Ausgabe 
23.3.1918
 
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MchMcher Mmarsch.

Bon Mzefeldwebel Walter Jensen.

Ich taste nur nE<r»r mit Kmuevaden. bexi nächtlichen Weg. , Ans schvarzun Rost errr grauer Reiter trabt an uns oorber

^ Jeder hat den Reiter gesehen. Jeder dsukt Gleiches: Das war

nicktEiner von vielen", dochEiner" war's!--Mer f

'-Ein Symbol? Welches?-- i

Voraus dort im Wäldchen, das nrir durchgueren müffeu, bersten Granaten. Sie suchen eine Haubitz-Batterst. - -

Wir warten. (Das dauert nie lang!) 1' Bald :st dev Dura-- gana frei. Weiter, Kamwadeu?

Run lkm die Biegung! 1 Halt!* lregt etwas!

Schwarzes Roß-

Grauer Reiter--

Deutsche Not! Deutsche Not!^

Kameraden, Wacht!

Bon Biz-feldwebü Walter Fensen,

Wünsche weder:,

Wünsche wallen,

Wünsche rvirbekn in uns hock Und zermartern uns die Sinne Don des Tages Anbeginns Ms zur schlummerlosen. Nacht.

Kameraden, ivacht! .

Seht da vor euch diese Gräben,

Die vom Horizont sich heben,

Voller Feinde,

Die auf eure Schwache lauem!

Laßt das Trauern?

Gewehr zur Hand!

Fort die Wünsche!

Fort!

Seht: sie sinken!

Seht: sie stieben ansernmwer Urch entschweben?

Und di« Faust krallt das Gewehr,

MchertW.

DaS Brausen der Berge, Ronmn von Emil Lucka, Verlag von Ullstein & Eo., Berlin. In der Einsamkeit der Tiroler Berg«, unter den zerWsteten FH»en und ZrrbAr, be: dem SeT be* sckwarzgrün droben liegt, haust mrt fetreett Steren Bett Werauer. der Hütebub. Als er sei:« Hemrat lasten mutz, als er Lnn Militärdierstt geholt wird, da ist chm namenlos schwer,umS Tr» 'Eit« andere Gestalt überragt ihr:, echt und grvtz, m 113 m Saiten bäurisch unbeholfenen Kraft. Anton Bruckner. der Mubenstiefe Schöpfer seiner SynchlMwm und tjt bcJ Urbild des Dorwrgarnften Johannes Kapruner, im LuckaalS ^'gicriü^smurttcn Fremdling irr-daS der österrHrscher:

.Hauptstadt eintreten läßt. Zärtlich geehrt von wenrgm: Treuer^ AruntergeriKu mm den Mernungsmachrckk düS Tages, die um Kre AuwriÄt besorgt sirrd. mißbraucht v»n Salvnkftwcen. verhöhnt «M verleugnet, erfährt Kapruner an die Tvagöd« des der Welt allzeit untoüllömmenen Genius. K^oorden, rrhrt er

«urück in den Frieden seines Bergtals;> ihn führt os» gttveserw Ustdat rurdbegnadigeDotstlMgerBei^ VMtexaim* EEws.vsm Schicksal herumgestoßeueZ das MW unsrer schrotend

den Odem der geliebten Grd« in sich emtrmkl SMei starke Wvale timt mit den Motiven des BorWels erMyernö )kchnnmen. In der Mitte stehen bk GroßstadtbU^el. Mnsch m rYM Zeick^ nung des eitlen, vhnniächtigen, betriebsam KuH Mw Vvrwanö nehmenden Aesthetentums und durch ihr» pefsimiDche Wucht zur fast visionären ZeitMderung erho ben. .

Euphorrvn, Zctt,checkt« LÄe»apMMctzichj>L heraus^ gegeben von Jvftik Wdler u^> Ang«st 'Mmes. LXll. Band, Erstes Heft. LeipM wid Wisn 1917. B»laZ Gar! Fromme, 7 20 K -- 6 DK. Nach cirr-er längersn durch den Weltkrieg vevanlaßdeu -StvMmg begimü bk Zeitschrift«Ssr einen neuenj Band. Gr roird eröffnet durch eins.: Zettgemätz^MAatzdes vor kurzem verstorben«!: «HanckurgW . Hnw? keck AdM Mhlwrll: D«utschla:ch, der IMm und die Tnrk». MLvl? S^osftr m Jena handstt -uFGubEj über den Fa:ml:«rnam«H GrmrmelK». Hausens. A. H. Mv?. in Berlm kW fev« Un^rfmchetngen über chrocypüÄ *>* Mmplin (1609- 1680) jb». Wttsvmn Luchbsr in Halle Ergär^t fwt* älteren NMmffs vsu «st# Jugend- gedickten durch tkm warn* Fund. KmÄ st^uschÄ in Tresdest versucht eine i:«ue 'DaüeNttrg apD ErÄäVw^s 028 EMrrhestPch Iugendäachichbrs» s«h ich-Mchzsn wieder". Y«marm Baun>. gart irlKNmgj^«g wurnll SEung in dem Stvell über Schillers

IügendgedichtMevve Mmn«u". Paul Koffnmnn nr FvanksurZ a. d. O. liefert neue Dextbeiträge zu de:: Briesen Heinrich von Kleists, wäbrerck Mm::md Goetze in Dresden zn«t bisher ungs» druckte Briefe JinmarmMrns mitterLt, Mlche Heinrich Grudzii:ski in Prag sachkundig erläutert. Ei:: .unbeLannter Brief ZaMrms Wer­ners wird von Hans Günther in «LerfHig veröstLnKicht. Meiner« Mitteilungen u:ck zahlreiche RezensMMU Mießeu dos Heft ab. Tie Fortsetzung >dos beftrcket sich in Vorbereitung.

