-lnterstützung der fretloufetttatittcit Fraktion im preußischen Abgeordneteiihause den Antrag gestellt, die Staatsregie- runq zu ersuchen, Erhebungen darüber auzustellen, ob im Interesse der Rechtspflege und des Anwaltsstandes, inc- bcsondere mit Rücksicht aus seine Uebersüllung, die Ein- sühruug beschränkender Maßregeln für die Zulassung der Rechtsanwälte oder anderweite gesetzliche Maßnahmen geboten erscheine» und bejahendenfalls im Bnndesrat für solche einzutreten
Tie Tschechen im Deutschen Reiche. Ein schier uiiqlaublickier Vorfall wird aus Lands Hut in Preußisch Schlesien berichtet, der beweist, ivie sehr den Tschechen auch bereits im Deutschen Reiche der »'anrm geschwollen ist. Ter deutschradilale Abgeordnete Sch reite r sprach ans Einladung eines Ausschusses der Lanbshuter Deulschnaiio nalcn im dortigen Schützenhause zum Zwecke der Gründung einer Ortsgruppe der Deutschen in Böhmen. Der Saal war überfüllt. Einer Gruppe auswärtiger Tschechen war es gelungen, in den Saal einzudringen in der Absicht, die Versammlung zu sprengen. Es lain zu stürmischen e«ze- nen, die fast zu Tätlichkeiten geführt hätten. Schkieplich ivurdni die Tschechen mit Gewalt aus dem Saale entfernt, loorauf Abgeordneter Schreite r feine Rede zu Ende führte. Tie Ortsgruppe wurde dann gegrüiidet. — Es ist also glücklich so weit gekommen, daß sich die Tschechen auch schon im Deutschen Reiche als Herren zu fühlen beginnen und die dortige erbeingcfcsfene deutsche Bevölkerung an der Betätigung ihrer nationalen Gesinnung hindern wollen! Der Landshuter Vorfall wirb jedenfalls das eine Gute haben, daß er unseren Voltsgenoffen im Reiche die Augen darüber öffnen ivirü, ivohin die tschechischen Erobc rungsgelüske letzten Endes zielen. - Der Abgeordnete Schreiter ist in Gießen nicht uubelannt, da er im letzten Tonimer bet der Gründung der Gicßener Ortsgruppe des Bundes derDeutfcheu in Böhmen gesprochen hat. Die Ortsgruppe zählt heute schon 220 Mitglieder._
Aurlanv.
.reue Steuern in Frankreich, Unter den voin Finanzminister Eaillaur geplanten Steuern sind hervorzu hetv-u: Erhöhung der Gewerbesteuer, der Kinematographen- theatcr, Erhöhung der Stempelsteuer beim Verkauf von Geschäften und bei Möbelversteigerungen «ErträgnicG3 Mill, Franks >, Erhöhung de-- Quittungsstempels (8 Milt. Franks), Erhöüung der Stempelsteuer aus Wertpapiere ausländischer «Gesellschaften, welche leinen Pauschalbetrag bezahlen von 2 aus 3 Prozent 1 1090 000 Franls-, Erhöhung der Steuer aus Börsengeschäfte mit Ausnahme der französischen Rente «3 900 000 Franks, Abänderung der Zollsätze auf »uust werke (1300000 Franks), Verdoppelung der Zuschlagstaxen auf Absinth und ähnliche alkoholische «Getraute «8 330000 Franks).
Für die türkische Flotte. Fm Theater von Ttambut wurde am Donnerstag vom Flottenverein unter dem Protctiorate des .üriegsmtnisterS eine Vorstellung veranstaltet Ter Präsident des Vereins hielt eine Rede, in ivelcher «r durchblicken ließ, daß er demnächst eine loichtige Mitteilung über die Berstärtung der türkischen Flotte «nachen «verde. Für den Augenblick könne er nähere Angabe«! nicht machen. Während der Vorstellung wurde eine beträchtliche Suimnc für die Flotte gesammelt.
