aus der Bequemlichkeit einen Götzendienst! genmcht hat. TaS käst, liche Gefühl tiefen Schlafes nach furchtbaren dre utt»
«Eiche Wonne eines ioarmen Raumes nach Mndenlangem frieren die Eichten Beweise von Gutmütrgkrnt mtd Herzensgütr einfacher Menschen ans dem Volk: das alles tvar ihm unvergeßliches Erlebnis. Wie anders faßte er jetzt fernen Beruf aus. ,ert er so tiefe. Micke rn MewchMseelen getan, nmmdtwh mehr 6 «- lernt hat, als in Akten und gelehrten Büchern stand.
Und dann sprach der Dichter. ., . ,... r .
Ja das ist's: leben haben wir gelernt. Oh, diese btttetkalten Nächte unter freiem Himmel, voll tiefer, schweigender, sternen-, w Mnder Einsamkeit, bedeckt lnit der schwarzi-eckenen Hrmmels- decke, deren Rand vom fernen Feuerschein brennerider Dörfer zerrissen ist .... In verlassenen Schlössern von pvlntsckM Ävelwen haben wir gehaust, zwischm vergoldeten Stühlen, Sagbaren Btl- dern und orientalischen Teppichen, und beim nächst«» Morgen-» grauen ging's hinaus in die Oede der sümpfe und ae^ ckrwalhes, vielleicht in den Tod — Wie arm Und matt ist alle unsere schretbe- Sunft diesen WirklickKiten gegenüber! Aber,weirn tch,pater, nach Jahren, wieder in Ruhe arbeiten darf an eenem großen Werk der Nackiklang dieses starkem Erlebens wird darm Mern. ^ samkeit des Urwaldes wird darin fern und , der Glanz furltlr^er Schlösser und die Gefahr nächtlicher Schleichwege zwischen Tod
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Ter Daheim geblieb ene schtzvieg. In seiner -Seele regte fuy
^^,Fnd halt Ich" niemals das' empfunden, was man so im aü> gemeinen Furcht nmnt — ober Todesangst Y
Sie grübelten nach — Ja —7 ^lletcht auf ^r Facht zur Front — oder wenn man mitten rn der Nacht erwachte — oder wenn man an die Menschen der Heimat dachte, dre ernem nahe standen Aber seit sie zum ersten Male im Feuer gewesen, war drew Empfindung ausgelöscht. Nur eine ungeheure Erregung^ der Nerven war geblieben, eine große Nettgier: was wird morgen, übermorgen, in drei" Wochen mit wrs geschehen ?
Das tonnte er nicht begreifen ... . ^ .. ^
Eines Tages war er wieder allem. Ter Nechtsanrmrlt besuchte verwandte in der Proviitz. Ter Dichter stand rm Twmmel-
^Vefn,^ war"mlch^nrehr zu ertragen, dieses eintönige Leben im Bureau, dieses Dasein einer boten schraube rm Mechanismus des Staates. Nach vielen schwungvollen Monologen, mrt halb- lmrter Stimme auf einsamen Spaziergängen gemrrrmelt, voll bex stärksten Worte und Gebärden, grng er M .fernem, Amtsvorstans und kündigte die AbsickK an, sich zu irgertderner Krregslersbung zu
melden. „ „ „ , , ,. ,
Ter Vorstand lächelte in srch hmern. _
.Ihr Ehrgeiz kommt etwas spät, Herr Doktor. Heute kann ich Sie Ächt mehr ziehen lassen, .Die, wissen doch, der gwße Mangel an geschulten Kräften . . . Hter rst Ihr Platz.
Und als der andere hartnäckig schwieg., sagte er:
Fragen Sie immerhin am Krtegsmmntertnm an^Lercht wrrd es Ihnen nicht werden. Es wird einen Kamps um Sie zwischen Zivil- und Militärbehörde geben wie einst um den Leichnam des
se^gm war, litch-lt- da» «UM. müde FattmMcht deS hohen Beamten noch immer, A stützte den Kopf m. dre Hand und schloß die Augen. Ta fliegen Mder vor t&m auf föie damals, toot dreißig Jahren, als er Maler werden wollte, Felsenburgen, schwarz-grüne Haine, Landschlften voll Sonne,md blauer, leuch- tender MeernMen, so verrückt und schön, wie num sie eben nur träumen kann. Auch das leuchtende Bild der Zukunft war eut Traum gewesen. Er hatte doch nicht das Zeug zum großen Künstler Wie aut daß er es noch zur rechten Zeit erkannt.
Ta war es wieder, das bittere Weh der Unzulängltichenr. Das Reißen und Zerren an den Ketten des Alltags. Und un rechten Augenblick fehlt der Mul. Ter Mut zur Tat. Und der schuß ist immer wieder die Resignation, das .herbe Trostwort. Pflicht. Nach drei Wochen fragte er i „Nim. haben Sie eS durchgesetzt?'
Der Toktor wich seineni Mick aus: .
„Mein Gott, man hat mir so große Schiwrerigverten marhit Und ich glaube im Grunde, daß ich der Allgemeinheit besser dienen bann, wenn ich hier bleibe, schließlich hat man Frau und Kinder. —^ „
Ünd Wr^aing^Mls feinen Platz zurück und vergrub sich in die Men Das spöttische Lächeln des Chefs sah er nicht mehr
Seit jenem Tag war das ungeheure Weltereignis für ihn erledigt. Er schloß die Pforten ferner Seele zu und ließ nichts herein, was sich darauf bezog. . . . _ .
