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Ter Stolz der Eltern, ihre.Junge, der ,m fkmdnMnJluWÄ stand, batte geschrieben. Rasch riß die Mutter das zerknitterte Brreft lein aus und überflog es, loährend Vater SanitLtsrai gespannt chr Über die Schulten: schaute: . . . . .....
„Liebe Eltern l Acht Tage tarn Mrai Wut «t b« Sötte.. Bei strömendem Regen, bis zu den Drin: tat Wasser stehend, tat fürchterlichsten Granatfeuer, haben fair ausgeharrt, brs uns. der Befehl zum Angriff aus unseren Stellungen heraus ruf. w f o» jetzt wieder in Reserve zurückgezogen worden. Eber: noch eure wandelnde Schlammsäule, bin ich im Begriff, mernen außer«: Menschen einer Generalreinigrutg zu uuterzrelftn. Gleich iv eroe rch mich in die Falle Hauer:. Ich bin todmüde. Und etn gmnLendev Quartier habe ich, mit einem wirklichen, wahchasttgen Bett Ist das nicht geradezu ein Luxus?! Morgen mehr. Herzlichste Gruße.
Euer Hans.
Vater und Mutter scharrten einander bewegt cur „Liebe Alte," sagte der Sanitätsrat mit stockender Stimme, ,.rch glaube, wrr regen uns weg-en der Lnxussteuer m# t werter auf., sie in aller Seelenruhe; denn wrr wissen jetzt voryrn hatten s vergessen — was Luxus sein kann."
k * Büchertisch.
— Ans der R e i h e „ K l e i n e R o l a n d - . B ü Ä e r" R v- lrmd-Berlag, ^Münchprr-Pasing. Kreis der Bänow-en in PaPP-
^Mv?m ä xf Eine Anthologie der politischen Lyrik von 1830 M 1848, heraus gegeben von Tr. Martm Sommerfeld — Tieft Anthologie politischer Lyrik des Vormärz will kemw Zrtt- chrvnik in Versen sein; was sw gebt, m der Tat über da» Roß Zettmäßige hinaus r, sie, stellt emen Geest dar, der heutiger, wie aller Dichtung gemein ist. Es tlt der Geist der Prophetie» Nicht des freundlichen Nachzerchnens der Welt, sondern dev um-
schasftnden^WottMs^ ^ ^ f s h a O-ftu. Tie kleine Geisha Osten umfaßt mit ihren zarten Armer: eine garrze Welt wrr Trauer und Glück, Mutwille:: und Hingegeckenhett. Le:der:schaftl:ckMt und Te- nutt mischen sich in ihren: Munde zu emem süß hmschnrelzenven, wunderlichen Gesang. Mabu:ü>, der sein drcksterrsches Können schon wiederholt in RäcMchtungen östlicher Nlott.ve bewres, hat hier mit seinem reichen Talent nicht gespart. Mit zarter:, bchMsamen Stricken bat er ein Bild gezeichnet, das jenem Holzschnitt Haruiivbu — dessen Abbildung den %M !|i«t — m der Ausdruckskunst der Linie ebenbürtig ist, besten Glanz nicht der Farbenpracht des japanischen Meisters tvercht. Die Vme strömen in natürlicher Leichkigkett,, die Rhythmtt, nur von traiewr Mäßigkeit beherrscht, gibt sich den Verschlrngrcngen der Motive auf eine unnachahmliche souveräm Art. ^ .
Omar Khapyäm, Die Srüche der Weisheit, mit einem Nachwort, deutsch von Hector G. Bre cvni. In Millionen von Exemplaren smd tue. englischen. Uebertragungen der berühmten Vierzeiler des Omar Kayyan: über die ganze Erd« verbreitet. In unserem Schrifttum haben sie cwer trotz aller Bemühimgen seit Schacks und Bodenstedts Tag«: noch immer nicht das volle Heintatreckst ettveroen können ^.e :ne:ster-. haste Ueberttaginrg Preeoms mit ihrem wertvollen,Nachwort, das
tnrrb trr hm<rt? neuen.
fand ins Feld eigrrch dem alten Msischn: Weisen sicherlich vN neue Freunde er I verben. , . _ , „
Harry Kahn: Amerika. Novelle, wre Novelle uru-^ reißt das schattenhafte Schicksal eines, emsachen Menschen aus & seiner Fahrt rwch dem großen Glück mtt hellem Lmste.
Gottfried Kölwcl: Die frühe Landschaft. Novell«:, Skizzen und Gedichte. Der junge Dichter, dessen ,Meschigje gegen den Tod" berechtigtes Aussehen in der ltterarischei: Welt er- veawn, hat in diesem Bändchen Gedichite Skizzen urrü Erzählungen znsamn:engestellt, einig in dem Bestreben,, unmittelbares Natur-, empfinden zu gestaltzm.
— Der Heimkamerad". So lautet der Titel der neuen AnMäriMgsschrift, die soeben von der Aufklärirngsabteilung Preußen herausgebracht und dem Vertrieb übergeben wurde. Es hau-, delt sich mit ein 126 Setten starkes Buch (80 Pfg.), daS seine Veroreitrmg nammtlich in ländlichen Kreisen, finden soll. Es enthält die üblichen Bestandteile eines Kalenders und neberr einer Möglichst aus-ft'chrlich'n Wiedergabe aller, namentlich die Land-- Wirtschaft berühre irden Verfügungen rmd Berordrrm:gen über Be- schwgnahme, Höchstpreise, Mlieserungen nsw. ein umfan reiches Kapitel, in den: in ,I4 Abteilungen fast alle für den Erzeuger! Wie dm Verbraucher gleichstvichttgen .Fragen .eingehend behandelt ünd beantwortet werden, die durch die öffentliche Bewirtschaft--mg der Lebensmittel im Vordergrund des Interesses und der Er- nin. vung stehen — Das Buch kam: in jeder Menge vor: der Auf- rlärimgsabteiluug Prerchen ffür . Vol'ksernährung, Berlin W 8 Gharlotlenstraße 46, bezogen lverden.
