Einzelbild herunterladen

u. ii. tue durch dl'» neu.» Zolltarif und Mi* Zöllner waltungsaesetz geschaffene Lage in den Bereinigten Staaten von Nordamerilg. Ersrenlich sei. daß zwei Kestiin munaen de* BerwattnngKgesetzeS unausgeführt bleiben durf­ten, die Bevorzugung der auf amerikanischen Schissen ein­gehenden Ware» und die Vorlegung der Geschäftsbücher durch Exporteure. Es gelte nun, die allerdings nicht sehr zahlreichen Zollerntästigunge» nach Mögltli ->it auszunutzen, ferner den Markt in den Bereinigten Staaten überhaupt in­tensiver unter Berücksichtigung seiner besonderen Bedürfnis,: zu bearbeiten und drittens die von den Bereinigten Staa­ten umworbenen fremden Märkte, namentlich in Mittel- und Südamerika, schärfer ins Auge zu fassen. Besondere Einrich­tungen zu diesem Zwecke seien nötigt Berhandlungen hier­über schwebten bereits. Dagegen sei von der (Gründung neuer Wirtschastsvcreine, wie sie neuerdings beabsichtigt sei, nach dem Urteile von Sachkennern für aincrilanischc Verhältnisse wenig zu erwarten. Sodann hielt Professor Tr. Pohle- Frankfurt a. M. einen Bortrag übet: ,,9i£iicte » at i o n a l ö ko n o m i s ch c Lehren über die Stell»» g- d c s Unternehmers und der Arbeiter i m W irt - schaftSlcben" 'und kritisierte dabei besonders die Au ichaunngen der käthed. r-sozialisrischen Richtung der deutschen Nationntölononiic über diesen Gegenstand. - Zn der Be sprechung dieses mit großem Beisalle ausgenominencn Bortrages wurde aus die durch den Kathcdcrsozi.tlismus mik- vcrursachtc falsche Stellungnahme der Leffeiittichkeit gegen über der Werkvereinsbewegung hingewiesen. Diese Bewe­gung stelle wieder die Gemeinschafts-Arbeit von Unterneh iner und Arbeiter eines Werkes in den Vordergrund utib fördere dadurch nicht nur das Interesse beider Teile, son­dern auch das des Bolksganzen.

U e b er die Herstellung eines dritten und vierten Gleises aus d er Strecke St r a st b » r g - Basel bezw den Ban einer Seitenbahn zur Entlastung dieser Strecke ist.dem Reichstage eine Denkschrift zugegan­gen. Tic rund 1 tO Kilometer lange zweigleisige Hauptbahn strastburg-Bascl hat in den letzten Jahrzehnten eine so bedeutende Berkehrsstcigerung erfahren, daß für die Ab­wicklung des Zugverkehrs große betriebliche Echivicrigkeiceu zu befürchten sind, wenn nicht rechtzeitig für eine durch­greifende Entlastung gesorgt lvird. ES gibt nur zwei Mög­lichkeiten der Abhilfe, nämlich entweder den drei- und vier gleisigen Ausbau der bestehenden Linie oder die Schaffung einer selbständigen zweigleisigen Hauptbahn, die in ver­hältnismäßig nahem Abstand neben der bestehen den hin- läuft. Eine viergleisiqe Bahn übertrifst in der Leistungs- sähigkeit zwei zweigleisige Bahnen bei weitem, weil aus der viergleisigen Bahn der Personenzugverkehr vom Güter Zugverkehr getrennt, d. h je ein Gleispaar den schnell» zatzrenden und langsainfahrenden Zügen zugewiesen wer­den kann. Beim Ban einer zweiten zweigleisigen Bahn tritt die Notwendigkeit, Züge von der bestehende» Bahn wegzu­nehmen, mit den Interessen der auf diese Bahn Angewie­senen, namentlich im Personenverkehr in Ko.lision. Ter Betrieb einer viergleisigen Bahn ist billiger als der Betrieb von zwei zweigleisigen Bahnen. Tie Tenlschrist kommt zu dem Ergebnis, daß der Ausbau der bestehenden Strecke vom finanziellen Standpunkt aus erheblich wirlschastlicher ist, als der Bau einer Parallelbahu.

