Ausgabe 
17.1.1914
 
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tttcfftcr?, ticv 'Foftinrifh'-r? n nfr Landtagsadgcordnetsn Wtrgand, statt, der tvost seines twhen Alters und der nahezu öO Jahre, die er im Postdivnst «unter sich har, dis Gemeindeweskn von Ht-ppvnl-eim wieder ans die alte Hvhr dringcn will.

vereinsuachrichtru.

^ - ßro 6 c G i c ft e n e r Karn e v al grsel ls ck, a it 1 9 1 1.

.me critr -t amc n i i(inun am Donnerstag abend int Saote von ipteins (Killen, der vom Blumenbans Dien iestliih dekoriert war. batte einen <mten Erfolg Ter belanine Frankfurter Xarncvalist ^ vi'v |L$ Tiirirtc den Präsidenten stab und zeichnete sich durch einen nuten BSttenvortrag ^«olkSzähleri au». Fräulein Ellen Rabe vom Stadttheater verschönte den Abend durch einiqe Scherzlieder, die lebhasten Benal! ianoen, ebenso saud die poetische Begrüftimg leitcns des Finoii-.minister«, Herrn Jas ko WS kV gute Aui' vabnic. Unter den : iängeu de« Rarrballa-Mariches vjg dann der nllieitin beliebte Herr Berlin«Grosten-Buseck als tRarktirau in die Bütt. In bunivristisch salnrischer Weise und in hessischem Dia­lekt brachte er die verschiedensten lokalen Vorgänge zum Vortrag Einen graften tzeiterkeirsersolg hatte auch der Dünnes aus Kölih der über eine gute Stimme und viel Humor veriügie. Als Damen- imitator i. a: auch der in Rieften nicht unbekannte Karnevalist Win gen F .ntrurt ans. seine Vorträge als Amazone und Frauenrechlleri» landen Anerkennung. Zur Hebung der Stimmung I gen a. dl die von den .Herren Schwalm, Geiste. Weidig und tt Homwiger ir. rertahten Lieder bei. Erst nach 12 Ilbr lonntc > dem Tanz begonnen werden.

Der dritte «rupp^projetz.

~ . ... , Berlin, 1h. Januar.

-"dritte n r u v » r o z e B gegen die Zeugoiiiziere T i I i a u und Geiioiieu begann heute vor dem Oberkrieg«gericht de« Berliner Gouvernements. Den Borsin sührt Oberst Schul z Ber liandlnngssülirer ist Geh. Ol>erkrieg«aerichl-rat G l n s e w a l d Bei scher Kriegsgericht»»-!, Mayer, Vertreter ber Anklage v.iieg« qerichtsrat tt. s ch i e r s ch kk, Verteidiger lind der Rechtsanwalt Kurt Ulrich. Justizrat Barn au und die Rechtsanwälte -tftitrm und Gr also. Tie sechs Angeklagten, die Zeugoiiiziere Tilian, Schleuder, tzinst, Äoge, der Feuerwerkei Schmibi uno der Militarinteiidaulursekrelär Pfeiffer wurden vom vreniiische» Kriegsministerinii, wegen Verrats militärischer Ge he im Nisse, militärischen Ungeho-'amS und vaisiver Bestechung am 5. 2lugi>st 191 :$ oum Kriegsgericht der Berliner itoniiiiaiidanlur Zu 4Z Tagen oestunashait bis sechs Rionalen Geiängins und zum Teil zur Dienstentlaisnng verurteilt. Der siebente Angeklagte, der frühere Zengieldwebet Dreese, der zu drei Wochen gelinden Die rest verurteilt worden war, verziclüete aus die Beruiung. Die sechs genannten Angeklagten und auch der Gerichtsherr haben Beruiung eingelegt. Rach 20itrufung der Zeugen und Tachoeiständigeii soll das Urteil der rfiten Instanz verlesen werden. Ans Antrag des Vertreters der 'Anklage wird während der Verlesung die Oeiieni limieit ausgeschlossen, da durch die Verlesung die Staatssicherheit gestii.rdet ist. Rach Verlaus von last zwei Stunden wurde die Oes ieutlichkeii wieder hergcstellt und alsdann mit der Vernehmung der Angeklagten begomien. Lberintendanturietrelär Pieiiier bestrei­tet den vollen Inhalt der Anklage. Aui Briragen des Verhand- kiingssührers, wie Brandt denn mit aller Bestimnuheit behauvten könne, das; er alle di-sc Mitteilungen von ihm, Pseisser erhallen habe, bemerkte der 'Angeklagte, er vermute, da er Brandt häutig besuchle und Brandts Wohnung volizeilich beobachtet wurde, habe Brandt sich gesagt, er wolle seinen richtigen Gewährsmann schone» und ihn, Pieiiier, da er bodi einmal von der Polizei beobachtet .wurde und komvromittiert sei, als Gewährsmann angeben.

