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dehnte sich allmaUichaus, und sHließlich, zur Zeit Konstantins, lag Golgatha emgeklamurt zwischwr der Nordmauer der Ober- fifht und der Wesrmaver der Borstadt. Im Beginne des viertem Jahrhunderts verstaut» die,Jeru.salemische Ueberlieferrmg, die man mit gutem Recht als nnurrterb rochen ansehen darf, unter Gol- zatha den Bezirk eines heidnischen Tempels der Göttin Jlphvodibe; an dieser Stelle srrchte man nach den Spuren vom Leiden und Sterben Christi, und das, rvas man fand, berechtigte ivohl dazu, hier die GrabeMrche zu errÄchöe??; unter anderen Felsengräbern fand sich ein Einzelgraü, eure Gartenstätte und ein zerklüfteter Fels. Tiefes Grab, daS als das Grab ChriU ang-espsocheir wurde, hatte sein«? Eingang von Oft«?; die Grabkamrner bot nur Platz Kr einen Daten, wahrend es sonst üblich -var, m der viereckiger Kanrnrer an drei Teilen je eine Grabban? anzulegerr. Es schien ein bloß angrsan^aeZ Grab xu sein», rurd 'das ^deckte sich mit dev Angabe, daß das Grab -Josefs, in das man .Jesnm legte, neu und bisher urrbenutzt war. Tie Auffindung des G-rabeZ, bei de:n alle Zeichen zu stimme!? schienen, tmcrde wie ein Wunder empfunden, das die ganze Christenheit erfüllte; ein Zeitger«»^ der Entdeckung, Cyrill, schflldert die Stätte Golgatha und den Felsen,, „der emporragt und bis heilt sichtbar i'i und bis jetzt zeigt, wie damals wegen .Christus die Felsen zerrissen". Mit der. Frage nach dem Hffäbo Christi ist die nach der Richtstätte untrennbar verbunden!, Ti« genaue Krenzignngsstätte imrrde nicht gefunden.. Der zerklüftete Fels, der? man irn Konstantinsbau sah, den man jetzt nur tmrch kleine Oeffnungen oben in der Kal varienka pelle und unten in der dldarnskapell« in kleinen? Umfang .wahrneymen kam?, nluß als ein Zeuge dafür gelten, daß eine ge^en fünf Meter hoch ragend« Felsmasse sich östlich vom Grabe erhob. In der Nähe muß di« Richtstätte gelegen haben. Ter genaue Ort aber ist bis auf den heutigen Tag nützt bekannt und wird auch nie angegeben! werden können.
Vüchertisch.
— 10 Stunden in einem englischen Graben, kautet die Ueberschrift über einen Beitrag in den soeben erschienenen Heften 167—170 von Bongs Illustrierter Kriegsgeschichte „Der Krieg 1914/18 in Wort und ML" (Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Be .lin W 57, wöchentlich ein Heft zum Preise von 40 Pf.) rnck zeigt uns. rvie nicht nur Tapferkeit und schlaues Aushcrl eit, sondern auch List und VersäKagenheit dem deutschen Soldaten eigen früh. Daneben werden bk großen Schwierigkeiten dargestellt, die sich den Llussüh-rungen der gegebenen Befehle entgegerrjiemrnen. Diesem sehr lesensrverten Beitrag- schließen sich andere an, wie: „Artillerie-M reger", „Kriegsfeuerschiffe", , ^Jerusalem", „Waffen^ stillftarL an der Ostfront", „Wacht am Sundgau", „Bombemver- Jen gus der Luft", „Essenholer", „Tie K. u. K. Marffw bei Grads". Tiefe Beiträge find sämtlich von Kriegsteilnehmern best, gesteuert und der Verlag hat sie reid* mit Bildern, Karten und Manen aiisgestattet, um dem gegebenen Worte die bildlützen Dar- Mlungen nicht fehlen M lassen. In dein Hauptabs-ch.ütte des Werkes, der eigentlichen Krirgsgefchräste, schildert in seiner vor-? züglichen, lesenswerten Weise Wilhelm von MasfÄp di« Kämpft ftnt Sommer 1917 an der rumänischen Front.
—- Die Liebschaften der Käte Keller. Roman von Richard Skowronrrek. (Verlag von Ullstein u. Go.. Berlin.) Ter neue SZowrornrek ist nicht 'wie die letzten Werke dieses Erzählers ein großer Zeitroman. In friedlichen Tagen spielt er, m dev Garnisonstadt seines „BataÄLms Sporck". Es harrdelt sich um einem Kamps, den ein Wbarn von lauterem, sprödem Charakter, der Feldwebel im JägerbatailLm Graf Sporck, Frarrz Drerow, um seine angetastete Ehre führt. Der in einem feinen Pensionat erlogenen, reizenden und schnippischen Käte hat die Liebe seines? Herzens gegolten. Er wird zu in Narren gehalten, ein junger, Deühtsinniger Wlig-er, der aM Resererrdar im Landratsamt Dienst lut, wird sein glücklicherer Nebenbuhler. SrUicht mrd überzeugeirLs gestaltet Skowrmmek diesen KonslM, ds?k er dramatisch steigert bis xum notwendigen Ausgang.
