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it n K iw/,? Mutter hat schon beim Eirrkritt der Besucherin j MÄraKs Wunen gehabt: Wmf mir M ! ^iiTb nicht tut es nicht! Die Klugheit reckte die Schlmiigen. ^.ern «»r»tz tvird^reich wird reich, stehe ihm nicht im Wege : Die '-Butter- iebe schreit aus: Es braucht ein Her-! UH des Mlgen Werves Augen suchen und forschen in denen Lore Andresens, Zvolftn M tieNnneinbohren und in die Seele Hinein fragen, Her ,o staa ihre Wärme ist Lore Arrdresens gefrorene Tranen sind starre*. Da wirst sich die Mutter vor ihr Kind. Der Heldenmut reckt' stchMrs, der das Gold unter die Füße tritt darbt.und!um sich Nicht an der Liebe zu versündigen. Und fte schreit es Dose <i chrb>en binein in das Gesicht: „Nein, nein, es würde erfrieren: llnd es
ist so angstvoll so traurig und entsetzt, daß dre, der es gm, langsan. der: Schleier über das Gesicht zieht, weil sie stchlt, ww He Xxknm schmelzen wollen, und still hinausgeht unter der surapbaren Anklage, die doch gar nicht ausgesprochen wnroe. , • , - r
H)as alles läßt F-rau Lore Andresen noch einmal an der Ln.ew
^^"Was nnan doch in den einsamen, weichen Dämmerstunden besinnt; Und da löst sich das Haupt vom weichen L^ec de. Ruck- Mne, neigt sich tief, tief, die Hände heben sich zum Antlitz entgegen, es rieselt und rinnt. Ach Gott, so warm, ft warni:
Draußen aber geht ein Weib mit zagest Schritten auf wis &axi?S«i. Sie Me» dos M auf de» äBea sctuefen. ble 9!ofr darinnen und der Armerrvvrsteher. Nun ist fte da, steyr m dem reichen Gemache, neigt demütig das blonde Haupt und sagt leise. „Ich bringe das Lottchen." , . . „ - r , ylf
' DaS Kindchen steht da in ferner großen, jungen Unschuld, hat verwunderte Aeuglein, sieht der langsam wieder erstarrenden Frau in das Gesicht, fühlt das große Wernen, kann Nicht, wie es dre Mutter lehrte, ein Patschhändchen geben, geht zwei, um jrcppel- sckrittcken umschlingt, Lore Arrdresens Knre und schaut auf -u ihr mi?einem Lächeln, Hs riese es: „Du fürchtest dich vor mrr? sich,
ld} ^Und^Lore^Aichresen blickt hinab. Es zwingt sie etwas zu dem Kinde. Die Aermchen fassen so ,weich in der vertäuenden VUw losigkeit. Gs wallt und wogt rnr vereisten Herzen, es blühest Blumen auf aus dem Grase, es taut 'und ist h-iuß selig.
„Kindchen," sagt Lore Andresen Mid streich lt über das
stockmkch ^^^die Frau schon ein Leidensriese war, das Kind ist
^Kindchen Kindchen!" Lottchens Härlein werden naß, es langt mit ungeschickten Härrdchen empor und trocmet die rnmeHen Tränen von Lore Alidresens Augen weg, rasch und mrt sanftem
Einen Augenblick hat es gedauert, und brachen doch Jahre darin "zusammen, eine' Kinderhand streckte sich cnls und zertrümmerte ein steinern und ehern Gebäude.
Ich kann es nicht nehmen," sagte Lore.Andresen, tcwirig zu dein i'ungen Weibe, das zur Seite stand und Mit den: Feingefühl der Mutter empfand, daß da eine.arme Fraii am.Boden lr^g und du Arme ansbreitete mit lautem Hilfeschrei, daß dre Frau letzt wahr war und am Vormittage — gelogen hatte. . ■ „
Es wird Ihnen M schwer, das kann ich Ihnen nrckn amun, wiederholt Lore Aiidresen noch ebeii müde, dann richtet ne sich am.
Des Kindes Mutter aber lächelt: „So habe ich gedacht, heute vormittag und an? dem Wege hierher, zu dem nncy vre anderst
g°Lbe» b-ben. q» M* schr-i« »**■
Kit 5 irft allein beimaehei! wurde, .^etzt, jetzt la.',c ich. Sie lächelt unter Tränen, nimmt das Kindchen hoch, streckt es Lore Andresen entgegen: „Ich gebe es leicht. vaben Sie es lieb, es
ia ^ Ja^ö^agt Lore Andresen, „ja und Sie mit und die andern, die daheim an Ihrem Tische sitzen. Es reicht für alle, da» Gut und
versprechen nicht mehr viel, aber als die Knegerwiü« airs dem Hause geht, da weiß sie, dag fte eine arme Frau reich a,miacht bat, und daß das Kind eine große, große?"ijwn haben wird. Aber es wird stark sein, denn — es lrevt, und es wird dieFrau ssarE machen, die auch — liebt.