Au»lanv.

Vom Papste. TicTribuns" schreibt: Zu vatitani- ichcn Kreisen tritt unverhüllt die Besorgnis um die Gesund­heit des Papstes hervor. Es sind verschiedene Gerüchte ver­breitet, unter anderen das, daß der Papst manchmal Ein spritzungen braucht, um Empfänge abhaltcn zu können. Darum wünscht man. daß das Konsistorium, ivelches die neuen Kardinale ernennen soll, nicht zu sehr hinansgescho- ben wird.Giornale d Jialia" erklärt, daß das Befinden des Papstes sich nicht versclckimmeri habe. Ter Papst sei ivührcud des Winters sichtlich abgemagert. Tic Augen erscheine» grö­ßer und leuchtender. Das führte zu dem Glauben, daß er Fieber habe, aber die Chronik der privaten lind allgemeinen Audienzen, die der Papst stets gewährt, sei die beste Bekräf­tigung der beruhigenden Nachrichten über sein Befinden.

Eine russische Auszeichnung Tclcasses. Ter Kaiser von Rußland verlieh dem französischen Bot­schafter Telcasse in Anerkennung seiner fortgesetzten energi scheu Bemühungen, die französisch-russisch',, Beziehungen enger zu gestalten, den Andreas-Orden, dessen Insignien der Minister des Aeußern Sasanow dem Botschafter per­sönlich in der französischen Botschaft überreichte.

Tcr griechische Ministerpräsident Beni z.clos ist Samstag früh aus London in Paris cin- getrossen.

In Mepiko City sind einige wenige Flüchtlinge ein- getrosscn, die berichten, daß die Rebellen neuerdings etwa 100 Frauen und Kinder sowie 150 Bundesfol- datcn niederge metzelt haben. Tic Unglücklichen halten sich bereits ergeben und befanden sich in einer Farm in der Nähe von Maiehnala, wo sie dem Blutdurst ihrer Feinde zum Lpscr fielen.

Aus Stadt und Land,

Gienen, 2«. Januar 1014»

* Der.Großherzog empfing am 24. Januar n. a. den Foruassefsor Schäfer von Lanbach.

"Tie M a n l - und Klauenseuche ist in O st - Hose», Kreis Worms, erloschen. Tic Seuche herrscht fort in Nnmp en heim . KrciS Osscnbach, und in Nicdrr- W öl lila di, Kreis Fcicdbcrg.

**Teu t ! che B a u e r » a n s i e dl u ngc in Bos n i c l,." Ter Alidcutichc Verband Gießen batte Tr. Alb. O c b l e r aus Banjaluka in Bosnien veranlaßt, über das vorstehende Thema am Sonntag abend im Hotel Großherzog einen durch Borrübrnng von Lichtbädern unterstützten Vortrag zu halten. Freiherr von L i e b I g cröstnete den .Abend, indem er an die gegenwärtige schwierige Lage des Tcutichiums in Europa erinnerte und seiner Ucberzcugung Ausdruck gab, daß der Krieg de- Drei verbände: gegen das Tculiche Reich und Oesterreich Ungarn, den zweitenkranken Mann" Eurovas, beschlossene Sache sei. .lwar sei die Notwendigkeit einer starken äußeren Rüstung des Reiches und einer lörvcrlichc» Ertümiigung des Volkes jctzl allgemein anerkannt, aber aus den, Gebiete der Erweckung und Erholtu», i des tatenireudigcn, zieldcwnßtc» Borwärtsstrcbcns fei noch viel Arbeit zu leisten. Der heutige Abend gelte einer praktischen H i l s e l c i st u n g für das Deutschtum in den bedrohten Grenz­gebieten. Prof. Ä IN e l i n gab an Hand einer Karle eine Ein iührung in die geogravbiichcn und völkiichi-u Berhälmissc Bos­niens und der Herzegowina. Daraus trat Tr. O e h I c r in den angekündiglen Vortrag e>» und schildert, zunächst die Lage au! dem Balkan nach dc soeben beendigte,, Feldzügen. D.-e Friede sei ücher nur ein WaiienniUsiand zwischen den beiden großen Völkerschastcn der Bulgare» und Serben, der dem Deutschtum allerdings die Rolle des lachenden Dritten zuweisc. Darum iei es an der Zeit, alles zu tun, um die oarbandcnen deutsch nationalen Kolonien zu stärken und zn mcbren Harte .Arbeit sei geleistet, die Eroberung des Boden- habe Blut genug