Zum Mo rda n s ch lag ans Scherls Pascha ivirü aus Paris gemeldet« Der von der hiesigen Polizei im Zusammenhang mit dem gegen Scherls Pascha verübten Anschlag verhafte!« I ölen der Bei ist den Blättern zu-
inid Bebauptnngen eine wirkliche Klarstellung der ganzen von inis kritisierten Vorgänge gegeben hätte. Der vielen Worte kurzer --IN«! ist, daß das Museum tatsäcl'licb Geschenke vertäust hol. Reibt überraschend erscheint die Darstellung, daß die japaniich.- -oanimwng Seriba nur „depvtniäßig" auibcivahrt wurde, daß Pros. Seriba dies ais einen „großen, ,tzm erwiesenen Dienst" betrachtet habe und „aus Erkenntlichkeit dnjür" als „Gegenleistung", dem Museum seine ethnograpbiiä>e Sammlung, eine Äolleition ostasiatischer Münzen und dazu noch -II japanische Kiinstacwcrbe- arbeitcn geselnnkt lpibe. Seit «vann ist cs bei uns möglich, staat- liche Museen als Aufbewahrungsstätte für „wertlose" Sammlungen zu betrachten? Das Landesmuseum ist doch eine Anstalt zur Bildung und Belehrung des Publikums und soll gleichzesti' auch den Kunstsinn und die Kuusisiedc des Staates zum Ausdruck Viriugeu« cs ist doch wahrlich kein Lagerhaus! Sollten nicht die Tatlachen eher so liegen, daß Pros. Seriba seine Saminlung dem Museum a>s Leilpiabe überließ und das Museum sie dankbar annahm, oussiclltr und ielbstvrrsläiidsich in Verivahrung und Pflege behielt? VIut diese Weise wurde doch die vielleicht recht betrüchi liche eigene japanische Saminlung ergänzt und man konnte mit der Möglichteit rrchnen, daß über kurz oder lang diese Stücle durch Geschenk Eigentnni des Museums Ivürdcn. War also der Grund zur Dankbarkeit und Anerkennung au« Seilen des „Ein lagerers" oder des Instituts, das viele Jahre mir beit Sorben varadiertc?
Die unter Ei«,entumsvordehatl dem Museum scher,Viesen -ammtung chng aus Wunsch der Erben vor «nehrcren Jahre naäi ^apon zurück. Es hatte aber Pros. Seriba seinerzeit am den oben erwähnten t>cträchtsicheil Teil dem Museum gescheut „no von diesen Stücke» ist kürzlich eine Anzahl an einen Tarn' sladter Antiguitätenhändler verkauft morden. GEichzen«, wu> den noch andere für das Museum „wertlose" Stücke durch Berka, abgenotzeu und man erzielte für diese Ware 3s 000 Mark imi anderer Versicherung sogar 38000 Mar«. Raä, k-i'smännische Kalrulatio» wird vielleicht das Museum ein recht gutes «tze«chä gemawl haben und der Antiauar wird iich schwer- ärgern wri, er criohrt, was er mit 34 000 Marl bewblt hat.
Es verstimmt den Geber »nd schreckt künstig zweifellos («> «ckirnkluitige ab. wen» ihre Geschenke der Möglichkei, ausaeic- und. verkamt ,z„ werden. Die lange Rechtsertignng des '.Herr äi. Back hat den .Hauplvunkt meiner Zusck'riil vollauf bestätig von -rtuck, der gclchenktri, Sammliinge» tzüpsck, und Seriba e>e lautt worden und. Dies öffentlich zu crönrrn, war notlvendia uv der Zweck des erneu Artikels!
