«Klungte, so bajj bei - Verdacht begeht, da« letzterer zur Herabsetzung des HektotitergewichteS beiqefügr wurde ? MRde Maßnahmen ge denkt der Herr Reuchokanzle-r ZU treffen, um dieser Umgehung der höheren Verzollung Einhalt zu gebieten, oder von welchem Zeitpunkt an wurden eventuelle diesbezügliche Verfügungen seitens der Reichsregieruna an die äußeren Zollbehörden hinauS- gegeben und welche» Wortlaut haben diese Vertilgungen?
Reichs t ags abge o rdn eter Mrelzynski, der sich bekanntlich ivegcn TotsckffagS zu verantworten hat, hat sein Mandat niedergelegt,___
Aurkanv.
Wegen d i e französischen Schwurgerichte, Der Pariser Abgeordnete Berry I»at unter Hinweis ans die Wahrsprüche der Geschworenen, die „teils durch jtandaloje Milde, teils durch unbegreifliche Strenge Aergernis und Aufsehen erregt hätten", einen Zusatzartikel 267 des Straf prozeftversuhrens beantragt, ivonach der Präsident des ^Schwurgerichts die Geschworenen in ihren Beratnngssaal begleiten und ihnen aus ihr Berlangen seine Ansicht über das Strafansmaß mitteilen soll.
Der französische FiuanzministerCaillanx richtete an den Obina»» des Budgetausschusses Cochery ein Schreiben, in dem er ihm mitteili, daß es ihm dank der Mit Hilfe der übrigen Minister gelungen sei, für das Budget des Jahres 1814 Ersparungen im Betrag« von 50 Millionen zu erzielen, ohne di,- einzelnen Dienstziveige im geringsten zu schädigen oder sich der Gefahr t-tttes Rachtragskredites auszusetzen. Das Ministerium habe den festen Milieu, aus diesem Wege zu beharren. Der „Radical", das Blatt Eaillaux, schreibt, daß diese 50 Millionen für Frankreich ein nni so schätzenswerteres Reujahrsgeschenk bilden, als es sich bei diesen Ersparungen um die schwierige Aufgabe handelte, einen bereits dem Parlamente vorgelegten Bndgetentwurs abznändern.
Die Propaganda I z z« t Paschas, Aus B a * lona wird vom 7, Jan, gemeldet - Gestern avend traf per D>ampscr „Meran" von Ko n st a n t i n o p e l mit 2 00 S o l - baten und sechs türkischen O s f i z i e r en ein, welche beabsichtigten, nachts zu landen und die Bevölkerung eufziiz wiegeln, um Jzzet Pascha zum Fürsten von Albanien zu proklamieren. Die provisorische Regierung liest so- sort im Einverständnis mit der skontrollkommtssian und den holländischen Gendarmerie-Offiziere» die Türken festneh- mcn. Das Ereignis rief einen tiefen Eindruck hervor, — Der Koustantinopeler Korrespondent der Wiener „Reuen Freien Presse" befragte den früheren Kriegsminister Jzzcl Pascha über das Gerücht von seiner Proklamation in Tnirazzo, Ter General erwiedcrte wörtlich: Davon weist ich gar nichts. Sie können melden, daß ich der Sache gänzlich fern stehe. Ich habe ein amtliches Dementi betreffs meiner Person bereits veranlaßt. Ich besitze ivohl Güter in dcni jetzt griechischen Südalbanieu und Verwandte und Freunde in Rordalbanien, Mit Essad Pascha, namenllich seit seinen Heldentaten in Skutäri, stehe ich in sreundschastlichem Briefwechsel, Ich habe oder leinen politischen Ehrgeiz, sondern will nun nach 10 Dienstjahren ausruhcn und Europa besuchen Ich habe meine Enthebung selbst nachgesucht, weil ich infolge von Rücksichten aus die alten Kameraden der geplanten Heeresreform nicht im Wege stehen wollte.
Au» Stadt und Land.
<8ieven. 8. Januar 1914.