gekostet: nun dürse auch lein LuadraUneler deutschen Landes ver­loren gehen. In beredten Worten schilderte der Redner den steigen­de» Wohlstand derSchwaben", der nur eines billigen Vciricbs- kredits bedürse, uni die Wucherschulden abzulösen und zu günstigen Bedingungen türkische Ländereien »>,»kaufen. Bönerliche Svoc und Darlehnskasscn und eine Bank siiid dort gegründet »nd oer- zinscii eingelegte Gelder unter größter Sicherheit mit 0 Prozent So biete sich jedem Kapitalisten gute Gelegenheit, der Kolonie zu dienen, ohne etwas opfern zu inüiien Alsdann wurde eine statt­liche Anzahl wohlgelungener Bilder oo» Land und Volt vor- geführt, die allerdings nicht für die Propaganda, sondern für den

0 onrislenvcrkedr herg.'sicllt ivurde», dennoch wohlgecignct sind, überall Interesse nie jene Gegenden zn wecken. Tr Oehler schloß mit dem beifällig aiisgenommenen Satze: Nnnwohl, der B»l kan den Slawen, aber Bosnien dem T c u t s ch t II NI !

** Pom K o n j e r t o e r c in wird uns geschrieben: Wie im octgailgeucn Jahre, vcransialtet der Kmizcttvcrein auch in diesem Winter zwei ausciiian.-ersolgendc große Konzerte in Ge- niciiiichast mit der Meininger H o f k a v e l l c und dem a k n - demiichen Gesangverein. Sie finden »ne folgt statt: Am Svnntoi, den l. Fel.gar. Orckicsleiabend der Meininger 5g oika pelle unter, Pros Dl. Max Negers Leitung im Sta'tti eatei, pünklickrum und am Montag, de» 2. Februar, Aussührung der Matthänspassron. von Job. Sebastian B a ch, in der Stadckirche. püntilich 7 Uhr. In letzterem Kon­zerte, da- Prot. T r a n r n, a n n leitet, wirken außer »amhasten Solisten die Meininger Hotkapcllc, der akadrmiiche Gesangverein und die evaniel. Knabenschule mit. Beiden Konzerleir gehen ös- sentlichc Proben voraus, und zivar am Samstag, den Ml. Januar, abends 7 Uhr in der Stadtkirche, die zur Matthäuspassion. und am Sonntag, den l. Februar, voi mittags 11 Uhr im S t a b t t h e a t e r, die zum Or chcsteikonzctt der Meiniger Ta sich für diese hervorragenden Beianstialtnngen ein reges Interesse »ich. nur hier, sondern auch ausx.i.cts runtgil.t, sei daraui hingewieien. daß der Kaitenoerkant für Nichtalvnnentcn in der Musikalienhandlung von Ernst C ballier bereits begönne» Hai. Tort werden auch schriftliche Bestellungen vvrgrnierlt und erledigt.

** I m Union Theater wird in dicker Woche ein in­teressantes Programm vorgesührt. Tic tzaup.schlager sind:Eine Betzweiselte",Ein Tranra im Baskenlande". Scnsationsdrama in 3 iklkten und , Bon Indianern überfallen", Wildpest-Trama in 3 stlllcu. Auch der Humor kommt voll zu seinem Rechte.

- * Gewerbliche Revisionen 1913 (4. Quartals. In den Monaten Oktober, November und Dezember ivurden revidiert:

1 Petroleum!,intanlage der Dentsch-Amerikänischen Petrolcumge- ieilichait und verschieoenc Petrolenmlagcr ani Grund der Bcr- ordMiiig vom 20. Moi 1903 und der gestellten Bedingungen. 2. Milchhändler und Molkereien inbezug aus Verkauf von Kair- nnd Kindermilch aus Grund cer Milchvcckaussordnnng. 3. Frucbt- eishändler inbczug aus Reinlichkeit der Geräte uno des Materials.