Zur näheren Illustration der Entgegnung des tzcirn ' 'back mag zum -chtui! noch icstgcstrllt sein, daß der'darin „Buchdeckel" »nt „einigen iverrlvsen Steinen und «hl Tlulfm bereits einen beträchtlichen Wiederverkauisprcis >-r; hat, imd da,; eine Ma,°lil«plattr ms der späten Zeit immer ,ock, beit Avpctlt eines zweiten »Lusers bis zu rinem Ge von mehreren Tausend Mark reizte, ohne daß der- derzeü Elgcutumer das «tzcbvt akzrptirric. Sch,,, am- diesen TmW ri„m mal. crieln-n, daß die für das Museum wertlosen -«Stücke Einzelverkau, recht nett zum Wert kommen. Wir wo'leii a iir-rn daran« hiuwepci,, daß sofort „ach deni Bekaunüvcrden Verkäme «ich zahlreuiu- auswärtige »unsthändler be» Rang lieien und, die als belanglos bezeichn eien Slücke eriverl strebten, sollen weitere Tasiache» «croierl werdenWesh atio die spottrslhe, kühle llebcrleqcirhcit des .Herrn D> '5c Man tverß doch, daß Beauftragte des «Landc-rmnieiuns als ersten Gerüchte über die Verkäme liier henimschwirrtr» eis bemüht Ivareu, die Stücke vorübergehend ans d-w Verkehr zu ziel und aui feden Fall dir Etiketten mit der Aiwckinst ^riba Sammlung" von den eni^-lm-n Sachen zu cinferncn Man h> nämlich verschiedene Stücke durch diese, ihre Herkunft doknm lielende Bezeichnung ans „u-ertlossu" Sache, zu ftft Aiftignarc - Sammler besonders wertvollen gemacht!
folg« ein in, Dienst des ,uiu;u,rkisck>en Komitees stehender Spion, der seit ungefähr «üiren, stlöonat in Paris weilt. Es war ihn, gelungen, sich in das Vertrauen des Generals Scherif Pascha cinzuschineicheln und dabei gleichzeitig den Mordanschlag gegen ihn vorznliereiten. Man fand bei Js- lender Bei Schriftstücke, die l>e>veisen, daß er mit dem früheren Polizeipräsekten von Konstantinopel Äkim Bet in Verbindung steht, der im November v. I. an Bord eines russischen Dampfers den türkischen Untertanen »atvaklr Mustapha verhaftete und dann angeblich im «KesangnrS unibringen ließ und auf Verlangen der russischen Regierung« abgesctzt werden mußte. Akim Bet hielt sich seit zlvc, Monaten in Paris auf und leitete den von den Fungturren gegen ihre hiesigen Gegner peranstalteten Spionagediriist. Zstender Bei i|t russischer Untertan, der vor mehreren Jahren znm Islam übertrat, um in türkische Polizeidienste treten zu können. - Ter dieser Tage freigelasscnc tur- tische Schauspieler B u r n h a m E d i >, M n st a p h a wurde von neuern in Haft genommen, da die Polizei den Verdacht hegt, daß er den gegen Scheris Pascha verübten Anschlag unterstützt habe. Scherif Pascha soll den schrist- liche» Beweis dafür besitzen, daß Bnrnhain «äsin Mustapha mit eitzcm Monatsgehalt von 9000 Franks im Dienste der Konstantinopeler Polizei steht.
Aus Stadt «nd Land.
Gieße», 17. Januar I9l4.
Das neue Reichsbankgebüude.
Rack, einer eifrigen Bautätigkeit von etwas mehr als fünf Vierteljahren steht heute das neue Gebäude der zur Reichsbank- stcllc erhobenen, bisherigen RciSbanknebcnstelle, fertig da und soll heute seierlich seiner Bestimmung übergebe» werden. Mit dem c r st e n S p a t c n st i ch wurde a,n 9?>. September 1912 durch «die Firma Abcrmann und Kling begonnen, nachdein man das der Stadt gehörende Gelände an der Wiescck dank dem Entgcgen- konimcn der Stadt Gießen verhältnismäßig billig — etwa für 30000 M k. — erstanden hatte. Tie Arbeiten am Bau würden so gesöidcrt, daß Mitte Mai das Dach ansgcschlagcii werden konnte. Bis Juli waren die Arbeiten ,o weit, daß die Rvhbau-- abnahnie erfolgen konnte. Der innere Aiisbaii ist jetzt beendet, so daß der Benutzung der Räume nichts mehr im Wege steht.