** TageSkalender für Donnerstag, 8, Ja», Kauf männlicher Verein: Pros. Karl Brock »i onii- Offenbart» : .Die Jnngsraubghn', mit Lichtbildern. Ilniversiläts - Aula, 8X Uhr,
•• Prüfung im H »fbeschlag. Nach einer Bekannt machnng des Grostherzoglichen Ministeriums des Innern haben folgende Personen Ende Dezember die Prüfung i»i Hufbeschiag nach der Verordnung vom 20. März 1805 bestanden und sind denigemäst nach lj 30a der Reichs-Gewerbe ocdnung berechtigt, den Hnsbeschlag innerhalb des Deutschen Reiches selbständig auszunben: Johann Adam Georg ans
Ockstadt, Kreis Friedberg: Heinrich Heuser ans Sellnrod,
Kreis Schollen; Hermann Kaufmann ans Keffelboch, Kreis Gießen: Hermatin We stv ha l ans Altenstadt, Kreis Büdingen.
•• D i e Maul - und Klauenseuche besteht nach der ieijtcn amtlichen Leröfsenilichnng in Obcrhessen noch in
die Stadt Altona in den Sommermonalcn dieses Jahres aus Anlas: ihres 250jährigen Stadlfubiläums veranstalten. Für die verschiedenen Zweige der Ausstellung sind graste Mittel bereitgestellt worden. In der Abteilung für volkstümlichen Gartenbau wird eine Lauben- oder Schrebergärtenaiisstelinng Interesse weckeii, Tie Stadt Altona (jat zurzeit rund 40 000 Quadrairuten Land an eliva I5M Pächter als Laubengärten vergeben, deren Ausgestaltung ohne Zweifel ein tvichtiger Faktor in der sozialen Für,arge ist. Für die Abteilung Friedbvfskunst hat man ein nm- sangreiches, bewaldetes Gelände am Elbabhang bestimmt, g»i -dem künstlerisch vorbildliche Grabdenkmäler ansgeftellt werden sollen.
vir, Ter Archäologe, In der Zeilichrist „La Revue" erzählt man folgende Geschichte, die einem bekannten Archäologere und Mitglied der Academie des Inscriptions geschah Man näherte sich ihm eines Tages mit der Bitte, eine iragnieinariichc Inschrift mit einem alten Brunnen zu ergänzen, Tie Inschrift war sehr, »nregeltnäßig und die Buckfftaben durd» die Zeil unleserlich ge, worden oder ganz verlöscht, Ter Gelehrte inadfte sid» an hie Aibeit und mit Geduld und Scharfsinn brgchle er solgende Ergänzung zustande: RE3 (PUBLICA) ER(lüERE) VO(LU!T All) IR(RIGANDUM). Also ein von den Römern angelegter Bruune», Rach zwei Tagen erhielt er jedoch ein -Schreiben, in den, man ihm mitteiile, datz seine Lesart die Ortsbehürde nidil ganz befriedigt batte, sie bestehe noch immer darauf, die Inschrift ali „Reservoir" zu leien.
Goethe als Kücherverl ether. Daß aud) Goethe bie Kümmernisse eines Bibliolhck-Besttzers nicht erivart bliebe», der ohne Freude feststellen must, wie oft gute Freunde und Bekannte, die Bü-Her entleihe», iie nicht znrückgeben, zeigt eins Rümmer dos Weimariidwn offiziellen Wodh-nblattes auis Jahr 11815, die in dem soeben erschienenen Katalog der Sammlung Kirvenbetg angeführt wird, Audi Goethe ersparte fick, die Peinlich, keil einer persönlichen Mahnung und kam aut einen eigenartigen Ausweg: er inserierte ! Diele öiienlliche Mahnung im Wockn-n- blatilein lautete kühl und sachlich: „Ta man bei Gelegenheit nlit de, Reoiiion der Bibliothek des Herrn ktzleheimerat von «tzoethe mehrere Werke vermistt, so loetdett alle diesenigen, toelche ans iellnger Bücher geliehen erhallen, freundlich ersucht, ,'oldie bald möglichst >n das Gocthesche Sans zitrückzulieiern- Man fiiblt die tfibitterung de» Bückterliebhabers, die hinier diele» Zeilen iniausgeiviochcn webt, aber ob die gedruckte Mahnung im Wochen llatt die säumigen Bücherenlleiher zur Erfüllung ihrer Pflichten brachte, Mahren wir nicht, tvahrscheinlich zimr Ruhme der Schul bigen . , ,
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen, sch aft Im Alter von 75 Jahren ist der stürzt Lblhelm Ber- noulli Bafel gestorben, dessen Herbariuni die ganze europäische und bctonders die alpine Flora uuisastl und schon vor längerer Zeit dem botanischen Institut der Universität überwiese» wurde.
