Ausgabe 
8.5.1918
 
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^ ® rni ? !,,: ' schiöinb-süchtigen Dichter. Goethes Smat Sr wohlhabend Mindernder Schatz-,

^55^, Mt.verriet, daß er auf dem hervorragendsten Haar-

Hoden der Menschheit gewachsen war. ' ^ ^

Diese Locken wurden das Glück des Sohnes', sie waren im EA« der mrZWIx Inhalt seines Lebens. Sie wurden Zr iL Pretat, Ehre und Erinnerung an etwas übermenschlich Gvoßes, Gvttbegrradetes. Ans ihnen baute er ein langes Leben mit sernen Leiden und.Freuden auf. Deut alten Mann Duntm die ^.uyen noch mrcht werden, rwaut er die Schachtel öffnete der nun> Jahrhundert der reichste Segen eutguollen war' ^le Fremden nno vemererjten, dre kainen, um eine Locke baten, be- kanierr namüch «ne Locke, and wohin irr der Welt diese Haare er'nwr achten sre die Ajugeu betaut, Uiiachkn sie die Herzen.

Goethes Haar?

. Der gute, alte Mann hatte es nie übers Herz bringen können l£ ( £ ffÄÄS !?-> E, ; «" Stommhuch ein»

j . ' uu Hwtjcn Liinueruiigen tuimw zii halten und.

bruz-itt-ageii, zum Baterlarchstzesühl und zur Begeisterung für die

ffw Hll 1 !! 1 * 1 "?' ff SElrksal die harte Notivendigkeit zwan- ge.i ,hn deswegen rm Lause der Jirhre zu allerlei heiligen Ben ting-ereren Wie rn aller Welt sollten die Haare sonst ausreichm? ^ . chre Locken itiAat ganz rm Allen mit fremden Ingredienzien !Äbst! der Pude! Jphigenia mußte sem Scherflein z.ii der schachtet beitragen, und das ivurde wirklich gar nickt so wenrg un Lause emer längeren Reihe von Jahren. Aus der Barckerstnbe kamen auch Btiträge, und auf diese Weise wurde die Schachtel niemals leer. Dutzende von Sammlern erhielten, was ihre Herzen begehrten. , >

'Me Lehrerinnen zogen jttm dannen, um Medaillons für ihre

hlS%rtr& TClt \\ <ni ^ Tie Goethenwnomauen segneten Heu lrb>n Barbrer und fernen Lohn, und mit Hilfe des Pudels und ter Barbierststbe nahm der Segen kein Eiche.

.^er alte Marm maichte sich keine Geioissensbisse, denn er war ein Mmschmfreimd. Schließlich endete er selbst! damit, an dre uug-einischte Echtheit ferner Locken zu glauben.

^-ihe,. er liebte die Menschen, er liebte'den Pichet, ü[Wj m lem -varmes, großes, überflüssig großes! A -' <m,n * n>ar auch se,n Gewissen gut und rein, denn ek nuschw mir Haare zum Besten der Menschheit.

o rtt r m Grunde alle die anderen, die Bücher über

S x'^'S ererben schrieben, dasselbe? Waren nicht

Wahrheit und Dichtung untemauder vermischt? Welte nicht der gute luveck alles?

ein paar Pichelhaare mehr oder weniger, wenn mir die Illusion zum Segen wirkt!

Ein Engländer über Deutschland und Zrantreich.

- Unser ReichManM', Graf Hertling, hat kürzlich in e,,rer Rerchistagsrede den Schotten Thomas Carlylc als Repräsentanten jener Engländer von ehenrals, die Deutsck^ land Gerechtigkeit widerfahren ließen, erivähnt. Ihm zur KU stellen ist der bedeutende -Geistliche imb Schvif'ö- steller Charles Kingsley (1819-1875). Er schrieb, im Spät- .onrnker 8,0 an seine Freunde Max Müller (Oxford) und Eiiarlev Bnnbury zlvei beiiierkenswerte Briefe, die Fragen der Gegenwart berühren rmd hier im AusMg folgen. Sie sind den Briefen und GedenMättern, die feine Gattin -G'rausgab, entnornmen und nach der lleberseüung von M. <Lell (Gotha, Perthes 1879) wiedergegeben:

../'S lieber Max, nimm meine innigsten Glückwünsche für T->ch selbst und für Dem Vaterland an. Der Tag, welchen der lw-oe Bunfm (wir wissen, aus n-elcher Seite dieser Name heutzutage genannt wird!) tränenden Auges erbetete, aber dann erst ^wenn se-.n deutsches Volk auch reif dafür und bereit dazu wäre ist m- ommen, und stehe das deutsche -Volk mar bereit. Wahrlich, Gort ist gerecht und em Herrscher: tvas immer die Zeitlmqem gegenteiliges sag«: mögen. Meine.einzige Furcht ist, die Deutschen mochten an Paris denken, das sie doch, nichts angehen kann und viockm-n dadurch ihr Augmmerk von dem abrvenden, was sie mächtig angeht: die Wiedereroberurrg des Elsaß, ivelches ihnen gehört, damit der Franzmann auch keinen Fuß breit Land mehr am Rhemuser besitze. Aus dem Rhein ein Wort zu machen, ivelches teui Franzose mehr auszusprechen Gelegenheit findet, rnuß das VS*#* aller denkenden TeutMu sein und dies allein. Jeders- bleibe ich. . . voll Freude und Hoffnung für Tentsch-

Der zweite Brief lautet:

*oft»h?!yL -p^r Worte über diesen furchtbaren Krieg. Ich

SJS 'b paß tverm ich ein Deutscher wäre, es mir als Pflicht «egeii mein Vaterland erscheinen ückrdc, ulerneu letzten -Sohn,

mernen letzten Schilling m den Krieg zu senden und schließlich s-Mt zu gehen, damit endlich geschehe, was geschehen muß, damit es werde, , daß es em zweites Mal nicht mehr nötig ist mvZ ntlr ^'Bch, die Rache aus meinckm HerA -ZJ* KP"«*' y* Tetttsch'mL feit zwcih,mLrt TtfÄ p .Ebgiengen, unruhigen Nation ge­

litten .hat, alle», was cs selbst noch tut letzten Krieg (Männer nni, ^Menigelitteil. hat.-obgleich die Deutschen das nicht pergessenz ^p^.^lwcr erlich.; es auch um ihrer Mütter und Tanten willerik mchl. veigessm dürfen. Aber der geioöhnliche Deutsch» hat ein Rechten sagen: Das Eigentum, das Lebeii,; Frtthech wom- "00 -tta.-re lang m Deutschlmid' bedroht, roeil es w zerstückelt Sl'sZt ^ te lranMscheii Könige haben stets die Zersplitlermig befördert, damit das Land ilin so sicherer das Soielreur ifvrtä

SnvSw s ber französischen Revolution hat ^ das Volk w le S ntendw und Handelnden, also die Armee und die gebildeten Gleiches getan. Das soll mm ein Ende haberl Wir

ge'lk>mmbeit-n"?? üch in ithfcre-inneren An-

ch.lhechn M mischen. Wir !vollen. . . es s<r mwÄ^on j v>&

JOmn ^kr-eich noch den Namen dI

den gegenwärtigen Krieg angeht,'so war er früher

U Ä ^ Prosen sehnten sich daimch

181315 rachen niid nickst tmsseir, daß Deiitsckland tzK; Mcheu« glrnma für 1807 Rache otiwmmen S £5*' .PNfe mir iu .logen - umb zwar mttn- Tränen wi[; kcjcr Krieg kommdir müsse, daß er Gott nur bitte ibn S" ^2 nt!le - n öu..lassen, bis TeutsMmid bereit sei und die Nach- wcmzo-stiwen Invasion überwunden habe. Er ist ge- lonimen und Teutfchlmrd war bereit. Hätte dock der alte

smb^'Macht an dem Ort Harmagedon ttiil. whs. 1», 1b) wie er sie zu neimen pflegte nickt wie m fnrchrebe «uf^deutschem!, sondern auf französischeul Boden' aus- gesochlen wird. S-ve nrußte Lominen. Es tväre unrecht gewesen wenn cke Deut,chm zuerst angefangeu hätten. Wer als ck^Li^L z Ä WE die Tentsckm ewig blamiert gewesen wenn .FehdelMidschsiih nicht aufgenvmnmr hätten. Wenn einer r 1 ] 9 El semer Faust! vor dem Gesicht he rum führ r