4. Oiiene Verkaussstellcn, in denen sog. Bluiwein angepriesen nnrd.

5. Piandlcihans allen »nd Trödler a»t Grund der Verordnung vom 2. August 1899. 6. Kammerjäger inbezug aus Ausbewahrung von Giften aus Grund der Verordnung vom 15. April 1896. 7. Verschiedene Benzinlager auf Grund der Verordnung vom 20. Mai 1903 und der gestellten Bedingungen. 8. Borstcnzurich- tercien, Bürsten- und Pinsclmachcreien aus Grund dcr bundes- ratlichcn Bestimmungen vom 22. Oktober 1902 soivie bezüglich Desinsektion ausländischer Ware und Impfung ausländischer Ar­beiter. 9. Kleider- und Wäsch.konsckliunSircrtstätlen ans Grund der Verordnung vom 3k. Mai 1897 und 17. Februar 1904 und 8 241 der Hess. Aussührnngsbesiimmungen zur Gewerbeordnung. 10. Verschiedene DamvjI.'sselanlagen. 11. Warenhäuser und größere ossene Berkaussstellen inbezug aus Sitzgelegenheit des Personals a»! Grund dcr Bekannimachung des Reichskanzlers vom 28. No­vember 1900. 12. Verschiedene Schlosiercien an, Grund des p 130 dcr Gewerbeordnung. 13. Gewerbsmäßige Güterhändler ani Grund der Bekanntmachung vom 27. Juni 1908. II. Mineralwasfcr- sabriken aus Grund der Verordnung, betr. die Herstellung künstlicher Mineralwässer vom 22. Juli 1880. 16. Toilcttengeschästc und Friseure inbezug gut Verkauf von bleihaltigen Haarfärbemitteln aui Grund des ReichSgeietzes vom 5. Juli 1887. 10. Benzin« wäschcrcirn aui Grund gestellter Bedingungen. 17. Farbwarcn- hgndlungc» aus Grund dcr Verordnung vom 17. April 1895 und 15. Juni 1905, den Verkehr mit giftigen Farben betr. 18. Knochen- unb Lumpenlager aus Grund des Lokalreglemcnts vom 8. Ok­tober 1884. 19. Warenhäuser und offene Verkaufsstellen inbezug ans Lagerung von Zelluloibwaren. 20. Barbier und Friicur- stubc» ani Grund der Polizeiverordnung vom 20. Dezember 1909 'und 14. Juni 1904. 21. Drogisten, Bandagisten und Frisemie inbezug auf össentliches Anpreisen von Präservativs nfw. auf Grund des 8 184 des Reichzstraigesctzes. 22. Führung von Lohn­büchern in den Kleider UNS WSschekonjcktionsgcschäflcn aus Grund der Bekgnntnrachung vom 14. Februar 1913. 23. Bäckereien nnd mit diesen verbundenen Konditoreien aut Grund der bnndesrai- lichcn Bekanntmachung vom 4. März 1890. 24. Beschäftigung schulpslichtiger Kinder in gewerblichen Betrieben aus Grund des Kindcrichutzgcsctzcs. 25. Ossene Verkaussstellen und Warenhäuser, in denen ein Kleinhandel mit Kerzen betrieben wird, aus Grund der Bekanntmachung vom 4. Tezrmber 1901. 20. Warenhäuser inbezug aus Feuers,chcrl,eit aus Grund der gesetzlichen Bestim­mungen vom 15. Juni 1905. 27. Offene Verkaussstellcn, m denen Margarine, Margarinetäse oder Kunstsvcncsett nnsbewahrt »nd verlaust wird, auf Grund des Gesetzes vom 16. Juni 1897. 28. 98 Betriebe, in welchen in der Regel 10 Arbeiter beschäftigt werden und diesen gleicht ehenden, inbezug aus Beichästiguug jugend­licher Arbeiter und Arbeiterinnen über 16 Jahre aus Grund der 88 107, 135139 dcr Gewerbeordnung sowie 88 241243 der Aussühruiigsverordnung zur Gewerbeordnung. 29. Zur Erhebung kamen 58 Nahrungs- »nd Geunßmitlelprobcn sowie Gebrauchs- gegenständc, darunter 38 Vollmilchproben nnd wurden dem chemi­schen UntcrsuchungSamt überleben. Von den Milchprobeu wurden beanstandet, eine wegen zu niederen spezifischen Gewichts und eine wegen Wassrrzusatz. Im crstcrcn Falle trat Verwarnung ein, im zweiten wurde Anzeige erboben. Außerdem wurden 00 Straßcn- lontrollen vorgenommen, hierbei ergab sich eine Begnstandnng wegen z» niederen ivezisischen Gewichts. Der Mischmilch wurden Proben, bevor die Milch gemischt, entnommen, und dem chcmisck>en IlntersucbungSamt zugesührt, von diesen wnrde eine als gewässert bczckchnct.