Die schon oben erwähnte Firma Abermaim und »sing erledigte Lie Manrcrarbeite», die Sandsteinlicferung geschah durch die Firma PH. Holzmann n. Co. Wetter nnirde erledigt die Zimmerarbeit von Nuhn-Lollar, Tawdeckerarbcit von »rück u. Müller, Hcizungs- aiitage von Johs, Haag, Ä.G., Köln, die inneren (Schreiner-) Arbeiten und Einrickstungen von Marschncr-Elberfeld imd Weigel- Gießen, tie Glaserarbeitcii durch L. Schmidt-Gießen und Lörse- Hagen, die Malerarbeiten durch Malermeister Eiroß-Gießen. Die sonstigen kleineren Arbeiten wurden sämtlich von Gießcner Hand- wcrlsmeiftern und Firmen geliefert.
Die jetzige RcichSbankstellc hat einen der stetig ivachsenden Vergrößerung Gießens entsprechenden E n t >v i ck l u ir g s g a u g durchgcniacht. Am 7. Dezember 1873 ivurde hier eine A g e n t u r der Preußischen Bank begründet, die jedoch schon am I. Jailnar 1876 zur R eich Sb a nkn e b en stcl l e erhoben wurde. Diese wurde zunächst durch Agenten velNvaltet, deren letzter — Dich — in dem jetzigen Jmhcuscrichcn Grundstück am Markt in einem engen, niedrigen Stübchen die (tzcschäilc der Reichsbank besorgte. Im Jahre 1893 wurde als erster ctatsmäßiger Beamter Kais. Baiikvorstand S c r i b n allgestellt und cs fand die Uebcrsiedelung in das jetzige alte Grundstück statt, das zunächst gemietet, dann sehr bald von Jean Der» gekauft winde.
Leiter der ReichSbanknebcnstclle waren in der Folgezeit die Bankrarftändc Lauster <1897—1905), Dr. Bernhard (1905 bis 1910) und Otto seil 1810. Für die Entwickelung deck Geschäfts sprechen die nach und nach aus das Dreifache angewachsene Zahl der Beamten und die Gesamtumsätze, welche eine Steigerung von nnid 70 Millionen ju 1893 auf 357 Millionen in 1913 erfuhren,
Tomir repräsentiert das neue Gebäude den immer reger werdenden tzstldvcrkehr und das steigende Geschöftslcbcn der Stadt Gießen, und mit Freude sehen Gießens Bürger der heutigen Einweihung entgegen, zu der Gärtner Schneider das Gebäude mit einem festlichen Gewände versehen hat. Wir werden über die Feier in der nächsten Nummer berichten und eine Bcsährribnng des neuen Hauses upd seiner Einrichsiingen dabei veröffentlichest.
p. a g cs r a i c n oe r inr Lanisrag, oe» ««., >n,a «oiinig ltz, Jan. S I a d t t h e n t e v■: Nnchiniltggs 3)4 Nhr : .Pygmalion abend? 7", Nhr« „Fikniza-der/
G i e ß e » c r » o " - e r t v c r c > n : Koinert (Erler-Schnaudt - Kie'cr) ln der Reuen tzl-cka Sonntag nackimi«tag ö!z Uhr.
R e i ch sgr ü n ü » » g s > c , er (Alldeuticher Verband) in Stcir Garte» SaniSing abend 8;? Uhr.
A r! i l I e r i e - D e r e i n G i e st e » : Samstag abend 8 Uhr Winteriest. verbunden mit Konzert, in der Tnrnbatle (Steinstr.)
Ortsgruppe d e S A l l g e in, D e u t s ck> e » F- r n u e u verein-? G icsten « SaniStag, 17- Jan., abends 3V, Utn-, ii OSr’nale der Universität« Vertrag von Frl. Diebl-Jranksnrt über ,Fürsorge lür di- Heranwachsende weibliche Jugend'.