Der Angeklagte Zeuglentnant tz o g e bestreitet ebensallS, sich irgend­wie schuldig gemacht zu haben. Der Angeklagte Feuerwerker Schmidt bestreitet ebenfalls seine Schuld. Er nabm keinen 'All. stand, Brandt aus seine Frage Mitteilungen zu mache». da ihm bekannt war. dass es gegenüber Kruvv kein Staatsgeheimnis gebe. Er hatte jedeniaUS nicht das Bewusttiein. etwas Strafbares zu tun. Er liest sich allerdings einigemale die Zeche bezahlen, weil er bestirchtete, dast Brandt als ehemaliger älterer Kamerad es ihm verübeln könnte, wen» er ablehnte. Die Verhandlung wurde dann aus Samstag vormittag 10 llbr vertagt.

Gericdtrsaal.

Darm stadt, Ui. Jan. Tie Stra s ka in in er verurteilte heule den 5>9iährigen B ii r g e rni e ist e r im Rebenamt Lud­wig Kohl von Acvvenheim a. d. Bergstrafte wegen iortgesetzlen Vergehens der Untreue und sechs Fälle des Berbreaiens im Amt zu 3 Jahre it G e i ii ngni s abzüglich 2 Monate und 2 Wochen lliiteriiichuiigSliast. Tie Ilnterschlaguugen datieren zu einem Teil

Iwkh aus der Feit, bevor Koch Bürgermeister war und er Iwl diele »Nierichlagunge:, als Rechner der Verleiäien Stiftung be­gannen. In seiner Eigeuschatt als Bürgermeister unterschlug er von der Hestichen Stiftung 2.')000 Mark

Leipzig, 16. Jan. Vor dem Reichsgericht begann lenti iwrmiitag der Spionagevrozest gegen den Ist Jahre alten Kauimann Gustav Ferdinand Illichter aus Rutbern (Kur lano Richter, der ruiliicher Staaisangehöriger ist und zulest.' in »önig.berg wohnle. wird bAimiidigt, sich dort in den Brust einer Anzahl von Sehriirstüeken grsestl zu haben, deren Geheimhaltting int Interesse der Reichssiche^heit geboten war, und wobei er die Absicht »erfolgte, dir Schrvtstach' zur Kenntnis»einer auswär­tigen Regierung zu bui-nbm iiii» neun Zeugen' imd ein mili täriicher Sachverständige» erschieiken. Die Oessenitichkei! ist au« geschlossen.

London, 16. Jan. Tie gerichtliche u 1 , t e rs 11 ch 1111 a über den aus hoher See verhrannten Tainvier .Boltnrno' er­gab den Veiunü, dast das Schist wegen des Feuers, das i» der Ladnna entstand, verlassen werden muhte, Ten K a v i l ä n und die O i i i z i e r e trifft kein Vorwur s.