'* Mäuse in der Orgel. Daß das Acer der Mäuse aut den Accker» ungeheuren Schaden anrichten kann, ist allgemein be­kannt. Mit ollen mög ichen Mitteln tühit man gegen sie den Vernichtungskrieg. Welchen Schaden aber schon eine kleine Zahl dieser Nager anrichten kann, iolltc man an dcr Orgel zu Hattenrod erfahren. Scho» etliche Wochen zeigten sich beim Srielen Mängel, die man allgemein der Feuchtigkeit dcr Lust ziischrieb. Daher ließ man die Orgel in diesen Tagen von einer Lichec Firma einer Reparatur unlecwersen. In der pneumatischen Orgel werden die einzelnen Psciien durch znsträmcnden Wind geeiinei. so daß >ic cillingcn können. Der zuströmendc Wind füllt tzueri kleine W i n d s ä ck ch e n aus dünnemLeder, die durch Austlähen das Oeffnen dcr einzelnen Psciien bewirken. Nun hatie» tiea r Ui c II ft i r ch c » mäns c" etwa 100 dieser Söckchen angenagt, so daß diese sich nicht mehr füllten. Tic Folge war, daß die entsprechenden Pseiscn streikten. Tie Mäuse batten sich eine teure Mohlzeii geleistet nnd sind wahrscdcinlich doch nicht latt geworden.

.** G üt c r r c ch ts r c g ist c r. E r rn n g c n s ch a t t s g c » m c l n s ch a s t haben vereinbart: Die Eheleute stgeinrich Sn - tr I s - Landwirt, und Henriette Adelheid geh- Paricnheimer in Lt. xivhann, eichniiedcmeistcr Georg Ludwig W e i » in n n n und .eile» Ehe rau Kothaiinc geb. Kern zu Holzhiiiscu, Peter A st - Ls i,m i' l XI , Techniker, und Ehesrau Elisabeth: geh. Becker in Brlck-oisheim, Wilhelm T b o» . Lökomviivlieizer. nnd Eheirau Margarethe gel Raab in Bischofsheim. Ehristoph Ludwig Frie­dlich I> Landwici. nnd Encsr.ui Angelika geb Brodhecker in 'L»I eichen 8 ü t e r l r e n n n g haben verei hart: Johannes iki ünewald Il Händler, nnd dessen Ehesrau Elisabetbe geb. 8 ** 1 , l.i e in_Eierstadt. Friedrich Wilhelm Huwerth, Fa- l:i! i»t, und Eheirau Elise Wilhclmine geb Fcregonncan in Osten-

lacha. M.. Wolf Heinrich IV., Schuiied in Esscnhcim und Mar- gnrete geb. Stern, Maurer Mar.in Kr I m Ni in Raibach nnd seine Frau Anna geb. Appel. 'Anton Schneider. Backoienbauer, und dessen Ehesrau Elisabethc, geb. Sorg, beide in Ebcrstadt, Kanimonn Johannes Günther und dessen Ehesrau Anna geb, Brrilhanpt z» Darmstadt.

Landkreis Gießen.

E Trohe, 24. Jan. Nachdem die 61 e >» c i n b c t a 15« >v a h l vom 31. Oktober 1913 durch Beschluß öe? Krei?» anSschnsse? de? Kreise? Gießen vom 22. stlovember 1913 snr »»gültig erklärt ivordcn ivar. fand heule eine neue Wahl stall. Hierbei ivurden geivahlt: Ferdinand Löhner, Karl Nan

und Johanne? Krämer. Krämer »inßle durch da?La? be- üimmt werden, da ein weiterer Kandidat (Heinrich Haas) die gleiche Stiimncnzahl erhalten hakte.