M i tt e l d en I s ch c r 8 ä n g e r- V e r b a n d. Sounta 18, Jam, »achniiltagS i'A Uhri Verband-Zversanimlung im Ho! Viltoria.
Lichtspielhaus: Täglich Vorstclluna.
^ n n i o n - T l> c a t e r: Täglich Vorstellung. (Dienstags Ui, Samstags neues Prograuim.)
O b c r b e si i j ch eS ist! u s eu i» u «>d Ga i I'seh e Bo m m I ii ii o en. Ecögüet Sonulaq vormittags II —l llhr uiieulgellli-
Museum sür Völler kn „de. Gcöjmet an «Sonntage« vormittags von It—I Ubr »ucntqeltlich.
O b e r l, c i i i s ch c r 5. u n st -o e r e i Tie Gemäldc-Ülusstcllm« i,t täglich vou 11 —1 Uhr. MitiwochS von 3 bis 5 Uhr, mi a» Sonntagen von 11—3 Uhr geöffnet.
Tie 'Anlage »> ui ik in,bet bei gutem Wetter Eonutag vo m'.ltog ll Uhr statt. Spielvlau: 1. Ouvertüre zur Oper De
goldene Kreuz" von I, Brüll: 2. Ballade aus „Der ilieacnt »oUunöer vou R. Wagner: 3. Flafterröschen! Bolka-Mazurka vo E. Krautze; 4, Armecmarsch Nr. 73.
" Deutscher Abend in Gießen. Tic Borbc rerluiigeu für den Teutsck>«u Abend sind nunmehr in de vcr,chicde„cn Ausschüssen soweit gediehen, daß der Festaus srinip ,rn Lause der nächsten Woche usit der gesamten Fest folge an die Oefsentlichkeit treten wird. Neben dem F-csi auslchuß wurden Unterausschüsse gebildet, unter andere, t««r '.luSzchmuckrrnq des „Neuen Saatbans" (Steins «barten Nir die theatralischen- und tstesangs-Anssührnnqen, fü Tanze tmd Reigen, für Einrichtung besonderer Belustiqun gen nud ,nr die Presse. Bei der regen Arbeit der Ausschuss zeigt«: sich lchon, daß das Fest einen sehr qünssiaei, Bode >n Greven so,den wird und daß es seift« zwerkdiensich war .-ine hochwichtige oeutsche Angelegenheit, vou deren hohe «edeittuna ftrr das ganze deutsch« Volk sovielc Volt -genösse leide,/ noch wenig loissen, aus diese Weise weiteren' Kreise
näher zu bringen. Der Festausschuß hat dafür ,-ftsvrqt, daß allen Schichten unserer dentschfühlenden Einlvohnerschast der Besuch -des Festes erinöglicht wird- So steht zu hoffe», daß der deutsche Wend eine ivirkliche »-„ndgrbirug echten deutschen Denkens und Fühlens ivird, «vobei es vornehmlich be-griißt lvird, daß auch unsere Tanreu rege Anteilnahme zeigen,
** A ns den, Ei s e i, b a h n d ie n sie. Der Großherzog hat dem Bahnmeister Edwin Schilling zu Aschas- senbiirg, den Eiseiibghnassisteiiten Maximilian Chili a -,» Flörsheim und August »ieser zu Lauterbach, sämtlich in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngcmeinschast, die unkünd hart Anstellung verliehen. Ferner wurde den Zugführern Heinrich Buch und Peter Fänson zu Aschaffenburg. Wilhelm Tüll, Heinrich »Jimmel und Philipp Rahm zu «stießen, Kvnrad Schneider zu Nidda, »arl Schwalb n„d Peter Spieß zn Oberrvdei, (Hessen)« den Lokomotivführern Heinrich Barth, Friedrich Hillen, Georg Nag-l. Philipp Schönmehl, Adan, Werke und Ferdinand Zeh zu Frankfurt a. M,, Wthciin Rahrbach zu Gießen; den Lademeistern Heinrich Gottfried zn Höhr- streiizhause», Ernst Spies zu Frantfurt a. M.« den Weichenstellern 1. Kl, Heinrich Hart- mann, .Heinrich Heck und Heinrich Huck zu Neu-Isenburg M.N B., Georg «stöbet zu Nidda« dem Unterassistente,i Georg Meigi zu Lieblos und dem Bahnhofsaufseher Karl Rohm zu Stockhausei, (Oberhessen), säintlich in dca' Hessisch- Preußischen Eisenbahngemeii,schaft, die nntündbare Anstellung verliehen.