Er sah in seiner kleinen Welt wie einer, der von dem ans! Ufer gefesselten Kahn ans die Wellen des großen Stromes an sich vorüberziehen sieht, zu schkvach oder zu träge, dre Ketten zu lösen und mit kräftigem Ruderschlag das Schiss zu treiben, an Klippen, Sarrdbünken und Gefahr, an der heiteren Schönheit blühender Ufer vorüber, mitten zwischen Sonnenglanz und duUklen, finsteren Tiefen.
Und st» wird er noch immer sitze» und sich vmrstff und
noch dem großen Erlebnis sehnen, das nur aus der eigenen^ steigen tarnt, auch dann noch, wenn uns endlich wieder die Svnm scheinen wcd das Grausen dieser letzten Jahre im Nebel der Bev- gangenheil versinken wird wie eine ferne Küste, während ringsur« neue Menschen mit neuen Kräften des Leibes und der Seele bol tausendjährige Reich der Kultur aus seinen Trümmern neu auh, richten.
Er aber wird nicht zu ihnen gehören; denn er ist einer von de» Mzuvielen, zahllos wie der Sand ain Meeve. hm und her geworjeW von den Weller: des Trostes und — der Angst,
Ein Unzulänglicher . . *._
Vüchertifch.
— Ernährung und N ahrungsmitiel. Vvn. N. Znntz. 3. Auflage (Ans Natur und Geisteswelt Bd. 19) Leipzig 1918, G. B. Teubuer. 136 ^Seiten geb. 1.50 Mk. — Dre drMe ieÄ erschienene Auflage des vorliegerideii Büchleins ist trn Hrrrott« aus die Ernährun gsproble me, die die Kriegs zeit aufgeworfen hat, vollkommen umgearbeitet. Taster ist namentlich die Frage nach dem Eiweißminimum, das wir brauchen, und nach dem Ersatz enter Art von Nahrungsmitteln, durch eine andere sehr eingehend be». sprachen. Tie ersten Kapitel beharrdeln mehr theoretische Frage^ wie namerctlich die Methodik der Stoffwechseluntrrsuchtzrng. dre folgenden aber praktisch wichtige Probleme,, die, Zuber^tUng^ der Speisert in ihrern Einfluß auf ihre VerdaulickiEeit, den Nährstoss- gelialt der wichtigsteir Nahrungsmittel und den Wert ruchtrger Zusammensetzung der gereichtest Nahrung. An den verschteüenstL» Stellen sind eine Anzahl praktisch wichtiger Winke gegeben, so über den immer noch nchi ausreichend gewürdigten Wert einer ausgiebigen Zerkleitverung der genossenen speisen, über Diätetik des Obstgennsses, übn die Bedeutung der Gewürze. Eine Anzahl Tabellen über die wiclstigsten Nahrungs- und Geitußm mn. schließt das Bich. Es sei allen, die sch über die Ernäh-rungsst svage informieren wollen, warm empfohlen.
— Das Büchlein vom frohgemuten Invalide», Ernstes und Heiteres, Dokumente, Kuriosa und AneDoten aus dem Leben der Kriegs- uttd Friedensiuvaliden. Gesammelt und heraus- gegeben von E. W. Trojan. Verlag I. H. Ed. Heitz (Heitz u. Mündel) Straßburg 1918. Preis 80 Pfennig.
Gießener Hanssrauen-Verein.
Kochanweisungen.
Graupenkloß. Man läßt die über Nacht eingeweiicht« Graupen mit Wasser.und Salz ankoctMt mtd in der Kochkiste langsam gardünsteu, lvas tags zttvor geschelMr kann. Tie Graupe» minien weich fern »und dürfen keine Fluss-gleit mehr haben. Wett» die Gratlpenmass« kalt a-e.ovrdeu ist, mischt man eNoas in Fett geschmorte Zwiebel, Salz, Majoran- oder Thynnankraut, wen« mau es ermögliclMn kann, ein-- Ei dazu, füllt den festen Teig in eine nnt Fett ausgestrchene Kasten form und läßt den Kloß eine gu» Stunde backen oder in einer Puddingform im Wasserbade kochen.
Braune Tunke zum Graripercklo-ß. Man läßt Mebl i» Fett dunkel werden, fügt etwas Wasser, Salz und Essig dazu. Wenn man will, kleingeschnittene Senf- oder Sauergurkeu.
Kalter Rhabarber-Flammeri. Die Nhabarbrrftü-cke werdetr mit Wasser mrd ettvas doppeltkohlensanrent Natron (eine kleine Messerspitze voll) weichzekocht. Darm .rührt man die Brühe durch ein Sieb, süßt sie und verkocht sie mir etwas Grieß oder! Sago zu einem Flammeri. Auf ein Liter Flüssigkeit rvchatet ma« ungefähr 135—15V Gramm Sago oder 100 Gramm SagomehL über Grieß. Wenn man bemerkt, daß die Speise zu dick wird, kaust man sie mit etwas van dem zurückbehaltenen heißen Rhabarbersast -verdünnen.
Zchieberä sel.
Tabellen Dünaburg Forellen Marktkorb Belagernng Bulgarien
Vorstehende Wörter sind ohne Äenderung der Reihenfolge, allo nur dt>rcb seitliche Verschiebung, so unreremanderzusegen, daß zwei senkrechte Buchstabenre hen einen vielbedrängten Staat »ma ein in der Polittk oft genanntes Gebirge bezeichnen.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung des Telegravhenrätsels in voriger Nummer:
Wolga. Karte, Seine, Dank, Woche, Kleid, Nest, Arte» Worte sind noch keine Talen.
TchrisUeitung: W. Areyer. — Zwillingsrunddruck der Brühl'schen Univ.-Buch- und Sreindruckerei. R. Lange, Gießen.