1 Kreise, 1 Gemeinde itnd 3 Gehöften, tvovo» 2 Gehöft« neu hinzugekoninien sind. I» Siarkenbucg und Rheinhessen grassiert die Seuche in je I Kreise, I Gemeinde und 1 Ge- Höst. Schweinesc>tche »»d Schiveinepest hat sich in Obcrhessen in 1 Kreise, 1 Gemcinde und 1 Gehöft, i» Stärkend»rg in 4 Kreisen, 8 Gemeinden und 12 Gehöften, in Rhein Hessen in 2 Kreisen, 4 Gemeinden und 4 Gehüsten gesttnden.
** Verein für Luftfahrt. Wie mau uns iiiit- teilt. ist Dr, Linke verhindert, den sür den 12, Januar vorgesehenen Vortrag zu halten. An seiner Stelle wird Direktor Otto Reumann aus Frankfurt a. M, über Ballonführung inil Lichtbildern und über die Wertlojig^ keil des 100 Meter langen Schleppseils sprechen. Der Vortrag findet im großen Hörsaal des physitälifcheu Instituts (Stephanstr, 24) abends 8> ■> Uhr statt.
** K o n z c r t ve r e i », Man schreibt uns: Tie zweite Hälfte der Äunzertiaffo» dieses Winter» wird Sonntag, den l 1. Januar mit einem StreichguarteUabend eröffnet, sür den das neue M ü n ch e n e r S l r e i ch g >t a r l e 1 1 (Prof. Theodor Kilian, Georg K n a u e v , Proieisor Ludwig Pollnhals und Johannes Hegar) geioounen sind, Ro«i> slehi das Benno Wallet Ouarlell in bester Erinnerung, in dem Kilian und Bolliihgls bereits mitge wirkl habe». — Das neue Quartettensemble Hai 'ich, in München iotvohl, tvie anderwärts, einen ansgezeichneten II,w wohtverdienten Ruf erworben. Es verdankt ihn der vornehm kkutstlerischen Art, mit der es. gleich dem srüheren O.naetett, dejonders die Klassiker als unerreichte Meister der Kammermusik liebevoll pflegt und in Er Weiterung diese» Progrgmines zugleich Johatmes B r g h NI S als Führer der Modernen gnigenommen hat,
"Der oo in stl ko de inische u D ü r e r h n n d ver» anftoltcte Vartragsabeud, an den: Herr Dratnainrg Theodor Siiesenhoscr (Aschaffenburg) nach einer kürzeren Ein- fnhrntig ansgewnhlie Stücke ans Dantes Göttlicher Komödie in der Ueberirngnng von Stefan George za Gehör bringen wird, findet Mittwoch, den 14. Januar, abends 8 Uhr, iui Saale de? Aesellichaftsvereins statt. Näheres wird im Anzeigenteil noch bekannt gegeben.