Kreis Schotten.

z. Gedern, 23. Jan. Gestern abrnd wurde die Maschine de? kurz vor 7'/- tthr hier einircssende» Zuge? defekt nnd mußte gusgeseizt ivcrdcn. Erst nachdem eine Reserveinnsehine vorgehängt ivordcn war, konnte der Zug mit anderthalbstündiger Bcrspäiiing seine Fahrt nach Ober- Seemen fortsclze».

z Hcrchcnhai», 23. Ja». Die B n r gcrin c i ster° ivahl vom 20. Dezember, bei der der bisherige Bürgermeister Heinrich Nomps V. cinslimmig wiedergeivöhli wurde, ist bestätigt ivurde.

KrciS Fricdbcrg.

? Bad-Nauhetm. 24. Jan. Nachdem am 3>. Dezem­ber als icßtc? der Badehäufer Badehaus 8 geschlossen wor­den ist, bleiben seht n.lc Badchäuser für wenige Wochen außer Betrieb. Trotzdem werden gegenwärtig im städtischen K o n i tz ly - S t i s t iäglicki Bäder verschiedener Formationen verabreicht; in dieser Woche waren es an manchen Tagen iiahczil 100, dir von den 200 anivesenden Kurgästen genom­men wurden.

G Ockstadt, 24. Jan. Ein Gi s t in o r d v c r s u ch, der an die Schandiaien Hopfs erinnert, ist in Ockstadt auö- gesührt worden, aber zuni Glück ohne verhängnisvolle Folgen geblieben. Bei dem Landwirt M e u s c r standen ein aus Tiltenburg gebürtiges Dien st m ä d ch e n und der Knecht Karl Weber in Diensten. Ta die 5aerrschaft das von ihnen uuterhaliene Liebesverhältnis nicht gern sah, faßten beide den Entschluß, die ganze Familie Mcuser zu vergiften. Sie mengten den Speisen Salzsäure zu. Ter starl' Eleruch der Säure ließ die Herrschasi und besonders deren Kinder, die die Annahme der stark riechenden Milch, des Kaffees und der Suppe verweigerten, Verdacht schöpfen. Tie chemische Untersuchung ergab den Beweis, daß Salzsäure ver­schiedenen Speisen beigemischi ivvrden war. Tic Salzsäure war den beiveu Giftmischer» l'icht zugängli'b da sie im Hause als P utz m i t t ei Verwendung fand. Das M ä d ch e n, das bereits in seiner Heimat verhaftet ivvracn ist, hat sofort den Plan, die Herrschaft zu vergift'», gestände» und den T i e n st k n e ch i als den Urheber de s Ge­dankens bezeichnet. Weber, der noch im Hause Meuscr war, wurde daraufhin sofort verhaftet, l. » g n e t aber bis heute noch hartnäckig. Das Dorf ist über die ver­brecherische Tat in großer Aufregung.

2 Holzhauscn v. d. .h 24. Jan. An den Folgen eines Schlaganfa.ls ist B ü r g c r ni e i st crBeckergestor- b en. Ter Verstorbene, der in, 61. Lebensjahre stand, erfreute sich im Dorfe allseiliger Verehrung. Er Hai verschiedenen gc- meinnützige» Bestrebungen stets gerne feine Dienste ge liehen: so gehörte er u. a. seit kurzem auch dem Vorstande des Hessischen Vereins für ländliche Heimat-, Wohljahrt- und Kuiistpslege an. Da Holzhauscn gegcmvärtig auch keine Bei­geordneten hat, mußte dem GemeinderatSmitglicd T e c u- n y die provisorische Leilung der Gemeindeverwaltung über­tragen werden. Die Wahl des neucn Bürgermeisters svll, wie verlautet, schon am 5. Februar stattsinden.

Hcsscn-Rassau.

