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fie ist tm r rompvomiLttevend mit vir verbunden! Mut. ou Tior! Bist dn ein Schtvächlirm? Wo ist deine Stärke?

Ein« süße Schwäche überkam ihn, so daß er sich zurüK- Lehnen mußte, um Wem M schöpfen.

Er Kog den Atenr tief ein, -oh, wie wohl das tat!

Nein, es konnte mit ihnr noch nicht vorbei sein. War ikhnr nicht schon so viel gelungen? Gr müßte sich nur dies­mal zusamrnennehmVn, alle Kräfte anspannen, Ueber- merrsckjliches Giften!

Ach, er fühlte wieder die alte Kraft in seinen Gliedern, sie durchströmte ihn, pochte gierig durch sein Blut, machte rhrr so leicht, daß er vermeinte, schweben m können, sich En die Höhe zu heben, hoch empor, über alle Welt: . .

Ja, es würde gelingen. Nur wenige Wochen waren nötig. Dann trat er vor sie hin und sagte: So. Dies habe ich getan, dies zu tun, zwangst dn mich Cs ist gelungen. Hier rst der Erfolg. Nimm zurück, was dir gehört, laß Uns in Frreden scheiden!

Er hatte ein so maßloses Verlangen nach Frieden, nach Mieden mit ihr, mit seiner Frau, mit allen feinen Feinden, t mit der ganzen Welt!

Und allen derlen, die Ursache hatten, ihn zu hassen, wvNte er zeigen, wie sehr sie ihn verkannt hatten Gutes wollte er ihnen tun. So viel Gutes! Wien!

Der Wagen hielt, und der Chauffeur öffnete ihm die Lnr. Reisner sprang ab, leicht, froh, lächelnd. Er eilte das Hans hinauf und gab Prokop, der ihm etwas sagen wollte, das Zeichen, sich zu eilt fernen

Und er stürzte in fein Ziinmer...

.Die Dämmerung schickte sich eben an, in Finsternis üverzugehen. Reisner trat eilig an seinen Schreibtisch, um dort das elektrische Licht einzuschalten

S a r I] ' 3vte ** dn Geräusch und stutzte.Ist jemand hier?' fragte er.

Dort, lvo die Chaiselongue stand, richtete sich eine Ge­stalt ans, langsam und schweigend. Reisner erkannte nur die dunklen Umrisse eines Mannes. Noch immer zögerte er, Licht zu machen.Ist jemand hier?" fragte er noch ein- mab

Ja," fügte «ine Stimme.

Reisner zog die Hand, die nach dern Schalter gegriffen hatte, wieder zurück. Wo hatte er doch diese (Stimme schon Mhört? Er wurde mit einenr Mal unruhig, eine wilde Verzweifln^ bohrte sich in ihn ein, dieselbe, die ihn wäh­rend der Heimfahrt gewürgt hatte, nur dumpfer, unbe- ^rmmter, angstvoller.Wer ist da?" fragte er gepreßten

Hermairn Reisner,- ich!"

Wer?" fragte Reisner und hielt sich an: Schreibtisch kranrpfhaft fest.

Dein Freund Hermann R'eisirer, dein alter Freund, kennst du ihrr nicht mehr?""

Die Stimme klang scharf, durchdringend und doch kalt, so, als käme sre von einem Töten.

Sehe ich Gespenster? daclsie Reisner und zerrte an seinem Hemdkragen.So nennen Sie doch Ihren Namen/" sagte er stockend. .

Meiner: Namen? Passen Sie auf, Herrmann Reisner, passen Sie gut auf! Ich bin"

Wer?""

Herbert Behrens!""

(Fortsetzung folgt.)

Wilhelm Lamphause»

Zu seinem 100., Geburtstage, 8. Februar.

Die Aelteren unter den: lebenden Geschlecht« erinnern sich gar Wohl der großen Volkstümlichkeit, deren sich der Maler Wilhelm! Camphausen so um 1880 hierum erfreute. Er war 'ein Düsseldorfer und noch> seiner Kunst- und Lebensfreude ein echtes Kind des Rhein-, landes. IN seiner Irrgend Sonnte er noch Wfred Rechet nahe treten! uNd von ihm die erste Unterweisung im Zeichnen empfcurgen. Dannj bezog er, erst 16 J0hr« alt, di« Düsseldorfer lAjkadenrie, wo Sohn und Schadvw seine Lehrer wurde::., Die Düsseldorfer Malerei stand damals im ZeichsA: der bekcnMten blutarmen Spätromantik, deren Ba:m sich auchCamphausen mcht entziehien konnte. Ms Husar hatte er wahrend seines Dienstjahres Freud« an Roß und Reiter ge- Wonnen, mid so Wmrdw er sich der ScUachte-ninalerei zu, aber! dazurnal durfte ein jSchlachtsin'maler, der etwas auf sich hielt, :mt Kämpfern de:' Vergangenheit feilen Pinsel widmen, und so malte Ca i uphausen tapfer die Soldaten Tillhsünd Gustav Adolfs, später aber, vielleicht ^on der Lektüre Sctotts, vielleichjt auber auch nur!

durch die berühurten riesige»: Miterjftr'efel, die der Maler Lerche sich hatte bauen lasse::, angeregt, hauptsächlich Cromwell und seine -uritaner. Das alles bliebe,: aber, wie natürlich, im gantzen recht.

