann ei» altbewährtes, streng reelles ddausmittel ma>. ott genug hmgewieteii werdeii. Es ist die; das L ü s l u n d'iche r >? c 1 ' luelll,ca iw Gegensatz zu vielen anderen Äan- , au ' 5 , temem Gersiciimal, ohne Zusatz »gn bergeftelit wir; und lein unnöiiges Wasser f L w dünnslüssigcn Präparaten der Fall

Z'' Gewicht die,es ilberilütsigen Wassers muß natürlich

der Gehalt an Nahrtwlsennd der Nährwert solcher Produkte geringer sein. hv*/» i