Gietzerrsr Hausfrauen-Verer«.

Kochanweisungen.

Klöße vvn Kaninchenleber. Tie Leber trürd gesaickert, ab gehäutet, fein gehackt und noch, wenn man will, durch ein Dieb ersah, toeim man iyn hat,'etwas geriebene Muskatnuß, etwas ge­riebene ZnnebA vder gehackten Porree, die ^man, werrn .irgend möglich, in ellvas Fett geschnwrt hat, evvas, Salz, etwas Pfeffer» ersaß, wenn man sie hat, etwas geriebene Muskatnuß, etwas ge­stoßenes, gesiebtes Brot urch'etroas Mehl, so daß'der Teig gut zu- sanrmauhÄt. Man sticht :nit enmm Blochlöffel, den man jedeSmcck wieder in. das kochs!Ü>e Wasser taucht, längliche Klöße ab, legt sie in siederches, gesalzenes Wasser ruck läßt sie 10 bis 12 Msmitech lost'im, um sie ans erwärn:ter Schüssel anzurichten oder in die heiße Karbofselfuppe («der eine Geinüsöstwpel eriMckegcn.

Kaninchen-Frikko. Das Fleisch eines sauber zubereite- ten Ka-nmchn:s wird von den Ki«he'.: gelöst Beliebig viele Kartoffeln werdm geschält und wb in Schüben geschentte::. In einem eisernen Tops zerläßt man das Fett des Mninchens, gibt hieran! eine Lage Kartoffeln, .fkrewt Salz urrd Pfeffer darauf, dann? eine Lage dünn geschrittener Fwisbeln, daim das Fleisch, salzt, pfef­fert und gibt drei gestoßene MachoLerbeeren daran. TaritLÄ konnnen wieder Zwiebebr: ruck» Kartoffeln. Obenan: 'legt nvan ein paar Fettflöckch«: öder besser Speckcheibche^ Wetzt zroei Tassen Würfelvrühe darüber .rmd läßt das Gericht bei klernem Feuer schmoren.

Kriegsnudekn. Gekochte, «Äte, noch inögilichst heiße Kartoffeln bestreicht man mit etwas Salz und gertebensar Zwieback, mcit kann aber auch geröstetes Bnot nehrnen (abseits auf die Herdplatte legerst und treibt die Masse durch die FleisichuafchE. Man wird bald erkennen, wteviel Teile Brot oder Zwieback und KartosfeLn man nehmerr:mch, damit schnie, hÄtbare Rudeln aus der Ma schüre Vonrmeri. Man »ege ein Hackbrett oder dergleichA^ darunter, so daß die NiudeAr gleich zmrr Toocknen darmrs lieganj bleiben könirerr. Bon KüLern werden diese Art Nudeln ger-r gegessen, wem: sie imt ellvas! gesalzener u:id gezuckerter MM% di« kochend darüber gegossen.wird, bereitet werden. Für Erlvmchsene bereitet nwm sie ü: Brüh- oder Gemüsesuppe. Es ist empfMenswert, sch vor: solchen Nudeln, soviel es dis Brotratwn zulätzt, einige^ Dorrat M bereiten.

Wurstpudding. Mm: Uomt dazu gekochte Kartoffolveste verwenden, di« durch die Press« gedrückt iverdem Mrch- oder Leberwurst wird von dem Darm befreit U!Ü> in klein« Würfel geschnitten. Die Kardfffelmaffe mischt:nai: mit sehr rvAiig Brüh« (aus einen: Brühwürfel bereitet), etwas Salz, ettvaS Mehl oder gestoßenem, altbackenen: Bwt, zuletzt gibt man dke Warst dazwi­schen, verrührt alles, schmeckt ab, kam:, wenn »van nckll, mit sehr weirig gehacktem Schrrittlauch öder elloatz' Mcchorankraut Würzen, gibt die Masse in ein« mit etwas Fett ausgestrichc::« Backforn« öder Pickdmgwrm und läßt di« Speis« iur Ofen backen oder im si«dmdw: Wasserbade kochen. Man 8 cr'nn auch die Mifchmg, wenir man vgM Backen oder Kochen in Formen absehen will, ü: einem kleiner:' Schmortopf oder auf der Pfanne in etwas zerlassenem Fett nrtter vorsichtigeln Rühren -duEchmvren. Das GerichL muH sehr heiß und mit gut schließerchem Teckel bedeckt ausgetragan! werden.

Rätsel.

Rudolstadt,

Eileilburg,

A!tor:a,

Emden,

Goslar,

Hannover,

Idar,

Erlanger:,

Königsberg,

Jrrgolstadt,

Saßnitz,

Ludwigshasen,

Nürnberg.

Vorsteher:de Städtenamerr sind so nntereinanderzuseßen, daß ihr« Anfangsbuchstaben, von oben nach unten geleser^ die jetzige Parsie eines jeder: Deutschen ergeben.

(Auflösung in nächster Nuinmer.)

Auflösung des Gleichklangs in voriger Nummer:

Mangel.

Cöln,

Idstein,

Erfurt,

Thorn,

Hamburg,

Zwickau,

Naumburg,

Elbing.

Lchrtftteittmg: W. Meper. ZwiüinsSruirddruck de« Brüht'jchen Unrv.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.