«stewerbeausstellung 19l 4. Der Ausstellungsvorstand hat in diesen Tagen .Herrn Bildhauer I. »'ob - d i»g Gießen niit der Äussührung einer künstlerischen Plakette beauftragt. Unter den vorgelegten «ßntwürfcn wurde ein Motiv ausgcwählt, welches das Ansstreben der vberhcssischen Gewerbe und Industrie versinnbildlicht.
" Sitzung de8 Provin zial-Aussch»sse8. Z„ der Sitzung an, 21. Januar, vormittags 93/,, Uhr, ist folgende Tagesordnung ansgestellt worden: 1. Klage des 'Angnft Schäfer zu Hungen gegen den Kreis-Ausschuß des »rciscs Gießen «vegen Slnlage von Abfabrten. 2. Gesuch des Wilhelm Schniid z» Gießen in» EelanbniS zniii Belrieb einet Schankwirtschaft in dem Hanse Ost-Anlage 19. 3. Klage des Ortsnrinenverhandcs Friedberg gegen den Landarnic»-- vcrband Friedbcrg ivegcn Unterstützung des St. Michalski 4. DcSgl, ivegcn Unterstützung des Ed. Schwiminer. 5. Klage des Bäckers Nenn z» Usenborn gegen das Großh. Krcis- anit Büdingen wegen Sinfnahnie in die Bäcker-ZwanaS- innung.
** Stadttheater. ?Ille, die Bernard Shaws geistvolle Komödie „P y g ,n a l i o noch «uchl gesehen haben, leie,, aui die leige «ste legen bei! an, inoraigcn Sonntag nachmiliag hinge,viesc» öS sei dazu bemerkt, daß die Aufführung unserer Bühne allgemei, als vorzüglich anerkannt ist. — Auch aus den hochinteressauten Tanz-Abend vo» Frl. Seilt M' al> esa am kommenden Moiilag, zu dem die Aboimente» PreiSerinäiiiguug genießen, sei »ochmali nachdrücklich aufmerksani gemacht, lieber Seat M'ahesa, die mit ihrer eigenartigen, sowohl aus glücklicher Veranlagung als auch auf sorgfältigen Studien beruhenden Kunst überall ungewöhnlich, Erfolge errungen hat, liegen eine große Anzahl äußerst günstiger Besprechungen vor, die alle die bedeutende AuSdruckssähigkcit der Künstlerin rühmen. Se»l M'ahesa errang bet ihrem im vergangenen Sommer in Bad-Nauheim veranstalteten «stastsviel große Erfolge, und feierte in Berlin kürzlich noch wahre Triumphe,
** In der Freidenker-Vereinigung findet Montag abend ein Vortrag über „Kirchen tu in und Volts bedürfnisse" statt. Der Redner Herr Dr. I. Schiller, Frankfurt a. M, ivar iu Bayern 12 Jahre katholischer Pfarrer, trat dann aus innerer Ueberzeuguiu, aus der Kirche aus und ist seit 2 Jahren freircligiöser Prediger und Lehrer in Frankfurt.
** Stenographie. Wie uns nritaeteitt wird, veranstaltet der Bezirk «stießen «stnhelsbergerslher Stenographen am Sonntag vormittag 9 Uhr tin Metropol einen Untcr- richtslciter-Änsbtldlentzsknrsns und zwar erstreckt sich dieser auf mehrere Sonntage.