vaterlanorschen intb besonders den preußischen Kämpfen z-uwandte. Schon harte durch Menzel der alte Fritz, in der Kunst seine Auf­erstehung gefeiert jetzt führte ihn Camphausen auch! in die Mnlevch

dve Parade in Potsdam, sind sehr bekannt und.beliebt geivvrden.. Lrermr schlossen sich Camphausens Reiterbildnisse preußischer Helden mtd Fürsten, die zuletzt - jedoch ohne Monurnentalstil zu erreichen sich in größtes Format auswuchsen. dtoch heute kann man seine Rerterporträts von: Großen Kurfürste,: oder von Wilhelm I. mit seinem Paladine in Stichen oder Ajbbildungen vielerorts finden.! Endl:ch lernte der Schlachtenrnaler auch wirkliche Schlachter: keimen/ rüdem er in den Jahren 1864 und 1866 als, ivie es damals hieß, Kriegstzeichrrer"" im Hauptauartierv die JeldUlge mitmachte. Sein« Erlebnisse sin dänischen Kriege hat er in dem BucheDer Maler

besondersDüppel nach den: Sturms kanten den: gehobenen voli- tischamtionaler: Gefü'hE der Mt entgegen u:ch farrden daher freundliche Aufnahme. Bez-eichnend ist aber, daß sich Camphauserrs Werke in Photographien oder Stichen inrmier besser ausnehmen als in den Originalen. Denn er verstarb gar wohl chn Mld zu machen es übersichtlich und wirkungsvoll anfzubauen, es in den Einzelheiten reich zu gestalten und doch! fest znsammenzuhalten- aber er ver­stand es nicht, es als geschjlofsene koloristische Einheit zu entwickelt' und daruu: haftet seinen Werkejn allen m der -Farbe etwas Drocka nes, Unglaubwürdiges an. Das Stärkste an seiner Begabung wa17 im Grunde das Illustrative, Ws Zeichner ist er etwa aus die Linie Anton Werner zu stellen; er ist gesund, tüchtig, klar; auch fehlte es ihm gegebener,Gelegenheit nicht an Phantasie und -Humor, am vortälhaftesten wohl in seinen, Zeichnungen für die von ihm mitbegründetsnDüsseldorfer Monats hefte"" zur Wirkung kommt. Ueberhaupt hat Camphausen im 'Düssel­dorfer Kunst-- und Gesellschaftsleben eine hervorragende, ja führende Rolle gespielt. Er hatte von den Kriegen her Besetzungen zu hohen Persönlichkeiten, hatte Fühlung mit der Literatur, besaß reicln gesellige T-abente und führte ein gastliches, von heiterem Leben erfülltes Haus. Dazu war er eins der ältesten Mitglieder desMalkastens"", dessen launiger Geschichtsschreiber er in der Chronica de rebus Maleastaniensibus"" geworden ist. Sein im Mhre 1885 erfolgter ©ob wurde daher in Düsseldorf mit Recht als ein großer Verlust empfunden, ' "

Aur derEtappe".

Von Untewff. Theo Lenz.

Also nun bin ich richtig in der Etappe.

Ws nämlich neulich der Kdmmandeur durch die Stellung ging, fragte er einen Posten, wo die letzten feindliche:: Granaten hin-

t gangen seien; da zeigte der gelassen mit der PfeifeNfpitze über die chulter und sagte:In die Etappe."" Da meinte er die zweite Linie, mit dem Gesechtsstand des Kommandeurs.

Dort sitze ich nun auch als Telephonist beim hohen Stabe.

Ei« gemütlicher Kiieg, so in derEtappe""!

Manchmal scheint es m:r zwar, als ob alle Pfeifenspitzen da vorne nach derEtappe"" gerichtet seien, aber das hat nur noch nichts geschadet, und so bin ich mit diesemDruck"" nach jahre­langem Postenstehen ganz zufrieden.

Jetzt ka::n ich wenigstens sitze::, habe meist ein dichtes Idch über dem Kopfe, Feuer im Oefchen und, nicht zu vergessen,- in der Pfeife; auch wohl M geistiger Erfrischung einen Schauerroman zur Hand.

Mein Freund Kürl guckt mir beiu: Lesen dann immer über die Schulter, was ich gar nicht ausstehen kann, und fragt regel­mäßig so bei Seite 5:No, sin e re schon viel gestorwe?" Das ist, glaube ich, sein einziger Witz. Ms ihn gestern einer wvhl- :neine::d fragte:Nun, Karl, wie ist's?" sagte er: ...egal"". Nun, daß so einer keine Ahnung davon hat, daß ein richtiges Buch Pfeffer und Salz haben muß, ist ja klar.

Was nreinft du wohl zuQuo vadis"" ?Ben Hur"" oder auch Nur zu einemDiethelm von Buchenbach""? Nun, da staunst du vielleicht!

Lies diese Sorte abier nicht beim Nachtdienst, dem: wenn dn auch behauptest, keine Gespenster zu sehen, so überhörst du doch sicher jeden Anruf am Fernsprecher; und wenn du dann mit den alten Ausreden:Fa, .Herr LeuMant, -dann muß wohl der Appa­rat aussetze::"" oderDie Erdleitung ist nicht m Ordnung"" noch nicht recht Bescheid weißt dann ade Etappe!

Ach, die Erdleitnnge::! Wenn man das Fenster znnracht, reiße:: sie ab, ohne daß du es merkst, oder sie liegen M nahe a:u- einander, ober zu trocken. DasLeiten" tut ja eigentlich das Wäs­ser, in: Bode::. ,

Daß Wasser dabei sei:: muß. wußte die M. G. W. neulich «Kch, welche sich da au unsere Sprechstelle arrgeschlossen hatte.