<ttftfcviff«tf»kt-

Leipzig, 16. Jan. Das M ilit ä rl nf l ich i f f :>. 6 ist heute früh 2 Uhr 4 'j Minuten unter Führung des Hauvtiuaiins M alias aiiigestiege». E« ist eine ldstündige Dauer fahrt beabsichtigt. An Bord befindet sich die Abuahniekoiu- mission.

F r i e dri ch« h a s e » . 16. Jan. Der Lu st schiss bau

Zevvclin stellt für 2ÖUOÜO Mark aut seinem Gelände eine eigene W a s i e r u o s i g a S f a l r i k aui.

Paris, >6. Jan. 'deine nachniitiaa iinteriiahin der nach einem narren Silstein achanle und in den änsteien Formen Sem Zev elinkreuzer lehrälmlielie Luit ball on .Spiest- bei klarem windstillem Weiter einen Flug über Paris. l'S heistt, dast das Lulllchiss iür die iraiijöiische Kriegsvcrwaltiiiig bestimiiit ist.

Untergang eines englischen Unterseebootes.

«Dovenvort, ll>. Ja». Das englische IlnierseebootA 7 " ist lei 'Plnmonlh gesunken. ES besteht wenig .Hoifnung, die Maiinsäiail zu retten. TaS Boot manövrierte mit anderen Ilnler- ieebvolen in der Bai von EoawiandS, die ungefähr 6 Meilen von Pluinoulh entiernt ist. 'Rach einigen Manövern merkte man, dast das Ilnlerseeboot ,,'?l 7 sehlte. ES sollen zwölf Mann und ein Leutnant au Bold gewesen sein. Von Plymouth wurde .Hille eibeteu. Um 9 Uhr abends wurden die Relttiugsarbeileu eingestellt 1 sie loerden erst morgen seüh wieder ausgeiiommeu weiden. 'Als Taucher zuerst hinabgesliegen waren, kloviten sie au den Rumps des lliiteiseebooles und euipsiiigeu Antwort von der Besatzmiz. Als sie aber um 6 Uhr zum zweiten Male hinab- stisgen, emviingeu sie am ihre Zeichen keine Antwort. Man glaubt, dast die Ursache des Unglücks auf ein Versagen der Pumpen, welche die Wasserbehälter hätten leeren wollen, zurnck- zusühien ist.

vsrnstschtc».

- D e r im R i t n g l in o r ü v r o z e ft > reige s p nidjtne Be ilis ist mit Familie nach I a s s a abgereist. Er besuchte unter- ireiv den Baron v. Rolschitd, der Beilis in Palästina ein Stück Land gekanit Ixte.

* II c ber d io 2 cf» r c ct.' u s nacht auf Du ko lv st M okre wird jetzt eine den Grasen M ielzstuski weniger betastende Darstettuiig verbreitet. Danach sei der Graf durch ein Geräufelt ivach geworden, stabe geglaubt, Diebe seien im .Hause, haste eine Doppelflinte geladen und sei im Finsteren durch verimiedene Zimmer gegangen Jin An- licidezimmer der Gräfin stabe er eine Männerstimme ver- nomnien und gleichzeitig sei die Türe ein wenig geöffnet worden. Daraus stabe der Graf das erste Mal geschossen und als die Person Juli, nach ein zweites Mal. Im stiiirdervbe- zimnier der Grzsin seien sie starb kompromittierende Briese gesunden morde». Das Gericht bat tonstatiert, dast her Graf nicht sehen lonnte, ans wen er schost.

* A n f Befehl einen Oberleutnant e r s chojsen. Aus Krakau wird gemeldet: Rach einer F-eicr in der Wohnung des Lirtilleriehauplinamis Hansmann wurde dieser von dein Lbrrlenknant Ziegler beleidigt. Er rief draus lautMorgennosk" seinen Burschen ins Zimmer, drüAte ihm einen Revolver mit dem Befehl in di.' Hand, den Oberleutnant iii.Z.'rznsiliieste.i, was der Bursche auch

tat Der Getrofsene war sosort tot Der Hanptmann und der Bursche wurden verhaftet.

