UM.auch darin unteMMd er sich von beit: anderen, daß ihn der dttrftiige Rock des Bch-rens rächt im mindesten an- Pocht, daß er ihn mit höflichster SdlbstDerstMMichkeft hin- uaynr, als wüßte er, daß sich hinter ihm sehr wohl ein Woher ReiäMm, d er gleiMvertig machte,'verbergen- konnte, Mio ja im Äegeräätz da^r Mich oft Nicker dem blitzenden AeuSren eines Prinzen graues Elend angstvoll Muern Sonnte-

Bitte," sagte er zu Behrens,mit wem habe ich die EM?"

Behrens," gab der Besucher einfach zur Antwort.

Ah," meinte Mannheimer mit einem leichten Neigen des Kopses,Herr Konsick Griffen in Hamburg hat mir Ihretwegen schon empfehlend geschrieben. Was führt -Sie zn tim?" .

Der' Mann war ebenso undurchsichtig, wie sich Behrens vorbehaltlos offen zu geben schien, der nun kurz erklärte, wmnun er bitte.

Reisnersi^ fragte Manuheiiner,oh, ein vorneh­mer, reicher unb mächtiger Mann !"

Er sagte es mit stolzer Anerkennung, die sich zugleich verbeugte, die eine leichte Verbeugung machte, die in ihrer vorbehaltslosen Hochachtuna doch einen Zug kalter Ironie hatte.

Behrens hatte die Gabe, durch Mauern hindurchzusehen. Das Herz dieses mit Liebenswürdigkeit rcknpanzerten M«rv- sche'n lag offen vor ihm. Er wußte, daß Reisner hier ein urteil gesprochen war.

Und Mannheimer? Er, dein nie eine Information fehlte, hatte sich auch irr diesem Fall gründlich unterrichtet. Die Angelegenheit Reisner-Lneie Mnmner-Behrens war ihn: längst irr allen ihren Einzelheiten vertraut.

Hier faß einer, der die ersten- Fühlhörner ausstreckte,' um sich zu rächen, einer, dessen Rache ernst zu nehmen war, weil er mehr als genug Geld hatte, sie durchzusetzen. Mann­heimer lag kein Gedanke ferner, als der der Rache, und doch träfen sich die Absichten beider in dem einen Punkt: Reisner zu ruinieren. Dem einen brachte das Geld, dem anderen Freude. .

Behrens kannte die Gedanken Mannheimers und freute sich ihrer. Sie dienten seinen Zwecken.Reisner ist ein sehr vielseitiger Mensch," sagte er,es ist erstaunlich wie vielerlei er schon mit Glück und Tatkraft, vollbracht hat. Er scheint auf sehr festen Mißen zu stehen Ä-

Jeder Mensch weiß das," bestätigte Mannheimer bie- der,es ist allgemein bekannt."

.Und jetzt, jetzt plant er. . . etivas recht Großes?"

' Mannheimer lächelte beifällig, denn es imponierte ihm, daß dieser unscheinbare Mann so viel wußte.Ja," be­stätigte er wieder ruhig.

Es ist .eine Sache, mit der er steht und fällt/ V ja, auch vielleicht fällt . . .?"

Gewiß, gewiß, dachte Mannheimer, und seine Freude stieg noch Es war ganz klar, daß Behrens völlig im Bilde war. Mannheimer rieb sich im Geist die Hände.

Aber er wird viel Geld dazu branchn," sägte Behrens, ja, sehr viel Geld . . . Werden Sie es ihm geben?"

Gegen Deckung, gewiß."

Gegen Deckung und hohe Zinsen?"

Gegen einen Prozentsatz, der das liebliche in keiner Weise übersteigt," sagte Mannheimer,natürlich. . ."

ilnd Ihr Verdienst," fragte Behrens ohne jede Anzüg­lichkeit in: Don, - denn es ist doch fraglos, daß Sre viel dabei verdienen wollen?"

Ich vermittle das Ganze," antwortete Mannheimer bescheiden und doch gar nicht verbergend, daß er etivas ver^- mittelte, das nur ihn: Vorteil brachte.

i Behrens nickte und schien zufrieden.Welche Deckung! werden Sie verlangen?" fragte er.

Mannheimer sah ihn heiter an, als wünsche er ihm zu zeigen, daß es doch unnötig Zei, wenn Behrens sich irr über­triebener Weise verstecke.Wissen Sie das nicht?" fragte er spöttisch.

Frau von Marisch?" fragte Behrens ruhig.

-Ja." . "

Deren Unterschrift wünschen Sie als Deckung?"

Natürlich"

Und wenn sie sie nicht gibt? ... Es handelt sich doch SM >i arrderthalb Millionen?"

(Fortsetzung folgt.)

©#« WnSheitrerinnekuns-

* Bon L. N. Tolstoi.

Uebertragen von Marie B e ß m e r t n y.

. Tief mrrziette das Verständnis für die Gemütswerte von- Wch. auf m dein Wesen des -Philosophien von Jgs-naja Pöljana", das! beweist auch die nachstehende Mfzeichnung.