Biebrich a. Rh., 25. Jan. Die Städtischen Kol­legien haben heute in einer außerordentlichen geheimen Sitzung den A n k a u f s ü m t l i ch e r Aktien des B i c b r i ch c r Gas­werkes A.-G. beschlossen. Das Werk verfügt über ein nomi­nelles 'Aktienkapital von 302000 Mark, das sich seither in den Händen vier Privater befand nnd zwar der 5oa»pttcil dcr Aktien in einer 5oand. Das Werk rentiert sich außerordentlich gut, löge- sich daraus ergibt, daß der letztiährige Gewinnanteil dcr Stadt allein 44 000 Mark betrug. ^

T i e O b st b g n m s ck> ä d l i n g e im W i n t e r

Ter ausmertiämc Natur- nnd Gariensrcuud bat auch im Winter, besonders an trockenen. Hellen Tagen, in seinem Garten Gelegenheit zu recht intcrcssanlen Beobachtungen. Ta NM diese Zeit tonst wenig im Garten zu tun ist, so ivendct er seine Anf- merksamkcit ans die Schädlinge des Obstbaues und bc- iieil i emsig deren Vertilgung. Vielc Insekten überwintern in den Eiein, welche die Weibchen an -geschützten Stellen abgelegt haben, andeic überdauern den Winter in der Puppciisorm, eine ganze Anzahl auch im lebendigen Zustande als Schmetterling oder Raupe. Wer nun sorschenden nnd prüfenden Sluges durch seinen Gatten schreitet und dabei der Rinde seiner Bäume besondere Allsmerk iamkcit schenkt, dcr kann viel schädliches Ungeziefer ohne viel Mühe vernichten und sich so vor großem Schaden im nächsten Frühiahr bewahren.

Vor allem sind es die großen und kleinen R a n pe n n e st er, die zn vernichten sind. In ihnen übttwintcrii viele Hunderte von kleinen Ränvchcn, die im ?lpril und Mai durch ihren Fraß oft großen Scheiden anttchten. Tie großen Raupennestcr stammen vom 61 o l d a i t c v , die kleinen vom B a n m iv c i ß l i n g , der in unserer Gegend seltener geworden ist. An dünnen Zivesgen findet man die kitiarfigen Eierringe des Ringelspanncrs, eines braunen Nachtialiers, dessen Raupen die sogenanntenLi­vreen", uns so oft die Obsternte ftrciaj machen: ferner sind für ein geübtes Auge auch die Ei er schwämme des Tickkopis oder Schwammspinners leicht zu sehen, die als braune, unregel­mäßige Flecken an den Stämmen dtt Bäume und an den Latten und Planken dcr Gattcnzäunc eine gewisse 'Acbnlichkeit mit einem Stückchen Feucrschwamm haben. Feit an die kleinsten Zweige der vcischicdcnstcn Obstatten angeschmicgt, kann man auch die s ingen, überwinternden R ä u p ch e ii der K u v s c r g l u ck c crir-uhen. denen sellst die größte Wintcrkälte Nichts schadtt. Alle diese Schädlinge sann man jetzt im Winter leicht vernichten. Man schneide! die E- setzten Zweige ab und verbrennt sie. Tie Eicrdcr Blattlaus, die wie kleine Pulverkörnchen die Rindc^ dcr jungen Triebe der Rosen nnd Obstbäumc bedecken, sowie die S ch i l d e r d c r S ch i l d- läute am alten Holz dcr Johannis und Stachelbeeren, dcr Rosen lind der Weinreben find leicht abzukratzen und so zu vernichten.

Wer nun gründlich ausränmcn will mii all diesem schädlichen Ungeziefer, auch mit den Flechten nnd Moosen am Stamm und den Acstcn der Bäume, der nehme die Baumspritze und gehe mit einer lOprozentigcn Lösung von Schachts L bst b a u m ka r- botinciim gegen diese Obstbauinschädlinge vor. Im blattlosen Zustande dcr Obstbsume und Bccrenobststtäucher, der Rosen und Weinrebe» werden die Eier, Puppen »nd Larven der Insekten leicht mit diesem Sptttzmittcl getroste» und getötet, ohne daß die Bäume dabei Schaden leiden. Wenn so dcr Gartensrcnnd und dcr Obsb- züchter immer ossene» Auges, beobachtend nnd überallhin an?-