** Ti o Aufgaben des Roten K r en z c s i nt Kriege. Wie und der Deutsche F r a u c n v e r c i n vom Roten Slituj für d i e Kolonien inittcilt, findet aut besonderen Wunsch der hiesigen Abteilung am 29. Januar, abends 8>) Uhr, in der Neuen Aula der Universität ein Vortrag mit Lichtbildern de- Proiessors Tr. Eolmers, Dirrltor des Landkrankenhauses in Eobuig über „Die Aufgaben des Roten Kreuzes im Kriege, Erfahrungen aus dem ruisisch-sovanisch.-n und aus- dem Balkan- Kriege" statt. Herr- Professor Tr. Eolmers machie als Astistenl der Heidelberger chirurgischen Klinik als Mitglied der Deutschen Rote» Kreuz Ezvcdision, die zur Hilfeleistung zur russischen Armee gesandt wurde, in den Jahren 1904/05 den russtsch-iavani scheu Krieg mit. Im Jahre 1909 ivurde er mit der Leitung der anläßlich des Erdbebens von Messina »ach Sizilien geschicklcii, vom Deutschen Roten Kreuz ausgerüsteten HilsSexvedrtion be- betcaut, die zwei Monate lang in rovratus mit Erjolg tötin wai. Seit Ende 1909 ist Herr Professor Tr. Eolmers Direktor des Herzoglichen Laiidkrankenhanses in Eoburg. Inr Oktober 1912, zu Beginn des ersten Balkankrieges, wurde er vo» der Königin Eleonore von Bulgarien, die ihn^von seiner Täsigkeit im russisch japanischen Krieg her kannte, in dem sie selbst ais Oberschwester eine? SanitälSzugS tätig war, zur Leitung ihrer Spitäler nach Sofia berusen. Er verblieb dort während des- Krieges gegen die Türken, nach dessen Beendignilg und Ablaut seines Urlaubs er nach Tcntschtand zurückkchrte,
** D i e Lahn ist nunmehr vollständig zuge» f raren. Tie Kinder seien nochmals vor dem Betreten des Lahneises gewarnt.
Kreis Alsfeld,
Ermenrod, 16. Jan. II ober fallen ivurde das Fuhrwerk des Bäckers Hartmann. Sei» Fuhrlnecht kam «oon den Nachbarorten Ehringshanse», Otterbach und Hain- Vach und hatte einen größeren Geldbetrag bei sich. Iw Walde sprang ein Unbekannter aus den Schlitten und schlug dem Knechte den Kopf blutig. Dieser wehrte sich, schrie taut um Hitse und trieb die Pferde an. Ter Spitzbube entfloh.
Starkcnburg und Rheinhessen.
ni. Offenbach, 17. Jan. Seinen Verletzungen int Krautenhaus erlegen ist der Rangierarbeiter Kart »och aus R o k h e u b c r g e n (»reis Gelnhausen , dem beim Rangieren im hiesigen Güierbahnhos beide Beine abgefahren ivurven. Nach der amtlichen Darstellung befand sich Koch, als der Unfall sich ereignete, allein ans einem Eisenbahnlvagen, der aus ein anderes Geleis gestoßen werden sollte. Er hakte die Bremse zu bedienen. Während er kurz nach Besteigen des Wagens sich mit einer Hand o» einem Handgriff sesthiett, überschlug er sich plötzlich rinü fiel aus das «stleis. Die Signale sollen richtig gegeben iovrden sein. Anscheinend hat »och dadurch, daß er steif gefrorene Hände hatte, den Halt verloren und ist ausgeglitten.
rm. Heppenheim, 10. Jan. In Heppenheim an der Bergstraße fand in der heutigen G e m ein d e ra t s « sitzung durch den Kreisrat v. Hayn in Heppenheim die Einführung und Verpflichtung des neuen Bürger-