** A u f d c in Wege zur d e u t f di c n Einbcitsstcno - graphic" war das Thema, über das Lehrer Velten-Wetzlar ans Veranlassung der hiesigen Gabelsbergerschen Stenographen Vereine gestern abend int Eaie Monopol vor einer stark beiuchien Veifämnilnng sprach, Rad» Begrüßung der Versammlung und des Reduees durch Lehrer K l i n g legte Herr Velten die Ent - Wickelung der verschiedenen deuischen Sleiwgraphie-Shfteme dar. insbesondere des Gabelebenferichc», und die bisherigen Versinke, eine deutsche E I u I, e i t s st e » o g r a p h i e zu ichgiien. Er konnle sich zur Rechtfertigung dteies guck: von de»t G^nlsbergerit veiioiglen Gedankens auf den M eiste r selbst berufen, der bereits iin Jahre 1841 in einem Briefe g»t seinen früheren Schüler Wigard .einer „Einheit des Verfahrens-' das Wart geredet hatte. Was Gabelsberger erstrebt hatte, scheint heute in Erfüllung gehen zu wollen, ein nach so viel Federkriegen aus n a t i o x a 1 e lt tut» w i rt s ch a s t li ch eu Gründen erstrebenswertes Ziel. Di» beiden Hauptgegner sind das ans der Drrizeiligkeil und Dreistuftgkeit der Schriftzeichen beruhende Slolzesetfe und das einzeilige Gabelsberger irfje Sh.-em, Ihnen sind im Laute der Jahre verschiedene ,rnd>-re Zyste,ne gefolgt, die siet» in der Hguptsackie imld an das eine, bald an das andere der nrsmünglichen anlehnen, Besondi-rs feit dem: Jahre 1886 sind Et n i g » n g s v e r l» a n d l n ng e n tut Gange, dock» befestigte sich int Laufe bietet die Ueberzengnng, daß der System kam Vf der e-üizige Weg zur Svftemeinheit sei. Ätärker in Fluß kamen die Einignitgsveiinche, als der fetzige Bundes- vorfitzende der Gabeisbergerschen Schute. Pros, Psasi Dgrm - ftadt, daffir eintrat. daß die vreustische Regierung sich mit beit übrigen Bundesstaaten, tote auch mit Oesterreich ttnd der Scktzveiz auf die Etnbernfung einer Sienographiekonferenz einigen müßte. Dieser Vorschlag »and aut der anderen Seite erst Gegenliebe, als es gelang, die Nichtggbelsberger davon zu überzeugen, daß et in der Tat ganz nnselbstinchtig gemeint sei. Im Jabre 1906 wurden Unterhandlungen- eingeteitet. die allsettige UeberetnftimNtung ergaben, daß nur eine staatliche Zusammenkunft den Forffchrill biingen könne. Endlich iin Jahre >812 konnte ein S a ch v e r st ä n - d i g e n - A n s s ch n ß in Berlin tagen, der gewisse Richtlinien aulstellte und auf Grund dieser die versehiedenen Systeme aufforderte, neue Entwürfe auszngrbetteu >md vorzulegtm. Diesem Ruse folgten 36 2mV.-nte, doch griangtett mir vier davon in die engere W a h l: Gabelsberger, Slolze-Schrey, Raiionalstenogtaphie und ein Vokaltchrnbfystem, So viel steht jedenfalls fest, daß die Einigung auf ein seither vorhaitdeuk», weinig oder gar nick» verättderies System fast ganz ausgeschlossen ist, Opfer müssen eben von allen Seilen gebracht werden. Ruhig darf mau amrehine», daß ein Ein h e i t s s y st e m tut r unter Mitwirkung des G a b e l s - bergerschen Systems oder gar nicht zustandc kommen wird Es ist zu