Wie reich.auch die Zukunft an 'fesselnden und rvichiigew Momenten M seien scheint, zu denen ich Stellung nehmen möchte, sv vermag ich mich doch, nicht vion der Kindheit loszureißen, von. jener lichtvollen, zärtlichen, poetischen, geliebten mch- gehei minist vollen Kindheit. Erst, tvenn wir ins Leben treten, fühlen uitfr be­greifen wir ihren ganzen wunderbaren, Zander. Wir wissen, daß das Leben nicht nur ans dem besteht, was die Gefühle uns geben, aber das gvahre 'Vorgefühl oder Mchgchühl dnrchwänkt dennoch die ganze Diese unseres Wesens. (

. Ja, es war eine herrliche Zeit. Wir hatten die Arbeiten beendet,- unfern Spaziergang gemacht und wartetejn im Salon, mit zu Tisch M gehen. IN den: Salon stand ein großer Divan, ein runder, alter Mahagonitisch, der von vier Hohen Sesseln umgeben war. Zwischen den mächtigen Fenstern hingen vergoldete Bronzespiegel, und dem Divan-gegenüber befand' sich die Tür, die nach dem Balkon führte. Ans der linken Seite d-esj Divans- saß die Großmutter mit der g-ot, denen Tabaksdose in der Hand und der Haube mit der steifen Rüsche ans dem Kopf. Die lTarttew -Alexandra, Tatjana und Paschenka sowie auch unser Erzieher, Fedor JwanMchj alle ,raren versammelt und lvarteten, daß Papachen aus seinem Arbeitszimmer heranskommen sollte. s

Ta tritt er rum heraus, mit rüstigem, raschem Schritt und seinen weichen, absatzlosen Stieseln. Sein sanguinischer-Hals ist rot, seine hübschen Äh gen haben einen lieben.Ausdruck und seine inänn- lichen Bewegungen sind nmtig. Oft komntt er auch mit einer Pfeife in der Hand heraus und gibt sie dem Lakai ab. Er setzt sich zunächst neben. Großmutter, Mßt ihr die Hand' und macht irgendeine schW»-. hafte Bemerkung zu uns, zu heu Dmtten oder zu Fedor JtvauytW« Warum bekommen wir noch nicht M essen?" ruft er nett seiner angenehmen, freundlichen Stimme aus. Jömiand- -WvbrdjM Matrrscha oder Petruscha steckt den Kopf ans der Gesindestube heraus und sagt:Es wird sofort gereicht!"

Und in der Tat öffnet sich die mächtige, dunkelgebeizle Türe, die jetzt noch, genau sio aussieht, unb hvrein tritt in seinem hlanen, Rock und mit hochgehobenein Schultern der Hausverwalter und frühere zweite Geiger im Orchester des Großvaters, Fdka DemidhtsH. Er zieht die AugMbrauerr in die Höhle und mit sichtlichem- StB» kündigt er feierlich an:Das Essen ist serviert!"

Alle erheben sich-, der Vater reicht der Großmutter den Arm-,. ihnen beiden folgen die Tsinten mit dem Evzliöher und wer sonst noch im Hause weilt, und die Kinder. Ich gehe (das ist mir voll­kommen erinnerlich als besonders teueres Moment) an Vaters linke! Seite heran, juud er berühert meine Haare mch meinen Nacken nM seiner weißen Hand mit dem kennzeichnenden roten Streiftu M der äußeren Fläche, und endlich- küsse ich diese Hand, die m-eiu-Ml Hals zärtlich drückt, und ich bin von Herzen glücklich./- <

Wir gehe:r an.der Gesindelstube vorbei, die Stufen zum großen. Saal empor. Fast hinter jedeur Stuhl steht ein Lakai mit aufge­schichteten Tellern, die er ans dem linken Mm hält. Wenn-Gäste, da smch so- nehmen die Diener hinter ihnen AhMerlung. Ter -Tisch.' ist mit einem handgewebten, gröblichen Tischtuch! bedeckt. Ist der Mitte ist eine Flasche mit Wasser W sehen und vor jedeur Besteck ein Becher mit Ktvaß. Die Löffel sindiaus altein Silber, Gabel und Messer aus: Eifert urit hölzernen Griffen. Die Bläser sind fein, aber ganz: einfach.. Astr Büfett rttird die Sappe einggfültt und die Diener reichen- Pasteten hernn?. Wir bekvnmteu keine, aus irgendeinen) Grunde/ doch steckt mir der Kammerdiener Petruschx heimlich eine Pastete zu, weck er mir besonders gewogen ist. Bjei Tisch geht es irnnttch lustig her. Alles schrneckt und alle sind- vergnügt. Es ist zwar schrver, so lange still giui sitzen/dochhvenn es auch nicht gestattet ist, die oberen Körperteile zu bewegen, so- sucht man sich dadurch zu entschädigen/ daß man unter, dem Tisch kräftig mfit best dicken Füßen baumelchi die in weißen, gestrickten Strümpfen und in Schuhen stecken, die vvrt unserem tauben Schuster Mexei angefertigt sind. -,

Mles mundet vortrefflich, bis- anfein Stückchen sehniges Meisch, das man kaut und kaut und schließlich!, während die Erwachsenen in die Unterhaltung vertieft sind, in die -kleine Hand WeintzmÄt -ündi Unter den Tisch wirft. Ae Grütze schnreckl aber, dias HMuchen mit Gurken, das Gemüse aus Rübchen schmeckt auch, und ganz besonders schmeckt der süße Kuchen, wie jeder süße Kuchen.

Es macht Spaß, den Gesprächen der Großen zuzuhören und hinter- jbreiit mlit dien Brüdern darüber zu.plaudern. Bort besonderen) IN- tcresse für -uns Kinder war.Dichon. Dieser kleine, unaussprechlich komisch ivirkende Mstnn pflegte- in der.Hauskapelle des Großvaters! Flöte zu spielen. Er hatte bei Tisch hinter dem Stuhl der Großmutter »der des Vaters seinen -Platz. Plötzlich spitzte er mitunter seine dicken! Lippen, fuchtelte mit einein Teller, einen Kreis umschreibend,.umher. Und rief dadurch unser rtnbezimngbares .Lachen hervor. Jemand vstn den Errvachsenen . drehte sich infolgedessen gewöhnlich um, und Dichon behauptete lvieder eine unhewegsiche/ -stramme Stellung nah ch/ücktt seinen Stadel vo») Tellern ruhig an die Brust,