— Zur Entwelschung. Ern neues BerdeutMungsworter-, buch von Eduard Engel erscheint unter dem Titel „Errttriel- schrmg, Verdeutschxmgswörlerbuch für Anrt, Haus. Schule, Leben" (Leipzig, Hesse & Becker Verlag, Preis 3 Mark), ein neues Fremd- Wörterbuch. Engels „Entwelschrng" ist insofern das vollständigste Verdeutsch?7?M'.vörterbnch als es die tatsächlich in rvissenschaftlichen Mrken, Zeitungen, Reden häufig vorLnmnenden Freust) rvörter u?ch fremdsprachlüfM? Redensärten vhr»e Alsnahr??« enthält und ,?nr die seltner? Fnchtvörter der Sonde rwisftnLhasden ausscheidet. Sodann bietet Errgels „ErrtwÄschrn^;" die sehr ivillrommene ge- schiühtliche Belehrung über das! erste Emdrü»g«n der meistvebrauckten Fremdwörter in der? allgemeinen Sprachgebrauch WrS aber beit Hauptwert dieses neuen Frerndwürterbrrches auSmach, ist der Reichtum an brarrchbaren Verdeutschimgsn.
— Brehms Tierleben. Klein« ?ürsgÄbe Kr 3Mk mW Schn^. Mit über 500 Mbildungen im Text und etwa 150 Tafeln tu Farbendruck, Kupferätzung und Holzschnitt. Tritte Auflage,
nach der von Prof. Tr. Otto zur -Straffen herausgeg ebenen vierten Auflage des Hauptwerkes vollständig neu bearbeitet von Tr. W, Kahle. 4 Bände in Leuren gebunden 62 Mark. -Band IV: Tie Säugetiere. In Leinen gebmvder? 18 Mark. Verlag des Biblio- graphischen Instituts in Leipzig nrst> Men. — Ter soeben in dritter Auflage erschienene vierte Band der kleinen Ausgabe von „Brehms Tierleben" behandelt die Säugetiere, also denjenigen Teil des Tierreichs, dem^die Laientvell die größte Teilnahme entgegenzuüringin pflegt. So ist dieser als dritter von den vier! Bänden des Gesakntwerkes ausgegeben-e Band (bereits früher er* schienet: die Bände „Vögel" ??nd „Fische, Lurche und Kriechtiere"^ von vornherein einer großen Leserschaft sicher mrd kann um so mehr! ziir Anschaffung für den Gebrmsch in der Familie und in der Schule empfohl-err rverd-err, als die Tarstellrmg, die auf den als Musterleistamgau anerkannten vier Säckgetierbänden des dreizehn- bändigen Hauptwerkes beruht, unter geschickter Ausscheidung alles dessen, was nur für FachLeacte Jirtevesse bietet, auf die einheimischens Säugetiere und auf diy Schilderung ihres Lebens und ihrer geistigen Eigerischaften den Hauptwert legt, oftre doch darüber die '.VÜlr- tigeren und Miziehenden fremdlär?disck;en Fw-rmen zu vernach? läffigen. Auh der Jugend können'die Bände tzoftre Bedenken in die Hand gegeben w.'rden. Auf die bildliche Ausstattung mit Text- bilden? nach Zeülxülngeu und farbigen Tafeln nach Gemälden der berühmtesten Tiermaler sowie mit zahlreichen Photographien lebender Tiere ist rvieder die größte Sorgfalt venvandt.
— Das l i t e r a r i s ch e E ch o. Halbmonatsschrift für Literatur- freunde. (Begründet von Tr. Josef Ettlinger. Hercrusgegeben von Tr. Ernst Heilborn.) Verlag: Egon ^F lei scheel L Co., Berln? W 9. Tas 1. Aprilheft ist soeben mit solgrndem Inhalt erschienen % Richard Müller-Freien ftls: Tas deutsche Buch; Börnes, Freiherr von Münchhausen: Autobiographische Ski^e: Arthur Eloesser:
E rinz Louis Ferdinand; Otto Grarrtoff; Briese eines Soldaten;
rrl Strecker: Stinlerschristen — 'Echo der Bühnen — Echo der Zeitungen — Echo des Auslandes — Kurze Anzeigen.
— Die Scha ubühne, Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft, herausgedeben vor? Siegfried Jacobsohn, euthält in der Nummer 12 ihres vrerzohnten Jahrgangs: Anfang?md End«, von Gernranicus; Friedrich Naumann, von Johannes Fischart; Frank Wedekind, vor? Harry Kahn; Strindberg-Heuckielei, von S. I.; Cigarillos, von Alfred Polgar; Daimler, von Lorarius; Antioorten^
Köifd.
Auflösung des Kriegsratsels in voriger Numrner.
Zwickau,
Etbing,
Idstein,
Cöln,
Hamburg,
Raumbul'g,
Erfurt,
Thor??,
Königsberg,
Rlldotsradt,
Ingolstadt,
Einden,
Goslar,
Saßnitz,
Aliona,
Nürnberg,
Ludwigshasen,
Eilenburg,
3 dar, Ha??nover, Erlangen. .
Lch«jüemtng: A. Meyer. — AWillingsrlmddrnck der Brühl'schen Umv.-Buch- und Steindrucksrei. R. Lange, Gießen.