Ein Tiefseeguüer. Proi. A u r e l i » de G n i v a » r i S, Privatdozem iür Botanik an der Universität Reaprl. hot nach derUmschau" ein optisches Jnstrimiciit eriundeu. dal eS dem 'Auge ermöglicht, in bedeutendere MeereSttefen zn dringen und das Tier- und Pilaiizenleben genauer zu erwrichen, als s bisher geschehen konme. Ter 'Apguirat, Tlhstniiioikop genannt^ besteht aus einem mit starkem Lbiekliv versehenen Fernrohr, das a» einem Schwimmkörper befestigt ist: »ns i'ianze taucht ctnm einen halben Meter lief und liefert stark vrrgrofterle, sehr liüi!- scharje Bilber.

rimklicher Metierbericht.

O e s s e ii 11 i rf> r r Wetterdienst, Girften. WelterouSsichten in .Hessen am Lonnlag, den 18. Jan. 191! Fortdauer der bestehenden Witterung, meist heiter und li okeo, vor­wiegend östliche Winde.

Cciftc 21 aci»rict»ten.

T e r K u r s in Elsa s: L o t h r i u g e n Berlin, 17. Jan. Da:-Berliner Tageblatt" meldet aus Straft bürg: Rach Jniorniationeii besteht zurzeit leine 2 r a t t h a I t e r t r i fc, dagegen trete der Statt Halter, wie schon seit langem seststehe, in wenü^en '" o nahen zurück und bald »ach ihm oder uirp naest ihm der Ttaatssckrelär. Für wahrscheinlich gill der baldige 2ii>el tritt des Unterstaatssclretärs der Justiz. P e t r i. Die Regierung verbot dp» Verlauf des Buches des in Paris lebenden Rationalistci, Emil Hinzelin:Das Herz vvn Elsoft und Lothringen".

R n ft l a n d u n d d i e d e n l s ii» t M ilitärmi s s i v n in der T ü r t e i.

Berlin. 17. Jan. DerBerliner Lolalanzeiger" m.tt- del ans Petersburg: Zn der Ernennung des General- Linian zum Marsclzalt und Generaunspeltenr der tiirti» schen Armee äußert lpente das russische 'AuSwüriigi- 'Amt, die Frage gelte nicht als erledigt. Äe Art seiner Tätiglcil miisle noch sestgesteltt tverden. Falls der löeneral leine Truppen zu führen, sondern nur instrnk- tive Befugnisse habe, hat,.' die russische Regierung nichts einzii wenden.

F r ii ii frei di ii ii fr d i e Berliner o 1 n in p i s che n Spiele. Paris, 17. Jan. Der Ministerpräsident gab einer bei ihm erschienenen Abordnung des franz Han p tan« s cd n s s c s s ii r die Berliner o l st m p i s ch a n S p i cle bekannt, das; dem Ersuche» um eine 'Staats nute r» st ii 1; ii n g von 600 000 M k. nicht Folge gegeben werde n lonnte. Der Minister des Aenftern sei bereit, für die allgemeinen 'Ausgaben >.70(MI Franks zu bcwtt- ligen. Dem Minister de« Innern stehe es zu, einen gewissen Beitrag für zweckdienliche Ausbildung der 'Ailekhen zu be­willigen, die Franireich in Berlin vertreten.

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Sonntaa, den 18. rinniinr findet int Saale der Deutschen (suche ' unser diesiabrjflcs Stiftnn^fest, verbunden mit Kon zert , Tbcatcrauffübruuflcu und

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Bezirks - Fechte»

(Tnrnhalle T. B. 1848» Sonntag, I0Ubr eittfinden. ^reitnde uub tUtiercficnten willkommen.

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