hoffe», daß die Arbeiten des Systemansschtiffes im Reichs- amt des Innern bum führen, daß nach iahrzelmielangen Fehde» ein dauernder F ri ed e auf ttenagravliiscktem Gebiete erreicht werden möge, — Lebhafter Beifall lohnte den Redner sür seine ittteressanten Ansführungen, Herr Kling- dankte ihm namens der Verfammlung,
** U n e n t g e l l l i ch r Benutzung der deutschen P a l e u t s»lh r t s t e u. Bei der Bibliothek der Grosth, Zen tralstelle für die Getverde tu Darmstadk befindet sich ettic Auslegestelle der vom Kaiserlichen Paleittaint in Berlin herausgegebeneit Patentschrifteu iwer die seit dem 1, Juli 1877 erteilten Paiente, Tie Auslegestelle ist Werklags von 3—12 1 ,» und von 8-6 Uhr geöffnet (Samstag nachmittag ausgeiiomnienj und lann itneiitgelttich benlttzt tverden Durch diese Einrichtung soll jedermann Gelegenheit ge geben werden, sich über den Inhalt von Patenten zu uut'er richten. Um auch auswärts wohuendeu Personen die Ein sicht der Patenrschnsten zu ermöglichen, ist die leihweise Abgabe einzelner Rumm.-rn aus kürzere Zeit gestattet. Die neu erscheinenden Paleiitschristen iverden den Auslegestellen in einivöchenttickten Zwischenräumen überwiesen und dem Publilum alsbald nach ihrem Erscheinen zugänglich gemacht, -Anslnnst in Fragen des Patentwefen« nnd der Gesepgebttng ans dem Gebiete des getverblichen Rechtsschutzes tvird in den Dienslstunden von der Bibliothek erteilt,
** D ie Störungen int Fernsprechnetze, Tie durch das Schneewetter am Abend öss 28, Dezember itn hiesigen Orts-Fernsprechnetze verursachten umfattgreichen Störungen werden bis heute abend sämtlich bo- seitigt sein. Es wird sich empsehlen, daß die Fernsprech- tetlnehmer^etwa noch bestehende, dem Telegraphenainle >-itl- gangene Schäden sogleich in der üblichen Weise (durch Fernsprerher oder kurze schrisllichc Mitteilung) zur Sprache brmaen,
K l e i n e M i 11 1 i (u itj e n. -Aui der Bahnstrecke Fried-
' Hont bürg ist der Bahndamm infolge des Tauwellers Nieckenweisc ,o gerutcht, daß die Bahn noffchen Ober Rosbach nnb nodheim »ur e i n g l e t j i g befahren werden kann, - Tnrck» den autzerordenlltch hohen Schnee im oberen Vogclsberg blieb gestern
morgen der von Stockheim kommende Zug unterhalb L»art-
m annfh aintm Schnee stecken, — In Ehrings Hausen
^»^ e6,ar ' r ? n,n 1 «4 onuar emf allgemeine Krankenkasse Burgermnstereten Anlar, -.'Itzbach La,tnsbach. Gietsenstein und Hohensolms errichtet Ivorden
b.
^ Landkreis Gicizen.
i-i -„^T^°is-<Hv rlvsj, 7, Jan, Hier wurde ein acht- lalirrger gunge von einem Sunde in den Hals gc»
den müstw" ÖaB 0r}tl,tftc H'ls« in Anspruch gerwntmeit wer»
Kreis Friedbrrg,
e-i ^an. Der heutige W o ch e u Ul. a r k 1 ivlir
Nu die ^ahres-nt recht gut besä>ickt. Nainjentlich war viel Butlev
zum Markt gebracht worden. Das Pfund kostete 1.50 Mk, seither 1.40 und 1.50 Mk , Käse das Pfund 70 Pfg„ Eier dagegen Pa» Stück 11 Psg, Pkele Hafen werden eben verlaust. Der >oa>e kottet
abgezogen 3,50 Mk, das Fell 70 Psg,
Hessen-Nassau.