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Geschlechtskrankheiten und Ehe,- von Umd.- Prof. Tr. v. Notthafft -Miftühen. Geb. Mt. 2,50. Max Hefte« Verlag, Berlin W. 1b.
— Neu-Buddhistische Zeitschrift Das.2. M| erschienen. Tie Zeitschrift erscheint vierteljährlich in einer StärI: von mindestens 6 Bogen. Preis des Einzelheftes 3 Mk. 50 Pst» Jahrespreis 12 Mk. Zu beziehen durch alle Buckchrmdlungen ode? vom Verlag: Nen-Buddhistischer Verlag, Dr. Paul Tahlke, Verlütz' Wllmersüors, PnuzregeEstr. 85.
Gießsner Harrsfratten-Berein.
KochaNivLijulMN.
Gefülltes Fleisch Mir: Stück Schmorfleisch (Rist^ fleisch) schr:eidet man qrcer durch, daß es ein. längliches Stück wird. Tann klopft man. es auf beiden Seiten mürbe imb salzt es. Von gÄneichten, gehackten Törrpllzen.hoder fiischs:, gehackten Pilze::), die man mit etwas gehackter.Zwiebel uns gehackwr Petersilie in etwas .Fet Füllung, die mau mit Brot durchschmort, daß es eine ebene man carf das Fleisch roltt es zusammen, .. darin bleibt, umlvickett «s mit gebrühtem BauuüvvllMen, legt es in dampftndes Fett, läßt efc* ruUdhe'.ün: anbraten, füllt barm Wasser oder Brühe (Knochenbrühe) dazu und läßt das Fleisch gar schmoren.
Brühkartoffeln (in Gemüsebrühe). Bor: irgendwelcher! verfthiedeiMl Gemüsen, tvie Mau sie gerade habe,: .kann: Rübem PetersilienwUrzeln, Porree, Nööhrrüüeu, Spinat, Kohl, Spargel- schalen u::d Spcrrgelmrden lockst mm: mit Wässer eine Brühe, die gesalzen und im Gcfchmäck Mit einem Brühwittfel und 1—4? Löffeln Nährhefe kräftig gerührt wird. Indessen hat mar: Kariös sein geschält, gewaschen, in dicke Scheiben geichnitterr, läßt sie ttr Wasser halb gar Bochm, gießt sie ab. schüttet sie in die durch ein Sieb gegossene GemüsebEft und läßt die Kartoffeln vollen^ gar kochen. Man würzt mit gehacktem Majoran oder mit achackter Petersilie und Snm das Gemüft, je nach Belieben, suppiger oder dicker Msäuten.
Grütze mit Stachelbeeren. Tie Grütze wird ou der Herdseite oder in der Kochkiste ausgeguollen und mrch Beliebcü nrtt Zucker abgeschnackt. Die sauber vvrbereitetei: Stachelbeeren werden mit kaltem Wasser und einer Messerspitze doppelttohlw:» saurem Natwu bis zum Klochm gebracht, abgegossen und mit wenis heißem Wasser und etwas Zucker weichgekocht. Taim schüttet man das Stachelocerkompott zr:r Grütze und läßt alles.zusammen noch dnrchschu:oreir. Das Gericht kann warm, aber auch ebkaltet auf-- gettagen toerden. Nlln: kann auch die Grütze mrd die Beere?: sehr steif kochen und beides schichtweise in einer Schüssel anrichlan.
Wngftratsel.
lieber die Berge flammt der Strahl
Ter jungen Maien sonne.
In Mitten stelst das ärmste Tal O Tust, a GlaiH unb Wurme...
Gern zog' ich rrur: .in die Laude weit,
Bewundernd der Pftngsflvelt Herrlichkeit.
Doch bin ich rrur ein bchchcidewr Wicht Und wir?' in engem Kreise.
So mach' ich jetzt nur ein Rittseiwort Nach liebgewohirtier Weift.
In die ,grüne nmienduftige Watt,
Vom Pfingstfestzauber womrig erhellt.
Zwei Telle sttck's. Ich ftihre schlicht Das Eine, hab's selber errichtet. > s Das Andere Hab' ich früher geführt Und gettäumt dabei und gedmstet.
- Mein Vater schon führt' es mit fleiß'ger H-cuch Und Segen tt'ug ihm dafür das Land.
Nun kopflos Eiios an das Andere gereiht Sv wird daraus das Ganze. ,
Ich mach' es gern mtt Weib u-ck Kirid,
Geführt vom FesttagsalaiM.
Tie Herzei: sind voll Klang und Licht Und ob es auch regnet, es stört uns nicht.
(Auflösung in nächster Nummer.)
-rr.
Auflösung des Gleichklangs in voriger Nummer! Taube.
Schriftleitung: W. Meyer. — Zwillingsrunddruck der Brühl'sch-n Univ.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.