Ad EUi-al werde er Sie gründlich! durchbläuen und Sie

seien W doch nicht im Ltarcke, ihm zu widerstehe,i so wwd

As ^ SMn^wiZ9ck^Ztt^E | att ' ruhig warten,

ua - w ' wrrrlich fÄlt, ,ab-er er wird anck wie DentsMion^

sich vorsehen, bereit zrc sieüi für das, waHlsicher kommen m u ß >Preu- f;m «B lttm Slnttmmm rate Sünde imb einen LS zn machen,»« hätte es auf einen Angriff FmnkrE aÄÄnnen b?

besonderv m der deutschen Geschichte tvelcke ich durck- lchnittlich bei den Engländerii beobachtete. Eüie plumpe Ignoranz oder eiu absichtliches Vergessen nicht minder der^

ES? C ^ü Jahren über Grenzberichtigungen ansge-

stlseu hat. )ln Kuiidgeoungen, daß her Schlag demnächst falteii LL' M £ »nt es gegen die Se^fÄf sK r' x 100 ^ geschehen ist, sanftmütig die andere Backe -auch darznbiete'n, inag reckst chriWich sein, wenn es einen Märrn alleine angeht; es ist aber höchst mchrisÜich, niFria^ Ä

T'mr/ 1 9esen Frauen ünü Kinder, iind die noch! ungeborenen Nackstommen. W unterliegt keinern Zweifel, daß Frankreichs Sk ^1 wieder darauf gerechnet hat, Deutschland zu enhweim uhd aus den geschwächten Teilen eine leichte Beme zu ae

etliche Törichte ihn einen dyna?ti- Bl Neynen w«l sre noch die veraltete Theorie im Kopse haben, n ur König e fmgen Kriege an so ist! das ein sack uunmhr. Er ist von deutscher Seite nicht dynastisch. Es ist die En f O ii n o ,ein es Volkes vom Höchsten bis zum Niedria- ststn, weck «S! m einem tieferen Sinn Volk zu sein anstrebt als

TrhLtVlm KWW *" HWa TeEat'di«

Vermischte-»

B , Di e W ü hl- ode x Sche erma u s. Viele Garten

in diesein Ja.hre sehr über den großen S-chaden, den dies« ^I^rratte an den Pflanzungen anrickstet. Tie'Wühl- I? ^ ixe Tarten Pflanzen der Beete ab, sie verzehrt namentlich frißt sie gern die Wurzeln der E rrff ä ' T i i0 daß die Bäume Eingehen,

iw ^E. Gift ist sie nur sehr schwer zu bekämpfeu :

mcr)lt - T-um Anbeißen verlocken. Uebelrieckende;

Jjjf' l>lC liran ^ängc legt, veranlassen sie, nicht weit

davon emen neuen Wohnsitz einziinehinen. Sicher töten kann sie firn em guter Schutze, nachdem er eine kleine Strecke ihres Ganges vloßgelegt und sich m nmmttelbarer Nähe schnßsertig auf die .Lauer gestellt hat; gewöhnlich dauert es dann nicht lanae, so schaut das Tier aus der Oefsmmg heraus und beginnt beit Bau -Lf ^ rt S rc, I' Ebvi sie nicht allzuschwer zu schießen ist. In neuerer!

Z. it räuchert man die Wohnung der Wühlmaus und des Ham- sters aus wodurch die Tiere ersticken. Am Abcnd tritt man die Ausgaugslocher zu und sieht dann am anderen Morgen nach ivel- ckwi Ausgang offen und belaufen ist. Dahinein steckt man die