-c Rodheim a. b.'43., 8. Ja», Heule schied Psarrer Bömel aus unserer Mille, Fast 18 Jahre ivirkle er in dein großen Kirchspiele, zu dem außer Rodheiin noch Bieber, Fellingshausen und Petzberg gehören, Aucki der engeren und lveileren Umgeblllitl ist der Scheidende kein Fremder, Aus den Misstonsfesten war er als Rcdner bekanitt. Die Kreistchul infpektton ist einstweilen Pfarrer Aitihes lWaldgtrmes übertragen. Die Pfarrstelle wird einstweilen vom Patron Herrn P a j > a v a n t (Franksnrt) besetzt, - Wie uns in letzter Siunde mitgeteilt wird, ist Pfarrer Oh ly aus Breidcnback» mit der erledigten Pfarrstelle betraut worden. Der Wirk samkeit Pfarrer Pömels verdaitkt unsere Gemeinde vor aücm eine Vertiefung des religiösen Lebens und eine ziei- bewußte Saminluiig und Stärkung aller derjenigen Kräft-,-, die eine Hebung der Gemeinde in filllicher und religiöses Beziehung bezwecken, Tie prakltjchen Erfolge in dieser Rich iung sind nacheinander.die Gründungen eines Mifsionsnäh- vereins für Mädchen, eines Posanneitclfors, eines Jünglings- und eines JungsrauenvcreinS geweten, die stch alle einer ge deihlichen Enlwicklung erfreueit. Außerdem Ivurde von ihm vor iteuu Jahren, um den zahlreichen Kranken der großen Gemeinde eine bessere Pflege angedeihen lassen zu küluren, eine Schtuesternstaliou gegründet: die kleinen Kinder vieler i» den Fabriken oder sonst außerhalb des Hauses tätiger Frauen sind in einer Kleinkinderschule gejantmelt Ivorden, und viel private Licbestäligkeit ist von dem Pfarrhaus ausgcgangen, die sich großenteils der Kenntnis der Oessenilichkeit ganz entzieht,
" Eifenbach, 8. Jan. AnS Eisenbach im Goldenen Grund konimt die Nachricht von einem Valermorde, Geslern obend ivurde der 28 Jahre alte Sohn des Land- ivirts Peter Seck IV. verhaslet und dem AmtSgerichts- gesängniS in Eamberg etugZieferi, Er soll am Montag abend gegen 10 Uhr seinen Vater, mit dem er schon lange Jahre im hesügsten Streit lebte, als dieser von einem Gange zur Apotheke in Niederselters betrimkeu heimkehrte und abermals mit ihm AnSeinandertetznngeu Halle, durch zwe, Schüsse in den Htnterkopf getötet haben. Wie 'Nachbarn bezeugen, haben sie um die fragliche Zeit Schüsie im Seck'scheii 2li»vefen fallen gehört. Um den 'Anschein zu erwecken, als sei seinem betrunkenen Vater ein Unfall zn- gestoße», soll Seck jun, den Leichnam vor die Haustür gelegt haben, nachdem er vorher mit einem Sack die Stelle, wo der Erschojsene m seinem Blute jnlatnniengebrochen >var, gereinigt hatte. Den blickgetrankien Sark fand man im Keller oei steckt. Auch an einem Beintleide des Seck jnn. fanden sich Blutspnreit. Bei der Ueberführung des Seck jnn. nach Eatn- berg veesnchie die Volksmenge Lynchjustiz an ihm zu üben.
h, H e r b o r it, 7, Jan, In O j j e n b a ch sollte da? jüngste Kind eines Bergmannes getaufl werden. Unmittelbar vor der heiligen Hgudlnng, als schon die Paten, Venvandten und der ltzeillliche um den Täufling veriannitelt waren, erlitt dieser einen Herzschlag, dem er auf der Stelle erlag.
Landwirtschaft.
Zur Bekämpfung der Lbstboumschüdlingr,
Ter rationelle Obstzüchter, der gute Erfolge erzielen und auf einen guten Ertrag seiner Bäume l-offen will, muß auck» | tn Winter den Kampf gegen die Obstbaumschädlinge fvrffetzen, D-> > Ausputzen nnd dluslichien der Ol-stbäntne im Herbste, bat Abkratzen der Rinde und der Kalkonsirickt des Slanrmes sind gute,; emvsehlenrwerte Herbst, und Winlerarbeiten, aber sie allein tun es noch mcht. Es >nuß das -Anlegen pes I n se kt c n f a n g g ü r - telS mit einem guten (mllbaren Leim zur -Anwendung kommen,' Der Raupenleimgnriel ist ein sicheres .Hilfsmittel zur Bekämpfung