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* Die deutsche Sprache in Wallvnien. In Hr e loiiien gehört auch ein deutsches Spra^ebiet. Nach emer n«Ei Berorv-nung de? Gecieralgonverimurs ist lwrr d« die ausschlwstliäst Amtssprache der BchHderi und B.am^i d^ Staates, der Provinzen und der Gemeinden, wloie ihrer iTO tungen und Anstalten, einschlieWich -der Lehran-Mten und Lehrpersonen. Die wallonischen Ministerien, staatlichen, unß pwvrr^ tzielleri Behörden außerhalb des'Gebiets haben, sich rm schriftlichen Verkehr mit den Gemeinden, 'Behörden und Einwohnern, ves Gebietes der deutschen Sprache zu bedienen, wenn deren D^nsv- bezirl auch Gemeinden des deutschen Sprachgebiets umfaßt Diese Borschristen gelten für den innereri Dienst, oen verkehr der Stellen und Beamten untereinander, ihrem müMi-aM und.»christlichen Verkehr mit der Bwölkernng, ihre össerftlichen M ctteilnngLi' Bekanntmachungen und Aufschriften und ihren Schriftverkehr nach anderen Teilen Walloniens, Ständern und dem, Mislano. Die Bestimmungen finden sinngemäße Anwendung am Ltrahenoahn- gesellschaften, öffentliche Anstalten.für Licht und Krach dw.Aent- liche Wohltätigkeit und Anstalten, Einrichtungen, Gesell, chasden und Perftnm, die öffentlichst' Dienste wahrnehmen. Zu dem .deutschen Sprachgebiet gehören 34 Gemeindm in den Provlnzeri Lüttich und Li'xembnrg.
Büchrrtisch.
— Fritz Boehle als Mensch.und Künstler, von Fried. Stern. Verlag Klimsch's Druckerei. I. Maubach u. Co., Frankfurt a. M. — In starker, urwüchsiger Weise entsteht der sbieusch und KüiiAer Boehle, der Sohn Frankfurts, ' vor imseren Augen. Wie er zu seiner Kunst kam, -oas er in ihr schuf, ww er sie auffaßte, all das lehrt die kleine schuft. Wer Boehle als Künstler schätzen lernte, ioird sicher mit Jntevcs,e auch diese» Werk- ckMii lesen.
— Hochland, Monatsschrift für alle Gsbiete des Wissens, der Literatur urrd Kunst. Herausgegebeu von Professor Karl Muth. Jos. Kösel'sche Biichhandlung, Keuchten und München. Vierteljährlich 4.50 Mark. — Inhalt des' Achrlheftes: ^dem- politiker. Von Else Hasse. — Jülins Bachem. Bon Universttäts-- Professor Dr. Marlin Spahn. — Mari Madlen. Ein Roman aus der Rbön. Bon Leo Weismantel. — Tie Geschichte einer Konversion Von Edna. - Briese an einen Staatsmwin, die neueste Literatur betreffend. — Kritik: Französische Romane. Vmi Hennann Bahr. Tolstois Tagebuch. Bon H. P. Oelterliche Stadt Gedicht von Mfred Günther. - Rundschau: Knegsüe-- tracküung. Elisabeth Gnauck-Kiihne. Frank Wedekind. Flaubert i'nd dw Gegmwart. Tolstois letztes Glaubensbekenntnis. Gieclerup imd Ponwppidan. Hans Pfitzners „Christelftem". — Neues vom Büchermarkt. — Unsere Kunstbeilagen.
— Da« literarische Echo. Halbmonatsschrift für Lite- rattirsreuiide. (Begründet von Dr. Josef Ettlinger. Herausge- c^.hen von Dr. Ernst Heilborn.) Verlag: Egon Fleffcyel & Co., Berlin W 9 Das 2 Maihest ist svel^n mit solgendmii Jnbalr er- schienen: Heinz Stolz: Ter Niederrhein; Ferdinand Megortk Joses Mncklers Meergesang: Josef Winckler: Zwei Gedichte: H. W Keim' Ein Roman aus deni Elsaß: Fnednch Roftnthat: Theater und Bezahttmg: Paul Feldketter: Literatnrpädagmßl - - Eäw de- Bühnen — Echo der Zeitungen — Echo der Zeitschrift^ — Echo des Auslandes — Knrze Anzeigen.
— T i e W e l t b ü h n e, der Schaubühne XIV. Jahr, Wochenschrift für Polittk, Kunst, Wirtschaft, herausgegeben von Siegfried Jacobsohn, enthält in der Nummer 19: Ter Kuhhcmdel, von Grr- manicus; Gustav Stresemanu, von- Johanne» Filcbart. Zu ^.ot stois Tagebuch, von Gustav Landauer; Girardi, von A'ntvn ttuh: Tie Schivestenl und der Freinde, von f-S-J F^e, von
Alfred Polgar; Wirtschaftskampf, von Alfons Goldschmidt, Arft- roortQi.
Gleichklang.
Ich lernte einen kennen,
So schön ivie ein Gedicht.
Doch ineine süßen Worte,
Ach, die verstand sie nicht.
Dann ivoltt' ich eine e en.
Die Ga tun sagte: Utcin!
Was jetzt so auf den Markt kommt,
Ist terrer unb zrr klein.
(Auflösung in nächster Nummer.)
-li.
«HÄ* SÄttoia Rauch der Spargel
als Zchä^'S d« lL'sche» Küche »erschwmchen. ab« «m« m"
Auflösung des Stammtisch-Scherzes in voriger Slumrrier: Lokalberichterstatter (Lokal, B, richter statt er)
Schnstleuung: K. Bieyer.
Z,v illings iürndd ritck der BrÄhl'schen Un'v.-Bu b- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.