des Frostspanners, des Blütenstechers und'des 'ApfelwicklerS, Man veuvende aber nur tvelterseftes Papier und einen guten Raupen leiin. Sehr empfelilenswert ist Schachts Pirol-Raupenleim, to- wie der gnierikanische „Tanglesort". In neuerer Zeit wird in größeren Obstbäumen die Obstbaumspritze mit gitiem Er- folge angewendet. Die Bordelaiser Brühe, zuerst in Bordeaur von Professor Millardet erprobt und emviohlen, die au-s Kdtvier- vitiiol .und Kalk oder Soda hergeftellt wird, hat sich sowohl im Olstban, tvie auch ganz besonders im Weinbau gut vewährt. Das neueste Spritzminel ist nun das Karbolineum, das man aber mit größter Vorsicht und genau de» Rezepten entsprechend anwenben muß, wenn man nicktt seine ganzen Bäume schädigen und verderben tvill. Viel Berbreilnng und -Amvendung findet daS 'O b si > ba n m ka i b v l i n e n m , das die Firma F, schacht, chenuickte Fabrik in Braum'chweig, in den Hanbel gebracht bat. Rach übeieinsttmmenden Berichten vieler Bersui^stattonen uich nach bevi Urteile sackfperständiger FackleMe, die das Mitckrauen und die Bedenken gegen seine Beiwendunz bescittgen, vernichtet rS bet ztveckentl'prechender Antoenduug in lOprvzentiger Losung im Winter die Blut-, Komma- und Schildlaus, sowie die Eier, Larven und Puppen vieler schädlichen Insekten: auch Krebs, Gummi- nnd Harzfluß können mit Karbolinenin geheilt lind die Stellen »>il Rinde wieder vollständig überiveilt werden. Zum Gedeihen und Wohlbeiindr-n der Obstbänme ist neben einer guten, zweckdienlichen Düngung die richtige -Amvendmig von -Schachts Obstbaumkarbolineum das beste Mittel, das auch im Sommer in 1—Lprozentiger Verdünnung, auch i« Verbindung und Mischung mit der Kupserkalklirnhe. zur Blattbel»andlu»g gegen viele gefürchtete tierische und pilanzliche Schädlinge angeweridet wird. Hoffentlich leistet es auch itn Weinbau die erhoiste Wirkung der kerufeiien Fachleute gegen die Peronoivora und gegen den Sauer- Ivnrm, diese gefährlichen -Schädlinge des Weinstvekes. Gr,
- Al l e n d^o r s a, d, Lda„ 6, Jan, Die Hanviversamtninng des hiesigen S chtv e r n e oc r s i che r » n gs - V e r e i n s fand dieser Tage stall. Das Jahr 1918 ist für den Verein als ein an Schaden reiches zu bezeichnen. Es lind im Jahre 1913 elf Schaden.. fälle zu verzeichnen. Die höchste Schadenvergütung betrug 90 Mk,, die niedrigste I Mk Tie Periicherungsinntmen betrugen: I, Periode ll 402 Mk, 1 4301 im Vorig,,re-, 2. Periode 9423 Mk, (4858 . 3, Periode 12689 Mk, 11698, 4 Periode 13675 Mk, ,9837, 5 .Periode 17348 Mk, (11 419-, 6. Periode '17 936 Mk, ,17902 . Die gesamte Jahresverjicherung beträgt 82 473 Mk, Die Beitrags- einnahnie vom Jabre >918 übersteig! die BeitragSeinnahme vom Jahre 1912 mit 146,97 Mk, Die Mitgtiederzohl beträgt 73. An der Versicherung beteiligten iich 70 Mitglieder, von 3 Mil- gliedern ivurden im Jahre 1913 keine Schweine gezüchtet In den vier ersten Perioden tourden die Beiträge zu 3 Prozent, i» der ö. und 6 Periode zu 4 Prozent berechnet, TaS Vermögen des Vereins bai sich itn Jahre 1913 um 10,75 -Mk. erhöht. Seit dem 1, Mai 191 l sind 22 Schweine mit 741,62 Mk, vergütet worden. Als Vorstandsmilglied tpnrde Heinrich Kried VI, zum Rechner gewählt.
Biießcncr Strafkammer.
Gießen, de» 6, Januar Wegen A in t s a n m aßun g wurde der 33 jährige »erheiratete Schlutter R, S, zu einer Gciäng- nisstrafe von 2Monoten und >n die Kosten des Verfahrens verurteilt, Er wurde zuiälligerweiie Zeuge einer Liebesizene zwischen etnetn verheirateten Manne und einem hiesigen Dienstmädchen, welche sich auf einer Bank in den Friedhofe-anlggen an der Ltcher
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